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Dienstag, Juli 21, 2015

Englischsprachiger Bericht zum Flugzeugabsturz

Zum Absturz der taiwanischen Trans Asia -Maschine in den Keelung (Jilong-) Fluss am Innenstadtflughafen Taipei (http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/02/taiwan-flugzeug-stot-mit-taxi-zusammen.html) gibt es den offiziellen Abschlussbericht. 

Am 04. Februar hatte sich der Absturz der Trans Asia - Maschine ereignet und die Bilder gingen um die Welt. Auch weil die Maschine auf einer Hochstraße (Highway 1) mit einem Taxi kollidierte. Die Bilder der Kollision sind auch in dem Unfallbericht enthalten: http://www.asc.gov.tw/upload/acd_att/01_Flight%20operations.pdf#page=30

 Eine ähnliche Trans Asia - Maschine hebt ab


Der Unfallbericht enthält auch den frei übersetzten "ups, ich habe den falschen Hebel betätigt" - Satz des Piloten, als er nicht den kaputten Motor abgeschaltet hat, sondern den noch laufenden der beiden Motoren. Ein Abschalten des defekten Motors wäre im übrigen nicht notwendig gewesen, weil die "Firmware" der Maschine das selber kontrollieren kann. Auch kann man nachlesen, dass der Pilot einen Flugsimulatortest nicht bestanden hatte, auch da ist offenbar die Rede von Problemen beim Ausfall eines Motors. Presseberichten konnte man entnehmen, dass der ausgefallene Motor der Maschine schon beim Vorflug technische Probleme hatte, die aber kein Anlass zu Wartungsarbeiten waren. Möglicherweise steht das auch irgendwo im Bericht.

Ein Flieger hebt vom Innenstadtflughafen ab


Im Jahre 2014 war eine Trans-Asia - Maschine in die Ausläufer eines Taifuns geflogen, als sie am taiwanischen "Taifunfrei"-Tag im Taifungebiet auf einer Urlaubsinsel landen wollte. Schon klar, durch den Taifun haben die Leute einen Tag Urlaub und dann wollen sie eben auf die Urlaubsinsel, an der gerade der Taifun herum eiert. Kaum zu vermeiden also der Unfall, oder?


Blick auf den Innenstadtflughafen mit der Kamera: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/02/taipei-songshan-airport-wie-dicht-dran.html

Dienstag, September 03, 2013

United Airlines Internetabzocke (Update 2)

Rechnen lernen mit United Airlines, einer Fluggesellschaft aus den USA
oder:
VORSICHT BEIM FLUGTICKETKAUF IM INTERNET BEI UNITED AIRLINES

Machen wir mal eine Musterrechnung. Ich verkaufe Ihnen ein Flugticket und erkenne, dass sie Kunde aus Taiwan sind, gebe Ihnen wunderschöne traditionelle chinesische Schriftzeichen auf insgesamt drei Internetseiten bis zum Bezahlen und rechne für Sie alle Preise in Taiwandollar (TWD) um. Machen wir das mal exemplarisch mit deutschen Schriftzeichen hier:

------------- Anmerkung: In Taiwan sind übliche Zeichen für die Währung $, NT und international auch TWD ---------------------

Flugticket:  16.000 TWD  inclusive Steuern
Versicherung: 0 TWD

Macht Brutto:  16.000 TWD


Bitte zahlen Sie 16.000 TWD.

Dann kommt ein Popup: Wünschen Sie ein Upgrade für besseres Essen und heißen Kaffee und Snack bei der Zwischenlandung?  Preis:   1.000 $

Nun das Ratespiel hier im Blog. Was kostet das Ticket?


17.000 TWD dachte meine Frau und klickte drauf. Doch dann kam die böse Überraschung: United Airlines hatte mitten im Vorgang, auf der letzten Seite, wo man die Kreditkartennummer eintippt, schnell die Währung gewechselt. Die 1.000$ sind nicht TWD, sondern US-Dollar.  Die rechnen sich also in 29.750 TWD um.

Der Gesamtpreis beträgt damit also 16.000 TWD + 29.750 TWD = 45.750 TWD, also umgerechnet über 1.166 Euro oder 1,537.70 US-Dollar statt wie ohne Upgrade 537.70 US-Dollar.

Am Ende des Bezahlvorgangs in einer als Kleinigkeit ausgegebenen Zusatzbuchung (übrigens ein Upgrade auf die Businessklasse!) auf eine andere Währung zu wechseln, empfinde ich als unlautere Geschäftspraxis und als gefühlten Internetbetrug. Das sei hier ganz klar gesagt.

Meine Frau hat hier ein Flugticket zwischen zwei US-Städten für unseren Lieblingsneffen kaufen wollen und jetzt flügelt er offenbar per Businessklasse, denn United Airlines weigerte sich per Email, die 1000 USD wieder rückzubuchen. Der Jäger hat seine Beute im Internet gemacht und will sie nicht wieder hergeben.

Wir erwarten noch eine schriftliche Stellungnahme dieser merkwürdigen Airline. Die sich das sicher nur traut, weil es hier um ausländische Kunden geht und nicht um US-Kunden, die man offenbar einfach abledern kann. Sind ja keine Amerikaner. In taiwanischen Foren finden sich viele Leute, denen es ebenso ergangen ist und denen United Airlines auch ihre Abzocke-Beute nicht wieder erstatten wollte. Pfuid Deubel. United Fraud Airlines passt da besser.
  

EDIT: Das gefährliche hier ist, dass man so eine unlautere Abrechnungsmethodik (an deutschen oder auch taiwanischen Rechtsnormen gemessen) bei einer namhaften Airline nicht erwartet. Um so verblüffter ist man dann, wenn man abgeledert wird, als sei man auf eine Fake-Webseite aus der Unkraine geraten. Es fühlt sich jedenfalls so an, ohne hier eine juristische Bewertung präjudizieren zu wollen.

EDIT2: Bislang sind wir mit UA nur über Email-Support im Gange und sie zeigen sich nicht kulant. Oder "einsichtig", wie man eigentlich sagen müsste. Das US-Verkehrsministerium hat eine Webseite für Konsumentenbeschwerden für den Luftverkehr. Da sind wir dann sicher an der richtigen Adresse, auch wenn mir unklar ist, wie weit man als Nichtbürger da kommt.

http://www.dot.gov/airconsumer/file-consumer-complaint

UPDATE: United Airlines reagiert nicht mehr auf Emails und hat erklärt, bei einer Stornierung des Tickets immer noch den Businessklasse-Upgrade berechnen zu wollen.
Eine Service-Telefonnummer haben sie nicht angegeben. 

UPDATE2 (30.09.2013): Der UA-Support hat nur mit einer Standard-Email geantwortet. Den Kundenservice anzurufen resultierte in einem netten Telefongespräch mit einer netten Dame aus Manila mit einer sehr schönen Stimme, die den Kundensupportmitarbeiter, der dafür zuständig war, offenbar nie ans Telefon bekam und zurückrufen wollte, dies aber nie getan hat. Mittlerweile habe ich eine Eingabe an das US-Transportministerium unter der obigen Adresse gemacht. Ein US-Anwalt wäre jetzt das, was wir bräuchten.

UPDATE 3: Letztlich hat UA im Wesentlichen erstattet: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/10/united-airlines-zum-erstatten-gezwungen.html