Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Milano werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Milano werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, Januar 06, 2022

Alte Schrauben mit runden Köpfen rausdrehen! Aber wie?

Hier ein Geheimtipp, der Ihr Leben verändern wird. Schrauben mit rundgedrehten Köpfen, wie hier bei einer günstig erworbenen Breil Quarzuhr (nicht von mir angerichtet, sondern von einem Vorbesitzer) lassen sich tatsächlich rausdrehen. Man nimmt am besten ein breites Einweckgummi, legt es zwischen Schraubenkopf und Schraubenzieher und los geht es. Evtl. nimmt man den Dreher eine Nummer kleiner.

Hier verwende ich eine tolle Bastelunterlage, die einem beim Suchen von Armbandstiften oder Schrauben in den Wahnsinn treibt, wegen der vielen schwarzen Muster drauf. Man will es ja nicht zu einfach haben und Junior hat meine alte Gummiunterlage geklaubt, der Bursche. 

Weil ich kein Einweckgummi hatte, habe ich es anfangs mit so einem schmalen Gummi wie im Bild versucht. Doch da rutscht man natürlich ab. Die Lösung war dann ein alter Klebestreifen eines selbstklebenden 3M-Haken, wie sie in Taiwan beliebt sind. Der hat sich wie Gummi verhalten. Der depperte Vorbsitzer hatte gleich zwei Rückenschrauben rundgedreht und eine Armbandschraube auch noch.

Demnächst erstrahlt die Uhr wieder im neuen Glanze... Und wird auch getragen, sowie die neuen Schrauben aus China kommen...

 
 

 

 

Nur die Uhrenstifte werde ich wohl von einer billigeren gesamtschwarzen Version stehlen, die ich noch erworben habe. Denn einstweilen ist der rundgedrehte Schraubstift nur lose eingesteckt. Breil liefert leider keine Ersatzteile mehr für diese MILANO-Serie.

Montag, März 07, 2016

Schock, mein Breil-Unikat als Massenuhr

Da denkt man, man hat ein Unikat am Arm. Und dann legt es jemand als Massenuhr auf. Schluck.

Gestern Abend surfe ich wie öfter mal vergnügt durch Ebay und suche Herrenarmbanduhren, da schlucke ich und blicke verstört auf den Bildschirm. Irgendjemand scheint das Breil Milano-Unikat zu verkaufen, das ich gerade am Arm habe!

 Breil Milano BW0474 mit Armband des Ralley-Quarzers BW0423/0424, allerdings mit automatischem ETA Valjoux 7750-Chronographenwerk.

Wieso Unikat? Nun, weil ich einst eine gebrauchte Breil Milano BW0474 aus Albanien günstig gekauft hatte, die ein schon recht unbrauchbares Krokoband fest angebaut hatte...


... und das ich dann durch das sehr auffällige Kautschukarband der Ralley-Quarzschwester BW0423/0424 ersetzt hatte, wodurch sich ein sehr auffällig rotgoldig-metallener Auftritt der Uhr ergibt, wie ich finde. Die drei Zacken am Sportarmband fallen doch sehr ins Auge, wie ich finde. Und weil das u.a. angeklebte Band hier praktisch Bestandteil der Uhr ist, ist es schon ein bisschen so, als ob man etwas neues geschaffen hat ;-)

... Breil Milano BW0474 links.

Der Kostenpunkt der BW0474 liegt derzeit als Auslaufmodell noch bei etwa 850 Euro neu, die rotschwarze Ralley-Quarzschwester BW0423 kostet etwa 280 Euro oder dergleichen.

Doch wie kam "meine" Uhr nun zum Verkauf ins Internet? Nun, es gibt jetzt eine sehr ähnliche Uhr, die "Alento" vom -wenn ich mich nicht irre- deutschen Hersteller Detomaso (https://www.detomaso-watches.com/de/unsere-uhren/alento-xxl-chronograph). Und in der Rotgoldvariante (links klicken auf dem Linkfenster) sieht die Detomaso meinem Unikat sehr sehr ähnlich. Ähnlicher als den Original-Breil Milanos. Na ja, Bilder meiner Breil findet man ja auch schnell über die Google-Bildersuche. Kann natürlich Zufall sein, denn die rot abgesetzte Variante der Detomaso Alento (hier Ebay) sieht der originalen BW0423 oder der fast identischen 0424 schon sehr sehr ähnlich.

Die Uhr ging neu übrigens für nur 40 Euro in der Auktion weg, auch wenn der Standardpreis wohl bei etwa 200 Euro liegen soll. Wenn man genau hinguckt, erkennt man viele Designdetails der entsprechenden Breil Milano-Modelle und das Armband scheint - bis auf die Rotgoldfärbung bei der einen Farbvariante - genau identisch zu sein, bis hin zur kleinsten Linienführung. Nur einen zusätzlichen Haltestift hat Detomaso in die Uhrhörner eingebaut. Was damit zusammenhängen könnte, dass Breil das Armband nicht nur mit einem leider gebogenen Federsteg, sondern auch offenbar mit Klebstoff befestigt hatte. Mein ohne Kleber befestigtes Band hat in der Tat etwas Spiel.

Mein Ersatzband hat allein 70 Euro gekostet. Da wäre so eine Detomaso Alento glatt interessant. Aber soll man dem Automatik-Original die Quarz-Hommage hinzufügen? Das Armband wird wohl ewig halten, denke ich.

Tja, von wegen Unikat. Massenuhr für 40 Ecken ;-() Was aber sicher nur ein Ausrutscher nach unten war, wie er bei Auktionen immer wieder vorkommt. Räusper.

Edit: "De Tomaso" ist Autofreunden vielleicht noch als edle italienische Sportwagenmarke im Gedächtnis, jedoch nicht mehr am Markt existent. Die "Detomaso"-Uhren stehen damit auch in keinem Zusammenhang, auch wenn die Kollektion offenbar auf das Thema Rennsport spezialisiert ist im Sinne des Stils der Uhren jedenfalls. Dahinter steckt offenbar die "Temporex GmbH", die offenbar auch die Marke "Yves Camani" hat. Letztere eine "der eher-nicht"-Uhrenmarken aus meiner Warte (ich hasse Uhren mit Unruheloch a la China).

Donnerstag, Februar 18, 2016

Citizen Ludigel zur Hälfte wieder hergestellt

Meine gebrachte Citizen Eco Drive und ich gingen etwa zur gleichen Zeit kaputt. Mir geht es langsam wieder besser...

Mein Gesundheitszusammenbruch, hier kürzlich im Blog noch mit Rückenbeschwerden in Zusammenhang gebracht, war doch etwas gänzlich anderes, auch wenn manches Detail noch im Dunkeln liegt. Nach endloser Quälerei bei nichtswissenden Ärzten im Tri-Service Hospital in NeiHu, dessen Ärzte buchstäblich herumkicherten, wenn ich meine Symptome schilderte und oft die Symptome verschlimmernde Medikamente mit verheerenden Nebenwirkungen verschrieben hatten, zog ich mich fast schon panisch in eine teure Privatklinik in Taipei zurück. Da zahlt dann die hiesige gesetzliche KV etwas zu, aber das Gros macht das riesige Honorar der Privatklinik (RUENTEX) bzw. des mit ihnen zusammenarbeitenden Chung-Shan-Hospital aus. Während ich ob der keckernden Taiwanärzte, die meine Symptome nicht glauben wollten, schon der Meinung war ein medizinisches Wunder sein zu müssen, war dann in der Privatklinik alles Routine und statt in einem Zeitrahmen von bis zu drei Monaten in nur 6 Tagen erledigt, inklusive OP. Mit meinen 49 Jahren hatten ich einen frühen aber sehr starken Fall des -eigentlichen- Altherrenleidens "gutartige Prostatavergrößerung", so viel sei hier gesagt. "Kann nicht sein", kicherte da der Militärurologe, ich sei zu jung. Und verschrieb Beruhigungstabletten. Deren Nebenwirkungen mich in die Notaufnahme trieben. Trotzdem blieb der Termin für die Ultraschalluntersuchung noch 6 Wochen in der Zukunft, obwohl ich nachts kein Auge mehr zu bekam. Ein Alptraum ausgelöst von offen gesagt idiotischen Ärzten. Welch ein Segen dagegen die Professionalität des Urologen in der RUENTEX-Klinik. Alles Routine. Prostata zu groß, also wird sie verkleinert. Bamm, fertig. Kein Kichern, kein Verschreiben sinnloser und gar gefährlicher Medikamente. Mein Zutrauen in das taiwanische Kassensystem ist nachhaltig erschüttert. Privat zahlen "rules"!

Noch Kopf an Kopf: Alpha GMT und Citizen Promaster Skyhawk mit C652 Kaliber


Doch von der Urologie zur Uhrologie. Meine schöne Citizen Eco Drive Sky Hawk, die es mir gebraucht erworben (2009 hatte sie der Vorbesitzer NEU gekauft, ich erst 2015 von ihm) als Reiseuhr sehr angetan hatte, hat in der selben Zeit einen Totalschaden erlitten, wie es aussieht. Offenbar hatte sie von Anfang an einen schlecht geladenen Akku, der nur noch einen Bruchteil der Kapazität hatte. Denn das Sonnenlicht muss beim Ecodrive ja den Akku oder Kondensator laden. Schließlich hörte sporadisch und dann ganz der untere Drücker auf zu funktionieren und seit dem Totalreset zeigt sie nur noch eigenartige bernsteinfarbende Zeichen im Display an und reagiert auf gar nichts mehr. Die Legende, dass Citizen-Solaruhren bis zu 20 Jahren halten und nicht wie andere Solaruhren schon nach ein paar Jahren mit kaputten Kondensatoren/Akkus ausfallen, ist damit für mich auch erledigt. Mein Zutrauen in den Citizen Eco-Drive ist ebenfalls nachhaltig erschüttert.

 Heißer Tipp für eine wirklich preiswerte Automatik um 100 Euro: Orient Mako hier in Pepsi-Ausführung am Mesh/Milano-Taucherband aus dem Hause Seiko.

Reiseuhr ist damit wieder meine Alpha GMT aus Hong-Kong, die ein Nachbau einer Rolex GMT ist und trotz einiger konstruktiver Nachteile ganz gut läuft. Eine Automatik für etwa 90 US-Dollar, die mit zwei oder gar drei Zeitzonen jonglieren kann hat eben auch ein paar Nachteile.

Dank privat gezahlter OP ist Citizen Ludigel wieder hergestellt und die Reiseuhr aus Hong Kong hat den endgültigen Triumph über die japanische Citizen errungen.

Mehr zum Thema Uhrologie:

Alpha GMT im Reise- und Wettertest: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/02/das-alpha-experiment.html

Italo-Albanerin (Breil Milano): http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/09/faltige-italo-albanerin.html 

Alpha P.O.: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/uhrenarmband-mord-alpha-planet-ocean.html

Orient Blue Mako: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/03/blaues-krokodil-aus-augsburg.html

Nautec GMT: http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/01/nautec-gmt-durchwachsenes-update.html

J.Springs "Diver": http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/10/heiter-bis-uhrig.html

Breil Milano Unikat: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/10/breil-milano-unikat.html

Tissot Seastar Auto-Chrono: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/07/die-menschen-mussen-gewarnt-werden.html

Gigandet Seaground 2: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/08/uhrenwahnsinn-teil-x-gigandet-sea.html

Zwei "Planet Ocean"-Verschnitte: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/das-alpha-tier-der-uhrenwelt.html