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Donnerstag, November 03, 2016

Wegen Weggang: Rentenversicherung in Taiwan abklären

Wenn man ein Land verlässt in dem man lokal-sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, ist auch interessant, ob und wie man später mal einen Rentenanspruch realisieren kann. Sonst sind die Jahre in der Fremde eben eine große Rentenlücke eines fernen Tages. Das betrifft natürlich nur Ausländer, die bei einem taiwanischen Unternehmen als normale Angestellte beschäftigt waren. Es betrifft nicht Ausländer, die ihren taiwanischen "Arbeitgebern" Rechnungen als Berater mit Briefkopf aus Deutschland gestellt haben (nicht unüblich, weil taiwanisches Steuerrecht keine freien Mitarbeiter kennt) oder die eben bei einem deutschen Heimatunternehmen arbeiten*.

 Kicher, jetzt wollen die Laowai auch noch Rente!


Für uns wenige sozialversichungspflichtige normale Angestellte kommt dereinst das böse Erwachen, wenn wir den Rentenanspruch mit dem in der Heimat vergleichen. Wenn man nämlich in Taiwan weniger als 16 Jahre eingezahlt hat, erhält man nur eine Mini-Einmalzahlung.

Hier das aktuelle Update zur Rentenlage in Taiwan:  http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html

* Hier habe ich gelesen, dass deutsche Expats in den Arbeitsländern eigentlich auch in aller Regel sozialversicherungspflichtig sind, wenn KEIN Sozialversicherungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Arbeitsland besteht. In Taiwan gibt es keinen solchen Vertrag. Eigentlich müsste also Manager Thomas Großfuß, der Daimler Taiwan marketingmäßig leitet, auch hier in Taiwan Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das wird aber meist vom Endsendeunternehmen ignoriert, das lieber eine private Absicherung anbietet oder den Arbeitnehmer offiziell mit Dienstort Deutschland führt. Hat der deutsche Arbeitgeber in Taiwan keine Rentenbeiträge abgeführt, kann man sicher auch keine Rente hier beziehen.