Ein kleines Update meines Rentenartikels. Meiner Meinung nach soweit das einzige halbwegs verständliche Kompendium zur Rente für Ausländer in Taiwan (will sagen für Leute, die in Taiwan normale Angestellte waren).
https://osttellerrand.blogspot.com/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html
Will sagen, wenn ich dereinst im Rentenalter bin, erhalte ich eine monatliche Rentenzahlung und nicht nur die geringe Einmalzahlung, weil ich die 15 vollen Jahre Einzahlung voll habe.
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Montag, Oktober 07, 2019
Dienstag, Januar 29, 2019
Rente in Taiwan - Beitrag wieder Online
Vielleicht der sinnvollste Artikel im Blog. Für altgewordene Expats, die sich fragen, ob ihre paar Jahre in Taiwan auch rentenwirksam sind.
Nach der längeren DSGVO - Abschaltung nun wieder online: Renten-Überblick-Taiwan.
Sukzessive schalte ich ältere Artikel frei und lasse dabei nur weg, was sehr persönlich ist und nicht in die Google-Ewigkeit eingehen muss. Neue Artikel wird es relativ wenig geben, denn meine Zeit fließt zukünftig eher ins Romane-Schreiben als ins brotlose Blog.
"Ludigels Roman" namens "Die Kellerfrau" ist hier beschrieben: Link ins Blog.
Nach der längeren DSGVO - Abschaltung nun wieder online: Renten-Überblick-Taiwan.
Sukzessive schalte ich ältere Artikel frei und lasse dabei nur weg, was sehr persönlich ist und nicht in die Google-Ewigkeit eingehen muss. Neue Artikel wird es relativ wenig geben, denn meine Zeit fließt zukünftig eher ins Romane-Schreiben als ins brotlose Blog.
"Ludigels Roman" namens "Die Kellerfrau" ist hier beschrieben: Link ins Blog.
Donnerstag, November 03, 2016
Wegen Weggang: Rentenversicherung in Taiwan abklären
Wenn man ein Land verlässt in dem man lokal-sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat, ist auch interessant, ob und wie man später mal einen Rentenanspruch realisieren kann. Sonst sind die Jahre in der Fremde eben eine große Rentenlücke eines fernen Tages. Das betrifft natürlich nur Ausländer, die bei einem taiwanischen Unternehmen als normale Angestellte beschäftigt waren. Es betrifft nicht Ausländer, die ihren taiwanischen "Arbeitgebern" Rechnungen als Berater mit Briefkopf aus Deutschland gestellt haben (nicht unüblich, weil taiwanisches Steuerrecht keine freien Mitarbeiter kennt) oder die eben bei einem deutschen Heimatunternehmen arbeiten*.
Für uns wenige sozialversichungspflichtige normale Angestellte kommt dereinst das böse Erwachen, wenn wir den Rentenanspruch mit dem in der Heimat vergleichen. Wenn man nämlich in Taiwan weniger als 16 Jahre eingezahlt hat, erhält man nur eine Mini-Einmalzahlung.
Hier das aktuelle Update zur Rentenlage in Taiwan: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html
* Hier habe ich gelesen, dass deutsche Expats in den Arbeitsländern eigentlich auch in aller Regel sozialversicherungspflichtig sind, wenn KEIN Sozialversicherungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Arbeitsland besteht. In Taiwan gibt es keinen solchen Vertrag. Eigentlich müsste also Manager Thomas Großfuß, der Daimler Taiwan marketingmäßig leitet, auch hier in Taiwan Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das wird aber meist vom Endsendeunternehmen ignoriert, das lieber eine private Absicherung anbietet oder den Arbeitnehmer offiziell mit Dienstort Deutschland führt. Hat der deutsche Arbeitgeber in Taiwan keine Rentenbeiträge abgeführt, kann man sicher auch keine Rente hier beziehen.
Kicher, jetzt wollen die Laowai auch noch Rente!
Für uns wenige sozialversichungspflichtige normale Angestellte kommt dereinst das böse Erwachen, wenn wir den Rentenanspruch mit dem in der Heimat vergleichen. Wenn man nämlich in Taiwan weniger als 16 Jahre eingezahlt hat, erhält man nur eine Mini-Einmalzahlung.
Hier das aktuelle Update zur Rentenlage in Taiwan: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html
* Hier habe ich gelesen, dass deutsche Expats in den Arbeitsländern eigentlich auch in aller Regel sozialversicherungspflichtig sind, wenn KEIN Sozialversicherungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Arbeitsland besteht. In Taiwan gibt es keinen solchen Vertrag. Eigentlich müsste also Manager Thomas Großfuß, der Daimler Taiwan marketingmäßig leitet, auch hier in Taiwan Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das wird aber meist vom Endsendeunternehmen ignoriert, das lieber eine private Absicherung anbietet oder den Arbeitnehmer offiziell mit Dienstort Deutschland führt. Hat der deutsche Arbeitgeber in Taiwan keine Rentenbeiträge abgeführt, kann man sicher auch keine Rente hier beziehen.
Dienstag, Juni 28, 2016
Vor Auswanderung: Rentenanspruch vervollständigen
Besuch bei einer Insurance Labor Law Union
Leider habe ich nicht gleich geistesgegenwärtig ein Foto von dem Türschild gemacht, so fällt es mir mal wieder schwer nachzuvollziehen, wo wir eigentlich waren. Eine "...Insurance Labor Union" laut englischem Text auf dem Türschild, laut meiner Frau aber eine private Firma. Ein kleines Büro irgendwo in Taipei. Nett eingerichtet, die Wände mit Keksen und Kaffee voll - wohl der Vorrat der sehr attraktiven 5 Damen in den 20ern, die hier Klienten empfangen. Für uns geht es darum, dass wir trotz der vermutlich in ein paar Monaten stattfindenden Auswanderung nach Manila in den Philippinen gerne meine taiwanische gesetzliche Krankenversicherung weiterlaufen lassen wollen - und ich auch meine ARC, also meine Ausländerkarte aka 2-Jahres Aufenthaltsberechtigung für Taiwan gern behalten würde. Die Rente war so ein anderes Thema, denn wenn man ein Land verlässt, kann man sich ja mal überlegen wie das rententechnisch irgendwann einmal zu Buche schlagen wird. Zur Rente gibt es ja von mir schon ein Scrapbook, das viel aus Mutmaßungen besteht und hier zu sehen ist: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html
Die Firma oder Gewerkschaft bei der wir zu Besuch waren, sollte nun mehreres möglich machen: a) Dass ich meine ARC behalten und die gesetzliche KV und b) dass ich einen monatlichen Rentenanspruch bekomme, statt der Mini-Einmalzahlung, die mir bei weniger als 15 Beitragsjahren (12 habe ich jetzt zusammen) zustehen würde. Die netten Damen (ich musste mich mehrfach ermahnen nicht auf den taiwantypischen höschenblitzgefährlichen Ultamini der einen "Gewerkschafterin" zu starren, als sie am Schreibtisch vorbei schwebte) hatten dabei folgendes zu sagen:
1) Frau und ich sollen beitreten. Allerdings muss die "Regierung Taiwans" da zustimmen.
2) Wenn wir rein dürfen muss ich mindestens einmal im Jahr Taiwan besuchen - ein paar Tage reichen - und kann dann meine ARC behalten. Die Dame führte aus, für Leute mit der permanenten APRC würde das nicht gelten, da müsse man 183 Tage im Jahr in Taiwan leben.
Meine ARC kann in der Taiwanvertretung in Manila verlängert werden..
3) Ich müsse dann bei jedem Besuch einmal einen Arzt aufsuchen mit meiner GKV-Karte aus Taiwan. Mehr oder minder um sicher zu gehen oder dem System mein Vorhandensein anzuzeigen.
Die GKV (also NHI-) Gebühren sind natürlich weiter zu zahlen. Wohl 1000 NT im Monat.
4) Wenn die Regierung unsere Mitgliedschaft erlaubt, können wir beide AUCH OHNE JOB in Taiwan aus dem Ausland heraus unsere Rentenbeiträge weiter freiwillig weiter zahlen und so unseren Rentenanspruch weiter mehren.
Punkt 4 ist für mich besonders interessant, erlaubte er mir doch, meine Anwartschaft auf die monatliche Rente zu vervollständigen. Die kundigen Damen hatten auch gleich errechnet, was ich bekommen würde: Bei Vervollständigung der 15 Jahre bekäme ich 12.000 NT im Monat, also umgerechnet etwa 300 Euro. Das entspricht etwa den ungefähr 285 Euro die ich einmal selbst überschlagen hatte dafür***. Damit sind meine Rentenrechnungen im obigen Link und insbesondere die Formeln aus den englischsprachigen Rentenwebseiten Taiwans im Prinzip bestätigt.
Wenn ich auf 18 Jahre vervollständigen würde, bekäme ich sogar 19.000 NT, führten die Damen aus. Das ließe sich steigern, bis ich 65 bin. Zu diesem Zeitpunkt könne ich die Rente beantragen und würde pro Jahr, das ich sie später beantrage, 3% Zinsen bekommen.
Hier widersprachen die Damen also den Ausführungen meines Rentenartikels und damit den englischen Texten, die ich ihm zugrunde gelegt hatte. Denn dort klang es so, als könne ich erst mit 67 die Rente beantragen. Das gilt dann evtl. nur für spätere Jahrgänge von Rentenantragsstellern.
Verblüffend: Die Damen führten aus, wir könnten beide später zwischen Einmalzahlung und monatlicher Rentenzahlung wählen, obwohl die englischen Gesetzeszitate eigentlich bei mehr als 15 Jahren Beiträgen nur von monatlicher Rentenzahlung reden. Hier ist übrigens eine Modellrechnung zu dem Thema: http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/05/wie-wenig-rente-man-in-taiwan-bekommt.html
Die monatliche Rentenzahlung ist extrem gering, ein Euro-Hunderter im Monat bei Einmalzahlung (bei nicht allzu optimistischer Lebenslänge entsprechend auf den Monat gerechnet) steht da schon mal dem etwa dreifachen an monatlicher Rentenzahlung gegenüber.
Nun steht und fällt alles damit, ob meine Mitgliedschaft dort erlaubt wird. Denn die Omen für eine monatliche Rentenzahlung für Ausländer sind leider in Taiwan nicht allzu gut. Mir hat ein Deutscher, der in Taiwan an der Universität als Professor lehrt mitgeteilt, nach 18 Jahren Dienst sei ihm vom Sekretariat gesagt worden, als Nichttaiwaner würde er später einmal nur die geringe Einmalzahlung bekommen und nicht die Taiwanern zustehende letztendlich höhere Monatszahlung. Da Beamte - die die Rente nach Beamtenrecht (Public Service Pension bekommen) - eigentlich besser gestellt sind als wir Normalsterblichen mit der Labor Law - Rente, kann man sich fragen, ob den Labor-Law-Ausländern hier einst der selbe Schmuh droht.
Ein erster Meilenstein ist jetzt, ob meine Mitgliedschaft akzeptiert wird.
*** Bin seit Anfang 2004 hier. Auch meine Einzahlung in das alte Labor-Law-Rentensystem bis 2005 ist offenbar bereits in das neue System übertragen. Beim alten System wäre die Firma (komplex, wenn es mehrere sind) der Rentenversicherungsträger, so ist es die zuständige taiwanische Behörde.
Leider habe ich nicht gleich geistesgegenwärtig ein Foto von dem Türschild gemacht, so fällt es mir mal wieder schwer nachzuvollziehen, wo wir eigentlich waren. Eine "...Insurance Labor Union" laut englischem Text auf dem Türschild, laut meiner Frau aber eine private Firma. Ein kleines Büro irgendwo in Taipei. Nett eingerichtet, die Wände mit Keksen und Kaffee voll - wohl der Vorrat der sehr attraktiven 5 Damen in den 20ern, die hier Klienten empfangen. Für uns geht es darum, dass wir trotz der vermutlich in ein paar Monaten stattfindenden Auswanderung nach Manila in den Philippinen gerne meine taiwanische gesetzliche Krankenversicherung weiterlaufen lassen wollen - und ich auch meine ARC, also meine Ausländerkarte aka 2-Jahres Aufenthaltsberechtigung für Taiwan gern behalten würde. Die Rente war so ein anderes Thema, denn wenn man ein Land verlässt, kann man sich ja mal überlegen wie das rententechnisch irgendwann einmal zu Buche schlagen wird. Zur Rente gibt es ja von mir schon ein Scrapbook, das viel aus Mutmaßungen besteht und hier zu sehen ist: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/05/ludigels-lustige-lenten-legende.html
Die Firma oder Gewerkschaft bei der wir zu Besuch waren, sollte nun mehreres möglich machen: a) Dass ich meine ARC behalten und die gesetzliche KV und b) dass ich einen monatlichen Rentenanspruch bekomme, statt der Mini-Einmalzahlung, die mir bei weniger als 15 Beitragsjahren (12 habe ich jetzt zusammen) zustehen würde. Die netten Damen (ich musste mich mehrfach ermahnen nicht auf den taiwantypischen höschenblitzgefährlichen Ultamini der einen "Gewerkschafterin" zu starren, als sie am Schreibtisch vorbei schwebte) hatten dabei folgendes zu sagen:
1) Frau und ich sollen beitreten. Allerdings muss die "Regierung Taiwans" da zustimmen.
2) Wenn wir rein dürfen muss ich mindestens einmal im Jahr Taiwan besuchen - ein paar Tage reichen - und kann dann meine ARC behalten. Die Dame führte aus, für Leute mit der permanenten APRC würde das nicht gelten, da müsse man 183 Tage im Jahr in Taiwan leben.
Meine ARC kann in der Taiwanvertretung in Manila verlängert werden..
3) Ich müsse dann bei jedem Besuch einmal einen Arzt aufsuchen mit meiner GKV-Karte aus Taiwan. Mehr oder minder um sicher zu gehen oder dem System mein Vorhandensein anzuzeigen.
Die GKV (also NHI-) Gebühren sind natürlich weiter zu zahlen. Wohl 1000 NT im Monat.
4) Wenn die Regierung unsere Mitgliedschaft erlaubt, können wir beide AUCH OHNE JOB in Taiwan aus dem Ausland heraus unsere Rentenbeiträge weiter freiwillig weiter zahlen und so unseren Rentenanspruch weiter mehren.
Punkt 4 ist für mich besonders interessant, erlaubte er mir doch, meine Anwartschaft auf die monatliche Rente zu vervollständigen. Die kundigen Damen hatten auch gleich errechnet, was ich bekommen würde: Bei Vervollständigung der 15 Jahre bekäme ich 12.000 NT im Monat, also umgerechnet etwa 300 Euro. Das entspricht etwa den ungefähr 285 Euro die ich einmal selbst überschlagen hatte dafür***. Damit sind meine Rentenrechnungen im obigen Link und insbesondere die Formeln aus den englischsprachigen Rentenwebseiten Taiwans im Prinzip bestätigt.
Wenn ich auf 18 Jahre vervollständigen würde, bekäme ich sogar 19.000 NT, führten die Damen aus. Das ließe sich steigern, bis ich 65 bin. Zu diesem Zeitpunkt könne ich die Rente beantragen und würde pro Jahr, das ich sie später beantrage, 3% Zinsen bekommen.
Hier widersprachen die Damen also den Ausführungen meines Rentenartikels und damit den englischen Texten, die ich ihm zugrunde gelegt hatte. Denn dort klang es so, als könne ich erst mit 67 die Rente beantragen. Das gilt dann evtl. nur für spätere Jahrgänge von Rentenantragsstellern.
Verblüffend: Die Damen führten aus, wir könnten beide später zwischen Einmalzahlung und monatlicher Rentenzahlung wählen, obwohl die englischen Gesetzeszitate eigentlich bei mehr als 15 Jahren Beiträgen nur von monatlicher Rentenzahlung reden. Hier ist übrigens eine Modellrechnung zu dem Thema: http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/05/wie-wenig-rente-man-in-taiwan-bekommt.html
Die monatliche Rentenzahlung ist extrem gering, ein Euro-Hunderter im Monat bei Einmalzahlung (bei nicht allzu optimistischer Lebenslänge entsprechend auf den Monat gerechnet) steht da schon mal dem etwa dreifachen an monatlicher Rentenzahlung gegenüber.
Nun steht und fällt alles damit, ob meine Mitgliedschaft dort erlaubt wird. Denn die Omen für eine monatliche Rentenzahlung für Ausländer sind leider in Taiwan nicht allzu gut. Mir hat ein Deutscher, der in Taiwan an der Universität als Professor lehrt mitgeteilt, nach 18 Jahren Dienst sei ihm vom Sekretariat gesagt worden, als Nichttaiwaner würde er später einmal nur die geringe Einmalzahlung bekommen und nicht die Taiwanern zustehende letztendlich höhere Monatszahlung. Da Beamte - die die Rente nach Beamtenrecht (Public Service Pension bekommen) - eigentlich besser gestellt sind als wir Normalsterblichen mit der Labor Law - Rente, kann man sich fragen, ob den Labor-Law-Ausländern hier einst der selbe Schmuh droht.
Ein erster Meilenstein ist jetzt, ob meine Mitgliedschaft akzeptiert wird.
*** Bin seit Anfang 2004 hier. Auch meine Einzahlung in das alte Labor-Law-Rentensystem bis 2005 ist offenbar bereits in das neue System übertragen. Beim alten System wäre die Firma (komplex, wenn es mehrere sind) der Rentenversicherungsträger, so ist es die zuständige taiwanische Behörde.
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