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Freitag, März 21, 2008

Tibet, Taiwan, Presidential election


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German below, Deutsch unten !

ENGLISH:

The difference could not be bigger. While authoritarian PR China struggels with its too big bite, the 2008 Olympics, which have focussed the world's attention on China's various human rights issues like torture camps for political dissidents and Falun Gong practitioners, small democratic Taiwan, formally called "Republic of China" is having its free presidential election (March 22nd).

colorful election in Taiwan, here: former president Lee Teng Hui

Source: Taiwan government page


While tanks are rolling into occupied Tibet, little Taiwan embraces the freedom of discussion of various political parties. Basically, the voter in Taiwan has the choice between BLUE and GREEN. The blue party coalition wants to keep the status quo with China, so it wants to keep Taiwan as a self-determined free state, BUT calls it China as well. Note: they do not call it part of the PRC, but only part of China. Blue, centered around the Kuomintang party, already has a 2/3 majority in the national parliament. They have won a landslide election in January.

The still-in-office president of Taiwan is GREEN (from DPP party) at the moment and his party wants formal independence from China and rename the country into "Republic of Taiwan".

IF Taiwan's voters opt for a Green president now, the blue parliament and the green head of state would perfectly jam each other. This effect could be desired by many voters, as declaring independence towards China might lead to war (PR China threatens to attack Taiwan in case it declares its independence), but on the other hand the China-friendly blue candidate (called Ma) might take too many steps towards a reunion with the mainland, if elected. Blue parliament and green president could basically do nothing, in this situation.

However, as China's nerves are not the best these days with the ongoing Tibet crisis, a harsh reaction of China towards the election of a green president is not unlikely.

The US Navy has just deployed the carriers Kitty Hawk and Nemitz to Taiwan.

Thank goodness these vessels named USS Something things do not only exist in Star Trek.


Further reading in German: http://bobhonest.blogspot.com/2007/12/taiwan-ein-chinesisches-homeland.html


GERMAN, Deutsch:

Der Unterschied könnte nicht größer sein. Während die autoritäre VR China an dem zu großen Bissen, den es mit der Olympiade 2008 abgebissen hat, kräftig zu kauen hat, weil die Spiele die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft auf seine diversen Menschenrechtsdefizite wie Folterlager für Andersdenkende und Falun Gong-Anhänger gelenkt haben, finden im kleinen demokratischen Taiwan, das formal "Republik China" heißt, Präsidentschaftswahlen statt (22.03.2008).

Während in das besetzte Tibet Panzer einrollen, feiert das kleine Taiwan seine politische Diskussionsfreiheit im Diskurs des Multiparteiensystems. Grundsätzlich hat der Wähler in Taiwan die Wahl zwischen BLAU und GRÜN. Die blaue Parteienkoalition will den Status Quo mit China aufrechterhalten, also Taiwan als selbstbestimmten freien Staat erhalten, ABER bezeichnet diesen Staat auch als China. Hinweis: Sie bezeichnen es nicht als Teil der Volksrepublik China. Blau, zentriert um die Kuomintangpartei, hat bereits 2/3 der Sitze im Nationalparlament, da sie einen Erdrutschsieg im Januar erzielt hatten.

Der Noch-Präsident von Taiwan ist GRÜN (von der DPP) und seine Partei strebt formale Unabhängigkeit von China an und möchte das Land in "Republik Taiwan" umbenennen.

Sollten sich Taiwans Wähler jetzt für einen grünen Präsidenten entscheiden, würden sich das blaue Parlament und der grüne Staatschef perfekt gegenseitig blockieren. Dieser Effekt wäre wohl gewollt von vielen Wählern, da die Erklärung der Unabhängigkeit gegenüber China zum Krieg führen könnte (die VR China droht Taiwan im Falle einer Unabhängigkeitserklärung mit Krieg), aber andererseits könnte der blaue Spitzenkandidat (namens Ma) im Falle eines Wahlsieges vielleicht zu viele Schritte hin zu einer Wiedervereinigung mit dem Festland unternehmen. Somit erscheint vielen Wählern die wahl eines grünen Präsidenten zum blauen Parlament sehr verlockend, denn es könnten blaues Parlament und grüner Präsident einfach garnichts machen in so einer Pattsituation.

Aber es besteht die Gefahr einer harschen Reaktion Chinas auf die Wahl eines grünen Präsidenten, da Chinas Nerven wegen der andauernden Tibetkrise blank liegen.

Die US-Marine hat die Flugzeugträger Nimitz und Kitty Hawk nach Taiwan verlegt. Gottseidank existieren Seefahrzeuge mit Namen wie USS Irgendwas nicht nur bei Star Trek...

Mehr zum Thema: http://bobhonest.blogspot.com/2007/12/taiwan-ein-chinesisches-h

Kommentare:

Klaus hat gesagt…

Nun hat der blaue Herr Ma gewonnen, und die grünen sehen ganz schön alt aus. Da war den meisten Wählern wohl die Aussicht auf Wirtschaftsaufschwung wichtiger als die Hoffnung auf echte Unabhängigkeit.

Was mir im Gespräch mit jungen Leuten hier aufgefallen ist: Viele sagen, sie interessieren sich nicht für Politik. Sie sind ja auch erst nach dem Ende des Militärregimes 1987 geboren und nehmen Demokratie als selbstverständlich hin

Andere (vor allem Frauen) sagen, sie seien für Ma, weil er gut englisch spricht und so aussieht, wie ein Präsident aussehen müsse.

Und fast alle zusammen sagen, die DPP habe die Wirtschaft zugrundegerichtet - alles werde immer teurer, weniger Job, schlechte Zukunftsaussichten etc. Das klingt dann wie in Deutschland.

Bob Honest hat gesagt…

Genau, Ma ist bei den Frauen beliebt. Havard und gutaussehend und hat irgend so ein Zitat das immer der Mann schuld ist, nie die Frau (wenn etwas schief geht). Wie oft ich das schon gehoert habe....