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Freitag, Juli 29, 2022

Im September: Mein erster "richtiger" Roman

 Als RODRIGO THALMANN und ... äh... in Kooperation mit MARLISA LINDE habe ich mich verabschiedet, als KARL LAYTON komme ich zurück.

Rodrigo und Marlisa haben sicherlich "Kracher" im Programm gehabt, die an die Grenzen des Schreibbaren gingen. Immer angetrieben von Leserwünschen wurde es derber und derber und ich habe gut daran verdient, war aber auch gegen Ende genervt. Nach Einspruch von Amazon ist es nun mit dem bisherigen Geldsegen seit Mai vorbei und ich arbeite an der Fertigstellung eines Science Fiction. Ein Roman, der schon seit Jahren angefangen in der Schublade lag und aus Zeitgründen immer wieder von den schnellen oben erwähnten Krachern verdrängt worden war.

 

 

Ab Ende August oder September 2022 bei Amazon erhältlich. Worum geht es? Nun, wie auch in meinen "Krachern" vorher existieren Alien-Nanobots auf der Erde und darüber hinaus, die Menschen zu Größenwahn und manchmal auch zu Grausamkeiten verleiten, da sie nicht richtig an die Hirne der Menschen angepasst sind, sondern eben für Aliens gedacht waren. Allerdings spielt DAS LETZTE SCHIFF DER FÖDERATION in der fernen Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2235 und ein alter Admiral, eine legendäre Gründungsfigur der Föderation der Erde will nach langer Ruhepause zurück in den aktiven Dienst. Weil vielleicht gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe, soll er nur auf eine diplomatische Mission geschickt werden, anstatt ein richtiges Kommando zu bekommen. 

Doch es gibt einen Verräter bei der Flotte. Einen, der mit einer zerstörerischen Macht kooperiert, die nach der gesamten Galaxis greift. Und unser alter Admiral muss noch einmal alles geben, um mit seinem alten Flaggschiff ... die Galaxis zu retten. Was auch sonst. 

Der Roman wird inhaltlich abgeschlossen sein. Ein bereits in Arbeit befindlicher zweiter Teil, DER VERRÄTER DES HERRGOTTS wird jedoch an den ersten Teil anknüpfen und ebenfalls inhaltlich für sich allein stehen. Denn in den Tiefen des Multiversums lauert eine noch größere Bedrohung. Aber dazu später mehr.

Hier schon einmal das Cover des ersten Teils. Eigenarbeit mit professioneller Unterstützung.

Update: Und das Cover für den 2. Teil steht auch schon:



Donnerstag, Juni 30, 2022

Goldesel doch kein Goldesel

 Meine Frau und ihre Finanzbots, die uns an den Börsen vollautomatischen Reichtum bescheren sollen...

Denke ich an die letzten Jahre, dann denke ich immer wieder an irgendwelche Bots, die meine Frau und ihr langjähriger Kumpel Will [Name von der Redaktion geändert] programmiert haben. Bots oder Roboter kann man ja auf unseriösen Webseiten finden und sie sollen einem automatisch Geld an den Börsen verdienen. Was nie funktioniert.

Nun haben Will und meine Frau den Sourcecode eines solchen Bots genommen und an ihm herumgebastelt, bist sie immer mal wieder der Meinung sind, eine Wundermaschine erzeugt zu haben. Benutzt wird die MT4 oder die MT5-Schnittstelle, zu der es auch eine eigene Programmiersprache gibt. Dann braucht man noch ein Konto bei einem Trader. Das sind oft von Russen oder Chinesen betriebene Institute. Die russischen meist in England beheimatet. Auch die MT-Schnittstellen sind von einem Russen geschaffen.

Die Idee ist, dass das Programm ahnen kann, welcher Kurs steigt oder fällt und entsprechend mit Aktien, Devisen, Optionen oder solchen Dingen Geld verdient. Vorsicht ist angebracht. Viele der Trader sind betrügerisch (ich habe doch Russen erwähnt, oder?) und die Bots, die man im Inet (meist von Russen) fertig mieten kann, haben sowieso nur den Verdienst des Inhabers im Sinn. Aber es soll einige Trader geben, die ehrlich sind (sarkastische Bemerkung hier bitte einfügen).

Nach sieben Jahren Arbeit haben Will und Frau nun einen Bot fertig, den sie mit zwei als seriös geltenden Instituten verbunden haben. Und prompt schienen wir ausgesorgt zu haben. Denn die Maschinchen produzierten bei beiden Tradern satte 3 Prozent Zinsen. Im Monat!

Also wurde flugs der erste Bot, nach Monaten einwandfreiem Laufs mit geringen Summen aufgestockt. So dass er am Schluss 2000 US-Dollar Kapital hatte, was er auch fleißig vermehrt hat. Klingt gut soweit, oder?

Beim 2. Trader lief noch alles mit Minisummen. Schon bald wollten Frau und Will, die sich allen Ertrag teilen, auch dort größere Beträge parken und meine Frau sprach schon vom Aufgeben unserer Jobs.

Da... erreichte Bot Nummer 1 bei dem englischen Russkie-Trader einen Kontostand von 3000 US-Dollar.

Na ja, da konnte der Trader nicht mehr an sich halten. So viel Geld! Und es gehört dem Kunden! Das geht doch "njicht". Ergo erhöhte der Trader einfach mal den Aktienpreis eines Papiers von 100 auf 500 US-Dollar, ignorierte die Einstellungen für den max. Kaufpreis und so kaufte unser Bot munter für fiktive 500 USD. Die ganze Zeit über zeigte der zweite Trader (mit dem Minikonto) noch 100 USD. Schwupps war es, wie es sein sollte und die 3000 USD gehörten der englischen Russenbank und nicht mehr uns. Frau hat jetzt alle Konten aufgelöst und gibt zu, dass das alles doch nicht funktioniert.

Sie war nicht unbedingt glücklicher, als ich sagte, dass ich mir den Mist auch schon mal eine Woche lang angesehen habe und alles sofort als russisch... äh... ich meine unseriös eingestuft habe. Und die Finger davon gelassen habe.

Russische Finanzbetrüger sollte man politisch korrekt ja sowieso nicht wahrnehmen derzeit, auch wenn es englische Firmen sind. Und wer jetzt denkt, ich hätte mich groß aufgeregt... Bei so geringen Summen kriege ich kaum höheren Blutdruck. Da bin ich von meiner Frau ganz anderes gewohnt. 

Ach ja, bei einem taiwanischen Trader hat sie noch so ein Ding laufen. Aber ich denke, sowie da ein bestimmter Kontostand erreicht ist, kann auch ein Formosa-Trader nicht mehr an sich halten und bucht alles über den kleinen "Slippage"-Trick auf sein eigenes Konto um.

Geht bestimmt auch ohne Russen. Na ja, viel ist da nicht drauf. Vielleicht bleiben wir im grünen Bereich. Ehrlich sind Menschen eben immer nur bis zu einem gewissen Limit.

FAZIT: Große Leistung von Frau und Programmierpartner, so etwas wirklich funktionierendes zu schaffen in jahrelanger Arbeit. Leider alles für die Katz wegen Gauner-Tradern. Und andere gibt es wohl nicht in dem Bereich.


Samstag, Juni 18, 2022

Die Hongkong-Schule

 Eine Zeit lang hätten wir unseren Junior fast von seiner Taipei European School (TES) genommen und auf eine private interntionale Schule geschickt. Die war von jemandem aus Hongkong gegründet (seriös, gell?) und hatte schon eine Zweigstelle in Hsinzhu, wie immer man das auch schreibt. Eine andere Familie nahm ihren Sohn dann von der Deutschen Sektion der TES und schickte ihn erfolgreich dort hin.


 

Die Schule nennt sich, je nach Grundschule oder Sekundarstufe entweder Karl oder Johann. Was auch schon saudämliche Namen waren, wie ich fand. Benannt nach dem Gründer, der ein Chinese war und sich Karl oder Johann nennt. Oder beides. Oder sein Schwippschwager. Ewig hatten wir den Schuldirektor aus Hschinzhu (Gesundheit!) am Telefon, der mich einmal eine Stunde belaberte, ich könne gegen ein paar Tausend US-Dollar einen Platz reserviert haben.. Wir haben uns eine geplante Zweigstelle um Taipei angesehen, die wie ein leerer Supermarkt aussah. Kann man alles umbauen, sagte der Schuldirektor. Ist nur im 3. Stock, aber vom Balkon kann kein Kind fallen, weil Fangnetze aufgespannt werden. Sagte der Schuldirekter auf meine diesbezügliche Frage.

Er war ein Typ wie Frank Elstner auf Chinesisch. In jungen Jahren. Sah super aus. Englische Maßanzüge, würde ich sagen. Teure Uhr. Teure Schuhe. Schöner als schön und mit einem perfekten Gebrauchwagenhändlercharme. Nur, wieviele Schuldirektoren kennt man, die wie Gebrauchtwagenhändler sind? Aber da es schon eine funktionierende Schule gab, schien ja alles okay zu sein.

Meine Instinkte sagten immer Nein. Einfach weil der Typ zu ölig war. Lehrer wollte er auch noch sein. Die Börsenkurse runterrattern in Matheunterricht? Oder Rechenaufgaben mit Rolexuhren machen? Klein Fritzchen kauft eine GMT2 mit Platinbesatz für 89.000 Dollar. Wenn er drei kauft und 10.000 Dollar pro Uhr Rabatt kriegt, wie viel bezahlt er dann?

Nun ist die Muttergesellschaft pleite oder der Gründer mit der Kohle abgehauen. Der Schuldirektor ebenso betrogen wie der Boss ganz oben. Sagt er. Und die bezahlten horrenden Schulgebühren weg. Und Kinder stehen ohne Schule da.

https://www.johanschool.org/

 


 

Man sollte immer auf seine Instinkte hören. Sicher ist der smarte Salesman unschuldig und lebt jetzt in Sack und Asche. Ich habe keinen Zweifel.

Schulrektor. Pah.


Mittwoch, April 27, 2022

Covid in Taiwan: Jetzt doch auf dem Vormarsch (Update)

Stand 27.04.2022 sind über 5000 Fälle (gestern) gemeldet worden. Wenig im globalen Vergleich, aber viel für Taiwan, das bislang schon über 500 tägliche Neufälle als dramatisch angesehen hat. Auch hat bislang Track and Trace alles wieder eingefangen. Ob es diesmal gelingt, steht in den Sternen. Bislang lebt man hier im Gegensatz zur VR-China ganz normal weiter. Mit leichter Nervosität, wenn etwa in der Firma eine Kollegin mit einem Covid-Positiv-Getesteten zu Abend gegessen hat. Sie wurde negativ getestet. Wäre es positiv gewesen, hätten Frau, Junior und ich zum Testen ins Krankenhaus gemusst und im Falle eines positiven Tests Quarantäne daheim gehabt, soweit ich das verstehe.

Und das Covid-Karussell dreht sich und dreht sich

Die Schulen sind auf, obwohl Covidfälle zu Remote-Learning führen kann, wie gerade in einigen britischen Schulklassen und dem deutschen Kindergarten an der Taipei European School. Impfmäßig steht Taiwan etwas besser da als Deutschland; allerdings fangen die Impfungen für die Gruppe 6-11 Jahre gerade erst an. Einreisen nach Taiwan sind immer noch eingeschränkt mit nur bestimmten Gruppen, die einreisen dürfen und mit "nur noch" 10 Tagen Quarantäne. Taiwan wird sich wohl trotz steigender Covidzahlen langsam öffnen, was einer Aufgabe der bisherigen Null-Covid-Strategie entspräche.

So... weiter zum Romanschreiben. Ich habe ja das Schreiben der "Tabu-brechenden" Literatur aufgegeben, auch wenn die sich bei Amazon gut verkauft hat. Derzeit schreibe ich einen Science-Fiction, der wohl "Das letzte Schiff der Föderation" heißen soll. Nicht die von Star Trek, eine andere. Es geht um einen... un ja... teilweise senilen Admiral, der noch einmal ein Kommando bekommt. Er wird noch einmal auf eine Mission geschickt; aber nur eine diplomatische. Prompt bricht natürlich das Chaos aus und unser alter Admiral muss zu alter Form finden, um die Galaxis zu retten. Was auch sonst. Im Gegensatz zum Schreiben der alten "Bösewicht schnappt sich junge Frau und erhält auf Seite 120 seine göttliche Strafe" ist das viel mehr Arbeit. Machen Sie sich bitte klar, wie viel Arbeit dahinter steckt, wenn sich im Hyperraum zwei Raumschiffe beschießen wollen. Wie schnell sind sie unterwegs? Wann treffen sie sich? Welche Waffen können überhaupt über große Distanzen benutzt werden? Wie schnell bewegt sich die Ortung? Lichtschnell geht ja nicht. Da kommt man dann dahin, dass ein Ortungsbild schon 50 Stunden alt ist, wenn es über große Distanzen wieder eintrifft. Und die Naturgesetze, was überlichtschnelle Reise angeht, muss man sich auch noch ausdenken.

So... zurück zur Raumschlacht...

 P.S.: Apropos Raumschlacht. Die Schwester meiner Frau kommt persönlich aus Canada angereist die Tage. Es handelt sich um die ehemals in den Philippinen lebende Dame; siehe letztes Blogpost. Sicher will sie persönlich Hand anlegen, um ihren "80.000 USD"-Vorschlag an meine Frau wiederzubeleben. Seit ihr Gatte verstorben ist, ist dieser mir permanent auf der Tasche liegende Familienzweig mit seinem verbleibenden Rest sowas von penetrant geworden. Die gute Frau will uns den letzten Cent aus der Tasche ziehen und bei meiner in finanziellen Dingen gelinde gesagt naiven Frau wird das wieder ein nerviger Abwehrkampf. 

Update: Mittlerweile ist in der Firma und Familie so ziemlich jeder erkrankt. Frau, Junior und ich allerdings nicht. Man muss ja nicht jeden Mist mitmachen.

Donnerstag, April 21, 2022

Das große Update im April 2022

 Die täglichen Postings gibt es hier nicht mehr, da muss ein summarisches Update für alte Leser, die sich noch hierher verirren, völlig reichen.

Anlagenbetrüger:

Der Geldanlagenbetrüger, den meine etwas (hust) leichtgläubige Gattin im Internet kennengelernt hat (da kriegt man viele Vorschläge, was man mit seinem Geld anfangen kann, ohne es je wieder zu sehen), hat uns schon länger alles zurückgegeben; nach diversen Drohungen von mir und Gattin, u.a. mit ausgebufftem Inkassoanwalt. Er hat ein Ponzi-Schema gehabt, also eine Schmalspurversion von dem, was dieser berüchtigte Herr Madhoff in den USA gemacht hat. Einfach gesagt: Die Neuen zahlen die Zinsen für die alten Anleger plus den Lebensunterhalt des Ponzi-Betreibers. Nun, einer seiner Gläubiger, der die 3% monatlichen Zinsen auch schon seit 2 Jahren oder so nicht mehr kriegt, hat dem Herrn mit einem Besuch seiner Kameraden gedroht. Denn er ist bei der hiesigen Armee. Und damit ist nicht die heilende gemeint. Jetzt wird der Ponzi-Betrieber nervös und will seine Wohnung verkaufen, um ihn auszahlen zu können. Insgesamt geht es um einen Schaden, den ich auf mehrere Millionen Euro umgerechnet schätze. Allerdings soll seine Wohnung schwer verkäuflich sein, weil neben dem Müllplatz, an der Zufahrt zum Flughafen, neben dem Güterbahnhof am Puff gelegen oder irgendetwas in der Art. Viel Vergnügen mit dem weiteren Ponzieren wünscht... Ludigel

 Ludigel, wie immer happy-peppi

Wohnungen in Manila:

Die von meiner Gattin entgegen meinen Wünschen vor 7 Jahren oder so erworbenen zwei Condos in Manila stehen nicht mehr leer. Jedenfalls eine nicht. Eine chinesische Telekommunikationsfirma hat die kleinere Wohnung von beiden als ständig verfügbares Managerquartier gemietet. Leider ist die Schwester meiner Frau (nennen wir sie Elonore)  dazwischengeschaltet. Die hat ja mit ihrem damiligen Gatten (Filippino) den ganzen Deal überhaupt eingefädelt gehabt. Nun hat der Kunde angeblich sehr teure Extrawünsche, bei denen sie helfend dazwischengeht. Was die zum Upgrade der Wohnung notwendigen Summen in große Höhen schraubt. "Verfluchte Familienbande" ist eine gute Zusammenfassung für die Lage. Zumindest für das Elonore-Dingsda wird sich die Vermietung lohnen.

Die Wohnungen schweben legal in einem Limbo, sagt jedenfalls die Elonore, weil sie ja noch auf den Namen ihres (mittlerweile an Covid verstorbenen) Mannes sind und nun angeblich der Steuerberater (der den Transfer auf unseren Namen durchführen sollte) mit den Unterlagen über alle Berge sein soll. Wenn "alle Berge" unter der Matratze von Elonore ist, wird es wohl stimmen. Einen erneuten Fluch werde ich mir sparen.

hiesige Familie:

Die obgengenannte Elonore lebt mittlerweile im Land, wo nichts ist (Ca nada, Kannada), seit ihr Gatte verstorben ist. Nun hat sie durch den Tod ihres Mannes ja ihr Co-Unternehmertum in der Druckerei ihres Gatten verloren, die seinerzeit mit durch meine Frau von uns abgeweigtem Geld gegründet worden ist. Seither hat Elonore immer teure Vorschläge und Rechnungen zu präsentieren. Kaum war ihr Gatte verstorben, wollte sie von uns die sage und schreibe 80.000 USD für seine Behandlung haben. So hoch sollte die Krankenhausrechnung sein. Ich habe das trotz großem Krach abgelehnt. Nun hat sie etwas neues, eine Agentin sollte dies und jenes für uns tun. Ich will wegen einschlägiger Bots die halbseidene Geschichte hier nicht beschreiben. Kostenpunkt: 80.000 USD, wer hätte das gedacht. Wieder Ehekrach, diesmal nur ein kleiner. Am Ende haben wir Elonore wieder abschlägig beschieden. Was wohl als nächstes kommt?

Umsiedeln:

Frau will gerne Taiwan verlassen, auch weil ihr der Ukrainekrieg klar gemacht hat, dass so etwas auch in Taiwan passieren kann. Auch deutsche Bekannte hier, die vor einem halben Jahr noch länger bleiben wollen, verlassen jetzt die Insel. Allerdings, immer wenn es konkret wird, funkt wieder Elonore dazwischen und dann ist meine Frau wieder umgepolt und wir diskutieren nur die Rechnungslegung der netten Schwester. Habe uns alle auf die Evakuierungsliste des Deutschen Instituts eingetragen.


Euer...

(s.o.)


Dienstag, Februar 08, 2022

Land der rothaarigen, fleckigen Trunkenbolde (Update)

Alle mögen Iren. Aber wenn man als Asiate da einwandern will, sollte man "Ire" doch besser mit Doppel-R schreiben. 

Ja gut, Frau und ich suchen ja immer nach einer Alternative zu Taiwan, gerade auch in Anbetracht der latenten Kriegsgefahr durch das VR-China genannte Irrsinnsreich gleich in der Nähe, das Taiwan ständig bedroht. Deutschland wäre zu einfach. Dass meine Frau immer wieder die Reisleine zieht, kurz bevor ich den Visaantrag für sie stellen will, liegt allerdings auch am Verhalten meiner deutschen Verwandtschaft. Das Mysterium, wieso sich meine Frau beim Aufenthalt in meinem Elternhaus immer oben in meinem alten Jugendzimmer eingeschlossen hat, ist auch gelöst. Grund ist eine Aktionsfront aus meiner Mutter und dem ostzonalen Flügel unserer Familie, die zusammen mit einer gelegentlich auftauchenden weiteren ... Dame einen regelrechten Zirkus veranstaltet haben. Mein Vater hatte mich schon immer gewarnt, dass meine Mutter so gut wie alle Freunde und Bekannte vertrieben hat und ich habe es immer eher schmunzelnd zur Kenntnis genommen, dass sie da einen merkwürdigen Charakterzug haben mag, der sich gegen nicht zur Familie gehörende richten kann, wenn sie aus irgendwelchen Gründen auf der No-Like-Liste meiner Mutter landen sozusagen. Aber nun sind Schwiegertochter und neuerdings auch ihr Enkel da auch drauf. 

Englischsprachige Einwanderungsländer sind schwierig zu finden, Kanada, Neuseeland und Australien schotten sich ab, neuerdings GB auch. Bleibt also Irland. Es erschient mir lange als ideales Einwanderungsland für uns, gerade weil die netten Iren weltoffen und gastfreundlich zu sein schienen, wie unzählige deutsche Einwanderungsblogs kund tun. Jedoch machte mich nun meine Frau auf Übergriffe gegen Asiaten aufmerksam und wenn man einmal googelt (https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=ireland+attacks+on+asian)  entsteht schnell der Eindruck, dass es sich bei der Jagd auf Asiaten vor und insbesondere seit Covid um einen Volkssport der netten rothaarigen Trunkenbolde handelt. Also nichts für uns. Ständig besoffen zu sein ist vielleicht doch nicht so lustig, wie die irische PR immer glauben machen mag.

Gut, wir könnten nach Deutschland ziehen und Abstand zu meiner Familie halten, dem rassistischen ostzonalen Familienflügel und meiner Mutter. Besuchen würde ich sie dann nur ohne Frau und Sohn. Nichtsdestotrotz hat sich bei meiner Frau ein gewisser Deutschlandhorror breitgemacht.

Vermutlich bleiben wir in Taiwan, bis die Raketen aus der VR rüberkommen. In die Auslandsdeutschen-Notfallliste beim Auswärtigen Amt habe ich uns schon eingetragen ;-)                       

P.S.:Wie einfach Rassismus geht, haben wir jetzt oben in der Überschrift geübt.   

Update: Nun planen wir zweigleisig. Einmal ziehen wir weiter Irland in Betracht, aber wenn dann nur eine Privatschule, damit Junior mit seinem Kampfsport nicht am Ende eine ganze Klasse rothaariger Kobolde auf die Matte schicken muss, wenn sie etwas gegen Asiaten haben sollten. Zweitens ziehen wir tatsächlich wieder die Philippinen in Betracht, denn sollte es am Ende einen nuklearen Krieg in Europa geben und einen Überfall Chinas auf Taiwan, wären die Philippinen ein geeigneter Rückzugsort. Wo wir ja auch schon 2 Wohnung haben. Die stehen leer und der Steuerberater dort hat sich a) als seiner Lizenz verlustig entpuppt und b) die Papiere für unsere Wohnung sonst wo vergraben, wie man das eben in solchen Ländern so macht - aber drin wohnen könnten wir sicherlich. Auch wenn der Steuerberater (dem man dann wohl ein paar lokale Gauchos auf den Leib schicken müsste) derzeit die Abwicklung der steuerl. Handhabe nach dem Tode der Verwandten meiner Frau dort (auf dessen Namen die Wohnungen sind) hintertreibt. Wegen all solchen Chaos wollte ich ja die Wohnungen dort nie haben. Nun, Frau hat sie doch gekauft und mit der Krise in Europa erscheint das Immobilieneigentum dort in einem viel angenehmeren Licht.

Was ist gerade los: Putin schießt auf Atomkraftwerke in der Ukraine? Na, wenn sonst nix los ist...                                                                   

Montag, Februar 07, 2022

Ausländerdiskriminerung durch Steuern... nervt jungen Kollegen

Ein junger IT-Beschäftigter bekommt leider die taiwanische Steuerungerechtigkeit zu spüren, die seinerseits Taiwans DPP-Präsident Chen Shui-Bian, bekannt durch einen maßlosen Korruptionsskandal und anschließenden Gefängnisaufenthalt damals eingeführt hat.


Es nervt den jungen Kollegen in den 20ern, der in einer Firma, in der ich auch mal war, neu angefangen hat. Es ist eigentlich eine große Ungerechtigkeit. Es geht um die Strafsteuer, die aus dem Ausland zugezogene Arbeitskräfte hier haben. Während normale Taiwaner einen gestaffelten Steuersatz haben, wie auch in Deutschland, der oft auf 6% oder 10 oder 15% am Ende herauskommt, werden Ausländer in Taiwan grundsätzlich die ersten 6 Monate mit einem erhöhten Steuersatz von 18% bestraft. Dieser kann dann im Rahmen der Steuererklärung und des Jahressteuerausgleichs zurückerstattet werden, was auch problemlos klappen soll. Soweit sieht man es ein. Doch die böse Überraschung für den Kollegen kam jetzt am Jahresanfang: Auch im 2. Jahr wird er wieder auf 18% zurückgestuft und der 6-Monatszähler läuft wieder von vorn. DAS war die Änderung, die der korrupte Chen damals ins Gesetz gegossen hat. Die Regelung trat wegen Amtswechsel erst unter Präsident Ma (KMT) in Kraft, wenn ich mich recht erinnere. Na ja, da sind sich die "Taiwan-über-alles" und die "China-hip-hurray"-Lager der taiwanischen Politik einig, dass wir Langnasen im Zweifelsfall einen übergebraten bekommen sollen. Man kann sich fragen, wie das mit den immer mal wieder auftauchenden Aktionen zum Anwerben von ausländischen Fachkräften zusammenpassen soll. Aber diese Programme dienen wohl eh nur der Selbstbeweihräucherung der Politikerkaste. Aber immerhin kann man die zwei Banden hier in Taiwan alternierend wählen, statt gar keine Wahl wie in China zu haben, das Taiwan ja am liebsten einverleiben würde in seinen patriotisch aufgeblähten, imperialen Überwachungsstaat. Dann doch lieber die Chens und die Mas in Taiwan, das sei klargestellt.

Wo waren wir? Ach ja, die leidige Steuerregelung. In Ausnahmefällen kann drauf verzichtet werden, aber das Finanzamt hat einen bösen Kniff dabei. Hat die Firma des Ausländers großzügig der normalen Besteuerung statt der 18% zugestimmt (das kann sie!) und geht dann der Ausländer etwa in irgendeinem Aufenthaltsjahr im Mai wieder nach Hause ohne seine Steuererklärung abzugeben, dann verlangt das Finanzamt in Taiwan trotzdem 18% Steuern und zieht die Differenz (z.B. 8%, wenn der Ausländer 10% effektiven Steuersatz hatte) der Firma ab! Der Ausländer wird dabei kein schlechtes Gewissen haben. Aber Firmen vermeiden das natürlich gerne und führen vom Gehalt des Ausländers dann lieber die ersten 6 Monate 18% ab, um Zusatzkosten zu vermeiden.

Ist schon kurios, diese Strafbesteuerung. Man kann 10 Jahre im Land arbeiten und Steuern zahlen und geht man dann aber im 11. Jahr schon im Mai nach Hause, muss man für die letzten 5 Monate die Strafsteuer zahlen. Chen-Shui-Bian-idiotisch.

Also, Spezialisten der Welt, kommt ins Hochtechnologieland Taiwan!

Nur dass wegen Covidrestriktionen sowieso niemand mehr einreisen darf. 

Alles mit der Besteuerung für Ausländer ist schon seit Jahren in meinem Blog zu lesen, um es nebenbei zu bemerken: https://osttellerrand.blogspot.com/2010/01/arbeitswelt-in-taiwan.html Ups, seit 2010. Wie die Zeit vergeht.

P.S.: Klar, DPP-Präsidentin Tsai, die wir gerade haben, ist da Gold im Vergleich.


Donnerstag, Januar 06, 2022

Alte Schrauben mit runden Köpfen rausdrehen! Aber wie?

Hier ein Geheimtipp, der Ihr Leben verändern wird. Schrauben mit rundgedrehten Köpfen, wie hier bei einer günstig erworbenen Breil Quarzuhr (nicht von mir angerichtet, sondern von einem Vorbesitzer) lassen sich tatsächlich rausdrehen. Man nimmt am besten ein breites Einweckgummi, legt es zwischen Schraubenkopf und Schraubenzieher und los geht es. Evtl. nimmt man den Dreher eine Nummer kleiner.

Hier verwende ich eine tolle Bastelunterlage, die einem beim Suchen von Armbandstiften oder Schrauben in den Wahnsinn treibt, wegen der vielen schwarzen Muster drauf. Man will es ja nicht zu einfach haben und Junior hat meine alte Gummiunterlage geklaubt, der Bursche. 

Weil ich kein Einweckgummi hatte, habe ich es anfangs mit so einem schmalen Gummi wie im Bild versucht. Doch da rutscht man natürlich ab. Die Lösung war dann ein alter Klebestreifen eines selbstklebenden 3M-Haken, wie sie in Taiwan beliebt sind. Der hat sich wie Gummi verhalten. Der depperte Vorbsitzer hatte gleich zwei Rückenschrauben rundgedreht und eine Armbandschraube auch noch.

Demnächst erstrahlt die Uhr wieder im neuen Glanze... Und wird auch getragen, sowie die neuen Schrauben aus China kommen...

 
 

 

 

Nur die Uhrenstifte werde ich wohl von einer billigeren gesamtschwarzen Version stehlen, die ich noch erworben habe. Denn einstweilen ist der rundgedrehte Schraubstift nur lose eingesteckt. Breil liefert leider keine Ersatzteile mehr für diese MILANO-Serie.