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Donnerstag, Juni 06, 2013

Keiner will Lustifus* Stinky Tofu - Generatoren

Ludigels Familienbetrieb läuft. Aber...

Tatsächlich läuft unser Familienbetrieb gut. Mysteriös nur: Trotz 700 Flyer auf der Computermesse COMPUTEX, die ich wegen der eigenartigen Bekleidung der Messehostessen meist LATEX nenne, hat niemand auch nur einen einzigen "benzingetriebenen Stinky Tofu-Generator" bestellt. Es ist zum Auswachsen. Dabei hatten wir extra einen Lieferservice auf das Messegelände geplant.

Das Problem ist natürlich offenkundig. Wer auf der COMPUTEX ist, hat für Stinky Tofu kein Auge, sondern achtet nur auf die zahlreichen... äh... "Motherboards", wie die Leute immer sagen. Ich finde das klingt irgendwie chauvinistisch, aber die meisten Leute meinen wohl wirklich die Platinen.

Mann kann so einen kiloschweren benzingetriebenen Stinky-Tofu-Generator natürlich auch nicht so elegant am Finger balancieren wie dies Gadget oben im Bild (ja, da ist ein Gadget!). Sonst könnten wir uns ja vielleicht auch schon mal eine Messehostess zulegen. Mein Lieblingsneffe, der dünn wie ein Laternenpfahl nach dem Sandstrahlen ist, hat freilich meine Idee mit der Perücke abgelehnt. Taiwanische Angestellte die Ansprüche stellen, unglaublich. Am Ende wollen sie noch geregelte Arbeitszeiten und bezahlten Urlaub im ersten Jahr, pah.

Schlimm natürlich auch, wenn einem so ein Generator auf den Fuß fällt...

 Nicht einfach ist es natürlich auch sich mit den jungen Frauen zu unterhalten. Meine Frage, ob sie denn mal meinen Stinky-Tofu-Generator für ein paar Minuten probeweise halten würde, hat diese junge Frau etwa mit einem erschreckten Abtauchen in der Menge beantwortet. 

Auch entsprechen die jungen Damen nicht unbedingt der typischen Stinky-Tofu-Kundschaft. Ich meine, die links hat schon im Prinzip die richtige Frisur, allerdings müsste sie noch Lockenwickler reindrehen und man muss sich ein paar Jahrzehnte dazu denken, dann kommt es hin. Zielgerichtetes Marketing ist halt eine Kunst.

Noch vor Jahren hatte ich Marketing für USB-Festplatten gemacht, die erst funktionierten, wenn man einen kleinen orangenen Schlüssel reinsteckte. Mein Slogan "PLUG-IN AND ENJOY" fand dann aber doch wenig Gegenliebe. Merkwürdig. 

So.... keiner wollte meine Generatoren haben... mal gucken, wo ich das Vorführmodell jetzt abstelle am Besten.


Hmmm... den rethorischen Bogen von Stinky Tofu zum Dritten Reich zu schaffen, würde wohl sogar mich überfordern.


Ups... ich dachte erst das wäre mein Neffe... never mind.

Soweit für heute die Berichterstattung aus meiner Unternehmertätigkeit hier am Rande der Weltscheibe. Unbezahlbare Einblicke in die unternehmerische Tätigkeit von Expats im Fernen Osten. Männer ohne Nerven am Rande des Tellerrands. Nur im Taiwanblog. Wer immer noch hier ist, ist selber schuld. Habe ja schließlich schon die URL gewechselt.
 

* Namensvorschlag aus den Kommentaren angenommen

Mittwoch, Juni 06, 2012

Damned, kein Computexdienst dieses Jahr

Da ich die Tage nach Deutschland fliege für die nächsten Wochen, entgeht mir der Computex-Standdienst.
Das erfüllt mein altes Expatherz mit tiefer Trauer. Schnell noch ein paar Bilder von 2011, seufz.

Der SPIEGEL schreibt manchmal, hier gäbe es nicht genug zu futtern, jedenfalls in Hunger-Schaubildern wird es so gezeigt. China und Taiwan, zu wenig Kalorien. Fassen die auch immer Deutschland und Albanien in Schaubildern zusammen? Links die isst nur Fisch und Gemüse. Und soll noch mal einer sagen, dass es keine Elfen gibt.

Hier sind alle Kalorien richtig geordnet, ich will mich nicht beschweren.

Schluck. Weibliche Leser mögen es wie immer entschuldigen. Immerhin stimmt die Frauenquote hier im Blog mal wieder.

Mittwoch, November 23, 2011

Auswärts-sprechen mit Ludigel, Teil 1

Hier eine neue Serie, die unbedingt fortgesetzt wird, der schiefen Pisabildung halber. Was heißt "Gehäuse" wohl auf Auswärts? Der geneigte Leser kann es der Abbildung entnehmen. Fortsetzung folgt.

 Obudowi, Kaso Kasa* Kabinet Gabinete!

[Seufz, noch lange hin bis zur nächsten Computex]
[Feierfox vergrößert bei Mittelklick bis zum Gehtnichtmehr]

* "mi Gehäuse es su Gehäuse"

Freitag, Juli 08, 2011

Models im Stress

Da ich zur Zeit bei Schwiegermama in winzig kleinen Räumen lebe und Schwiegermutter auch noch die Angewohnheit hat, des Nachts durch das Haus zu geistern und zu putzen und Türen zu knallen - während ich früh aufstehen muss, brauche ich dringend Aufheiterung. Medizinischer Natur sind die Gründe für die Schwiegermutterüberdosis und irgendwie beunruhigt es mich sehr, wenn sie tagsüber Schirmmütze, riesige Sonnenbrille und Zusatzärmel anlegt (auch noch Nivea als Sonnenschutzcreme?), um bloß keinen Sonnenstrahl abbekommen. Aber keine Sorge, die Nette Dame saugt keine jungen Männer aus. Nun, ganz so jung war ich ja kurz nach der Hochzeit mit meiner Frau auch nicht mehr. So, äh..... wo waren wir. Richtig. Aufheiterung. Also noch mal Fotos von der letzten Compulatexmesse aus Taipei, vorheriger Teil hier: http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/sind-sie-eingentlich-verheiratet.html

Sag mal, hatten wir eigentlich schon bezahlten Urlaub dieses Jahr?
Kicher. "Urlaub", ist die blöd! Haben wir doch gar nicht.

Was sollten wir auch damit anfangen? Etwa auf die Messe gehen?

Hihi, bin ich clever.


Den unsinnigen Dialog hatten die Damen natürlich nicht. Leider sind mir die Details der Performance entgangen, aber das Model unten im Bild hatte tatsächlich immer eine kleine Comedy-Performance gemacht - im Gegensatz zu den Kolleginnen.

Freitag, Juni 24, 2011

Sind Sie eigentlich verheiratet?

Man kann hier in Südostasien als weißer Mann oft missverstanden werden. So trieben mich beim Besuch der sog. Computermesse "Computex" vor ein paar Wochen nur meine schmerzenden Füße zur einer orthopädischen Studie, bewunderte ich doch, wie sehr die Messehostessen in ihren ultrahochhackigen Schuhen noch munter umher stolzierten, während mir in meinen extrabreiten, luftgelagerten Spezialtretern schon die Füße weh taten, dass ich mich sehnsüchtig nach einer Sitzgelegenheit umsah.

Hier bei Intel musste man Sorge haben, dass die Damen nicht in stolpern kommen, die Hacken knallten auf dem Parkett, als sich die Damen in immer wieder neuen Beinverwindungen für die meist stupsnasigen Fotografen in Positur stellten.

Ob uns Intel hier eine Multilayer Chiptechnologie anschaulich machen wollte, das bleibt wohl das Geheimnis der Marketingabteilung.


Wie man auch nach Stunden in diesen Schuhen noch lächeln kann, es bleibt ihr Berufsgeheimnis.

Offensichtlich herrscht hier eine völlige Ungleichheit von Männern und Frauen auf den Messeständen vor...

...man vergleiche nur das unterschiedliche Schuhwerk des männlichen und weiblichen Personals!

Als ich mich noch einmal daran gemacht hatte, diese himmelschreiende Ungerechtigkeit im Bilde festzuhalten, da stupste mich ein älterer einheimischer Herr an und fragte..... Nun, siehe Titel. Übrigens standen wir da nicht etwa allein, sondern in einem Pulk von etwa dreißig einheimischen jungen Herren, die alle ihre riesigen Kameras auf die Damen richteten, während ich mich mit meiner kleinen Kompaktkamera beschied. Weitere anatomische Vergleiche möchte ich allerdings nicht anstellen und verabschiedete mich von dem interessierten Eingeborenen auch alsbald. Da gab es ja nun wirklich Wichtigeres...
Harter Enthüllungsjournalismus am rechten Tellerrand der Weltscheibe. Nur im Taiwanblog.

Ähnlicher Bericht: http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/anschlage-auf-ikea-taiwanblog-weis-rat.html 
Mehr Computex 2011: http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/lacheln-auf-der-latex-2011.html

Freitag, Juni 10, 2011

Lächeln auf der Latex 2011

... Computex, Computex meine ich natürlich. Bilder vergrößern sich bei Firefox durch zweimaligen Linksklick.

Wie auch immer, diese drei von der Speicherbank sollten sich sofort für eine Filmrolle als Agententrio bewerben.

So ein Lächeln ist noch immer waffenscheinfrei, wenn auch höchst gefährlich. 
Manchmal erschreckt man sich schon, wenn sich Frauen in Weiß so plötzlich umdrehen... und Tata! Hier ist es. Was auch immer das ist.
Viele sieht man über die Jahre immer wieder. Die Models werden immer hübscher von Jahr zu Jahr und ich kriege graue Strähnen. 
Wolle die Dame im Bild erst begrüßen und sie fragen, ob sie die Firma gewechselt hat. Bis ich merkte, dass ich nur die hübsche Nase schon mal getroffen hatte. Irgendwo und irgendwann...

Und wir verbleiben mit einem Tipp an die deutsche Politik...


Da hätte Guido wirklich drauf kommen können!

Erstmal Pause an dieser Stelle. Vorherige Fotos von Taiwans Computermesse Computex hier: http://osttellerrand.blogspot.com/2011/06/reality-check.html

Donnerstag, Juni 09, 2011

Reality Check


Weitere Bilder von der Computex 2011 in den Vor-Postings, angefangen hier: http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/momente-auf-der-computex-2011-teil-1.html


Und der Preis für "bestes laszives Anlehnen" geht an....



LESETIPP: Und Als erfrischender Gegenpol zur Model-lastigen Taiwanberichterstattung hier: Klaus Bardenhagen, deutscher Journalist in Taipei, schreibt über den Besuch der taiwanischen Oppositionsführerin Tsai Ing-Wen in Berlin: http://www.intaiwan.de/2011/06/08/wenn-taiwans-wahlkampf-nach-berlin-kommt/

Und das deutsche Expatforum in Forumosa.com diskutiert, ob deutsche Frauen Taiwanerinnen gegenüber den Vorteil hätten, nicht nur ständig herumzukichern, http://forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=133&t=99090&start=10. Hihi, kicher..... ups.... tschuldigung, muss hier irgendwie am Klima liegen....

Mittwoch, Juni 08, 2011

Momente auf der Computex 2011 (Teil 1)


"Oh Herrgot, vergiss das mit dem Porsche..."



Und hier sieht man wieso die Damen teilweise dunkle Kontaktlinsen trugen, vermutlich gegen die dicken Blitzgeräte, die ihnen ständig ins Gesicht gehalten werden. Die Dame zur Rechten hatte richtiggehendes Comedy-Talent und machte bisweilen eine kleine improvisierte Performance, während die anderen einfach nur lächelten. Hier im Bild hat sie den "Kazooooooom, zuviel geblitzt"-Blick...

Zweimal Linksklick mit Firefox-Browser vergrößert.

Mehr Bilder von der Computex und den tapferen Models, die dem letzte-Tag-Ansturm der Privatbesucher und ihrer dicken Kameras tapfer standhielten: http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/sensation-hund-hebt-bein.html, http://bobhonest.blogspot.com/2011/06/hardware-teufel.html)

Dienstag, Juni 07, 2011

Hardware-Teufel

(Foto etwas größer, auch als Desktopbild geeignet, räusper)***
 Mach mal Pause im Hardwarewahn (erschöpftes Model auf der Computex Computermesse die Samstag zu Ende ging. Was mir die Füße weh taten...)


Das ganze Wochenende installiert. Erst beim Neffen stundenlang mit seinem Router rumgemacht, der kein Internet mehr rein kriegte. Papas Systemadministrator hatte gesagt, der ist Ordnung und so saß El Neffo schon wochenlang ohne Internet in seinem 3*3 qm - Zimmer, voll mit Notebooks, Netbooks, Smartphones und PC, aber ohne Internet. Merkwürdig vertraut die kleine Höhle, hatte da ja in meiner Anfangszeit in Taiwan mal gewohnt und es war vorher das Kinderzimmer meiner Frau gewesen. Direkt den PC angeschlossen ging zwar, aber da zur Zeit auch noch unser Neffe von den Philippinen halbtaiwanesischerweise da wohnte und auch der Nachbarsjunge, den Schwiegermama irgendwie gleich mit großgezogen hat mit ihren Smartphones und Wiseass-Daddelkisten ins Internetto wollten, herrschte akuter Informationsnotstand. Weil das verdammte Routerding partout nicht wollte, egal was man konfigurierte, kam ich tags drauf wieder und schloss meinen alten Router an. Seinerzeit stillgelegt, weil er Spiegel.de nur nach zehnmaligem Neuladen laden wollte, verrichtet er in der Dreifachkinderstube seither bestens seinen Dienst. Merkwürdig fand ich das Technikdesinteresse meines Neffens, der irgendwelche elektronischen Spiele bediente, während ich mühevoll seinen Router konfigurierte. "Sollte er sich nicht dafür interessieren?", frage ich ganz streng meine Frau. Doch die sagte, "Nee, der wird gleich Chef, sowas braucht er nicht." Hat sie auch wieder recht.


Hardware, von mir auf der Computex-Messe weitestgehend ignoriert (es sei denn sie wurde mir entgegen gehalten wie hier) machte mir dann daheim um so mehr Ärger***

Zuhause ging es dann weiter, das Netbook meiner Frau hatte doppelten Crash, Hardware und Festplatte obendrein. Frau reinstalliert und reinstalliert und es wird immer schlimmer. Und wehe man sieht fern auf seinem eigenen funktionierenden Notebook, während die arme Gattin wieder und wieder installiert. Da kriegt man dann so einen ultraleidenden "armes Opfer"-Blick zugeworfen, dass einem sogar die Schießereien im wilden Kentucky in der Serie "Justified" vergehen. Klar, dass dann auch mein funktionierendes Netbook auseinander gebaut werden musste, der Komponentenspende wegen. Der Marshal in Justified stand breitbeinig über zig toten Drogenmafiakillern und meine Frau kniete über toten Computerkomponenten, weiß und tot lag mein Netbook zwischen den Opfern. Horror pur.


Manche Models auf der Computex trugen wohl dunkle Kontaklinsen gegen Blitzgeräte. Jedenfalls verlieh das ihren Augen so etwas unbelebtes. Denn ganz so weit wird die japanische Androidenfertigung wohl noch nicht sein.


*** Bei Firefox vergrößert der Linksmausklick.
Fotos Ludigel und seine treue alte Sony-Kompaktkamera.

Mittwoch, Mai 25, 2011

Computex 2011 steht vor der Türe...

Die große Computermesse COMPUTEX Taipei (http://www.computextaipei.com.tw/) fängt wieder an, vom 31.05 bis 04.06 2011 geht sie, ich selbst bin dort am 04.06. am Stand meiner Firma eingeteilt. Rein zufälligerweise ist das auch der Tag, an dem die meisten Showgirls kommen - weil dann Privatleute aus Taiwan rein dürfen. Die übrigen Tage braucht man eine Visitenkarte einer ausländischen Firma*** (also einer nichttaiwanischen), sonst kommt man auch für Geld und gute Worte nicht rein, mit einer solchen Karte aber gratis nach Registrierung. Austellerausweise wie meiner bringen einen natürlich auch rein. Lustigerweise können also einheimische Firmen die Messe schlecht besuchen, ein Widersinn ostasiatischer Art.

(Showgirls auf der Computex 2010 bei der Lagebesprechung. "Und immer dran denken Mädels, die Dicken mit den Atari-T-Shirts sind die Schlimmsten...")

Attraktion sind wie immer die Showgirls "deswegen kann man die Messe auch LATEX 2011 nennen), manche Leute sollen aber auch wegen der langweiligen Computer kommen. Davon stehen aber schon genug auf meinem Schreibtisch, da muss ich sie mir nicht auch noch auf der Messe ansehen.
Wer anreisen will sollte den Hinweis auf die derzeit in Taiwan verseuchten Getränke ernst nehmen (siehe vorheriger Artikel) und am besten nur Wasser oder Softdrinks westlicher Hersteller kaufen, alles einheimische an Getränken vermeiden. Vorsicht auch bei den zahlreichen japanischen Süßigkeiten inklusive Eis, das könnte natürlich wegen der Reaktorkatastrophe verseucht sein. Ansonsten ist Taiwan von der Strahlung bislang verschont geblieben und das wird wohl auch die nächsten Wochen noch so bleiben.

Hier im Blog gibt es bald wieder Unmengen von Showgirlfotos und mache Leser werden sich wieder rituell drüber aufregen, das machen wir jedes Jahr so ;-)

*** mit allzu selbstgedruckten wird man abgelehnt!

Mittwoch, Juni 23, 2010

Computex 2010: nur für starke Nerven

Der letzte Teil der Computex-Berichterstattung schließt ab mit einer gerechten Strafe, die mich ob meines frechen Fotografierens kurz vor Toresschluss ereilte

Das Mauspad des Grauens

Endlich, nach all den Knochengestellen in Latex, sah ich schließlich einen Lichtblick....

Endlich mal jemand mit richtigen Proportionen! Bestimmt mag sie auch keinen "Seafood" so wie ich und ärgert sich über die Fischpizza, die Fischnudeln, die Muschelpizza mit Krabbensplittern und den ganzen durch kleine Silberfische versauten Abfall, den man hier in Taiwan üblicherweise als Essen vorgesetzt bekommt. Eine solche Figur bekommt man nicht durch Seetang und grünen Tee; niente. Begeistert hielt ich das Wunder mit der Kamera fest....


... da traf mich ihr zornesfunkelnder Blick. "Hey you! Sit down!". Ihr Fingernagel zeigte auf die Sitze samt Bildschirm vor ihrem Podest und ehe ich wusste wie mir geschah, saß ich vor dem Bildschirm, hatte eine Tastatur unter dem Finger und sollte nun an einem "Autorennen" teilnehmen. Was natürlich so ablief, dass mir mein einheimischer Kontrahent, ein bartloser kleiner junger Mann mit Stupsnase und Turnschuhen davon fuhr wie der Blitz im Tofusalat. Ich hingegen krachte ständig gegen die Mauer, verschämt vergrub meine Frau den Kopf in den Händen und die Anwesenden einheimischen Herren, hundert an der Zahl, kicherten vergnügt. Gut, dass tun sie eigentlich immer, auch ohne Anlass, aber sie verstehen, wie die Situation war.

Volle zehn Minuten brach ich mir einen ab und konnte nicht entwischen. "Sitz!".

Am Ende schleppte sie ein riesiges schweres, schwarzes Ding an. Ein Mauspad, so groß dass es eingerollt werden muss und heute die Hälfte meines Schreibtisches in Anspruch nimmt. Das geschieht mir recht.

Auch über Computex 2010:

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/gastkolumne-emanzipation-der-frau-in.html

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/tablett-pcs-pads-slate-pcs-showgirls.html

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/nicht-dass-einer-denkt.html

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/ausversehen-auf-chinesisch-unterhalten.html

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/amz-amz-computex-1.html

http://osttellerrand.blogspot.com/2010/06/ludigel-auf-der-latex-ah-computex.html


Dienstag, Juni 22, 2010

Gastkolumne: Emanzipation der Frau in Taiwan (Teil 37)

Wieder mal Zeit für Adolf E. Pankraz' Gastkolumne, der sich nach Beschwerden über zu viel Hostessenbilder in meiner Computex-Berichterstattung auf niveauvolle Art und Weise mit dem Thema auseinander setzen will.

Computex Taiwan: so geht es nicht weiter

Ein für alle Mal muss ein Fanal gesetzt werden. Die Ausbeutung der Frau auf der diesjährigen Computex 2010 war für Expats wie mich eine Zumutung.

Musste dieses Unternehmen unbedingt den Firmennamen dort anbringen? Und was bringt sie zu der Vermutung, dass man dort überhaupt hinsehen würde?


Asien hat noch einen weiten Weg zu gehen, bis die Frauen die selbe gesellschaftliche Gleichstellung erreicht haben wie bei uns in Deutschland. Gut, sie teilen in Taiwan ihren Männern zu Hause das Haushaltsgeld zu und Haus und Auto sind auf ihren Namen, aber ... es gibt noch viel zu tun, das ist offensichtlich.


Als schockierter Besucher blieb mir bloß, flugs hinter die Damen zu treten, um damit nicht weitere Schriftzüge ins Bild rutschten. Reines Weiß entspannte das Auge.


Positiv indes, dass auch Damen mit dunklerer Hautfarbe gleichberechtigt unter den Hostessen vertreten waren. Jedenfalls wenn sie etwas im Dunkeln standen.

Unfreundliche Worte sind natürlich auch über die Bekleidung der fast ausschließlich männlichen Besucher der diesjährigen Computex Taipei zu sagen. Diese Turnschuhe! (Ganz links im Bild) sind sowas von out!


Und eine Frage hätte ich noch am Schluss. Wo zur Hölle waren eigentlich die Computer auf der Messe zu sehen?

Ihr Adolf E. Pankraz

Dienstag, Juni 15, 2010

Tablett PCs, Pads, Slate-PCs, Showgirls (Computex 2)

Auf der Computex, die vor kurzem in Taiwan zu ende gegangen ist, waren Tablett-PCs der große Hit, seit Apples Steve Jobs das Ende des PC as we know it verkündet hat und seinen Tablett-PC namens iPad anpreisen will. Alle rennen dem Ding wie verrückt hinterher, was mir ein bisschen unheimlich ist, schließlich soll man mit dem Ding nicht mal Fotos auf einen USB-Stick kopieren können, weil er irgendein spezialisiertes Betriebssystem hat, das genau das macht was Steve will anstatt einfach alles zu können wie ein Universal-OS wie Linux mit KDE-Oberfläche oder Windows XP oder Windows 7 etc.

 Origami: den wollte damals keiner haben

Außerdem war meine Frau Produktmanager (bei einem taiwanesischen Partner von Microsoft)  für einen frühen Versuch von Bill Gates, einen Hype um einen Tablett-PC zu erzeugen. Origami hieß das Projekt damals und war 2006 oder dergleichen auch groß auf der Computex zu sehen. SAMSUNG hatte eine Massenversion, ASUS auch (meine ich mich zu erinnern) und eine kleine Taiwanfirma, die auf Tablett-PCs spezialisiert war, bei der ich gearbeitet hatte, hatte eben die ODM/OEM-Version davon gemacht, die also von Großkunden selbst gebrandet und ggf. von uns für sie modifiziert werden könnte. Alle dachten damals, Origami würde bald in den Hosentaschen von allen modernen Leuten sein, so wie jetzt alle dem iPad von Apple hinterher rennen.

 ein neuer schlanker von einer anderen Firma

Allerdings war der Fall für mich klar, schwer und dick und heiß würde es wohl diesmal noch nichts werden. Außerdem hatte Windows XP mit dem Bildschirmformat manchmal Probleme, manche Fenster sahen etwas komisch aus. "Nur ein early Adopter - Produkt" warnte ich damals.

Meine Frau wollte unsere alten Firmen besuchen, aber irgendwie war ich abgelenkt....
Links- oder Rechtsklick (je nach Browser verschieden, bei Firefox Linksklick und dann nochmal klicken bis das + Zeichen kommt) vergrößert die Bilder (seien Sie vorsichtig damit)

Mein eigener Tablett-PC war natürlich viel besser, mein Projekt war ein großer schlanker wasserdichter Tablett-PC mit eingebautem Stethoskop für Krankenhäuser, wireless konnte er gleich die Patientendaten nebst X-Ray in die Datenbank übertragen und mit Bluetooth-Knopf im Ohr konnte der Arzt mit Kollegen oder Schwestern telefonieren, tolle Sache. Kunde war ein r-i-e-s-e-n-g-r-o-ß-e-r amerikanischer Konzern, der es dann an einen anderen, ebenso großen weiterverkauft hat.

 Wie meinen Schatz? Äh, gleich.... wo wolltest Du hin?

Aber die Privatkundentabletts wollte keiner haben, auch mit dem zweiten Anlauf als "Slate-PC" hatte es Bill Gates nicht geschafft, da sollte HP die Geräte bauen. Doch kaum steht Steve Jobs mit seinem engstirnigen Blick auf der Bühne und sagt "one more thing", da kaufen alle einen Tablett-PC.

Zu unserer alten Firma? Onko oder wie die hieß.... äh ja gut.....

Kleine Taiwanfirmen haben jetzt auch schlanke Tabletts im Angebot, mit Windows XP oder Win7, viel besser als das iPad, weil richtig universell. Und heißen dann iTablett und SpingPad oder wie auch immer.



An dieser Stelle merkte meine Frau, dass sie mich zwicken musste, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.

Intel hat schon Stil, seufz, ob mit oder ohne Zuckerstange


Nachtrag zu den Tablett-PCs. Wirklich vermissen tue ich einen recht schlanken 15-Zoll Full-Size Tablett-PC, der recht schlank war und Windows XP drauf hatte. Mit einem elektr. Stift konnte man den sehr gut zum Lesen von eBooks oder heruntergeladenen Magazinen wie dem STERN (legal vertrieben über Newsstand.com) nehmen. Mit angeschlossener USB-Tastatur und Maus und in einen Ständer gesteckt war er dann ein richtiges Notebook. Allerdings sehe ich solche Geräte ehr als Zweit- oder Drittgerät neben Notebook und Netbook und für 2000 USD war er einfach zu teuer. Leider musste ich ihn abgeben bei Weggang (schluchz) und heute vermisse ich ihn sehr, denn mit dem Notebook auf dem Schoß lesen ist einfahc zu heiß bei der Hitze hier. Auch bei mir privat ist allerdings das Ende des konventionellen PCs eingeläutet, die Dinger funktionieren in der Schwüle bei mir einfach nicht richtig, gehen laufend kaputt und ich habe die PCs mittlerweile alle durch Notebooks ersetzt (die scheinen da resistenter zu sein, wahrscheinlich weil die Hitze intern die Feuchtigkeit verdampft, bevor sie das Gerät ruiniert).



Computex 1 (mit Pics)

Edit: im sonst hässlichen Taiwan braucht man einfach solch einen Anblick zur gelegentlichen Stimmungsaufhellung.... plöztlich gefällt mir Taiwan viel besser (hust)