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Montag, April 01, 2013

Rettungsversuch für Wauwi

Beim letzten Besuch im Roadies (Burgerstube eines US-Amerikaners) irgendwo in "Longtan", sind die Fotos unten entstanden.

Eine recht hübsche Gegend um einen See herum ist es dort, wo das Roadies in einem der zahlreichen "Longtan" genannten Dörfer und Städtchen liegt. Ortsschilder gibt es in Taiwan nicht, so genau weiß man also nie wo man wirklich gerade ist.

Die Natur lädt scheinbar idyllisch zum Spazierengehen ein.

Vorbei geht es an der Reihe aus Nobelreihenhäusern, über die ich schon mehrfach berichtet habe und von denen wohl eines mittlerweile verkauft ist. Sie stehen seit vielen Jahren leer und ihr Preis hier auf dem Lande ist mittlerweile von 32 Millionen NT auf 50 gestiegen - durch 40 in Euro.




Ein stolzer Preis, wird die Landschaft hier wie fast alles Grün nahe den Siedlungen Taiwans doch als Schutt- und Hausmüllabladeplatz benutzt. Schon ganze Schrankwände habe ich hier schon fotografiert und auch hier im Blog irgendwo abgelichtet. Ich wollte noch mehr von den Müllhaufen fotografieren, denn um mich herum gab es den Anblick etwa verzehnfacht, da standen Frau, Kinderwagen und ich plötzlich in wildem Gebell. Wir hatten nämlich einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum passiert und standen in einem kleinen Rudel Straßenhunde, das dort logierte.


Gerade wegen unserem Junior verzogen wir uns möglichst schnell. Herangezoomt beim Rückzug sieht man noch einen wütenden Fido vorne durch das Geäst des Baumes springen. Ist kaum zu sehen wegen der schwarzen Farbe - direkt im Vordergrund. Hinten steht der Rudelchef im Bild.

Wir hatten vorher dem einen kleinen Kläffer im Unterholz keine Beachtung geschenkt und staunten daher nicht schlecht, plötzlich in Mitten einer kläffenden kleinen Meute zu stehen, die sich hier schon teilweise in die Büsche geschlagen hat.

Waren wir nun wirklich in Gefahr? Nein, waren wir nicht wirklich. Straßenhunde in Taiwan haben längst gelernt, dass es nur üble Konsequenzen hat, sich mit Menschen anzulegen und wollen nur ihre Ruhe haben. Allerdings hatte unser plötzliches Auftauchen mitten im Lager des Stammes Canis schon die Gefahr mit sich gebracht, einen Angstbiss einzufangen, das will ich nicht leugnen. Der Rudelchef, hier im Bild, war allerdings ein ruhiger, souveräner Rüde, er so leicht durch nichts aus der Ruhe zu bringen war - entsprechend war auch das Rudel schnell recht entspannt und beobachtete das weitere Geschehen aus dem Unterholz, während der Chef souverän seine Stellung hielt. Auch eine gleich aussehende Gefährtin hatte er noch, die jedoch später, als ich noch einmal zurück kehrte, vor mir mit in Deckung ging.

Auch ohne Tele (das lag zu Hause) wollte ich der geneigten Leserschaft nicht die Berichterstattung vorenthalten, daher musste ich mit dem 28-80er auf Kleinbildformat halt etwas näher ran. Außerdem hatte ich mir mittlerweile vom Roadies zwei Hundeleinen mitgenommen. Sam, der Roadiesbetreiber, selbst aktiv in Sachen Hunderettung, hatte nämlich auch schon versucht, die zwei großen hübschen Weißen zum Mitkommen zu überreden, weil er sie wohl vermitteln könne. So redete ich mit Engelszungen auf die Hunde ein, sie wollten aber partout nicht mitkommen. Am Ende zog sich auf der Leitrüde majestätisch würdevoll ins Unterholz zurück und drehte mir den Rücken zu.

Hier beobachtete mich die Leithünding. Ich hatte sie zum Schluss mit Engelszungen so weit, dass sie anfing, auf mich zu zu kommen. Da raste ein aufgemotzter Mercedes mit frech hoher Geschwindigkeit an uns vorbei, dass uns vier und zwei Beinen die Steine um die Ohren flogen. Ich bekenne mich hier ganz politisch unkorrekt dazu, dass mir Hunde beiderlei Geschlechts ins Taiwan der angenehmste Umgang sind. Männliche Taiwaner kommen da auf weit hinteren Plätzen. Ist nun mal so, verlangen Sie nicht von mir dass ich lüge. Ich erlebe die Herren hier meist am Steuer eines Autos und da sind sie nun mal eine Landplage.


Müll und Straßenhunde - beides gehört unwiderruflich zu Taiwans Landschaft nahe der Siedlungen dazu und soll daher auch hier im Blog nicht verschwiegen werden. Wer sich zurückhaltend verhält (und nicht gerade wie ich mit der Kamera mitten im Rudel steht, grins) hat von den Straßenhunden aber nichts zu befürchten, er sei denn er zeigt Angst, rennt weg oder hebt Knüppel auf. Oder bewirft Straßenhunde mit Steinen. Taiwaner werden wohl immer mal wieder gebissen.

Wer genau hinsieht, erkennt eine kleine aus Abfall gebaute Hütte, die das Rudel bewohnt und auch frisches Hundetrockenfutter fand sich dort. Irgend jemand versorgt also die Hunde. Hunderetter bauen durchaus solche Baracken für aufgefundene Straßenhunde und füttern sie dort, bis sie irgendwann die Hunde, wenn das Geld da ist, zum Durchchecken zum Tierarzt bringen und dann kastriert nach Kanada oder sogar den USA verschicken, in Zusammenarbeit mit einer überseeischen Tierschutzorganisation. Oder auch einfach an irgendjemanden dort schicken, manchmal auch nach Deutschland. Manchmal landen dann die Hunde auch bei Leuten, die sie an Tierversuchslabore weiterverkaufen - ohne Wissen des taiwanischen Hunderetters!

Taiwanische Hunderetter sind übrigens fast immer Frauen. Wie dem auch sei, ich verstehe die Hunde schon. Solange keine Krankheiten gravierend den Hunden zusetzen, leben sie da ein freies Leben am Waldrand, wenn sie auch noch gefüttert werden. Schöner als bei Ah Huang an der Kette als Hofhund, da besteht kein Zweifel. Sind es Schlittenhunde, die beiden Großen? Oder Akita Ainus, wie Sam meint? Letztere wären den Schlittenhunden in der Tat verwandt (ein japanischer Hund, bekannt als "Hund der Samurai").

P.S:: Einst hatten Frau und ich eine eigene Straßenhundrettung, Stray-Dogs.org, deren Aktivität in ersten Linie darin bestand, die Auslandsverschickung von Hunden zu koordinieren, damit die Hunde wenigstens in die richtigen Hände kommen. Seit einiger Zeit ruht die Org aber aus zeitlichen und personellen Gründen.

EDIT: Wieder kein Aprilscherz... Nur so als Hinweis anlässlich des Datums.

Donnerstag, September 13, 2012

Das Landhaus der Verstoßenen

Spätabends um 10 auf dem Lande in Nordtaiwan, Landkreis Taoyuan, etwa 45 km von Taipei.

Ein Auto braus heran, hält auf stockdunkler Straße neben einem alten Bauernhof. Merkwürdiges Kennzeichen.

Nur die Straßenlaterne war Zeuge, als ein Ausländer aus dem Auto steigt und sich dem alten Bauerhaus nähert....

Er nähert sich einem vergitterten Fenster. Was wird dahinter in dieser dunklen Nacht zu finden sein?

Nun, ginge es nach den gängigen Asien-Vorstellungen deutscher Fernsehzuschauer, müssten da kleine Kinder darben, die billige Textilien herstellen oder dergleichen, aber hier findet man .....


.... siehe unten ...



.... man glaubt es kaum ...


... lauter Hunde in einem alten Bauernhaus. Wo früher einmal Bauer und Bäuerin Ling das hübsche Bild an der Wand bewunderten, sind heute 60 ehemalige Straßenhunde untergebracht.

Es handelt sich hier um eines der nirgends dokumentierten (inoffiziellen) privaten Tierasyle in Taiwan. Diese funktionieren so, das Privatleute einige der zahlreichen Straßenhunde Taiwans retten, diese dann beim Tierarzt auskurieren und dann gegen etwa 2000 NT monatlich (etwa 50 Euro) pro Hund in einem solchen Tierasyl meist dauerhaft unterbringen. Die Betreiber leben entweder davon oder schreiben mit dem Asyl eine schwarze Null oder bezuschussen die Anlage mit ihrem Privatvermögen. Dokumentiert und untersucht sind solche kleinen Hundeplätze nirgends, weil man bei Straßenhundrettung immer an große Organisationen denkt. Nirgends? Nun, in der MBA-Arbeit meiner Frau für eine Uni in England schon (eine sogenannte "Dissertation" zur Erlangung des Master of Business Administration). Dabei hat meine Frau recherchiert, dass die Hundefarmen Profit machen, die eine Fremdhundquote von 80% oder mehr haben (Fremdhunde werden halt mit den erwähnten 2000 NT gesponsort), während die Betriebe die drunter liegen eher ins Minus gehen. Viele Betreiber dieser Stationen retten so viele eigene Hunde, dass sie mit ihren Stationen nie ins Plus kommen können, was aber meist auch nicht das Ziel ist.

Diese Station hier hatte bislang eine schwarze Null, könnte aber langsam auch schon im Plus liegen, weil sie sich vergrößert hat. Manchmal erliegen die Betreiber dem Lockruf des Mammon und bringen die Hunde in kleinen Boxen unter, da kennen wir auch eine solche Station. Einst haben Frau und ich ja eine eigene Hundrettungsorganisation betrieben und mit dieses Stationen zuammengearbeitet, aber Sohn und Job erlauben das derzeit nicht mehr.

Hier ist alles OK, es gibt zwei Rudel auf der Station (Korrektur: wohl 3 mittlerweile), jedes hat die Hälfte des Landhauses zur freien Verfügung (Korrektur: das dritten eine Scheune), die Betreiberin schaut nur tagsüber mal ein paar Stündchen vorbei, nachts sind die Hunde allein im Landhaus. Von ausländischen nächtlichen Besuchern mit einem Sack voller Leckreien abgesehen.

Sie können auch jederzeit raus, jedes der beiden Rudel hat einen eigenen großen Garten. Erst wollten mich alle umbringen, als ich nächtlich am Fenster stand, knurren und Zähne. Doch dann hat mich das Leittier freundlich in Empfang genommen und sie haben alle einen Knochen mit Fleisch dran bekommen, schon war ich ihr bester Freund. Das Leittier ist der Husky in der Mitte, der nebenbei bemerkt mein Privathund ist, den wir hier vorerst untergebracht haben, seit wir vom Lande in die Stadt gezogen sind. Er fühlt sich hier sehr wohl, genau wie unsere Hündin, die Labradordame an der Kette (Betreiberin sagte sie hätte vergessen, sie abzumachen nach der Fütterung: Kontrolle ist immer gut!). Die Hündin war einst eine "Wurfmaschine", ihr Leben lang auch an der Kette gehalten zur Produktion von Rassehunden und war von ihrem Besitzer bei uns in der Straße damals ausgesetzt worden - ich hatte ihn noch mit dem Moped davonfahren sehen. Die Hündin war anfangs so stackelig, dass sie beim Gehen umgefallen ist. Als ein paar Wochen später der Mopedmann noch mal aufkreuzte und ich mit der Hündin gerade Gassi ging, wollte sie ihn zähnefletschend umbringen - da ist er schnell davongefahren, der nette Herr Hundezüchter.

Eigentlich kann die Hündin jetzt aber frei im Rudel laufen, ich kontrolliere das diese Woche noch mal. Wieder mit Knochen und Leckereien im Gepäck, irgendwo auf dem Lande am Tellerrand der Weltscheibe, wo ausgediente Schmusehunde in einem alten Landhaus leben.

Dienstag, April 19, 2011

Flower-Power, Hausfrauen-Invasion etc.


Man kann schon einen Schreck bekommen, wenn man in die Kantine geht, nur seinen Reis mit saurem Gemüse essen will und dann eine Riege von Kolleginnen, inklusive der angeheuerten Vortänzerin für die Firmentanztruppe (die mit Herz auf der Schürze) mit massenweise Topfpflanzen herum laufen und einen zur Unterschrift irgendeines chinesischen Zettels drängen, ohne deutlich machen zu können oder zu wollen, wofür ich denn da unterschreiben soll neben dem sauren Gemüse, das ich auf die Plastikdecke gekleckert hatte. Dabei hätte mein Survival-Chinesisch dafür vielleicht sogar gereicht, wenn es einfach ausgedrückt worden wäre. So haben sie es erst gar nicht versucht, leider auch keine Pantomime vorgetanzt und ich verweigerte standhaft die Unterschrift. Hier im "chinesischen" Nordtaiwan hätte das ja alles sein können. "Ich bin für die schnelle Wiedervereinigung mit China" etwa, nach dem Motto "Topfpflanzen statt Freedom" oder hatte es mit der Reaktorkatastrophe in Japan zu tun, die gerade im Fernsehen flimmerte. "Verstrahlt gerne, aber ökologisch korrekt!". Auch die zur Hilfe herbei geholte Serviererin vom Café konnte mich nicht überreden, ich blieb standhaft. Als Mann muss man schließlich endlich mal lernen asiatischen Frauen mehr Widerstand entgegen... äh .... wo waren wir. Ach ja.


Hunderettungsstation bei uns in der Nähe, wo man für 2000 NT monatlich einen Straßenhund versorgen lassen kann. Wie man sieht, sind Golden Retriever immer in Mode in Taiwan

Das ganze entpuppte sich dann als eine Aktion die in meinem Suvivalchinesisch etwa "Go-Go tschü Shan" hätte klingen müssen, also "Hundchen geht auf den Berg", denn die geniale Aktion, für die man unterschreiben und spenden sollte, bestand darin, die überall in Taiwan herumlaufenden und ständig nachproduzierten Straßenhunde einfach mittels eines Kleinbusses in die Berge zu fahren und da unversorgt herumlaufen zu lassen. Super Idee, so wird die außerhalb der Ballungsgebiete noch halbwegs intakte Natur vollends ruiniert, denn in den Bergen gibt es schon genug von halb verhungerten Hunderudeln, die auf Beute aus sind - irgendwo in diesem oder dem Vorgängerblog war mal eine Geschichte vom "Werwolfalarm" zu lesen und einer panisch Taiwan verlassenden Philippina, die sich von "Tigern" verfolgt fühlte, aber wohl die großen hellbraunen und gestreiften Straßenhunde Taiwans in der Gegend meinte.

Die Hunderettung ist in Taiwan längst vor die Wand gefahren, entschuldigen Sie die Metapher. 


Selbst hatte dieses Blog einst einen "operativen Arm", die Hundrettungsorganisation Stray-Dogs.Org, die allerdings brach liegt, weil sich die einheimischen Aktivisten mittlerweile in alle vier Winde verweht haben und wir erst wieder neu aufbauen müssen.

Sonst wird bei uns auf dem Dorfe Hund im Winter ganz gerne auch gegessen, gerade die Schwarzen. Depperte Ausländer, die nach Taiwan kommen glauben den Einheimischen immer, dass hier NIEMAND JEMALS auch nur IRGENDEINEN Hund isst. Aber ich sehe sie in der Nachbarschaft heranwachsen in Käfigen, manchmal als Welpen beim Käfigsaubermachen ausbrechen, mit der freundlichen Langnase in der Nachbarschaft spielen, dann wieder wochenlang im Käfig sitzen, mir beim Vorbeigehen frustriert aus dem Käfig hinterher heulen, bis sie dann plötzlich verschwunden sind. Rülps.

Also was immer die Einheimischen mit Hunden machen, ich werde den Unsinn gewiss nicht unterschreiben. Schürze hin oder her.

Knurr.

Mittwoch, November 18, 2009

Protest at Executive Yuan: Pics and Videos!



The November 17 protest in front of the Executive Yuan (government) in Taipei, Taiwan had a good number of participants. See the report below.
Conditions in Taiwan's municipal animal shelters are horrible. As people do not neuter their bitches and usually let male and female dogs just stray around, Taiwan has an enormous street dog population. Municipal workers who usually collect the garbage have the job to catch them and bring them to the shelters. There, conditions can be only described as those of a death camp. Hardly fed the dogs get stuck with their feet between the bars of their cages and suffer a slow and painful death. Euthanization usually comes on the 7th day. See images about a neglect and injured dog here (http://osttellerrand.blogspot.com/2009/11/dog-shelter-horror-skewer-in-mouth.html) and below.

For that reason, East.org.tw, a Taiwanese environmental and animal welfare organization, had been organizing a protest in front of the Executive Yuan, see the invitation here: http://osttellerrand.blogspot.com/2009/11/protest-against-cruel-animal-shelters.html
Now this took place on November 17th, see the images as below:


In the driveway of the Executive Yuan...

People displaying their protest sign and holding speeches via megaphone. Most are animal welfare activist using their own money and time to safe stray dogs neglected by others.

This young dog got stuck in the cage and nobody saved it, it died a slow and painful death. Workers of the animal shelter refused to grant access to the dogs so the dog savers could not rescue the dog and only take a photo.

Almost all banners and signs were Chinese, some in English and even one in German (stray-dogs.org, the rescue organization affiliated with this blog provided those).

Some were wearing masks, probably more afraid their employer might sanction them than of the government, because the protest was legal. Street dogs are not popular in Taiwan, dog savers often get verbally attacked.

Taiwanese press. Also a German reporter was at the event.

Most visitors/participants were naturally locals, also Taipei's foreign community was represented with a few people; remember it was a work day so you can't expect everybody to come.

Colorful protest...

... getting the attention of the press

The protest was peaceful. Note police in front of the entrance of the Executive Yuan in the background.

Stray-dogs.org's sign*** in the background, a KMT and a DPP politician promising improvements in the foreground (both legislators).

Anybody knowing more details about the politicians is invited to post a comment.

Press (foreground) and protesters


...

Finally some representatives of EAST.org.tw could join the politicians to go inside.

Finally a representative of the Executive Yuan speaking to the crowd and discussing with the protesters a long time. The tone of the discussion was friendly. Remember we are Confucian here.

A policeman filming the speech of the representative.


Government building next to the protest:

See the videos here.


Part 1


Part 2


[ videos and some pix removed ]

*** wording of our protest sign kindly provided by poster Nemesis from Taiwan's expat online community Forumosa.com

See you next time.

Photos: all but last one by Stray-dogs.org, last one by Boogier Chen, http://www.pbase.com/boogier, videos by Taiwanese dog rescuers

Mittwoch, November 11, 2009

Dog shelter horror (skewer in mouth)

[German below, Deutsch unten]


English:
Skewer in mouth.
Animal rescuers found this dog in a Taipei county shelter (Taiwan). It had been chewing on some piece of skin or whatever that was, which was tied to some kind of skewer. Not sure why any idiot would put such thing in a dog cage. The result was the dog getting the skewer screwed deeply into his gums, which must have been extremely painful. It was sitting many hours with the skewer and the meat stuck in its mouth and of course no-one from the county shelter people bothered to help.




Click image to enlarge. Note the bloody skin-like object obviously meant for chewing with some kind of sharp stick attached to it.

Later, they just dragged the dog around on a leash, but did not help. When animal rescuers saw that and confronted the shelter personnel, they were just saying "hey, it's only a street dog".
The dog (only 4 months old) was rescued by the animal welfare activists (with help from a professional because the dog was so in pain it did not let anyone near it) and brought to a veterinarian.


In treatment finally. Note the hole from the skewer on the right hand side.

The dog is under supervision by the vet now and is not eating now because of the pain. The infection of the gums is severe, so it is wait and see and hope for the best now.

The photos are from http//www.savedogs.org.




Stray-dogs.org is a dog rescue organization which in a way originated from this blog


German, Deutsch:
Spieß im Mund.
Hunderetter haben diesen Hund in einem Tierheim im Landkreis Taipei (in Taiwan, Quelle:http//www.savedogs.org) gefunden. Irgendein Mitarbeiter des Tierheims hatte einen spitzen Stock oder Spieß in den Käfig gesteckt, an dessen Ende etwas getrocknete Tierhat zum Kauen aufgespießt war. Ziel dieser Aktion war wohl, dem in dem kleinen Käfig gefangenen Hund etwas zum Beißen zu geben, aber das unvermeidliche Resultat dieser blödsinnigen Art und Weise war, dass der Hund den Spieß mit samt der Kauhaut im Zahnfleisch stecken hatte. Stundenlang saß das Tier (erst 4 Monate alt) so unter großen Schmerzen im Käfig und niemand hat geholfen. Schließlich kam ein Arbeiter des Tierheims und hat den Hund nur grob am Halsband durch die Gegend gezogen. Als Tierschützer, die öfter mal die Heime besuchen zwecks Tierrettung, das sahen und den Arbeiter darauf angesprachen, entgegnete dieser nur: "Und, sind doch nur Straßenhunde". Die Tierschützer riefen erst professionelle Hilfe, um das Tier, das niemanden an sich heran ließ, aus dem Käfig holen und zum Tierarzt bringen zu können. Der Spieß ist jetzt entfernt, auf dem Foto unten rechts erkennt man deutlich das stark entzündete Loch im Zahnfleisch. Der Hund frisst jetzt wegen der Schmerzen nicht, jetzt heißt es abwarten und hoffen. Wenn die Entzündung wieder weggeht hätte dem Tier der Spieß letztlich das Leben gerettet, denn in Taiwans Tierheimen werden Hunde am siebten Tag nach Ankunft eingeschläfert (oder auch auf unangenehmere Art und Weise getötet).

Die Fotos sind von http//www.savedogs.org.

Mittwoch, November 04, 2009

Gott ist das heiß

Mittlerweile nicht mehr, jetzt sind 15 Grad oder so und es ist windig, prompt bin ich wieder mal erkältet, haben ja auch keine Heizung zuhause und Weib reißt ALLE Fenster auf. Zugluft erkennt man wohl in Taiwan nicht als gefährlich. Wundert mich nicht, wenn Frau sagt, ihr tun immer die Knochen weh, wenn sie immer im Zug sitzt. Halt, anderes Thema. Ein paar Tage vorher war es gruselig heiß, 30 Grad im Schatten mit Kühlschrank auf...

Einer unserer zwei*** Huskies ("unser" bezieht sich hier auf Stray-dogs.org, die in diesem Blog enthaltene Straßenhundrettung), war völlig genervt, siehe Bild. An der Kette ist sie nur wegen Fütterung, da kann man die Hunde am Besten fotografieren. Das arme Ding haben wir später in unseren Hundeopel Corsa mit Klimaanlage verfrachtet und zu einer Aktivistin gefahren, die die Hündin jetzt zuhause hat, wo es kühler ist (den anderen Husky gleich mit). Der Husky-Rüde ist schon so gut wie vermittelt und die Hündin wartet noch auf einen Adoptierer...

***Unser dritter Husky ist ja mittlerweile Militärhund, wie ich auch schon mal geschrieben habe.

Donnerstag, Oktober 29, 2009

Flight gurdian wanted, Flugpate gesucht!

UPDATE: Lillie (or Bangciao by her Chinese name) has reached her destination, thanks to the kind flight guardian. Her foster mum likes her so much, she refuses to give her to anyone else :-)
Lillie now has finally a home of her own with a big garden and a 15 year old companion (another dog).
But we always need flight guardians, so do not hesitate to get in contact with us.


English:

We from stray-dogs.org could use a flight guardian (a person bringing a dog on his name on the plane) in November flying to San Francisco (from our Taoyuan intern. airport).

A flight guardian does not need to do much, the dog will be registered on his ticket as luggage by us and we will bring it through customs here and pay all expenses. In SF, you will pick it up from the baggage claim and then push it with a wagon through customs (we have all papers prepared) where a person assigned by us will take it over. No hassle, did that many times.

Please notify me by email: kontakt@teichert-online.de or via the comment section below.

Thanks!

P.S.: Must be a direct flight. China Airlines is usually cheapest and thus preferred by our foster people, who pay out of their own pocket.



The dog this is about is Bangciao, she is 12 years or older and was originally a stray dog living at a school around Taoyuan county where she any several other older dogs were being fed by the kids. One day however, a school board members or likewise appeared and had threatened to call the dog catchers, which would remove the dogs and bring them so a "shelter" where they are usually killed after seven days. However dog savers saved them and after going through more hand and trouble finally three of the dogs were rescued by us, stray-dogs.org, where we nurished them to perfect health. We now found a final home for Bangciao and we would love her to have a real home of her own during the last years of her life, as she never had a home and family of her own.
Remember, the new family is already waiting, we only need someone to bring her to SF where she will be picked up!


photo: Feeding time, the only time we put them on a leash in our dog place


Stray-dogs.org is the dog saver organization of Ludigel's Taiwanblog... ;-)



Deutsch:

UPDATE: Lillie (oder Bangciao, wie ihr chinesischer Name lautet) hat ihr Ziel erreicht, Dank an die freundliche Flugpatin. Lillies Plegefrauchen mag sie so gerne, dass sie sich weigert, sie wieder weg zu geben. Lillie hat jetzt ein Zuhause mit großem Garten und einen 15Jahre alten Hundegefährten.

Aber wir suchen immer Flugpaten, also nicht zögern, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

FLUGPATE GESUCHT

Wir von Stray-dogs.org suchen einen Flugpaten für November von Taipei nach San Franzisko. Ein Flugplate ist einfach jemand, auf dessen Namen wir einen Hund als Gepäck reisen lassen. Wir tragen alle Kosten. Der Flugpate muss am Flughafen bei der Abreise nichts machen, dass machen wir alles und nimmt am Zielflughafen den Hund (in der Box natürlich) von der Sperrgepäckausgabe entgegen und schiebt ihn durch den Zoll (alle Papiere schon vorbereitet). Wir haben das schon x-mal gemacht und es geht völlig reibungslos. Hinter dem Zoll wartet dann schon der neue Besitzer.

Wer also im November 2009 von Taipei Flughafen nach San Franzisko reist, bitte per Email (kontakt@teichert-online.de) oder per Kommentarspalte bescheid geben, danke!

P.S.: Muss ein Direktflug sein. China-Airlines ist am Billigsten und daher von unseren Pflegerinnen bevorzugt, weil die aus eigener Tasche zahlen.


Freitag, Oktober 09, 2009

Genosse Hauptmann Hund

Nein, OK, Genossen sind unsere Soldaten hier in Taiwan noch nicht, auch wenn die derzeitige Regierung Taiwans (fast hätte ich sie DDR-typisch Staats- und Parteiführung genannt) feste dabei ist, den Wiedervereinigungskurs mit China zu verfolgen und an der Demokratie und dem Rechtsstaat hier und da herumfrickelt, zum Schlechteren. Jedenfalls haben wir von der Hunderettungsorganisation http://stray-dogs.org unseren patriotischen Beitrag zur Verteidigung unserer Chin... äh taiwanesischen Nation (ne, das darf man auch nicht mehr sagen, weil wir jetzt ja China sind und nicht mehr Taiwan) ... na ja... zur Inselverteidigung ... geleistet, denn die glorreiche Armee der Republik China (jetzt habe ich's, so heißt Taiwan tatsächlich!) hat jetzt einen waschechten Husky, siehe Bild und wir sind schuld.


Bereit zum Kampfschmusen mit oder gegen die Chinesen: Husky "Fredy"

Beim sonntäglichen Frühstück haben meine Frau und ich nämlich diesen Husky aufgelesen, er humplete im Restaurant um, interessierte sich für unser Essen und hatte scheinbar zwei gebrochene Hinterläufe, die schief zusammengewachsen zu sein schienen. Schnell brachten wir das Tierchen zum Tierarzt, doch dieser attestierte, die etwas krummen Hinterfüße seinen ein Geburtsfehler und kein Bruch und er könne daran nichts machen. Nun ja, auch gut, ich habe ja auch Senk- und Spreizfuß, sagt mein Einlegesohlenverkäufer, der Frechdachs.

Leider hatte Fredy auch noch alle möglichen inneren Parasiten, aber wenigstens keine sehr ernsten und so konnten wir ihn nicht gleich in unsere Hunderettungsstation (die nicht der Organisation gehört, wir sind ja nur eine Kooperative aus Privatleuten, sondern von einem Mitglied geleitet und im Wesentlichen finanziert wird) bringen, sondern mussten ihn anderswo hinbringen, denn sonst würde Parasiten auf unseren gesamten Hundebestand überspringen (in userer Hunderettungsstation laufen sie ja alle paradisisch frei herum). Erst Anfang dieses Jahres haben wir eine gescheiterte Hunderettungsstation besucht (eine private Farm), die spektakulär gescheitert war, weil sie kranke und gesunde Hunde nicht getrennt hatte, darüber vielleicht ein anderes Mal mehr.
Die Betreiberin unserer Hunderettungsstation betreibt noch ein unoffizielles Auffanglager, einfach eine Hausruine irgendwo im Grünen, um die sich niemand kümmert, wo sie eine Anzahl von Hunden versorgt, die noch nicht in unser Hauptlager kommen können. Eigentlich sollte Fredy gleich beim Tierarzt einquartiert werden, aber der hatte leider keine Isolationsbox frei, deshalb brachten wir Fredy in das offene Außenlager.

Unser Horror war natürlich, dass er das wegliefe, denn das alte Grundstück hat keinen Zaun und ziehen können wir auf einem fremden Brachkunstück ja nun wirklich keinen. Allerdings sind die Hunde bislang immer von selbst dort geblieben, schließlich gibt es da Futter und Unterschlupf. Wenn Sie, lieber Leser, jetzt meckern wollen, wieso wir kein richtiges Isolierlager mit Zaun und Boxen haben, dann ist der Grund darin zu sehen, dass wir eben keinen Etat haben und von niemandem Geld bekommen und alles selbst finanzieren, eben einfach oder garnicht, ist oft die Devise, wenn man 20 oder mehr Hunde gleichzeitig versorgen will und alles aus eigener Tasche.
Das Furchtbare geschah, Fredy verschwand und so oft meine Frau und ich und die Hundeplatzbetreiberin auch in der Gegend suchten und riefen, er tauchte einfach nicht wieder auf, wie vom Erdboden verschwunden.

Doch da! Was war das da weiß-grau-schwarzes was durch das Kasernentor scheint? Schräg gegenüber dem Brachgrundstück liegt nämlich eine Kaserne der Taiwanesischen Armee (Stroitkräfte der Republico China streng genommen) und dort lief Fredy herum! Unsere Aktivistin rief ihn, er sah sie auch, doch dann verschwand er einfach in einem Kasernengebäude!
Ein Gespräch mit den zwei Wachsoldaten, die sorgenvoll unsere Aktivistin fragten, was sie denn da triebe, ergab die Lösung. Fredy hatte sich selbt ein neues Heim gesucht und war eines schönen Tages einfach in der Kantine der Kaserne aufgetaucht. Dort lässt er sich seither von jungen Rekruten mit Heimweh streicheln und von den Köchern füttern. Er darf auch in die klimatisierten Gebäude rein und fühlt sich dort pudelwohl. Auch ein schönes Bäuchlein hat er sich angefressen, vor lauter zweimalgebratenem Schweinefleisch.
Er geht nie weit von der Kantine weg, sagten die Soldaten. Vernünftiger Hund, kann man da nur sagen. Er sei jetzt so eine Art offizieller Kasernenhund, sagten sie noch und damit ist wohl alles in Ordnung. Vielleicht hat ihn ja sogar jemand zum Tierarzt gebracht umd die Behandlung abzuschließen. Das glaube ich zwar nicht unbedingt, aber in Anbetracht der unzähligen Straßenhunde Taiwans geht es ihm jetzt wirklich gut und unsere Aktivistin hat ein Auge drauf.

Ein schönes Happy End, mögen ihm Rindfleischnudeln und Geschnetzeltes noch viele viele Jahre munden. Und dieses Blog, aus dem ja die Hunderettungsorga stray-dogs.org hervorgegangen ist, hat somit sogar zur Landesverteidigung (Schmuseeinheiten für neue Rekruten) beigetragen.
China, sieh dich vor (das auf dem Festland, nicht unseres)!

Freitag, September 18, 2009

Mach's gut, Schnippie

Taiwan got you, babe

Diese Zeilen sind Schnippie gewidmet. Schnippie war ein schwarzer Welpe mit hübschen braunen Augen (verdammt, wo sind meine Taschentücher?), der vor 2 Monaten oder so in userer Straße auftachte. Er konnte damals schon laufen, aber noch nicht für sich selbst sorgen. Verblüffend war, wie tatkräftig er sich selbst eine Bleibe suchte, denn die meisten von allen hundert Göttern und Taiwanesen verlassenen Welpen überleben in Taiwan nicht lange auf der Straße. Schnippie aber wollte Darwin ein Schnippchen schlagen und hat Intelligenz und Anpassungsfähigkeit bewiesen. Ich sah ihn zum ersten Mal, als er ich an dem Parkplatz unseres lokalen "Großgrundbesitzers" vorbeiging und mich plötzlich nicht nur der große garstige Kettenhund des lokalen Laoban anbellte, sondern dazu noch ein Piepsstimmchen zu vernehmen war. Neben dem riesigen schwarzen Hund stand ohne Kette ein winzig kleiner, sprang synchron herum und kläffte mich ebenso engagiert an. Offensichtlich hatte sich der Kleine Hof und Vorbild gesucht. Wir fragten den Laoban, wo der Hund denn herkomme und er sagte, er habe keine Ahnung. Aber alle fanden es lustig, wie Schnippie sich selbst einen Arbeitsplatz und Mentor gesucht hatte. Keiner wusste, wo er herkam, aber der Laoban vom Toter-Schwan-Weg (so von mir getauft, weil ein toter Schwan auf dem See an der Straße bei unserem Einzug herumtrieb) fütterte den kleinen Kerl mit. Im Laufe der Zeit freundeten Schnippie und ich uns an. Er schlief am Schluss in der Mittagshitze unter einem geparkten Omnibus und wenn ich in unseren alten Opel stieg um Essen zu kaufen, warf er nur ein müdes Auge auf mich. Wenn ich aber wieder kam, rannte er mir freudestrahlend entgegen, spielte auch mit unseren Hunden, insbesondere mit unserer dicken Labradorhündin, seine Mama musste er ja sehr früh missen.

Schnippie und ich verstanden uns immer besser, die Sonne schien und alles war gut. Bleiben würde es so nicht, schließlich leben um uns herum überall Einheimische. Irgendwie haben die meisten Taiwanesen eine natürliche Witterung dafür, wenn es einem Tier zu gut geht und sie lassen sich etwas einfallen (von den Taiwanesen, die viel Geld und Zeit dafür ausgeben, die von ihrem Mitmenschen gequälten Hunde zu retten abgesehen, die gibt es u.a. bei uns, http://stray-dogs.org). Eines Abends kamen wir nach Hause, da hatten sich die Nachbarn versammelt und wir wurden sogleich angesprochen. Man bat mich, Schnippie einzufangen, da ich ihn ja gut kennen würde offenkundig, er solle an die Kette gelegt werden wie all die anderen Hunde vom Laoban auch, ein herrliches Leben an 2 Meter Kette im eigenen Kot, wie ich es überall auf den diversen Grundstücken des Laoban beobachten kann.
Auch meine Lieblingsnachbarin, die mit dem Wassertick, die uns mutmaßlich immer das Wasser im Urlaub abzapft (wer sonst, wenn nicht die mit dem Wassertick, die illegal Grundwasser abzapft und sich über den Wasserpreis beschwert), die wir auch mit den zahlreichen Klauereien auf unserem Hof in Verbindung bringen, sprang herum und tat kund, Schnippie würde sie beißen wollen. Also vereinbarten wir fluchse Aktion um den Hintern der netten Kleptomanin zu retten. Allerdings habe ich Schnippie nicht mehr gesehen und wenn ich ihn gesehen hätte, hätte ich ihn auch nicht selber fangen wollen, waren wir doch gewissermaßen Kumpels und er hatte so ja ein viel besseres Leben. Na ja, heute mache ich mir Vorwürfe, dass ich ihn nicht gefangen und ausgeliefert habe, denn er ward nie wieder gesehen. Hat ihn die Nachbarin vergiftet? Hat ihn jemand anders eingefangen und irgendwo hin gebracht ohne das Kund zu tun? Sitzt er am Ende mittlerweile in einem Käfig und wird für den Winter gemästet (da ist Hundefleisch hier im Dorf bei machen beliebt).
Wir haben ihn nicht gerettet, hatte er doch einen Platz und Futter. Außerdem wollen wir Nachbarn sowieso nicht ihre Hunde wegfangen. Ein anderer Nachbar hat laufen kleine schwarze Hunde und irgendwann sitzen sie dann nur noch im Käfig, wenn der Winter naht. Auch die haben sich immer mit mir angefreundet und wenn dann die selbe Hündin, die letzte Woche noch mit mir und unseren Hunden spazieren gegangen ist, mir aus ihrem Käfig frustriert hinterher bellt (und dann irgendwann plötzlich nicht mehr da ist), dann ist das schon ziemlich grauenhaft. Aber so ist Taiwan.
Die Kreischerin aus dem Käfig wollte ich am Ende befreien, aber die Gitter des Zwingers in dem ihr Käfig stand, waren zu dick. Schnippie schien es ja gut zu haben, ganz im Gegensatz zu den anderen Hunden in der Gegend auf der Straße und unser privates Hundeasyl ist eh voll mit 27 Hunden. Und wie gesagt, nicht damit einverstandenen Nachbarn die Hunde zu entwenden ist immer ein Risiko, weil man ständig beobachtet wird.

Na ja, wir überlegen immer zu lange, Taiwan ist dann immer schneller...
Unseren kleinen brauen Hund, der weggelaufen ist, hat es ja auch schon erwischt.

Taiwan got you, babe

Freitag, Mai 15, 2009

business as usual in our dog shelter

We at stray-dogs.org, a Taiwan street dog rescue organization, are not really an organization, but rather an assembly of privateers who care for dogs. One of our members has a dog shelter, some other members have their dogs their and financing it is surely a problem for the owner.


Running around with the dogs, faster than the camera can catch

Nevertheless she has created some kind of dog heaven, where the dogs are living self-ruled without cages. Just two shots here from the weekend. I am not writing often about it, but a lot is going on there. I am glad we (or rather the lady in question) provides such a good place for at least some of Taiwan's countless street dogs.

Nap time. Our Husky is just visiting the place. Face of one of our members obscured as caring or street dogs in not popular in Taiwan

There are some more dogs in the shelter than those in the photo.

Dienstag, März 24, 2009

Stray-dogs.org: Much has happened / viel passiert




English below!

German, Deutsch: Viel ist passiert in den letzten Monaten bei Stray-dogs.org, der Straßenhundrettungsorganisation, die praktisch aus diesem Blog entstanden ist.


Von 10 Welpen, die wir aufgenommen haben, sind mittlerweile 2 in Taiwan untergekommen und 6 sind bei unserem Partner in der Schweiz (einer der 10 im Foto). Unser schweizer Partner ist ein richtiger Hundeenthusiast und vermittelt sie sehr sorgfältig weiter. Bei mir waren sie noch klein und auch ihre Mutter hier in Taiwan, die übrigens ein Auge durch Geschlagenwerden verloren hat, ist ehr ein kleiner Hund. Mittlerweile haben aber die Größten eine stattliche Schulterhöhe von über 50cm, das war eine Überraschung für uns alle.

Im unteren Bild hatte ich mich mit 8 der Welpen auf die Rückbank unseres Hundeautos vom Typ Opel Corsa gequetscht. Weil die mit einem Hundegatter abgeteilt ist, war da nicht gerade viel Platz und die Hundis haben sich auch noch übergeben, weil die Hundepflegemutter sie vor der Fahrt gefüttert hatte, das war ein Höllenritt (meine Frau ist gefahren, vermutlich war das der Grund für ihr Unwohlsein).

Urks, die fährt aber auch heute wieder....

.....Wau! Vorsicht scharfe Kurve ....... (winsel) .... wie alt sagtest du ist der Opel...????


Bereit zum Impfen und chippen...

Handsome im März 2009

Jetzt sind die 6 also in der Schweiz im schönen Tal, da haben sie es gut.
Auf diesem Foto (oben) begrüßt mich "Handsome" stürmisch. Handsome sah noch im Oktober 2008 furchtbar aus, fast ohne Fell, siehe Artikel hier: LINK. Wenn alles gut geht und die Finanzierung klappt, nehmen wir ihn im Juni mit in die Schweiz, wenn meine Frau und ich dort einen Kurzurlaub machen.

Zum Vergleich: Mitte 2008


Handsome ist heute ein fröhlicher, aufgeweckter Hund:

Man merkt ihm seine Lebensfreude an.

Weil wir eine Arbeitsgemeinschaft aus privaten Aktivisten sind, haben wir kein Vereinsgelände an sich. Unsere Aktivisten haben jedoch eigene Örtlichkeiten, wo sie Hunde unterbringen. Eines unserer Mitglieder hat sich ein großes Gelände gemietet, auf dem Bild ist nur ein Teil zu sehen.

Mittlerweile tollen dort 19 Hunde herum. Mein Husky Atilla ist nur zu Besuch. Es war eine wahre Freude, die Hunde aus all ihren kleinen Zwingern zu holen, wo sie irgendwo verteilt waren und sie mit unserem alten Opel Corsa in das Gelände zu bringen. Die Freude hätte man sehen sollen, als sie spät abends dann in dem großen Gelände herumtollen konnten. Die Fahrt mit 4 Leuten und einmal 6 Hunden in einem Corsa B von 1996 war allerdings etwas abenteuerlich. "Nimm die Pfote aus meinem Gesicht, ich fahre!"

Das Gelände erlaubt richtige Hundeparties, wenn wir Zweibeiner zu Besuch kommen...

EDIT: Vergessen: Bonita ist endgültig vermittelt, hier bei ihrer Familie in einer Traum-Feriengegend in der Schweiz:




English:


Much has happened in the last three months, since I last wrote about our Taiwan stray dog rescue organization Stray-Dogs.org, which is practically a child of this blog. As we are a cooperation of private people and not a real club, we don't have a club ground or something like that, but rather some of our members have territories of their own where they keep their rescued dogs. One of our members has acquired a real large one which can be seen on the lower pictures above. I drove our old Opel Corsa and had 4 people including myself and six dogs in there, when we picked up the dogs from several temporary places, including some holding boxes and brought them to the territory. You should have seen how happy the dogs were suddenly having so much space to run and play around. They are not kept in cages, that is not necessary, they get along just fine.
There are 19 dogs now and when we two-legged guys and dolls show up for a visit, the dogs are really making a party there.

Our members managed to re-home Roma and Kevin, which were a long time on our website http://stray-dogs.org, and we as an organization have transported six of the ten puppies in our care to our Swiss partner. He is a real dog enthusiast and re-homes them very carefully. Bonita has finally found a home, see her happily on the photo with the child above. She is in a real dream valley in Switzerland now.

The six small dogs on the photos, which are now at our Swiss partner, were really small when we brought them to the vet for preparation (see the images in our car, where I was cramped on the back seat with them), but now they have a shoulder height of over 50 cm, real surprising as their mum is really a small dog.

See dog with almost no fur on the photo? That was last year and on the photo right below you can see him now, he has fully recovered and will hopefully be in Switzerland too. Wife and I make a short trip to Switzerland and we hope to be able to bring him along to our partner there, if we get the money for the expensive plane ticket until then.

Our organization is growing and has members all over Taiwan now. But no matter how much we grow, we cannot keep up with the mass of puppies being born both by dog owners and stray dogs themselves. Not to mention the professional breeders. But that doesn't stop us from doing our work.