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Freitag, Februar 22, 2019

Ludigel im Darknet

Man muss sich wohl geschmeichelt fühlen, dass der eigene Content jetzt auch im "Darknet" zu finden ist...

Mein Erstlingsroman "Die Kellerfrau" ist bei Amazon als E-Book für 3.98 Euro zu bekommen und sogar noch etwas billiger in einer aggressiv und trivial vermarkteten Version - die so etwa das Hundertfache an Kunden findet. Um im Konzert der Konkurrenz gehört zu werden, muss man eben laut trompeten. Die Kellerfrau hat sich als E-Book seit Oktober gerade mal 9 mal als E-Book und 3 mal als Taschenbuch verkauft. Logisch, dass das Taschenbuch wegen der Druckkosten mit etwas über 10 Euro teurer ist.
Hingegen hat sich die trivialere Version mit dem Wörtchen Sex im Titel seit dem 27. September des vorigen Jahres in allen möglichen Version bislang genau 301 mal verkauft, als ich diese Zeilen schreibe. Ich will nicht leugnen, dass ich nette Tantiemeneinnahmen damit habe, nämlich ein paar hundert Euro, aber es steckt eben auch jahrelange Arbeit in dem Ding.
Es gibt zahlreiche Webseiten, die meinen Roman in der "gesexten" Version zum Gratisdownload anbieten, allerdings sind das alles Fake-Webseiten, bei denen nur von den Kreditkarten von Möchtegern-Usern abgebucht wird. Üblicherweise in Russland gehostet die Seiten.

 Hurra, ich bin im Darknet!

Jedoch gibt es noch einen Herrn namens ****Z****, der die sog. "*** Library of ***" betreibt, die im anonymen Tor-Netz zu finden ist, aber über ein Portal auch im normalen Netz zu finden ist. Die Ladezeiten sind gruselig lang, aber man kommt zum Download. Diese Library ist offenbar einem Isaac-Asimov-Roman nachempfunden und soll daher "das gesamte Wissen der Menschheit" enthalten. Nun, ich muss mich geschmeicht fühlen, dass ich nun in diesen Wissensschatz eingegangen bin. Her Z*** sagt übrigens, Copyright diene nur dazu "dass große Verlage viel Geld verdienen" (sinngemäß zitiert, Interview hier). "Große Verlage" also wie ich als Selbstverleger, die sich sonst einen Bentley von den etwa 2.70 Euro Tantiemen pro Buch kaufen könnten, schon klar, Herr Z***.

Nun gut, ich fühle mich wirklich etwas geschmeichelt. Es handelt sich übrigens um die 1. Auflage, die ich mehr als Versuchsballon hochgeladen hatte bei Amazon und die noch voller Fehlerchen ist - einen Lektor kann man sich nicht leisten als Selbstverleger (sorry, als Riesen-Selbstverlagsimperium meine ich, Hjerr  Z) und der Fehlerteufel ist auch beim zehnten Mal lesen immer noch drin. Ich empfehle jedem die 10. Auflage, die es je nach Edition zwischen 2.99 und 3.98 gibt.

Einen Kampf gegen Windmühlenflügel werde ich also nicht aufnehmen, sondern es stattdessen als Kompliment nehmen.

Na wartet, wenn ihr im Darknet erst mein neues Ding habt, mit dem amputationsfetischistischen Serientäter, da geht euch erst so richtig die Soljanka in der Hose auf...

P.S.:

Meinem "bärtigen Pseudoym" (oder auch dem "Harry Eduard" oben) fehlt jetzt noch folgendes:

1. Wikipedia-Eintrag
2. Straßenbenennung
3. Mädcheninternat-Benennung
4. Pseudonym wird deutschlands beliebtester Vor- und Mittelname
5. Der SPIEGEL widmet mir einen Verriss.

Update:Name der "Library" gelöscht, um nicht so viel Reklame via Google-Crawler zu machen (auf Bitte Dritter hin)


Mittwoch, Februar 20, 2019

Zweiter Roman von Amazon geblockt...

enthält WERBUNG in eigener Sache


Der zweite Teil zu Ludigels Roman "Die Kellerfrau" bleibt einstweilen in der Projekthölle...

Es trifft immer mal wieder Leute, die bei Amazon selbstpublizieren. Weil ein zartbesaiteter Student oder ein nach Keywords fischendes Tool bei Amazon Alarm schlägt. Und so traf es mich gleich zweimal, erst wurde eine XXL-Leseprobe für den ersten Teil und dann der ganze zweite Teil abgelehnt. Wie es nun weiter geht ist noch unklar, auch wenn ich unter anderen Autorennamen (selber Account) mit meinen "Auskopplungen" aus den Urnotizen zum Roman immer noch vortrefflich verkaufe. Jedenfalls im Vergleich zu vielen anderen.

Der erste Roman ist hier unten im Bild verlinkt. In dieser Version hat er bislang noch keine Alarmglocken läuten lassen. Vermutlich lag es an Keywords der aggressiver vermarkteten Parallelversion. Oder ein Sozialpädagogikstudent saß gerade am Drücker bei Amazon, der nur von Gänseblümchen und Karnickeln Lesestoff will.

Die E-Book - Ausgabe meines Erstlings hat mittlerweile ein neues Cover, das unbeanstandet durchging. Unten ist noch das alte Cover zu sehen, das auch weiterhin auf der Taschenbuchausgabe prangt. Ich will ja nicht auch noch Google verschrecken.

Gut, dann findet man wieder Bücher von anderen Autoren, wo aus sexuellen Gründen Leute geschlachtet werden (pfui deibel!) und blutrünstige Folterszenen auf den Covern, das sogar mir mulmig wird. Aber es liegt halt dran, wer gerade am Drücker saß bei Amazon.

https://www.amazon.de/Fundsache-Sexsklavin-Thriller-Rodrigo-Thalmann-ebook/dp/B07HRWR8G9/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1550646695&sr=8-1&keywords=rodrigo+thalmann
Obig das Bild führt zum E-Book, hier der Link aufs Taschenbuch!!!

Greifen Sie zu, solange Amazon Sie noch lässt. Ist aber sicher keine Literatur für jeden, sondern entstand als Satire auf die gängigen 50-Shades-of-Grey - Romane. Nur dass mir eben zwischendurch langweilig wurde und daher mein Protagonist in den Wahnsinn abgleitet und den Damen nicht nur ... sondern ....

Detailliertere Beschreibung hier!