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Donnerstag, August 27, 2015

Kennen Sie Thaiwan?

Taiwan und Thailand werden gerne verwechselt, hier zwei Links aus dem Forum Forumosa.com:

In "Thaiwan" bei McDonalds gibt es eine niedliche Bedienung, der dieser US-Artikel gewidmet ist: http://www.bostonnewstime.com/regional/116089-mcdonald-s-goddess-hsu-wei-han-in-thaiwan-is-their-most-attractive-worker.html

Und die familiäre Herkunft aus "Thaiwan" spielt hier bei einem US-Politiker irgendeine Rolle: http://www.theblaze.com/stories/2013/02/26/progressive-group-mounts-racist-attack-against-mitch-mcconnells-wife/
Habe mir nicht die Mühe gemacht, das alles zu lesen. Die Fotos der Bedienung habe ich natürlich eingehend studiert, um Hinweise auf ihre Herkunft zu bekommen. Gemeint ist offensichtlich immer Taiwan, nicht Thailand.

 Taiwan (bei Yilan), nicht Thailand, kapische?


Selbst bin ich einst vor der Eheschließung mit meiner taiwanischen Frau gewarnt worden, weil die "Thailänderinnen" eben angeblich ihren deutschen Ehegatten immer das Geld abnehmen und es, wie die Erfahrung lehrt, an ihre Familie überweisen. Nun, nachdem ich jahrelang immer allen erklärt habe, dass die Dinge in Taiwan ganz anders als in Thailand sind, ist mein Geld komplett bei der Familie meiner Frau angekommen, allerdings investiert und nicht einfach weg. Lustigerweise in Manila, Philippinen, wovor man auch gern warnt. Ein bisschen komme ich mir vor wie ein Arzt, der jahrelang vor der Krebsgefahr des Rauchens warnt und die Inhalation von frischer Bergluft in Dosen empfiehlt. Und dann Krebs von den Konservierungsstoffen der Bergluftdosen bekommt. Wenn sie den Vergleich verstehen.

Äh.... Viele Grüße aus Thaiwan wünscht...

Ludigel

Freitag, November 09, 2012

Ludigel und das Drogencamp

"Ludigel und das Drogencamp" hieß ein Artikel in meinem alten Blog, erschienen im Jahre 2007. Es handelte sich da um ein Blog in der Passado-Community, eine Art deutsches Facebook ohne Datenkrakismus, aber mit sehr gemischtem Publikum und vielen Flame-Wars. So hatte sich die Community irgendwann in eine Pro-X - Fraktion und eine Anti-X - Fraktion aufgeteilt, wobei X eine Person mit psychischen Problem war. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und habe das ganze Blog gelöscht, allerdings vorher auf Platte gespeichert. Hoffentlich habe ich das nicht schon einmal re-blogt. Wollte es schon öfter, habe es aber wohl noch nie gemacht.



Der Artikel bezog sich auf eine Thailandreise meiner Frau und mir, wohlgemerkt also Thailand und nicht Taiwan. Damals hatte mein Blog so hübsche Header. Heute verbirgt sich unter der unteren URL mein verachlässigtes Techblog. "Der Irrsinn ist nur einen Click entfernt", na gut, daran hat sich nicht so viel geändert.



Nach langer Busfahrt auf dem Festland landeten wir schließlich mit der gesamten taiwanischen Reisegruppe in einer entlegenen Ecke, aber es gab einen großen gut ausgebauten Busparkplatz. Wir waren jetzt fast in Birma oder soetwas übersetzte meine Frau. "Goldenes Dreieck". Na ja, dabei denke ich immer an Toblerone.

Der Eingang zu dem Camp schien Dschungelkriegsromantik verbreiten zu wollen. Marke Militärlager. Dazu passte auch eine thailändische Flagge, ein Funkmast und mehrere Soldaten, die allerdings waffenlos in Kampfanzügen zu sehen waren - vorsichtshalber recht selten fotografiert. An den Uniformen hatten sie eine Miniversion der Thai-Flagge, so dass ich sie erstmal für normale (oder nachgemachte?) thailändische Soldaten hielt.


Die Soldaten wirkten rigendwie spirreldürr und unterernährt, ich meine, dass sogar der ein oder andere barfuß durch die Gegend schlappte. Dann kam die Überraschung. Meine Frau übersetzte, die Truppe hier sei eine übrig gebliebene Kompanie der Armee der Republik China und habe sich schon um 1911 aus China agesetzt. Die Väter oder Großväter der heutigen Soldaten seien beim Dschungelkampf gegen irgendwen (Kommunisten? Japaner? Warlords?) in eine aussichtslose Lage geraten und hätten sich nach Thailand abgesetzt. Ihre Waffen hatten sie scheinbar dort zur Besichtigung aufgebart, in einer Art politischem Museeum, das unter anderen Adolf Hitler neben US-Präsidenten, Mao und dem Republik-China-Präsidenten Chiang-Kai-Shek hängen hatte.

Die Soldaten der Republik China, damals natürlich noch auf dem chinesischen Festland beheimatet mit Hauptstadt Nanking als Nachfolgestaat des chinesischen Kaiserreichs, hätten von der königlich-thailändischen Regierung ein Stück Land zur Verfügung gestellt bekommen, das sie aber nicht verlassen dürften. Und dort seien sie geblieben,hieß es. Bis heute! Sie hätten thailändische Frauen geheiratet aus den umliegenden Dörfern und diese würden mit ihnen auf dem Gelände leben. Die Frauen durften das Lager verlassen, nicht aber die Herren Soldatennachfahren, sagten sie. Auch die Kinder hätten einen ungeklärten Rechtsstatus und seinen Staatenlose. Also ohne Papiere unterwegs und wohl auch nur auf dem Gelände zu finden.

Für Taiwaner war die Führung interessant, weil ja unter anderem die Flagge der Republik China, die hier zu sehen ist, die heutige "taiwanische" Flagge ist. Denn Chiang-Kai-Sheck, Teile des Militärs und des Bürgertums sind ja 1949 auf die seit 1895 von Japanern verwaltete Insel Taiwan geflohen und dort wird bis heute die Republik China alias Taiwan fortgeführt.
Einen Job hätten die Soldaten, gaben sie an, eben den Funkmast für das thailändische Militär zu betreiben, daher auch die Uniformen.


Hier das einzige Foto mit einem der uns bewachenden/rumführenden "Soldaten", kaum zu sehen rechts Grün vor grünem Hintergrund. Einen Film bekamen wir gezeigt, der mit all dem wenig zu tun hatte, einen alte US-Doku aus den Siebzigern über ein Volk namens Karen, die demnach in Birma, Burma oder wo auch immer mit Drogen gedealt hätten, sich mit der dortigen Regierung einen Guerillakrieg geliefert hätten und später mafiös mit der Regierung verschmolzen seien. Man konnte kaum ein Wort verstehen, weil der Geschützdonner fast jedes Wort in dem Film überlagerte. Dann ging es zu den Hütten, wo angeblich die Familien der Pseudosoldaten leben würden. Man entschuldige das Pseudo, aber bis heute habe ich ihren Status nicht so ganz verstanden. Sie selbst wohl auch nicht.


Wir durften dann in eine Hütte herein gucken und dies war der Moment, wo ich wohl dachte, es sei keine Show für Touristen. Denn die beiden an der Wasserpfeife saugenden Herren dort zeigten alle Anzeichen von Junkies, wirkten also halb betäubt mit merkwürdig untot wirkenden Augen, sieht man hier nicht aus der Ferne und langsamen Bewegungen. Es roch auch recht Druggie in der Bude. "Ob wir auch mal einen Joint wollten?", fragte die taiwanische Reiseleiterin und erklärte, es sei hier legal, weil das Gelände exterritoriales Gebiet sei, eben der versprengten Truppe der Republik China überlassen und die Thairegierung würde sich dort aus allem heraushalten, Thaigesetze würden nicht gelten. Ergo sei Drogenkonsum jeder Art erlaubt und die Lieblingsbeschäftigung der dortigen Herren, die die Nachfahren der alten Chinakrieger seien. Ich nahm den Joint entgegen und zog ein paar mal daran. Nun fallen Sie nicht gleich in Ohnmacht, liebe Leser. Mir war wohl bekannt, das ein Joint nicht viel anders als Alk wirkt und daher beim Probieren keine weiteren Gefahren drohten. Und einmal dieses Zeug zu probieren, von dem so viel gefaselt wird, war eben verlockend.
Liebe Kinder, tut das nicht bei Crack, Heroin, LSD oder anderen starken Drogen, denn Crack is Wack, sagte schon Whitney mit dem Drogen-Huston. Und euch fallen die Fingernägel ab und die Zehen verfaulen von den Drogen etc etc. So gut, hätten wir den Teil hinter uns.
Dann nahm mir meine Frau den Joint ab und zog auch daran, mit dem Ergebnis, dass sie den ganzen nächsten Tag halbtot im Bett lag, ich frustriert Weihnachten bei Dosenbier und Schokoriegeln im Hotelzimmer feierte und wir nicht die Tour auf die idyllische Tropeninsel mitmachen konnten. Sage ich doch, Drogen sind Mist.

 Scheinbar lebten hier tatsächlich Familien. Das ganze Gelände war so groß wie vier Fußballplätze und um einen zentralen See gruppiert.


Die Fotos sind damals mit meiner analogen Reflexkamera auch ohne die technischen Spielereien einer modernen Digitalkamera recht gut geworden, auch wenn ich bei der Aufnahme hier heute am "D-Range-Optimizer" drehen würde, um das Dunkel aufzuhellen. Irgendwie wirken Kontraste und Farben natürlicher, weicher. Oder das liegt am Joint ;-)

Mit raus nehmen durfte man den Joint natürlich nicht, sagte uns die Reiseleiterin, denn draußen in Thailand gäbe es da 15 Jahre Knast bei Stockschlägen und Elektroden an die H... für oder dergleichen. Nicht, dass jetzt jemand hier diesen Artikel liest, denkt, er kann in Thailand Drogen nehmen und ich dann Schuld bin. Lassen Sie es, es sei denn sie finden ein zugekifftes Lager einer Geisterarmee im Dschungel, so wie ich hier. Passiert ja nicht allzu oft.

 Eine bunthaarige junge Taiwanerin hatte mittlerweile meiner Frau den Joint entrissen und ich versuchte, die Wirkungen von dem Zeug durch gesteuertes Verhalten zu überspielen. Unter anderem schien die Droge meinen Sehnerv und das optische Zentrum zu stimulieren, so dass ich das Gefühl hatte, etwa alle Blätter eines Baumes auf einmal im Detail erkennen zu können, wie ich mich erinnere. Alles wirkte auch irgendwie übermäßig ausgeleuchtet. Bringt einem aber auch nichts, wer interessiert sich schon für Blätter. Und die Überstimulanz führte zu Kopfschmerzen um die Augen rum. Also nochmal mitschreiben: Drogen sind Mist. Alles klaro?

LINK: Eine der zahllosen Vorankündigungen dieses Artikels: http://osttellerrand.blogspot.tw/2011/09/erinnert-mich.html 

[Update: Bitte die Kommentare beachten: Die Jahreszahl müsste möglicherweise von 1911 auf 1949 korrigiert werden und Thai-Staatsbürger wären es demnach auch. Die Leute haben vielleicht verschiedene Versionen ihrer Geschichte: http://www.oldworldwandering.com/2012/05/03/china-forgotten-army-mae-salong-thailand]
Danke für den Link in den Kommentaren!]

-------Mal was anderes:
Neuer Service hier im Blog, der "Taiwan-Deutschland-Vermischungs-Seismograph"! Jedesmal wenn ein Deutscher Taiwan und eine der hübschen Damen hier für sich entdeckt, schlägt sich das im Blogometer in einer solchen Schockwelle nieder:

Im Sinne weiterer Fraternisierung und Vergrößerung der Inselbevölkerung wünsche ich uns allen noch viele weitere Ausschläge. Man kann die Spitzen halt verstehen bei den hübschen Damen hier, geht mir nicht anders. "Was kann man für Taiwan tun?" fragte neulich einer der Englischlehrer im Ausländerforum. "Neue Staatsbürger zeugen", antwortete ich.



Montag, Mai 23, 2011

Die kleinen Freuden des Alltags

In der Firma weit und breit keine Spur von Frau. Ich kann endlich den in den Cubical gelieferten Kaffee genieße und träufele mir mit bösem Lachen das Pöttchen Zuckersirup hinein. Wäre meine Frau jetzt hier würde es wieder heißen "Ach.... Du willst doch das Sirup nicht" und ich würde wieder flöten: "Aber natürlich brauche ich das nicht mein Schatz (Darling, oder in der halbchinesischen Variante Darling-ling)". Doch ich möchte mich nicht beschweren, diese Fürsorge und die Sorge um meinen Zuckerspiegel ist sicher besser als der stürmische Anfang unserer multikulturellen Ehe. Siehe unten (aus dem alten Blog gefischt, das nur noch auf CD bei mir existiert).

"Ludigel, nun stell dich doch auch mal da hin um die Krokodile zu füttern!", hieß es. Und "vorbeugen, ich kriege dich sonst nicht in den Sucher!". Und warum musste ich auf ihren Wunsch unbedingt das bunte Hemd anziehen an diesem Tag?

Da schnappt Schnappi, das thailändische Krokodil...

"Was sagst Du Schatz? Das sind zahme Krokodile die man streicheln kann?"

Und er springt nur hoch, weil er spielen will. Wirklich?

"Jaja, die Policen liegen immer noch im Schrank zu hause. Gut, ich trinke schon mal einen Mojito in dem Holzpavillion da, ganz wie Du meinst Schatz...(das ist keine Mauer im Vordergrund, sondern auch eine von den Schnappmaschinen)"

Das war 2006 in Thailand auf Urlaub. Handlung frei erfunden. Also, bis auf den Satz mit dem Vorbeugen...;-)

Dienstag, Mai 03, 2011

Plädoyer für die asiatische Frau

In deutschen Landen oft missverstanden wird der asiatischen Frau manch Absonderliches unterstellt.

Angeblich springen sie auf jeden andersfarbigen Herrn...


In Wirklichkeit jedoch umsorgen diejenigen, die sich auf das Abenteuer einlassen, den bisweilen von sich selbst eingenommenen Westler mit viel Hingabe.

OK, Schluss mit dem Unsinn...

Ich habe nur gerade die Fotos aus dem alten Thailandurlaub in meinem alten auf CD gebrannten Blog entdeckt und teilweise mit Bildbearbeitugssoftware erstmals gut erkennbar gemacht. Die alte chemische Kamera mit grobkörnigem Film und zu schwachem Blitz hatte da schlechte Ergebnisse geliefert. Irgendwo in Thailand, war es Pukhet?

ThaiLAND wohlgemerkt, nicht das herrliche TaiWAN (auch TaiwaHn genannt), wo ich hier im Büro sitze beim Frühstück.

Mittwoch, April 27, 2011

Vergessener Beinahe-Krieg: Kambodscha/Thailand

Über der Nuklearkatastrophe in Japan und den arabischen Frühlingsschießereien ist ein Konflikt in Asien in der Presse weitestgehend in Vergessenheit geraten. Auf kambodschanischem Gebiet liegen uralte Tempelanlagen, das Gebiet wird auch von Thailand beansprucht und daher schießt die Thaiarmee gerade in die Tempelanlagen und auch in kambodschanische Siedlungsgebiete hinein und die Kambodschaner schießen in umgekehrter Richtung. Soldaten sterben auf beiden Seiten, aber noch vermeidet man das Wort Krieg. Nachzulesen in einem deutschsprachigen Kambodschablog (http://kambodscha-sihanoukville.blogspot.com/), letzter Eintrag hier (http://kambodscha-sihanoukville.blogspot.com/2011/04/eine-eskalation-der-kampfe-ist-nicht.html). Auch in diesem Blog (http://www.kambodscha.don-kong.com/): http://www.kambodscha.don-kong.com/2011/04/25/aktualisierung-zum-grenzkonflikt/
Wegen der Namensähnlichkeit der Hinweis: TaiWAN alias "Republik China", der Gegenstand dieses Blogs, hat mit Thailand und dem Konflikt nichts, aber auch gar nichts zu tun.

Englischsprachiger Blogbericht eines Journalisten auf (geographischer) Thai-Seite: http://jamesgoyder.blogspot.com/2011/04/border-conflict-day-five-bombs-and-bomb.html

Man sollte ja meinen, die Thais hätten genug "neue" Tempel. Hier ist einer, entgegen dem dringendem Rat meiner Frau bei Thailandurlaub fotografiert. Ich lachte über den Hinweis, die Götter könnten durch die Kamera erzürnt werden und schauderte dann beim ansehen der Fotos. Man achte auf das fliegende Etwas links neben dem Tempel, es sieht genau aus wie eine der Dachverzierungen. Schluck*


* die herum flatternden Fledermäuse erwähne ich aus rhetorischen Gründen nicht ;-)

Donnerstag, September 09, 2010

Islamistischer Terror im benachbarten Thailand

Wohlgemerkt in ThaiLAND, nicht in Taiwan. Das reiche Taiwan hat erfreulicherweise keine islamischen Provinzen, ich sage das ganz offen, denn mit solchen hätte man die Saat für Separatismus und Terror gelegt (empörte Kommentare bitte unten abgeben, danke). Taiwan hat nur etwa 100.000 Moslems, die unter den 23 Millionen Taiwanesen eine verschwindend geringe Minderheit darstellen. Etwa die Hälfte davon sind Kurzzeit-Fabrikarbeiter, die ein paar Jahre im Land bleiben. Richtige Siedlungsgebiete gibt es also nicht.

ThaiLAND hingegen hat in seinen Südprovinzen eine moslemische Minderheit und diese versucht mit Gewehren und Pistolen den Umstand zu verhindern, dass ihre Kinder etwas vom Buddhismus in Thailands staatlichen Schulen mitbekommen. Wieder und wieder werden dort Lehrer auf dem Weg zur Arbeit getötet. Siehe den Bericht in einem sehr guten Thailandblog (LINK).

Dienstag, Juli 27, 2010

Klickt auf (nicht vorhandene) Werbung oder ich handle mit StinkyTofu

Interessanter Hinweis in einem ThaiLAND-Blog (http://4-thailand.de/): Eine wiederum andere ThaiLAND-Webseite weist darauf hin, schon der zweite seiner Redakteuere oder Fotografen sei gezwungen gewesen, zum Drogenhändler zu werden, weil die verdammten, schmarotzerhaften Besucher nie auf die Werbebanner klicken:
http://www.thailandinformation.de/das-ende-ist-nah-2-millionen-siteviews-823-pictures.htm.

Gemäß interner Marktforschung erklärten sich die 3 Werbeklicks bei Ludigels Taiwanblogs aus den Jahren 2006-2009 durch Vollrausch, Nervenleiden und herunter gefallenem Computer. Aus Ludigels Diamantkrawattennadel wurde daher nichts.

Ich habe mal alle Werbung, auf die in der Tat eh niemand geklickt hat, abgeschaltet - und zwar als ein Scientology-Werbebanner auf meiner Seite war. Den Mist überhaupt einzuschalten war eh Unsinn, mehr eine Spielerei mit der Blogoberfläche. Also einigen wir uns darauf, wer auf eine nicht vorhandene Werbung klicken würde schreibt einen Kommentar und ich trinke dann ein TAIWAN BEER drauf. Ab 1000 Kommentaren werde ich zum Stinky-Tofu oder Betelnusshändler. Versprochen ;-)

P.S.: Die ThaiLANDinfo-Webseite hält ihre Besucher auch für dumm und dreist (http://www.thailandinformation.de/baba-bobo-leserbriefe-818-pictures.htm). Na ja. Dies hier ist ja ein TaiWA(H)N-Blog, da ist höchstens der Blogschreiber nicht ganz bei Trost. "Leserbeschimpfung", vielleicht versuche ich es damit demnächst auch mal, mal was anderes....

Freitag, Mai 21, 2010

Thailand vs. Taiwan: Putsch vs. Verhaftung

Interessant ist, wenn man einmal die Umstände vergleicht, unter denen das Königreich Thailand und das republikanische Taiwan ihre großen Staatskrisen (obwohl in Taiwan ehr von einer sich anbahnenden die Rede sein kann) um das Jahr 2006 bewältigt haben.

Thailand hatte seinen Premier Thaksin, dem vorgeworfen wurde seine Steuern nicht richtig zu bezahlen und der in den großen Korruptionsskandal um den neuen bangkoker Flughafen verwickelt gewesen sein sollte. Die Insel Taiwan hingegen hatte seinen Präsidenten Chen seit 2000, dem das Verschwindenlassen von diversen Staatsfonds, Veruntreuung von Spendengeldern, Erpressung eines Kaufhauskozerns über erst adverse und dann zugetane Steuergesetze und das Abrechnen von Privatgeldern über die Staatskasse vorgeworfen worden ist.

Die Krise wurde auf völlig unterschiedliche Art und Weise gelöst. Während in Bangkok Premier Thaksin den Eindruck erweckte, kalt lächelnd über dem Gesetz zu stehen, sonnte sich der auf mich immer öliger wirkende Präsident Chen in Taiwans Hauptstadt Taipei wie ein Provinzgangsterboss in mitten seines kriminellen Klans, denn auch seine Verwandtschaft inklusive First Lady waren in den Skandal verstrickt.


Asiens Tigerstaat Taiwan: Vorbildhaft

Die Eliten in Bagkok von Königshaus, Militär und Oberschicht zürnten dem lächelnden Thaksin ebenso wie die Eliten in Taipei dem öligen Chen zürnten. Dennoch lösten beide Länder, so ähnlich ihr Name auch sein mag, die Krise auf völlig unterschiedliche Weise.

In Thailand gab es einen Militärputsch, bei dem der Premier in Bangkok kalt entmachtet wurde, als er gerade im Ausland weilte, während in Taiwans Hauptstadt Taipei nichts dergleichen stattfand. Die Staatsanwaltschaft in Taipei erklärte, Beweise gegen den Präsidenten zu haben, es wurde versucht, seine Immunität aufheben zu lassen und als dies nicht funktionierte, verharrte die Staatsanwaltschaft in abwartender Stellung.

Bangkoks Thaksin hingegen konnte sich im Ausland etablieren, arbeitet heute mit dem mit seiner Heimat verfeindeten Kambodscha zusammen und konnte als eine Art Warlord von außen Thailand und Bangkok ins Chaos stürzen - sicher auch, weil Bangkoks Eliten einen ihm wohlgesonnenen Nachfolger samt neuer Partei wieder aus dem Amt jagten.

In Taipei hingegen wartete man ab, bis Chens Amtszeit 2008 abgelaufen war und ließ ihn dann verhaften. Ihm wurde der Prozess gemacht und er sitzt heute im Gefängnis. Sicher lief auch in Taiwan das alles nicht ganz koscher ab, denn der Prozess glich manchmal einem politischen Schauprozess der wieder an die Macht gewählten Staatsgründungspartei KMT, aber alle kleineren Proteste die es diesbezüglich in Taipei gab, sind immer noch besser, als das Chaos, in das sich Bangkok hinein manövriert hat.


Thailand: wer wagt, gewinnt nicht immer

In Thailand wurde die arme Landbevölkerung im Nordosten gegen Bangkoks Eliten und wohl sogar gegen das Königshaus aufgebracht, man befürchtet heute einen Bürgerkrieg.

Taiwan hätte den selben Fehler machen können, denn seine Hauptstadt Taipei gilt als chinesisch dominiert, während der Süden Taiwans sich als weiter von der chinesischen Herkunft entfernt definiert. Hätte man den aus dem Süden stammenden Chen in Taipei entthront hätten wir heute vielleicht ebenso wütende Menschen im Süden, die auf die "chinesischen" Eliten in der Hauptstadt schimpfen und vielleicht sogar zu Gewalt aufrufen.

All das ist nicht geschehen, die Insel Taiwan war wieder mal klüger als das große ostasiatische Land im Westen. Demokratische Institutionen lässt man eben besser ihre Arbeit tun, als herrschaftlich mit Gewalt dazwischen zu hauen, wenn es ein Problem mit dem Regierungschef gibt. Sonst ist die Kur schlimmer als die Krankheit. Das demokratische Taiwan ist hier ein Vorbild für die Region - ein Umstand der immer wieder vergessen wird.

Montag, April 12, 2010

Leser hypnotisieren

Bitte schaut mir tief in die Augen. Es ist alles in Ordnung. Dieses Blog ist über TaiWAN. Hier sind keine Unruhen. Alle Leute schlafen friedlich in ihren Bettchen an die Hello-Kitty-Bären gekuschelt und schnarchen. Alle fahren brav mit ihren Toyotas im Kreis. Kein Grund zur Sorge.
Unser korrupter Expräsident sitzt friedlich im Gefängnis und ist nicht nach Kambodscha geflohen. Unser Präsident heißt Pferd,hat ein freundliches Pferdegebiss und lässt auf niemanden schießen. Hier ist alles in Ordnung. Ludigel war nur schlecht im Auto heute Morgen, weil Frau wieder so wild gefahren ist. Mit Augen-zu verschwand die Übelkeit aber sofort wieder.
Dies ist Taiwan, NICHT Thailand. Hier gibt es keinen greisen König, hier schießt keiner, hier gibt es nicht Rot und Gelb, sondern nur Blau und Grün in der Politik.
Hier gucken wir uns nur die Nachrichten aus ThaiLAND an, wir hier in TaiWAN und schütteln unsere kleinen Köpfe. Es ist alles.... zzzz zzzz zzzzz*



Orange Revolution? Taiwan: Unruhe nur durch taillenfreie Miniröcke auf der Computex Computermesse (im Juni geht es wieder los...)

* sorry, früh am Morgen. Bei den letzten Unruhen in Thailand wurde meine Frau bei ihrem Fernstudium zusammen gestaucht, Taiwan sei so ein Chaosland mit laufenden Unruhen und warum sie denn gesagt hätte, Taiwan sei so friedlich, wenn "man doch weiß" wieviel da immer los ist.

Und nachher schreibe ich eine alte Geschichte von ThaiLAND, "Ludigel und das Drogencamp", wo uns eine TaiWAN-Reisegruppe vor ein paar Jahren hingeschleift hatte...

Freitag, Januar 22, 2010

Die Familienbank

Vor ein paar Jahren trug sich eine gar mysteriöse Sache in meinen Finanzen zu. Meine Frau und ich konnten an einer sogenannten "Familienbank" teilnehmen, wie meine Frau versuchte den Begriff aus dem Chinesischen zu übersetzen. Genauer gesagt hatte ihre Schwester einen Anteil (und damit eine zu investierende Summe) an einer Art großem Pott, in den zig Bekannte einzahlen konnten (Fremde nehmen nicht teil) und ihre Schwester hat ihren Anteil wiederum in ihrem Familienkreis aufgeteilt. Konkret sollten wir ein neues Bankkonto eröffnen (da hat man in Taiwan sowieso mehrere davon, weil jeder neuer Arbeitgeber ein Konto bei seiner Hausbank erwartet) und auf dieses Konto (zu dem wie immer ein papiernes Bankbuch gehörte) würde dann von unserem Gehalt jeden Monat ein gewissen Betrag abgebucht. Insgesamt sollten wir übers Jahr 40 000 Taiwandollar beitragen, das sind etwa 1000 Euro. Mehr ging nicht, denn die Schwester hatte uns nur diesen Anteil an ihrem Anteil zugewiesen.


Frauen sind faszinierende Wesen. Hier ein paar beim Studieren der Börsenkurse (oder so)


Am Ende des Jahres sollten wir dann das Doppelte zurück erhalten. Natürlich war ich sehr skeptisch und erwartete, dass mit dem Geld das Gleiche passierte, wie mit dem traditionell auf der Hochzeit von den Verwandten gesammelten Geldspenden für das neue Ehepaar. Die etwa 5000 Euro waren damals verschwunden, Schwiegermama ward in der Nähe der Kiste gesehen worden, obwohl meine Frau sagte, sie habe es in eine Druckerei auf den Philippinen investiert, ohne mich zu fragen, da sie damals gedacht hätte, ich müsse reich sein, weil ich eben Ausländer sei und mich daher um eine solche Popanzsumme garnicht kümmern würde. Weil Weiße eben erst ab 50 000 Euro anfangen nachzuzählen oder so (dabei hatte ich doch immer die Hosentaschen raushängen lassen, tsk). Aber diese wilde Zeit war ja längst vorbei, alle und natürlich auch Ehefrau haben mittlerweile eingesehen, dass ein in Taiwan sein Geld verdienender Deutscher eben auch keinen Gelddrucker im Schrank hat und so war ich vorsichtig optimistisch, dass Schwesterlein das Geld wenigstens wieder herausrücken würde, schon um nicht Krieg mit meiner Frau zu bekommen. So ganz sicher war ich mir aber nicht, ob das Ganze nicht ein elegant verpacktes Darlehn an die liebe Schwester (übrigens die mit dem philippinischen Mann und der Druckerei) sein sollte. Naiv war ich, denkt sich jetzt der Leser. Weg sind auch die 1000, den 5000 gleich hinterher! So sollte man meinen. Andererseits habe ich eben keine Thailänderin, sondern eine Taiwanesin geheiratet und wir hatten uns hart eine gutbürgerliche Existenz in Taiwan erarbeitet, da war ich guter Dinge, la Familia in dieser Sache vertrauen zu können. Eine höhere Summe hätte ich aber nicht investiert, soweit geht das Vertrauen nun auch wieder nicht. "Vetraust Du mir?", diese Frage müsste man eigentlich immer mit "Bis..." und einer Summe beantwortet.

Taiwanesischer 2000 NT - Schein (etwa 50 Euro). Habe ich hier aber noch niemals gesehen. Man hat immer nur den 1000 NT-Schein und auch den nehmen viele Geschäfte nicht an und den 500 NT-Schein nur ungern, weil es so "große" Scheine sind. Auch den 200er sieht man fast nie, man hat immer nur 100er, 500er und 1000er.
Foto: Wikipedia


Das Mirakel geschah, am Ende hatten wir wirklich mehr als das Doppelte zurückbekommen, der effektive Zinssatz betrug damit 10% ... aber pro Monat! Ich sagte zu meiner Frau, das machen wir gleich nochmal, aber leider ergab sich keine neue Gelegenheit mehr.

Was nun mit dem Geld geschehen war, war schwer zu verstehen. Meine Frau erläuterte, es gäbe einen gemeinsamen Topf, in dem irgendwie alle einzahlen, dann Darlehn erteilt werden (oder irgendwelche anderen Anlagen gemacht werden) und am Schluss haben alle irgendwie mehr als vorher. Das klingt wie magische Geldvermehrung und ich merkte, dass sie nicht richtig Lust hatte, über das Thema zu reden, das System aber scheinbar auch nicht im Detail kannte. Ich weiß ja auch nicht besonders viel über Investmentbanking, insofern will ich das nicht kritisieren.

Das Ganze ist aber eine altehrwürdige Sache, die wohl die Frauen unter sich machen, sagte meine Frau. Etwas Licht ins Dunkel bringt wohl dieser Artikel (http://www.thaifrau.org/guide/thaifrau_artikel_29.asp), der sich allerdings auf Thailand und nicht auf Taiwan bezieht. Da allerdings beide Länder letztendlich der chinesischen Kultur entspringen (bzgl. Thailand bin ich nicht so sehr im Detail informiert, aber Thailand ist auch konfuzianisch geprägt), könnte das Thai Share Game und die taiwanesische Familienbank den selben chinesischen Ursprung haben.
Nun, mit der Familienbank habe ich also bislang 4000 Miese gemacht. Die Bank gewinnt immer.

Freitag, April 17, 2009

All Yellow Shirts and no frakking Red Shirts in Thailand...

Reconstructed blog posts, about happy days in Thailand, when it was all yellow shirts, the royal palace and the king... before he caught that damned flu and the country went all bollocks...

----PART 1 [HERE]




----Much nicer PART2: Gold, Gold, Gold and yellow shirts..[HERE]

Montag, April 13, 2009

Neustes aus ThaiLAND


Großer Palast in Bangkok (Dachkrone im Stil eines thail. Tempels). Noch schweigt König Bhumipol aus dem Rama-Geschlecht***, aber es wird schon scharf geschossen vom Militär (und die Demonstranten werfen Molotov-Cocktails). Ich gebe es zu, lieber ist mir derzeit das Militär... (Foto: Ludigel)


Unter diesem Link (***entfernt***) finden sich im taiwanesischen Ausländerforum  neuste Nachrichten aus ThaiLAND. Genau lesen, ich bin in TaiWAN aber jemand aus HongKong mit Familie in ThailLAND hat immer recht aktuelle Neuigkeiten über das Chaos in Siam/Thailand.

Achtung: Dieses Blog bezieht sich sonst auf TaiWAN/Formosa. Nur dieser Artikel bezieht sich auf ThaiLAND/Siam und vergleicht am Schluss die beiden Expräsidenten ThaiLANDs und TaiWANs. Also nicht durcheinander kommen...



Hier ein dickes Lob an TaiWAN, denn Taiwan hatte mit seinem Expräsidenten Chen Shui-Bian eine vergleichbar korrupte Figur wie den thaiLÄNDISCHEN Expräsidenten Thaskin, nur in TaiWAN sitzt er im Gefängnis, täglich sehe ich ihn Runden im Hof drehen, live im TV übertragen, während sein siamesisches Pendant sein Land zugrunde gerichtet hat. Es ist eben besser das die Justiz regeln zu lassen, wie in Taiwan, als einfach das Militär aus der Kaserne zu holen ohne das Problem aufzuarbeiten wie in Thailand.

So, Taiwan gelobt. Reicht für heute.

UPDATE: Interessant, Ex-Premier Thaskin bietet scheinbar Leuten Geld, um an den Demos teilzunehmen und Extraprämien, wenn sie im TV erscheinen und Parolen rufen oder gar Trupps anführen, die Regierungsgebäude besetzen. Der Mann hat seinem eigenen Land den Krieg erklärt. Im Gefängnis wie der taiWANeische Expräsident wäre er besser aufgehoben. Gleich zeigen sie wieder die Hofrunden des taiWANesischen Expräsidenten im Fernsehen, hat er verdient, den Watschelgang, den er jetzt hat. Wohl die Seife fallenlassen (igitt...)






Ludigel

*** hatte gestern Abend zu viel vom sog. Rama-Geschlecht gelesen und den armen Kerl deshalb wie eine Magarine genannt; darauf stehen bestimmt 14 Jahre Festungshaft in Thailand...


MEHR von Rama, Bangkok, Goldhemden und gelbem Palast (oder umgekehrt):

----Königlicher Palast in Bangkok: jo, da gibt es nicht nur Bargirls, liebe deutsche Touristen [HIER]
----UND der zweite Teil von Bagkoks Goldpalast (Gold und Gelbhemden...)...[HIER]

Donnerstag, September 20, 2007

Pallazzo Prozzi, Bangkok



Bangkok Royal Palace Pt. 2

see Part 1

German:

Sind wir also endlich reingegangen, in den königlichen Palast in Bangkok, Thailand.
English:
So finally we made it into the Royal palace in Bagkok. The captions are in German, but feel free to enjoy the pics.

Click on the images to enlarge!
Click auf die Bilder vergrößert!



Kaum ist man drin, wird man gleich von Prunk erschlagen. Überall wo man hinguckt, ist Gold. Im Bild ein Schrein für religiöse Schriftrollen. Blattgold ist es allerdings. Davor eine thailändische Schulklasse, alle in Gelb, denn das ist die Farbe des Montags in Thailand (jeder Wochentag hat eine eigene Farbe) und der König ist an einem Montag geboren. Im Dezember war sein Geburtstag und dieser Monat ist in Thailand sowieso ein Festmonat.
Ja, Gold und Blau ist auch meine Lieblingsfarbkombination, habe es aber nur bei Armbanduhren - und nichtmal echt, seufz) - erinnert mich daran, hier ein Spendenkonto publik zu machen.
Geht man ein paar Schritte vor oder zurueck, sieht man die goldenen Bauwerke in immer neuen, ueberbordenden Kombinationen (Rechner hat gerade die Umlaute verschluckt, tschuldigung).
Richtig diffus wird das Licht von all dem Gold widergespiegelt. Kurz verklaert sich der Blick und man glaubt Yul Bruenner, den Koenig von Siam in dem alten US-Streifen, auf den Stufen stehen zu sehen. Man sieht in Seide gekleidete Hofdamen (die alten siamesischen Koenige sollen bis zu 1000 ... aeh .... Hofdamen ... gehabt haben), doch dann hoert man die keifende Stimme der Reiseleitung "please proceed to the next building, where King Rama the second had his first...". Und man sieht nur Jane und Tom aus Pittsburg vor dem Gebäude. Wie gesagt, der Flieger ging gleich und alle Bilder sind unter grosser Hektik entstanden.
Im Vordergrund der alte Koenigspalast als Modell, der von den Burmesen im Krieg zerstoert wurde. Der neue wurde 1782 nach dem Krieg angefangen, als Bangkok die neue Hauptstadt von Siam wurde. Eindeutig indisch, der Stil des alten Palastes. In uralter Zeit waren die Thais ja noch Hindus.


Stutzig wurde ich, als die Fuehrerin erwaehnte, in einem Saal, der bis heute fuer diplomatische Empfaenge diene, seien Treffen von Koenig Rama I (der Erbauer des Palastes) und linker Hand dem britischen und rechter Hand dem franzoesischen Botschafter dargestellt. Bis Dato dachte ich, Thailand sei damals eine Kolonie gewesen. Doch weit gefehlt! Als Grossbritannien seine gierige Hand nach Thailand ausstreckte, verstand es der Begruender der neuen siamensichen Dynastie, Rama I the Great, durch ein geschicktes diplomatisches Spiel England und Frankreich gegeneinander auszuspielen! Er nahm einfach zu beiden Kolonialmaechten diplomatische Beziehungen auf und konnte so Siam alias Thailand als Pufferzone und souveraenes Land etablieren bzw. bewahren.

Indischer Stil mit thail. Farbenpracht verbunden (Daecher). Jedenfalls hat sich der prunkvolle Palast so bezahlt gemacht, diente er doch als praechtige Kulisse, um siamesisches Selbstbewusstsein bei den diplomatischen Gerspraechen zu demonstrieren.

Und den
Und den Schluss im dritten Teil....

Mittwoch, August 08, 2007

Thailand, Royal Palace 1



This is a re-post from my old German blog about my recent Thailand trip. It is about Bangkok and recommends not only to visit the beach and the beach gals, but rather to go to the King's temple, which is really outstanding and has gold, gold, gold...
Only German text, but also images.

I am living in Taiwan or "Isla Formosa", I was only spending my vacation in Thailand or "Siam".



Gehen Sie nicht über Los, gehen sie nicht zum Strandpuff, gehen sie nicht mit den Barmädchen in Phuket, gehen sie stattdessen nach Bangkok. Nein, nicht in die "KO-Tropfen Bar", sondern in den...

Grand Palace Bangkok, Thailand
Palast des thailändischen Monarchen

Der thailändische Monarch, König Bhumibol, hatte gerade sein 60-jähriges Regierungsjubilieum, als ich in Thailand war. Übrigens ist er ein konstitutioneller Monarch. Theoretisch gibt es eine demokratische Regierung mit Premierminister und Parlament unter ihm, in der Praxis aber oft eine Millitärdiktatur. So hatte der letzte Premier zig Korruptionsaffairen und das Millitär ergriff die Gelegenheit, gleich den korrupten Premier loszuwerden und auch gegen die moslemischen Aufständischen im Süden des Landes vorgehen zu können. Thailand hat fast nur Buddhisten, aber die 4% Moslems im Süden, haben solche unter sich, die von einem Kalifat träumen. Das kennt man ja, jeder will Kalif anstelle des Kalifen werden. Touristen kann es fast egal sein, das Millitär hat weitestgehend das Problem mit Waffen gelöst, laut Auswärtigem Amt ist Thailand in dieser Hinsicht sicher. Nur Sylvester hatte Bangkok ein paar Bomben an zentralen Plätzen. Aber da war ich schon wieder weg und man kann halt auch mit dem Kopf in der Kloschüssel stecken bleiben und ertrinken, wenn man sich vor allem fürchtet.


König Thailands auf 20 Baht Note

Man sagt jedenfalls, dass der herrschende König Bhumibhol durchaus solchen Aktionen seine Rückendeckung gibt oder positiver formuliert die Konstanz der thailändsichen Kultur über alle korrupten Regierungen und Putsche hinaus garantiert. Er ist definitiv ein stabilisierender Faktor für Thailand und extrem beliebt beim Volk. Mein Großvater warnte mich immer, in Thailand nie auf einen vom Winde verwehten Geldschin zu treten, denn der Fuß auf dem königlichen Anlitz sei schon Majestätsbeleidigung und ein Schweizer sei dereinst dafür ins Gefängnis gekommen. Jedenfalls ist ganz Thailand voll mit Königsportraits und man sollte sie niemals abfällig kommentieren. Ein Schweizer (nanu, der Selbe? 30 Jahre später?) hat vor kurzem eines volltrunken geschändet und muss sich auf bis zu 15 Jahre Haft gefasst machen. Der König ist Leiter von unzähligen Bewässerungsprojekten, die die Kleinbauern Thailands auch in der Dürre mit Wasser versorgen sollen und nicht nur deshalb eine abgöttisch geliebte Figur. Hobbyfotografen wie Ludigel mögen ihn, weil er fast nie ohne Spiegelreflexcamera um den Hals gesehen wird. Marke Canon. Na ja, Minolta gibt es ja nicht mehr, da will ich nichts dagegen sagen.


Bangkok: trotz etwas Schmuddel ist es viel schöner und sauberer als "mein" Taipei in TaiWAN/Formosa. Die Thais haben als Ziel, harmonisch mit der Umwelt zusammen zu leben. In einer Millionenstadt kann das nicht wirklich funktionieren, aber sie versuchen es jedenfalls. Man sieht deutlich den Unterschied, denn Thais stellen ihre Bürgersteige jedenfalls nicht mit Oma Pings altem Schaukelstuhl, seit 30 Jahren milbenbefallen und Opa Pongs altem Nachtopf voll, wie es "meine" Taiwanesen tun. Auch die Natur in Thailand ist sauber, während in TaiWAN jeder Quadratmeter als Müllhalde oder Parkplatz dient.


Eingang des Palasts mit Parade
Der Königspalast in Bangkok dient dem König nur vorübergehend als Wohnsitz, ist Schauplatz von religösen Zeremonien, denen der Monarch beiwohnt und Gästequartier für ausländische Staatsgäste des Königs. Das prachtvolle Gästehaus sieht man hier im Hintergrund.


Blick auf den inneren Bereich des Palastes, der übrigens wie ein buddhistisches Kloster aufgebaut ist. Nur prachtvoller und ohne Mönchswohnbereich, denn hier gibt es keine residenten Geistlichen.

Das ist ehr indisch, eine Hindustatue im Eingang. 1782, als der Palast gebaut wurde, waren zwar schon fast alle Thais Buddhisten wie heute ca. 95% , aber dereinst waren sie Hindus und noch heute gibt es hinduistische Strömungen im Buddhismus in Thailand. Buddha war ja auch ein indischer Prinz, nebenbei bemerkt.


Gehen wir später richtig rein in den Palast, mir läuft gerade die Zeit davon.... im hektischen TaiWAN, nicht im entspannten ThaiLAND, dessen Bewohner immer ein freundliches Lächeln im Gesicht haben und eine große innere Ruhe nach Außen tragen, so ganz anders als meine Taiwanesen...

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