Man liegt im Bett und schläft. Dann wecken einen diese Kratzgeräusche am Fenstergitter...
Taiwanische Wohnungen haben ja immer diese vergitterten Fenster, entweder ohne Schlüssel oder gleich ohne Schlüsselloch. Sonst sind Brände einfach viel zu langweilig. Auch das Spielzimmer von Junior, in dem ich in unserer Miniwohnung immer schlafe, weil ich harten Boden unter dem Rücken brauche statt das Bett. Vor dem Zu Bett gehen hatte ich noch etwas am Rechner gedaddelt. Das Spiel Skyrim, wo einem bisweilen Mischwesen zwischen hässlicher Frau und noch hässlicherem Vogel mit spitzen Krallen und Feuerkugeln attackieren.
Liege also nun im Bette - na ja auf dem Boden jedenfalls, da schrecke ich aus dem Schlaf. Werde wach von Kratzgeräuschem am Fenstergitter. In der Realität, nicht im Spiel. Irgendwas tackert und krabbelt da und das Geräusch wird immer lauter. In dem kurzen Moment zwischen Traum und Wachsein überlagern sich Computerspielerinnerung und Wirklichkeit. Ich werde wach und denke noch: "Where the f*ck is my sword". Definitiv ein Vorteil von Fantasywelten, dass man da immer ein Langschwert als Argumentationshilfe zur Hand hat. Ich raffe mich auf, gehe im Dunkeln zum Fenster, mache mich bereit den Vorhang zur Seite zu ziehen. Es kratzt immer noch. Was immer da rein will, müsste langsam da sein im Stockdunkeln am Fenster.
Taipei: Grund in virtuelle Umgebungen zu flüchten
Da bellt ein kleiner Hund mit seiner Fistelstimme in der Wohnung gegenüber. WAU WAU WAU WAU. Nur viermal. Die Kratz- und Trappelgeräusche (wohl auf dem Blechdach über dem Gitter und daher viel lauter als sie sein sollten) entfernen sich rasch. Hund bleibt ruhig. Wauwi und Ludigel schlafen wieder ein.
Mentale Notiz: Mit Straßenhund im Fantasyspiel anfreunden (mein Husky dort hat leider das letzte Dungeon nicht überlebt). Gibt es in Skyrim wie auch in Taipei.
Dieses Blog durchsuchen
Posts mit dem Label computer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label computer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, April 13, 2018
Mittwoch, Juni 15, 2016
Ende eines Geschäftsmodells
Droht das Ende des "Ingenieurbüros Taiwan" in der Computerindustrie? Jedenfalls im bisherigen Sinne ist das bei uns der Fall
"Mein Unternehmen" [Edit: i.S.v. Arbeitgeber] gehört zu den großen taiwanischen Computer-Hardware-Herstellern. Zwei unserer Konkurrenten sind mit eigenem Markennamen und einer davon mit Smartphones aufgestellt, während wir uns auf das sogenannte ODM/OEM-Geschäft konzentriert haben. Die Bedeutung der Kürzel ist eh verwirrend, daher sei kurz erklärt wie das ablief bisher:
a) Ein Chiphersteller wie Intel oder AMD kreiert in den USA eine neue CPU. Diese wird auf ein Demo-Motherboard gesetzt, das in der Tat made in USA ist. Man muss jetzt nur noch Speicherriegel einstecken und Stromversorgung anstöpseln, dann ist der Computer (ohne Box natürlich) fertig.
b) Das Demoboard wird an führende Computerhersteller in Taiwan (neuerdings auch in China) in oft nur einem Exemplar per Unternehmen geliefert und Marketingleute von AMD oder Intel halten Vorträge über die zukünftige Geschäftsplanung, denen wir hier andächtig lauschen. Die Techniker vergessen hinterher das ganze Marketinggerede eh wieder und die Produktmanager kennen sowieso kaum das Alphabet (deswegen sind sie Produktmanager und keine Techniker). Aber es ist immer ein netter sozialer Event mit netten Leuten aus den USA und nettem Essen hinterher.
c) Die taiwanischen Computerhersteller machen ihre eigenen Motherboards bestehend auf dem Basisdesign. Etwa variieren dann CPU-Zahl und Schnittstellen wie SATA, PCIe, USB2, USB3 etc. Danach wird die Grundsoftware - das BIOS - geschrieben (das ist die Software, mit der der Computer das Betriebssystem wie Windows überhaupt erst suchen und finden kann). "Schreiben" heißt für taiwanische Softwareentwickler, dass sie es aus einem vorgegeben Standard-BIOS der gängigen zwei Hersteller (einer hat glaube ich den anderen längst aufgekauft mittlerweile) zusammensetzen.
d) Parallel dazu kommen die Kunden zu uns mit eigenen Projekten. In meiner Abteilung machen wir Server. Also will dann ein US-Kunde (oder japanischer oder manchmal europ. Kunde) etwa einen netten flachen Hochleistungscomputer haben, der dann beispielsweise an die US-Navy verkauft werden soll, wo die Fregatten ja längst schwimmende Linux-Rechenzentren sind. Dazu ist Feintuning erfoderlich, damit die Kisten nicht überhitzen. Dieses Feintuning erledigen die eigenen US-Ingenieure daheim in den USA in Zusammenarbeit mit den taiwanischen Ingenieuren hier, in dem sie diesen Vorgaben machen und die diese umsetzen. Taiwaner denken bei Computern an das nackte (und thermisch daher unproblematische) Motherboard, während der Überseekunde an den Computer im Gehäuse und die damit einher gehenden thermischen Probleme denkt.
e) Wenn die Prototypen (auch schon in China) vom Motherboard gefertigt sind, findet die Massenproduktion in China statt. Das taiwanische Unternehmen hat dazu i.d.R. eigene Fabriken in China. Taiwanische Ingenieure sind dazu dauerhaft in China stationiert, um die Produktion zu überwachen (sog. Prozessingenieure). Während der kritischen Phasen reisen Leute aus der taiwanischen Zentrale nach China, um zusätzlich zu kontrollieren. Festland-Chinesen ohne taiwanische Anleitung würden nur bunte Bretter aka Ausschuss produzieren. Jedenfalls in einer Fabrik, die Taiwanern gehört.
f) Der fertige Server wird dann von großen US-Unternehmen z.B. im Rahmen der "Lösungen statt Produkte"-Philosophie mit teurem Consulting und dem Badge der US-Firma an Kunden weltweit verkauft. Oder schippert eben mit der US-Navy herum.
Mein Part dabei war, die Produkte kundennäher testen zu lassen. Vor meiner Arbeit hier etwa wurde ein Linux-Server nur mit DOS und Windows getestet und lief dann nach beginnender Massenproduktion beim Kunden nicht mit Linux oder UNIX, so dass die Produktion teuer umgestellt werden musste. Da reicht schon ein aus der Spec laufender Transistor oder Widerstand, damit so etwas passiert. Ich habe in den vergangenen Jahren oft Linux-Testsoftware gemacht, so dass klar war, dass das Gerät auch wirklich funktionieren wird. Bei Embedded Geräten mit manchmal nur winzigen Flashdisks drin und ohne Tastatur und Bildschirmanschluss war das manchmal alles andere als trivial, auch gerade wenn es keine Standardarchitektur ist. Auch ein ganzes Linux-Cluster aus mehreren zusammengeschalteten Rechnern habe ich schon mal aufgebaut, weil die Endkunden das auch machen wollten.
Nun wird alles anders. Offenbar kommen immer mehr Kunden mit fertigen Server-Boards an und wollen diese nur noch von uns in China produziert haben. Dazu werden also nur noch wenige Hardwareleute und die Prozessingenieure für/in die Fabrik in China gebraucht. Im Zuge dieser Umstellung habe ich die Linuxsoftware aufgegeben und einige Zeit teaminterne ERP-Software von Grundauf programmiert. So ein Hardwaretest-Scheduling - Tool mit Urlaubsplanung, die Tester-Fähigkeiten berücksichtigende Test-Scheduling-Planung und einem Viewer für verschlüsselte Lehr-Videos auf einem Server, mit Team-Urlaubsplanung und mehr, das an 40 Plätzen lief.
Doch im Zuge der Neuentwicklung wird mein Unternehmen wohl die Softwareseite ganz und gar einstellen und ich bin - sicher auch wegen unserer anderweitigen (Wieder-)Auswanderungsplanung wohl nur noch temporär im Unternehmen. Ach ja: da die Linux-Testsoftware nicht mehr so oft gebraucht wurde hat sich, als ich das Aufgabenfeld gewechselt habe, schnell ein Kollege meinen alten Arbeitstitel "Linux-Software-Leiter" gegriffen. Der kann zwar kein bis wenig Linux und macht auch keine Linuxsoftware, aber freut sich jetzt über den neuen Jobtitel. Das ist der BIOS-Leiter von oben im Text ;-)
Am Ende wird mein Unternehmen sich transformieren müssen, denn der PC- und Notebook-Bereich steckt sowieso schon lange in den roten Zahlen. Man müsste auf Managementebene ganz oben nacheifern und Lösungen statt Produkte verkaufen. Und damit den eigenen Markennamen ausbauen, den Endkunden kaum kennen. Aber auch dann gäbe es wohl nur neue Büros in den Kundenländern in Übersee und am Ende vielleicht nur noch ein kleines Office in Taiwan. Dafür aber viele Prozessingenieure in China. Hier in Taiwan kommt das alte Geschäftsmodell wohl unwiderruflich zum Ende.
Mein Versuch, zur Wertsteigerung ("added value") Software zusätzlich zu den Servern zu verkaufen konnte sich auch nicht durchsetzen. Man findet in Taiwan keine arbeitsfähigen und arbeitswilligen Software-Entwickler. Die geben hier viel vor, inklusive US-Studium, können aber in Praxi nichts bis wenig. Taiwan also in Zukunft nur noch als .... als Kontaktbüro für Massenproduktion fertig vom Kunden entwickelter Motherboards in China. Ist das die Zukunft? Offenbar ja. Das Topmanagement müsste dringend das Unternehmen umstrukturieren, wenn es überleben soll.
* Ein Denkmal in Vancouver, als ich noch als reisender Linuxmensch bei Chinesen in Kanada war, die dort für den Weltmarkt Netzwerkgeräte entwickeln, die dann in Taiwan (mit-)entwickelt und wieder in China gebaut wurden
"Mein Unternehmen" [Edit: i.S.v. Arbeitgeber] gehört zu den großen taiwanischen Computer-Hardware-Herstellern. Zwei unserer Konkurrenten sind mit eigenem Markennamen und einer davon mit Smartphones aufgestellt, während wir uns auf das sogenannte ODM/OEM-Geschäft konzentriert haben. Die Bedeutung der Kürzel ist eh verwirrend, daher sei kurz erklärt wie das ablief bisher:
Das Ende ist auch irgendwie schön*
a) Ein Chiphersteller wie Intel oder AMD kreiert in den USA eine neue CPU. Diese wird auf ein Demo-Motherboard gesetzt, das in der Tat made in USA ist. Man muss jetzt nur noch Speicherriegel einstecken und Stromversorgung anstöpseln, dann ist der Computer (ohne Box natürlich) fertig.
Gewissermaßen treiben die CPU-Hersteller den Prozess an.
b) Das Demoboard wird an führende Computerhersteller in Taiwan (neuerdings auch in China) in oft nur einem Exemplar per Unternehmen geliefert und Marketingleute von AMD oder Intel halten Vorträge über die zukünftige Geschäftsplanung, denen wir hier andächtig lauschen. Die Techniker vergessen hinterher das ganze Marketinggerede eh wieder und die Produktmanager kennen sowieso kaum das Alphabet (deswegen sind sie Produktmanager und keine Techniker). Aber es ist immer ein netter sozialer Event mit netten Leuten aus den USA und nettem Essen hinterher.
Ob auch die taiwanische Computermesse Computex eines Tages abwandert...
c) Die taiwanischen Computerhersteller machen ihre eigenen Motherboards bestehend auf dem Basisdesign. Etwa variieren dann CPU-Zahl und Schnittstellen wie SATA, PCIe, USB2, USB3 etc. Danach wird die Grundsoftware - das BIOS - geschrieben (das ist die Software, mit der der Computer das Betriebssystem wie Windows überhaupt erst suchen und finden kann). "Schreiben" heißt für taiwanische Softwareentwickler, dass sie es aus einem vorgegeben Standard-BIOS der gängigen zwei Hersteller (einer hat glaube ich den anderen längst aufgekauft mittlerweile) zusammensetzen.
... oder wird sie standfest am Standort Taipei bleiben?
e) Wenn die Prototypen (auch schon in China) vom Motherboard gefertigt sind, findet die Massenproduktion in China statt. Das taiwanische Unternehmen hat dazu i.d.R. eigene Fabriken in China. Taiwanische Ingenieure sind dazu dauerhaft in China stationiert, um die Produktion zu überwachen (sog. Prozessingenieure). Während der kritischen Phasen reisen Leute aus der taiwanischen Zentrale nach China, um zusätzlich zu kontrollieren. Festland-Chinesen ohne taiwanische Anleitung würden nur bunte Bretter aka Ausschuss produzieren. Jedenfalls in einer Fabrik, die Taiwanern gehört.
f) Der fertige Server wird dann von großen US-Unternehmen z.B. im Rahmen der "Lösungen statt Produkte"-Philosophie mit teurem Consulting und dem Badge der US-Firma an Kunden weltweit verkauft. Oder schippert eben mit der US-Navy herum.
Mein Part dabei war, die Produkte kundennäher testen zu lassen. Vor meiner Arbeit hier etwa wurde ein Linux-Server nur mit DOS und Windows getestet und lief dann nach beginnender Massenproduktion beim Kunden nicht mit Linux oder UNIX, so dass die Produktion teuer umgestellt werden musste. Da reicht schon ein aus der Spec laufender Transistor oder Widerstand, damit so etwas passiert. Ich habe in den vergangenen Jahren oft Linux-Testsoftware gemacht, so dass klar war, dass das Gerät auch wirklich funktionieren wird. Bei Embedded Geräten mit manchmal nur winzigen Flashdisks drin und ohne Tastatur und Bildschirmanschluss war das manchmal alles andere als trivial, auch gerade wenn es keine Standardarchitektur ist. Auch ein ganzes Linux-Cluster aus mehreren zusammengeschalteten Rechnern habe ich schon mal aufgebaut, weil die Endkunden das auch machen wollten.
Nun wird alles anders. Offenbar kommen immer mehr Kunden mit fertigen Server-Boards an und wollen diese nur noch von uns in China produziert haben. Dazu werden also nur noch wenige Hardwareleute und die Prozessingenieure für/in die Fabrik in China gebraucht. Im Zuge dieser Umstellung habe ich die Linuxsoftware aufgegeben und einige Zeit teaminterne ERP-Software von Grundauf programmiert. So ein Hardwaretest-Scheduling - Tool mit Urlaubsplanung, die Tester-Fähigkeiten berücksichtigende Test-Scheduling-Planung und einem Viewer für verschlüsselte Lehr-Videos auf einem Server, mit Team-Urlaubsplanung und mehr, das an 40 Plätzen lief.
Doch im Zuge der Neuentwicklung wird mein Unternehmen wohl die Softwareseite ganz und gar einstellen und ich bin - sicher auch wegen unserer anderweitigen (Wieder-)Auswanderungsplanung wohl nur noch temporär im Unternehmen. Ach ja: da die Linux-Testsoftware nicht mehr so oft gebraucht wurde hat sich, als ich das Aufgabenfeld gewechselt habe, schnell ein Kollege meinen alten Arbeitstitel "Linux-Software-Leiter" gegriffen. Der kann zwar kein bis wenig Linux und macht auch keine Linuxsoftware, aber freut sich jetzt über den neuen Jobtitel. Das ist der BIOS-Leiter von oben im Text ;-)
Am Ende wird mein Unternehmen sich transformieren müssen, denn der PC- und Notebook-Bereich steckt sowieso schon lange in den roten Zahlen. Man müsste auf Managementebene ganz oben nacheifern und Lösungen statt Produkte verkaufen. Und damit den eigenen Markennamen ausbauen, den Endkunden kaum kennen. Aber auch dann gäbe es wohl nur neue Büros in den Kundenländern in Übersee und am Ende vielleicht nur noch ein kleines Office in Taiwan. Dafür aber viele Prozessingenieure in China. Hier in Taiwan kommt das alte Geschäftsmodell wohl unwiderruflich zum Ende.
Mein Versuch, zur Wertsteigerung ("added value") Software zusätzlich zu den Servern zu verkaufen konnte sich auch nicht durchsetzen. Man findet in Taiwan keine arbeitsfähigen und arbeitswilligen Software-Entwickler. Die geben hier viel vor, inklusive US-Studium, können aber in Praxi nichts bis wenig. Taiwan also in Zukunft nur noch als .... als Kontaktbüro für Massenproduktion fertig vom Kunden entwickelter Motherboards in China. Ist das die Zukunft? Offenbar ja. Das Topmanagement müsste dringend das Unternehmen umstrukturieren, wenn es überleben soll.
* Ein Denkmal in Vancouver, als ich noch als reisender Linuxmensch bei Chinesen in Kanada war, die dort für den Weltmarkt Netzwerkgeräte entwickeln, die dann in Taiwan (mit-)entwickelt und wieder in China gebaut wurden
Freitag, Juli 12, 2013
Was heißt GNU?
Ist mir neulich so passiert, mit Kollegin in Taiwan.
S: Ludigel, was heißt eigentlich GNU?
Ludigel: Das ist die Lizenz für Linux. Und eigentlich die ursprüngliche Open Source-Softwaresammlung, die Linux geworden ist. Es bedeutet: "GNU ist nicht Unix".
S: Ja, aber was heißt GNU?
(*) Ludigel: GNU heißt: GNU ist nicht Unix. Das ist Rekursion, der erste Name kehrt immer wieder in sich selbst zurück. Weil Linux aus UNIX entstanden ist, haben sie da einen Witz gemacht.
S: ...... Aber .... was heißt denn nun G-N-U ?
Ludigel: G steht für GNU und N für Not und U für Unix.
S: Ja.... aber .... das macht doch keinen Sinn. Was heißt denn nun GNU....?
Ich glaube, wir zwei fahren immer noch die dunkle nie endende Gasse lang und führen immer noch das selbe Gespräch. Es endet nie.....
GO TO (*)
Diese Computergeeks wissen gar nicht, was sie den Menschen mit solchen Namen antun. Aber diesen Satz wird ja niemand lesen, weil ja alle in der Endlosschleife oben gefangen sind....
DISCLAIMER: Fortschreitende Rekursion gefährdet nicht nur den Stack eines Betriebssystems, sondern führt auch zu Kopfschmerzen. Und gefährdet die empfindliche Struktur des Raum-Zeit-Gefüges.
S: Ludigel, was heißt eigentlich GNU?
Ludigel: Das ist die Lizenz für Linux. Und eigentlich die ursprüngliche Open Source-Softwaresammlung, die Linux geworden ist. Es bedeutet: "GNU ist nicht Unix".
S: Ja, aber was heißt GNU?
(*) Ludigel: GNU heißt: GNU ist nicht Unix. Das ist Rekursion, der erste Name kehrt immer wieder in sich selbst zurück. Weil Linux aus UNIX entstanden ist, haben sie da einen Witz gemacht.
S: ...... Aber .... was heißt denn nun G-N-U ?
Ludigel: G steht für GNU und N für Not und U für Unix.
S: Ja.... aber .... das macht doch keinen Sinn. Was heißt denn nun GNU....?
Ich glaube, wir zwei fahren immer noch die dunkle nie endende Gasse lang und führen immer noch das selbe Gespräch. Es endet nie.....
GO TO (*)
Diese Computergeeks wissen gar nicht, was sie den Menschen mit solchen Namen antun. Aber diesen Satz wird ja niemand lesen, weil ja alle in der Endlosschleife oben gefangen sind....
Gnu is not Zebra
DISCLAIMER: Fortschreitende Rekursion gefährdet nicht nur den Stack eines Betriebssystems, sondern führt auch zu Kopfschmerzen. Und gefährdet die empfindliche Struktur des Raum-Zeit-Gefüges.
Dienstag, Januar 29, 2013
Unglaublich...
Eine grüne kleine Box, die später mal ein DSL-Router wird auf dem Tisch, grün mit russischen Buchstaben beschriftet. Und ich soll ein UNIX-Betriebssystem drauf bringen. Einfach mal so. Z.B. um von einer für Damen als Werbegeschenk glitzernd verkrusteten USB-Flashdisk zu Testzwecken zu Booten. Manchmal steht "Windows 7" drauf auf den Flashdisks, mit denen ich meine Embedded-Computer zu Testzwecken boote. Und drauf ist Linux oder UNIX. Gacker. Toll, dass man für diesen Spaß sogar noch bezahlt wird! Mal im Ernst, das ist so als ob man einen neue Spiegelreflex hingestellt kriegt und fürs Rumspielen damit bestellt wird. Yipieeeee!
Mittwoch, Mai 30, 2012
Intelligenter Wandschalter
Die letzte Zeit hatte ich die Linux-Firmware für ein kleines Embedded-Gerät vorbereitet, also einen Winzlingscomputer, der später an der Wand etwas Steuern soll in Form eines Schalters, man stelle sich z.B. einen (hier sehr intelligenten) Klimaanlagenschalter vor.
Hier im Bild ist die Platine diskret blau eingefärbt. Verblüffend ist, das so ein Testboard wie hier bei mir auf dem Schreibtisch komplett mit Netzwerk und Tastaturanschluss ausgestattet ist und sogar einen VGA-Monitor kann man wie hier im Bild anschließen. Hier habe ich eimal eine Komplettinstallation mit Ubuntu-Linux und dem Gnome3-Desktop draufgespielt. In dieser Konstellation wäre der Wandschalter tatsächlich in der Lage mit Firefox (man achte auf das Icon) ins Internet zu gehen. In der Serie hat so ein Gerät dann natürlich diese Anschlüsse nicht, aber es wäre schon witzig, wenn ein Wandschalter, kaum dass man die Verkleidung abgemacht hätte, in der Lage wäre mit Monitor und Tastatur und Maus als PC zu fungieren, auch wenn er normalerweise nur die Klimaanlage an- und abschaltet. Leider wird das Gerät in der Großserie dann nur ein von mir zusammengestelltes Nur-Text-Linux drauf haben, das reicht völlig.
Da sieht man es, die meisten Menschen würden auf die Frage, wie viele Computer sie denn zu Hause haben, mit einer Zahl zwischen 1 und 3 oder maximal 4 antworten, tatsächlich lautet die Antwort bisweilen 30 oder mehr, denn Klimaanlage, Kliamaanlagenchalter eventuell auch schon, Microwelle, Digitalkamera, Videokamera, Fax, programmierbare Fernbedienung, CASIO-Armbanduhr etc. etc. hat man sehr viel mehr Computergehirnchen zu Hause werkeln als man denkt...
Hier im Bild ist die Platine diskret blau eingefärbt. Verblüffend ist, das so ein Testboard wie hier bei mir auf dem Schreibtisch komplett mit Netzwerk und Tastaturanschluss ausgestattet ist und sogar einen VGA-Monitor kann man wie hier im Bild anschließen. Hier habe ich eimal eine Komplettinstallation mit Ubuntu-Linux und dem Gnome3-Desktop draufgespielt. In dieser Konstellation wäre der Wandschalter tatsächlich in der Lage mit Firefox (man achte auf das Icon) ins Internet zu gehen. In der Serie hat so ein Gerät dann natürlich diese Anschlüsse nicht, aber es wäre schon witzig, wenn ein Wandschalter, kaum dass man die Verkleidung abgemacht hätte, in der Lage wäre mit Monitor und Tastatur und Maus als PC zu fungieren, auch wenn er normalerweise nur die Klimaanlage an- und abschaltet. Leider wird das Gerät in der Großserie dann nur ein von mir zusammengestelltes Nur-Text-Linux drauf haben, das reicht völlig.
Da sieht man es, die meisten Menschen würden auf die Frage, wie viele Computer sie denn zu Hause haben, mit einer Zahl zwischen 1 und 3 oder maximal 4 antworten, tatsächlich lautet die Antwort bisweilen 30 oder mehr, denn Klimaanlage, Kliamaanlagenchalter eventuell auch schon, Microwelle, Digitalkamera, Videokamera, Fax, programmierbare Fernbedienung, CASIO-Armbanduhr etc. etc. hat man sehr viel mehr Computergehirnchen zu Hause werkeln als man denkt...
Samstag, Mai 12, 2012
Vir jagen Viren auf allen Vieren
Steht da also diese Kiste auf meinem Schreibtisch, von einem anonymen Mitarbeiter verstrubbelt. Antivirus drauf, aber abgeschaltet. Weil kaputt, Echtzeitscanner von Trend-Micro startet nicht mehr. Will auch nicht mehr die Platte scannen. Faules Viech. Windows XP Sp2, Firewall ist an, immerhin etwas. Aber die schützt nur vorm Reinfunken, nicht vorm Rausfunken durch Malware. Beim Runterfahren beschwert sich XP über diverse Programme mit Namen wie 12d3245.exe, die schwer zu stoppen sind. Oh-oh. Ein Blick in /Documents and Settings/ zeigt eben diese Exen, ein jemand mit Muroro oder dergleichen hat sich als Autor eingetragen. Oh-oh-o. Fast alle der Apps können gelöscht werden, eine aber nicht.
Trend-Micro deinstallieren? Passwortgeschützt. Das ist wohl ein Feature, abel nul del loothaalige Sysadministrator mit der IT-Erfahrung von Pumuckl dem Kobold weiß es und wird es mir bestimmt nicht sagen. Jetzt müsste man eigentlich die Kiste neu installieren, aber irgendwie war mir nach Virenjagd zu mute.
Ich ahnte und vermutete, die Trend-Micro-Antivir-Software lies sich über die Systemdienste abschalten. Also in die Systemsteuerung, Computerverwaltung, Dienste und alles was Office-Scan oder dergleichen heißt abgeschaltet. Sträubt sich, also erstmal den Trend-Micro-Dienst zum Manupulationsschutz abgeschaltet, Kiste neu gebootet und ja, Trend-Micro startete immer noch und lies sich immer noch nicht deinstallieren. Also trotzdem Avira (von Avira.de) runtergeladen und installiert, Avira meckert über Trend-Micro und deinstalliert es ohne mit der Wimper zu zucken (Applaus! Also gibt es da wohl ein Masterpasswort....).
Avira fährt erstmal hoch, kann aber auch den Echtzeitscanner nicht starten.
Spybot-SD installiert, upgedatet, Platte gescannt, findet 2 Trojaner (also getarnte Schadsoftware), entfernt diese. Rechner neu starten, 1 Trojaner immer noch da. Avira die Platten scannen lassen, 17 (!) Virusmeldungen, alles entfernt bis auf den Trojaner, auch Rootkit genannt.. Den legt Avira immer wieder in die Quarantaine aber beim Neustart ist er wieder da der Trojaner. Avira verrät den Installationspfad des Rootkits, in Windows/System32/driver und heißt 2344b3433.sys oder so und hat gleich noch einen Zwilling daneben.
Also Windows runterfahren, neu hochbooten mit einer Linux-Live-CD (Kubuntu 9.02). Bios muss Start von CD eingestellt haben, dann Option auswählen "Kubuntu ausprobieren ohne das System zu verändern", ein bunter KDE4-Popart-Desktop erscheint. Unten links auf das Start-Button-Äquivalent geklickt, Dateimanager "Dolphin" auf, links sieht man sofort die Windowssystempartition. Den ganzen Dreck (Rootkit und Zwillingsbruder mit ähnlichem Namen) in Windows/System32/driver gelöscht, die Datei in/Documents and Settings/ gelöscht (geht jetzt, weil Linux sich einen feuchten Kehrricht um Windowsdateien und ihre Schreib- und Löschsperren kümmert, insbesondere kann nichts eine Laufzeitsperre haben weil ja nichts mehr läuft). Kiste durchgestarten und peng, Avira startet ordentlich.
Platte gescannt, scheinbar virenfrei. Aber noch ein paar Warnungen von unlesbaren Dateien. Morgen noch mal spielen. Damned, und so verbringe ich meine Mittagspause. Beruflich mache ich ja Linux, das ist einfach zu problemlos in Sicherheitsdingen, da muss man sich in der Pause mit Windows beschäftigen ;-)
Trend-Micro deinstallieren? Passwortgeschützt. Das ist wohl ein Feature, abel nul del loothaalige Sysadministrator mit der IT-Erfahrung von Pumuckl dem Kobold weiß es und wird es mir bestimmt nicht sagen. Jetzt müsste man eigentlich die Kiste neu installieren, aber irgendwie war mir nach Virenjagd zu mute.
Ich ahnte und vermutete, die Trend-Micro-Antivir-Software lies sich über die Systemdienste abschalten. Also in die Systemsteuerung, Computerverwaltung, Dienste und alles was Office-Scan oder dergleichen heißt abgeschaltet. Sträubt sich, also erstmal den Trend-Micro-Dienst zum Manupulationsschutz abgeschaltet, Kiste neu gebootet und ja, Trend-Micro startete immer noch und lies sich immer noch nicht deinstallieren. Also trotzdem Avira (von Avira.de) runtergeladen und installiert, Avira meckert über Trend-Micro und deinstalliert es ohne mit der Wimper zu zucken (Applaus! Also gibt es da wohl ein Masterpasswort....).
Avira fährt erstmal hoch, kann aber auch den Echtzeitscanner nicht starten.
Spybot-SD installiert, upgedatet, Platte gescannt, findet 2 Trojaner (also getarnte Schadsoftware), entfernt diese. Rechner neu starten, 1 Trojaner immer noch da. Avira die Platten scannen lassen, 17 (!) Virusmeldungen, alles entfernt bis auf den Trojaner, auch Rootkit genannt.. Den legt Avira immer wieder in die Quarantaine aber beim Neustart ist er wieder da der Trojaner. Avira verrät den Installationspfad des Rootkits, in Windows/System32/driver und heißt 2344b3433.sys oder so und hat gleich noch einen Zwilling daneben.
Also Windows runterfahren, neu hochbooten mit einer Linux-Live-CD (Kubuntu 9.02). Bios muss Start von CD eingestellt haben, dann Option auswählen "Kubuntu ausprobieren ohne das System zu verändern", ein bunter KDE4-Popart-Desktop erscheint. Unten links auf das Start-Button-Äquivalent geklickt, Dateimanager "Dolphin" auf, links sieht man sofort die Windowssystempartition. Den ganzen Dreck (Rootkit und Zwillingsbruder mit ähnlichem Namen) in Windows/System32/driver gelöscht, die Datei in
Platte gescannt, scheinbar virenfrei. Aber noch ein paar Warnungen von unlesbaren Dateien. Morgen noch mal spielen. Damned, und so verbringe ich meine Mittagspause. Beruflich mache ich ja Linux, das ist einfach zu problemlos in Sicherheitsdingen, da muss man sich in der Pause mit Windows beschäftigen ;-)
Donnerstag, April 19, 2012
Computer reißen die Weltherrschaft an sich...
Bis Computer die Weltherrschaft an sich reißen, wie immer wieder in SciFi-Filmen und -Büchern kolportiert, wird wohl noch eine Weile dauern. Momentan haben sie noch die Intelligenz einer leeren Milchtüte, die einen schlechten Tag hat. Und der Benutzer ist manchmal auch nicht viel besser (grins).
ohne (weitere) Worte
Freitag, April 06, 2012
Kunde will 95%ige Netzwerkeffizienz
Kunde will für einen der von uns hergestellten Netzwerkserver den BEWEIS, dass es nahe an 100% Netzwerkeffizienz erbringen kann. Also gehen die Jungs und Mädels vom Testteam bei und strudeln CENTOS, ein normales Linux, auf den Server und haben dann so 75% Effizienz. Völlig normal. Also sagt der Kunde, wir sollten ein Minilinux mit kleinem 10 MB-Kernel nehmen, wie sie es hätten.
Dann kommen die Tester zu mir, ich zücke meine Flash-Disk, so einen PenDrive mit 8GB und einem oberwinzigen, verhungerten, superschlanken, bis zum Geht nicht mehr auf winzigen Linux-Embedded-Kisten gequältem 1,7 MB-Kernel, also viel kleiner als der vom Kunden - und auch noch mit von mir auf die Flashdisk aufgemalten Rennstreifen.
Jetzt gucken wir mal, ob wir die 95% die die Kunden wollen nicht noch überbieten.
10 MB, pah, bei so viel Platz kann man ja schon Treiber für den Warpantrieb und Slimpstream-Drive unterbringen bei Linux....
Dann kommen die Tester zu mir, ich zücke meine Flash-Disk, so einen PenDrive mit 8GB und einem oberwinzigen, verhungerten, superschlanken, bis zum Geht nicht mehr auf winzigen Linux-Embedded-Kisten gequältem 1,7 MB-Kernel, also viel kleiner als der vom Kunden - und auch noch mit von mir auf die Flashdisk aufgemalten Rennstreifen.
Jetzt gucken wir mal, ob wir die 95% die die Kunden wollen nicht noch überbieten.
10 MB, pah, bei so viel Platz kann man ja schon Treiber für den Warpantrieb und Slimpstream-Drive unterbringen bei Linux....
Freitag, März 23, 2012
Mr. Linux-Man, don't windoze your Apple, Du Deppel
Was man hier alles sieht im Taiwahn. Ein Repräsentant einer Firma für Linux-Embedded-zentrierte Hardware (Win Embedded kann man aber auch drauf knallen wenn man will), hat nicht etwa ein Linux-Notebook dabei im Meeting, sondern ein Apple-Notebook. Dachte, ist ja elegant, schließlich sitzt ja unter dem Apple OS heute auch Linux drunter. Bis er es an den Beamer anschließt und ich auf einen Windows XP-Desktop gucke. Da musste ich mich schütteln.
Det is als ob sie einen Vertreter von Mercedes da haben, der mit einem koreanischen SsanYong vorfährt (die teilweise Mercedestechnik drin haben), sie aber dann sehen, dass er einen Toyota unter einer dünnen SsanYong Latexverkleidung stecken hat.
Brrrrrrrrrrrrrrrrr.
OK, nur Nerds regt sowas auf. OK OK...
Det is als ob sie einen Vertreter von Mercedes da haben, der mit einem koreanischen SsanYong vorfährt (die teilweise Mercedestechnik drin haben), sie aber dann sehen, dass er einen Toyota unter einer dünnen SsanYong Latexverkleidung stecken hat.
Brrrrrrrrrrrrrrrrr.
OK, nur Nerds regt sowas auf. OK OK...
Donnerstag, März 22, 2012
Not enugh memory..... und das bei Embedded!
Wer diesen Blogtitel sofort nachvollziehen kann, ist wohl ein Nerd. Andere können sich wieder hinlegen, weich oder hart gebedded, je nachdem.
"Oh f*** you"... ist mir da möglicherweise rausgerutscht. Da habe ich einen Linuxserver mit 1GB Hauptspeicher, der mir als Entwicklungssystem und Gateway für das Schreibtischnetz dient, muss aber mal eben zur Probe Windows 7 Embedded installieren, also das Windows für kleine eingebaute Computer wie sie in Videokameras, Autos und Klimaanlagen etc. vorkommen. Also Festplatte ausgetauscht und Windows Embedded installiert.
Und dann sofort nach Start und dann jede Minute die Warnung, ich hätte wenig Hauptspeicher und solle Applikationen schließen. Es liefen gar keine Programme! Windows Embedded nimmt schon im Leerlauf 670 MB von meinen 1 GB für nix und wieder nix. Und das für so ein Mini-OS für Kleinstcomputer! Wenn ich da daran denke, dass ich zu Hause ein Linux superschlank installiert habe, um auf einem 128MB-Notebook mit 600 MHz - CPU zu laufen.
Windows 7 ist der selbe Unsinn wie Windows Vista, ressourcenfressend bis zum Abwinken. Nur leicht aufpoliert das Ganze. Aber das sogar die Embedded-Version so fett ist, hätte ich nicht gedacht.
Sonst starte ich Server oft mit Mini-Linux von der 4GB-Flashdisk* (die billigen Wabbeldinger starten besser als die dicken USB-Stifte). Windows. Pah.
* von der Vertriebsabteilung geschnorrt mit Firmennamen und Windowslogo drauf, grins.
"Oh f*** you"... ist mir da möglicherweise rausgerutscht. Da habe ich einen Linuxserver mit 1GB Hauptspeicher, der mir als Entwicklungssystem und Gateway für das Schreibtischnetz dient, muss aber mal eben zur Probe Windows 7 Embedded installieren, also das Windows für kleine eingebaute Computer wie sie in Videokameras, Autos und Klimaanlagen etc. vorkommen. Also Festplatte ausgetauscht und Windows Embedded installiert.
Sing mir den Windows-Blues, tell us like it is!
Ist aber nur dieser bekannte Taiwanbarde, der immer vom Taiwanbeer singt. Wer halt in der Schule nicht aufpasst wird Biersänger, so geht es im Leben.
Und dann sofort nach Start und dann jede Minute die Warnung, ich hätte wenig Hauptspeicher und solle Applikationen schließen. Es liefen gar keine Programme! Windows Embedded nimmt schon im Leerlauf 670 MB von meinen 1 GB für nix und wieder nix. Und das für so ein Mini-OS für Kleinstcomputer! Wenn ich da daran denke, dass ich zu Hause ein Linux superschlank installiert habe, um auf einem 128MB-Notebook mit 600 MHz - CPU zu laufen.
Windows 7 ist der selbe Unsinn wie Windows Vista, ressourcenfressend bis zum Abwinken. Nur leicht aufpoliert das Ganze. Aber das sogar die Embedded-Version so fett ist, hätte ich nicht gedacht.
Sonst starte ich Server oft mit Mini-Linux von der 4GB-Flashdisk* (die billigen Wabbeldinger starten besser als die dicken USB-Stifte). Windows. Pah.
* von der Vertriebsabteilung geschnorrt mit Firmennamen und Windowslogo drauf, grins.
Montag, Januar 30, 2012
Steve Jobs ist zurück!
Mir ging ja der Steve Jobs Hype auf die Nerven als er noch gelebt hat. Nun ist er der Marketingmensch, nicht der Techniker hinter Apple gewesen und Marketing ist sicher eine Kunst. Aber ihm laufend in der Presse Erfindungen zuzuschreiben, die andere lange vor Apple gemacht haben, nervt irgendwie schon. Ich hatte schon 1999 einen HDD-MP3-Spieler mit 20GB Festplatte, aber tata(!), Steve Jobs hat Anfang der 2000er den Festplatten-MP3-Spieler erfunden. Das Smartphone hat er auch erfunden, dabei hatte ein Kollege schon 1998 oder so ein riesiges Nokia-Communicator-Ding zum Aufklappen mit Internet und allem Tot und Teufel. Den Tablett-PC hat er erfunden, hört man jetzt. Dabei war meine Frau 1999 Produktmanager auf Taiwanseite für eines der Microsoft-Origami-Projekte, ein an Privatkunden gerichteter Tablett-PC, lange bevor das iPad auch nur ein Glimmen in des Augen von Steve Jobs war. Aber okay, okay, nu isser tot also hat er wahrscheinlich auch den Erzengel iGabriel erfunden, von mir aus.
Trotzdem war selbst ich verblüfft über einen Werbespott hier im Taiwanfernsehen am Wochenende. Ein hagerer grauhaariger Taiwaner mit grauem Stoppelkinn, in schwarzem T-Shirt und mit Blue Jeans im typischen dunklen Bühnenambiente präsentiert ein sog. "Action-Pad", einen Tablettcomputer. Und hat Heiligenschein und Engelsflügel und macht offensichtlich einen auf jenseitigen Steve Jobs. Was Apple wohl dazu sagt?
Hier ist ein Bericht über eine ähnliche Campagne der selben Firma, nur hat der Steve her keinen Kinnbart und ist jünger und Heiligenschein und Flügel fehlen auch. Wahrscheinlich ist sonst auch einiges verkümmerter an ihm als beim Original: http://plogspot101.blogspot.com/2012/01/new-fake-steve-jobs-lookalike-in-taiwan.html
Und ja, Marketing ist auch eine Kunst. Mein alter HDD-MP3 war ein bisschen schwer und hässlich, der Origami-Tablett-PC hatte einen zu kleinen Schirm, war heiß und schwer und hat manchmal sogar streng gerochen (wenn er heiß war). Zu früh auf den Markt gekommen halt. Und der Nokia Communicator war ewig kaputt und groß und schwer fast wie ein Ziegelstein. Apple verfeinert schon existierende Produkte und hat dann Erfolg, den die Fast Mover nicht haben. Auch eine Kunst.
Und nein, den Mauscomputer haben sie nicht erfunden. Das war Xerox mit dem LISA, der hatte einen Desktop und eine Maus und sie haben das Konzept an Apple verkauft. Und mein Atari ST damals müsste noch eher auf dem Markt gewesen sein. Aber wieder hat ihn Apple erst richtig vermarktet und dann hat ihnen Billy Boy Gates den Wind aus den Segeln genommen, damals als Microsoft noch jung war. Never mind. Wenn Bill Gates mal stirbt, haben wir hier x Brillenschlangen im Fernsehen die uns Zeug "bettel than Miclosoft" verkaufen wollen. Ich wünsche ihm ein langes Leben.
Trotzdem war selbst ich verblüfft über einen Werbespott hier im Taiwanfernsehen am Wochenende. Ein hagerer grauhaariger Taiwaner mit grauem Stoppelkinn, in schwarzem T-Shirt und mit Blue Jeans im typischen dunklen Bühnenambiente präsentiert ein sog. "Action-Pad", einen Tablettcomputer. Und hat Heiligenschein und Engelsflügel und macht offensichtlich einen auf jenseitigen Steve Jobs. Was Apple wohl dazu sagt?
Hier ist ein Bericht über eine ähnliche Campagne der selben Firma, nur hat der Steve her keinen Kinnbart und ist jünger und Heiligenschein und Flügel fehlen auch. Wahrscheinlich ist sonst auch einiges verkümmerter an ihm als beim Original: http://plogspot101.blogspot.com/2012/01/new-fake-steve-jobs-lookalike-in-taiwan.html
Und ja, Marketing ist auch eine Kunst. Mein alter HDD-MP3 war ein bisschen schwer und hässlich, der Origami-Tablett-PC hatte einen zu kleinen Schirm, war heiß und schwer und hat manchmal sogar streng gerochen (wenn er heiß war). Zu früh auf den Markt gekommen halt. Und der Nokia Communicator war ewig kaputt und groß und schwer fast wie ein Ziegelstein. Apple verfeinert schon existierende Produkte und hat dann Erfolg, den die Fast Mover nicht haben. Auch eine Kunst.
Und nein, den Mauscomputer haben sie nicht erfunden. Das war Xerox mit dem LISA, der hatte einen Desktop und eine Maus und sie haben das Konzept an Apple verkauft. Und mein Atari ST damals müsste noch eher auf dem Markt gewesen sein. Aber wieder hat ihn Apple erst richtig vermarktet und dann hat ihnen Billy Boy Gates den Wind aus den Segeln genommen, damals als Microsoft noch jung war. Never mind. Wenn Bill Gates mal stirbt, haben wir hier x Brillenschlangen im Fernsehen die uns Zeug "bettel than Miclosoft" verkaufen wollen. Ich wünsche ihm ein langes Leben.
Freitag, Januar 27, 2012
HDD-USB Festplatte verreckt, gefälscht?
Vor zwei Jahren oder so habe ich mir bei Amazon eine USB-Festplatte bestellt, 500GB, PALLADIUM stand glaube ich drauf (keine Lust sie jetzt aus der Textilhülle zu pulen) und die geht noch immer. Ist das nicht die Neckermann Hausmarke. Habe ich beim Heimaturlaub mit nach Hause nach Taiwan genommen. Ist es dumm eine in China hergestellte Festplatte teurer in Deutschland zu kaufen und mit nach Little China zu nehmen?
Wohl nicht. Frau tadelte mich ob des zu teuren Kaufs, sagte "das gibt es hier in Taiwan doch billiger". Wir bestellten dann zwei 640 GB-Platten von einem Taiwanversand, kosteten nur 3/4 der "deutschen" Festplatte. Und kamen in schnuckeligen scheinbaren Sony VAIO-Gehäusen mit dem charakteristischen Schriftzug. Außen rum hatten die USB-Platten nur eine No-Name-Pappbox als Verpackung, hatten angeblich Toshibaplatten innen drinnen in den Vaio-USB-Gehäusen (nachgeprüft beim öffnen), sind aber heute beide schon kaputt. Wirklich Toshiba gewesen oder stand es nur drauf? VAIO war es ja wohl auch nicht. Über die Feiertage versagte meine, die von Frau ging schon ein paar Monate vorher über den Datenhorizont, weil sie sie in ein Notebook eingebaut hatte.
Und die PALLADIUM geht immer noch. In Taiwan bekommt man oft Abfall mit hübschen Markennamen drauf, manchmal vom Orginalhersteller, der hier in Asien eine billigere Fabrik hat, manchmal sind es einfach Fälschungen. Oder einfach B-Ware. Ich glaube, ich bestelle mir gleich wieder eine Platte bei Amazon.de...
Für Schnellleser wegen irgendwelchen vereinzelten Taiwan/China-Boykottaufrufen(http://bobhonest.blogspot.com/2012/02/taiwan-boykottieren.html) noch mal erklärt: Computerzeug in Deutschland gekauft ist auch made in Taiwan oder China, nur hat es u.U. eine bessere Qualitätskontrolle, weil die Firmen bessere Qualität ins Abendland liefern. Klaro?
Wohl nicht. Frau tadelte mich ob des zu teuren Kaufs, sagte "das gibt es hier in Taiwan doch billiger". Wir bestellten dann zwei 640 GB-Platten von einem Taiwanversand, kosteten nur 3/4 der "deutschen" Festplatte. Und kamen in schnuckeligen scheinbaren Sony VAIO-Gehäusen mit dem charakteristischen Schriftzug. Außen rum hatten die USB-Platten nur eine No-Name-Pappbox als Verpackung, hatten angeblich Toshibaplatten innen drinnen in den Vaio-USB-Gehäusen (nachgeprüft beim öffnen), sind aber heute beide schon kaputt. Wirklich Toshiba gewesen oder stand es nur drauf? VAIO war es ja wohl auch nicht. Über die Feiertage versagte meine, die von Frau ging schon ein paar Monate vorher über den Datenhorizont, weil sie sie in ein Notebook eingebaut hatte.
Und die PALLADIUM geht immer noch. In Taiwan bekommt man oft Abfall mit hübschen Markennamen drauf, manchmal vom Orginalhersteller, der hier in Asien eine billigere Fabrik hat, manchmal sind es einfach Fälschungen. Oder einfach B-Ware. Ich glaube, ich bestelle mir gleich wieder eine Platte bei Amazon.de...
Für Schnellleser wegen irgendwelchen vereinzelten Taiwan/China-Boykottaufrufen(http://bobhonest.blogspot.com/2012/02/taiwan-boykottieren.html) noch mal erklärt: Computerzeug in Deutschland gekauft ist auch made in Taiwan oder China, nur hat es u.U. eine bessere Qualitätskontrolle, weil die Firmen bessere Qualität ins Abendland liefern. Klaro?
Dienstag, Dezember 13, 2011
Opa tunen
Mein Wohnzimmer-Notebook ist kaputt. Die Nvidia-Grafikkarte gab mit einem Knall auf, wahrscheinlich wieder einer der taiwanischen Billigkondensatoren, der explodiert ist. Vor ein paar Jahren hat ein pfiffiger Taiwaner unter wildem landestypischen Gekichere die Formel für eine wasserhaltige billigere Kondensatorlösung aus Japan gestohlen (http://en.wikipedia.org/wiki/Capacitor_plague), aber leider den Teil der Formel nicht mitgeklaut, der die Lösung haltbar macht. Wasser hält sich ja nicht so ewig. So ist mir vor zwei Jahren oder so die Nvidia-Grafikkarte im PC explodiert und das Motherboard zerschoss es gleich mit, der andere PC gab auch auf und jetzt war halt das Notebook dran. Gut, dass es diesmal das Motherboard überlebt hat, unsere Reparaturabteilung sucht eine alte Grafikkarte raus für mich, aber bei einem "Uraltgerät" von 2006-2007 ist das gar nicht so einfach.
Also habe ich mein uraltes Toshiba-Notebook wieder ausgepackt. Funktioniert seit 2001 und hat nur Patina angesetzt mittlerweile und einen blauen senkrechten Strich im Bild. Weil meine Frau mal mit den Notebook meine Finger treffen wollte. Ich war schneller. Na ja, der hinreichend dokumentierte wilde Anfang meiner Ehe.
Eingeschaltet das alte Ding, doch mit 128 MB SDRAM - Hauptspeicher und einem Celeron Mobile mit 700 MHz schien es schon überfordert, das alte Windows 2000 SP4 Rollup 1a zu starten, allein die Firewall kostet wahrscheinlich schon die Hälfte des Hauptspeichers (ein nacktes Win 2000 SP1 oder so müsste besser laufen). Firefox 3.6 aufgerufen, Spiegel.de eingetippt und der Rechner war die nächsten 10 Minuten nicht mehr zu gebrauchen vor lauter Werbeflash und Multimedia-Mist und Javaskript. Man kann kaum glauben, dass das mal ein schneller Rechner war! Damals.
Langsamer werden die Dinger ja nicht, aber Updates und Multimedia saugen halt den Hauptspeicher leer. Also kurzerhand das uralte Fedora 9, das noch drauf war hochgefahren (Fedora 16 ist aktuell), ein auf RedHat basierendes freies Linux. Mit dem Standarddesktop Gnome (Win XP-ähnlich) war nichts mehr zu wollen, Zeitlupe! Und wieder nix mit Firefox 3.6 und Spiegel.de.
Passende Speicherriegel habe ich nicht, also kam mir der Gedanke: Warum nicht die Software verkleinern, wenn man nicht die Hardware erweitern kann? Linux ist ja wunderbar skalierbar. Also erstmal ICEWM als Oberfläche installiert, ein puritanisches Desktop, rein grau, mit wenigen Programmen im Menü (andere laufen über Kommandozeile) und ohne die Möglichkeit irgendwas auf das Desktop zu legen (außer dem Fenstern). Aber das konnte man 1985 beim Atari ST auch nicht. Gut, da gab es wenigstens Laufwerkssymbole, aber bei Linux braucht man das eh nicht wirklich. Firefox aufgerufen und tatsächlich, Spiegel.de wurde erträglich schnell angezeigt, weil ICEWM nur ein paar Megabyte im Speicher braucht und daher viel Platz für Browser und Multimedia lässt. Aber das muss doch noch schneller gehen, dachte ich.
Also einen leidlich neuen Linux-Kernel heruntergeladen und konfiguriert. Der Linux-Kern ist das halt mit allen möglichen Treibern drin, die man garnicht braucht. SATA rausgeworfen, hat mein altes Notebook nicht. ISDN weg, wer braucht denn diesen Mist. Firwire, igitt. Telephonie, superschnelle neue LAN-Karten und allen Kladderadatsch raus. Über Nacht dann den Kern(el) neu "kompaliert" und am nächsten Morgen: Tata: Mein altes Methusalem Notebook ist schnell wie ein junger Gott, hüpft durch die Multimedia-Seiten als hätte er 512 MB RAM oder mehr. Schneller als mein neues Notebook mit 1.5 GB DDR-RAM (Honecker lässt grüßen?) und Dual-Core Prozessor mit 2400 MHz.
Zum Computerbanking schnell den neusten Opera-Browser installiert, mit eingeschalteter Firewall und SELINUX zum Schutz des Dateisystems ist Uralt-Linux sicherer als aller neuer Windows-Mist.
Hoffentlich reparieren die mein neues Notebook nicht so schnell, das alte von Hand zu tunen macht einen solchen Spaß. Schon witzig, sieht mit seiner Patina jetzt aus wie ein Museumsstück, ist aber schnell wie ein neuer, jedenfalls bei Webseiten.
Richtig stolz bin ich aber, mir gerade eben mit etwas altem rosafarbenden Kabel und einer Büroklammer einen Knopf wieder ans Oberhemd genäht zu haben. Von den vier Löchern im Knopf habe ich nur zwei gebraucht, downsizing ist halt alles.
Mein McDonalds-Bauch von meiner Kanadareise (nur McDonalds war in der Nähe vom Hotel) wirkt immer noch nach...
Notfalls machen Computer auch ohne die Computexmesse Spaß. An diesem Stand hatte mich glaube ich der ältere Taiwaner gefragt, ob ich verheiratet sei.
Also habe ich mein uraltes Toshiba-Notebook wieder ausgepackt. Funktioniert seit 2001 und hat nur Patina angesetzt mittlerweile und einen blauen senkrechten Strich im Bild. Weil meine Frau mal mit den Notebook meine Finger treffen wollte. Ich war schneller. Na ja, der hinreichend dokumentierte wilde Anfang meiner Ehe.
Eingeschaltet das alte Ding, doch mit 128 MB SDRAM - Hauptspeicher und einem Celeron Mobile mit 700 MHz schien es schon überfordert, das alte Windows 2000 SP4 Rollup 1a zu starten, allein die Firewall kostet wahrscheinlich schon die Hälfte des Hauptspeichers (ein nacktes Win 2000 SP1 oder so müsste besser laufen). Firefox 3.6 aufgerufen, Spiegel.de eingetippt und der Rechner war die nächsten 10 Minuten nicht mehr zu gebrauchen vor lauter Werbeflash und Multimedia-Mist und Javaskript. Man kann kaum glauben, dass das mal ein schneller Rechner war! Damals.
Langsamer werden die Dinger ja nicht, aber Updates und Multimedia saugen halt den Hauptspeicher leer. Also kurzerhand das uralte Fedora 9, das noch drauf war hochgefahren (Fedora 16 ist aktuell), ein auf RedHat basierendes freies Linux. Mit dem Standarddesktop Gnome (Win XP-ähnlich) war nichts mehr zu wollen, Zeitlupe! Und wieder nix mit Firefox 3.6 und Spiegel.de.
Passende Speicherriegel habe ich nicht, also kam mir der Gedanke: Warum nicht die Software verkleinern, wenn man nicht die Hardware erweitern kann? Linux ist ja wunderbar skalierbar. Also erstmal ICEWM als Oberfläche installiert, ein puritanisches Desktop, rein grau, mit wenigen Programmen im Menü (andere laufen über Kommandozeile) und ohne die Möglichkeit irgendwas auf das Desktop zu legen (außer dem Fenstern). Aber das konnte man 1985 beim Atari ST auch nicht. Gut, da gab es wenigstens Laufwerkssymbole, aber bei Linux braucht man das eh nicht wirklich. Firefox aufgerufen und tatsächlich, Spiegel.de wurde erträglich schnell angezeigt, weil ICEWM nur ein paar Megabyte im Speicher braucht und daher viel Platz für Browser und Multimedia lässt. Aber das muss doch noch schneller gehen, dachte ich.
Also einen leidlich neuen Linux-Kernel heruntergeladen und konfiguriert. Der Linux-Kern ist das halt mit allen möglichen Treibern drin, die man garnicht braucht. SATA rausgeworfen, hat mein altes Notebook nicht. ISDN weg, wer braucht denn diesen Mist. Firwire, igitt. Telephonie, superschnelle neue LAN-Karten und allen Kladderadatsch raus. Über Nacht dann den Kern(el) neu "kompaliert" und am nächsten Morgen: Tata: Mein altes Methusalem Notebook ist schnell wie ein junger Gott, hüpft durch die Multimedia-Seiten als hätte er 512 MB RAM oder mehr. Schneller als mein neues Notebook mit 1.5 GB DDR-RAM (Honecker lässt grüßen?) und Dual-Core Prozessor mit 2400 MHz.
Zum Computerbanking schnell den neusten Opera-Browser installiert, mit eingeschalteter Firewall und SELINUX zum Schutz des Dateisystems ist Uralt-Linux sicherer als aller neuer Windows-Mist.
Hoffentlich reparieren die mein neues Notebook nicht so schnell, das alte von Hand zu tunen macht einen solchen Spaß. Schon witzig, sieht mit seiner Patina jetzt aus wie ein Museumsstück, ist aber schnell wie ein neuer, jedenfalls bei Webseiten.
Richtig stolz bin ich aber, mir gerade eben mit etwas altem rosafarbenden Kabel und einer Büroklammer einen Knopf wieder ans Oberhemd genäht zu haben. Von den vier Löchern im Knopf habe ich nur zwei gebraucht, downsizing ist halt alles.
Mein McDonalds-Bauch von meiner Kanadareise (nur McDonalds war in der Nähe vom Hotel) wirkt immer noch nach...
Dienstag, Oktober 18, 2011
Taiwan HR-Regel
Nach dem soundsovielten Vorstellungsgespräch als potentieller Einsteller habe ich es endlich begriffen. Es ist einfach, wirklich einfach.
DESTO GEHALT, DESTO ZERTIFIKATE, DESTO US-STUDIUM-IN-COMPUTER-SCIENCE
desto weniger Ahnung haben die Bewerber. So wenig Ahnung teilweise, dass ich annehme sie haben sich den ganzen Kram zusammenkopiert. Wenn ich einen Linux-Systemadministrator mit Novell-Zertifizierung sehe weiß ich gleich, dass er von Linux keinen Schimmer hat. Hat er dann auch nicht. "Informatiker" mit US- oder GB-Studium kennen praktisch keine Nullen und Einsen.
Wenn man es einmal begriffen hat, ist es fast schmerzfrei....
DESTO GEHALT, DESTO ZERTIFIKATE, DESTO US-STUDIUM-IN-COMPUTER-SCIENCE
desto weniger Ahnung haben die Bewerber. So wenig Ahnung teilweise, dass ich annehme sie haben sich den ganzen Kram zusammenkopiert. Wenn ich einen Linux-Systemadministrator mit Novell-Zertifizierung sehe weiß ich gleich, dass er von Linux keinen Schimmer hat. Hat er dann auch nicht. "Informatiker" mit US- oder GB-Studium kennen praktisch keine Nullen und Einsen.
Wenn man es einmal begriffen hat, ist es fast schmerzfrei....
Mittwoch, Oktober 12, 2011
E-Book - Siegeszug
Weitestgehend sind Papierbücher bei mir verschwunden, man zahlt ein Vermögen, wenn man sie von Amazon nach Taiwan liefern lässt und hebt sich einen Bruch, wenn man sie wieder zurück trägt nach Deutschland (waren mir im meernahen Reihenhaus angeschimmelt und brauchten dringend trockeneres Klima) und zahlt manchmal sogar Übergepäck. Sagen wir mal, ein findiger Expat hätte bei mittelgroßzügiger Auslegung des Urheberrechts darauf kommen können, sich zwar (a) elektronische Bücher illegal herunter zu laden aus dem Internet, diese aber gleichzeitig (b) als Papierbuch zu bestellen und nach Deutschland liefern zu lassen. So hätte er ohne zu schleppen lesen können und trotzdem Autor und Verlag entlohnt. Aber la(s)sen wir das.
Jetzt gibt es Kindle, das Lesegerät von Amazon. Nur dass ich keine Lust habe mir irgend so ein weiteres Computerdings zu kaufen, das nicht mal von meiner Firma hergestellt wird. Rechner liegen schon genug zu Hause rum und wozu habe ich mein kleines Netbook?
Jetzt gibt es Kindle, das Lesegerät von Amazon. Nur dass ich keine Lust habe mir irgend so ein weiteres Computerdings zu kaufen, das nicht mal von meiner Firma hergestellt wird. Rechner liegen schon genug zu Hause rum und wozu habe ich mein kleines Netbook?
Netbook mit e-Magazin, habe ich aufgegeben, weil der Spiegel-E-Kundendienst mir immer Emails schickt wie "Hurrah! Wir sind Helden! Wir haben ihr deutsches Konto vor Missbrauch aus Taiwan gerettet! Bitte danken sie uns, alles Service!"
So auf den Solar Plexus gelegt ist das Netbook prima zum Lesen und neuerdings habe ich jetzt "Kindle for PC" auf dem Netbook und 5 anderen Rechnern installiert (ja, die Installationen zählen mit, Big Verkäufer ist watching you) und sowie ich jetzt ein E-Book (nicht alle Kindle-Ebooks gibt es auch als PC-Download) per 1-Click einkaufe bei Amazon, kann ich es auf meinem Netbook "synchronisieren" und habe es dort. Lese ich dann da bis "12%" (Seiten gibt es irgendwie nicht so richtig), dann weiß mein Laptop, wenn ich da auf Sync drücke, automatisch wo ich stehengeblieben bin.
Komisches Gefühl halt ein bisschen, dass einem der Buchladen beim Lesen ständig über die Schulter guckt. Aber praktisch, auf jedem Rechner, auf dem ich die Kindlesoftware installiere und unter meinem Login anmelde, meine Bücher binnen weniger Sekunden zu haben. Aber stellen Sie sich mal vor, zu Hause schlagen sie ihren Roman auf und sofort ist der Buchhändler am Telefon und sagt "Seite 34, Herr Meier!". Komisches Gefühl halt. Außerdem drohen ihre Bücher sich aufzulösen, sowie ihr Buchhändler mal pleite macht. Denn die Bücher sind DRM-geschützt, das heißt ich kann sie nur auf neue Rechner laden und lesen, bei denen das Kindleprogramm oder eben der elektronische Kindle auf meinen Name angemeldet sind.
Jede Zombieapokalypse, die die Zivilisation wie wir sie kennen auslöscht (und damit auch Amazon) bringt Sie um ihre Büchersammlung früher oder später. Mon dieu!
Wer Bücher wirklich elektronisch besitzen will und sie daher in PDF-Dateien umwandeln will, müsste in Deutschland gegen die Copyrightgesetze verstoßen, die das Brechen von Kopierschutz verbieten, müsste Geld für eine fragwürdige Kindle-DRM-Removal-Software bezahlen (würde ich nie bezahlen) und könnte dann die Bücher DRM-befreien. Sowie er sie dann in den Kindlereader lädt, würde auch Amazon davon wissen, nett oder? Oder er könnte sich Calibre besorgen, das das DRM-lose Ebook erst in Microsofts LIT-Format überführt und dann mit dem ABC-LIT-CONVERTER in das übliche PDF-Format überführt. In Taiwan wäre das vermutlich sogar legal, alles ein bisschen nervig zu handhaben und in Deutschistan wohl verboten.
Hmmm..... aber gut, es liest sich schon angenehm mit dem Netbook und dem Kindleprogramm.
Dienstag, Juni 07, 2011
Hardware-Teufel
(Foto etwas größer, auch als Desktopbild geeignet, räusper)***
Mach mal Pause im Hardwarewahn (erschöpftes Model auf der Computex Computermesse die Samstag zu Ende ging. Was mir die Füße weh taten...)
Hardware, von mir auf der Computex-Messe weitestgehend ignoriert (es sei denn sie wurde mir entgegen gehalten wie hier) machte mir dann daheim um so mehr Ärger***
Zuhause ging es dann weiter, das Netbook meiner Frau hatte doppelten Crash, Hardware und Festplatte obendrein. Frau reinstalliert und reinstalliert und es wird immer schlimmer. Und wehe man sieht fern auf seinem eigenen funktionierenden Notebook, während die arme Gattin wieder und wieder installiert. Da kriegt man dann so einen ultraleidenden "armes Opfer"-Blick zugeworfen, dass einem sogar die Schießereien im wilden Kentucky in der Serie "Justified" vergehen. Klar, dass dann auch mein funktionierendes Netbook auseinander gebaut werden musste, der Komponentenspende wegen. Der Marshal in Justified stand breitbeinig über zig toten Drogenmafiakillern und meine Frau kniete über toten Computerkomponenten, weiß und tot lag mein Netbook zwischen den Opfern. Horror pur.
Manche Models auf der Computex trugen wohl dunkle Kontaklinsen gegen Blitzgeräte. Jedenfalls verlieh das ihren Augen so etwas unbelebtes. Denn ganz so weit wird die japanische Androidenfertigung wohl noch nicht sein.
*** Bei Firefox vergrößert der Linksmausklick.
Fotos Ludigel und seine treue alte Sony-Kompaktkamera.
Freitag, März 04, 2011
Cebit mit Latexhostessen?
Na das hätten sie gern! In einer Rundmail macht meine Firma Werbung für ihren Messeauftritt auf der Cebit Computermesse in Hannover. So wie im Bild sind sonst die taiwanesischen Damen hier auf der Computex in Taipei ausstaffiert, auf der Cebit ist das eigentlich nicht so. Schön wäre es aber schon, seufz. Obwohl ich das Beschriften der Haut mit Firmennamen, hier im Bild von mir größtenteils entfernt, immer daneben finde. Wenn ich Frau wäre, ich würde mich "tierisch" drüber aufregen. Abel gut, abel gut...
Nächste Woche gibt es die Hostessen für "Computer akbar 2011" in Dubai zu sehen. Heißen Hui-Buh und "Die Weiße Frau". Räusper.
[Mann, sehen die exotisch aus, mit den blonden Haaren. Lange nicht mehr gesehen sowas.]
Nächste Woche gibt es die Hostessen für "Computer akbar 2011" in Dubai zu sehen. Heißen Hui-Buh und "Die Weiße Frau". Räusper.
[Mann, sehen die exotisch aus, mit den blonden Haaren. Lange nicht mehr gesehen sowas.]
Dienstag, Februar 15, 2011
Notebook in Popcorn
Scheinbar bezeichnen manche Leute diese Kunststoffchips, die man in Pakete als Füllmaterial legt als "Popcorn". Ein Kunde, der ein Notebook eingeschickt hat an unseren Tech-Support hat das wörtlich genommen (Fotos im Techblog). Da muss man nur noch Cola dabeilegen und endlich den Videoplayer installieren, schon hat man alles beieinander.
Das war eine Überraschung, nicht ganz so erstaunlich allerdings wie dieser Hardware-Bug, den wir einmal hatten. Und wieder ist es wörtlich zu nehmen (Techblog-Link).
Das war eine Überraschung, nicht ganz so erstaunlich allerdings wie dieser Hardware-Bug, den wir einmal hatten. Und wieder ist es wörtlich zu nehmen (Techblog-Link).
Dienstag, Januar 11, 2011
Mausgarage in Erdbeerform (Taiwahnsinn)
Erstaunlich, was Kolleginnen so alles auf ihrem Schreibtisch haben. Hier eine Mausgarage in Erdbeerform. Der Sinn dieser Konstruktion entzieht sich meiner Kenntnis, die Mausgarage wirkt ein bisschen wie ein parasitäres Lebewesen, wenn die Kollegin mit ihrer Hand darin herum rührt, wenn sich der Filz so hebt und senkt, man könnte meinen, da wird irgendetwas verdaut. Gruselig, hier in Asien.
Manchmal bewegt sie sich von allein. Schluck.
Manchmal bewegt sie sich von allein. Schluck.
Montag, Januar 10, 2011
Bücher verbrannt, Bildschirm eingeschaltet....
Nicht wirklich, aber so ähnlich. Obwohl in meinem heizungslosen asiatischen Reihenhaus eine zünftige Bücherverbrennung so ihre Vorzüge hätte...
Erstaunt hat mich jedenfalls, wie sehr bei mir Papierbücher der Nichtnutzung anheim gefallen sind, seit meine Frau mir ihr Netbook, also ein Mininotebook ohne CD/DVD-Laufwerk, zur Verfügung gestellt hat. Lesen mit dem großen Laptop ging nie so recht und so monierte meine Frau immer etwas, wenn ich ein papiernes Buch in die Hand nahm, weil ich dann die Stehlampe einschalten musste. Die schien auf das Netbook meiner Frau und sie konnte nichts mehr richtig erkennen. Denn meine Frau liest schon ewig nur mit dem Netbook auf dem Schoß, oder liegend knapp unter dem Kinn, weil sie nämlich Bücher in einer Stunde durchliest, so Romanzeugs mit 180 Seiten. Da haben wir dann früher kistenweise die Bände aus der Leihbücherei und wieder zurück getragen, das nervt mit unter.
Als sie sich nun im Personalkauf ein neues Netbook gekauft hat, bekam ich ihres, mit netter 8h-Batterie (zugekauft) und einem superscharfen flickerfreiem Bildschirm, viel besser als das hier im Foto erscheint. Da lese ich nun Magazine und Bücher und frage mich, wieso ich früher immer die kiloschweren Bände zwischen Deutschland und Taiwan hin- und her geschleppt habe, insbesondere wo sie in Taiwan auch noch so schnell an der feuchten Luft verschimmeln.
Das gängige Angebot ist auf Apple iPad*** und eBook-Reader wie den Kienzle von Amazon, beides kleine Tablett-PCs, derart zugeschnitten, dass man für die PC-Plattform (bei mir ist XP drauf) kaum noch etwas bekommt. Es sei denn man weiß, wo man suchen muss. Nerven tun idiotische Bezahlportale, die einem laufend den Zugang sperren. Wahrscheinlich weil die Deppen nicht glauben können, das Kunde Ludigel nicht aus Oberammergau oder Kleinkackoderode, sondern irgendwo aus Asien laden und kaufen will. Na ja, es findet sich immer ein Weg. Meist habe ich nur noch englisches Zeug, den Spiegel gibt es allerdings zum Download mit einem idiotischen Bezahlportal mit deSade-Qualitäten.
Tablett-PCs mag ich nicht, die glitischigen Dinger muss man immer in der Hand halten, statt sie auf dem Schoß oder auf der Brust abzustellen und das iPad ist vom Betriebssystem her sehr eingeschränkt, soll nicht mal Fotos mit einem Windows USB-Stick tauschen können.
Linux habe ich getestet und verworfen, nervig langsame PDF-Reader haben mir demonstriert, dass Windows bei Multimedia doch noch die Nase vorn hat. Jedenfalls das gute alte XP.
Die Zeit der Papierbücher ist bei mir definitiv (erstmal?) vorbei. Obwohl mir das Erlebnis fehlt, in einer Buchhandlung den Duft der Regale voller frischer Bücher einzuatmen und ein Stündchen beim Aussuchen zu verbringen. Aber das kann ich hier in Asien eh nicht bei den Buchhandlungen voller Krähenfüße-Schinken...
*** Wer iPäds mag, ist sozusagen "i-pädophil", hat mal jemand gesagt. Dummer Kalauer. Räusper.
Erstaunt hat mich jedenfalls, wie sehr bei mir Papierbücher der Nichtnutzung anheim gefallen sind, seit meine Frau mir ihr Netbook, also ein Mininotebook ohne CD/DVD-Laufwerk, zur Verfügung gestellt hat. Lesen mit dem großen Laptop ging nie so recht und so monierte meine Frau immer etwas, wenn ich ein papiernes Buch in die Hand nahm, weil ich dann die Stehlampe einschalten musste. Die schien auf das Netbook meiner Frau und sie konnte nichts mehr richtig erkennen. Denn meine Frau liest schon ewig nur mit dem Netbook auf dem Schoß, oder liegend knapp unter dem Kinn, weil sie nämlich Bücher in einer Stunde durchliest, so Romanzeugs mit 180 Seiten. Da haben wir dann früher kistenweise die Bände aus der Leihbücherei und wieder zurück getragen, das nervt mit unter.
Als sie sich nun im Personalkauf ein neues Netbook gekauft hat, bekam ich ihres, mit netter 8h-Batterie (zugekauft) und einem superscharfen flickerfreiem Bildschirm, viel besser als das hier im Foto erscheint. Da lese ich nun Magazine und Bücher und frage mich, wieso ich früher immer die kiloschweren Bände zwischen Deutschland und Taiwan hin- und her geschleppt habe, insbesondere wo sie in Taiwan auch noch so schnell an der feuchten Luft verschimmeln.
Das gängige Angebot ist auf Apple iPad*** und eBook-Reader wie den Kienzle von Amazon, beides kleine Tablett-PCs, derart zugeschnitten, dass man für die PC-Plattform (bei mir ist XP drauf) kaum noch etwas bekommt. Es sei denn man weiß, wo man suchen muss. Nerven tun idiotische Bezahlportale, die einem laufend den Zugang sperren. Wahrscheinlich weil die Deppen nicht glauben können, das Kunde Ludigel nicht aus Oberammergau oder Kleinkackoderode, sondern irgendwo aus Asien laden und kaufen will. Na ja, es findet sich immer ein Weg. Meist habe ich nur noch englisches Zeug, den Spiegel gibt es allerdings zum Download mit einem idiotischen Bezahlportal mit deSade-Qualitäten.
Tablett-PCs mag ich nicht, die glitischigen Dinger muss man immer in der Hand halten, statt sie auf dem Schoß oder auf der Brust abzustellen und das iPad ist vom Betriebssystem her sehr eingeschränkt, soll nicht mal Fotos mit einem Windows USB-Stick tauschen können.
Linux habe ich getestet und verworfen, nervig langsame PDF-Reader haben mir demonstriert, dass Windows bei Multimedia doch noch die Nase vorn hat. Jedenfalls das gute alte XP.
Die Zeit der Papierbücher ist bei mir definitiv (erstmal?) vorbei. Obwohl mir das Erlebnis fehlt, in einer Buchhandlung den Duft der Regale voller frischer Bücher einzuatmen und ein Stündchen beim Aussuchen zu verbringen. Aber das kann ich hier in Asien eh nicht bei den Buchhandlungen voller Krähenfüße-Schinken...
*** Wer iPäds mag, ist sozusagen "i-pädophil", hat mal jemand gesagt. Dummer Kalauer. Räusper.
Abonnieren
Posts (Atom)