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Montag, April 06, 2020

Corona-Folklore

Maßnahmen zur Föderung des Corona-Konsums

Unsere Firma, die Götter mögen die Weisheit ihres Managements lobpreisen, hat scharf und energisch auf den Corona-Virus (aka Xi Jinping-Virus) reagiert. Damit wir Mitarbeiter nicht mehr so dicht gedrängt in den Fahrstühlen stehen, hat die Firma ab sofort

a) die Hälfte der Fahrstühle abgeschaltet
b) durch Fiebermessen dichtgedrängte Staus vor den Fahrstühlen produziert
und 
c) durch Anfahren nur noch weniger Stockwerke pro Fahrstuhl dafür gesorgt, dass man jetzt mit 20 Leuten in einem Fahrstuhl steht, statt sich wie bisher einen leeren zu suchen.

Danke, weise Firma für diese völlig kontraproduktiven Maßnahmen. Aber Hauptsache, man tut irgendwas.

Na dann Prost.
 

Freitag, März 27, 2020

Say Hi to the Xi-Jinping Virus

Wie soll man den Virus oder die Krankheit nennen?

Für Frau und mich ist es grundsätzlich der "Wuhan-Virus". Das ist bei den Taiwanern populär, die gerne gegen die Chinesen schießen dabei. Auch die vom Virus augelöste Krankheit COVID-19 wurde bisweilen in taiwanischen Social Networks so übersetzt:
CHINA OUTPUT VIRUS IN DECEMBER 2019
Nun soll man das in der Welt nicht übernehmen, weil sonst asiatisch aussehende Menschen in aller Welt angegriffen werden. Aber die Taiwaner, als eine Art Abkömmlinge der Chinesen, haben da keine Hemmungen. Schließlich beansprucht China ständig das Territorium des demokratischen Taiwan, droht ihnen ständig mit Krieg, schickt seine Umweltverschmutzung rüber und hat dafür gesorgt, dass Taiwan nicht in die WHO kann. Deswegen misstraut man hier China extrem und hat eigene Prozeduren entwickelt. Die haben Taiwan bis data fast virusfrei gehalten. Durch Auslandsrückkehrer, die in Quarantäne kommen, ist die Zahl von 50 auf 200 gestiegen, die letzten Tage.
Ich persönlich rede gerne vom Xi-Jinping - Virus, bekannt nach dem chin. Staatschef.

Freitag, März 20, 2020

Das Leben in Zeiten der Corona

Hat nicht mal Gabriel Garcia Marques so etwas geschrieben? Nur mit Cholera...

Was tun in Zeiten von Corona? Nun, bei Familie Ludigel hat sich die angestrebte Rückwanderung nach Deutschland, mit der möglichen Last-Minute Alternative England nun zumindest bis zur Zeit nach Corona erledigt. Also vermutlich bis 2023, denn ähnlich wie die Spanische Grippe 1918/19 wird das Ganze wohl knapp zwei Jahre dauern. Der angebliche Vorteil von Impfstoffen und Anti-Grippe-Mitteln fällt ja offenbar weg, weil man zwar auf Vogelgrippeviren eingestellt war, nicht aber auf Corona-Viren.
Wir haben im selben Wohnblock eine neue, größere Wohnung bezogen. Wieder möbliert, man weiß ja nie, wie lange man bleibt. Wenn ich nach Deutschland und der EU gucke, graust es mir ob der Führungslosigkeit daheim. Angela Merkel wartet nur noch, bis ihre 16 Jahre Haft im Kanzleramt - in dem sie im Nichtstun unersetzlich ist - abgelaufen sind. Gesundheitsminister Spahn verklagt seinen Frisör - sollte er jedenfalls - und niemand hatte Zeit für taiwanische Krisenvorsorge. Weshalb das Land nun eine Spielwiese für den Virus ist. Grenzen zu und Chinareisende in Quarantäne wäre ja "rassistisch" gewesen. Es claro.
Von der Leyen kann sowieso vieles, aber nichts, was mit Regierungsaufgaben zu tun hat. Nun ist sie hochgelobt zur EU und gefährdet dort durch Komplettversagen die ganze Institution, die sie leiten soll. Man sieht jetzt, dass eine schwerfällige, bürokratische EU nicht nur nervig, sondern sogar lebengefährlich ist. Denn sie zieht Kompetenzen an sich, mit denen sie nicht umgehen kann. Wir bräuchten keine nationalen Alleingänge, sondern einen europäischen Bundesstaat. Oder wir müssen die EU wieder in eine Freihandelszone verwandeln.
Persönlich denke ich an mein Auto, das in der deutschen Garage wartend im Sommer mal gefahren werden muss. Da werde ich wohl jemanden für bezahlen. An meine Mutter mit fast 90 oder einen kranken, guten Bekannten will ich lieber nicht denken. Die leben gefährlich, in der neuen chinesischen Wunderwelt, die Europa geworden ist. Tier des Jahres 2020 ist sicher der Pangolin und der große Sommerhit wird "I kissed a Pangolin and I liked it" gesungen von den CCP-Singers.
Sonst bin ich meist am Nasenduschen, um ja keine Erkältungssymptome zu haben, die mich in Taiwan sonst immer verfolgen. Im Winter ist es halt heizungslos kalt mit kalter Zugluft im Büro und im Sommer Klimaanlagen-kalt mit kalter Zugluft aus dem selbigen. Gestern ging mir das kurz auf die Bronchen, ging aber mit Nasendusche, Gurgeln und 2 Stunden Schlaf wieder weg. Kriegt man schon kurz die Corona-Panik. Und, ach ja, Gummibärchen. Die helfen bei mir gegen diese leichten Erkältungen, die hier ständig anfliegen wollen und beruhigen auch die Nasennebenhöhlen.

Wie geht es weiter? Nun, vermutlich wirtschaftliche Depression, Geldentwertung und irgendwo Krieg, wie immer in solchen historischen Phasen. Oder ich irre mich. Wäre doch nett.

Donnerstag, März 19, 2020

Visa/Autenthalt in Taiwan läuft ab, was nun

Schlimme Zeiten für alle, deren Aufenthaltstitel abläuft auf der Insel Formosa

Leider hat dies Blog auch keine Antworten zu bieten und ich will es Leuten ersparen, meine Interpretation von Sekundärquellen zu lesen, die nach dem Stille-Post-Prinzip vermutlich Fehler enthält. Der Originallink zu einer Diskussion ist dieser: LINK.

Zusammenfassung: Taiwan akzeptiert die Corona-Epidemie nicht als Höhere Gewalt, daher muss man generell ausreisen, bevor der Aufenthaltstitel abläuft. Sogar wenn das zur Zeit wegen täglich wechselnder Reisebarrieren kaum möglich ist und man am Ende länger zum "Tom Hanks" wird, der auf irgendwelchen Flughäfen schläft. Oder im Quarantänebereich. Leider schlechte Nachrichten hier.

Positives:
Wer ein Visum hat, kann dies offenbar verlängern, auch wenn "nicht verlängerbar/non extentable" drauf steht. Wer aber sein Visum schon x-Mal vorher verlängert hat, kann das offenbar nicht.
Wer als Deutscher normal ohne Visum da ist (also als Tourist eingereist ist), kann offenbar auch keine "Verlängerung" bekommen. Evtl. kann er aber ein Visum beantragen, das dann auch wieder verlängerbar ist. Siehe Link oben.
Wer wie ich eine ARC hat, müsste diese normal verlängert bekommen, wenn die tournusmäßige Verlängerung ansteht. Es ist absolut nichts bekannt, was auf Hindernisse deuten würde.

Wer in der Vergangenheit einen Visa-Run gemacht hat, um als Tourist neu einzureisen und wieder im Lande zu arbeiten, kann jetzt natürlich nicht oder schlecht den Visa-Run machen.

Viel Glück kann ich nur wünschen. Das ist diesmal nicht sarkastisch gemeint.

Wie sieht die Welt in 2 Jahren aus? Immer noch geschlossene Grenzen und internationale Reisende werden von den Einheimischen hinter Gardinen kritisch beäugt, wenn sie mit dem Rollkoffer aussteigen? 

Zur Ein- und Ausreise in TWN und D Infos hier: https://taipei.diplo.de/tw-de/-/2302636 (Deutsche Vertretung).

Soll man sich für den Fall einer Evakuierung bei ELEFAND, dem elektronischen Register für Deutsche im Ausland eintragen lassen?
Ich habe mich, Frau und Junior eingetragen. Derzeit kann ich mir nur sehr theoretische Fälle vorstellen, wie das notwendig sein sollte. Etwa wenn durch wirtschaftliche Krise eine KMT-Radikalinski-Regierung an die Macht käme, die Ausländer ausweisen will. Oder wenn wir einen ausländischen Super-Spreader haben, der die Quarantäne umgehen würde und es dann für Langnasengesichter auf der Straße unangenehm würde. Zur Zeit ist das alles blanke Fantasie. Aber in so chaotischen Zeiten ist man besser immer vorbereitet.
Bis dahin ist man in Taiwan besser aufgehoben.

Die Zukunft...

Ein düstere Zukunfskulisse

Wenn ich, etwa für zukünftige Romane, eine realistische Zukunfskulisse entwickelnwürde, fiele mir für die nächste Zeit folgendes ein:

-Kollaps des Euro
-Kollaps der EU
-China als neue Weltmacht der nächsten Jahrzehnte, der sich alle an die Rockzipfel hängen, um 2022 nach Corona die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Stichwort neue Seidenstraße.

Irgendwann sagt keiner mehr einen Piep, wenn sie Taiwan schlucken.

Over and out.
 

Donnerstag, März 12, 2020

Corona, Taiwan, Deutschland

Berlin tut nix, Taipei dämmt ein...

Bloggen in Kurzform. Taiwan hat zu Beginn des Wuhan- aka Corona-Virus sofort Reisende aus China (die betroffende Provinz) erfasst und in die Heimisolation gezwungen. Angeblich mit einer fiesen Handy-App, die Alarm schlagen kann wie eine Fußfessel. Kenne so etwas von meiner Firma und dem Heimarbeits-Angebot. Dann wurden präventiv die Schulen geschlossen für 2 Wochen.

Heute den 12.03.2020 hat Taiwan nur 50 Fälle und es wächst nur einstellig. Bei 23 Mio. Einwohnern. Deutschland mit 80 Mio (wie viel genau weiß ich nicht) hat heute Morgen 1966 Fälle gemeldet. Es wächst dreistellig mittlerweile.

Deutschland wartet, bis sich die Krankheit durch die Bevölkerung gebrannt hat. Spart Rente. Mache mir Sorgen um chronisch kranke Bekannte und meine Mutter, die auf die 90 zugeht.

Over and out, was soll man sonst noch sagen dazu.
Außer, dass der nächste Virus, den Peking schon vorbereitet, SOL heißen sollte. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Freitag, März 06, 2020

Corona! Wir fahrn nach Lodz

Es hätte ja viel zu berichten gegeben, aber der nächste Roman will auch geschrieben werden

In meiner Romanwelt hat ja eine Alien-Naniten - Technologie die Menschheit schon seit der Steinzeit infiziert. Ein abgestürzter Raumfahrer hat unwillentlich die Menschheit infiziert. Die nanotechnologischen Gerätchen sollen eigentlich nur eine Hirn- zu Hirn-Kommunikation ermöglichen. Aufgespalten in verschiedene Dienste wie Bild-, Ton- und Emotions-Kommunikation. Inklusive kommt auch ein ganzes Jenseits, das auf der Hardware der Gehirne läuft, normalerweise auf deren Heimatplaneten noch ein Server drin hatte und so ein Mittagspausen-Pläuschchen mit verstorbenen Verwandten ermöglicht hat, die in einer Fantasyumgebung glücklich in Wunschumgebungen existieren. Bei mir wäre das vermutlich eine Humphrey-Bogart - artige Hotelbar mit flappendem Ventilator und endlosen Mojitos und Daiquiries. Und den wunderschönen Asphaltschwalben in durchsichtigen Fummeln, die ich wieder wegscheuche wie damals im Hotel Commodoro, Havanna und die mir dann in perfektem Deutsch erkären, dass sie in Halle Elektrotechnik unter Erich studiert haben und ich gefälligst ein bisschen freundlicher sein soll.
Nur weil die Technik mit menschlichen Hirnen nicht so ganz funktioniert und längst mutiert ist, verwandelt sie gerade die Herren in sadistische Serientäter, die die Fähigkeit zur Verbindung mit fremden Hirnen in einen Machtrausch versetzt. In meinen Romanen, nicht in Havanna.

 Ein Update war doch echt mal nötig, oder?

Das alles fing recht unschuldig mit dem vergleichsweise harmlosen Roman "Die Kellerfrau" an, wo ein Journalist ein überlebendes Opfer eines solchen Täters findet und dann ganz technologiefrei in einen Strudel aus SM und Mord verstrickt wird. Gekauft hat das fast niemand und ich hätte mich in die Legion der Selbstverleger einreihen können, die 1-5 Exemplare im Monat verkaufen. Aber unter dem Titel FUNDSACHE SEXSKLAVIN ging das Ding anfangs weg wie warme Semmel und bescherte mir meine ersten monatlichen Hunderte als freier Autor. Heute verkauft sich das Ding kaum noch, abgesehen von der AMAZON-E-Book - Flatrate. Sicher weil die Nachfolgebände wesentlich härter sind. Denn das habe ich gemerkt, desto brutaler die Handlung, desto höher die Verkaufszahlen. Tabubruch-Literatur nenne ich das und sie verkauft sich auf Amazon so gut, dass bestimmt auch irgendeine Alien-Nanite in den Hirnen der Menschen sitzt und sie nach Sadismus dürsten lässt. Die Konkkurenz schreibt meist mit Exkrementen und Schleim und Behinderungen. Oder deutet nur an, bis man vor Langeweile mit dem Kopf auf die Tischplatte schlägt oder schreibt jeden Satz mit Ausrufezeichen.

Er fesselt Sie! Sie schreit! Sie kann es nicht glauben!

Ich hingegen habe die gute alte Kellerfrau (s.o.) dann ins Extreme extrapoliert und heute schneiden und sägen meine Täter, bis die Schwarte kracht und der Rubel rollt ein bisschen mehr. Zahlt die Miete, aber mehr auch nicht. Mit SKLAVIN NULL (ursprünglich "Engelstränen des Wahnsinns" heißend) wird es schon deutlich rabiater, aber hier macht auch die Alien-Technologie ihr Debut. Fortgesetzt wird das ganze in DER NEUE HEXENHAMMER, ein Roman über eine durchgeknallte Familie in meiner niedersächsischen Heimatstadt, die längst völlig wahnsinnig geworden die Tradition eines Vorfahren fortsetzen will, der mit Alien-Artefakten und Nanitendetektoren Jagd auf Frauen gemacht hat, bei denen die Geräte halt ausschlagen. Und die entsprechend selbst nanitengestützte Manipulationsfähigkeiten hatten. Es kommt nach unnötig detailliert geschilderten Folterungen auf über 300 Seiten zum Showdown mit einem Druidenorden, der die Naniten mit Magie verwechselt und wiederum die Hexenjäger verfolgt. Ich musste mich in den Mega-brutalen Roman "Der Neue Hexenhammer" selbst in einer jüngeren Version hineinschreiben und am Schluss die Bösewichte umlegen lassen, sonst hätte ich das brutale Zeug psychisch nicht verdauen können.
Die Geschichte setzt sich fort, mit einem Roman namens "DER HEXENZIRKEL DER SADO-CHIRURGIN", einem abgedrehten Titel, der dem Prinzip folgt, wie die BILD-Zeitung früher Schlagzeilen generiert hat laut Günter Wallraff. "Deutscher Schäferhund leckt Blondine Brustkrebs weg" war da angeblich ein Schlagzeilen-Muster und nach dem Prinzip ist eben auch der Hexenzirkel zu seinem Namen gekommen. Hier gibt es einen Showdown zwischen Druiden, Hexen und Hexenjägern und diesmal geht es sogar raus in All. Aber wie gesagt, das Machwerk schreibe ich gerade. Meine Leser mögen die Handlungsteile eher weniger und verlangen schon mal mehr Sex und mehr Gewalt per Leserbrief, so dass ich bisweilen die Romane in den Harten Editionen nachgewürzt habe. Ein paar Rohrstockhiebe mehr und noch ein Nanitenzombie als Zugabe im Epilog sind ja so eine Mühe nicht.
Viren. Ach so, Corona. Ja, einen passenden Roman habe ich auch, abseites des oben genannten Naniten-Universums. In "DAS HAUS DER TAUSEND QUALEN"  wird eine Frau wieder mal über 200 Seiten gefoltert, bis sich alles in einem Endzeit-Szenario auflöst. Ein grausamer, klaustophobischer Horrortrip, den ich unter Kopfschmerzen und einer Nasennebenhöhlenentzündung geschrieben habe. Sogar ich hatte beim Schreiben Alpträume. In "DER HUCOW-VIRUS" verwandelt ein unbekannter Virus die Damenwelt in ... Sie können es sich vielleicht denken. Der Roman ist unter einem anderen Pseudonym erschienen, denn die Naniten haben halt auch mein Hirn längst zerrüttet und so habe ich mich in multiple Autoren aufgespalten. Die erste Version des Romans war ein satirischer Take auf die Tendenz der Männerwelt, die Damen immer nur auf die Oberweite zu reduzieren. Aber vor der Veröffentichung musste ich noch mal reichlich nachwürzen, so dass das Endprodukt die übliche Menge an Sex und sinnloser fetischistischer Gewalt enthält. Für Fetische ist das Internet immer eine denkbar gute Fundgrube. Man wundert sich ja schon, was es alles an Fetischen gibt. Mit Gummi muss ich auch mal was schreiben, vielleicht eine Persiflage auf die gängigen Katzenromane, bei denen die Detektivkatze in wirklichkeit eine gummifetischistische Catwoman ist oder so etwas. Ich weiß, klingt verrückt, aber so etwas lesen die Leute nun mal. Bei Gummi denke ich immer an Taucheranzug, aber gut, warum nicht. Sie merken also, all die Fetische in meinen Romanen sind nicht meine und entstanden ist das ganze Zeug aus einer ursprünglich mal für dieses Blog geplanten Satire auf diese schrecklichen "50 Shades of Grey"-Romane und Filme. Aber irrgendwie wurde mir beim Schreiben damals langweilig. Sir Fuckingsburough aus Intercourseshire wurde dann zu einem Serienmörder und so nahm das ganze Elend seinen Durchlauf.
Das bestverkaufende Buch ist freilich eine Storysammlung, die ich nach den verschiedenen Graden der Verrücktheit in verschiedene Autoren-Pseudonyme unterteilt habe. Hier tritt die Handlung hinter blanker, sinnloser sexueller Gewalt noch mehr in den Hintergrund, stets mit einem Psycho-Dreher Ende. Ich bin froh, dass ich diesen Blumenstrauß der Blüten des Wahnsinns längst fertig habe, damals waren die Alpträume doch etwas heftig.
So... ach so... Sie wollten meine Kommentare zu Corona hören. Nun, eigentlich sollte mein nächster Roman einer werden, wo eine grippeähnliche Pandemie die Welt so entvölkert, dass am Schluss nur die Nasenduscher übrig bleiben. Eine Welt, nur von Nasenduschern bevölkert, herrlich. Da ich die Tage aber immer hektisch am Nasenduschen bin, um nur keine erkältungsähnlichen Symptome zu haben, ist mir das Ganze mittlerweile viel zu realistisch geworden.
Ach so... Corona. Ja, bleiben Sie am Besten in Deutschland daheim und lesen Sie viel. Aber nicht von mir, das ist wirklich nicht für jedermann, ich füge hier ja nicht mal Links ein. Meine Selbstverlegerkolleginnen und Kollegen schreiben viel Besseres. Die Mädels immer Romane von Kurtisanen, die in Fantasywelten ihren Prinzen finden müssen oder ihr Wolkenschloss, die Männer irgendwas von Drachen auf denen man reitet. Keine Ahnung, ob das eine Metapher für ihre Ehefrauen ist. Oder einer schreibt Segelbücher. Die sind bestimmt auch toll, ob man nun die Ohren dafür hat oder nicht. Lesen Sie bitte das, nicht mein Zeug. Ach ja, einer beschreibt, wie er ein TINY HOUSE selbst baut. Das klingt doch spannend. Finde ich wirklich und würde es in einer anderen Welt bestimmt sogar lesen. Einer, in der ich anderes als zwei linke Hände habe.
So... halten Sie die Ohren steiff, aber nicht zu nah an andere Leute und wenn nächste Woche wirklich Aliens landen, würde es mich auch nicht wundern. Ich meine, bei all dem Schwachsinn, den wir in den letzten Jahren etragen müssten, würde das ins Bild passen. Brexit, Trump, Pandemie, Menno. Aber andererseits, wenn das Ufo aufgeht und das grüne Alien seinen Spruch "Resistance is futile, you will be assimilated into the Great Galactic Zhul Empire" aufsagt, fällt er sicher fünf Minuten später tot um. Wegen Corona.

Guten Abend.

Dienstag, Januar 14, 2020

Fuck you with your fish smell

Ist ein Song von Pat Benatar. "Fuck you with your fish smell", "hit me with your best shot". 

Ich esse schon seit Jahren nicht mehr in der Firmenkantine. Nach zwei Nächten über der Schüssel nicht mehr. Niemand kann das essen, was die Wesen da in der Etage über mir an "Essen" produzieren unter Zuhilfenahme dieses Altölkanisters mit dickbraunem Öl, der mich stark an eine Hinterlassenschaft in einer verlassenen KFZ-Werkstatt erinnert.
Selbst wenn das Essen genießbar wäre, könnte ich dort nicht essen. Denn die Wesen da oben unter dem Dach haben mich selten in Ruhe essen lassen. Hihi hier und hoho da, wie eine unfreundliche, bulliehafte Version vom ewig kichernden Hop Singh in Bonanza. Und ewig wurde am Laowai, an der Bignose Ludigel herumgemeckert. Weil er halt nicht so aussieht wie die anderen kleinen Leute, die da oben in 60 Sekunden unter Turbolöffeln ihren Reis und ihre Nudeln schlabbern. Essen kann man das bei dem Tempo nicht nennen.
Und ich will auch nicht wissen, wie es riecht, wenn die Ober-Küchen-Dämonin da oben das erste Mal im Leben ihre Gummistiefel auszieht.
Doch stets und ständig habe ich den Fischmief riechen müssen, den die menschenähnlichen Wesen da oben produzieren. Aus dem Klimaanlagen-Auslass kommend. Direkt über meinem Kopf.
Jetzt ist das Ding zugeklebt mit alten Amazon-Kartons und beschmierten DINA4-Blättern. Keine neuen, sonst würde der schwedische Teenanger heulen, weil man Ressourcen verschwendet.
Hoffentlich müffelt es jetzt weniger.
Den Titel oben kann sich eigentlich die ganze verdammte Miefinsel ins Poesiealbum eintragen. Nur dass sich Mopedgestank hinzugesellt.
Ach ja... happy new year everybody.

Dienstag, Januar 07, 2020

Menschen, die auf Wasserpumpen zeigen

Ich hasse Wasserpumpen

Nein nicht wirklich. In Deutschland kriegt man von den Dingern eigentlich so gut wie nie etwas mit. Das elterliche Einfamilienhaus, das immer noch mein Zweitwohnsitz ist, hat davon zwei, wie ich neulich mitbekommen habe. Aber man hört sie praktisch nie und auch nur, wenn man im Keller ist. Dort hört man dann ein leises, angenehmes Surren. Denn die Dinger sind richtig an massiven Steinwänden befestigt, was Vibrationen vorbeugt. Und die Steinwände schwingen auch nicht so leicht mit.

Unsere Wasserpumpe auf dem Dach über Ludigels Wohnung links im Bild und die neuerdings installierte von der Partei unter uns, rechts im Bild. Unsere recht fest auf Steinen gelagert, die vom Nachbarn lose und wackelig und tief vibrierend

Anders in Taiwan. Hier installiert man deutlich billiger wirkende Wasserpumpen gerne an den Wänden der Häuser, für jede Partei eine. Außen an der Fassade sitzen die Teile und in billigen Häusern in Plattenbauweise hat man so scheussliche Pumpen, die nicht auf niedrige Geschwindigkeit schalten können, sondern bei nicht ganz aufgedrehtem Wasserhahn auf einen "Hämmermodus" schalten, der mir schon viele schlaflose Nächte beschert hat, wenn die Plattenbauwand komplett mitvibriert hat. Da hilft auch kein Oropax.

Unser gegenwärtiges, viel besseres Apartment in einem massiver gebauten Wohnhaus war bis vor ein paar Wochen angenehm ruhig. Die Wasserpumpen der Nachbarn ratterten an deren Wänden, aber die massivere Außenwand schwang nicht mit. Also hatte man maximal ein leises Surren, wenn der Nachbar um 2 Uhr morgens noch taiwantypisch eine halbe Stunde lang duschen oder Baden wollte.
Auch sind die Pumpen etwas besser, ohne den gefürchteten Hammermodus.

Doch nun hat die Partei unter uns die Wohnung komplett rennoviert und hat eine Wasserpumpe bei uns auf dem Dach installiert, gleich neben unserer. Clever. So stört es die Leute da unten weniger. Und uns um so mehr. Ist die Pumpe auch keine mit Hämmerei, so ist sie jedoch nur lose auf ein paar Backsteinen gelagert - hält sich nur an ihren Wasserrohren, wie auch unsere - und rattert und vibriert bei Betrieb derart tieftönig, dass es einem in unserer Wohnung richtig unangenehm wird.
Einstweilen haben wir unserer Vermieterin das obige "Da ist die Übeltäterin!"-Foto geschickt, das sich in die große Tradition der Fingerzeig-Fotos einreiht. Vielleicht probiere ich mal, das Ding auf Gummi oder dergleichen zu lagern, wenn keine Abhilfe geschaffen wird.

Für Leute, die Taiwan nicht kennen, ist das ganze Thema vielleicht surrealistisch. Aber tieffrequente Störenfriede stören einen halt erst dann,wenn sie dilletantisch auf Resonanzkörpern in der Nähe von einem selbst vor sich hinwerkeln.

Wasserpumpen in den Keller! Wir haben ja nicht mal die üblichen Wassertanks auf dem Dach, daher gibt es eigentlich keinen Grund für diese idiotische Befestigung der Pumpen.

So...jetzt sehen sie Wasserpumpen bestimmt mit anderen Augen ;-)

P.S.: Man achte auf die handverdrillten Kabel...