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Dienstag, März 24, 2009

Stray-dogs.org: Much has happened / viel passiert




English below!

German, Deutsch: Viel ist passiert in den letzten Monaten bei Stray-dogs.org, der Straßenhundrettungsorganisation, die praktisch aus diesem Blog entstanden ist.


Von 10 Welpen, die wir aufgenommen haben, sind mittlerweile 2 in Taiwan untergekommen und 6 sind bei unserem Partner in der Schweiz (einer der 10 im Foto). Unser schweizer Partner ist ein richtiger Hundeenthusiast und vermittelt sie sehr sorgfältig weiter. Bei mir waren sie noch klein und auch ihre Mutter hier in Taiwan, die übrigens ein Auge durch Geschlagenwerden verloren hat, ist ehr ein kleiner Hund. Mittlerweile haben aber die Größten eine stattliche Schulterhöhe von über 50cm, das war eine Überraschung für uns alle.

Im unteren Bild hatte ich mich mit 8 der Welpen auf die Rückbank unseres Hundeautos vom Typ Opel Corsa gequetscht. Weil die mit einem Hundegatter abgeteilt ist, war da nicht gerade viel Platz und die Hundis haben sich auch noch übergeben, weil die Hundepflegemutter sie vor der Fahrt gefüttert hatte, das war ein Höllenritt (meine Frau ist gefahren, vermutlich war das der Grund für ihr Unwohlsein).

Urks, die fährt aber auch heute wieder....

.....Wau! Vorsicht scharfe Kurve ....... (winsel) .... wie alt sagtest du ist der Opel...????


Bereit zum Impfen und chippen...

Handsome im März 2009

Jetzt sind die 6 also in der Schweiz im schönen Tal, da haben sie es gut.
Auf diesem Foto (oben) begrüßt mich "Handsome" stürmisch. Handsome sah noch im Oktober 2008 furchtbar aus, fast ohne Fell, siehe Artikel hier: LINK. Wenn alles gut geht und die Finanzierung klappt, nehmen wir ihn im Juni mit in die Schweiz, wenn meine Frau und ich dort einen Kurzurlaub machen.

Zum Vergleich: Mitte 2008


Handsome ist heute ein fröhlicher, aufgeweckter Hund:

Man merkt ihm seine Lebensfreude an.

Weil wir eine Arbeitsgemeinschaft aus privaten Aktivisten sind, haben wir kein Vereinsgelände an sich. Unsere Aktivisten haben jedoch eigene Örtlichkeiten, wo sie Hunde unterbringen. Eines unserer Mitglieder hat sich ein großes Gelände gemietet, auf dem Bild ist nur ein Teil zu sehen.

Mittlerweile tollen dort 19 Hunde herum. Mein Husky Atilla ist nur zu Besuch. Es war eine wahre Freude, die Hunde aus all ihren kleinen Zwingern zu holen, wo sie irgendwo verteilt waren und sie mit unserem alten Opel Corsa in das Gelände zu bringen. Die Freude hätte man sehen sollen, als sie spät abends dann in dem großen Gelände herumtollen konnten. Die Fahrt mit 4 Leuten und einmal 6 Hunden in einem Corsa B von 1996 war allerdings etwas abenteuerlich. "Nimm die Pfote aus meinem Gesicht, ich fahre!"

Das Gelände erlaubt richtige Hundeparties, wenn wir Zweibeiner zu Besuch kommen...

EDIT: Vergessen: Bonita ist endgültig vermittelt, hier bei ihrer Familie in einer Traum-Feriengegend in der Schweiz:




English:


Much has happened in the last three months, since I last wrote about our Taiwan stray dog rescue organization Stray-Dogs.org, which is practically a child of this blog. As we are a cooperation of private people and not a real club, we don't have a club ground or something like that, but rather some of our members have territories of their own where they keep their rescued dogs. One of our members has acquired a real large one which can be seen on the lower pictures above. I drove our old Opel Corsa and had 4 people including myself and six dogs in there, when we picked up the dogs from several temporary places, including some holding boxes and brought them to the territory. You should have seen how happy the dogs were suddenly having so much space to run and play around. They are not kept in cages, that is not necessary, they get along just fine.
There are 19 dogs now and when we two-legged guys and dolls show up for a visit, the dogs are really making a party there.

Our members managed to re-home Roma and Kevin, which were a long time on our website http://stray-dogs.org, and we as an organization have transported six of the ten puppies in our care to our Swiss partner. He is a real dog enthusiast and re-homes them very carefully. Bonita has finally found a home, see her happily on the photo with the child above. She is in a real dream valley in Switzerland now.

The six small dogs on the photos, which are now at our Swiss partner, were really small when we brought them to the vet for preparation (see the images in our car, where I was cramped on the back seat with them), but now they have a shoulder height of over 50 cm, real surprising as their mum is really a small dog.

See dog with almost no fur on the photo? That was last year and on the photo right below you can see him now, he has fully recovered and will hopefully be in Switzerland too. Wife and I make a short trip to Switzerland and we hope to be able to bring him along to our partner there, if we get the money for the expensive plane ticket until then.

Our organization is growing and has members all over Taiwan now. But no matter how much we grow, we cannot keep up with the mass of puppies being born both by dog owners and stray dogs themselves. Not to mention the professional breeders. But that doesn't stop us from doing our work.

Montag, März 16, 2009

Bundesrepublik Ludigel versus Toyota (1:0)

LPA-Meldung, 12.03.2009 +++ Eindringen feindlicher Objekte in die Bundesrepublik Ludigel +++ Bundeswehr hat den Gegner umzingelt +++ Friedensverhandlungen mittlerweile beendet +++

Proaktive Verteidigung vorbehalten +++

Hintergrund: Die Bundesrepublik Ludigel besteht aus einem kleinen Staatsgebiet um die Person Ludigel herum, in einem Radius von 3m. Das umliegende Staatsgebiet, auf das in der Regel eine Entität namens Formosa, Republik China oder Taiwan Ansprüche erhebt, wird von der Bundesrepublik Ludigel nur als „Nesien“ bezeichnet; es existieren keine international anerkannten Hoheiten irgendwelcher „taiwanesichen/formosaischen/republikchinesischen“ Administrationen auf dieses Gebiet, vergleiche „Ein-China-Politik“ der Deutschen Bundesregierung und der EU; eine Hoheit der chinesischen Rotvolkskommunistenkapitalisten vom Festland China kann selbstverständlich überhaupt nicht anerkannt werden, solchen Unfug wollen wir erst gar nicht anfangen.

Der Ablauf:

1. Annäherung potentiell feindlichen Objekts

Während die Bundesrepublik Ludigel (die Bezeichnung BRL wird nur von Kommunisten verwandt) mit abendlichen Gassigehen beschäftigt war, näherte sich in internationalem nesischen Gebiet ein unidentifiziertes Fahrzeug der Klasse „Nese im Mini-Toyota“. Da die Bundesrepublik bereits hinreichend Erfahrungen mit dieser Fahrzeugklasse gemacht hat (laut Fahrzeugerkennungskatalog der ludigelschen Bundeswehr als „PKW-Nese“ verallgemeinert) und weiß, dass die durchschnittliche Fahrbefähigung des nesischen Steuermannes etwa der eines volltrunkenen Deutschen mit Halbblindheit, Injektionsnadel mit psychedelischen Drogen im Arm und einer akuten Suizidgefährdung entspricht, hat sich die Bundesrepublik Ludigel umgehend auf einen sicheren Perimeter zurückgezogen und die Bundeswehr in potentielle Alarmbereitschaft versetzt. Der Perimeter war eines der üblichen zugemüllten Multifunktionsgrundstücke.


(Umgebungsfoto: Ludigel)


2. Feindobjekt stoppt

Das Objekt wurde von der ludigelschen Aufklärung als feindlich eingestuft, als es neben Ludigel anhielt. Außerdem hat das Objekt der Marke Hässlicher Toyota damit das Staatsgebiet der Bundesrepublik Ludigel ohne Erlaubnis verletzt, was eine umgehende Alarmierung der Grenztruppen der ludigelschen … äh … ich meine des Bundesgrenzschutzes (Bundespolizei habe ich noch nicht) notwendig machte. Die Bundeswehr wurde außerdem in Alarmstufe Rot versetzt, was mit entsprechender erhöhter Blutzirkulation der Bundesrepublik Ludigel einherging.

Ich hasse es, wenn diese verdammten Nesenfahrer neben mir anhalten. Was glauben die wohl, wieso ich da rumstehe? Zum Spaß?

3. Illegale Kontaktaufnahme

Die Situation verschärfte sich, als der nesische Fahrer die Scheibe heluntelkulbelte und in einem unbekannten Idiom, das der Bundesnachrichtendienst später als „Taiwanesisch“, also als „Atokka tokka tik tok a quacki tacki tonga“-Abfolge identifizierte, versuchte Kontakt aufzunehmen, dabei unfreundlich grimmassierte und mit den Äuglein rollte. Diese Kontaktaufnahme war ungesetzlich, weil sie nicht in einer der gesetzlichen Sprachen der Bundesrepublik Ludigel (Deutsch, Englisch oder in begründeten Ausnahmefällen – vergl. Formblatt AK346.34/17A – einfachstes Mandarinchinesisch) erfolgte; man beachte, dass sich der Toyota bereits im Geltungsbereich des Grundgesetzes aufhielt! Der Nese zeigte dabei auf die Hunde der Bundesrepublik Ludigel und äußerte das Wort „Made“, was im sinoiden Idiom „Scheiße“ bedeutete. Dieses Vorgehensweise stand im krassen Widerspruch zu den strengen Tierschutzgesetzen der Bundesrepublik.


Obwohl meist freundlich, sind bei der Fraternisierung u.U. Besonderheiten zu beachten: (Szenenfoto aus Schulungskurs für Bundeswehrangehörige, Foto: Ludigel)



4. Abwehrreaktion des Bundesgrenzschutzes

In einer Sofortreaktion ließen die Sicherheitskräfte des Bundesgrenzschutzes die gesamte Bundesrepublik eine drohende Körperhaltung einnehmen, ein „what are you talking?“ hervorschleudern und dem Nesen bedeuten, er möge ich in die angezeigte Fahrtrichtung von dannen bewegen. Der Nese beging eine Beamtenbeleidigung, in dem er das „talking“-Wort immer wieder wiederholte ("nachäffen" genannt), zockelte aber mit seinem minderwertigen Gefährt (ohne Toyota beleidigen zu wollen, sind natürlich Suuuuper-Autos, ich rede nur von dem einen) in Richtung des ständigen Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Ludigel (da wo Eheweib und Nissan sind) davon. Die mittlerweile voll mobilisierte Bundeswehr (nur das Heer; Luftwaffe und Marine sowie Sternenflotte sind noch im Aufbau) nahm umgehend die Verfolgung auf.


Bild: Manche Eingeborene sind rührend um Kommunikation mit der BR Ludigel bemüht. Die Dame hier setzte sogar Hochtechnolgie ein und äußerte ständig Laute die wie "Hey, you must pay for the museum!" klangen, was natürlich völlig ausgeschlossen und reiner Zufall ist. "Damned, this foreigner keeps on staring and taking photos....". Die Pioniere der Bundeswehr waren hier mit dem lokalen Idiom wieder mal überfordert (Foto: Bundeswehr der BR Ludigel)


Schulungsmaterial



5. Pioniere der Bundeswehr stellen den Eindringling; BND sammelt erste Erkenntnisse über das Ausmaß der Bedrohung

Nachdem das Feindfahrzeug schließlich in der Nähe des ständigen Territoriums der Bundesrepublik Ludigel aufgefunden war und der Fahrer laut Informationen des BND einen nahe gelegenen Taubenschlag aufgesucht hatte (hochkonspiratives Objekt, indem illegales Glückspiel und schlimmeres stattfinden), erfasste der BND das Kennzeichen des Feindobjekts und machte sich daran, Verstärkung aus dem Hauptquartier einzufordern. Die Sondereingreiftruppe „Roter Drache“ (Eheweib) stand sofort zur Verfügung, die auch die Fähigkeit der Kommunikation mit Nesen hat (taktischer Vorteil).

6. Diplomatische Lösung

Der eingekesselte Toyotafahrer (BND-Jargon: „Master Yota“) verschanzte sich im Haus, krähte mit alkoholschwerer Stimme irgendetwas marke „Tiki toka adoah toga toga toka“ und der Hausherr, offensichtlich Gastgeber von Master Yota, machte sich daran sichtlich peinlich berührt den Vermittler zu spielen; vermutlich arbeitet er neben der Taubenzucht bei der UN. Ach ne, die will ja mit Taiwan (Nesien) nichts zu tun haben (Rekruten im Chor: wer will das schon!). Mehrfach verbeugend und hin und herrasend überbrachte er uns schließlich die Aussage von Master Yota, meine Hunde hätten auf dem Feld Feldfrüchte ausgegraben. Ein völliger Blödsinn, schließlich haben wir (die BR Ludigel) nur auf das Passieren des Yotas gewartet und es ist auch kein Feld, sondern ein zugemüllter Wildwuchsstreifen. Ich legte bei der UN mein Veto über diesen Unsinn ein, der Vermittler erklärte, das sei alles auch gar nicht der Diskussion würdig, entschuldigte sich mehrmals für den betrunkenen Toyota, dessen Gekrähe mittlerweile deutliche Panikattacken ob der Umzingelung erkennen ließ, und so kehrte die Bundeswehr schließlich ohne einen Tritt abgefeurt zu haben in die Kaserne zurück.

Na, wenn ich den Yota noch mal erwische, wenn er im Toyota-Allmachtsrausch mich anpöbelt (Alkohol und Autos steigen den Nesen zu Kopf), dann vergrabe ich seine Rübe im Acker und lasse sie von meinen Hunden wieder ausgraben.

Nein Quatsch, das würde das Auswärtige Amt niemals zulassen…

Ihr Bundespresseamt

der Bundesrepublik Ludigel


Und die MORAL von der Geschicht: Autos jagen macht Spaß, jetzt weiß ich endlich warum Hunde das auch immer machen...


Der Botschafter der Bundesrepublik Ludigel in Taiwan, Dr. S.Teinzeit (bei Strategiebesprechung für diplomatische Werkzeuge)

Dienstag, März 10, 2009

Unfall sehen ... und flüchten


Liebe Hörerinnen und Hörer,

wir lassen die Taiwankollerwoche mit sanften Klängen von Paul Kuhn und seiner Bigband ausklingen, wie immer hier im Nachtprogramm auf F.UKW, präsentiert von ihrem Adolf Pankraz, hier kommt ein letzter Beitrag zum Taiwahnsinn....
Wir wissen nicht, was freundliche Polizisten empfiehlen, doch Radio F.UKW empfiehlt..

Unfall sehen ... und wegrennen!

Was macht man, wenn man einen Verkehrsunfall sieht? Man kümmert sich um die Opfer. Hingegen rennen Ausländer in Taiwan fast grundsätzlich weg, wenn sie einen Unfall sehen. Auch ich bin schon um die ausgebreiteten Arme eines auf dem Rücken mitten auf der Straße liegenden herumgefahren, genau wie all die Taiwanesen vor und hinter mir. Ich habe gesehen, wie nach einem Mopedzusammenstoß Taiwanese A den Taiwanesen B, der bewusstlos war, aber noch einen Helm trug, mit dem Kopf wiederholt auf den Bordstein schlug. Das war vor einem Jahr. Ich bin einach vorbei gegangen, mein Essen kaufen. Zig Nesen standen auch noch drum herum.
Hier (LINK) ist ein ganzer Thread, in dem Ausländer ihre gruseligen Unfallerlebnisse schildern. In fast allen gehen sie einfach vorbei, bleiben nicht stehen. Die Rede ist von einer leblos daliegenden Mopedfahrerin, damals noch ohne Helm, die Blutlache wird immer größer, die Ausländer gehen in die Kneipe. Man wird hier schnell zynisch, das mag ich auch an mir und dem Land nicht.



(Bild: der Dame im Bild hilft man natürlich, wenn ihr der Bus über die Füße fährt)

Warum also geht man weiter?

Man wird auf zig Webseiten gewarnt, dass einem bei Eingreifen in taiwanesische Unfälle Ungemach droht. Denn Konfuzius wird hier so interpretiert, dass nur Freunde und Familie wichtig sind, denn dessen Bedeutung stellt Konfuzius heraus; das "nur" ist wohl später hinzu gekommen. Wer also in einen Unfall eingreift, hat ein spezielles Interesse; will er eine Unfallpartei verklagen? Etwas stehlen? Kennt er einen der Beteiligten?
Im erwähnten Forum (an anderer Stelle) erwähnte ein Ausländer, der eine bewusstlose Mopedfahrerin in die stabile Seitenlage brachte, er sei vom Unfallfahrer angegriffen worden. Ein anderes Mitglied erzählte, sein früherer Chef habe ihm erzählt, sein Vater sei nach Hilfeleistung fälschlich als Unfallpartei vom Opfer bezeichnet worden.
Mehr direkte Fälle habe ich nicht, aber ich kenne die Taiwanesen gut genug um zu wissen, wie geschäftstüchtig sie sind, wie sehr hier Geld das ein und alles ist und wie sehr Ausländer immer als reich angesehen werden.
Hier ist ein Fall vom kulturell ähnlichen chinesischen Festland: LINK

Dann kann man oft nicht mit der Polizei hier vernünftig reden und Verdächtige werden auf den Wachen erstmal richtig zusammengeknüppelt und das wird live im TV übertragen. Nein danke, ohne Gage trete ich im Taiwanfernsehen nicht auf...

Trotzdem lastet das auf mir und ich habe offenkundig das Bedürfnis, mich zu rechtfertigen...

EDIT: Seit 2006 zeigen sie das Zusammenknüppeln im TV nicht mehr. Bessere PR.
Und die Ferengi-Erwerbsregel zum Thema lautet: Keine gute Tat bleibt ungestraft

EDIT: Verkehr in Taiwan kann auch witzig sein. Heute morgen hat meine Frau die Beifahrertür geöffnet, um auf der falschen Seite an uns vorbei rasende Mopeds aus dem (seelischen) Gleichgewicht zu bringen...

Mittwoch, März 04, 2009

Der wütende Ausländer



Im Ausländerforum Forumosa.com war neulich wieder die Rede vom taiwanesischen Sterotyp des "angry foreigners", also des wütenden Ausländers. Will sagen, Taiwanesen erwarten von einem Ausländer automatisch, dass er wütend ist, herum schreit etc. Da musste ich an mich selbst denken, denn auch ich bin sicherlich oft ein wütender Ausländer auf meiner Gastinsel.


Fotos: Ludigel

Einmal liegt es sicher daran, dass man frei nach dem konfuzianischen Prinzip des Gesichtwahrens Emotionen im Alltagsleben unterdrückt und immer ein neutrales oder gar lächelndes Gesicht zeigen sollte (auch wenn man hier nicht so viel grinst wie die ThaiLÄNDER - Achtung, die Rede ist hier von meiner Gastinsel TaiWAN alias Formosa) und eben nicht herumschimpfen sollte. Allerdings ist das Reiseführercliche vom ewig gefassten, weisen Asiaten blanker Humbug, der entstanden ist, weil der Autor auf die Selbstdarstellung von Chinesen/Taiwanesen (kurz: Nesen von mir genannt, weil sie sich selbst nicht klar definieren können in Taiwan) hereingefallen ist. Gut, meist stimmt es, aber dafür frisst ein Nese allen Ärger in sich hinein, meist über mehrere Monate lang und hat dann eine explosive Eruption, bei der die Wände wacklen, Messer und Wagenheber fliegen und Frau und Kinder (oder Möbel und Ehemann) gebrochen, gebissen und gekratzt werden. Auch nicht viel besser.


Wütend bin ich auch immer, wenn meine Sonntagsmorgenzeitung fehlt...


Auslöser der Eruption sind nicht das vulkanische Pon-Far, sondern Dispute im Straßenverkehr, Alkohol (bei Herren), Familienstreitigkeiten, oft um Kleinigkeiten.

Aber halt, wir wollen hier ja über Ausländer reden, die ja viel, viel schlimmer sind und viel, viel, viel wütender. Ausländer verstecken halt ihre Emotionen nicht so und lassen lieber ein bischen raus, statt alles für die Explosion aufzusparen und deshalb drohen wir eben manchmal das Gesicht zu verlieren, während sich der Nese, der einen angerempelt hat, nur einen grinst.

Ausländer = westlicher Ausländer, jetzt habe ich schon die selbe unzulässige Verallgemeinerung gemacht wie die Taiwanesen, die diesen Typus auch gleich mit Amerikanern identifizieren. "Amerikaner", sagen oft die Leute auf der Straße, wenn ich vorbeigehe.

Und natürlich schlagen uns agressiver Straßenverkehr, ständige Lärmbelästigung und der allgemeine Gestank auf den Innenstadtstraßen aufs Gemüt, dazu kommt noch die allgemeine Hässlichkeit der in eine Müllkippe verwandelten Landschaft und die graue Einöde aus schmutziggrauen Betonplattenhäusern [gilt für Südtaiwan nur eignschränkt].

HALT! Jetzt geht das schon wieder los mit dem Ärgern. Ruhe! Ich stelle mir eine grüne Wiese und wogende Wälder vor, zähle bis Hundert ....

Verdammt, wer hat da eine Lunchboxpackung mitten rein gepfeffert...



Verwandte Themen (meist zweisprachig):

http://bobhonest.blogspot.com/2009/01/ich-bin-fast-weg.html

http://bobhonest.blogspot.com/2009/01/begrungsgeld-abgeholt.html


http://bobhonest.blogspot.com/2009/01/in-my-fifth-year.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/12/anti-foreigner-taxation-in-taiwan.html


http://bobhonest.blogspot.com/2008/10/german-citizen-got-shot-at-on-highway.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/10/kidnapped-mother-in-law.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/09/foreigner-murdered-in-danshui.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/09/how-to-drink-in-taiwan.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/08/is-taiwan-poor-country.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/08/dont-complain-about-spam-email.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/07/being-nice-to-taiwan.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/07/i-hate-taiwan.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/07/back-in-sorry-not-able-to-say-word-yet.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/06/foreign-workforce-for-taiwan.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/06/blue-truck-of-death.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/06/this-is-not-real-world.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/05/losers-come-to-taiwan.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/05/pollution-what-crazy-foreigner-idea.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/03/securing-taiwans-traffic.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/03/day-in-life-of-fool-with-pictures.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/02/please-deport-me.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/02/returned-home-from-return-home.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/01/time-for-summary.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/01/foreigner-alarm.html

Damned, habe ich all diesen Mist geschrieben? Darf doch nicht Wahrstein!

Dienstag, März 03, 2009

Death note





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Readers of my blog may still remember the article on a rather strange colleague who really had to leave our team here at work who, on his last day, displayed a black note book called “death note” on his table. I was wondering what this nonsense is all about, was it a threat? I eyed the gentleman closely on his last day, making sure I was close to him whenever he was fondling in his bag. You never know what goes on in the mind of people. Now a “death note” appeared one more time, in an office fun email coming into my mailbox, showing drawings school students here in Taiwan made in their school books (see image). Now I was beginning the think, what do Taiwanese people mean by “death note”? Do they think it is something like “last day notes” or whatever? Might be a cultural thing making “death notes” seem much less serious here in Taiwan.

Well, Google is your friend and the answer to this riddle is Japanese Manga. Wikipedia knows it all, there is a cartoon series where a guy has a magical note book and when he writes the name of his enemies inside it, they die. As Wikipedia knows, this magical note book has entered the minds of students in China and seemingly Taiwan as well, leading to school kids keeping their own little death note book and writing the names of their teachers and enemies inside it. The Wiki article mentions superstitious believes in China in this matter and they may not be totally wrong, because I know that people go to temples here to get magical words being written on a paper by the priest. If you keep it in your pocket, the note may protect you from harm etc.


"Death Note" drawings in Taiwanese school books, drawn by students



So I guess the colleague kept his death note book from school days and probably wife and I are inside it as well. Being a rather harmless semi-fun or student stupidity with a naïve worldview in China and Asia, it seems much more serious to Western eyes, at least Wikipedia mentioned arrests of students keeping private death notes at US schools.



Goddamned kids, they should rather deal with girls (the red things on the photo) than with Japanese magic mango nonsense, photo: Ludigel


Next time I know and overlook it. Well, hope that’s not the day when I have a real psycho 
Hey, you are nobody until you appear in someone’s death book!

Related article in German: http://bobhonest.blogspot.com/2008/05/komischer-typ.html

Montag, März 02, 2009

TV tip, Women in Red




"Little red riding hoods black sabbath": photo: Ludigel, click to enlarge


As the motto of this week is "women in red" I was stunned really to find something to write with respect to this, when watching my load of TV this weekend.
My absolute tip regarding new TV shows is "The legend of the seeker", which is an adaptions of Terry Goodkinds "The Sword of Truth" books. I really like the TV version, to the point of feeling my right (dice) hand itch, as I had been a passionate fantasy roleplay player, even inventing our own game system together with a friend and the participation of many others.
Well, now I am on the rock of Taiwan and no more dices. The books however had a very disturbing part, not really fitting into the mainstream-fantasy story in a world of sorcerers and heroes, an extremely long disturbing part and going through it wasn't easy. It is this Mord Sith cult, which consists of very BDSM-mistress like cruel women clad in red and black leather who torture pure men with their "pain sticks" and the red leather is to hide the blood stains during torture. Goodkind makes this whole thing a strange pure-BDSM like episode in this books where the women in questions humilates our formerly sword-wielding hero into becoming a boot-licking ... softie. I almost threw the book into a corner at some point, too much of that stuff and I am not really into that.
The TV-adoption however made this more easy-going, the sexual part and love affair stuff is only sketched. I found the end of the episode disappointing though. Because in the books, our hero could finally free himself of the beast by loving her, only this empowered him to use his magic again (the lady controlled the magic of his sword) to finally ... stab her. Stab her with love. Put a greeting into it from me. No seriously, this was a nice and poetic ending of the story. TV version had her stabbed rather quickly and off he goes to new sword fights.

Now why does all this sound like some real life stuff. "She controlled the magic of his sword", isn't that what women do? Never mind, look at the pic instead, it is from a Mongol-warrior performance during my Korea vacation. Never knew the Monglos had little red riding hood though...

EDIT: I should watch less TV. Probably it's not healthy.