Der Archetyp des unzufriedenen oder geistesgestörten Messerstechers scheint zum Regelfall in Taipei zu werden
Natürlich sind ein paar Messerangriffe in einer dicht besiedelten Stadt wie Taipei nicht viel. Aber es an diesem Montag zwei Täter, die unabhängig voneinander in einer U-Bahn-Station bzw. auf offener Straße ohne Anlass Menschen mit dem Messer angegriffen haben, wobei es insgesamt fünf Verletzte gab:
http://m.focustaiwan.tw/news/asoc/201507210001.aspx
Zumindest in einem Fall nannte der Täter das zurückliegende Massaker in der U-Bahn im vorherigen Jahr mit vier Toten und zahlreichen Verletzten als Motivation. Sicher sind es nur wenige Fälle und die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr verletzt zu werden wird sehr viel höher liegen. Aber für mich geht dieser Tage die Legende vom "absolut sicheren" Taipei nun endgültig in das Reich der Mythen ein. Frau hat bereits ein sicher kontraproduktives U-Bahn-/Hochbahn-Verbot für uns ausgesprochen.
Trotzdem gilt: Der Mensch bewertet Risiken nach ihrer Bizarrheit, nicht nach dem statistischen Risiko. Niemand will etwa die rücksichtslosen Autofahrer Taiwans mit ihren unzähligen unnötigen Todesopfern an die Kette legen, während man schon eher darüber nachdenkt, wie man sich vor den immer noch sehr seltenen messerschwingenden Verrückten schützen kann.
EDIT: Und zugegeben, ein paar messerschwingende Irre jede Woche plus den Straßenverkehr ist gefährlicher als nur der Straßenverkehr.
UPDATE: Einer der Angreifer hat offenbar auf einer Rolltreppe die Leute auf der Gegenrichtung in den Rücken gestochen.
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Mittwoch, Juli 22, 2015
Freitag, Juli 03, 2015
Offenbar Messerangriff in MRT am Hauptbahnhof (Update: Doch Unfall)
Messerangriff unter Teenagern in Taipeis Hauptbahnhof
Offenbar in der Metro Taipeis (MRT genannt) hat es einen Messerangriff vermutlich von einem Teenager auf einen anderen gegeben, ohne dass näheres bekannt ist. Chinesischsprachiger Artikel hier: http://m.appledaily.com.tw/realtimenews/article/recommend/20150703/640978
Ich denke, man sollte die in hiesigen Expatkreisen verbreitete Ansicht, Taipei sei ein absolut sicheres Pflaster, etwas relativieren. Abgesehen vom recht gefährlichen Straßenverkehr, dem immer wieder mal auch ein Expat zum Opfer fällt, gibt es in Taipei so gut wie keine Raubüberfälle und wenigstens auf "westlich" wirkende Damen auch offenbar keine sexuell motivierten Überfälle. Damit unterscheidet sich Taipei positiv von vielen anderen Metropolen der Welt. Aber es gibt sicherlich schon eine vielleicht auch steig zunehmene (?) Zahl von Wirrköpfen, wie es sie in allen Metropolen gibt, die zu Gewalttaten neigen. In der letzten Zeit hatten wir also den Massenmord in der MRT im Jahre 2014 mit 4 Toten und über 20 Verletzten (https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Taipei_Metro_attack), kürzlich den Mord an einer achtjährigen Schülerin durch einen Eindringling auf dem Schulgelände (http://www.chinapost.com.tw/taiwan/local/taipei/2015/05/31/437285/p2/Schoolgirl-dies.htm) und den Angriff mit einem Hammer durch einen Bauarbeiter in der MRT auf einen Namibischen Sportler (http://focustaiwan.tw/news/asoc/201502170013.aspx).
Vorsicht ist also auch im friendlichen Taipei geboten. Meine Frau bekam neulich einen Schreck als sie um 22 Uhr oder so frisch von der Arbeit kommend (ist halt Taiwan) bei 30 Grad Außentemperatur von einem auf einem einer dritten Partei gehörenden Vorgartensofa sitzenden Mann angesprochen wurde, der irgend ein wirres Zeug redete und eine lila Wollmütze(!) trug und ein lila Smartphone vor dem Gesicht hatte. Ich habe ihn kurze Zeit später auch gesehen, er blubberte irgendwas von Waiguoren (Ausländer) dies und Waiguoren das als ich vorbei trabte. Wirrköpfe gibt es reichlich, auch bei uns im Viertel etwa. Der verhuschte Mann ein paar Stockwerke über Schwiegermutter, der einst ein Freund von Schwiergervater war und eine Historie von psychischen Problemen hat, seine entsprechend verhaltensauffällige Tochter, die immer mal Selbstmorddrama auf dem 2 Meter hohen Vordach über dem Eingang hat so einmal im Jahr statistisch gesehen (soll nicht so locker sein der Satz wie er vielleicht klingt) und die Nachbarin auf der selben Etage (Greisin), die immer mal bei Schwiegermutter an die Tür hämmert, schreit und schimpft ohne Grund. Die wenigstens von den Problemleutchen sind gefährlich, aber niemanden zu provozieren, auf dummes Anquatschen nicht zu reagieren und auf Nummer sicher zu gehen kann auch im dicht besiedelten und hektischen Taipei mit seinen überarbeiteten Menschen nicht schaden.
In ein paar Jahren haben sie hier auch Raubüberfälle, da bin ich sicher. Die Angleichung der Metropolen ist einfach nicht aufzuhalten.
Update: Offenbar handelt es sich um einen Unfall mit einem Koch aus einem italienischen Restaurant "in Eile": http://www.chinapost.com.tw/taiwan/national/national-news/2015/07/04/439893/Chef-cuts.htm
Der Koch hatte offenbar mehrere lange Messer in einer Tüte oder labilen Tasche dabei und eines hatte sich aus der Tasche befreit und stand heraus. Als er dann noch wie ein Derwisch los rannte und dem jugendlichen Opfer den Weg abschnitt kam es zu der ernsthaften Stichverletzung mit 1 cm Tiefe. Der leichtsinnige Koch bekam von all dem offenbar nichts mit und ihm war lange Zeit nicht klar, dass er schon als "MRT-Verrückter" gesucht wurde. Sicherheitsdenken ist hier leider fast immer ein Luxus, den man sich in der Hektik des Alltags nicht leistet.
Offenbar in der Metro Taipeis (MRT genannt) hat es einen Messerangriff vermutlich von einem Teenager auf einen anderen gegeben, ohne dass näheres bekannt ist. Chinesischsprachiger Artikel hier: http://m.appledaily.com.tw/realtimenews/article/recommend/20150703/640978
Ich denke, man sollte die in hiesigen Expatkreisen verbreitete Ansicht, Taipei sei ein absolut sicheres Pflaster, etwas relativieren. Abgesehen vom recht gefährlichen Straßenverkehr, dem immer wieder mal auch ein Expat zum Opfer fällt, gibt es in Taipei so gut wie keine Raubüberfälle und wenigstens auf "westlich" wirkende Damen auch offenbar keine sexuell motivierten Überfälle. Damit unterscheidet sich Taipei positiv von vielen anderen Metropolen der Welt. Aber es gibt sicherlich schon eine vielleicht auch steig zunehmene (?) Zahl von Wirrköpfen, wie es sie in allen Metropolen gibt, die zu Gewalttaten neigen. In der letzten Zeit hatten wir also den Massenmord in der MRT im Jahre 2014 mit 4 Toten und über 20 Verletzten (https://en.wikipedia.org/wiki/2014_Taipei_Metro_attack), kürzlich den Mord an einer achtjährigen Schülerin durch einen Eindringling auf dem Schulgelände (http://www.chinapost.com.tw/taiwan/local/taipei/2015/05/31/437285/p2/Schoolgirl-dies.htm) und den Angriff mit einem Hammer durch einen Bauarbeiter in der MRT auf einen Namibischen Sportler (http://focustaiwan.tw/news/asoc/201502170013.aspx).
Vorsicht ist also auch im friendlichen Taipei geboten. Meine Frau bekam neulich einen Schreck als sie um 22 Uhr oder so frisch von der Arbeit kommend (ist halt Taiwan) bei 30 Grad Außentemperatur von einem auf einem einer dritten Partei gehörenden Vorgartensofa sitzenden Mann angesprochen wurde, der irgend ein wirres Zeug redete und eine lila Wollmütze(!) trug und ein lila Smartphone vor dem Gesicht hatte. Ich habe ihn kurze Zeit später auch gesehen, er blubberte irgendwas von Waiguoren (Ausländer) dies und Waiguoren das als ich vorbei trabte. Wirrköpfe gibt es reichlich, auch bei uns im Viertel etwa. Der verhuschte Mann ein paar Stockwerke über Schwiegermutter, der einst ein Freund von Schwiergervater war und eine Historie von psychischen Problemen hat, seine entsprechend verhaltensauffällige Tochter, die immer mal Selbstmorddrama auf dem 2 Meter hohen Vordach über dem Eingang hat so einmal im Jahr statistisch gesehen (soll nicht so locker sein der Satz wie er vielleicht klingt) und die Nachbarin auf der selben Etage (Greisin), die immer mal bei Schwiegermutter an die Tür hämmert, schreit und schimpft ohne Grund. Die wenigstens von den Problemleutchen sind gefährlich, aber niemanden zu provozieren, auf dummes Anquatschen nicht zu reagieren und auf Nummer sicher zu gehen kann auch im dicht besiedelten und hektischen Taipei mit seinen überarbeiteten Menschen nicht schaden.
In ein paar Jahren haben sie hier auch Raubüberfälle, da bin ich sicher. Die Angleichung der Metropolen ist einfach nicht aufzuhalten.
Update: Offenbar handelt es sich um einen Unfall mit einem Koch aus einem italienischen Restaurant "in Eile": http://www.chinapost.com.tw/taiwan/national/national-news/2015/07/04/439893/Chef-cuts.htm
Der Koch hatte offenbar mehrere lange Messer in einer Tüte oder labilen Tasche dabei und eines hatte sich aus der Tasche befreit und stand heraus. Als er dann noch wie ein Derwisch los rannte und dem jugendlichen Opfer den Weg abschnitt kam es zu der ernsthaften Stichverletzung mit 1 cm Tiefe. Der leichtsinnige Koch bekam von all dem offenbar nichts mit und ihm war lange Zeit nicht klar, dass er schon als "MRT-Verrückter" gesucht wurde. Sicherheitsdenken ist hier leider fast immer ein Luxus, den man sich in der Hektik des Alltags nicht leistet.
Montag, April 13, 2015
Horrorunfall auf Schwebebahn-Baustelle (Update)
Am Wochenende war ganz Taiwan geschockt. Ein riesiger Längsträger der in Taichung neu (aus)gebauten Schwebebahn ist auf einen PKW gestürzt
Öfter schon habe ich im Blog den Ausbau von Taipeis S-Bahn dokumentiert. Sie existiert entweder als U-Bahn oder als Schwebebahn, je nach Linie und heißt hier in Taipei immer MRT. In Taichung gibt es offensichtlich ein Äquivalent. Der Ausbau solcher Linien ist sehr wertvoll für Taipei und sicher auch Taichung, denn große Städte in Taiwan stecken in einem entsetzlichen Verkehrsinfarkt zur Rushhour fest. Und ja, es gibt auch Städte in Taiwan, die nicht mit Tai anfangen.
Hier im Bild ist die im Bau befindliche Schwebebahn in Taipei-Zhonghe (Jonghe) zu sehen. Die Konstruktion in Taichung sieht etwa genauso aus. Vor dem Bau der MRT (in den 90ern) hat die Luft in Taipei noch "in den Augen gebissen", schrieb einmal ein Expatveteran im Ausländerforum. Weil noch mehr Individualverkehr war. Also ich vor 10 Jahren kam, also 2004, war die Luft noch stark versmogt, ist heute aber schon deutlich besser. Wertvoll ist der Schwebebahnausbau also (hier durch eine blau gefärbte Fensterscheibe gesehen).
Diesen Freitag gab es um 17 Uhr im mitteltaiwanischen Taichung (Taizhong) jedoch einen schrecklichen Unfall. Der obere Längsträger, rechts mittig im Bild hier ein Gegenstück, ist während des Einsetzens herunter gekracht. Deutlich sieht man in einem im TV gezeigten (PKW-) Dashcam-Video den befestigten Kran schwanken. Das schreckliche Ding, das wohl über 200 oder gar über 2000 Tonnen schwer ist (widersprüchliche Info) kracht mitten in eine zugestaute Baustelle, denn Verkehr inklusive unzählige PKWs und sogar Omnibusse geht wie übrigens auch hier in Taipei ständig durch die Baustelle. Ein SUV mit einer Fahrerin in den 40ern wird völlig zerstört, die Fahrerin war wohl sofort tot und hinterlässt zwei kleine Kinder.
Im Falle des Unfalls in Taichung sind Regeln nicht eingehalten worden. Arbeiten wie diese hätten nur zwischen 23.30 und 5.00 Uhr stattfinden dürfen. In dem herabstürzenden Träger befanden sich 7 Arbeiter, von denen 4 bereits ihren Verletzungen erlegen sind.
Update: Als ich noch in Taoyuan gewohnt habe, stand ich einmal zu nächtlicher Stunde im Stau und einer nervigen weiträumigen Umleitung, weil da gerade ein Schwebebahnbalken der Taipei-MRT (die bis Taoyuan ausgebaut wird) eingefügt wurde. Eigentlich muss so ein Einbau 3 Tage vorher angemeldet werden und dann sperrt die Polizei weiträumig ab. So war es jedenfalls in Taoyuan. Es war eindrucksvoll damals den Einbau des riesigen Querbalkens zu beobachten. Irgendwie gibt es aber auch den Trend zu größerer Laxheit in Taiwan. Schwerlastfahrzeuge mit Überbreite und Kranausleger hatten noch vor wenigen Jahren Begleitfahrzeuge mit Warnlicht um sich. Heute eiern sie einfach so durch den Verkehr...
Öfter schon habe ich im Blog den Ausbau von Taipeis S-Bahn dokumentiert. Sie existiert entweder als U-Bahn oder als Schwebebahn, je nach Linie und heißt hier in Taipei immer MRT. In Taichung gibt es offensichtlich ein Äquivalent. Der Ausbau solcher Linien ist sehr wertvoll für Taipei und sicher auch Taichung, denn große Städte in Taiwan stecken in einem entsetzlichen Verkehrsinfarkt zur Rushhour fest. Und ja, es gibt auch Städte in Taiwan, die nicht mit Tai anfangen.
Hier im Bild ist die im Bau befindliche Schwebebahn in Taipei-Zhonghe (Jonghe) zu sehen. Die Konstruktion in Taichung sieht etwa genauso aus. Vor dem Bau der MRT (in den 90ern) hat die Luft in Taipei noch "in den Augen gebissen", schrieb einmal ein Expatveteran im Ausländerforum. Weil noch mehr Individualverkehr war. Also ich vor 10 Jahren kam, also 2004, war die Luft noch stark versmogt, ist heute aber schon deutlich besser. Wertvoll ist der Schwebebahnausbau also (hier durch eine blau gefärbte Fensterscheibe gesehen).
Diesen Freitag gab es um 17 Uhr im mitteltaiwanischen Taichung (Taizhong) jedoch einen schrecklichen Unfall. Der obere Längsträger, rechts mittig im Bild hier ein Gegenstück, ist während des Einsetzens herunter gekracht. Deutlich sieht man in einem im TV gezeigten (PKW-) Dashcam-Video den befestigten Kran schwanken. Das schreckliche Ding, das wohl über 200 oder gar über 2000 Tonnen schwer ist (widersprüchliche Info) kracht mitten in eine zugestaute Baustelle, denn Verkehr inklusive unzählige PKWs und sogar Omnibusse geht wie übrigens auch hier in Taipei ständig durch die Baustelle. Ein SUV mit einer Fahrerin in den 40ern wird völlig zerstört, die Fahrerin war wohl sofort tot und hinterlässt zwei kleine Kinder.
Auch hier im Bild ist links die MRT-Konstruktion in Taipei zu sehen. Eigentlich habe ich dies Foto hier in Taipei-Zhonghe gemacht um einmal eine Horrorkreuzung zu zeigen, an der ich schon zwei Unfälle gesehen habe, während sie stattfanden. Sowohl die PKWs der Straße in der Bildmitte hinten (unter dem roten Werbeschild) und PKWs die aus der Straße von links kommen (siehe Fahrbahnpfeil links über Motorroller) haben hier nämlich gleichzeitig Grün! Die gelben Verkehrsinseln zur Warnung sind erst kürzlich angelegt worden, um die Situation etwas zu entschärfen. Eine sehr gefährliche Ecke war das immer.
Im Falle des Unfalls in Taichung sind Regeln nicht eingehalten worden. Arbeiten wie diese hätten nur zwischen 23.30 und 5.00 Uhr stattfinden dürfen. In dem herabstürzenden Träger befanden sich 7 Arbeiter, von denen 4 bereits ihren Verletzungen erlegen sind.
Update: Als ich noch in Taoyuan gewohnt habe, stand ich einmal zu nächtlicher Stunde im Stau und einer nervigen weiträumigen Umleitung, weil da gerade ein Schwebebahnbalken der Taipei-MRT (die bis Taoyuan ausgebaut wird) eingefügt wurde. Eigentlich muss so ein Einbau 3 Tage vorher angemeldet werden und dann sperrt die Polizei weiträumig ab. So war es jedenfalls in Taoyuan. Es war eindrucksvoll damals den Einbau des riesigen Querbalkens zu beobachten. Irgendwie gibt es aber auch den Trend zu größerer Laxheit in Taiwan. Schwerlastfahrzeuge mit Überbreite und Kranausleger hatten noch vor wenigen Jahren Begleitfahrzeuge mit Warnlicht um sich. Heute eiern sie einfach so durch den Verkehr...
Dienstag, Februar 24, 2015
Ausländer in MRT angegriffen: Schwerere Kopfverletzung (Update2)
Das "Chinesische Neujahrsfest" in Taiwan ist nach meiner Erfahrung eine Zeit der Aufregung, Hektik, Aggression und des Alkohols. Passend dazu der Angriff auf einen Ausländer in der U-Bahn Taipeis
Um es vorweg zu nehmen. Taiwan ist eigentlich ein friedliches Land, wo Ausländern auf den Straßen fast nie etwas passiert - insbesondere Überfälle gibt es so gut wie nicht. Grundsätzlich kann man im dicht bevölkerten Taiwan generell von einem Hektik-Effekt sprechen, den das chinesische Neujahrsfest auf alle hat. Der Verkehr nimmt zu, die Schlangen werden länger (wenn nicht die Geschäfte sowieso zu haben), viele sind alkoholisiert und entsprechend enthemmt. Nicht ganz unproblematisch in einem Land, in dem sich die Leute nach konfuzianischer Lehre sonst bemühen, ganzjährig ihre Emotionen zu kontrollieren und immer ruhig zu bleiben, egal was passiert. Meiner Erfahrung nach sind die Hauptanlässe zum "Ausflippen" in Taiwan Alkohol, Straßenverkehr, Nachtleben-Streits und eben das chinesische Neujahrsfest.
Im vorliegenden Fall hat ein Ausländer aus Namibia, der seines Zeichens Paralympic-Medailliengewinner ist, in der MRT (U-Bahn) einen die Warteschlange überspringenden älteren Bauarbeiter (61 Jahre) am Rucksack angefasst (Edit: wohl nur angetippt), um ihn am Vordrängeln zu hindern. Daraus ergab sich ein heftiges Wortgefecht, bei dem der Bauarbeiter den Ausländer und seine Frau (Taiwanerin) heftig beschimpfte und vorgab, von ihnen geschubst worden zu seinen. Im Wagen angekommen zog der Bauarbeiter offenbar eine Zange und schlug damit den Ausländer heftig über den Kopf, der blutüberströmt zusammenbrach und im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Bauarbeiter wurde festgenommen und es wird wegen versuchten Mordes gegen ihn ermittelt.
http://news.asiaone.com/news/crime/assailant-held-taiwan-attempted-murder-namibian
Nach Postings im Ausländerforum versuchten auf der bildzeitungsähnlichen Webseite "Apple Daily" viele Kommentatoren der Geschichte eine ausländerfeindliche Wendung in Richtung "Ausländer weigert sich älterem Mann den Senioren/Behindertensitz frei zu machen und schlägt diesen dann" zu geben, was aber mit den Tatsachen nichts zu tun hat. Abgesehen davon hätte der behinderte Ausländer sicher eher Anspruch auf einen solchen Sitz als der Bauarbeiter. Erfreulicherweise hat sich das TV offenbar zurück gehalten, denn dieses hat in der Vergangenheit Vorkommnisse mit Ausländern oft zu Hetzkampagnen gegen diese einzelnen betroffenen Ausländer (ob im Recht oder Unrecht im jeweiligen Fall) genutzt.
Update: Video zum Vorfall hier: http://focustaiwan.tw/news/asoc/201502170013.aspx
Update2: Hier wird ein "Augenzeuge" rezitiert, nachdem der Ausländer sich vorgedrängelt hätte. Außerdem wird eine Parallele zum angeblichen Ausländer "Jason" gezogen, der in 2014 einen taiwanischen Busfahrer körperlich angegriffen hatte: http://thenanfang.com/foreigner-attacked-taipei-metro/. Allerdings war "Jason" ein Taiwaner mit US-Pass. Desto mehr der Fall in der Presse zirkuliert, desto mehr wird er sicherlich zur Standardstory "Die Ausländer nehmen uns die Frauen und XXX weg" standardisiert, die sich immer wieder gut verkauft.
Sonstige Ereignisse:
Ein SUV kracht in eine Absperrung vorm Präsidentenpalast, offenbar wollte der Fahrer sich selbst fotografieren. Er wird als psychisch instabil beschrieben. Eine Beschreibung, die meiner Ansicht recht gut die Verfassung so ziemlich aller Autofahrer in Taiwan wiedergibt, jedenfalls solange sie am Steuer sitzen. Desweiteren ist eine Mopedfahrerin "in Trance" ebenfalls in die Abperrungen vorm Präsidentenpalast geknallt - siehe meine Vorbemerkung.
http://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2015/02/24/2003612108
Um es vorweg zu nehmen. Taiwan ist eigentlich ein friedliches Land, wo Ausländern auf den Straßen fast nie etwas passiert - insbesondere Überfälle gibt es so gut wie nicht. Grundsätzlich kann man im dicht bevölkerten Taiwan generell von einem Hektik-Effekt sprechen, den das chinesische Neujahrsfest auf alle hat. Der Verkehr nimmt zu, die Schlangen werden länger (wenn nicht die Geschäfte sowieso zu haben), viele sind alkoholisiert und entsprechend enthemmt. Nicht ganz unproblematisch in einem Land, in dem sich die Leute nach konfuzianischer Lehre sonst bemühen, ganzjährig ihre Emotionen zu kontrollieren und immer ruhig zu bleiben, egal was passiert. Meiner Erfahrung nach sind die Hauptanlässe zum "Ausflippen" in Taiwan Alkohol, Straßenverkehr, Nachtleben-Streits und eben das chinesische Neujahrsfest.
Jedes Ding hat zwei Seiten, auch das Chinese New Year (Bild von "meiner" Firmenfeier)
Im vorliegenden Fall hat ein Ausländer aus Namibia, der seines Zeichens Paralympic-Medailliengewinner ist, in der MRT (U-Bahn) einen die Warteschlange überspringenden älteren Bauarbeiter (61 Jahre) am Rucksack angefasst (Edit: wohl nur angetippt), um ihn am Vordrängeln zu hindern. Daraus ergab sich ein heftiges Wortgefecht, bei dem der Bauarbeiter den Ausländer und seine Frau (Taiwanerin) heftig beschimpfte und vorgab, von ihnen geschubst worden zu seinen. Im Wagen angekommen zog der Bauarbeiter offenbar eine Zange und schlug damit den Ausländer heftig über den Kopf, der blutüberströmt zusammenbrach und im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Bauarbeiter wurde festgenommen und es wird wegen versuchten Mordes gegen ihn ermittelt.
http://news.asiaone.com/news/crime/assailant-held-taiwan-attempted-murder-namibian
Nach Postings im Ausländerforum versuchten auf der bildzeitungsähnlichen Webseite "Apple Daily" viele Kommentatoren der Geschichte eine ausländerfeindliche Wendung in Richtung "Ausländer weigert sich älterem Mann den Senioren/Behindertensitz frei zu machen und schlägt diesen dann" zu geben, was aber mit den Tatsachen nichts zu tun hat. Abgesehen davon hätte der behinderte Ausländer sicher eher Anspruch auf einen solchen Sitz als der Bauarbeiter. Erfreulicherweise hat sich das TV offenbar zurück gehalten, denn dieses hat in der Vergangenheit Vorkommnisse mit Ausländern oft zu Hetzkampagnen gegen diese einzelnen betroffenen Ausländer (ob im Recht oder Unrecht im jeweiligen Fall) genutzt.
Update: Video zum Vorfall hier: http://focustaiwan.tw/news/asoc/201502170013.aspx
Update2: Hier wird ein "Augenzeuge" rezitiert, nachdem der Ausländer sich vorgedrängelt hätte. Außerdem wird eine Parallele zum angeblichen Ausländer "Jason" gezogen, der in 2014 einen taiwanischen Busfahrer körperlich angegriffen hatte: http://thenanfang.com/foreigner-attacked-taipei-metro/. Allerdings war "Jason" ein Taiwaner mit US-Pass. Desto mehr der Fall in der Presse zirkuliert, desto mehr wird er sicherlich zur Standardstory "Die Ausländer nehmen uns die Frauen und XXX weg" standardisiert, die sich immer wieder gut verkauft.
Sonstige Ereignisse:
Ein SUV kracht in eine Absperrung vorm Präsidentenpalast, offenbar wollte der Fahrer sich selbst fotografieren. Er wird als psychisch instabil beschrieben. Eine Beschreibung, die meiner Ansicht recht gut die Verfassung so ziemlich aller Autofahrer in Taiwan wiedergibt, jedenfalls solange sie am Steuer sitzen. Desweiteren ist eine Mopedfahrerin "in Trance" ebenfalls in die Abperrungen vorm Präsidentenpalast geknallt - siehe meine Vorbemerkung.
http://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2015/02/24/2003612108
Freitag, Mai 30, 2014
Nach dem U-Bahn-Massaker...
Notizen zu dem U-Bahn - Massaker und mannigfaltigen Reaktionen darauf
Die Tage war im TV der Täter des U-Bahn-Massakers (http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/05/amoklauf-mit-messer-in-der-u-bahn.html) zu sehen, wie er von der Polizei irgendwo hin überführt wurde. Immer wieder empfinde ich den Anblick des jungen Mannes als verstörend. Nicht, weil er irgendwie monströs aussieht, sondern im Gegenteil, weil er irgendwie wie ein x-beliebiger Teenanger wirkt (auch wenn er schon 21 ist, aber die Leute hier wirken für westliche Augen meist ein paar Jahre jünger). Gerade in seinem rot-schwarzen Turndress, der aussieht wie frisch vom Unisport mitgebracht oder dergleichen, wirkte er nicht wie der irre Attentäter, der er ist, sondern wie irgendein junger Mann. Der etwa irgendwo im Café sitzen könne und mit dem Kopf wippt wie all die anderen jungen Leute hier, während er auf dem Smartphone bei Facebook postet. Seine Normalität macht ihn gewissermaßen unheimlich. Ein rotes T-Shirt hatte er immer noch an, jetzt allerdings Jeans und die in Taiwan auch in der Stadt üblichen blauen Strandlatschen (auch wenn hier nirgends Strand ist) an den Füßen.
Wie im Ausländerforum zu entnehmen ist, wohl aufgrund von chinesischsprachigen Pressemeldungen, fordern die Eltern selbst die baldige Hinrichtung ihres Sohnes - sie haben im übrigen noch ein weiteres Kind.
EDIT: Siehe hier: http://www.news24.com/World/News/Parents-of-Taiwan-subway-attacker-call-for-his-death-20140527. Die Eltern wünschen ihrem Sohn eine bessere Lebensführung in seinem "nächsten Leben".
In den Schilderungen vom Attentatshergang taucht jetzt eine zweifache Mutter auf, Mitarbeiterin eines Landvermessungsamtes, die jetzt anstelle des älteren Herrn als Verteidiger eines Mutter/Kleinkindpaares erwähnt wird. Offenbar hat sie den Angreifer mit einer Büchertüte in Schach gehalten, die sie in seine Richtung geschwungen hat. Ansonsten wird ein 52jähriger Geschäftsmann erwähnt, der mit seinem Regenschirm als Teil einer Gruppe des Angreifer in Schach hielt. Möglicherweise war dies der "ältere Mann", der anfangs erwähnt wurde. Auch wenn ich bei dem Terminus eher an einen Senioren denken muss. Aber ich muss mit als Endvierziger wohl langsam daran gewöhnen, dass andere mit "ältere Leute" meine Altersgruppe meinen.
Und Die MRT (Taipeis Stadtbahnsystem aus U-Bahn und Schwebebahn) wird hier von Christen durch Gebet "vom Bösen gereinigt" - genauer gesagt der Wagon, in dem die Morde stattfanden: http://www.chinatimes.com/realtimenews/20140528002191-260402
Regenschirme, gerade solche, die verkappte Kampfstöcke sind, sollen sich dieser Tage reißenden Absatzes erfreuen.
Wenn in taiwanischen Berichten ältere Männer hervorgehoben werden ist das sicher auch mit der Seniorenverehrung zu erklären, die aus der chinesischen Kultur kommend in Taiwan sehr verbreitet ist. Apropos, im Ausländerforum war sonst noch irgendwo die Rede davon ein westlicher Neuankömmling habe an seinem ersten Tag in Taiwan seinen Englischlehrerjob gleich wieder verloren, alles Geld verprasst und habe sich dann mit einem älteren Herrn geschlagen. So viel zur erfolgreichen Integration.
Die Tage war im TV der Täter des U-Bahn-Massakers (http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/05/amoklauf-mit-messer-in-der-u-bahn.html) zu sehen, wie er von der Polizei irgendwo hin überführt wurde. Immer wieder empfinde ich den Anblick des jungen Mannes als verstörend. Nicht, weil er irgendwie monströs aussieht, sondern im Gegenteil, weil er irgendwie wie ein x-beliebiger Teenanger wirkt (auch wenn er schon 21 ist, aber die Leute hier wirken für westliche Augen meist ein paar Jahre jünger). Gerade in seinem rot-schwarzen Turndress, der aussieht wie frisch vom Unisport mitgebracht oder dergleichen, wirkte er nicht wie der irre Attentäter, der er ist, sondern wie irgendein junger Mann. Der etwa irgendwo im Café sitzen könne und mit dem Kopf wippt wie all die anderen jungen Leute hier, während er auf dem Smartphone bei Facebook postet. Seine Normalität macht ihn gewissermaßen unheimlich. Ein rotes T-Shirt hatte er immer noch an, jetzt allerdings Jeans und die in Taiwan auch in der Stadt üblichen blauen Strandlatschen (auch wenn hier nirgends Strand ist) an den Füßen.
Wie im Ausländerforum zu entnehmen ist, wohl aufgrund von chinesischsprachigen Pressemeldungen, fordern die Eltern selbst die baldige Hinrichtung ihres Sohnes - sie haben im übrigen noch ein weiteres Kind.
EDIT: Siehe hier: http://www.news24.com/World/News/Parents-of-Taiwan-subway-attacker-call-for-his-death-20140527. Die Eltern wünschen ihrem Sohn eine bessere Lebensführung in seinem "nächsten Leben".
In den Schilderungen vom Attentatshergang taucht jetzt eine zweifache Mutter auf, Mitarbeiterin eines Landvermessungsamtes, die jetzt anstelle des älteren Herrn als Verteidiger eines Mutter/Kleinkindpaares erwähnt wird. Offenbar hat sie den Angreifer mit einer Büchertüte in Schach gehalten, die sie in seine Richtung geschwungen hat. Ansonsten wird ein 52jähriger Geschäftsmann erwähnt, der mit seinem Regenschirm als Teil einer Gruppe des Angreifer in Schach hielt. Möglicherweise war dies der "ältere Mann", der anfangs erwähnt wurde. Auch wenn ich bei dem Terminus eher an einen Senioren denken muss. Aber ich muss mit als Endvierziger wohl langsam daran gewöhnen, dass andere mit "ältere Leute" meine Altersgruppe meinen.
Und Die MRT (Taipeis Stadtbahnsystem aus U-Bahn und Schwebebahn) wird hier von Christen durch Gebet "vom Bösen gereinigt" - genauer gesagt der Wagon, in dem die Morde stattfanden: http://www.chinatimes.com/realtimenews/20140528002191-260402
Regenschirme, gerade solche, die verkappte Kampfstöcke sind, sollen sich dieser Tage reißenden Absatzes erfreuen.
Wenn in taiwanischen Berichten ältere Männer hervorgehoben werden ist das sicher auch mit der Seniorenverehrung zu erklären, die aus der chinesischen Kultur kommend in Taiwan sehr verbreitet ist. Apropos, im Ausländerforum war sonst noch irgendwo die Rede davon ein westlicher Neuankömmling habe an seinem ersten Tag in Taiwan seinen Englischlehrerjob gleich wieder verloren, alles Geld verprasst und habe sich dann mit einem älteren Herrn geschlagen. So viel zur erfolgreichen Integration.
Freitag, Mai 23, 2014
U-Bahn - Amoklauf, Nachbereitung (Update)
Ergänzungen zur gestrigen Meldung (http://osttellerrand.blogspot.de/2014/05/amoklauf-mit-messer-in-der-u-bahn.html) über den U-Bahn-Amoklauf in Taipeis "Bannan"-Linie
Im Ausländerforum Forumosa.com fanden sich Berichte, die sich wohl auf chinesischsprachige Seiten beziehen, der Angriff in der U-Bahn habe sich so abgespielt, dass der Täter Namens Cheng (Student aus Taichung, der jedoch in Taipei in der Nähe der U-Bahnstation des Angriffs aufgewachsen war) zunächst ohne Vorwarnung auf zwei schlafenden junge Männer in den 20ern und eine ebenfalls schlafende Endvierziger-Frau eingestochen hat, wobei er offenbar Brust und Magenbereich mit dem langen Messer schwer verletzte, so dass die Opfer kurze Zeit später verstarben. Er griff dann eine Frau in den 60ern an, die später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag und soll sogar einen Säugling resp. eine Mutter mit ihrem Baby angegriffen haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die auseinanderstobenden Passagiere allerdings telweise in einer Gruppe zusammengefunden, die den Täter mit Regenschirmen abwehrte (hier ist gerade Regenzeit) und die Rolle eines älteren "beschirmten" Herrn wird dabei hevorgehoben, der den Säugling geschützt haben soll. Passsagiere hatten bereits den Notrufknopf gedrückt, jedoch verließ der Täter zunächst immer noch ein Messer in der Hand haltend die Bahn und wurde dann von Securityleuten, Polizisten und auch Fahrgästen zu Boden gebracht und schließlich festgenommen. Auch dabei wird die Rolle eines offenbar anderen älteren Mannes mit Kampfsportausbildung hervorgehoben.
Solche Berichte im Frühstadium der Aufarbeitung pflegen sich oft noch zu ändern, aber ich denke am positiven Effekt der Regenschirme wird hier etwas dran sein, die wohl in der Masse angewendet einen Messerangreife in der Tat Probleme bereiten können erfreulicherweise.
Momemtan gibt es wohl einige Spinner im Internet, die Trittbrettfahrertaten ankündigen oder Sympathien mit dem Täter äußern. Weitere Infos neben Täterfoto hier: http://edition.cnn.com/2014/05/21/world/asia/taiwan-train-stabbing/?hpt=hp_t3
Auch hier: http://www.chinapost.com.tw/taiwan/local/taipei/2014/05/21/408258/3-dead.htm
UPDATE: Ein Mitschüler des Täters war offenbar vorab über die Tat informiert und hat seine Mutter gebeten, am Anschlagstag nicht die MRT Taipeis zu benutzen, "weil ein Freund etwas schlechtes vorhabe": http://www.taiwannews.com.tw/etn/news_content.php?id=2489141
[Edit] Weitere Detailinfo darüber hier: http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2014/05/25/2003591192
Im Ausländerforum Forumosa.com fanden sich Berichte, die sich wohl auf chinesischsprachige Seiten beziehen, der Angriff in der U-Bahn habe sich so abgespielt, dass der Täter Namens Cheng (Student aus Taichung, der jedoch in Taipei in der Nähe der U-Bahnstation des Angriffs aufgewachsen war) zunächst ohne Vorwarnung auf zwei schlafenden junge Männer in den 20ern und eine ebenfalls schlafende Endvierziger-Frau eingestochen hat, wobei er offenbar Brust und Magenbereich mit dem langen Messer schwer verletzte, so dass die Opfer kurze Zeit später verstarben. Er griff dann eine Frau in den 60ern an, die später im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag und soll sogar einen Säugling resp. eine Mutter mit ihrem Baby angegriffen haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die auseinanderstobenden Passagiere allerdings telweise in einer Gruppe zusammengefunden, die den Täter mit Regenschirmen abwehrte (hier ist gerade Regenzeit) und die Rolle eines älteren "beschirmten" Herrn wird dabei hevorgehoben, der den Säugling geschützt haben soll. Passsagiere hatten bereits den Notrufknopf gedrückt, jedoch verließ der Täter zunächst immer noch ein Messer in der Hand haltend die Bahn und wurde dann von Securityleuten, Polizisten und auch Fahrgästen zu Boden gebracht und schließlich festgenommen. Auch dabei wird die Rolle eines offenbar anderen älteren Mannes mit Kampfsportausbildung hervorgehoben.
Solche Berichte im Frühstadium der Aufarbeitung pflegen sich oft noch zu ändern, aber ich denke am positiven Effekt der Regenschirme wird hier etwas dran sein, die wohl in der Masse angewendet einen Messerangreife in der Tat Probleme bereiten können erfreulicherweise.
Momemtan gibt es wohl einige Spinner im Internet, die Trittbrettfahrertaten ankündigen oder Sympathien mit dem Täter äußern. Weitere Infos neben Täterfoto hier: http://edition.cnn.com/2014/05/21/world/asia/taiwan-train-stabbing/?hpt=hp_t3
Auch hier: http://www.chinapost.com.tw/taiwan/local/taipei/2014/05/21/408258/3-dead.htm
UPDATE: Ein Mitschüler des Täters war offenbar vorab über die Tat informiert und hat seine Mutter gebeten, am Anschlagstag nicht die MRT Taipeis zu benutzen, "weil ein Freund etwas schlechtes vorhabe": http://www.taiwannews.com.tw/etn/news_content.php?id=2489141
[Edit] Weitere Detailinfo darüber hier: http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2014/05/25/2003591192
Dienstag, Februar 26, 2013
Blog-Tipp: Taipeis MRT Hochbahn
Ein Blog-Tipp, das Taiwanblog Dunkelangst.org wirft einen Blick in Taipeis Metro: http://www.dunkelangst.org/2013/u-bahn/.
Wie sieht es dort aus? Mancher deutsche Leser würde sich sicher dunkle Gestalten, Drogenhändler etc. in dunklen Ecken vorstellen. Nun, das beschreibt recht gut die U-Bahn aus meiner Heimatstadt Hannover, wie ich sie noch in Erinnerung habe, mit der in Taipei hat das freilich NICHTS zu tun.
Wie sieht es dort aus? Mancher deutsche Leser würde sich sicher dunkle Gestalten, Drogenhändler etc. in dunklen Ecken vorstellen. Nun, das beschreibt recht gut die U-Bahn aus meiner Heimatstadt Hannover, wie ich sie noch in Erinnerung habe, mit der in Taipei hat das freilich NICHTS zu tun.
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