Nun sagen Sie nicht, "Post vom Rechner aus verschicken" gibt es schon seit den 90ern auch für Privatleute, nennt sich Email. Was ich meine ist, einen guten alten Papierbrief von Deutschland aus zu versenden. Praktisch wäre das insbesondere deswegen, weil ich über das Startup "Digitalkasten.de" meine Post, sofern sie wirklich über die Deutsche Post und nicht etwa private Dienstleister wie Citipost verschickt wird, eben auch im Browser lesen kann. Meine durchwachsenen Erfahrungen hierzu sind hier zu lesen: https://osttellerrand.blogspot.tw/2017/07/briefe-digitalisiert-kriegen.html
Doch nervig war es eben, auf die Post zu antworten, musste ich das doch immer von Taiwan aus tun, wenn es nicht mit einer Email getan war. Doch Google-Suche ergab Hilfe: Bei epost.de kann ich über die Deutsche Post auch Briefe online schreiben und die Post schickt sie gegen Gebühr mit meiner normalen deutschen Absendeadresse ab, auch Jpegs und PDFs kann man hochladen. Toll. Offenbar muss man sich per Postident indentifizieren. Das ging schmerzfrei über eine Vorgangsnummer und eine Smartphone-App. Eine nette Dame im Videochat fordert dann zu etwas Akrobatik mit dem Perso oder Reisepass vor der Smartphonekamera auf. Will sagen man muss mit dem Perso auch Wedeln wegen des Hologramms etc.
Als ich mich früher einmal für eine Kreditkarte identifizieren sollte, hatte die Bank leider einen Video-Postident nur für EU-Staaten zugelassen, so dass ich das nicht machen konnte. Die umfirmierte CITIBANK hatte dann allerdings diese Bank gekauft und die Citibank kannte mich schon, so dass sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Immer wird Postident über Video also nicht akzeptiert; jedenfalls damals.
Doch zurück zum Thema: Die Epost kann auch genau wie Digitalkasten.de die Post im Browser anzeigen, wenn man das für 24 Euro bucht (Digitalkasten: 20 Euro) und ermöglicht einem auch das Erhalten einer Gratis-Faxnummer und die Browsersicht auf die empfangenen Faxe. Für letzteres nutze ich simple-fax.de, was übrigens einwandfrei funktioniert; einmalig 25 Euro gezahlt und offenbar unendlich lang bekomme ich Faxe als Email. Beide Dienste können auch Faxe versenden.
Sonst brauch der Auslandsdeutsche nur noch einen guten Paket-Weiterleiter, so dass man mit deutscher Adresse bei Amazon und Ebay alles bestellen kann und für Porto plus kleine Bearbeitungsgebühr das Paket auch an den Assturban der Welt weitergeleitet bekommt: alles außer Kaffee und Alkohol. Waffen, Tiere etc. natürlich auch nicht: Mailboxde.com, ein Super-Unternehmen.
Fehlt bloß noch ein guter Mobilfunkanbieter ohne Grundgebühr, der keinen Mindestumsatz bei den Gesprächen verlangt und buchbare Datenpakete hat, die man wieder abbestellen kann. Hier kann ich Blau.de sehr empfehlen.
UPDATE: Seit neuestem blockiert Blau.de offenbar taiwanische Internetprovider. Jedenfalls komme ich weder mit Handy noch in der Firma auf die Blau.de-Seite. Es wird ein Drop der Verbindung ohne Rückmeldung gemacht, so dass der Browser lange versucht zu laden. Die Lösung ist über ein kommerzielles VPN oder einen kommerziellen Proxy zu gehen, so dass Blau.de (oder der entsprechende Provider) keinen taiwanischen Absender meiner Datenpakete sieht. Als zahlender Kunde habe ich da auch kein schlechtes Gewissen, schließlich will sich Blau ja vor chinesischen Hackern schützen und ein solcher bin ich wahrlich nicht. Verursacht wieder unnötige Zusatzkosten.
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Donnerstag, September 21, 2017
Dienstag, September 19, 2017
Religions-Rythmus, wo man mit muss
Sehen Sie sich die Bilder an und fühlen sie, wie die göttliche Inspiration in Sie fließt. Am Ende sind auch sie überzeugt vom Buddhismus in Taiwan. Oder wie immer man diesen Buddha-China-Konfuzius-Mix hier nennt.
Auf geht's...
Ich bin überzeugt ich kann Sie aus dem Dunkel der Ignoranz führen...
... hinein ins Licht der wahren Religion mit ihren unzähligen durchnummerierten Göttern.
Da rechts geht's lang auf dem Weg zur Erleuchtung. Nehmen Sie sich noch einen Pflaumensaft und Trockenfleisch mit auf den Weg, beides in Plastik...
"Wenn's rumst noch ein Meter" ist die alte Autofahrerregel und das gilt auch hier inmitten von Knalllörpern und Pulverdampf wie auf einem syrischen Marktplatz...
Desto rumms und stink, desto heiliger, scheint hier das Prinzip zu sein.
...
...
Hier schon mal der Lampenwechsel zur baldigen Erleuchtung der Suchenden.
... Vorbei am House of the Rising Lampion...
Haben Sie noch ein wenig Geduld...
...Der freundliche Alien weist den Weg...
...
Hier wenn wir uns umdrehen...
... und den Blick richtig fokussieren... Dann sehen wir...
..Lalf Lee-Gel, den großen Produzenten und Showman Taiwans! Hier voll im Groove und am Swingen was die Betelnuss aushält.
Wenn Sie jetzt noch nicht im religiösen Groove sind, so direkt neben dem Tempel, dann kann Ihnen keiner mehr helfen.
"Buddha akbar", da besteht keine Frage.
Ich bin überzeugt ich kann Sie aus dem Dunkel der Ignoranz führen...
... hinein ins Licht der wahren Religion mit ihren unzähligen durchnummerierten Göttern.
Da rechts geht's lang auf dem Weg zur Erleuchtung. Nehmen Sie sich noch einen Pflaumensaft und Trockenfleisch mit auf den Weg, beides in Plastik...
"Wenn's rumst noch ein Meter" ist die alte Autofahrerregel und das gilt auch hier inmitten von Knalllörpern und Pulverdampf wie auf einem syrischen Marktplatz...
Desto rumms und stink, desto heiliger, scheint hier das Prinzip zu sein.
...
...
Hier schon mal der Lampenwechsel zur baldigen Erleuchtung der Suchenden.
... Vorbei am House of the Rising Lampion...
Haben Sie noch ein wenig Geduld...
...Der freundliche Alien weist den Weg...
Vor der Erleuchtung erst noch schnell bezahlen... muss sich ja lohnen der Tempel...
Hier wenn wir uns umdrehen...
..Lalf Lee-Gel, den großen Produzenten und Showman Taiwans! Hier voll im Groove und am Swingen was die Betelnuss aushält.
Wenn Sie jetzt noch nicht im religiösen Groove sind, so direkt neben dem Tempel, dann kann Ihnen keiner mehr helfen.
"Buddha akbar", da besteht keine Frage.
Montag, September 18, 2017
Landtagswahl NDS: Briefwahl kaum möglich
Gerade bescheid bekommen: Als Weit-weg-Wähler wird es wohl nichts mit der Briefwahl
Am 15. Oktober wird in Niedersachsen gewählt. Ich habe gerade das Bürgerbüro meiner niedersächsischen Kleinstadt um Zusendung der Briefwahlunterlagen gebeten. Allerdings wurde ich informiert, dass sie erst ab 29.09. versenden können, weil vorher noch keine Stimmzettel vorliegen.
Da die Post mindestens 2 Wochen braucht, wird es dann nichts für mich mit der Niedersachsenwahl. Na ja, die lokale Ausgabe von Merkels Blockparteienfront wird sich auch ohne meine Hilfe wählen lassen denke ich ;-)
Am 15. Oktober wird in Niedersachsen gewählt. Ich habe gerade das Bürgerbüro meiner niedersächsischen Kleinstadt um Zusendung der Briefwahlunterlagen gebeten. Allerdings wurde ich informiert, dass sie erst ab 29.09. versenden können, weil vorher noch keine Stimmzettel vorliegen.
Da die Post mindestens 2 Wochen braucht, wird es dann nichts für mich mit der Niedersachsenwahl. Na ja, die lokale Ausgabe von Merkels Blockparteienfront wird sich auch ohne meine Hilfe wählen lassen denke ich ;-)
Freitag, September 15, 2017
Wenn es dunkel wird...
Immer wenn das Licht zu schwach ist im Tempel überlege ich, ob nicht doch was dran ist an der hiesigen Religion...
Und keine dummen Witze machen...
... sonst kommt am Ende noch die POLIZEI, hier veritabel gesehen in den Straßen von JangHua, oder wie immer man das schreibt. War es glaube ich.
Und keine dummen Witze machen...
... sonst kommt am Ende noch die POLIZEI, hier veritabel gesehen in den Straßen von JangHua, oder wie immer man das schreibt. War es glaube ich.
Freitag, September 01, 2017
Schöne Aussicht
"Great Sights", etwa "Schöne Sehenswürdigkeiten" oder "Schöne Aussicht" steht an dem Touristenbus ;-) Der Hintergrund sind die typischen schlichten Plattenbauhäuser, die immer noch einen Großteil der Bebauung hier ausmachen.
Geht natürlich auch hübscher, gar nicht weit davon entfernt. Auch wenn es fast immer etwas sehr voll und gedrängt ist in Taiwan. "Great Crowds" träfe es eher...
Geht natürlich auch hübscher, gar nicht weit davon entfernt. Auch wenn es fast immer etwas sehr voll und gedrängt ist in Taiwan. "Great Crowds" träfe es eher...
Dienstag, August 29, 2017
Amazon Prime, Kindle Unlimited (nicht) für Auslandsdeutsche
Amazon Prime bietet u.a. viele Videos zum gratis Anschauen, Kindle Unlimited viele gratis E-Books zum Ausleihen...
Um es kurz zu machen: Kindle Unlimited lässt einen viele direkt bei Amazon verlegte Billigtitel und einige interessante ältere Romane etc. lesen und man kann zwischen Zeitschriften wie "Toilettenwoche", das Fachmagazin für den Klemptner und "Keys", einem Musikfachmagazin wählen (eines von beiden habe ich mir ausgedacht). Funktioniert auch mit Standort Taiwan. Werde meine Probemitgliedschaft allerdings wieder kündigen. Denn neue und interessante Romane kosten doch wieder $$$.
Interessant: Spectrum der Wissenschaft. Hier war es sehr informativ den Artikel über das ca. 1000 Lichtjahre entfehrnte Sonnensystem zu lesen, bei dem manche Wissenschaftler ernsthaft künstliche riesige Sonnenkollektoren oder deren Bruchstücke vermuten, die unregelmäßig den Fixstern verdunkeln. Nett auch ein Oldtimer-Magazin, das mir ein Wiedersehen mit einem quietschgelben 5er BMW* aus den 70ern brachte, den mein Vater einst gefahren war.
Amazon Prime wäre da schon interessanter. Zwar kostet "Game of Thrones" wie viele Top-Serien auch wieder Geld und sogar der Klassiker "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (unvergesse Mireille Darcs Rückenausschnitt) kosten Geld, aber es würde sich lohnen um für Junior deutschsprachige Kindervideos zu laden. Allerdings war ich nur ganze 70 Sekunden Probemitglied. Denn bei jedem Video kam "an ihrem Standort nicht verfügbar". Um richtig Streamen zu können würde ich also einen kommerziellen Proxy oder ein kommerzielles VPN brauchen, was die Kosten etwa verdoppeln würde. Also gleich wieder raus**.
Übrigens: Videos leihen oder "kaufen" (dauerhaft verfügbar) funktioniert auch von Taiwan aus.
Mireille Darc ist nebenbei bemerkt die Tage gestorben. Da kann man richtig depressiv werden.
P.S.: Amazon Videos kann man nicht auf der Festplatte speichern. Dann aber wieder doch mit Third Party Software. Aber da darf man auf teutschem Boden oder nach teutscher Jurisdiktion wohl nicht mal mehr drüber schreiben. Also lassen wir das hier.
* So viel Fortschritt gab es wohl nicht seit 1974. Der BMW 520i von damals hatte einen (allerdings mechanischen) Einspritzer mit 2 Litern Hubraum, 130 PS und einer Beschleunigung von 11.5 Sekunden auf 100 und einem Vmax von 185 km/h. Auch der Verbrauch von ca. 9l/200 im (DIN-) Drittelmix hielt sich in Grenzen. Allerdings hatte die Kiste immer geruckelt beim Gaswegnehmen, was BMW damals nie in den Griff gekriegt hatte. Die Zeitschrift hatte hingegen den 528 getestet, der einen Hauch bessere Fahrleistungen und viel mehr Verbrauch hatte.
** oder vielleicht mache ich es den Probemonat mal ;-)
Um es kurz zu machen: Kindle Unlimited lässt einen viele direkt bei Amazon verlegte Billigtitel und einige interessante ältere Romane etc. lesen und man kann zwischen Zeitschriften wie "Toilettenwoche", das Fachmagazin für den Klemptner und "Keys", einem Musikfachmagazin wählen (eines von beiden habe ich mir ausgedacht). Funktioniert auch mit Standort Taiwan. Werde meine Probemitgliedschaft allerdings wieder kündigen. Denn neue und interessante Romane kosten doch wieder $$$.
Interessant: Spectrum der Wissenschaft. Hier war es sehr informativ den Artikel über das ca. 1000 Lichtjahre entfehrnte Sonnensystem zu lesen, bei dem manche Wissenschaftler ernsthaft künstliche riesige Sonnenkollektoren oder deren Bruchstücke vermuten, die unregelmäßig den Fixstern verdunkeln. Nett auch ein Oldtimer-Magazin, das mir ein Wiedersehen mit einem quietschgelben 5er BMW* aus den 70ern brachte, den mein Vater einst gefahren war.
Amazon Prime wäre da schon interessanter. Zwar kostet "Game of Thrones" wie viele Top-Serien auch wieder Geld und sogar der Klassiker "Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh" (unvergesse Mireille Darcs Rückenausschnitt) kosten Geld, aber es würde sich lohnen um für Junior deutschsprachige Kindervideos zu laden. Allerdings war ich nur ganze 70 Sekunden Probemitglied. Denn bei jedem Video kam "an ihrem Standort nicht verfügbar". Um richtig Streamen zu können würde ich also einen kommerziellen Proxy oder ein kommerzielles VPN brauchen, was die Kosten etwa verdoppeln würde. Also gleich wieder raus**.
Übrigens: Videos leihen oder "kaufen" (dauerhaft verfügbar) funktioniert auch von Taiwan aus.
Die haben noch kein Amazon Prime. Die müssen selbst für Unterhaltung sorgen.
Mireille Darc ist nebenbei bemerkt die Tage gestorben. Da kann man richtig depressiv werden.
P.S.: Amazon Videos kann man nicht auf der Festplatte speichern. Dann aber wieder doch mit Third Party Software. Aber da darf man auf teutschem Boden oder nach teutscher Jurisdiktion wohl nicht mal mehr drüber schreiben. Also lassen wir das hier.
* So viel Fortschritt gab es wohl nicht seit 1974. Der BMW 520i von damals hatte einen (allerdings mechanischen) Einspritzer mit 2 Litern Hubraum, 130 PS und einer Beschleunigung von 11.5 Sekunden auf 100 und einem Vmax von 185 km/h. Auch der Verbrauch von ca. 9l/200 im (DIN-) Drittelmix hielt sich in Grenzen. Allerdings hatte die Kiste immer geruckelt beim Gaswegnehmen, was BMW damals nie in den Griff gekriegt hatte. Die Zeitschrift hatte hingegen den 528 getestet, der einen Hauch bessere Fahrleistungen und viel mehr Verbrauch hatte.
** oder vielleicht mache ich es den Probemonat mal ;-)
Mittwoch, August 23, 2017
Taiwan-Syndrom gelöst
Mein mysterieuses Taiwanleiden scheint gelöst...
(Vielleicht gibt es ja noch mehr Leute mit Problemen wie ich sie hatte)
Zwei Leuten habe ich zu danken. Einer deutschen Bekannten in Taiwan und einem Blogleser. Erstere hat mir chinesische traditionelle Medizin gegen meine anhaltenden Nasennebenhöhlenbeschwerden (frei, aber Druck und Kopfschmerzen, Dauerlaufen) empfohlen. Und der Leser hat mir in den Kommentaren eine Nasendusche mit vorgefertigter Salzlösung empfohlen.
Jetzt wende ich beides regelmäßig an - und die Beschwerden sind weitestgehend verschwunden. Ausgelöst worden ist das Problem wohl im Sommer von den in Taiwan meist extrem kalt und zugig daherkommenden Klimaanlagen, die meine Nebenhöhlen reizen. Im Winter hat man heizungsloserweise leider auch oft kalte Zugluft, die wohl ähnliches auslöst.
Die Beschwerden waren bei mir im Laufe der Zeit recht extrem geworden. Der Kopfschmerz wurde zur Dauermigräne, Nackenschmerzen kamen hinzu die anfingen den Rücken runter zu wandern. Austretendes Sekret schlug mir auf den Magen, der dann als veritable Magengrippe schrittweise aufhörte zu funktionieren, so dass ich sowohl im Magen als auch im Kopf veritables Schwindelgefühl hatte. Antibiotika half, aber nur solange ich die Tabletten nahm und das mit fallender Tendenz. Einnahme von Salz und Saurem konnte die Beschwerden lindern.
Taiwans HNO-Ärzte waren da überfordert und unterstellten mir teilweise Einbildung der Symptome. Es waren eine deutsche Apothekerin und ein deutscher HNO-Arzt, die sofort auf Klimaanlage tippten. Daheim in Niedersachsen brauchte ich nur 1x Antibiotika und das Problem war weg. Nicht so in Taiwan. Ganz kann man sich der Klimaanlagenzugluft bei bis zu 40 Grad im Schatten nicht entziehen, aber mit der Nasendusche und dem vom chinesisch-traditionellen Arzt verschriebenen Pulver (Baumrinde mit Süßholz* dem Geschmack nach) ist das Problem weitestgehend gelöst.
Nasenduschen gibt es in Deutschland etwa bei DM samt den Salztütchen dazu.
Bin froh, mein Taiwansyndrom einstweilen los zu sein. Meine zahlreichen Blogartikel, in denen ich die diverse Nahrungsmittelskandale Taiwans als Ursache meiner (Magen-)Beschwerden vermutet habe, lagen dann wohl daneben ;-)
* Baumrinde könnte Acetylsalicylsäure enthalten aka Aspirin, Süßholz soll antientzündlich wirken
P.S.: Das ist das Problem mit Bloggern, die zu lange bloggen: Irgendwann empfiehlt man Nasenduschen und Gehstöcke mit eingebautem Smartphone... ;-)
(Vielleicht gibt es ja noch mehr Leute mit Problemen wie ich sie hatte)
Zwei Leuten habe ich zu danken. Einer deutschen Bekannten in Taiwan und einem Blogleser. Erstere hat mir chinesische traditionelle Medizin gegen meine anhaltenden Nasennebenhöhlenbeschwerden (frei, aber Druck und Kopfschmerzen, Dauerlaufen) empfohlen. Und der Leser hat mir in den Kommentaren eine Nasendusche mit vorgefertigter Salzlösung empfohlen.
Die Beschwerden waren bei mir im Laufe der Zeit recht extrem geworden. Der Kopfschmerz wurde zur Dauermigräne, Nackenschmerzen kamen hinzu die anfingen den Rücken runter zu wandern. Austretendes Sekret schlug mir auf den Magen, der dann als veritable Magengrippe schrittweise aufhörte zu funktionieren, so dass ich sowohl im Magen als auch im Kopf veritables Schwindelgefühl hatte. Antibiotika half, aber nur solange ich die Tabletten nahm und das mit fallender Tendenz. Einnahme von Salz und Saurem konnte die Beschwerden lindern.
Taiwans HNO-Ärzte waren da überfordert und unterstellten mir teilweise Einbildung der Symptome. Es waren eine deutsche Apothekerin und ein deutscher HNO-Arzt, die sofort auf Klimaanlage tippten. Daheim in Niedersachsen brauchte ich nur 1x Antibiotika und das Problem war weg. Nicht so in Taiwan. Ganz kann man sich der Klimaanlagenzugluft bei bis zu 40 Grad im Schatten nicht entziehen, aber mit der Nasendusche und dem vom chinesisch-traditionellen Arzt verschriebenen Pulver (Baumrinde mit Süßholz* dem Geschmack nach) ist das Problem weitestgehend gelöst.
Nasenduschen gibt es in Deutschland etwa bei DM samt den Salztütchen dazu.
Bin froh, mein Taiwansyndrom einstweilen los zu sein. Meine zahlreichen Blogartikel, in denen ich die diverse Nahrungsmittelskandale Taiwans als Ursache meiner (Magen-)Beschwerden vermutet habe, lagen dann wohl daneben ;-)
* Baumrinde könnte Acetylsalicylsäure enthalten aka Aspirin, Süßholz soll antientzündlich wirken
P.S.: Das ist das Problem mit Bloggern, die zu lange bloggen: Irgendwann empfiehlt man Nasenduschen und Gehstöcke mit eingebautem Smartphone... ;-)
Freitag, August 18, 2017
Mein Kampf (mit dem digitalen Briefkasten)(Update)
Eine Option für Expats. Noch in den Kinderschuhen
Digitalkasten.de will es ermöglichen, dass man etwa bei Auslandsaufenthalt die Post eingescannt per Webseite lesen kann. Bei mir funktioniert das noch nicht so recht. Wer sich auch dafür interessiert, kann meinen Kampf mit dem Digitalkasten sozusagen live mit immer neuen Updates HIER verfolgen. Vielleicht sollte ich ein Gehalt als Beta-Tester kriegen anstatt für den Service zu bezahlen. Wo jetzt meine jüngste Post gelandet ist, ist auch noch die Frage...
Wer suchet, der findet auch die verschwundene Post irgendwann...
UPDATE: Nach mehrfachem Kontaktieren des Supports geht es wieder. Die Post vom 21.08. ist gekommen. Aber wo ist die Post für den Zwischenzeitraum, 10.08. bis 20.08.? Derzeit verschollen...
Neben Digitalkasten.de bietet auch die Deutsche Post selbst diesen Service. Ich denke, ich werde beim nächsten Heimaturlaub auf die Post wechseln, es sei denn, dass der Digitalkasten von nun an läuft...
UPDATE: Läuft seit Wochen wie geschmiert. Dank an den Support. Das ist der Vorteil von digitalkasten.de, der Support ist reaktiv und fähig. Daher bleibe ich nun doch dort, trotz des schwierigen Starts.
UPDATE: gerade beim Googeln gefunden. Briefe mit dem Vermerk "nicht nachsenden" werden nicht zugestellt. So kommen etwa Wahlbenachrichtigungen wieder zurück. Das ist unangenehm und hat bislang wohl meine Mutter (allein daheim) zweimal am Wählen gehindert (Niedersachsenwahl, Bundestagswahl).
Digitalkasten.de will es ermöglichen, dass man etwa bei Auslandsaufenthalt die Post eingescannt per Webseite lesen kann. Bei mir funktioniert das noch nicht so recht. Wer sich auch dafür interessiert, kann meinen Kampf mit dem Digitalkasten sozusagen live mit immer neuen Updates HIER verfolgen. Vielleicht sollte ich ein Gehalt als Beta-Tester kriegen anstatt für den Service zu bezahlen. Wo jetzt meine jüngste Post gelandet ist, ist auch noch die Frage...
Wer suchet, der findet auch die verschwundene Post irgendwann...
UPDATE: Nach mehrfachem Kontaktieren des Supports geht es wieder. Die Post vom 21.08. ist gekommen. Aber wo ist die Post für den Zwischenzeitraum, 10.08. bis 20.08.? Derzeit verschollen...
Neben Digitalkasten.de bietet auch die Deutsche Post selbst diesen Service. Ich denke, ich werde beim nächsten Heimaturlaub auf die Post wechseln, es sei denn, dass der Digitalkasten von nun an läuft...
UPDATE: Läuft seit Wochen wie geschmiert. Dank an den Support. Das ist der Vorteil von digitalkasten.de, der Support ist reaktiv und fähig. Daher bleibe ich nun doch dort, trotz des schwierigen Starts.
UPDATE: gerade beim Googeln gefunden. Briefe mit dem Vermerk "nicht nachsenden" werden nicht zugestellt. So kommen etwa Wahlbenachrichtigungen wieder zurück. Das ist unangenehm und hat bislang wohl meine Mutter (allein daheim) zweimal am Wählen gehindert (Niedersachsenwahl, Bundestagswahl).
Dienstag, August 08, 2017
Watt also wählen (kriege bald die Briefwahlunterlagen)
Ob ich noch die Briefwahlunterlagen rechtzeitig kriege?
Erst war ich ja in Deutschland und wollte daher in meiner niedersächsischen Heimatstadt wählen gehen zur Bundestagswahl. Doch nun sitze ich wieder in Taipei. Habe daher mein Kleinstadt-Bürgerbüro in Niedersachsen gebeten, mir die Briefwahlunterlagen zu schicken, was sie auch prompt tun. Leider besteht natürlich die Gefahr, dass ich den 20. September postalisch verpasse. Aber für den Fall, dass meine Stimme doch noch rechtzeitig eintrifft, was soll ich wählen? Bitte Vorschläge in den Kommentaren.
Soweit habe ich folgende Möglichkeiten ermittelt:
1. Merkel
Also klassich CDU/CSU wählen
2. Merkel
FDP wählen, die dann wenn sie gebraucht wird evtl. in einer Jamaika-Koalition Merkel unterstützt. Andernfalls auch nicht viel Opposition macht im Parlament. Aber vielleicht mal grummelt.
3. Merkel
SPD wählen, nicht den Schwachsinn glauben, dass Schulz (der eh mit Merkel fast völlig politisch übereinstimmt) eine eigene Mehrheit kriegt und daher die große Koalition wählen.
4. Merkel
Grüne wählen, die als Koalitionspartner für Merkel bereit stehen und sonst sowieso für Merkel sind.
5. Nazi-light
Es ist sicherlich verboten, die AfD als "Nazi-light" zu bezeichnen. Aber rein persönlich verbuche ich die AfD eben genau so. In dem Sinne wie man vielleicht eine Biersorte als "Schädelpils" im Kopf hat, auch wenn das keine juristisch akzeptable Bezeichnung ist.
6. DDR-light
Linkspartei. Stimmten auch mit Merkels unsäglichem Herumgewurstel namens "Flüchtlingspolitik" überein und mögen sonst Putin gerne.
7. Unsinn
Echt "Nazi" wählen (mache ich aber natürlich nicht) oder Zentrum oder ÖDP oder solchen Unsinn als Protest.
Was würden Sie raten?
Hmmm.... vielleicht ist es doch egal, ob die Briefwahlunterlagen rechtzeitig kommen oder nicht.
EDIT: Mist, danach gleich noch mal wählen. Der "King in the North" Stephan Weil (SPD) ist von einen blonden Frau gestürzt worden...
Erst war ich ja in Deutschland und wollte daher in meiner niedersächsischen Heimatstadt wählen gehen zur Bundestagswahl. Doch nun sitze ich wieder in Taipei. Habe daher mein Kleinstadt-Bürgerbüro in Niedersachsen gebeten, mir die Briefwahlunterlagen zu schicken, was sie auch prompt tun. Leider besteht natürlich die Gefahr, dass ich den 20. September postalisch verpasse. Aber für den Fall, dass meine Stimme doch noch rechtzeitig eintrifft, was soll ich wählen? Bitte Vorschläge in den Kommentaren.
Soweit habe ich folgende Möglichkeiten ermittelt:
1. Merkel
Also klassich CDU/CSU wählen
2. Merkel
FDP wählen, die dann wenn sie gebraucht wird evtl. in einer Jamaika-Koalition Merkel unterstützt. Andernfalls auch nicht viel Opposition macht im Parlament. Aber vielleicht mal grummelt.
3. Merkel
SPD wählen, nicht den Schwachsinn glauben, dass Schulz (der eh mit Merkel fast völlig politisch übereinstimmt) eine eigene Mehrheit kriegt und daher die große Koalition wählen.
4. Merkel
Grüne wählen, die als Koalitionspartner für Merkel bereit stehen und sonst sowieso für Merkel sind.
5. Nazi-light
Es ist sicherlich verboten, die AfD als "Nazi-light" zu bezeichnen. Aber rein persönlich verbuche ich die AfD eben genau so. In dem Sinne wie man vielleicht eine Biersorte als "Schädelpils" im Kopf hat, auch wenn das keine juristisch akzeptable Bezeichnung ist.
6. DDR-light
Linkspartei. Stimmten auch mit Merkels unsäglichem Herumgewurstel namens "Flüchtlingspolitik" überein und mögen sonst Putin gerne.
7. Unsinn
Echt "Nazi" wählen (mache ich aber natürlich nicht) oder Zentrum oder ÖDP oder solchen Unsinn als Protest.
Was würden Sie raten?
Hmmm.... vielleicht ist es doch egal, ob die Briefwahlunterlagen rechtzeitig kommen oder nicht.
EDIT: Mist, danach gleich noch mal wählen. Der "King in the North" Stephan Weil (SPD) ist von einen blonden Frau gestürzt worden...
Sonntag, Juli 30, 2017
Briefe digitalisiert kriegen? Funktioniert nicht! (UPDATE: Doch! Klappt jetzt)(UPDATE: Und wieder nicht)
Das Startup Digitalkasten.de funktioniert bei mir jedenfalls nicht
Es klingt für Leute wie mich, die derzeit überlegen zwischen Deutschland und dem Ausland zu pendeln sehr verlockend: Das Startup Digitalkasten.de will für 20 Euro Flatrate im Monat alle Post einscannen und einem als Email schicken [Korrektur: Als PDF per Webseite zur Verfügung stellen]. Nur Pakete sind natürlich ausgenommen.
Führte sofort zu der Frage: Was ist mit dem STERN, der daheim per Post ankommt? Antwort vom Support: Da werden Vorderseite und Rückseite gescannt und ich kann über die Webseite entscheiden, ob ich ihn (wie auch alle digitalisierten Briefe) in einer Sammelsendung zu mir schicken lasse oder vernichten lasse. Soweit so gut, auch wenn es Zusatzkosten macht, 2.50 Euro plus Porto. Alle heftartigen Dinge werden so behandeln.
Nächste Frage: Was ist mit dem Zeug, das über CITIPOST bei uns ankommt. Antwort vom Support: Der Service funktioniert nur mit der Deutschen Post. Also schon mal unbefriedigend. Dahinter steht, dass die Deutsche Post einen Nachsendeauftrag möglich macht, CITIPOST wohl nicht.
Dann fragte ich mich, wie das bei unserer Einfamilienhausadresse mit den diversen Vornamen klappen soll. Wir kriegen ja Post etwa mit folgenden "Vornamen":
Anton
Thomas
Sabine
Eheleute
Familie .......... Meier
(Namen geändert). Auf der Anmeldung von Digitalkasten.de kann ich aber nur einen Vornamen angeben. Also gab ich einen String an wie "Anton/Thomas/Sabine/Eheleute/Familie", was aber offensichtlich nicht funktioniert hat. Ab dem 24.07. (Mo) sollte die Post digital kommen, jedoch blieb mein Postfach auch am 28. (Fr) noch leer. Der Digtialkasten.de hat mir schon eine Rechnung geschickt. Als ich gleich mit Bitte um technische Klärung wegen Nullfunktion zurück schrieb, bekam ich an diesem und nächsten Tag keine Antwort. "Leo@..." fand ich schließlich im Web und er wollte sich dann "in wenigen Minuten" zurückmelden. Hat er aber nicht. Daher habe ich ihn nun gebeten, meinen Account zu deaktiveren, die Problematik aber trotzdem zu klären. Dann kann ich ja einen neuen Account aufmachen.
Mein Verdacht ist, dass sich niemand um multiple Vornmaen bei Einfamilienhäusern Gedanken gemacht hat. So ganz trivial ist die Problematik ja nicht. Wohne ich in einem Wohnblock mit 100 Parteien und gibt es mehrere Meiers dort, wäre ja ein Forwarding sämtlicher Vornamen in Kombi mit dem Familiennamen fatal. Ergo kann man wohl nur einen einzigen Vornamen pro Account haben - soweit meine Vermutung. Obige Kombo für Anton...Familie würde also möglicherweise 5 Accounts a 20 Euro brauchen. Geht so gar nicht.
Also liebes Startup Digitalkasten.de, einfach noch mal drüber nachdenken. Wie wäre es, wenn man gegen Perso-Kopie auch andere Vornamen unter der selben Adresse zu sich forwarden könnte? Von mir aus für 2 Euro extra im Monat? Aber einfach noch mal nachdenken.
Soweit hat Digitalkasten.de bei mir die Note "funktioniert nicht", was eine Schulnote ergäbe, die eher weit unten ist.
Ich mache ein Update, wenn der Support sich bei mir meldet.
UPDATE: Auch am Montag Mittag noch keine Antwort auf meine Supportanfrage vom Donnerstag. Keine technische Info. Habe mittlerweile gebeten den Account zu deaktiveren und Kündigungsfrist anzugeben.
Nicht nur, dass ich mich aus der Ferne um die Post zu kümmern, jetzt muss ich auch noch um Digitalkasten.de kümmern.
UPDATE2: Support zeigte sich hoffnungsvoll, dass es nach noch ein paar Tagen mehr auch funktioniert und mittlerweile geht es! Die Digitalpost kommt! Man muss also ggf. mit 2 Wo. Vorlauf rechnen statt mit ein paar Tagen, wie auf der Webseite angegeben. Es kommen offenbar auch alle möglichen "Vornamen" und nicht nur der meinige...
UPDATE3: Am 09.08. habe ich von der Funktion Gebrauch gemacht, mir einen Teil der Post doch (als Paketsendung) nach Hause nach Deutschland schicken zu lassen. Grund war, dass meine Mutter zu Hause einen Otto-Katalog erhalten sollte und dass ich einen kleinen Artikel, der per Brief gekommen war, nicht monatelang gebührenpflichtig bei DIGITALKASTEN.DE lagern wollte. Eigenartigerweise habe ich seither (heute ist der 17.08.) keine Post mehr im Digitalkasten, obwohl bei mir zumindest jeden zweiten Tag Post kommt. Auch der wöchentlich erscheindende STERN hätte längst dabei sein müssen. Er würde dann nur mit Deckblatt und Rückseite gescannt und ich würde ihn in Hardwareform nach Hause schicken lassen. Aber nun hat sich der Account offensichtlich deaktiviert. Ich warte auf die Antwort vom Support...
UPDATE4: (18.08.2017): Der Support hat sich diesmal nicht per Email, sondern in einem Supportportal gemeldet, das nicht so einfach verlinkt ist, so dass ich es erst jetzt gefunden habe. Dort schiebt es der Support auf die Deutsche Post. Da seit dem 09.08. keine Post mehr digitalisiert wurde, aber praktisch täglich Post kommt, muss man wohl das Fazit ziehen, dass der Service nicht wirklich funktioniert. Der Support schlägt vor, ich solle mich bei der Deutschen Post beschweren.
Erstmal werde ich feststellen lassen, ob daheim noch Post ankommt oder nicht. Möglicherweise verschwindet alle Post zur Zeit im Schwarzen Loch!
Soweit Schultnote 6, denn es gibt nicht nur Mängel, sondern vor allen Dingen undefinierte Zustände, bei denen man keine Ahnung hat was los ist.
Hat jemand die Telefonnummer von Postminister Gscheitle? Oder ist der nicht mehr aktuell?
UPDATE5: (21.08.2017): Nachgefragt, zu Hause kommt keine Post mehr an. Im Digitalkasten aber auch nicht. Der Support sagt, ich solle mich von Taiwan aus bei der Deutschen Post beschweren. Dabei ist mein Vertragspartner der Digitalkasten! Was ist mit Rechnungen? Wir sind postalisch überhaupt nicht mehr erreichbar und das alles dank Digitalkasten. Eine blanke Katastrophe!!!
Edit: Der Support gibt jetzt an es läge an der oben angesprochenen Vornamensproblematik und hofft, dass ich meine negative Kritik bei "Trustpilot.de" verbessere. Ich habe erwidert, dass ich die verbessere, wenn die Post ankommt ;-)
UPDATE6: (22.08.2017): Die Post vom 21.08. ist jetzt im Digitalkasten. Aber wo ist die Post für den Zeitraum 10.08. bis 20.08.? Laut meiner Mutter ist sie daheim nicht angekommen. Werde mich nach Alternativen zu Digitalkasten.de umsehen, sowie ich wieder in Deutschland bin. Es sei denn, von jetzt an funktioniert alles reibungslos. Aber der Verlust von 10 Tagen Post, der höchstwahrscheinlich stattgefunden hat, ist eine herbe Sache.
UPDATE7: (29.08.2017): Offenbar geht es wieder nicht, nachdem ich mir wieder habe Post zuschicken lassen als Hardcopy. Auch wenn der Support es bestreitet scheint diese Funktion den Scandienst abzuschalten. Auch wenn man leider darauf keinen Hinweis im Profil sieht. Ein "Dienst abgeschaltet" wäre sicher eine sinnvolle Sache. So muss man immer wieder den Support kontaktieren. Der Digitalkasten ist für mich eine Quälerei und ich freue mich richtig auf das Kündigen des Accounts, um mich an die Post direkt zu wenden, die auch einen Digitalisierdienst anbietet.
UPDATE8: (07.09.2017): Seit geraumer Zeit funktioniert es einwandfrei. Dank an den guten Support.
Es klingt für Leute wie mich, die derzeit überlegen zwischen Deutschland und dem Ausland zu pendeln sehr verlockend: Das Startup Digitalkasten.de will für 20 Euro Flatrate im Monat alle Post einscannen und einem als Email schicken [Korrektur: Als PDF per Webseite zur Verfügung stellen]. Nur Pakete sind natürlich ausgenommen.
Führte sofort zu der Frage: Was ist mit dem STERN, der daheim per Post ankommt? Antwort vom Support: Da werden Vorderseite und Rückseite gescannt und ich kann über die Webseite entscheiden, ob ich ihn (wie auch alle digitalisierten Briefe) in einer Sammelsendung zu mir schicken lasse oder vernichten lasse. Soweit so gut, auch wenn es Zusatzkosten macht, 2.50 Euro plus Porto. Alle heftartigen Dinge werden so behandeln.
Nächste Frage: Was ist mit dem Zeug, das über CITIPOST bei uns ankommt. Antwort vom Support: Der Service funktioniert nur mit der Deutschen Post. Also schon mal unbefriedigend. Dahinter steht, dass die Deutsche Post einen Nachsendeauftrag möglich macht, CITIPOST wohl nicht.
Dann fragte ich mich, wie das bei unserer Einfamilienhausadresse mit den diversen Vornamen klappen soll. Wir kriegen ja Post etwa mit folgenden "Vornamen":
Anton
Thomas
Sabine
Eheleute
Familie .......... Meier
(Namen geändert). Auf der Anmeldung von Digitalkasten.de kann ich aber nur einen Vornamen angeben. Also gab ich einen String an wie "Anton/Thomas/Sabine/Eheleute/Familie", was aber offensichtlich nicht funktioniert hat. Ab dem 24.07. (Mo) sollte die Post digital kommen, jedoch blieb mein Postfach auch am 28. (Fr) noch leer. Der Digtialkasten.de hat mir schon eine Rechnung geschickt. Als ich gleich mit Bitte um technische Klärung wegen Nullfunktion zurück schrieb, bekam ich an diesem und nächsten Tag keine Antwort. "Leo@..." fand ich schließlich im Web und er wollte sich dann "in wenigen Minuten" zurückmelden. Hat er aber nicht. Daher habe ich ihn nun gebeten, meinen Account zu deaktiveren, die Problematik aber trotzdem zu klären. Dann kann ich ja einen neuen Account aufmachen.
Mein Verdacht ist, dass sich niemand um multiple Vornmaen bei Einfamilienhäusern Gedanken gemacht hat. So ganz trivial ist die Problematik ja nicht. Wohne ich in einem Wohnblock mit 100 Parteien und gibt es mehrere Meiers dort, wäre ja ein Forwarding sämtlicher Vornamen in Kombi mit dem Familiennamen fatal. Ergo kann man wohl nur einen einzigen Vornamen pro Account haben - soweit meine Vermutung. Obige Kombo für Anton...Familie würde also möglicherweise 5 Accounts a 20 Euro brauchen. Geht so gar nicht.
Also liebes Startup Digitalkasten.de, einfach noch mal drüber nachdenken. Wie wäre es, wenn man gegen Perso-Kopie auch andere Vornamen unter der selben Adresse zu sich forwarden könnte? Von mir aus für 2 Euro extra im Monat? Aber einfach noch mal nachdenken.
Soweit hat Digitalkasten.de bei mir die Note "funktioniert nicht", was eine Schulnote ergäbe, die eher weit unten ist.
Ich mache ein Update, wenn der Support sich bei mir meldet.
UPDATE: Auch am Montag Mittag noch keine Antwort auf meine Supportanfrage vom Donnerstag. Keine technische Info. Habe mittlerweile gebeten den Account zu deaktiveren und Kündigungsfrist anzugeben.
Nicht nur, dass ich mich aus der Ferne um die Post zu kümmern, jetzt muss ich auch noch um Digitalkasten.de kümmern.
UPDATE2: Support zeigte sich hoffnungsvoll, dass es nach noch ein paar Tagen mehr auch funktioniert und mittlerweile geht es! Die Digitalpost kommt! Man muss also ggf. mit 2 Wo. Vorlauf rechnen statt mit ein paar Tagen, wie auf der Webseite angegeben. Es kommen offenbar auch alle möglichen "Vornamen" und nicht nur der meinige...
UPDATE3: Am 09.08. habe ich von der Funktion Gebrauch gemacht, mir einen Teil der Post doch (als Paketsendung) nach Hause nach Deutschland schicken zu lassen. Grund war, dass meine Mutter zu Hause einen Otto-Katalog erhalten sollte und dass ich einen kleinen Artikel, der per Brief gekommen war, nicht monatelang gebührenpflichtig bei DIGITALKASTEN.DE lagern wollte. Eigenartigerweise habe ich seither (heute ist der 17.08.) keine Post mehr im Digitalkasten, obwohl bei mir zumindest jeden zweiten Tag Post kommt. Auch der wöchentlich erscheindende STERN hätte längst dabei sein müssen. Er würde dann nur mit Deckblatt und Rückseite gescannt und ich würde ihn in Hardwareform nach Hause schicken lassen. Aber nun hat sich der Account offensichtlich deaktiviert. Ich warte auf die Antwort vom Support...
UPDATE4: (18.08.2017): Der Support hat sich diesmal nicht per Email, sondern in einem Supportportal gemeldet, das nicht so einfach verlinkt ist, so dass ich es erst jetzt gefunden habe. Dort schiebt es der Support auf die Deutsche Post. Da seit dem 09.08. keine Post mehr digitalisiert wurde, aber praktisch täglich Post kommt, muss man wohl das Fazit ziehen, dass der Service nicht wirklich funktioniert. Der Support schlägt vor, ich solle mich bei der Deutschen Post beschweren.
Erstmal werde ich feststellen lassen, ob daheim noch Post ankommt oder nicht. Möglicherweise verschwindet alle Post zur Zeit im Schwarzen Loch!
Soweit Schultnote 6, denn es gibt nicht nur Mängel, sondern vor allen Dingen undefinierte Zustände, bei denen man keine Ahnung hat was los ist.
Hat jemand die Telefonnummer von Postminister Gscheitle? Oder ist der nicht mehr aktuell?
UPDATE5: (21.08.2017): Nachgefragt, zu Hause kommt keine Post mehr an. Im Digitalkasten aber auch nicht. Der Support sagt, ich solle mich von Taiwan aus bei der Deutschen Post beschweren. Dabei ist mein Vertragspartner der Digitalkasten! Was ist mit Rechnungen? Wir sind postalisch überhaupt nicht mehr erreichbar und das alles dank Digitalkasten. Eine blanke Katastrophe!!!
Edit: Der Support gibt jetzt an es läge an der oben angesprochenen Vornamensproblematik und hofft, dass ich meine negative Kritik bei "Trustpilot.de" verbessere. Ich habe erwidert, dass ich die verbessere, wenn die Post ankommt ;-)
UPDATE6: (22.08.2017): Die Post vom 21.08. ist jetzt im Digitalkasten. Aber wo ist die Post für den Zeitraum 10.08. bis 20.08.? Laut meiner Mutter ist sie daheim nicht angekommen. Werde mich nach Alternativen zu Digitalkasten.de umsehen, sowie ich wieder in Deutschland bin. Es sei denn, von jetzt an funktioniert alles reibungslos. Aber der Verlust von 10 Tagen Post, der höchstwahrscheinlich stattgefunden hat, ist eine herbe Sache.
UPDATE7: (29.08.2017): Offenbar geht es wieder nicht, nachdem ich mir wieder habe Post zuschicken lassen als Hardcopy. Auch wenn der Support es bestreitet scheint diese Funktion den Scandienst abzuschalten. Auch wenn man leider darauf keinen Hinweis im Profil sieht. Ein "Dienst abgeschaltet" wäre sicher eine sinnvolle Sache. So muss man immer wieder den Support kontaktieren. Der Digitalkasten ist für mich eine Quälerei und ich freue mich richtig auf das Kündigen des Accounts, um mich an die Post direkt zu wenden, die auch einen Digitalisierdienst anbietet.
UPDATE8: (07.09.2017): Seit geraumer Zeit funktioniert es einwandfrei. Dank an den guten Support.
Montag, Juni 12, 2017
Ludigel hinterrücks angegriffen in Taipei (Auflösung)
Angriff auf meinen Hinterkopf. Was steckt dahinter?
Gestern Nähe NeiHu, Taipei. Ich hatte gerade auf einem Schulhof ein bisschen Sport getrieben - sehr ungewöhnlich für mich - und meine Frau war prompt beleidigt mit Junior abgedampft (versuchend ein Taxi zu nehmen, aber später feststellend, dass sie kein Geld dabei hatte und vergebens eine Stunde mein versehentlich auf Nicht-Stören gestelltes Handy anrufend), da ging ich noch schnaufend eine ruhige Seitentraße Richtung Parkhaus lang. Ein Hof hatte dort viele schöne Bäume und die Baumkronen spendeten auch auf der bürgersteiglosen Fahrbahn angenehmen Schatten - da passierte es! Irgendetwas traf mich mit Schmackes am Hinterkopf! Hatte mich ein erzürnter Taiwaner (Frau? Jemand anders) von hinten mit irgendetwas über den Kopf gehauen? Fühlte sich etwa so an, als ob jemand einen Stapel gebürgelter Oberhemden vom 2. Stock auf einen wirft. Verblüffend, aber nicht wirklich unangenehm. Ich drehte mich um und sah den Angreifer. Wer war es?
A) Hatte meine Frau mich doch noch gefunden und ihre Handtasche geschleudert?
B) Hatte ein tätowierter LKW-Fahrer sein Anrecht auf seinen Stamm-Parkplatz gegenüber einem unverschämten Fussgänger mit dem Wurf der Aufputschmittel-Flasche (eingewickelt in die Morgenzeitung) verteidigt?
C) Etwas ganz anderes?
Update später, Mutmaßungen bitte in den Kommentaren.
Seid Vorsichtig. It's a Jungle out there.
Und die Auflösung: Als ich mich umdrehte sah ich ... gar nichts. Kein Wurfgeschoss am Boden, kein Mensch in der Nähe. Ich hatte anfangs tatsächlich gedacht, die im Straßenverkehr sehr leicht erregbaren Taiwaner hätten mich als Ziel einer Attacke ausgesucht, immerhin bewegt man sich in Taiwan als Fußgänger gegenüber PKW-Fahrern auf dünnem Eis. Einmal hatte mich eine Frau mit ihrem New Beetle regelrecht weggeschupst, als ich wie auch hier auf bürgersteigloser Straße unterwegs war. Ich musste zur Seite springen, als das am Fressstand anhaltende Auto einfach dort hin fuhr, wo eben noch meine Füße waren. Und einmal wollte mich ein mich ursprünglich zuparkender PKW-Fahrer einfach mit seinem Auto überfahren, als ich ihn wegscheuchte und selbst einparkte - kaum dass ich aus dem Auto ausgestiegen war. "Bist Du jetzt wieder einem Autofahrer im Weg?" fragte ich mich und dachte schon, er habe die Morgenzeitung geworfen oder etwas. Aber keine Zeitung war da und auch kein Auto weit und breit abgesehen von schon parkenden.
Meine Frau war es auch nicht, niemand war da ;-)
Dann dachte ich mich müsste jemand aus den Fenstern der Mietshäuser beworfen haben, aber ich war durch Baumkronen zu gut geschützt. Baumkronen! Da ging mein Blick nach oben. Da saß ein großer Vogel mit grauem Federkleid mit weißen Sprenkeln, einem langen roten Schnabel und sah mich ziemlich wütend von hoch oben an! Das Tier war etwa katzengroß! Mir war sofort klar, dass Brutzeit sein musste und er wohl sein Nest verteidigte und mich als Bedrohung wahr genommen hatte. Ich war ihm gleich dankbar, dass er weder seine langen roten Krallen noch seinen langen roten Schnabel benutzt hatte, sondern mich nur fast sanft mit seiner weichen Unterseite weggedrückt hatte. Amüsiert zeigte ich ihm das "das war Spitze"-Symbol mit dem Daumen und gratulierte ihm zum gelungenen Überraschungsangriff. Dann ging ich meiner Wege - auch wenn ich mich vorsichtshalber noch mal umdrehte.
Vermutlich war es dieser Vogel (dessen blaues Ferkleid je nach Licht auch durchaus grau wirken kann): https://en.wikipedia.org/wiki/Taiwan_blue_magpie
Da kam mir der Gedanke, dass der vernunftbegabte Mensch in den Gassen Taipeis ein viel unangenehmerer Umgang ist als so ein Federvieh ;-)
Gestern Nähe NeiHu, Taipei. Ich hatte gerade auf einem Schulhof ein bisschen Sport getrieben - sehr ungewöhnlich für mich - und meine Frau war prompt beleidigt mit Junior abgedampft (versuchend ein Taxi zu nehmen, aber später feststellend, dass sie kein Geld dabei hatte und vergebens eine Stunde mein versehentlich auf Nicht-Stören gestelltes Handy anrufend), da ging ich noch schnaufend eine ruhige Seitentraße Richtung Parkhaus lang. Ein Hof hatte dort viele schöne Bäume und die Baumkronen spendeten auch auf der bürgersteiglosen Fahrbahn angenehmen Schatten - da passierte es! Irgendetwas traf mich mit Schmackes am Hinterkopf! Hatte mich ein erzürnter Taiwaner (Frau? Jemand anders) von hinten mit irgendetwas über den Kopf gehauen? Fühlte sich etwa so an, als ob jemand einen Stapel gebürgelter Oberhemden vom 2. Stock auf einen wirft. Verblüffend, aber nicht wirklich unangenehm. Ich drehte mich um und sah den Angreifer. Wer war es?
A) Hatte meine Frau mich doch noch gefunden und ihre Handtasche geschleudert?
B) Hatte ein tätowierter LKW-Fahrer sein Anrecht auf seinen Stamm-Parkplatz gegenüber einem unverschämten Fussgänger mit dem Wurf der Aufputschmittel-Flasche (eingewickelt in die Morgenzeitung) verteidigt?
C) Etwas ganz anderes?
Update später, Mutmaßungen bitte in den Kommentaren.
Seid Vorsichtig. It's a Jungle out there.
Und die Auflösung: Als ich mich umdrehte sah ich ... gar nichts. Kein Wurfgeschoss am Boden, kein Mensch in der Nähe. Ich hatte anfangs tatsächlich gedacht, die im Straßenverkehr sehr leicht erregbaren Taiwaner hätten mich als Ziel einer Attacke ausgesucht, immerhin bewegt man sich in Taiwan als Fußgänger gegenüber PKW-Fahrern auf dünnem Eis. Einmal hatte mich eine Frau mit ihrem New Beetle regelrecht weggeschupst, als ich wie auch hier auf bürgersteigloser Straße unterwegs war. Ich musste zur Seite springen, als das am Fressstand anhaltende Auto einfach dort hin fuhr, wo eben noch meine Füße waren. Und einmal wollte mich ein mich ursprünglich zuparkender PKW-Fahrer einfach mit seinem Auto überfahren, als ich ihn wegscheuchte und selbst einparkte - kaum dass ich aus dem Auto ausgestiegen war. "Bist Du jetzt wieder einem Autofahrer im Weg?" fragte ich mich und dachte schon, er habe die Morgenzeitung geworfen oder etwas. Aber keine Zeitung war da und auch kein Auto weit und breit abgesehen von schon parkenden.
Meine Frau war es auch nicht, niemand war da ;-)
Dann dachte ich mich müsste jemand aus den Fenstern der Mietshäuser beworfen haben, aber ich war durch Baumkronen zu gut geschützt. Baumkronen! Da ging mein Blick nach oben. Da saß ein großer Vogel mit grauem Federkleid mit weißen Sprenkeln, einem langen roten Schnabel und sah mich ziemlich wütend von hoch oben an! Das Tier war etwa katzengroß! Mir war sofort klar, dass Brutzeit sein musste und er wohl sein Nest verteidigte und mich als Bedrohung wahr genommen hatte. Ich war ihm gleich dankbar, dass er weder seine langen roten Krallen noch seinen langen roten Schnabel benutzt hatte, sondern mich nur fast sanft mit seiner weichen Unterseite weggedrückt hatte. Amüsiert zeigte ich ihm das "das war Spitze"-Symbol mit dem Daumen und gratulierte ihm zum gelungenen Überraschungsangriff. Dann ging ich meiner Wege - auch wenn ich mich vorsichtshalber noch mal umdrehte.
Vermutlich war es dieser Vogel (dessen blaues Ferkleid je nach Licht auch durchaus grau wirken kann): https://en.wikipedia.org/wiki/Taiwan_blue_magpie
Da kam mir der Gedanke, dass der vernunftbegabte Mensch in den Gassen Taipeis ein viel unangenehmerer Umgang ist als so ein Federvieh ;-)
Donnerstag, Juni 08, 2017
Neuer Böser-Weißer-Skandal
Dass die taiwanischen Medien sich "Weißbrote" in Taiwan herauspicken, um sie schlecht darzustellen, hat über die Jahre sicher das Bild von Weißen in Taiwan negativ verändert. Aber..
Also bitte, das war ein fast ernsthafter Solidaritätsversuch für den Mit-Laowai. Was kann man sonst noch verlangen?
Ich kenne auch alles nur vom Hörensagen und übernehme für nichts eine Haftung. Möglicherweise gibt es ihn gar nicht und der Apple Daily oder das Next-Magazin hat ihn sich ausgedacht. Oder die Getränkedose hat ihn gezwungen sie wegzuwerfen. Oder hat nie existiert. Oder er hat sich mal eingeklemmt in einem der wenigen Mülleimer an den Bushaltestellen, die er nicht finden konnte und hat seither ein posttraumatisches Trauma gegen die Dinger. Oder... Ich weiß es wirklich nicht.
... ein junger Mann hat sich u.a. wohl beim Wegwerfen von Müll in der Öffentlichkeit gefilmt. Etwa bei der Entsorgung eines Getränkebechers auf einem Geländer o.ä., beim Kommentieren der Kleidung attraktiver junger Frauen und hat außerdem offenbar Fischbälle durch die Gegend geschossen in der Öffentlichkeit. Die man sicher auch nicht essen kann. Auch wenn meine Frau auch mal welche verkaufen wollte. Hust. Sicher kein optimales Benehmen und ohne sein Zeug selbst auf ZWITTER ... äh... TWITCH gesehen zu haben bin ich auch kein Fan von solchem Benehmen. Trinken in der Metro etwa ist hier verboten und die Metro ist wegen Ess- und Trinkverbots sehr sauber. Wenn er sich per Video selbst überführt muss er auch mit Strafen rechnen. Ob die offenbar (laut Twitter) verhängten 100 Stunden Sozialarbeit angemessen sind bezweifele ich eher. Aber er kann ja auch froh sein nicht in Singapur zu sein, da gebe es jetzt Senge auf den Allerwertesten. Was sicher noch weniger angemessen wäre.
Aber so richtig solidarisch kann ich nicht sein für das "Mitweißbrot".
Unerhört, junge Damen ablichten und kommentieren. Kopfschüttel.
Also bitte, das war ein fast ernsthafter Solidaritätsversuch für den Mit-Laowai. Was kann man sonst noch verlangen?
Ich kenne auch alles nur vom Hörensagen und übernehme für nichts eine Haftung. Möglicherweise gibt es ihn gar nicht und der Apple Daily oder das Next-Magazin hat ihn sich ausgedacht. Oder die Getränkedose hat ihn gezwungen sie wegzuwerfen. Oder hat nie existiert. Oder er hat sich mal eingeklemmt in einem der wenigen Mülleimer an den Bushaltestellen, die er nicht finden konnte und hat seither ein posttraumatisches Trauma gegen die Dinger. Oder... Ich weiß es wirklich nicht.
Mittwoch, Juni 07, 2017
Salz mir einen, Baby
Ludigels mysteriöses Taiwanleiden verschwand gestern nach Einnahme von Salz
Manchmal sind es einfache Mittel, die schnelle Heilung bringen. Nach einem Besuch in den herrlichen Philippinen klebte mir etwas an der Haut, das garstig juckte und nie richtig weg ging. Monatelang nahm ich Allergietabletten ein, die etwas linderten. Die Lösung war jedoch einfacher Tafelessig, mehrfach täglich drauf und binnen drei Tagen war der Zauber weg.
Oder mein typisches Taiwanleiden. Es ist so ein Syndrom, dem Ärzte ratlos gegenüber stehen und sich teilweise auf Allergie geeinigt haben. Insbesondere wenn ich fettige und ölige Speisen zu mir nehme, bekomme ich merkwürdige Symptome. Die Nasennebenhölen sind oft gereizt bis leicht entzündet, mir laufen Unmengen von Sekret in den Magen, der dann bisweilen mit Magengrippe-Symptomen ragiert. Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Übelkeit bis hin zu weiteren Problemen kommen dazu. Grauslig. Verspannung des Nackens, Rückenschmerzen, alles was man will. Im Jahre 2015 hatte ich das besonders schlimm, so dass ich manchmal kurz vor der Ohnmacht stand. Mir half dann ein Notfallpack aus taiwantypisch schwach gesalzenen Kartoffelchips und Cola, das kurzzeitig Energie wieder herstellte.
Gestern war es wieder recht schlimm und ich kroch auf dem Zahnfleisch zum Arzt. Die dort verschriebenen Tabletten lindern etwas, helfen aber auch nicht richtig. Unterwegs bekam ich Hunger und einen Japp auf Kartoffelchips. Diesmal nahm ich eine andere Marke, "Lay's basic" oder wie das hieß. Mir viel auf, dass die Packung deutlich mehr Salz enthielt als sonstige taiwanische Kartoffelchips. Ich aß dann die Packung wie im Wahn, als ob es das Köstlichste war was ich je gegessen hatte.
Binnen Sekunden ging es meinem Magen besser und binnen einer Viertelstunde verschwanden alle Symptome weitestgehend. Rückenschmerzen weg, Schwindel weg, Zug im Nacken weg, ein Wunder!
Ich habe mir jetzt gleich einen kleinen Plastiksack mit Salz fürs Büro gekauft und werde das Essen nachsalzen. Denn die Taiwaner essen kaum Salz. Das geht bis hin zu einer richtigen Salzfeindlichkeit. Europäisches Essen wird von Taiwanern regelmäßig als "versalzen" kritisiert. Mir kommen taiwanische Gerichte - sofern sie nicht ultrascharf oder einfach verpfeffert sind - immer wieder lasch vor. Auch "italienische" Nudeln hier schmecken fast nach nichts, egal mit welcher Soße. Weil der Taiwaner weiß, dass Salz vom Teufel selbst kommt.
Ihren Salzbedarf decken die Taiwaner offenbar durch Sojasoße und wohl noch durch Seetang, den sie recht viel futtern. Bei mir stand beides wenig auf dem Speiseplan die letzte Zeit. Ob ich einfach immer Salzmangel in Taiwan habe? In Zukunft salze ich mein Essen nach. Und höre mir dann die Warnungen der weisen Taiwaner an, die das mitbekommen. "Salz? Du nimmst so viel Salz? Da wirst du krank!"
P.S.: In Deutschland angekommen verschwinden die Symptome meist schon am ersten Tag ;-)
Manchmal sind es einfache Mittel, die schnelle Heilung bringen. Nach einem Besuch in den herrlichen Philippinen klebte mir etwas an der Haut, das garstig juckte und nie richtig weg ging. Monatelang nahm ich Allergietabletten ein, die etwas linderten. Die Lösung war jedoch einfacher Tafelessig, mehrfach täglich drauf und binnen drei Tagen war der Zauber weg.
Oder mein typisches Taiwanleiden. Es ist so ein Syndrom, dem Ärzte ratlos gegenüber stehen und sich teilweise auf Allergie geeinigt haben. Insbesondere wenn ich fettige und ölige Speisen zu mir nehme, bekomme ich merkwürdige Symptome. Die Nasennebenhölen sind oft gereizt bis leicht entzündet, mir laufen Unmengen von Sekret in den Magen, der dann bisweilen mit Magengrippe-Symptomen ragiert. Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Übelkeit bis hin zu weiteren Problemen kommen dazu. Grauslig. Verspannung des Nackens, Rückenschmerzen, alles was man will. Im Jahre 2015 hatte ich das besonders schlimm, so dass ich manchmal kurz vor der Ohnmacht stand. Mir half dann ein Notfallpack aus taiwantypisch schwach gesalzenen Kartoffelchips und Cola, das kurzzeitig Energie wieder herstellte.
Aber bitte mit Salz!
Gestern war es wieder recht schlimm und ich kroch auf dem Zahnfleisch zum Arzt. Die dort verschriebenen Tabletten lindern etwas, helfen aber auch nicht richtig. Unterwegs bekam ich Hunger und einen Japp auf Kartoffelchips. Diesmal nahm ich eine andere Marke, "Lay's basic" oder wie das hieß. Mir viel auf, dass die Packung deutlich mehr Salz enthielt als sonstige taiwanische Kartoffelchips. Ich aß dann die Packung wie im Wahn, als ob es das Köstlichste war was ich je gegessen hatte.
Binnen Sekunden ging es meinem Magen besser und binnen einer Viertelstunde verschwanden alle Symptome weitestgehend. Rückenschmerzen weg, Schwindel weg, Zug im Nacken weg, ein Wunder!
Ich habe mir jetzt gleich einen kleinen Plastiksack mit Salz fürs Büro gekauft und werde das Essen nachsalzen. Denn die Taiwaner essen kaum Salz. Das geht bis hin zu einer richtigen Salzfeindlichkeit. Europäisches Essen wird von Taiwanern regelmäßig als "versalzen" kritisiert. Mir kommen taiwanische Gerichte - sofern sie nicht ultrascharf oder einfach verpfeffert sind - immer wieder lasch vor. Auch "italienische" Nudeln hier schmecken fast nach nichts, egal mit welcher Soße. Weil der Taiwaner weiß, dass Salz vom Teufel selbst kommt.
Ihren Salzbedarf decken die Taiwaner offenbar durch Sojasoße und wohl noch durch Seetang, den sie recht viel futtern. Bei mir stand beides wenig auf dem Speiseplan die letzte Zeit. Ob ich einfach immer Salzmangel in Taiwan habe? In Zukunft salze ich mein Essen nach. Und höre mir dann die Warnungen der weisen Taiwaner an, die das mitbekommen. "Salz? Du nimmst so viel Salz? Da wirst du krank!"
P.S.: In Deutschland angekommen verschwinden die Symptome meist schon am ersten Tag ;-)
Montag, Juni 05, 2017
Shao Ren Guo, Taoyuan County
"Window on China" heißt der Shao-Ren-Guo - Park im Landkreis Taoyuan. "Kleine Menschen Land" auf Deutsch.
Das ist... na sie wissen schon.
Eine tolle Modelleisenbahn gibt es da auch, über das ganze Gelände...
Nur den Zug...
... habe ich trotz längerem Auf-die-Lauer-legen hier nie erwischt. Weil Frau mit Scheidung drohte zur Essenszeit.
Und wie klein alles ist, sieht man vielleicht erst auf den zweiten Blick.
Idyllischer Eingang. Einfach mal hinsetzen für eine Stunde und die hektische Welt vergessen. Aber nein, ich bin durchgehastet mit der Kamera, meiner Frau hinterher...
Palästina ganz friedlich. Edit: Das Bauwerk daneben geht im Stil auf frühe mesopotanische Zeit, 2./3. Jahrhundert zurück, stellt aber wohl das Minarett einer Moschee in Samarra, Irak dar.
In Indien hatten Frau und ich nur Stress, etwa wegen den einen am Arm berührenden Leprakranken auf der Fußgängerbrücke. Im Halbdunkel doch nicht das Angenehmste, auch wenn es kaum ansteckend ist. Trotzdem viel stressfreier in Taiwan.
Eine tolle Modelleisenbahn gibt es da auch, über das ganze Gelände...
Nur den Zug...
... habe ich trotz längerem Auf-die-Lauer-legen hier nie erwischt. Weil Frau mit Scheidung drohte zur Essenszeit.
Und wie klein alles ist, sieht man vielleicht erst auf den zweiten Blick.
Einige wiedergefundene Fotos
... irgendwo in Taipei City
June 2010.
Nicht wörtlich nehmen.
My favourite garbage tree.
Weiß noch dass es ein Geschäftsessen war vom Team, wo wir alle an einem langen Tisch saßen und alle unser Essen auf die Teller der Teamgenossen werfen mussten. Reihum und ich habe keine Ahnung was ich gegessen habe oder warum ich mir Würstchen bestelle und dann den verdammten Fisch von den ewig Fisch futternden Leuten auf dem Teller habe und vom Würstchen nur noch einen Endzipfel. Heute stehe ich bei sowas schon mal auf und setze mich in den nächsten Seven Eleven und esse in Ruhe ein Sandwich.
Nachtrag: Nach 7 Jahren ärgert es mich immer noch ;-)
June 2010.
Nicht wörtlich nehmen.
My favourite garbage tree.
Weiß noch dass es ein Geschäftsessen war vom Team, wo wir alle an einem langen Tisch saßen und alle unser Essen auf die Teller der Teamgenossen werfen mussten. Reihum und ich habe keine Ahnung was ich gegessen habe oder warum ich mir Würstchen bestelle und dann den verdammten Fisch von den ewig Fisch futternden Leuten auf dem Teller habe und vom Würstchen nur noch einen Endzipfel. Heute stehe ich bei sowas schon mal auf und setze mich in den nächsten Seven Eleven und esse in Ruhe ein Sandwich.
Nachtrag: Nach 7 Jahren ärgert es mich immer noch ;-)
Donnerstag, Mai 25, 2017
Gleichgeschlechtliche Ehe im modernen Taiwan: Pressemeldung
Kurz erwähnt:
Die Taiwan-Berichterstattung deutscher Medien begeistert den Taiwan-Expat oft eher weniger. Selbst wenn man selber über Straßenverkehr, Smog und hektisch essende Taiwaner bloggt, nimmt man es übel, wenn Taiwan in Deutschland nur mit bizarren Geschichten in der Presse ist. Einmal etwa stand auf Spiegel.de die Story eines pfiffigen Priesters, der einem Gläubigen aus Gründen der magischen Kraftlinien zum Abholzen seines Wäldchens geraten hatte. Der Priester hatte schlichtweg Brennholz benötigt. Was immer zu kurz kommt in der Berichterstattung ist, dass Taiwan natürlich ein modernes demokratisches Land mit entwickelter Zivilgesellschaft ist. Positiv daher der heutige Spiegel.de-Artikel über die Same-Sex-Heirat, die Taiwan bald erlauben will. Auch sonst schneidet Taiwan gut in dem Bericht ab. Durchaus berechtigterweise, allem Exapt-Gemaule über Verkehr und Smog und Chemie im Essen zum Trotz. Gemaule, wovon dieses Blog hier sicher überreichlich hat. Ich gebe es ja zu.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/taiwan-oberstes-gericht-spricht-sich-fuer-homo-ehe-aus-a-1149200.html
Die Taiwan-Berichterstattung deutscher Medien begeistert den Taiwan-Expat oft eher weniger. Selbst wenn man selber über Straßenverkehr, Smog und hektisch essende Taiwaner bloggt, nimmt man es übel, wenn Taiwan in Deutschland nur mit bizarren Geschichten in der Presse ist. Einmal etwa stand auf Spiegel.de die Story eines pfiffigen Priesters, der einem Gläubigen aus Gründen der magischen Kraftlinien zum Abholzen seines Wäldchens geraten hatte. Der Priester hatte schlichtweg Brennholz benötigt. Was immer zu kurz kommt in der Berichterstattung ist, dass Taiwan natürlich ein modernes demokratisches Land mit entwickelter Zivilgesellschaft ist. Positiv daher der heutige Spiegel.de-Artikel über die Same-Sex-Heirat, die Taiwan bald erlauben will. Auch sonst schneidet Taiwan gut in dem Bericht ab. Durchaus berechtigterweise, allem Exapt-Gemaule über Verkehr und Smog und Chemie im Essen zum Trotz. Gemaule, wovon dieses Blog hier sicher überreichlich hat. Ich gebe es ja zu.
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/taiwan-oberstes-gericht-spricht-sich-fuer-homo-ehe-aus-a-1149200.html
Ob Sie lieber Damen oder Herren wählen, bleibt natürlich Ihre Sache
Montag, Mai 22, 2017
Irgendwo gibt es einen Spielplatz für Dich (Verkehrstod eines Kindes)
Der Nachbarschaftstratsch meldet den Verkehrstod eines kleinen Kindes, etwa 50 Meter max von meiner Haustür in NeiHu, Taipei, Taiwan.
Wir wohnen seit meiner Rückkehr nach Taipei im März in einer Mietwohnungsanlage, die zu den besseren der oft slumartigen Wohnblöcke bei uns in der Gegend gehört. Ein sehr breiter Bürgersteig ist bei uns vorm Haus, richtig eine Oase an der lokalen Hauptstraße. Und Grün gibt es bei uns im Innenhof.
Gehe ich aber 30 Meter nach links, fängt eine Budenzeile aus zeltartigen Verkaufsstellen an. Die schlimmsten sind schon weg. Seit sich die Verkehrspolizei bei uns seit zwei Jahren oder so für Falschparker interessiert und man immer wieder Polizisten auf Mopeds sieht, verschwand auch die Horrorbude unter den Verkaufsstellen. Das war ein düsteres stinkendes Zelt, in dem braungrün-verklebte Hühner in Käfigen vor sich hin schimmelten und einen entsetzlichen Gestank verbreiteten und ihre blau angelaufenen Leichenteile ungekühlt in der Sonne auf einem Tisch schmorten. Alte Frauen sahen sich interessiert die abgehackten Beine samt Krallen an und nickten dazu einfrig, während sie die Münzen aus ihren Geldbörsen holten. Lange Jahre war der Bürgersteig eklig schmal und so hielt ich meist die Luft an, wenn ich dort vorbei ging.
Heute ist der Bürgersteig verbreitert und der Horrorstand weg. Aber es gibt immer noch die Fischverwesung gleich neben an, wo in der prallen Sonne und Abgasluft direkt auf Auspuffhöhe Fische mit etwas Eis vor sich hin stinken. Dort an dem Fischstand war immer eine ganze Familie versammelt, die den etwa 2 Meter breiten Bürgersteig (gleichzeitig illegal Parkstreifen für Autos, Mopeds und quer gestellte Fahrräder) zu ihrem Spielhof erklärt hat. Wohl drei Kinder im Alter von 2-5 oder dergleichen spielten dort mit Wasserbecken aus Styropor, sowie die Fische raus waren, fuhren Dreirad uns spielten Ball. Direkt an der Fahrbahn, wo an der viel befahrenen Straße Autos mit eher 50 und 60 als den auf die Fahrbahn gemalten 30 durchfahren. Oft ging ich dort lang und dachte: "Wie gefährlich!" Wenn so ein Kleinkind mit dem Dreirad nah an den Fahrbahnrand fährt und die ganze Familie vor sich hin grinst und die Fische wäscht. Oder Radio hört. Handies hatten sie in der Familie wohl mal nicht, an denen man sonst in Taiwan die dreiviertel Lebenszeit seit 2010 verbringt. Aber irgendwie geht es immer gut. Denkt man. Die Kinder drehen brav am Bordstein um, die kleinen Kinderfüße hören auf Richtung Fahrbahn zu watscheln. Entweder von selbst oder die Großmutter kommt doch mal angerannt, um den falschen Richtungsvektor von Tod hin zu Überleben zu verstellen. Sprich das Kleinkind neu auszurichten, dass es auf die Bude zuläuft statt auf die Fahrbahn. Dann wieder Radio. Fische waschen. Vor sich hin lächeln. Ein einziges Mal habe ich vorbei gehend ein Kind blockiert, das Richtung Fahrbahn unterwegs war. Aber ich gehe nur im Sekundentakt da vorbei. Achte mehr wo ich hin trete als auf anderer Leute Kinder. Schließlich legen sie an der vorderen Fressbude ihre glatten Kochbleche aus den Öfen in die Gosse, stellen den Bürgersteig zu und bei Regen habe ich das spiegelglatte Blech einmal nicht gesehen und hätte mir fast den Hinterkopf aufgeschlagen, so sehr bin ich hingesegelt.
Taiwan wie es leibt und lebt. Und den Ausländer Ludigel auskichert, wenn er dort essen kaufen muss. Etwa, in dem man ihm einen falschen Preis nennt - absichtlich - und dann noch einen und noch einen und sich freut, dass alle Gäste mitlachen. Dann bin ich ein Jahr nicht mehr hin. Heute hat die Garküchenentertainerin selber kleine Kinder, die jetzt auch begroßmuttert auf dem kleinen Bürgersteig herum rennen.
An der Ecke ist vor ein paar Jahren eine alte Frau überfahren worden an der Fußgängerampel. Ich fotografierte den Fahrer, der die reglos daliegende Frau fotografierte und er sah mich böse an.
Nun ist eines der Kinder tot, vom Auto überfahren. Ich weiß nicht von welcher Bude. Aber dies Wochenende spielten dort mal keine Kinder. Doch als ich in unsere Straße einbog, brachte ich meinen Wagen komplett zum Stehen. Denn zwei kleine Kinder spielten direkt an der Fahrbahn in der Kurve, gerade noch auf dem abgesenkten Bürgersteig. Während die Eltern auf Einlass ins italienische Restaurant warteten und angestrengt aufs Handy guckten.
Wir wohnen seit meiner Rückkehr nach Taipei im März in einer Mietwohnungsanlage, die zu den besseren der oft slumartigen Wohnblöcke bei uns in der Gegend gehört. Ein sehr breiter Bürgersteig ist bei uns vorm Haus, richtig eine Oase an der lokalen Hauptstraße. Und Grün gibt es bei uns im Innenhof.
Gehe ich aber 30 Meter nach links, fängt eine Budenzeile aus zeltartigen Verkaufsstellen an. Die schlimmsten sind schon weg. Seit sich die Verkehrspolizei bei uns seit zwei Jahren oder so für Falschparker interessiert und man immer wieder Polizisten auf Mopeds sieht, verschwand auch die Horrorbude unter den Verkaufsstellen. Das war ein düsteres stinkendes Zelt, in dem braungrün-verklebte Hühner in Käfigen vor sich hin schimmelten und einen entsetzlichen Gestank verbreiteten und ihre blau angelaufenen Leichenteile ungekühlt in der Sonne auf einem Tisch schmorten. Alte Frauen sahen sich interessiert die abgehackten Beine samt Krallen an und nickten dazu einfrig, während sie die Münzen aus ihren Geldbörsen holten. Lange Jahre war der Bürgersteig eklig schmal und so hielt ich meist die Luft an, wenn ich dort vorbei ging.
anderer Fall, selbe Ladenzeile: reglose Frau, Unfallfahrer beim Fotografieren
Heute ist der Bürgersteig verbreitert und der Horrorstand weg. Aber es gibt immer noch die Fischverwesung gleich neben an, wo in der prallen Sonne und Abgasluft direkt auf Auspuffhöhe Fische mit etwas Eis vor sich hin stinken. Dort an dem Fischstand war immer eine ganze Familie versammelt, die den etwa 2 Meter breiten Bürgersteig (gleichzeitig illegal Parkstreifen für Autos, Mopeds und quer gestellte Fahrräder) zu ihrem Spielhof erklärt hat. Wohl drei Kinder im Alter von 2-5 oder dergleichen spielten dort mit Wasserbecken aus Styropor, sowie die Fische raus waren, fuhren Dreirad uns spielten Ball. Direkt an der Fahrbahn, wo an der viel befahrenen Straße Autos mit eher 50 und 60 als den auf die Fahrbahn gemalten 30 durchfahren. Oft ging ich dort lang und dachte: "Wie gefährlich!" Wenn so ein Kleinkind mit dem Dreirad nah an den Fahrbahnrand fährt und die ganze Familie vor sich hin grinst und die Fische wäscht. Oder Radio hört. Handies hatten sie in der Familie wohl mal nicht, an denen man sonst in Taiwan die dreiviertel Lebenszeit seit 2010 verbringt. Aber irgendwie geht es immer gut. Denkt man. Die Kinder drehen brav am Bordstein um, die kleinen Kinderfüße hören auf Richtung Fahrbahn zu watscheln. Entweder von selbst oder die Großmutter kommt doch mal angerannt, um den falschen Richtungsvektor von Tod hin zu Überleben zu verstellen. Sprich das Kleinkind neu auszurichten, dass es auf die Bude zuläuft statt auf die Fahrbahn. Dann wieder Radio. Fische waschen. Vor sich hin lächeln. Ein einziges Mal habe ich vorbei gehend ein Kind blockiert, das Richtung Fahrbahn unterwegs war. Aber ich gehe nur im Sekundentakt da vorbei. Achte mehr wo ich hin trete als auf anderer Leute Kinder. Schließlich legen sie an der vorderen Fressbude ihre glatten Kochbleche aus den Öfen in die Gosse, stellen den Bürgersteig zu und bei Regen habe ich das spiegelglatte Blech einmal nicht gesehen und hätte mir fast den Hinterkopf aufgeschlagen, so sehr bin ich hingesegelt.
Man darf parken. Überall.
Taiwan wie es leibt und lebt. Und den Ausländer Ludigel auskichert, wenn er dort essen kaufen muss. Etwa, in dem man ihm einen falschen Preis nennt - absichtlich - und dann noch einen und noch einen und sich freut, dass alle Gäste mitlachen. Dann bin ich ein Jahr nicht mehr hin. Heute hat die Garküchenentertainerin selber kleine Kinder, die jetzt auch begroßmuttert auf dem kleinen Bürgersteig herum rennen.
An der Ecke ist vor ein paar Jahren eine alte Frau überfahren worden an der Fußgängerampel. Ich fotografierte den Fahrer, der die reglos daliegende Frau fotografierte und er sah mich böse an.
Nun ist eines der Kinder tot, vom Auto überfahren. Ich weiß nicht von welcher Bude. Aber dies Wochenende spielten dort mal keine Kinder. Doch als ich in unsere Straße einbog, brachte ich meinen Wagen komplett zum Stehen. Denn zwei kleine Kinder spielten direkt an der Fahrbahn in der Kurve, gerade noch auf dem abgesenkten Bürgersteig. Während die Eltern auf Einlass ins italienische Restaurant warteten und angestrengt aufs Handy guckten.
Montag, Mai 15, 2017
Gelungener Abend
Wieder einmal ein Familiendinner. Ludigel amüsiert sich köstlich. Andere nicht so sehr.
Um Beckenbauer zu zitieren: "Ja gut äääääh.....". Es war halt nicht für alle ein guter Abend. Die heilige Familie meiner Frau, in ihrem 5000jährigen Chinesentum sowieso die Krone der Schöpfung, hatte sich mal wieder zum Festessen versammelt und ich musste wie immer mit. Mache ich ja gerne. Nur quälten mich wieder mal meine Nasennebenhölen. Offenbar führt in meinem halb unfreiwilligen 14. Jahr in Taiwan die Abgasluft Taipeis zu einer Dauerreizung verbunden mit Kopfschmerzen, wie ich sie zu letzt in den 70er Jahren hatte, als ich als Kind in Deutschland an einer Hauptstraße wohnte und es katalysatorfrei stark nach Abgasen roch. Ich war nicht unbedingt bester Laune und auch das leicht gegarte Huhn mit toter nackter Stoppelhaut drum herum trug nicht zur Anhebung meiner Stimmung bei. Ich verabschiedete mich auf einen "kleinen Spaziergang" und verbrachte die nächsten 90 Minuten mit dem Einnehmen einer Kopfschmerztablette, einem dicken Chickenburger bei Burger King nebst einer großen Kola und Pommes. Anschließend fand ich in dem schicken neuen Einkaufszentrum in moderner Schiefarchitektur (Bilder folgen vielleicht noch) einen Seven-Eleven und gönnte mir wie die alten Taiwaner einfach auf der Brüstung sitzend ein Vanilleeis und zwei von diesen "Tizulu"-Schokoriegeln. "Tizulu" steht für Tirol, ist doch wohl klar. Ein anderer Laowai mit seiner einheimischen Frau ging vorbei und seine Tochter (5 oder so) umrundete mich ständig mit dem Dreidrad, einen gierigen Blick auf meine gefälschten Tiroler Riegel werfend. Man muss den Kindern das wirklich beibringen, mit den Süßigkeiten und fremden Männern. Deshalb konnte ich ihr natürlich auch nichts gegeben sondern musste es selber essen.
Nach 90 Minuten kam ich zu dem Schluss, dass gibbriger Seafood und Ekel-Riesenwürmer Schwarz jetzt alle verschlugen worden sind, sicher zu zahlreichen "hao chi"-Rufen und der reiche Schwager sicher den Dank aller Anwesenden zum Spendieren des leckeren Muttertagsessens angenommen hatte. Ich kehrte also pünktlich zum Obstnachtisch in den gemieteten Speisesaal zurück und erklärte laut, die Waschräume seinen so voll gewesen, dass ich bis eben hätte warten müssen. Ein ganz raffinierter Trick, den ich mir da ausgedacht hatte. Nur Junior (5) brauchte alles durcheinander, roch mir am Mund sagte seiner Mutter, ich hätte Schokolade gegessen. "Wieviel hast du ausgegeben?" fragte sie mich und ich fragte laut zurück "mit oder ohne Burger King?".
Da geschah das große Wunder. Die ihr Leben in teuren Boutiquen verbringende "Erste Tochter" der Familie, die mit dem reichen Schwager verheiratet ist, würdigte mich das erste Mal in den 14 Jahren meiner Anwesenheit in Taiwan eines Blickes! Hatte sie es doch bisher immer fertig gebracht, durch mich hindurch die Wand hinter mir zu fixieren - jedes Mal. Ein Schicksal, das angeblich der andere "Ausländermann" (der Filippino) in der Familie auch mit mir teilt. Erster Blickkontakt nach 14 Jahren! Das ist schon eine Leistung finde ich. Gut, es war die Art von Blick wo man oben anfängt und dann nach unten guckt. "Verachtung" soll das wohl sein. Aber lieber politisch korrekte Leser, sagen Sie es mir. Ist das nicht wenigstens ein Anfang einer intrakulturellen Kontaktaufnahme, aus der noch Großes werden kann?
Beim Rausgehen verabschiedete mich ihr Gatte etwas hilflos mit "Wir sehen uns dann zum .... äh ... zum ... äh...." und ich vervollständigte freundlich lächelnd "das nächste Mal McDonalds, nicht wieder Burgerking" und ging fröhlich meines Weges.
Also, mir hat der Abend Spaß gemacht. Wenn sich jetzt im Laufe der Woche auch der Haussegen wieder einrenkt, ist alles wunderbar.
Keine Sorge, dass mit McDonalds habe ich natürlich nicht ernst gemeint. Das Essen dort hat ja mit menschlicher Nahrung nicht wirklich viel zu tun. Kentucky Fried Chicken vielleicht. Oder Subway. Es sei denn ich werde aus der weiteren Anwesenheitspflicht beim sich selbst feiern dieser von sich selbst so überzeugten Menschen entbunden. Was eigentlich die Absicht des ganzen Manövers war.
Mittwoch, Mai 10, 2017
Die TV-Hackerbox
Ein Freund benutzt sie. Der Schlumpi. "Betrügt" er doch vielleicht mehrere Fernsehkonzerne um ihre Tantiemen.
"Ubox" von Unblock Technologies
Ein Freund hat dann also diese kleine weiße Kunstoffbox mit HDMI- und USB-Anschluss. Drauf läuft Android (das Linuxderivat). Ein HDMI-Kabel verbindet die Box mit unserem Fernseher für einen kleinen Probelauf. Die Fernbedienung der Box kann schnell auch den Fernseher steuern und sonst kann man sich mühsam entweder mit diversen kleinen Tasten oder mit einer veritabel angeschlossenen USB-Maus durch die diversen Android-Interfaces tasten. Die Hackerbox, wie ich sie nenne, geht über Ethernet oder Wireless ins Internet und findet dort alle möglichen TV-Kanäle von fast überall auf der Welt, darunter auch offensichtliche Pay-TV-Kanäle. Alles ohne zu bezahlen. Herkunftsort der kleinen Box ist China.
Schnell ist mein altes 3G-Smartphone auf Connection-Sharing geschaltet, es funktioniert also als Wireless Access Point wie ein Heim-DSL-Wireless-Router. Die Qualität ist mäßig, die Hackerbox scheint die Bildqualität stark zu reduzieren und wir haben häufige unfreiwillige Standbilder.
Ein neueres 4G-Telefon liefert jedoch bessere Qualität und mit schnellen DSL-Zugängen Marke Taipei geht es sowieso. Wir haben natürlich nur einen kurzen Test gemacht, um uns nicht strafbar zu machen mit dem Leihobjekt.
Es gibt fast alle großen TV-Kanäle von fast überall, nicht jedoch Deutschland. BBC und ITV aus GB und US-Filmkanäle in zumindest Überseeversionen, auch Disneychannel und Cartoon-Network, alles Englischsprachig, teils aus den Philippinen, aber da spricht man ja außer in den Werbespots auch Englisch. "Buy healthy orange juice for your kids na panga sasa dada" oder so hört man in den Werbepausen. Gegen die geheime PIN 1818 gibt es jede Menge Hardcore-Kanäle. Unverpixelt machen sich Japaner über Japanerinnen und kräftige Russen über zierliche Russinnen her. Alles Mainstream-Porn.
Manchmal spinnt die Box oder eher die App, die sich updaten will aber manchmal nicht kann. Bei Hitze und Dauerbetrieb bleibt die Kiste auch schon mal schwarz und geht dann manchmal einfach wieder und redet davon, das HDMI-Kabel sei angeblich wieder eingesteckt worden. Praktisch: Das Android-OS ist um zahlreiche Videoplayer erweitert und ein eingesteckter USB-Stift lässt (über Dateimanager, den man etwas umständlich über die Fernbedienung aufruft) die Wiedergabe von so ziemlich allen Videoformaten inklusive .mkv - Dateien zu. Es gibt auch eine deutsche Exportversion der vermutlich irgendwie illegalen Hackerbox.
Gesamturteil: Weltfernsehen in der taiwanischen Version ohne deutsche Kanäle, nervt aber öfter mal durch Hardware- und Softwareprobleme. Nichtsdestotrotz praktisch für die Videodateiwiedergabe auf dem Fernseher und den neugierigen Peek in das aktuelle englische oder norwegische Fernsehprogramm.
Vergessen: Auch Youtube ist als App vorinstalliert. Die chinesischen Shopping-Apps und irgendwelche weiteren Pay-Angebote ("pay and get screwed from Shenzen") ignoriert man wohl besser. Aber Youtube funktioniert gut.
Wenn wir die pöse, pöse Hackerbox benutzen würden, würde sie uns tagsüber die normalen Taiwan-TV-Sender für Frau oder Cartoon-Network und Disney-Channel für Junior liefern, zuzüglich Youtube, wo Junior bislang auf "seinem" IPad immer nach Transformer-Videos sucht. Und gelegentlich würde das Ding einen Film vom USB-Stick spielen. Mit Russen/Russinnen und Japanerinnen/Japanern und den Dingen, die die miteinander für Geld tun hätten wir dabei nichts am Hut ;-) Und da Junior und Frau ohnehin das TV fest in ihren Händen haben, hätte norwegisches Fernsehen und selbst ITV aus England eher wenig Chancen.
Gesamturteil: Weltfernsehen in der taiwanischen Version ohne deutsche Kanäle, nervt aber öfter mal durch Hardware- und Softwareprobleme. Nichtsdestotrotz praktisch für die Videodateiwiedergabe auf dem Fernseher und den neugierigen Peek in das aktuelle englische oder norwegische Fernsehprogramm.
Vergessen: Auch Youtube ist als App vorinstalliert. Die chinesischen Shopping-Apps und irgendwelche weiteren Pay-Angebote ("pay and get screwed from Shenzen") ignoriert man wohl besser. Aber Youtube funktioniert gut.
Wenn wir die pöse, pöse Hackerbox benutzen würden, würde sie uns tagsüber die normalen Taiwan-TV-Sender für Frau oder Cartoon-Network und Disney-Channel für Junior liefern, zuzüglich Youtube, wo Junior bislang auf "seinem" IPad immer nach Transformer-Videos sucht. Und gelegentlich würde das Ding einen Film vom USB-Stick spielen. Mit Russen/Russinnen und Japanerinnen/Japanern und den Dingen, die die miteinander für Geld tun hätten wir dabei nichts am Hut ;-) Und da Junior und Frau ohnehin das TV fest in ihren Händen haben, hätte norwegisches Fernsehen und selbst ITV aus England eher wenig Chancen.
Donnerstag, Mai 04, 2017
Autofahren...
Der Artikel "Autofahren in Taipei", der auch das Umland mit einschließt ist vielleicht nicht ganz perfekt bebildert. Unten ein Bild allerdings aus Changhua, das die öfter vorkommenden nervigen Situationen in Taiwan ganz treffend beschreibt.
In engen Gassen oft Millimeterarbeit im Dauerstau leisten und dabei auf mit hoher Geschwindigkeit regelfrei heranpreschende Motorroller achten ist eben oft der Alltag in Taiwan. In Changhua, das mir noch viel voller und enger als Taipei vorkam, ist das wohl Dauerzustand. Hier bin ich allerdings nur Passagier gewesen.
Mit unserem neuen kleinen Nissan March aka Micra fahre ich in Taipei allerdings die Tage recht unbeschwert durch die Gegend. Das etwas über 1,60m breite Autochen passt halt viel besser durch enge Gassen als unser alter Volvo XC60, der es immerhin auf etwa 1,90m brachte. Sparsam ist der Nissan-Kleinwagen mit etwa 10 Litern Verbrauch auf 100km Stadtverkehr allerdings nicht gerade. Mit seinem 1,5-Liter 99 PS-Motor ist er aber auch kein Sparauto. Das Automatikgetriebe ist Drehzahlhungrig und schaltet beim kleinsten Pedaldruck sofort runter und der Motor ermuntert mit aggressivem Jaulen zum Beschleunigen, was er auch recht eindrucksvoll tut, wenn man dem nachgibt. Immerhin ist der Nissan deutlich sparsamer als der Volvo, der bei gleichem Verkehr 15 Liter geschluckt hat. Auch die Käufer des Volvo (Schwester Nr. 4 von Frau) klagen jetzt über hohen Verbrauch. So ein 245 PS-SUV ist eben doch kein Sparmobil.
Wieviel Spaß das Autofahren in Taipei macht muss jeder selber wissen. Am meisten vielleicht beim Kauf eines Lederüberzugs für das etwas harte Lenkrad. Junior wollte mich noch am Foto hindern und erwähnte die gerade den Volantüberzug aussuchende Mutter. Ich muss ihm noch mal erklären, dass das Recht der Blogleser auf wirklichkeitsgetreue Abbildung von Taiwan natürlich vorgeht.
Ich vermisse im 14. Jahr Taiwan den Mitsubishi SUV meines Vaters, der jetzt einsam in einer niedersächsischen Kleinstadt in der Garage steht und auf den dortigen Straßen weniger als 9 Liter verbraucht hat. Auf den fast ausgestorbenen Straßen Niedersachsens.
Wie lange ich das hier alles noch angucken muss oder will? Wir werden sehen.
In engen Gassen oft Millimeterarbeit im Dauerstau leisten und dabei auf mit hoher Geschwindigkeit regelfrei heranpreschende Motorroller achten ist eben oft der Alltag in Taiwan. In Changhua, das mir noch viel voller und enger als Taipei vorkam, ist das wohl Dauerzustand. Hier bin ich allerdings nur Passagier gewesen.
Mit unserem neuen kleinen Nissan March aka Micra fahre ich in Taipei allerdings die Tage recht unbeschwert durch die Gegend. Das etwas über 1,60m breite Autochen passt halt viel besser durch enge Gassen als unser alter Volvo XC60, der es immerhin auf etwa 1,90m brachte. Sparsam ist der Nissan-Kleinwagen mit etwa 10 Litern Verbrauch auf 100km Stadtverkehr allerdings nicht gerade. Mit seinem 1,5-Liter 99 PS-Motor ist er aber auch kein Sparauto. Das Automatikgetriebe ist Drehzahlhungrig und schaltet beim kleinsten Pedaldruck sofort runter und der Motor ermuntert mit aggressivem Jaulen zum Beschleunigen, was er auch recht eindrucksvoll tut, wenn man dem nachgibt. Immerhin ist der Nissan deutlich sparsamer als der Volvo, der bei gleichem Verkehr 15 Liter geschluckt hat. Auch die Käufer des Volvo (Schwester Nr. 4 von Frau) klagen jetzt über hohen Verbrauch. So ein 245 PS-SUV ist eben doch kein Sparmobil.
Wieviel Spaß das Autofahren in Taipei macht muss jeder selber wissen. Am meisten vielleicht beim Kauf eines Lederüberzugs für das etwas harte Lenkrad. Junior wollte mich noch am Foto hindern und erwähnte die gerade den Volantüberzug aussuchende Mutter. Ich muss ihm noch mal erklären, dass das Recht der Blogleser auf wirklichkeitsgetreue Abbildung von Taiwan natürlich vorgeht.
Hier sollten hilfsbereite Bignoses sofort als mobiles Rollkommando zur Tat und Hilfe schreiten!
Ich vermisse im 14. Jahr Taiwan den Mitsubishi SUV meines Vaters, der jetzt einsam in einer niedersächsischen Kleinstadt in der Garage steht und auf den dortigen Straßen weniger als 9 Liter verbraucht hat. Auf den fast ausgestorbenen Straßen Niedersachsens.
Wie lange ich das hier alles noch angucken muss oder will? Wir werden sehen.
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