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Dienstag, April 14, 2020

Haha, Taiwan gibt es nicht und Deutschland ist sicher vor Corona


Israel das sicherste Land in Sachen Corona, Deutschland auf Platz zwei. Eine offizielle Statistik, die WHO-Material verwendet. Wenn man im weitgehend Corona-freien Taiwan sitzt wie ich, kann man da Lachkrämpfe kriegen. Bei 22 Millionen Leuten dicht an China dran haben wir unter 400 in Fälle, die meisten Auslandsrückkehrer in Quarantäne. Wegen schneller Isolation von China (Flüge, Reisende).
Taiwan taucht da nicht mal auf, weil die WHO Taiwan auf Geheiß der VR-China boykottiert.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/im-laender-vergleich-liegt-deutschland-sehr-weit-vorn-a-ebae15df-eca1-4daf-ae5b-8efcad11ee28

Andere Länder sollen sich von Deutschland was abschneiden, heißt es beim SPIEGEL. Klar, hat man die Sehenden aus der Statistik genommen, sind die Einäugigen die Scharfseher.

Corona... wie lange

Wir sind alle Virenexperten geworden. Zeit also auch für meinen Senf

Während sich erste Kurven abflachen, wird bereits viel in Europa und den USA von einer Lockerung oder gar Aufhebung des "Lockdowns" gesprochen. Ist es wirklich schon soweit, ist es wirklich schon so spät? Wer hat nur an der Uhr gedreht? So ähnlich wird in der deutschen Fassung von Tom und Jerry gesungen, wenn ich mich recht erinnere.

Nun, man muss kein großer Experte sein. Ich denke es ist ganz einfach. Die letzte Pandemie ging von Januar 1918 bis Dezember 1920 in drei Wellen, wie ich ergooglet habe. Ohne Impfstoff. Natürlicher Verlauf wohl. Ähnlich ansteckend, nur noch tödlicher. Aber die Todesrate spielt wohl nicht so eine große Rolle bei der Dauer, denke ich. Jedenfalls nicht, solange das Ganze nicht Menschheits-bedrohend wird.
Das sind also etwa 2 Jahre und 11 Monate.

"In 18 Monaten steht vermutlich ein Impfstoff zur Verfügung" hieß es am Anfang. Wenn man davon ausgeht, das erst in 24 Monaten flächendeckend geimpft werden kann auf der Welt, arme Länder leider ausgenommen denke ich, dann können wir diesmal wohl mit etwas über 2 Jahren rechnen. In zwei Jahren kann man - vielleicht nur mit Impfpass - wieder relativ normal fliegen, denke ich.

Ein Shutdown unserer Länder bis dahin wird nicht gehen. Oder die liberalen westlichen Gesellschaften werden irrsinnigerweise wegen seuchenbedingter Unfreiheit umfallen und durch Diktaturen ersetzt werden.

Gucken wir, was passiert. Ich habe noch ein FDJ-Hemd im Schrank (als Touri in Ostberlin von kopfschüttelnden Verkäuferinnen gekauft 1986 oder so). Für schwarze oder braune ist notfalls auch noch Platz. Wieder nur touri-mäßig, dann bliebe ich in Taiwan.

Over and out, der Roman wartet.

Montag, April 06, 2020

Corona-Folklore

Maßnahmen zur Föderung des Corona-Konsums

Unsere Firma, die Götter mögen die Weisheit ihres Managements lobpreisen, hat scharf und energisch auf den Corona-Virus (aka Xi Jinping-Virus) reagiert. Damit wir Mitarbeiter nicht mehr so dicht gedrängt in den Fahrstühlen stehen, hat die Firma ab sofort

a) die Hälfte der Fahrstühle abgeschaltet
b) durch Fiebermessen dichtgedrängte Staus vor den Fahrstühlen produziert
und 
c) durch Anfahren nur noch weniger Stockwerke pro Fahrstuhl dafür gesorgt, dass man jetzt mit 20 Leuten in einem Fahrstuhl steht, statt sich wie bisher einen leeren zu suchen.

Danke, weise Firma für diese völlig kontraproduktiven Maßnahmen. Aber Hauptsache, man tut irgendwas.

Na dann Prost.
 

Freitag, März 27, 2020

Say Hi to the Xi-Jinping Virus

Wie soll man den Virus oder die Krankheit nennen?

Für Frau und mich ist es grundsätzlich der "Wuhan-Virus". Das ist bei den Taiwanern populär, die gerne gegen die Chinesen schießen dabei. Auch die vom Virus augelöste Krankheit COVID-19 wurde bisweilen in taiwanischen Social Networks so übersetzt:
CHINA OUTPUT VIRUS IN DECEMBER 2019
Nun soll man das in der Welt nicht übernehmen, weil sonst asiatisch aussehende Menschen in aller Welt angegriffen werden. Aber die Taiwaner, als eine Art Abkömmlinge der Chinesen, haben da keine Hemmungen. Schließlich beansprucht China ständig das Territorium des demokratischen Taiwan, droht ihnen ständig mit Krieg, schickt seine Umweltverschmutzung rüber und hat dafür gesorgt, dass Taiwan nicht in die WHO kann. Deswegen misstraut man hier China extrem und hat eigene Prozeduren entwickelt. Die haben Taiwan bis data fast virusfrei gehalten. Durch Auslandsrückkehrer, die in Quarantäne kommen, ist die Zahl von 50 auf 200 gestiegen, die letzten Tage.
Ich persönlich rede gerne vom Xi-Jinping - Virus, bekannt nach dem chin. Staatschef.

Freitag, März 20, 2020

Das Leben in Zeiten der Corona

Hat nicht mal Gabriel Garcia Marques so etwas geschrieben? Nur mit Cholera...

Was tun in Zeiten von Corona? Nun, bei Familie Ludigel hat sich die angestrebte Rückwanderung nach Deutschland, mit der möglichen Last-Minute Alternative England nun zumindest bis zur Zeit nach Corona erledigt. Also vermutlich bis 2023, denn ähnlich wie die Spanische Grippe 1918/19 wird das Ganze wohl knapp zwei Jahre dauern. Der angebliche Vorteil von Impfstoffen und Anti-Grippe-Mitteln fällt ja offenbar weg, weil man zwar auf Vogelgrippeviren eingestellt war, nicht aber auf Corona-Viren.
Wir haben im selben Wohnblock eine neue, größere Wohnung bezogen. Wieder möbliert, man weiß ja nie, wie lange man bleibt. Wenn ich nach Deutschland und der EU gucke, graust es mir ob der Führungslosigkeit daheim. Angela Merkel wartet nur noch, bis ihre 16 Jahre Haft im Kanzleramt - in dem sie im Nichtstun unersetzlich ist - abgelaufen sind. Gesundheitsminister Spahn verklagt seinen Frisör - sollte er jedenfalls - und niemand hatte Zeit für taiwanische Krisenvorsorge. Weshalb das Land nun eine Spielwiese für den Virus ist. Grenzen zu und Chinareisende in Quarantäne wäre ja "rassistisch" gewesen. Es claro.
Von der Leyen kann sowieso vieles, aber nichts, was mit Regierungsaufgaben zu tun hat. Nun ist sie hochgelobt zur EU und gefährdet dort durch Komplettversagen die ganze Institution, die sie leiten soll. Man sieht jetzt, dass eine schwerfällige, bürokratische EU nicht nur nervig, sondern sogar lebengefährlich ist. Denn sie zieht Kompetenzen an sich, mit denen sie nicht umgehen kann. Wir bräuchten keine nationalen Alleingänge, sondern einen europäischen Bundesstaat. Oder wir müssen die EU wieder in eine Freihandelszone verwandeln.
Persönlich denke ich an mein Auto, das in der deutschen Garage wartend im Sommer mal gefahren werden muss. Da werde ich wohl jemanden für bezahlen. An meine Mutter mit fast 90 oder einen kranken, guten Bekannten will ich lieber nicht denken. Die leben gefährlich, in der neuen chinesischen Wunderwelt, die Europa geworden ist. Tier des Jahres 2020 ist sicher der Pangolin und der große Sommerhit wird "I kissed a Pangolin and I liked it" gesungen von den CCP-Singers.
Sonst bin ich meist am Nasenduschen, um ja keine Erkältungssymptome zu haben, die mich in Taiwan sonst immer verfolgen. Im Winter ist es halt heizungslos kalt mit kalter Zugluft im Büro und im Sommer Klimaanlagen-kalt mit kalter Zugluft aus dem selbigen. Gestern ging mir das kurz auf die Bronchen, ging aber mit Nasendusche, Gurgeln und 2 Stunden Schlaf wieder weg. Kriegt man schon kurz die Corona-Panik. Und, ach ja, Gummibärchen. Die helfen bei mir gegen diese leichten Erkältungen, die hier ständig anfliegen wollen und beruhigen auch die Nasennebenhöhlen.

Wie geht es weiter? Nun, vermutlich wirtschaftliche Depression, Geldentwertung und irgendwo Krieg, wie immer in solchen historischen Phasen. Oder ich irre mich. Wäre doch nett.

Donnerstag, März 19, 2020

Visa/Autenthalt in Taiwan läuft ab, was nun

Schlimme Zeiten für alle, deren Aufenthaltstitel abläuft auf der Insel Formosa

Leider hat dies Blog auch keine Antworten zu bieten und ich will es Leuten ersparen, meine Interpretation von Sekundärquellen zu lesen, die nach dem Stille-Post-Prinzip vermutlich Fehler enthält. Der Originallink zu einer Diskussion ist dieser: LINK.

Zusammenfassung: Taiwan akzeptiert die Corona-Epidemie nicht als Höhere Gewalt, daher muss man generell ausreisen, bevor der Aufenthaltstitel abläuft. Sogar wenn das zur Zeit wegen täglich wechselnder Reisebarrieren kaum möglich ist und man am Ende länger zum "Tom Hanks" wird, der auf irgendwelchen Flughäfen schläft. Oder im Quarantänebereich. Leider schlechte Nachrichten hier.

Positives:
Wer ein Visum hat, kann dies offenbar verlängern, auch wenn "nicht verlängerbar/non extentable" drauf steht. Wer aber sein Visum schon x-Mal vorher verlängert hat, kann das offenbar nicht.
Wer als Deutscher normal ohne Visum da ist (also als Tourist eingereist ist), kann offenbar auch keine "Verlängerung" bekommen. Evtl. kann er aber ein Visum beantragen, das dann auch wieder verlängerbar ist. Siehe Link oben.
Wer wie ich eine ARC hat, müsste diese normal verlängert bekommen, wenn die tournusmäßige Verlängerung ansteht. Es ist absolut nichts bekannt, was auf Hindernisse deuten würde.

Wer in der Vergangenheit einen Visa-Run gemacht hat, um als Tourist neu einzureisen und wieder im Lande zu arbeiten, kann jetzt natürlich nicht oder schlecht den Visa-Run machen.

Viel Glück kann ich nur wünschen. Das ist diesmal nicht sarkastisch gemeint.

Wie sieht die Welt in 2 Jahren aus? Immer noch geschlossene Grenzen und internationale Reisende werden von den Einheimischen hinter Gardinen kritisch beäugt, wenn sie mit dem Rollkoffer aussteigen? 

Zur Ein- und Ausreise in TWN und D Infos hier: https://taipei.diplo.de/tw-de/-/2302636 (Deutsche Vertretung).

Soll man sich für den Fall einer Evakuierung bei ELEFAND, dem elektronischen Register für Deutsche im Ausland eintragen lassen?
Ich habe mich, Frau und Junior eingetragen. Derzeit kann ich mir nur sehr theoretische Fälle vorstellen, wie das notwendig sein sollte. Etwa wenn durch wirtschaftliche Krise eine KMT-Radikalinski-Regierung an die Macht käme, die Ausländer ausweisen will. Oder wenn wir einen ausländischen Super-Spreader haben, der die Quarantäne umgehen würde und es dann für Langnasengesichter auf der Straße unangenehm würde. Zur Zeit ist das alles blanke Fantasie. Aber in so chaotischen Zeiten ist man besser immer vorbereitet.
Bis dahin ist man in Taiwan besser aufgehoben.

Die Zukunft...

Ein düstere Zukunfskulisse

Wenn ich, etwa für zukünftige Romane, eine realistische Zukunfskulisse entwickelnwürde, fiele mir für die nächste Zeit folgendes ein:

-Kollaps des Euro
-Kollaps der EU
-China als neue Weltmacht der nächsten Jahrzehnte, der sich alle an die Rockzipfel hängen, um 2022 nach Corona die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Stichwort neue Seidenstraße.

Irgendwann sagt keiner mehr einen Piep, wenn sie Taiwan schlucken.

Over and out.
 

Donnerstag, März 12, 2020

Corona, Taiwan, Deutschland

Berlin tut nix, Taipei dämmt ein...

Bloggen in Kurzform. Taiwan hat zu Beginn des Wuhan- aka Corona-Virus sofort Reisende aus China (die betroffende Provinz) erfasst und in die Heimisolation gezwungen. Angeblich mit einer fiesen Handy-App, die Alarm schlagen kann wie eine Fußfessel. Kenne so etwas von meiner Firma und dem Heimarbeits-Angebot. Dann wurden präventiv die Schulen geschlossen für 2 Wochen.

Heute den 12.03.2020 hat Taiwan nur 50 Fälle und es wächst nur einstellig. Bei 23 Mio. Einwohnern. Deutschland mit 80 Mio (wie viel genau weiß ich nicht) hat heute Morgen 1966 Fälle gemeldet. Es wächst dreistellig mittlerweile.

Deutschland wartet, bis sich die Krankheit durch die Bevölkerung gebrannt hat. Spart Rente. Mache mir Sorgen um chronisch kranke Bekannte und meine Mutter, die auf die 90 zugeht.

Over and out, was soll man sonst noch sagen dazu.
Außer, dass der nächste Virus, den Peking schon vorbereitet, SOL heißen sollte. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Freitag, März 06, 2020

Corona! Wir fahrn nach Lodz

Es hätte ja viel zu berichten gegeben, aber der nächste Roman will auch geschrieben werden

In meiner Romanwelt hat ja eine Alien-Naniten - Technologie die Menschheit schon seit der Steinzeit infiziert. Ein abgestürzter Raumfahrer hat unwillentlich die Menschheit infiziert. Die nanotechnologischen Gerätchen sollen eigentlich nur eine Hirn- zu Hirn-Kommunikation ermöglichen. Aufgespalten in verschiedene Dienste wie Bild-, Ton- und Emotions-Kommunikation. Inklusive kommt auch ein ganzes Jenseits, das auf der Hardware der Gehirne läuft, normalerweise auf deren Heimatplaneten noch ein Server drin hatte und so ein Mittagspausen-Pläuschchen mit verstorbenen Verwandten ermöglicht hat, die in einer Fantasyumgebung glücklich in Wunschumgebungen existieren. Bei mir wäre das vermutlich eine Humphrey-Bogart - artige Hotelbar mit flappendem Ventilator und endlosen Mojitos und Daiquiries. Und den wunderschönen Asphaltschwalben in durchsichtigen Fummeln, die ich wieder wegscheuche wie damals im Hotel Commodoro, Havanna und die mir dann in perfektem Deutsch erkären, dass sie in Halle Elektrotechnik unter Erich studiert haben und ich gefälligst ein bisschen freundlicher sein soll.
Nur weil die Technik mit menschlichen Hirnen nicht so ganz funktioniert und längst mutiert ist, verwandelt sie gerade die Herren in sadistische Serientäter, die die Fähigkeit zur Verbindung mit fremden Hirnen in einen Machtrausch versetzt. In meinen Romanen, nicht in Havanna.

 Ein Update war doch echt mal nötig, oder?

Das alles fing recht unschuldig mit dem vergleichsweise harmlosen Roman "Die Kellerfrau" an, wo ein Journalist ein überlebendes Opfer eines solchen Täters findet und dann ganz technologiefrei in einen Strudel aus SM und Mord verstrickt wird. Gekauft hat das fast niemand und ich hätte mich in die Legion der Selbstverleger einreihen können, die 1-5 Exemplare im Monat verkaufen. Aber unter dem Titel FUNDSACHE SEXSKLAVIN ging das Ding anfangs weg wie warme Semmel und bescherte mir meine ersten monatlichen Hunderte als freier Autor. Heute verkauft sich das Ding kaum noch, abgesehen von der AMAZON-E-Book - Flatrate. Sicher weil die Nachfolgebände wesentlich härter sind. Denn das habe ich gemerkt, desto brutaler die Handlung, desto höher die Verkaufszahlen. Tabubruch-Literatur nenne ich das und sie verkauft sich auf Amazon so gut, dass bestimmt auch irgendeine Alien-Nanite in den Hirnen der Menschen sitzt und sie nach Sadismus dürsten lässt. Die Konkkurenz schreibt meist mit Exkrementen und Schleim und Behinderungen. Oder deutet nur an, bis man vor Langeweile mit dem Kopf auf die Tischplatte schlägt oder schreibt jeden Satz mit Ausrufezeichen.

Er fesselt Sie! Sie schreit! Sie kann es nicht glauben!

Ich hingegen habe die gute alte Kellerfrau (s.o.) dann ins Extreme extrapoliert und heute schneiden und sägen meine Täter, bis die Schwarte kracht und der Rubel rollt ein bisschen mehr. Zahlt die Miete, aber mehr auch nicht. Mit SKLAVIN NULL (ursprünglich "Engelstränen des Wahnsinns" heißend) wird es schon deutlich rabiater, aber hier macht auch die Alien-Technologie ihr Debut. Fortgesetzt wird das ganze in DER NEUE HEXENHAMMER, ein Roman über eine durchgeknallte Familie in meiner niedersächsischen Heimatstadt, die längst völlig wahnsinnig geworden die Tradition eines Vorfahren fortsetzen will, der mit Alien-Artefakten und Nanitendetektoren Jagd auf Frauen gemacht hat, bei denen die Geräte halt ausschlagen. Und die entsprechend selbst nanitengestützte Manipulationsfähigkeiten hatten. Es kommt nach unnötig detailliert geschilderten Folterungen auf über 300 Seiten zum Showdown mit einem Druidenorden, der die Naniten mit Magie verwechselt und wiederum die Hexenjäger verfolgt. Ich musste mich in den Mega-brutalen Roman "Der Neue Hexenhammer" selbst in einer jüngeren Version hineinschreiben und am Schluss die Bösewichte umlegen lassen, sonst hätte ich das brutale Zeug psychisch nicht verdauen können.
Die Geschichte setzt sich fort, mit einem Roman namens "DER HEXENZIRKEL DER SADO-CHIRURGIN", einem abgedrehten Titel, der dem Prinzip folgt, wie die BILD-Zeitung früher Schlagzeilen generiert hat laut Günter Wallraff. "Deutscher Schäferhund leckt Blondine Brustkrebs weg" war da angeblich ein Schlagzeilen-Muster und nach dem Prinzip ist eben auch der Hexenzirkel zu seinem Namen gekommen. Hier gibt es einen Showdown zwischen Druiden, Hexen und Hexenjägern und diesmal geht es sogar raus in All. Aber wie gesagt, das Machwerk schreibe ich gerade. Meine Leser mögen die Handlungsteile eher weniger und verlangen schon mal mehr Sex und mehr Gewalt per Leserbrief, so dass ich bisweilen die Romane in den Harten Editionen nachgewürzt habe. Ein paar Rohrstockhiebe mehr und noch ein Nanitenzombie als Zugabe im Epilog sind ja so eine Mühe nicht.
Viren. Ach so, Corona. Ja, einen passenden Roman habe ich auch, abseites des oben genannten Naniten-Universums. In "DAS HAUS DER TAUSEND QUALEN"  wird eine Frau wieder mal über 200 Seiten gefoltert, bis sich alles in einem Endzeit-Szenario auflöst. Ein grausamer, klaustophobischer Horrortrip, den ich unter Kopfschmerzen und einer Nasennebenhöhlenentzündung geschrieben habe. Sogar ich hatte beim Schreiben Alpträume. In "DER HUCOW-VIRUS" verwandelt ein unbekannter Virus die Damenwelt in ... Sie können es sich vielleicht denken. Der Roman ist unter einem anderen Pseudonym erschienen, denn die Naniten haben halt auch mein Hirn längst zerrüttet und so habe ich mich in multiple Autoren aufgespalten. Die erste Version des Romans war ein satirischer Take auf die Tendenz der Männerwelt, die Damen immer nur auf die Oberweite zu reduzieren. Aber vor der Veröffentichung musste ich noch mal reichlich nachwürzen, so dass das Endprodukt die übliche Menge an Sex und sinnloser fetischistischer Gewalt enthält. Für Fetische ist das Internet immer eine denkbar gute Fundgrube. Man wundert sich ja schon, was es alles an Fetischen gibt. Mit Gummi muss ich auch mal was schreiben, vielleicht eine Persiflage auf die gängigen Katzenromane, bei denen die Detektivkatze in wirklichkeit eine gummifetischistische Catwoman ist oder so etwas. Ich weiß, klingt verrückt, aber so etwas lesen die Leute nun mal. Bei Gummi denke ich immer an Taucheranzug, aber gut, warum nicht. Sie merken also, all die Fetische in meinen Romanen sind nicht meine und entstanden ist das ganze Zeug aus einer ursprünglich mal für dieses Blog geplanten Satire auf diese schrecklichen "50 Shades of Grey"-Romane und Filme. Aber irrgendwie wurde mir beim Schreiben damals langweilig. Sir Fuckingsburough aus Intercourseshire wurde dann zu einem Serienmörder und so nahm das ganze Elend seinen Durchlauf.
Das bestverkaufende Buch ist freilich eine Storysammlung, die ich nach den verschiedenen Graden der Verrücktheit in verschiedene Autoren-Pseudonyme unterteilt habe. Hier tritt die Handlung hinter blanker, sinnloser sexueller Gewalt noch mehr in den Hintergrund, stets mit einem Psycho-Dreher Ende. Ich bin froh, dass ich diesen Blumenstrauß der Blüten des Wahnsinns längst fertig habe, damals waren die Alpträume doch etwas heftig.
So... ach so... Sie wollten meine Kommentare zu Corona hören. Nun, eigentlich sollte mein nächster Roman einer werden, wo eine grippeähnliche Pandemie die Welt so entvölkert, dass am Schluss nur die Nasenduscher übrig bleiben. Eine Welt, nur von Nasenduschern bevölkert, herrlich. Da ich die Tage aber immer hektisch am Nasenduschen bin, um nur keine erkältungsähnlichen Symptome zu haben, ist mir das Ganze mittlerweile viel zu realistisch geworden.
Ach so... Corona. Ja, bleiben Sie am Besten in Deutschland daheim und lesen Sie viel. Aber nicht von mir, das ist wirklich nicht für jedermann, ich füge hier ja nicht mal Links ein. Meine Selbstverlegerkolleginnen und Kollegen schreiben viel Besseres. Die Mädels immer Romane von Kurtisanen, die in Fantasywelten ihren Prinzen finden müssen oder ihr Wolkenschloss, die Männer irgendwas von Drachen auf denen man reitet. Keine Ahnung, ob das eine Metapher für ihre Ehefrauen ist. Oder einer schreibt Segelbücher. Die sind bestimmt auch toll, ob man nun die Ohren dafür hat oder nicht. Lesen Sie bitte das, nicht mein Zeug. Ach ja, einer beschreibt, wie er ein TINY HOUSE selbst baut. Das klingt doch spannend. Finde ich wirklich und würde es in einer anderen Welt bestimmt sogar lesen. Einer, in der ich anderes als zwei linke Hände habe.
So... halten Sie die Ohren steiff, aber nicht zu nah an andere Leute und wenn nächste Woche wirklich Aliens landen, würde es mich auch nicht wundern. Ich meine, bei all dem Schwachsinn, den wir in den letzten Jahren etragen müssten, würde das ins Bild passen. Brexit, Trump, Pandemie, Menno. Aber andererseits, wenn das Ufo aufgeht und das grüne Alien seinen Spruch "Resistance is futile, you will be assimilated into the Great Galactic Zhul Empire" aufsagt, fällt er sicher fünf Minuten später tot um. Wegen Corona.

Guten Abend.

Dienstag, Januar 14, 2020

Fuck you with your fish smell

Ist ein Song von Pat Benatar. "Fuck you with your fish smell", "hit me with your best shot". 

Ich esse schon seit Jahren nicht mehr in der Firmenkantine. Nach zwei Nächten über der Schüssel nicht mehr. Niemand kann das essen, was die Wesen da in der Etage über mir an "Essen" produzieren unter Zuhilfenahme dieses Altölkanisters mit dickbraunem Öl, der mich stark an eine Hinterlassenschaft in einer verlassenen KFZ-Werkstatt erinnert.
Selbst wenn das Essen genießbar wäre, könnte ich dort nicht essen. Denn die Wesen da oben unter dem Dach haben mich selten in Ruhe essen lassen. Hihi hier und hoho da, wie eine unfreundliche, bulliehafte Version vom ewig kichernden Hop Singh in Bonanza. Und ewig wurde am Laowai, an der Bignose Ludigel herumgemeckert. Weil er halt nicht so aussieht wie die anderen kleinen Leute, die da oben in 60 Sekunden unter Turbolöffeln ihren Reis und ihre Nudeln schlabbern. Essen kann man das bei dem Tempo nicht nennen.
Und ich will auch nicht wissen, wie es riecht, wenn die Ober-Küchen-Dämonin da oben das erste Mal im Leben ihre Gummistiefel auszieht.
Doch stets und ständig habe ich den Fischmief riechen müssen, den die menschenähnlichen Wesen da oben produzieren. Aus dem Klimaanlagen-Auslass kommend. Direkt über meinem Kopf.
Jetzt ist das Ding zugeklebt mit alten Amazon-Kartons und beschmierten DINA4-Blättern. Keine neuen, sonst würde der schwedische Teenanger heulen, weil man Ressourcen verschwendet.
Hoffentlich müffelt es jetzt weniger.
Den Titel oben kann sich eigentlich die ganze verdammte Miefinsel ins Poesiealbum eintragen. Nur dass sich Mopedgestank hinzugesellt.
Ach ja... happy new year everybody.

Dienstag, Januar 07, 2020

Menschen, die auf Wasserpumpen zeigen

Ich hasse Wasserpumpen

Nein nicht wirklich. In Deutschland kriegt man von den Dingern eigentlich so gut wie nie etwas mit. Das elterliche Einfamilienhaus, das immer noch mein Zweitwohnsitz ist, hat davon zwei, wie ich neulich mitbekommen habe. Aber man hört sie praktisch nie und auch nur, wenn man im Keller ist. Dort hört man dann ein leises, angenehmes Surren. Denn die Dinger sind richtig an massiven Steinwänden befestigt, was Vibrationen vorbeugt. Und die Steinwände schwingen auch nicht so leicht mit.

Unsere Wasserpumpe auf dem Dach über Ludigels Wohnung links im Bild und die neuerdings installierte von der Partei unter uns, rechts im Bild. Unsere recht fest auf Steinen gelagert, die vom Nachbarn lose und wackelig und tief vibrierend

Anders in Taiwan. Hier installiert man deutlich billiger wirkende Wasserpumpen gerne an den Wänden der Häuser, für jede Partei eine. Außen an der Fassade sitzen die Teile und in billigen Häusern in Plattenbauweise hat man so scheussliche Pumpen, die nicht auf niedrige Geschwindigkeit schalten können, sondern bei nicht ganz aufgedrehtem Wasserhahn auf einen "Hämmermodus" schalten, der mir schon viele schlaflose Nächte beschert hat, wenn die Plattenbauwand komplett mitvibriert hat. Da hilft auch kein Oropax.

Unser gegenwärtiges, viel besseres Apartment in einem massiver gebauten Wohnhaus war bis vor ein paar Wochen angenehm ruhig. Die Wasserpumpen der Nachbarn ratterten an deren Wänden, aber die massivere Außenwand schwang nicht mit. Also hatte man maximal ein leises Surren, wenn der Nachbar um 2 Uhr morgens noch taiwantypisch eine halbe Stunde lang duschen oder Baden wollte.
Auch sind die Pumpen etwas besser, ohne den gefürchteten Hammermodus.

Doch nun hat die Partei unter uns die Wohnung komplett rennoviert und hat eine Wasserpumpe bei uns auf dem Dach installiert, gleich neben unserer. Clever. So stört es die Leute da unten weniger. Und uns um so mehr. Ist die Pumpe auch keine mit Hämmerei, so ist sie jedoch nur lose auf ein paar Backsteinen gelagert - hält sich nur an ihren Wasserrohren, wie auch unsere - und rattert und vibriert bei Betrieb derart tieftönig, dass es einem in unserer Wohnung richtig unangenehm wird.
Einstweilen haben wir unserer Vermieterin das obige "Da ist die Übeltäterin!"-Foto geschickt, das sich in die große Tradition der Fingerzeig-Fotos einreiht. Vielleicht probiere ich mal, das Ding auf Gummi oder dergleichen zu lagern, wenn keine Abhilfe geschaffen wird.

Für Leute, die Taiwan nicht kennen, ist das ganze Thema vielleicht surrealistisch. Aber tieffrequente Störenfriede stören einen halt erst dann,wenn sie dilletantisch auf Resonanzkörpern in der Nähe von einem selbst vor sich hinwerkeln.

Wasserpumpen in den Keller! Wir haben ja nicht mal die üblichen Wassertanks auf dem Dach, daher gibt es eigentlich keinen Grund für diese idiotische Befestigung der Pumpen.

So...jetzt sehen sie Wasserpumpen bestimmt mit anderen Augen ;-)

P.S.: Man achte auf die handverdrillten Kabel...

Dienstag, Dezember 10, 2019

OK... geht ein bisschen weiter: Der Tod des Treppensteigers

Brexit dauert an, die BER-Eröffnung auch länger, dann kann das Blogschließen auch ein bisschen länger dauern

Und nun zur aktuellen Meldung aus dem taiwanischen Alltag:

Ein Kollege in den Dreißigern, den ich nicht kannte, aber der auch manchmal mit mir zusammen die Treppe in der Firma vom Erdgeschoss bis in den 6. Stock gerannt ist (oder der 5. bei ihm) ist gestorben. Ich habe ihn nur ein, zweimal gesehen, als der junge, schlanke Mann etwas schneller als ich die Treppensteigübung hinter sich gebracht hat.
Auf seinem fatalen Treppenaufstieg hat der herzgesunde, schlanke, drahtige junge Mann es noch geschafft, sich in den Flur und auf den Arbeitsplatz zu retten. Doch ich kenne es, nach der Übung pocht das Herz schneller als während. Leider hat er einen Herzinfarkt bekommen und ist verstorben. Mir tut das aufrichtig leid. Und ich muss wieder mal sagen, das Leben ist unfair.

Da ist der momentan 100-Kilo-Ausländer, der erstens per Definition dick ist und zweitens ja auch wirklich nicht der Schlankste. Der auch noch einen winzigen Herzrythmusfehler hat, vom Arzt attestiert. Der Schokolade und Fleisch isst. Dann ist da der drahtige Asiate, jung und dynamisch, der wahrscheinlich nur Fisch und Gemüse isst (sind nicht die Meere völlig verdreckt? Ob das so gesund ist?). Und der auch noch ein Stockwerk weniger hat. Und wer von beiden muss sich jetzt mit der jenseitigen Götterwelt beschäftigen? Er. Das Leben ist nicht fair.
Mein Problem: Jetzt hat die Firma das sportliche Treppensteigen verboten. Was natürlich nicht so ganz klar definiert ist und ich laufe Gefahr noch dicker zu werden und dann am Ende auch noch...

Dann noch der gesunde, superschlanke, adrette junge Gesundheits-Nudelsuppenverkäufer direkt neben Ludigels Wohnblock. Habe den x-mal gesehen und für meine Frau da diese säuerliche Nudelsuppe gekauft, die bei mir immer Würgereiz ausgelöst hat. Kein Wunder, dass der Kerl so schlank war, bei dem urinartigen Nudelsuppengeruch. Na, wie dem auch sei. Gestorben ist er nicht an Überforderung durch die hübsche Ehefrau oder die Urinade, sondern durch einen Motorroller-Unfall.
Also doch lieber Fleisch, Brot und Schokolade essen und Nissan fahren.

Den beiden Toten, außerdem den beiden unlängst am gesunden Fisch- und Grünessen verstorbenen Kolleginnen mein herzliches Beileid. Es is halt a Wahnsinn.

Freitag, November 15, 2019

Wenn dies das finale Blogposting ist...

Es soll nicht enden mit dem schottischen Todesfahrer...

Immer wenn ich wieder mal keine Lust habe, in dieser weitesgehend bloglosen Welt weiterzubloggen, dann sehe ich das letzte Blogposting über den aus Taiwan geflüchteten Todesfahrer und denke, das soll nicht das letzte Blogposting hier sein. Wenn denn dieses Blog - wieder Mal - zum Ende kommt. Oder für lange Zeit so stehen bleibt, bis ich wieder Mal so tue, als ob dieses Blog noch Leser habe, Bloggen noch in wäre und ich Zeit und Muße dafür hätte. Vielleicht geht es ja irgendwann weiter, aber einstweilen wollen wir eine Hommage an mein Gastland hier stehen lassen.


A. Taiwan ist eine vitale Demokratie. Das merkt man in diesen Tagen gerade im Vergleich zu Hongkong, das so gerne ein moderner, demokratischer Stadtstaat internationaler Ausrichtung wäre und sich stattdessen in der Achselhöhle dieses despektierlichen Gebildes wiederfindet, das sich Kommunistische Partei Chinas nennt. Taiwan hat eine entwickelte Zivilgesellschaft und freie Meinungsäußerung neben freien Wahlen. Gibt es auch viel, das einen Kleinstadt-Menschen wie mich hier in Taipei ärgert, von Smog über rüde Fahrer bis hin zum strengen Geruch von Müll und anderem (der Müll auf dem Rpckzug seit etwa 2010 oder so), so muss man das doch würdigen. Ein bisschen schade, dass dies Blog oft mit Gemecker über Smog und Verkehrschaos gefüllt war. Aber das war halt ein großer Teil meines Lebens hier, mit allen auch gesundheitlichen Konsequenzen.

B. Taiwaner nehmen einen freundlich auf. Anfangs waren sich überfreundlich, kicherten viel und machten sich dabei über die lustigen Bignoses lustig, dass es manchmal in Bully-haftes Verhalten überging. Aber man bekam in der Firma ständig Kekse geschenkt und junge Frauen liefen rot an, kicherten und warfen ihre Ultraminiröcke, das man die Höschen sehen konnte und den Love-Aufdruck der bald oder schon verheirateten und bald Mütter werdenden jungen Frauen mit Mikey-Mouse auf dem anderen Slip vergleichen konnte. Heute bin ich fast nur ein anderer Kollege. Wenn auch einer, mit dem man wenig redet. Weil man ja das Gesicht verlieren könnte, beim nicht perfekt Englisch reden. Auch egal. Mit der netten Vertrieblerin namens (? Name vergessen, ihre Schuld, hat ja kaum mit mir geredet) habe ich erst geredet, als sie tot im Papiersarg lag auf ihrer Beerdigung zwischen Toilettenhaus und Fahrstuhl (so war es in der Tat, pietätlos nach unseren Maßstäben) und nicht mehr wegrennen konnte. Aber so hat man seine Ruhe. Auch nicht schlecht.

C. Das Essen ist lecker. Aber meist mit Chemie vergiftet, was mit auch interessante Krankheiten bescheert hat. Aber das hiesige Essen ist ein Feinschmeckertip für Reisende. Die essen es ja nicht so lange.

D. Die Frauen sind schön und kichern viel und hat man sie geheiratet, schmeißen sie den Wasserkocher, schreien viel und die Schwiegermutter ist der neue Gott im Leben und sieht durch einen durch, als sei man unsichtbar. Bis sie mit dem Dreirad unterwegs vom Toyota Family-Van angefahren wird und seither senil und freundlich ist. So war es bei mir. Ein klares Argutment gegen Helme auf Zwei- und Dreirädern. Heute essen wir Pizza zusammen! Früher wäre sie da schreiend weggerannt, bei so unchinesischem Zeug.

E. Straßenhunde sind freundlich bis okay, nur die Privathunde oft bissig. Taiwaner schlagen und quälen sie mit Leidenschaft, produzieren laufend niedliche junge Hunde und setzen sie dann aus. Bis man so dumm ist, eine Hunderettungsgesellschaft zu gründen wie Frau und ich und dann irgendwann frustriert hinschmeißt und alle Hundepostings aus dem Blog löscht. Aber halt, da gibt es eine Arbeit drüber. https://www.amazon.de/new-Business-Model-private-shelters-ebook/dp/B07K9KX5M9/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=yi+chuan+sun&qid=1573797826&sr=8-1
Auch im Gratis-Preview steht am Schluss alles drin über die privaten Hunde-Asyle, um die Frau und ich geflattert sind wie die Motten um den wimmernden und bellenden Honigtopf.

F. Will man raus, klappt es oft nicht. Aus Taiwan meine ich, nicht aus dem Tierasyl. Wir wollten auf die Philippinen auswandern (jedenfalls meine Frau), dann nach Deutschland (jedenfalls ich), jetzt nach England. Aber wir werden wohl hier abnippeln. Oder solange bleiben, bis unser Unternehmen mit dem schönen Doppelgehalt pleite ist. Hoffentlich eher früh als spät.

G. Und nun ist (erstmal?) Schluss. Ich schreibe ja neuerdings für Geld. Seit vor Jahren ein Verlag an mich rangetreten ist und dies Blog als Buch verlegen wollte. Habe ich nie gemacht, sondern schreibe heute anderes und verlege es selbst. Und wenn das Blog jemals erscheint, dann sicher auch von mir verlegt.

Und nun aber alle raus hier. Ach so, eh keiner mehr da. Aber mal ehrlich, dass dies Blog vorläufig endet, während GB aus der EU austritt, Merkel wie eine Hippie-Kanzlerin die Grenzen geöffnet (und nur ein Achtel wieder zu gemacht hat), (deswegen) die Scheiß-Nazis zurückgekommen sind und Donald Trump (!) Präsident ist. Das hätte ich nie gedacht, als ich 2004 mal angefangen habe. Schreibe ich noch mal weiter, ist am Ende Sarah Palin noch Päsidentin. Oder wäre das am Ende besser als Trump? Ophra. Die bestimmt auch noch mal.

Nun ist Ende. Erstmal. Oder für immer? Die Klasse von meinem Vorbild, dem englischsprachigen Ur-Taiwanblog, habe ich jedenfalls nie erreicht. Insbesondere nicht die des letzten Blogpostings dort. Hut ab.

Mittwoch, Oktober 30, 2019

Saga um geflüchteten Unfallfahrer Zain D. kommt zum Ende

Das Ende einer langen Saga

Die Geschichte um die Auslieferung des Unfallfahrers Zain D., einem Briten pakistanischer oder indischer Herkunft, hat nun offensichtlich ein Ende erreicht, wie diesem Artikel (Link Focustaiwan) zu entnehmen ist.

Um es kurz zu rekapitulieren, D. hatte im Jahre 2010 in Taipei offenbar einen Motorrollerfahrer getötet, als er stark betrunken den Roller von hinten mit seinem alten Mercedes angefahren hat. Der Fahrer des Rollers, der offenbar der einzige Brotverdiener einer hiesigen Familie war, wurde dadurch getötet. Zain wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt nach einem Prozess, der viele Fragezeichen über die faire Behandlung von Ausländern hier und über die Verbindungen der Polizei hin zum organisierten Verbrechen aufgeworfen hat. Mein letzter Artikel dazu ist hier: https://osttellerrand.blogspot.com/2018/03/ist-er-immer-noch-im-knast.html

Zain D. entzog sich der Haft durch Flucht und war längere Zeit in der Schweiz und in Schottland untergetaucht, ohne dass irgendjemand sein Fehlen bemerkt hatte in Taiwan. Kurze Zeit, nachdem dieses Blog hier damals die Frage gestellt hatte, was aus Zain D. geworden sei (damals wurde das Blog ja noch gelesen), ging dann eine große Suche nach ihm los und am Ende wurde versucht, ihn von Schottland nach Taiwan ausliefern zu lassen, was nun endgültig gescheitert ist. Nichtsdestotrotz hat Zain D. 2 Jahre und 10 Monate in Haft gesessen, wenn auch in Auslieferungshaft in Schottland.

Ich denke, der Fall Zain ist interessant für Ausländer in Taiwan, denn er offenbart meiner Meinung nach folgendes:

1. Ausländer stehen bei Vergehen oder gar Verbrechen sehr viel stärker im Fokus der Inselaufmerksamkeit, bis hin zum nationalen Spektakel.

2. Hat man wie Zain D. in diesem Fall Interdependenzen zum organisierten Verbrechen, kann das über die Verbindungen des selbigen zur Polizei Nachteile bedeuten. So wurde das ermittelnde Polizeirevier von den Banden geschmiert, die auch den zweiten Verdächtigen in diesem Fall als Parkwächter o.ä. angestellt hatten.

3.Ausländer werden in der Regel über Entschädigungszahlungen weit mehr zur Kasse gebeten als Einheimische.

4. Die Öffentlichkeit in Taiwan reagiert sehr stark auf Berichterstattung von Vergehen von "Weißen" in Taiwan. Sonst wäre der Fall damals nicht monatelang fast in der Endlosschleife in den Nachrichten gekommen. Und die anfängliche Herzlichkeit der Taiwaner uns "Bignoses" gegenüber ist spätestens nach diesem Fall einer gewissen Skepsis gewichen.

5. Einzelne Ausländer können etwas verändern in Taiwan! Zain D. verdanken wir immerhin die biometrische Erfassung von uns Bignoses bei der Einreise und Ausreise, damit niemand wieder mit einem geborgten Pass die Insel verlässt - wie damals Zain D.


++++++++Eigenwerbung+++++++++++++++
Ludigel blogt wieder, als Gegenpol zum
Romaneschreiben, das ihm oft Alpträume
beschert. Die Leute wollen's halt verrückt und
brutal. Co-Produktion mit anderem Autor.
Weird stuff. Holy shreck.

https://www.amazon.de/irre-Chirurg-Wahnsinnigen-Geschichten-Versklavung-ebook/dp/B07YMPG9VH/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=der+irre+chirurg&qid=1572409796&sr=8-1

Montag, Oktober 21, 2019

Briten verrückt?

Ludigel war selbst auf der Insel des Irrsinns, um sich den Wahnsinn aus erster Hand anzusehen

Dieser Tage schwebt einem natürlich die Frage im Gebeiß, wie verrückt sind die Briten? Großbritanien steht ja kurz vor dem Brexit, wo ich diese Zeilen schreibe. Denn der 31.10.2019 ist angepeilt, wird aber vielleicht schon wieder verschoben. Ich gebe zu, meinen Mitsubishi mit deutschem Kennzeichen habe ich vorne und hinten vorsorglich mit dem Union Jack, also der britischen Flagge versehen, um Wutausbrüche gegen meinen Wagen zu vermeiden.

Wie verrückt sind die Briten dieser Tage? Obelix wüsste eine Antwort, aber hier handelt es sich nur um eine Folkloregruppe aus Warwick, die ich hiermit für den Kontext um Entschuldigung bitte.

Ich hatte ja schon erwartet, dass man an den Straßenecken oder wenigstens in den Pubs lautstarke Brexit-Diskussionen hört oder man gar als erkennbarer EU-ler (wegen Autokennzeichen) auf die bösen Krauts angesprochen wird. 

Und wie war es nun?


Brexit mag eine Einbahnstraße in den Irrsinn sein (Foto wieder Warwick), aber davon zu merken war freilich garnichts. Nur ein einziges Mal sah ich jedemanden mit einem Bollocks-to-Brexit - Aufkleber am Körper aus einer Raststättentoilette kommen. Sonst waren die Engländer so wie ich sie kenne in den ländlichen Gegenden, weitab von London. Ruhig, gelassen und höflich.

Alte Hospiz in Warwick, nahe der Burg. Eintritt war uns immer zu teuer, meist 15 Pfund aufwärts, oft 35 pro Person. Na ja, die legen für den Brexit auf die hohe Kante.

Bei mir stellte sich ein ganz eigenartiges Gefühl ein. Nämlich das, nach Hause gekommen zu sein. Als wir Marks und Spencers besuchten, erinnerte ich mich daran, wie ich dort Teatime mit meiner mittlerweile verstorbenen Großmutter (Deutsche, nach 45 nach GB ausgewandert). Ich verstand alles, konnte alles lesen und war einfach irgendein mittelalter Typ auf der Straße. Nach Taiwan eie willkommene Abwechslung.
Ich gebe freilich zu, ich gehöre wohl zu dem Kreise der Anglophilen und wir Hannoveraner stehen ohnehin im Verdacht, anglophil zu sein. Schließlich ist die royale Gang in Buckingham (habe diesmal den Palast sogar von innen gesehen!) von unseren hannöverschen Welfen abstammend. Die Welfen sind Hannovers eigene Royal Family. 
Nichtsdestotrotz ist mir für Deutschland natürlich die Republik die liebste Staatsform, aber in England darf man eben auch der Vergangenheit zugewandt sein. Vielleicht verwechseln die Briten dieser Tage ja Folklore mit Zukunft, ich weiß es nicht.

Durch den Brexit wird Großbrittanien wohl eher kleiner werden, als dass das British Empire zurück kommt. Aber gut, hat man manche Wege erstmal eingeschlagen, ist es schwer zurückzukehren.

Meine Verwandten jedenfalls diskutierten den Brexit eher mit Amüsement und hochgezogener Augenbraue. Auch das sehr britisch. Aber keine Sorge, für einen Hanexit, den Exit des Königreichs Hannover aus der Bundesrepublik bin ich nicht, auch wenn ich ganz in der Nähe der Marienburg im hannöverschen Land wohne. Ist das Ö in "hannoversch..." eigentlich noch en Vogue? Aber das ist sicher ein anderes Thema.

Frau löchert mich nun, demnächst nach England zu ziehen und wir versuchen gerade, unser Taiwaneinkommen zu substituieren, um das wahr zu machen. Na, wenn es klappt (glaube ich ja selbst nicht), dann können wir mal ausprobieren, ob man wirklich noch bis 32.12.2020 dort rüberziehen kann als EU-Bürger.

In der Nähe von Stratford upon Avon. Englischer geht es nicht mehr.

Wie oben. Meine Verwandtschaft ist ganz in der Nähe in Alcester (gesprochen: Olster) oder Worcester (da wo die Sauce herkommt, gesprochen "Wuster") zu finden.

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Deprimiert?
Dann lese fieses Zeug:
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Taiwan in den deutschen News: Wegen Micro-Bikini

Das Taiwanblog findet: Die (weningen noch vorhandenen) Leser haben ein Recht auf Information über diesen weltbewegenden Fall. Die noch weniger vorhandenen Leserinnen vielleicht auch.

https://www.stern.de/panorama/video/ins-netz-gegangen/staunen/philippinen--touristin-geht-freizuegig-an-den-strand---doch-ihr-outfit-hat-ungeahnte-konsequenzen--8956992.html 

Der Bericht im Stern, mit Video. Einer von diesen japanischen Strick-Bikinis, bei der man besser was zusammenkneift, damit es nicht heraushängt oder so. Never mind.


WERBUNG:  Wem dieser Artikel noch nicht chauvinistisch genug ist, kann natürlich zu diesem von mir herausgegebenen Roman greifen: Der Hucow-Virus (E-Book, Taschenbuch)

Dienstag, Oktober 15, 2019

Der Ratter-Säufer

Erfahrungen mit einem 2017er Nissan March in Taiwan

Einfach mal wieder wie früher bloggen...

Unser Taiwan-Wagen ist seit Februar 2017 ein Nissan March. In Deutschland nennt man dieses Modell Micra und hat ihn, so wie wir ihn 2017 gekauft haben, nur bis 2013 angeboten. Das Modell K13 von Nissan ist es und es gab ihn in D in einer modellgepflegten Version später noch bis 2017. Seither ist er in Europa/Japan/anderswo durch den K14 ersetzt. In Taiwan jedoch gibt es immer noch den K13 wie hier abgebildet, in der alten -2013er-Version. Sogar jetzt noch im Jahre 2019.
In Taiwan wird also bis heute ein altes Modell als "New March" verkauft - das neue Modell wird einstweilen ignoriert. Der unten im Showroom stehende March wäre so in Deutschland allenfalls als Gebrauchtwagen zu erweben, aber in Taiwan kann man da halt eine kleine Zeitreise machen.


Unser neuer Nissan March noch im Verkaufsraum



Vorher hatten wir ja einen dicken Volvo XC60 mit sage und schreibe 245 PS. In ökobewegten Zeiten traut man sich das kaum noch zu schreiben. Sicher war unser Wechsel auf einen Kleinwagen in erster Linie durch unsere Unsicherheit, wo wir in Zukunft leben wollen motiviert. So waren meine Frau und Junior ja eine Weile nach Manila auf den Philippinen zur dortigen Verwandtschaft gezogen, während ich mich maulend wieder nach Deutschland verzogen hatte. Aber dieses Thema möchte ich nicht wieder aufwärmen. Das Leben geht eben manchmal unstete Wege.
Auch ökologisch motiviert war unser Wechsel auf was kleines, jedenfalls von meiner Seite. Obwohl das Benzin mit 28 NT (oder wieviel zahle ich pro Liter?) immer noch billig ist in Taiwan.

Der Nissan Micra hat jedenfalls keinen sparsamen 0.8-Liter Dreizylinder, wie ihn damals das deutsche Gegenstück hatte, sondern hat einen 1.5-Liter Vierzylinder mit 99 PS. Das ist sicherlich auch den taiwanischen Verkehrsvorschriften geschuldet, nachdem zur Benutzung der Autobahn hier mindestens 1.2-Liter Hubraum erforderlich sind. Ein blanker Irrsinn. Wie machen die das eigentlich beim TESLA. Muss man da eine Colaflasche in den Motorraum kleben? Sollte die Regelung mittlerweile verschwunden sein, will ich nichts gesagt haben.

 Unser Taiwanauto Nissan (New) March

Sparsam schien er zu sein. Die Verbrauchsanzeige fing jedenfalls mit 5.8 Liter auf 100 km an oder dergleichen, schraubte sich über die Monate dann aber immer höher. Mittlerweile steht sie auf 9.7 Liter. Selbst dieser Wert ist wohl unrealistisch, denn meiner Verbrauchsmessung nach hat der Wagen zwischen 9.7 und 15.3 Liter auf 100 km verbraucht, allerdings fast alles Stadtverkehr mit gelegentlich zähfließendem Verkehr, selten mal Stop and Go und an der Verbrauchsspitze viel Ultra-Kurzstrecke mit Motor-laufen-lassen während ich auf die Gattin warte. In Taiwan steht man nicht mit abgeschaltetem Motor irgendwo herum, jedenfalls nicht in Taipei. Es gibt halt keine Parkplätze, man ist immer bereit vor der Verkehrspolizei davon zu brausen und Smog oder Hitze machen sowieso wenig Lust, mit der Außenluft etwas zu tun zu haben.
Eine Glatte Lügengeschichte also, die Verbrauchsanzeige, denn anfangs war die Reichweite genauso wie heute. Egal, ob der Bordcomputer 5.8 oder 9.7 Liter Verbrauch angezeigt hat.

Der Verbrauch ist sicher außerordentlich für so ein kleines Auto. Zum Vergleich: Der Nissan X-Trail (kompakter SUV mit 2 Liter/150 PS), den wir 2006-2014 hatten, hat je nachVerkehrslage 10-12.5 Liter genommen. Und der dicke Volvo (2-Liter Turbo, 245 PS) 12.5-15 Liter.

Unser durstiger Nissan scheint einen Defekt zu haben, auf den unsere Nissan-Werkstattleute aber nur mit Achselzucken, Kichern oder sinnlosen Maßnahmen wie Ausbauen des Entertainment-Systems reagieren. Der Motor wirkt im Leerlauf schwergängig und brummt auf und abfallend vor sich hin mit recht tieffrequenten Virbrationen. Meiner Meinung nach ist es die Kopplung zur Klimaanlage, die da zu schwergängig ist. Aber "Hi hi hi" ist alles, was ich da den fähigen Nissanleuten entlocken konnte. Selbst meine Frau im hiesigen Kicher-Chinesisch dringt da nicht durch. Der Defekt trat schon bei etwa 10.000 km oder früher auf und hat sich bis heute (Km-Stand 21.000) gehalten.


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Manchmal hat der Nissan richtig laute Rattergeräusche, die von überall und nirgendwo kommen, aber nur höchst sporadisch auftreten.  Man kann diesen Artikel ruhig als Warnung vor dem Ding verstehen. Nissan soll seit der Übernahme durch Renault nichts mehr Gutes bieten und alle Modelle, die ab 2000 gefertigt sind, sollen eher französisch in der Qualität sein. Liest man manchmal. Ich kann die gesamte Produktion von Nissan nicht beurteilen, nur unseren kleinen Rattersäufer. Und gut, der kommt mir eher wie Louis Defunes mit dem Schlagzeug und der Weinflasche auf dem Tisch vor als ein japanischer Facharbeiter.

Nach wie vor gut und zuverlässig hingegen mein deutscher Mitsubishi ASX mit bescheidenem 1.6-Liter Motor und 117 PS (EZ 09/2016). Als Crossover ist er vielleicht ein bisschen SUV-mäßig, allerdings brennt er sicher kein so dickes Loch in die Ozonschicht wie jemand mit einer 200 PS-Limunsine. Und er verbraucht 8.3-10 Liter, allerdings im gemütlichen Niedersachsen. Der vom Vater übernommene Wagen wartet immer brav auf mich in der deutschen Garage - bis zu 6 Monate lang. Auf Schlüsseldrehung springt er dann sofort an.


Unser "Deutschlandauto" Mitsubishi ASX

Für mich ist der kompakte Crossover ein richtiger Kumpel gworden, auch wegen der Zuverlässigkeit trotz langem Stehen. Meine Frau hingegen hasst ihn abgrundtief. Grund ist, dass er bei höheren Geschwindigkeiten (mit Winterreifen ab 140 km/h, mit Sommerreifen ab 150 bis 160 km/h) eher das Fahrverhalten einer Windjammer hat. Manchmal merkt man richtig, wie die Luft sich unter dem Ding sammelt, dann hinten wegschwappt und dann die nächste Luftwelle kommt. Das bootähnliche Fahrverhalten bei Autobahngeschwindigkeiten macht Kilometerfressen auf deutschen Autobahnen etwas nervig. Ist jedoch die Autobahn eben und gerade und bläst kein Wind, kann auch meine japanische Gorch Fock zuverlässig und lange Strecken mit 160 km/h Dauergeschwindigkeit düsen. So neulich geschehen auf der Fahrt Richtung Niederlande auf leerer, ebener Autobahn.

Weil der Mitsubishi eben nicht besonders teuer ist (ab 15.000 Euro Basispreis im Angebot) ist er trotz mangelnder Raserei-Fähigkeit immer noch ein vernünftiges Angebot, denke ich. Gerade wegen umfangreicher Ausstattung. Trotzdem würde ich in Deutschland lieber etwas flacheres fahren, das nicht ganz so im Wind herumschwappt wie der Mitsubishi.

Automobilistisch gibt es bei uns sicher Verbesserungsbedarf. Aber Neuinvestitionen könnten erst stattfinden, wenn wir annähernd wissen, wo wir demnächst leben. Und bis dahin darf man in Deutschland vielleicht nur noch Holzfahrräder fahren, wenn bald Schwarz-Grün (aka Dunkelgrün-Grün) in Berlin am Drücker ist.


Der Mitsubishi kürzlich in England, wo man deutlich mehr von dem Auto oder Mitsubishi überhaupt sieht als in Deutschland

EDIT:
Ein paar Notizen:
Der Nissan March/Micra hat ein Automatikgetriebe der alten Art, wo man die Abstufungen deutlich merkt. Es ist be geringster Berührung vom Gas am Runterschalten, so dass der Wagen sportlich wirkt und in der Stadt und der langsamen Taiwanautobahn gut Kraft hat. Leider ist der March sehr windempfindlich, selbst im Stadtverkehr.
Der Mitsubishi ASX hat ein altmodisches 5-Gang-Getriebe, das sich im Gegensatz zu bisherigen Mitsubishi-Schaltungen gut schalten lässt. Da kenne ich von früherer hakeligeres aus den alten Space Wagon-Modellen. Der Motor muss bei Drehzahl gehalten werden, wenn man flott vorankommen will, denn 117 PS haben bei dem dicken Kompaktauto viel zu arbeiten.
Mit einem Ausstattungspaket für 5.000 Euro oder so kam der Mitsubishi auf 19.999 Euro und hat dafür Rückfahrtkamera, Bluetooth, eine ordentlich klingende Stereoanlage, die theoretisch aber nicht praktisch auch USB-Sticks nimmt und sogar 2 Sitzheizungen neben dem anderen Kram, der ja heute selbstverständlich ist.
Der Nissan hat etwa 580.000 NT gekostet und hat auf Nachfrage ein Entertainment-System eingebaut, das von Micro-SD-Karten Musik spielen kann und eine Rückfahrtkamera, die sich aber erst nach 5 Sekunden einschaltet und daher immer zu spät kommt.


Verarbeitung:
Der Mitsubishi wirkt solide wie man es früher von Benz gesagt hat.
Der Nissan fiel schon nach ein paar Wochen durch undichte Türgummis hinten auf (macht Krach) und wirkt billig durch hartes Plastik am Armaturenbrett. Sein Gerattere und die tiefen Vibrationen im Leerlauf lassen ihn älter wirken, als er ist nach 2 1/2 Jahren und 20.000km.

Der Mitsubishi hatte (ebenfalls 20.000 km) noch keine ungeplanten Werkstattaufenthalte.
Der Nissan hatte bereits 3 ungeplante Werkstattbesuche. 2x haben wir erfolglos versucht, das Rattern auf Garantie abzustellen, was aber nur selten auftritt und natürlich nie, wenn der Wagen in der Werkstatt ist. 1x fiel vor kurzem ein Blinker hinten sporadisch aus: Wackelkontakt. Der Unfähigkeit unserer Nissanwerkstatt halber haben wir der kleinen Werkstatt im Wohnblock unten lieber 200 NT bezahlt dafür, als Nissan zu behelligen.


Und der Score:


Nissan March: (Wertung bezogen auf Taiwan)


Verarbeitung (3/6):
===

Sprit-Ökonomie/Umwelt (1/6):  
=

Fahrleistungen (4/6):
====

Straßenlage (3/6):
===


Mistubishi ASX: (Wertung bezogen auf Deutschland):

Verarbeitung (5/6):
=====

Sprit-Ökonomie/Umwelt (4/6):
====

Fahrleistungen (3/6):
===

Straßenlage (2/6):
==

In tempolimitierten Ländern hätte der ASX eine wesentlich bessere Wertung bei der Straßenlage. In England mit 70 Milen/112 km/h oder dergleichen habe ich vom Schwammigen jenseits der 150 natürlich nichts gemerkt...





Montag, Oktober 07, 2019

Ludigel hat Pflichtjahre für monatliche Rentenzahlung voll!

Ein kleines Update meines Rentenartikels. Meiner Meinung nach soweit das einzige halbwegs verständliche Kompendium zur Rente für Ausländer in Taiwan (will sagen für Leute, die in Taiwan normale Angestellte waren).

https://osttellerrand.blogspot.com/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html

Will sagen, wenn ich dereinst im Rentenalter bin, erhalte ich eine monatliche Rentenzahlung und nicht nur die geringe Einmalzahlung, weil ich die 15 vollen Jahre Einzahlung voll habe.

Freitag, Oktober 04, 2019

Der irre Chirurg...

WERBUNG in eigener Sache.

Ein Kooperationsband, von mir editiert und mit eigenen Geschichten. Die Leute kaufen am liebsten das, was vor Gewalt und Sex überquellt. Handlung wird eher nicht so gern genommen. In diesem Band sind düstere Geschichten. Weit jenseits dessen, was normal veranlagte Menschen lesen. Ich hatte auch nur wenige Alpträume nach dem Editieren bzw. Verfassen dieser Geschichten. Aber was soll's, warum soll ich immer anderen überlassen, mit perversem, abartigen Zeug Kasse zu machen. Wenn ich das auch schreiben kann.

"Der irre Chirurg: Böse Geschichten um Versklavung, Amputation und Bodymod".

https://www.amazon.de/gp/product/B07YMPG9VH/ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vppi_i71
Man muss den Tatsachen ins Auge schauen. Wir leben in Zeiten, in denen ein mafiöser Immobilienhai US-Präsident ist, ein gewissenloser Clown die Queen belügen und Premierminister sein kann. In denen es eines kranken Teenagers bedarf, um vernünftige Dinge herauszubrüllen. Vielleicht passt in diesen Wahnsinn ja ein Buch wie dieses.

Donnerstag, September 19, 2019

Bücher umorganisiert

WERBUNG in eigener Sache.

Meine Romane habe ich umorganisiert. Bislang habe ich ja gleich zwei Pseudonyme verwandt. "Harry Eduard" für die von mir geschriebenen Romane mit meinen Wunschtiteln, also...

1. Die Kellerfrau
und
2. Engelstränen des Wahnsinns.

Verkauft hat sich das aber so nicht. Die inhaltsgleichen, aber reißerisch als...

1. Fundsache Sexsklavin
und
2. Sklavin Null

... vermarktetn Versionen unter dem Pseudonym Rodrigo Thalmann hingegen haben sich hervorragend verkauft und tun es noch. Zu einem erquicklichen Nebeneinkommen ist das geworden, das momentan wenigstens die hohen Kosten der Aufrecherhaltung des elterlichen Reihenhauses in Deutschand deckt ;-) Oder fast deckt.

https://www.amazon.de/Sklavin-Null-Harte-Rodrigo-Thalmann-ebook/dp/B07W8J3XVK/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=sklavin+null&qid=1568883280&s=digital-text&sr=1-1


Hier die Links, lest für Ludigels Bleibe! Mann, was allein der Strom in Deutschland kostet, wenn meine Mutter wieder mal den Halogenbrenner anlässt zum Kreuzworträtsel machen...

Fundsache Sexsklavin, Taschenbuch und E-Book

Und die lose Forsetzung...

Sklavin Null, Taschenbuch und E-Book

Verlinkt ist die "Harte Edition" vom zweiten, denn eine Leserin hatte sich bei mir über zu wenig Sex und Gewalt in der Origalausgabe beschwert.

Bitte nur lesen, wenn man geistig stabil und am besten schon in ärztlicher Behandlung ist. Den Beipackzettel am Ende der Bücher wegen der Nebenwirkungen beachten. Danke.