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Dienstag, Juni 15, 2010

Tablett PCs, Pads, Slate-PCs, Showgirls (Computex 2)

Auf der Computex, die vor kurzem in Taiwan zu ende gegangen ist, waren Tablett-PCs der große Hit, seit Apples Steve Jobs das Ende des PC as we know it verkündet hat und seinen Tablett-PC namens iPad anpreisen will. Alle rennen dem Ding wie verrückt hinterher, was mir ein bisschen unheimlich ist, schließlich soll man mit dem Ding nicht mal Fotos auf einen USB-Stick kopieren können, weil er irgendein spezialisiertes Betriebssystem hat, das genau das macht was Steve will anstatt einfach alles zu können wie ein Universal-OS wie Linux mit KDE-Oberfläche oder Windows XP oder Windows 7 etc.

 Origami: den wollte damals keiner haben

Außerdem war meine Frau Produktmanager (bei einem taiwanesischen Partner von Microsoft)  für einen frühen Versuch von Bill Gates, einen Hype um einen Tablett-PC zu erzeugen. Origami hieß das Projekt damals und war 2006 oder dergleichen auch groß auf der Computex zu sehen. SAMSUNG hatte eine Massenversion, ASUS auch (meine ich mich zu erinnern) und eine kleine Taiwanfirma, die auf Tablett-PCs spezialisiert war, bei der ich gearbeitet hatte, hatte eben die ODM/OEM-Version davon gemacht, die also von Großkunden selbst gebrandet und ggf. von uns für sie modifiziert werden könnte. Alle dachten damals, Origami würde bald in den Hosentaschen von allen modernen Leuten sein, so wie jetzt alle dem iPad von Apple hinterher rennen.

 ein neuer schlanker von einer anderen Firma

Allerdings war der Fall für mich klar, schwer und dick und heiß würde es wohl diesmal noch nichts werden. Außerdem hatte Windows XP mit dem Bildschirmformat manchmal Probleme, manche Fenster sahen etwas komisch aus. "Nur ein early Adopter - Produkt" warnte ich damals.

Meine Frau wollte unsere alten Firmen besuchen, aber irgendwie war ich abgelenkt....
Links- oder Rechtsklick (je nach Browser verschieden, bei Firefox Linksklick und dann nochmal klicken bis das + Zeichen kommt) vergrößert die Bilder (seien Sie vorsichtig damit)

Mein eigener Tablett-PC war natürlich viel besser, mein Projekt war ein großer schlanker wasserdichter Tablett-PC mit eingebautem Stethoskop für Krankenhäuser, wireless konnte er gleich die Patientendaten nebst X-Ray in die Datenbank übertragen und mit Bluetooth-Knopf im Ohr konnte der Arzt mit Kollegen oder Schwestern telefonieren, tolle Sache. Kunde war ein r-i-e-s-e-n-g-r-o-ß-e-r amerikanischer Konzern, der es dann an einen anderen, ebenso großen weiterverkauft hat.

 Wie meinen Schatz? Äh, gleich.... wo wolltest Du hin?

Aber die Privatkundentabletts wollte keiner haben, auch mit dem zweiten Anlauf als "Slate-PC" hatte es Bill Gates nicht geschafft, da sollte HP die Geräte bauen. Doch kaum steht Steve Jobs mit seinem engstirnigen Blick auf der Bühne und sagt "one more thing", da kaufen alle einen Tablett-PC.

Zu unserer alten Firma? Onko oder wie die hieß.... äh ja gut.....

Kleine Taiwanfirmen haben jetzt auch schlanke Tabletts im Angebot, mit Windows XP oder Win7, viel besser als das iPad, weil richtig universell. Und heißen dann iTablett und SpingPad oder wie auch immer.



An dieser Stelle merkte meine Frau, dass sie mich zwicken musste, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Intel hat schon Stil, seufz, ob mit oder ohne Zuckerstange


Nachtrag zu den Tablett-PCs. Wirklich vermissen tue ich einen recht schlanken 15-Zoll Full-Size Tablett-PC, der recht schlank war und Windows XP drauf hatte. Mit einem elektr. Stift konnte man den sehr gut zum Lesen von eBooks oder heruntergeladenen Magazinen wie dem STERN (legal vertrieben über Newsstand.com) nehmen. Mit angeschlossener USB-Tastatur und Maus und in einen Ständer gesteckt war er dann ein richtiges Notebook. Allerdings sehe ich solche Geräte ehr als Zweit- oder Drittgerät neben Notebook und Netbook und für 2000 USD war er einfach zu teuer. Leider musste ich ihn abgeben bei Weggang (schluchz) und heute vermisse ich ihn sehr, denn mit dem Notebook auf dem Schoß lesen ist einfahc zu heiß bei der Hitze hier. Auch bei mir privat ist allerdings das Ende des konventionellen PCs eingeläutet, die Dinger funktionieren in der Schwüle bei mir einfach nicht richtig, gehen laufend kaputt und ich habe die PCs mittlerweile alle durch Notebooks ersetzt (die scheinen da resistenter zu sein, wahrscheinlich weil die Hitze intern die Feuchtigkeit verdampft, bevor sie das Gerät ruiniert).



Computex 1 (mit Pics)

Edit: im sonst hässlichen Taiwan braucht man einfach solch einen Anblick zur gelegentlichen Stimmungsaufhellung.... plöztlich gefällt mir Taiwan viel besser (hust) 

Montag, Juni 14, 2010

Lolf fählt Golf (Japaner manschen)





Ein (anderer) dekorativer Unfall am Wochenende. Ein Golf steht mitten auf der vielbefahrenen Kreuzung in Taipei...

Beinahe hätte ich einen schweren Unfall auf dem Weg zur Arbeit gehabt. Unter einer Hochstraße bin ich parallel gefahren. Da gibt es zwei Spuren in meiner Fahrtrichtung unter der Hochstraße und zwei rechts neben der Hochstraße. Viele Betonpfeiler trennen also Innen- und Außenspuren, Sicht hat man beim Wechsel zwischen den Betonpfeilern praktisch keine, man soll dort auch nicht von Innen nach außen wechseln, denn auch an den Kreuzungen zeigen die Fahrbahnpfeile gerade aus (die Kreuzungen sind ja eben für ampelgeregelten Querverkehr gedacht und nicht zum Spurwechsel von Innenspur auf Außenspur). Trotzdem wird es immer wieder gemacht, als ich gerade mit 60 km/h Außen lang fuhr (mit Licht), kam ein älterer Toyota ohne Licht aus der Dunkelheit der Innenspuren zwischen den Betonpfeilern aus dem Nichts und zog flott auf meine Spur; dahin wo in einer Sekunde mein Kühler wäre. Ich trete voll auf die Bremse, mein japanischer SUV kommt ins Rutschen, bleibt aber dank ABS lenkbar und kann gerade so um den alten Toyota herumfahren, der erfreulicherweise auch bremst. Hätte er nicht, wäre ich ihm in die Beifahrertür gefahren (da saß aber wohl keiner) und der Toyota wäre vielleicht gegen einen Brückenpfeiler gedrückt worden. Wie sehr mein Nissan geknautscht hätte möchte ich lieber nicht herausfinden, hoffentlich genug zum Energieabbau ohne dass mir gleich der Motor auf den Knien liegt. Aber so ein alter 'Yota müsste in der Seite weich und mein Nissan vorne an den Ecken wohl ehr hart sein, somit wäre es wohl für mich und Frau gut ausgegangen.


Schlecht zu erkennen, der Golf steht auf einer abgefallenen Frotschürze, die zu diesem älteren Nissan gehört. Hat ihn das plötzlich bremsen lassen?

Einer der kleinen Asienfords (die auf Mazdas basieren) hat sich übel am Golf zerlegt.

Thunfischdose kaputt, Golf hat nur Augenschmerzen. Man entschuldige die Freude an der Zerstörung, ich habe noch zu viel Adrenalin im Blut vom eigenen Beinaheunfall.



Und einen zweiten Nissan haben die "weltbesten Autofahrer" (so nannte sie mal meine Frau ohne jedwede Ironie) auch noch angedatscht.

Man stelle sich vor den mutigen 'Yotafahrer hätte es dabei am Brückenpfeiler zerlegt, armer Mann etc., dann hätte ich jetzt den ganzen Dritte-Welt-Zirkus a la Taiwan vor mir, wütende Familienangehörige, die einen auf der Polizeiwache angreifen, hunderttausend US-Dollar von der "reichen" Langnase fordern und eine Polizei, die vielleicht gerne den Fremden als Verursacher präsentiert hätte oder auch nicht, wer weiß das schon. Na ja, so bleibt mir das erspart und ich kann vor der Arbeit beim Frühstück Blog schreiben, statt mich mit herum springenden Eingeborenen auseinander zu setzen. Auch nicht schlecht.

Seit vorsichtig da draußen,

Ludigel von ganz weit Östlich

Freitag, Juni 11, 2010

Super! Jetzt soll es Sendezeiten bei Webseiten geben.


Wer ist hier alles geistig stabil genug für ein zynisches Expatblog?

Deutsche werden immer merkwürdiger. Späte Sendezeiten für "jugendgefährdende" Webseiten? Alterskennzeichnung? Das wird immer eigenartiger. Insbesondere weil keine Zeitzone angegeben wurde. Wenn dieses Blog also ab 22:00 Uhr Taiwanzeit "sendet", dann ist doch alles wunderbar in Deutschland, oder?

Und klar, dass jeder dann seine Blogs erst ab 18 freigibt, sonst könnte ja eine linksökologische Jugendschützerin mit Emazipationshingergrund etwa einen Latexrock aus Taiwan als jugendgefährdend einstufen. Wird es bald also ein FSK:18-Tag geben? Wie genau das gehen soll, weiß auch niemand.

Und wie will die Bundesregierung das Ausland zwingen sich daran zu beteiligen? Auch wenn in Deutschland tagsüber nur noch Teletubbies gesendet werden dürfen, gibt es jedwede Gewalt und zwielichtige Inhalte inklusive "wie man nackt eine Bombe bastelt und dabei Drogen nimmt" natürlich rund um die Uhr aus der ganzen Welt.

Solange man eine .de-Domain wie ich betreibt, gelten die merkwürdigen deutschen Regelungen inklusive Impressum vermutlich auch für Seiten von Auslandsdeutschen. Man kann allerdings dann auf den Gedanken kommen, die .de-Domain gegen eine .com oder anderes einzutauschen.

Na ja gut, "sende"ich halt nur noch zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr morgens, irgendwo auf der Welt ist es ja immer zwischen zehn und fünf; die Zeitzone haben unsere Internetexperten-Politiker ja vergessen anzugeben.

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,699833,00.html

Donnerstag, Juni 10, 2010

Spannender Job, spannene Informatik, Juchhei




Diese junge Dame machte auf der Computex 2010 für Hitzeabführkörper Werbung. Die sind wichtig, glauben Sie es mir.

Mein spannender Job hier ist der Grund, dass mir der Abschied von Taiwan schwer fällt, gerade wo Deutschland und die Eurozone in einer merkwürdigen Dauerkrise stecken und dank Leuten wie Merkel und Westerwelle da wohl auch kein Ende abzusehen ist. Die beiden hätten schon Probleme eine hiesige Stinky-heißes-Tofu Bude aus einer "Servietten sind ausgegangen"-Krise zu führen, was soll es dann da erst beim Regieren werden.

Ludigels Schreibtisch neulich. "Nein, du kannst deine Workstation jetzt nicht zurück kriegen..."

Wie dem auch sei, mein Techblog http://friedandonastick.blogspot.com/ hat ein spannendes Thema, ein Cluster aus festplattenlosen Linux-Clients mit Thermaltestsoftware drauf (http://friedandonastick.blogspot.com/2010/06/diskless-linux-cluster-with-linpack.html), ich finde sowas spannend. Oder mein neues Projekt, eine eigene kleine Embedded-Linuxdistribution für einen Mini-Netzwerkcomputer zu machen, der dann auf meinem Schreibtisch sein Betriebssystem über Netz vom Server lädt oder auch von Flashkarte wenn gewollt.

Bei so viel spannenden Themen fällt der Abschied von momentan reiseunwilliger Frau, Reihenhaus und Auto schwer.


Informatik und Computertechnik sind hoch interessante Felder.... He! Wo schauen Sie denn hin! Gut, man sollte die "Computex"-Messe in "Latex" umbenennen, ich gebe es ja zu.

Mittwoch, Juni 09, 2010

Ausversehen auf Chinesisch unterhalten


Hmmm... mein Neffe bräuchte eine Freundin, die sich "Sony" auf den Bauch schreibt. Dann bestünde Verwechslungsgefahr.

Meine Frau will das hohe Gras hinter unserm Haus auf dem wilden Grundstück, das Yamaha gehört, unmittelbar vor unserem Küchenschuppenfenster weg haben. In einem Internetforum hat ein Taiwanese geschrieben, dass man dazu viel Salz drauf kippen soll. Ergo habe ich im Supermarkt 15kg Salz, also 15 einzelne Tüten gekauft. Sogar mit Jod versetzt, dass mir hier manchmal fehlt, weil die Taiwanesen kaum Salz essen - Jod nimmt man meist über Salz auf, dem es oft zugesetzt wird. Vielleicht stibitze ich ja einen Sack. Jedenfalls schiebe ich also meinen Einkaufswagen an die Kasse, da sagt die Verkäuferin, "was machen Sie denn für Sachen?" auf Chinesisch, also etwa "ni zuo shenme dongxi", irgendwie so. Ich antworte so etwa "Frau hat es gesagt", also "Taitai shuo...". Sie lacht. Und ich bin ganz verdattert, dass ich mit meinem Notfallsurvivalchinesisch (seit 2 Jahren lerne ich sporadisch) meine Erste kleine Unterhaltung hatte, obwohl ich schon ein halbes Jahr wieder nicht mehr gelernt habe. Okay, nachher wieder in die Bücher gucken.

Auch meine Taiwanfamilie verblüffte mich am Wochenende, nachdem wir sie ins "Cha For Tea" in NeiHu eingeladen haben (köstliches Essen mit Grüntee-Zitaten), stießen am Ende alle mit uns an, das haben sie noch nie gemacht. Nur mit den weißen Teebechern versteht sich. Gerade noch konnte ich dem Becher meines Lieblingsneffen ausweichen, woooooa, das war knapp. Der Trinkrand war voll mit Rindfleischsoße und sogar veritable Fleischbrocken klebten an der Tasse dran (obwohl drinnen natürlich Tee war).
Na ja, die Pubertät wird auch irgendwann vorbei gehen, dann funktioniert alles wieder besser, Feinmotorik und so. Andererseits hat er sogar beim Essen immer wieder an dem Sony Playstation-Dings herum gespielt und so ist die ganze Schmiererei kein Wunder. Er hat praktisch eine Symbiose mit dem Ding. Unheimlich. Na ja wird schon werden, wird schon werden.

Dienstag, Juni 08, 2010

Lesetip: Taipei 1970

Und an mit der Zeitmaschine. Die Xiaojies waren so hübsch wie heute, die Röcke kein Stück länger und die Architektur die selbe. Nur die Straßen waren ziemlich leer. Allerdings sind oft Neubaugebiete auf dem Link zu sehen. US-Militärangehörige in Taiwan 1970.
http://shulinkou.tripod.com/dawg_apts.html

Ups.... hier ist viel mehr: http://shulinkou.tripod.com/Dawg1.html

Karge Expatkost


Vor mehreren Wochen hatte ich eine Erkältung durch eine kichernde Ärztin der Chinesisch-Traditionellen Medizin mit einem scharfen Würzpulver behandeln lassen und leider hatte die Dame auch die Idee meine Allergie gegen Sellerie und ggf. auch scharfes Essen (Ausschlag, Juckreiz) gleich mit zu kurieren (s.a. hier: http://bobhonest.blogspot.com/2010/05/another-pink-shot.html). Das hat zwar die Erkältung kuriert, aber mir die schlimmsten allergischen Beschwerden seit Jahren verschafft. Nun versetzt mich die Juckerei in Panik, weil sich manchmal im feuchtheißen Klima hier Mikroorganismen rein setzen und ich dann die nächsten 6 Monate grauenhaften Dauerjuckreiz habe. Nur mit hohen Dosen an Allergietabletten bin ich überhaupt irgendwie klar gekommen. Das hat mich jetzt zu einer Extremreaktion verleitet. Seit etwa einer Woche lebe ich nur von westlichem Essen hier, das heißt im Wesentlichen Sandwiches. Jetzt juckt in der Tat nichts mehr und ich fühle mich "sehr viel bessel", wie es mir die kichernde Ärztin vorhergesagt hatte. Nur ist der Speiseplan etwas karg. Würstchen, Weißbrot und Kartoffelsalat, Scheiblettenkäse, gekochter Schinken. Wieder und wieder. Sowie ich ein meist scharfes Rindfleischsüppchen oder saure Gemüse esse, geht die Juckerei wieder los. Xie xie Flau Doktol Glinsegesicht. Xie xie.

Gestern hatte ich zu Abend ein nachgemachtes "olginal deutsches Wülstchen" mit viel zu viel Knoblauch nebst einem leidlich guten Brötchenersatz von Seven-Eleven und einem Pott Kartoffelsalat. Und mein Mittagessen war auch nicht viel anders. Nur Käsescheibletten statt Kartoffelsalat. *** seufz ***

Das nächste deutsche Restaurant ist weit weg, da kann man nicht immer hin und meine Frau würde dann auch die Finanzministerwut kriegen....


Trotzdem bin ich glücklich, nichts juckt mehr. Hatte Flau Doktol also doch Recht, grins.

EDIT: Jetzt juckt's sogar schon vom Kartoffelsalat. Ich bin verhext! Verhext!

A.M.B! A.M.B! (Computex 1)




Während in Deutschland ein infantil kichernder Außenminister und eine konfuse Regierungschefin die Reste von D-Land in Grund und Boden regieren und das letzte Staatsvermögen an den sonnigen Süden verschenken, kann man sich eigentlich nur noch auf das selbe Niveau begeben und Ententanz in Südostasien genießen. Die junge Frau oben im Bild auf dem Stand jedenfalls sprach von Visionen. Nun denke ich da an Helmut Schmidt, der gesagt hat, wer Visionen hat, soll zum Augenarzt gehen.

Was für Visionen das sein sollten, weiß ich bis heute nicht, denn plötzlich kam eine andere Kollegin und fing an, in der Gegend herum zu springen.


Was das nun für Visionen sein sollten und was "view, create, share, connect" mit ihrem Mückenstich am rechten Oberschenkel (oder dem hervor lukenden Unterrock) zu tun hatten, blieb dann irgendwie auch auf der Strecke.

Bisweilen konnte man sich in der ersten Reihe ja schon fürchten...

"Hallo, könnte bitte die andere Kollegin kommen, die hier macht mir Angst."

Vorsicht mit den Haxen.....

Ah gut, da unten rechts ist die Vision. Was auch immer das sein sollte.

Dann kamen wir zum intellektuellen Teil. Mit Zeigestock fragte diese junge Frau irgendwas an der Tafel ab, wieder über share und connect und dergleichen...

Wenn sie dann eine ihrer zahlreichen Fragen ins Publikum richtete, konnte man etwas gewinnen, wenn man die richte Antwort gab (meine Frau hat mir vorgesagt). Wenigstens konnte man bei ihr Aufatmen, weil sie nicht mit dem Todesgriff auf der Bühne herum schwang. Bei ihr wirkte das ehr grazil (Rippenstoß von Ehefrau... räusper)

AMD! AMD! grölte das Publikum und meine Frau rief mir ins Ohr "AMV! AMV!". Ich antwortete beherzt "AMV!" und bekam einen Kugelschreiber geschenkt. Das V steht wohl für die Vision, denke ich. Oder so. Never mind.

Lasst lieber die kleinen Latexdrachen in Ruhe und schaut euch richtige an (http://bobhonest.blogspot.com/2010/06/drachenalarm.html).

P.S.: Dieser junge Einheimische durfte zu der Moderatorin sogar auf die Bühne, weil er einen vollständigen Satz "Ei love A.M.D." zustande bekommen hatte. Wer mag schon Streber. Pah.

Montag, Juni 07, 2010

Drachenalarm!


Bevor wir zu einem Bericht von meinem Computexbesuch kommen, erst zum zweiten Teil der Tempelpirsch (hier erster Teil: http://bobhonest.blogspot.com/2010/06/tempelpirsch-in-der-nachbarschaft.html). Bücken wir uns also tief, um in die ethnische Multikultikiste zu greifen...

Tschuldigung, ich konnte die dumme Überleitung nicht lassen.

Schon als der Tempel (bei SinWu im Landkreis Taoyuan) oben auf dem Foto im Bau war, hatte ich einmal fast das Steuer verrissen beim Vorbeifahren, denn ganz unvermutet erspähte ich aus dem Augenwinkel unter einem Baugerüst eine lauernde Riesenechse. Man hat halt so seine Urreflexe, Sagengestalt hin oder her. Clicko mit Mauso und die Bilder müssten größer werden, je nach Browser anders.


Drachen stehen ja in China (und damit auch in Taiwan, das sich bis heute nicht entscheiden kann, ob es nun China ist oder nicht) für positives und göttliches und nicht wie im Christentum für den Teufel, Böses und Schwiegermütter. Zwei ganz kapitale Exemplare bewachen hier den Tempeleingang...

Der rote Mitsubishi passt da natürlich prima ins Bild. Drinnen kann man dann unter einem Wellblechdach wie üblich beten, Weihrauch, Opergaben und Geistergeld gibt es immer gegen Gebühr, viele Tempel haben auch Weissagungen mit teuren Orakelzetteln wo dann drauf steht, dass man reich wird oder dergleichen. Im Prinzip sind das alles einfach private Unternehmen, die gut Geld verdienen.

Wieso fällt mir gerade die letzte Auseinandersetzung zwischen Schwiegermutter und meiner Frau ein, hmmm... na lassen wir das. Ganz in der Nähe stand noch die alte Version des Tempels mit nur pferdegroßen Drachen. Scheinbar hat sich das Betgeschäft gelohnt und so wurde in größere Heiligviecher investiert. Wir wollen hier aber nicht abfällig von Drachen reden, schließlich sollen die chinesischen Götter auf Wunsch die Fähigkeit haben, sich in feuerspeiende Drachen zu verwandeln und wie nervös ich beim Autofahren auf die Tierchen reagiere habe ich ja gemerkt.

Einen Tempel hier aufmachen, das wäre auch mal eine Idee. Meine Frau war aber strikt dagegen, obwohl ich sie auf das dicke Geldbündel in der Hosentasche des Priesters hinwies. Sie nimmt den Glauben viel zu Ernst und kann das Geschäft dabei nicht sehen. Wenn sich die Biester noch bewegen würden und Rauch aus den Mündern käme.....

OK, Schluss mit dem Unsinn, hier hat eben schon wieder die Erde gewackelt im erdbebenreichen Taiwan. Im Christentum geht es schließlich auch im Wesentlichen um Geld, erinnere mich da dunkel an die Kirchensteuer. Woran ihr auch glauben mögt, hier von Taiwan aus wünsche ich einen gesegneten Feierabend. Ommmmmmm

Vorschau auf den kommenden Bericht von der Computex 2010. Natürlich geht es da nur um die neusten Gadgets und Computer...


(Nein Novell-SUSE zeigte nicht das openSUSE Betriebssystem sondern irgendein browserähnliches sinnfreies neues OS für Kleingeräte namens MeeGo).

Me, my younger inner brother


My company has those cool all-in-one flat panel PCs with touch screen, which were shown on the Computex fair here in Taipei. You can also use a real paint brush and then draw like an artist. We had a real Taiwanese artist there, a nice lady forcing me to stand still a long time (I am used to being commanded by my wife, so that was easy) and drawing this beautiful picture of me. Actually it is not really me, or as a passerby was saying "that's ten years younger". Hey, come on mate, I only looked so old because of those shoddy company uniforms! Okay, okay, I will one day finish this drawing, add a 5-o-clock shadow and some wrinkles and then that's really me.
Remind me to ask wife for her moisture cream tonight... have to look like my image.

EDIT: wait a minute, I look like that on my signature picture on top of the blog. That is only from 2004. That's only 6 years ago. Not 10! What has Taiwan done to me? (snicker)

EDIT2: OK, the nose and eye colour needs to be changed, the chin is a bit wrong and if we change hair and lips we may be just there. The eyebrows are quite good actually. Besides the shape that is.

Tempelpirsch in der Nachbarschaft




Die Bilder lassen sich Vergrößern, einfach mal, je nach Browser, drauf herum klicken. Nicht auf dieses, das ist zu hässlich.

In der Nähe unseres Heims in Nordtaiwan im Landkreis Taoyuan ist eine Stadt namens SinWu. Da ich mal etwas Spanisch gelernt habe, heißt die Stadt für mich daher intern "OhneWu" oder "Wulos", denn "sin" heißt "ohne" auf Spanisch, wenn ich mich recht erinnere. Wo genau die Wu-Losigkeit anfängt weiß ich auch nicht, die Taiwanesen haben ja keine Ortsschilder. Eine Zeitland dachten meine Frau und ich sogar, wir seien selbst Wu-Nichthaber, denn man weiß einfach nicht, wo die Ortschaften aufhören und anfangen.

Nach meinem Besuch auf der LATEX 2010, von manchen auch Computex genannt, weil die Leute irrigerweise glauben, es ginge da um Computer, suchte ich am Sonntag etwas Entspannung. Ich wollte die zahllosen goldbraunen oder weißen Oberschenkel und die prall in Latex verpackten Gesäße endlich aus dem Kopf bekommen und schnappte mir daher meine neue Digitalkamera und das Auto und fuhr los, die ganzen Sehenswürdigkeiten zu suchen, die ich schon vor Jahren in der Nachbarschaft erspäht hatte, so im Umkreis von 20 Fahrminuten, um sie endlich mal abzulichten.

Nicht das Hässliche suchen, was in Taiwan überreichlich vorhanden ist, sondern wie ein Tourist die Rosinen raus picken. Warum auch nicht.


Ein alter Friedhof in der Nähe der Küste. Wen es hier wann und wo und warum wohl erwischt hat? Gräber fotografieren ist bei meiner Frau streng verboten, schließlich könnte einen der Geist des Insassen bis nach Hause verfolgen. Hoffentlich sieht sie das Foto nicht im Blog...

Hier ruht hoffentlich auch nach dem Foto noch jemand...

Die Toten haben es im überfüllten Taiwan meist schöner als die Lebenden.

Kurz ärgerte ich mich noch über die Kratzer an meinem Ludigelmobil. Wenn der Wagen so frisch gewaschen ist, sieht man die alle. Endlich habe ich nach kriminalistischer Analyse der Schabespuren wenigstens verstanden, dass meine Aktentasche die Ursache ist und nicht ein böswilliger Kollege. Äh.... wo waren wir?

Ein Tempel aus Standardbauteilen, so spektakulär sehen hier fast alle aus. Mit Superweitwinkel wird es etwas dramatischer. Zwei haben mir schon Leute vom Gürtel oder aus der Wohnung gestohlen (in Deutschland), das Dritte haben sie mir dankenswerter Weise gelassen. Habe auch die Marke gewechselt, Soligor war scheinbar zu populär, Tokina will keiner. Dabei ist die Qualität genau gegenläufig.

Drachendach. Drachen in Latex hatte ich ja am Samstag schon genug gesehen, da waren diese ganz erfrischend.

Und wer lugt da hinter dem Baume? Shing und Shang, letzterer geblendet von der Sonne.

Beide bewachen ihre hohe Mutter. Oder wen auch immer.

Dann vertrieb mich ein blauer Lieferwagen (Blue Truck) mit quäkenden Lautsprechern, der mit der Intonation eines Geisteskranken Gemüse ANBOT. GEEEEEMMMMMMÜÜÜÜÜÜÜSSSSEEEEEE! KAAAAAUUUUUFT GEEEEMMÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜSE! Schnell bin ich zum nächsten Tempel mit viel größeren Drachen weitergefahren. Mehr dazu nächstes Mal. Wieder zu Hause angekommen, erzählte mir meine Frau, sie sei knapp mit dem Leben davon gekommen, weil sie die Terrasse hinten mit Käfergift einen Zentimeter hoch eingesprüht habe und dann ausgerutscht sei und fast einen Schluck genommen habe. Ein Tropfen reicht zum Tode, sagte sie mir, so habe sich die Großmutter eines Bekannten das Leben genommen. Schluck. Oder besser nicht. Doch keine Sorge, meinem kleinen Drachen geht es gut. Mehr zu den großen demnächst.

Weiter zu Teil 2: Drachenalarm!!!!: http://bobhonest.blogspot.com/2010/06/drachenalarm.html

Freitag, Juni 04, 2010

Ludigel auf der Latex ... äh Computex




letztes Jahr...

So, morgen habe ich Standdienst am letzten Tag auf Taiwans Computermesse Computex. Es gibt sensationelle neue Gerätschaften, die das Ende des PCs und der Computerei as we know it einläuten. Sensationelle Smartphones, iTablets und Gadgets mit der Intelligenz eines 48jährigen Sozialpädagogen, 3D-Displays mit integriertem Rechner und all den ganzen Kladderatasch. Ich bin dafür zuständig auf Wunsch einen Server an zuschalten. Diesmal ist auch meine Frau dabei, aber die Gute hat mich schon daran erinnert die Digitalkamera zu leeren. Anbei zwei der bezaubernden Messehostessen meiner Firma, ich weiß, dass das auf deutsche politische korrekte Augen als unangemessen wirkt, so viele in Latex gehüllte hübsche Damen da zu haben, aber das ist mir ehrlich gesagt völlig wurscht.

Also bis dann!


Korrupte Polizisten, Gangsterstadt Taichung (Update)

Die mitteltaiwanesische Stadt Taichung ("Chung", standardisiert eigentlich "Zhong" zu schreiben, heißt auch "Mitte") hat sich im sonst friedlichen Taiwan einen Ruf als Gangsterstadt erworben, in der schon mal am helligten Tage von Gangsterbanden herumgeballert wird. So hatte ein Gangster, der von einem Polizisten auf der Autobahn angehalten wurde, dem Polizisten vor ca. zwei Jahren die Waffe abgenommen und dann versucht, vorbeifahrende Autos anzuhalten. Ein Fahrer, der nicht anhielt, wurde von ihm erschossen, er konnte dann fliehen.
Jetzt (http://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2010/06/02/2003474462, http://forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=8&t=88821) fand ein Mordanschlag auf einen Gangster statt, der in seinem Büro erschossen wurde. Zufälligerweise hielten sich gerade 4 hohe Polizeibeamten in dem Büro auf, als der gastgebende Gangster erschossen wurde. Sie gelten als mit dem Gangster "verbunden". Die vier Polizisten versteckten sich unter dem Kaffeetisch, während herumgeballert wurde und haben sich anschließend schnell vom Tatort entfernt. Als sie schließlich doch ermittelt wurden sagten sie, sie hätten nichts gesehen, wären ja unter dem Kaffeetisch gewesen. Auch wieder wahr. Manch einer scheint in Taiwan dieser Tage zu vermuten: sie mussten vermutlich ihre Geldscheine zählen - wenn man in die Presse schaut.


Heiße Bräute, Schießeisen und rote Kuverts mit Schmiergeld. Die Einheimischen haben es gut, die dürfen Polizist*** werden.

Das Leben in Taiwan ist friedlich, von Taichung vielleicht mal abgesehen, aber seit korrupte Polizisten (vermutlich) in das Ausnehmen meiner Schwiegermutter verstrickt waren (letzte Meldung dazu hier: http://bobhonest.blogspot.com/2010/05/polizei-fangt-schwiegermutter-gangster.html), gebe ich zu, dass das irgendwie mein Lieblingsthema geworden ist. Es ist allerdings auch ein beunruhigender Gedanke, wenn die Ordnungshüter selbst oft kriminell sind, schließlich dürfen sie von Gesetzes wegen mit Schießeisen in der Gegend herumfuchteln.


Besorgte Polizisten schützen die Bürger in Taiwan.


*** Anmerkung für Interessierte:

Schon von Gesetzes wegen werden taiwanesische Polizisten praktisch dazu gedrängt, mit den Gangstern zusammenzuarbeiten. Nach taiwanesischem Gesetz unterstehen Ortspolizisten zwar disziplinarisch der Staatsanwaltschaft, bekommen ihr Budget allerdings vom Bürgermeister. Und "Moribud the Burgermaster", um ein Lied zu zitieren, ist natürlich mit der örtlichen Mafia verbandelt. Das liegt wiederum zumindest im Norden in der Geschichte, als die Festlandchinesen 1949 Taiwan übernommen haben und sich zu einem Schutzbund (Soldaten nach Feierabend) zusammengeschlossen haben, um sich mit den Einheimischen um das beste Land zu streiten. Klar, dass dieser Schutzbund zur heutigen nordtaiwanesischen Mafia (Bambusgang genannt) geworden ist. Außerdem ist die Truppe mit der Partei KMT verbunden, das war ja die KMT-Regierung unter Chiang Kai Shek, die aus China nach Taiwan geflohen ist. Und auch der Bürgermeister von Taichung ist von der KMT. Ich sehe ihn richtig vor mir, als großen Kriminalitätsbekämpfer.

Update:

Das Magazin des Todesschützen war zwischenzeitlich leer, er ging dann zurück zu seinem Auto, um nachzuladen. Unterdessen suchte der Angeschossene (Herr Weng) in seinem eigenen Büro Zuflucht, in dem sich aber die 4 Polizisten verbarrikadiert hatten. Herr Weng wurde dann mit der zweiten Salve erschossen. Wieder mal sind auch sämtliche Sicherheitskameras, die den Vorfall gefilmt haben gelöscht wurden. Das ist in Taiwan Standardprozedur, die Polizei löscht grundsätzlich erst mal sämtliche Aufnahmen von dem Verbrechen - und das wo es hier überall Kameras gibt. Habe das jedenfalls schon mehrfach gehört.
http://www.chinapost.com.tw/taiwan/local/taichung/2010/06/04/259316/p1/Hu-Mu-yuan.htm







Donnerstag, Juni 03, 2010

Gnadenlos niedliche Neffenfotos (jetzt auch in Ludigels Taiwanblog)

Andere Blogs haben sie schon lange, jetzt zieht Ludigels Taiwanblog vom östlichen Tellerrand der Welt gnadenlos nach. Ihr habt es nicht anders gewollt.

Beim Essen mit der Familie setzen sich Shang und Keine-Ahnung-wie-der-andere-heißt plötzlich Sonnenbrillen auf und machen eine Rap-Nummer. Das war oberniedlich, muss auch ihr zynischer Ausländeronkel zugeben. Besonders als der Linke auf den Rechten gezeigt hat und der dann anfing, wie unter Strom stehend zu zappeln. Doch wirklich, bei Kindern ist das niedlich. Vor Lachen hätte ich mich fast an den faulig schmeckenden Fischbällchen verschluckt.

Die beiden werden immer nur "GeGe" und "Didi" genannt, kurz auf der zweiten Silbe beim Didi, was älterer Bruder und jüngerer Bruder heißt. Der dickere ist der jüngere. Weswegen seine Großeltern immer den dünneren mehr knuddeln und ihm manchmal was schenken, ohne seinen Bruder zu beschenken. Weil der Erstgeborene eben der künftige Stammhalter des Geschlechts ist. Sagt meine Frau, glaube ihr aber kein Wort.

Noch niedlicher werden sie, wenn sie älter werden. Der Rechte ist mein heimlicher Lieblingsneffe, was nur bedingt damit zu tun hat, das er auf die Philippinen ausgewandert ist. Er spricht fließend Englisch, Spanisch, Mandarinchinesisch und neuerdings auch Phillipinowupptichnesisch und kann das RRRRR wunderbarrr rrrrollen wenn er "Reproductive Organ" sagt. Herrlich!

Der linke ist mein Lieblingsneffe, meine Frau hat ihn großgezogen und momentan gärt bei ihm gerade die Pubertät. Dadurch ähnelt er irgendwie "Jake" aus Two And a Half Men. Aber seine Ausdünstungen sind so schlimm nicht, außerdem ist sein Vater reich, da kommt es eh nicht so drauf an. Er hat auch immer diese elektronischen Dinger in der Hand, wirklich immer und hat mitlerweile Nervenzuckungen. Aber keine Sorge, sage ich ihm, das wird schon alles werden. Nicht einfach mit der Pubertät, ich weiß es selbst, bin ja als Spätfolge davon durch das damit verbundene Phänomen Frau in Taiwan gelandet. Und er ist eh schon da, also hat er das Schlimmste schon hinter sich.

Euer Onkel Ludigel

W-Tuning


Sollte ich doch noch länger in Taiwan bleiben***, müssen wir ein neues Auto kaufen, sagt meine Frau, denn unser Nissan ist ja nun schon 145.000 km gelaufen. Neulich wies mich meine Frau drauf hin, dass der Drehzahlmesser von dem Ding bei 7.500 Touren hing, Overkill wäre bei 8.000, als ich gerade so schön am Rechtsüberholen (darf man hier ja) war. Der Drehzahlmesser ist bei dem X-Trail in der Mittelkonsole, da sieht man ihn einfach nicht. Und außerdem sollte so ein Automatik ja wohl selber hochschalten. Na ja, ließe sich bestimmt reparieren. Wenn es klingelt muss ich mich jetzt halt zurückhalten mit dem Gasfuß. Wahrscheinlich haben die Nulpen in den No-Name-Garagen nie das Automatiköl gewechselt, ist das nicht bei 100.000km dran oder so?

Ein Neuwagen aus Deutschland käme nicht in Frage, sagt Frau, damit die Kollegen nicht neidisch werden. Man muss ja trotz 0% Finanzierung den Schlitten passend zum Status fahren. Da käme mir ein Skoda in den Sinn, die halten die Nesen für einen billigen Osteuropäer.

Der BMW unten ist allerdings von einem Besucher. Muss ein ganz exklusiver Tuner sein für BMW, Insidern auch nur mit einem Buchstaben geläufig. Bitte genau hinsehen. Ggf. das Bild drehen****...


***Ja, ja, Okay, der Plan ist ja eigentlich bald nach D-Land zurück zu kommen. Aber jetzt wo der Bundesmerkel die Krankenversicherung und Steuern erhöht und ganz Grrrrr...iechenland vom deutschen Angestelltengehaltszettel leben soll, ich hier eine hochinteressante Arbeit habe und man sich dank 0% Zinsen alles mögliche eine Nummer größer leisten kann, komme ich wieder ins grübeln.

**** "M" heißt die Motorsportfraktion von BMW und hat dieses Logo, das hier verkehrt herum angebracht ist ;-)

Dienstag, Juni 01, 2010

orangehaariger Gangster

Die Ereignisse auf der Insel Formosa überschlagen sich wieder. Meine Frau hat ihre Nussbrei-Ei-Diät nicht mal einen einzigen Tag durchgehalten. Da fehlt den sinoiden Völkern halt unsere eiserne teutonische Disziplin und Leidensfähigkeit. Von bundespräsidialen Ausnahmen abgesehen.

Der orangehaarige Jugendliche, der meine Schwiegermutter um Sage und Schreibe 1.000.000 Taiwandollar, also etwa 25.000 Euronen gebracht hat (letzter Bericht hier: http://bobhonest.blogspot.com/2010/05/polizei-fangt-schwiegermutter-gangster.html) ist scheinbar tatsächlich gefasst worden. In die Sache waren ja scheinbar*** korrupte Polizisten verwickelt, sozusagen fangen in Taiwan die Polizisten also tagsüber ihre eigenen nächtlichen Helfershelfer, denn der orangehaarige Teenager war ja nur der Geldbote.
Der Pflichtverteidiger des Jungen hat uns jedenfalls angeboten, 2% der ergaunerten Summe, also knapp 500 Euro (habe den Unsinn jetzt im einzelnen nicht nachgerechnet) zu erstatten. Meine Frau hat das abgelehnt und gesagt, sie wolle dann lieber den Bengel bis in sein Greisenalter juristisch verfolgen und ihm das Leben zur Hölle machen. Das sollte den Kerl erschrecken, denn wenn meine Frau jemanden das Leben zur Hölle machen will, ist das wirklich eindrucksvoll - ich halte kurz zum Sinnieren inne.
Nein im Ernst, in dem Preis sollten noch ein paar Extras mit drin sein, wenigstens hätte der Pflichtverteidiger anbieten sollen, dass wir seinen Mandanten mit alten Pantoffeln schlagen dürfen, so wie das immer im Fernsehen zu sehen ist, wenn Geschädigte den Schädiger in die Finger kriegen. Taiwanesen sind eben relativ zivilisiert, anderso würde man Macheten nehmen.

Gucken wir mal, ob wir dem Bengel die nächsten Jahrzehnte etwas lustiger gestalten, immerhin war ja auch mein sauer verdientes Geld dabei, von wegen Schwiegermutterunterstützung, das dieser verdammte orange Nichtsnutz an seine betelnusskauenden Kumpanen weitergereicht hat. So leicht kommt er uns nicht davon.

Tja, Taiwan ist eben ein bisweilen gefährliches Pflaster. Allerdings nur wenn man auf einen der zahlreichen Betrugsanrufe eingeht, die hier ständig auf dem Handy eintreffen. Oder Polizisten in die Wohnung lässt; tue ich nie, mal ehrlich, die haben hier doch tatsächlich Schießeisen. Ein bewaffneter Einheimischer zu Hause, das hat mir gerade noch gefehlt. Meine Frau mit dem Wasserkocher in der Hand, das ist schon schlimm genug.

Mich hat Taiwan auch wieder erwischt, mit ihrer verdammten 0-Prozent-Kreditregelung. Die hat mir schon Reihenhaus und Auto beschert und jetzt als ich einfach eine kleine Digitalkamera kaufen wollte, sagte meine Frau, "wir sind hier in Taiwan, nimm ne teure, wir kriegen 0 Prozent für 2 Jahre". Jetzt habe ich gerade ein Ding ins Büro geliefert bekommen, die ist so schwer, dass ich einen krummen Rücken kriege. Sogar der Blitz ist so groß wie meine alte Kamera, mein Lieber Herr Konfuzius. Ungeahnten Gefahren ist man hier in Asien ausgesetzt, halten Sie noch eine Weile durch, liebe Leser, ich muss es ja auch.

***Weil die ursprünglichen falschen Polizisten Schwiegermutter "Haft" angedroht hatten, wenn sie nicht bezahlt und dann tatsächlich später eine Haftantrittsaufforderung vom Gericht zugestellt wurde. Die war zwar für jemand anderen, diente aber wohl der weiteren Einschüchterung. Oder war alles nur ein Zufall? Ganz klar ist das bis heute nicht. Vielleicht hat sich in der Sache was getan, weil meine Frau das Polizeipräsidium eingeschaltet und den Obersherriffs die Merkwürdigkeiten geschildert hat.

Lisa Fitz*** for President!

Also mal ehrlich, so geht das nicht. Roland Koch wirft in Hessen hin - gut, manch einer ist froh, ihn nicht mehr zu sehen. Dann Horscht Köhler als Bundespräsident und auch Frau Merkel wirkt so, als ob sie langsam genug vom Bundeskanzlern hat. Der Budesguido wirkt sowieso so, wie man sich Guido Außenminister vorgestellt hat. Da müssen neue Leute ran, keine Frage.

Wie, die SPD? Ja, gut, das auch. Aber erst mal bin ich für LISA FITZ als Bundespräsidentin. Ne, echt, die mochte ich schon immer. Sie oder ihr kubanischer Mann. Irgendwer muss es doch machen.

***Schreibweise korrigiert, danke für den Hinweis (räusper)

eye opener


Some gals here make their eyes bigger with some mechanical eye openers which they pop inside. This pic shown on Forumosa com shows how "effective" that is. Strange stuff.

Seems she is from Taichung, right?