Da lebt man in einem geister- und magiegläubigen Umfeld und wenn einem dann eine Geistergeschichte passiert, dann hat sie rein gar nichts mit Taiwan zu tun. Merkwürdig, oder?
Nun bin ich natürlich ein naturwissenschaftlich geprägter Mensch. Schon von Berufswegen. Ergo würde ich an die Weiterexistenz verstorbener Verwandter höchstens glauben, wenn sie mir höchstselbst optisch wahrnehmbar erscheinen würden und am besten noch einen physischen Beweis ihrer Existenz hinterlassen. "Packung Manna steht im Kühlschrank, mach´s gut, muss jetzt weiter." Oder irgendwie so. Nun, etwas ähnliches ist mir passiert. Nicht in optisch sichtbarer Form freilich und so kann ich das ganze als Zufall verbuchen und mir mein naturwissenschaftlich geprägtes Weltbild erhalten. Frei nach dem Motto: Was nicht sein darf, wird als statistische Abweichung erklärt.
Was hat sich also zugetragen? Nun, es fing alles an mit irgendeinem kurzen TV-Ausschnitt aus Meran, einer italienischen Stadt. In der hatte ich mit meinen Großeltern in den sehr frühen 70er Jahren öfter als Kind viele Urlaube verbracht. Und kann mich leider an so gut wie nichts mehr aus der Zeit erinnern. Was mich schon mehrfach geärgert hat. Nur eine Wischi-Waschi-Erinnerung von einer als Pferdeskulptur zurecht gestutzten Buschanlage im Park habe ich und das ich als ganz kleiner Pöks da drum herum renne im Kreis. Das alles zog mir so durch den Kopf, als auf der taiwanischen Mattscheibe hier irgendein Reisebericht kam. Wahrscheinlich wieder diese Reisesendungen wo kichernde Taiwaner "exotisches" Essen in die Kamera halten, daran herum essen, "Mmmmmmhhhh" und "Aaaaaaah" und "Ohhhhhh" rufen, von links nach rechts springen und meine Frau am Ende des Beitrages immer in das jeweilige Land auswandern will.
Wie dem auch sei, ich legte mich mit Gedanken an das in meiner Erinnerung verschollene Meran schlafen. Und träumte dann offensichtlich von den alten Urlauben in Meran, mit samt Großeltern. Denn als meine Frau mich wegen ratternder Gasleitungen oder sonst etwas weckte und ich senkrecht im Bett stand, da fiel mir auf, dass ich den Traum komplett parat hatte. So real, als sei ich eben noch wirklich in Meran gewesen. Mit einer solchen Intensität hatte ich noch nie eine Traumerinnerung gehabt, es wirkte völlig real. Wahrscheinlich wegen des plötzlichen Herausgerissen-werdens. Kennen Sie die Situation? Eben noch glaubt man die Traumerinnerung komplett zu haben und im nächsten Moment ist sie schon wieder verschwunden. Das soll daher kommen, dass Träume vom Unterbewusstsein produziert werden. Übrigens eine Art Aufräummechanismus der etwa der "Garbage Collection" in Computerbetriebssystemen oder der Laufzeitumgebung eines Programms gleicht, etwa wenn nicht mehr benötigte Speicherbereiche frei gegeben werden. Weil aber nun unser Verstand davon logisch getrennt ist, versackt die Erinnerung wieder blitzschnell. Da hilft die manuelle Technik des "Stück-für-Stück Durchgehens" des Traumes, so als würde man ihn nacherzählen wollen. Habe ich mal - sicher in einer Frauenzeitschrift beim Frisör - gelesen und es funktioniert wirklich. Also "speicherte" ich den Traum schnell ab und war verblüfft. Eben noch waren wir in der Traumwelt beim "Italiener" Essen gewesen. Wo auch sonst im Meran der frühen 70er? "Wir" waren also meine Großeltern und ich. Ich - der im Traum gar nicht so klein wirkte - hatte Gulasch mit Spagetti. Lecker! Dann sind wir wieder aufs Hotelzimmer - sogar die Straße und das Treppenhaus vom Hotel sah ich recht klar vor mir und Großmutter und ich warteten im Zimmer auf meinen Großvater, der Einkaufen war. Er kam auch kurze Zeit später zur Tür rein und stellte eine Flasche Rotwein auf den Tisch. Mit so einem typisch gedrehten Hals, wie sie manche Touristenflaschen haben. Er zeigte auf die Flasche und sagte "Meraner Bier!". Alle lachten und im Traume war der Witz wesentlich komischer als jetzt beim Nacherzählen. Gut, der Humor meines Großvaters soll nicht so der beste gewesen sein. Sagt jedenfalls sein Schwiegersohn ergo mein Vater. Aber lassen wir das. Mich wunderte wie real das Erlebnis war, so als sei ich eben im Nebenzimmer noch mit den Großeltern - die seit den 70ern bzw. 80ern verstorben sind) zusammen gewesen. Schon ein ungewöhnliches Erlebnis. Dieses Abspielen eines alten "Urlaubsfilms" fand ich jedenfalls sehr beeindruckend. Schon erstaunlich, was man möglicherweise aus der frühen Kindheit noch im Gedächtnis abgespeichert hat, was aber dem Verstand normalerweise nicht zugänglich ist. Wie dem auch sei, ich musste daran denken, dass auch die Urlaube mit einer Tante (mit Namen Grete), mit der ich damals viel Zeit verbracht hatte - auch in Meran - ebenfalls aus dem Gedächtnis verschwunden waren. Und so murmelte ich ein nicht ernst gemeintes "Tante Grete.... melde dich doch mal als nächstes" noch halb schlaftrunken, während ich noch den grausamen Kontrast der Realität einer Taipei-Schlichthauswohnung mit der des malerischen Merans der 70er Jahre verkraftete.
Nun kommt das dicke Ende. Zwei Tage später rief meine Mutter an und erwähnte beiläufig, mein Vater habe im Keller (wo er allerdings immer viel rumsucht) das Tagebuch von "Tante Grete" gefunden. "Sie hat alles detailliert aufgeschrieben, auch deine Urlaube mit ihr in Meran", sagte meine Mutter. Mir wäre fast der Telefonhörer aus der Hand gefallen. Gesehen habe ich die Tagebücher noch nicht - werde sie mir bei der nächsten Deutschlandreise zu Gemüte führen. Aber prompter kann man eine Bestellung kaum erfüllen, oder? Kein Mensch wusste übrigens, dass Tante Grete Tagebuch geführt hat und wir haben -eigentlich- auch so gut wie kein Zeug von ihr im Keller.
Seither bin ich trotz des gerade von unserem Mobiltelefonprovider in Taipei erfolgten Umstiegs von "3G" auf "4G" viel mehr beeindruckt von der "1G"-Leitung, die ich da scheinbar ins Jenseits hatte für eine kurze Zeit. Weitere Versuche mit 1G sind allerdings bislang gescheitert. Sehr zuverlässig ist die Leitung wohl nicht ;-)
Ja ja, schon klar, war alles nur ein Zufall.
Die erste von zwei kleinen Geistergeschichten, passend zum Ghostmonth, der jetzt hier ausbricht. Aber 100% wahr - und schon vor ein paar Monaten passiert.
Dieses Blog durchsuchen
Posts mit dem Label Geister werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geister werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, September 04, 2015
Freitag, März 29, 2013
Machen wir mal was Verbotenes
Pssst. Meine Frau ist gerade beschäftigt und sieht nicht hin. Machen wir doch schnell mal was Verbotenes. Wie wäre es mit einer Exkurison auf verbotenes Territorium? Begleiten Sie mich doch einfach mal kurz.
Diskret schleichen wir davon hier in der Dorfidylle (oder wie auch immer man graue Schlichtbauten und Wellblech nennt) hier auf dem Lande im Landkreis Taoyuan, irgendwo bei Dashi, das man neuerdings auch Daxi schreiben darf (oder irgendwie anders). "Taxi" wäre auch hübsch. Man spricht es zwar etwa "Dahschi", aber Danshui (etwa Danschwej gespr.) schreibt man neurdings ja auch "Tamsui" in der Romanisierung.
Hier sitzt meine Frau nämlich beschäftigt bei den beiden Frisördamen in einem dieser Reihenhäuser, die hier von hinten zu sehen sind.
Wo steht denn nur das Auto? Ach hier. Sie sehen es immer noch nicht? Ja gut, die braune Farbe sieht man schlecht. Genau, da isser. Hinter Ihnen. Ja ja ich weiß, SUV. Mit meinen 150 PS brenne ich ein Loch in die Ozonschicht während Ihr BMW mit 300 PS viel ökologischer ist, weil eben kein SUV. Schon klar, schon klar. Aber jetzt einsteigen bitte.
Nein, einen Hybrid will ich auch nicht. Wie hier die Feinstaubwerte sind? Herrjeh mineh, wenn man schon mal mit einem Deutschen rumfährt. Feinstaub gibt es nicht, der ist erst erfunden worden, nachdem ich 2004 aus Deutschland weg bin und ich ignoriere alles, was später erfunden wurde. Inklusive Asperger. Hat ja heute jeder seit es modern ist. Ihr Cousin auch? Oh.... war nicht so gemeint.
Wo wir hinfahren? Das sehen Sie gleich. Lassen wir es noch geheim bleiben einen Moment. Verdammt, jetzt haben sie da ein Haus hingebaut, wo ich früher immer mit den Hunden spazieren gegangen bin. Never mind, fahren wir weiter.
Machen wir kurz halt an einem Seven-Eleven-Kioskmarkt und holen uns ein paar getrocknete Mangos aus den Philippinen. Sehens, das Hello-Kitty-Zeug gab es gratis dazu. Traditionell-Chinesisch mit Hello-Kitty, wir müssen in Taiwan sein.
Warum wir hier diese Bruchbude anfahren? Watt? Ob das ein Slum ist für arme Fabrikarbeiter? Herrjehmineh, die armen Fabrikarbeiter gibt es in China, hier ist aber die Republik China. Nein, hier wohnt niemand. Das ist einfach eine Baracke vom alten Wasserwerk. Wir gehen jetzt den Weg hier runter....
Watt das für eine Pflanze ist? Äh.... Hulahobhibiskus Müllnensis. So... jetzt aber weiter...
Hier geht es rein. Sehen Sie, der Müll, den die Taiwaner sehr gerne ins Grüne schmeißen, geht nur bis an den Eingang, dahinter ist alles sauber. Weil sich hier keiner reintraut.
Warum nicht? Giftmüll? Landminen? Drogenbanden kontrollieren das Gebiet? Mann, Sie sehen einfach zu viel RTL, das muss ich sagen. Ein Friedhof ist das hier! Und der ist verboten, es sei denn man hat hier klar definierte Besuche zu absolvieren... weil einem sonst die Toten als Geister nach Hause folgen. Ist doch klar. Insbesondere Fotos sind hier verboten. Also nicht richtig verboten, aber irgendwie unerwünscht.
KLICK. Wie? Was ich gerade auch Chinesisch gestammelt habe? Äh.... um Entschuldigung für ein Foto gebeten. Wir wollen ja nicht unhöflich sein.
Die Häuschen sind also Totenhäuser. Wo die Urne drin ist. Gibt kleine und große und ganz große.
Hier ist es sauber und ruhig. Keine Autos, kein Müll. Ganz anders als draußen. Und keine Taiwaner, he he he... Räusper. Was ich gerade gesagt habe? Ach nichts.
Nanu.... Waren Sie das eben? Hat sich da nicht irgendwas bewegt hinter der Mauer da? Ach so. Nur der Wind. Nun lachen Sie doch nicht so. Ist schließlich ein Friedhof hier.
Hier ist alles begrünt und idyllisch, während draußen die Zweckmäßigkeit vorgeht. Hier gibt es keine Mopeds und keine Betoneinöde. Und hier hat mal viel mehr Platz als bei den Lebenden. Ja, die Toten wohnen in Taiwan am schönsten, sagt man.
Watt das hier bedeutet? Äh.... tja... irgendwas wird es schon bedeuten. Da hat doch wieder was gekraspelt hinter dem Stein. (Ludigel flüstert wieder auf Chinesisch). Wie hieß doch Fotoapparat gleich auf Chinesisch? Xiaoshiangji oder irgendwie so.
So idyllisch würde man sich das Taiwan draußen wünschen. Viel Platz und Grün. He.... wenn Sie noch einmal "Buh" sagen während ich knipse werde ich ernstlich....
Was meine Frau sagen würde, wenn sie wüsste das ich hier bin? Oh lieber Herrgott Nummer 312, das gebe einen Ärger. Müssten wahrscheinlich zum Tempel hin um magische Zettel zur Geistervertreibung zu erhalten. Diese gelben Dinger die kostenpflichtig beschriftet werden.
Jau.... wirklich hübsch hier. Wenn es nur nicht immer im Gebüsch knistern würde.
Ich meine, so Westler-freundlich wie die Taiwaner zu Lebzeiten sind, werden sie jetzt ja wohl auch nichts gegen unseren Besuch haben. Wie? Warum ich Sie gerade auf die Schulter getippt habe? Nein, ich war das nicht!
Ja... langsam sollten wir wieder los...
Sind wir nicht eben hier schon vorbei gekommen? Never mind...
Ja, wenn man das lesen könnte....
...
Hier sind wir aber eben schon vorbei gekommen, oder? Sieht alles so gleich aus...
Ah.... hier ist wieder das zentrale Häuschen am Platz....
So.... da links geht's raus. Einschlechtes Gewissen hat man ja doch irgendwie.
Huch? Hier war doch eben noch der Eingang....?
Sieht so anders aus plötzlich? Ob das wohl Mini-Totenhäuser sind?
Wir hätten Brotkrumen ausstreuen sollen...
...
Ah..... hier sind wir wieder. Gerade noch mal gut gegangen.
Und hinterher erst mal ins Roadies auf einen Burger und einen Long Island Tea. Bestellen wir drei Burger, für den Fall, dass jemand mitgekommen ist.
Diskret schleichen wir davon hier in der Dorfidylle (oder wie auch immer man graue Schlichtbauten und Wellblech nennt) hier auf dem Lande im Landkreis Taoyuan, irgendwo bei Dashi, das man neuerdings auch Daxi schreiben darf (oder irgendwie anders). "Taxi" wäre auch hübsch. Man spricht es zwar etwa "Dahschi", aber Danshui (etwa Danschwej gespr.) schreibt man neurdings ja auch "Tamsui" in der Romanisierung.
Hier sitzt meine Frau nämlich beschäftigt bei den beiden Frisördamen in einem dieser Reihenhäuser, die hier von hinten zu sehen sind.
Wo steht denn nur das Auto? Ach hier. Sie sehen es immer noch nicht? Ja gut, die braune Farbe sieht man schlecht. Genau, da isser. Hinter Ihnen. Ja ja ich weiß, SUV. Mit meinen 150 PS brenne ich ein Loch in die Ozonschicht während Ihr BMW mit 300 PS viel ökologischer ist, weil eben kein SUV. Schon klar, schon klar. Aber jetzt einsteigen bitte.
Nein, einen Hybrid will ich auch nicht. Wie hier die Feinstaubwerte sind? Herrjeh mineh, wenn man schon mal mit einem Deutschen rumfährt. Feinstaub gibt es nicht, der ist erst erfunden worden, nachdem ich 2004 aus Deutschland weg bin und ich ignoriere alles, was später erfunden wurde. Inklusive Asperger. Hat ja heute jeder seit es modern ist. Ihr Cousin auch? Oh.... war nicht so gemeint.
Wo wir hinfahren? Das sehen Sie gleich. Lassen wir es noch geheim bleiben einen Moment. Verdammt, jetzt haben sie da ein Haus hingebaut, wo ich früher immer mit den Hunden spazieren gegangen bin. Never mind, fahren wir weiter.
Machen wir kurz halt an einem Seven-Eleven-Kioskmarkt und holen uns ein paar getrocknete Mangos aus den Philippinen. Sehens, das Hello-Kitty-Zeug gab es gratis dazu. Traditionell-Chinesisch mit Hello-Kitty, wir müssen in Taiwan sein. Warum wir hier diese Bruchbude anfahren? Watt? Ob das ein Slum ist für arme Fabrikarbeiter? Herrjehmineh, die armen Fabrikarbeiter gibt es in China, hier ist aber die Republik China. Nein, hier wohnt niemand. Das ist einfach eine Baracke vom alten Wasserwerk. Wir gehen jetzt den Weg hier runter....
Watt das für eine Pflanze ist? Äh.... Hulahobhibiskus Müllnensis. So... jetzt aber weiter...
Hier geht es rein. Sehen Sie, der Müll, den die Taiwaner sehr gerne ins Grüne schmeißen, geht nur bis an den Eingang, dahinter ist alles sauber. Weil sich hier keiner reintraut.
Warum nicht? Giftmüll? Landminen? Drogenbanden kontrollieren das Gebiet? Mann, Sie sehen einfach zu viel RTL, das muss ich sagen. Ein Friedhof ist das hier! Und der ist verboten, es sei denn man hat hier klar definierte Besuche zu absolvieren... weil einem sonst die Toten als Geister nach Hause folgen. Ist doch klar. Insbesondere Fotos sind hier verboten. Also nicht richtig verboten, aber irgendwie unerwünscht.
KLICK. Wie? Was ich gerade auch Chinesisch gestammelt habe? Äh.... um Entschuldigung für ein Foto gebeten. Wir wollen ja nicht unhöflich sein.
Die Häuschen sind also Totenhäuser. Wo die Urne drin ist. Gibt kleine und große und ganz große.
Hier ist es sauber und ruhig. Keine Autos, kein Müll. Ganz anders als draußen. Und keine Taiwaner, he he he... Räusper. Was ich gerade gesagt habe? Ach nichts.
Nanu.... Waren Sie das eben? Hat sich da nicht irgendwas bewegt hinter der Mauer da? Ach so. Nur der Wind. Nun lachen Sie doch nicht so. Ist schließlich ein Friedhof hier.
Hier ist alles begrünt und idyllisch, während draußen die Zweckmäßigkeit vorgeht. Hier gibt es keine Mopeds und keine Betoneinöde. Und hier hat mal viel mehr Platz als bei den Lebenden. Ja, die Toten wohnen in Taiwan am schönsten, sagt man.
Watt das hier bedeutet? Äh.... tja... irgendwas wird es schon bedeuten. Da hat doch wieder was gekraspelt hinter dem Stein. (Ludigel flüstert wieder auf Chinesisch). Wie hieß doch Fotoapparat gleich auf Chinesisch? Xiaoshiangji oder irgendwie so.
So idyllisch würde man sich das Taiwan draußen wünschen. Viel Platz und Grün. He.... wenn Sie noch einmal "Buh" sagen während ich knipse werde ich ernstlich....
Was meine Frau sagen würde, wenn sie wüsste das ich hier bin? Oh lieber Herrgott Nummer 312, das gebe einen Ärger. Müssten wahrscheinlich zum Tempel hin um magische Zettel zur Geistervertreibung zu erhalten. Diese gelben Dinger die kostenpflichtig beschriftet werden.
Jau.... wirklich hübsch hier. Wenn es nur nicht immer im Gebüsch knistern würde.
Ich meine, so Westler-freundlich wie die Taiwaner zu Lebzeiten sind, werden sie jetzt ja wohl auch nichts gegen unseren Besuch haben. Wie? Warum ich Sie gerade auf die Schulter getippt habe? Nein, ich war das nicht!
Ja... langsam sollten wir wieder los...
Sind wir nicht eben hier schon vorbei gekommen? Never mind...
Ja, wenn man das lesen könnte....
...
Hier sind wir aber eben schon vorbei gekommen, oder? Sieht alles so gleich aus...
Ah.... hier ist wieder das zentrale Häuschen am Platz....
So.... da links geht's raus. Einschlechtes Gewissen hat man ja doch irgendwie.
Huch? Hier war doch eben noch der Eingang....?
Sieht so anders aus plötzlich? Ob das wohl Mini-Totenhäuser sind?
Wir hätten Brotkrumen ausstreuen sollen...
...
Ah..... hier sind wir wieder. Gerade noch mal gut gegangen.
Und hinterher erst mal ins Roadies auf einen Burger und einen Long Island Tea. Bestellen wir drei Burger, für den Fall, dass jemand mitgekommen ist.
Montag, Mai 02, 2011
Schwiegermutter gibt Geisteralarm!
Der Vater einer Kollegin ist verstorben. Hier in Taiwan wünscht man nicht nur Beileid, sondern hält dann allerdings auch Abstand zu den Hinterbliebenen für drei Monate. Damit sich das Unglück, vielleicht auch in Form eines ruhelosen Geistes, nicht überträgt. Schwiegermutter ermahnte uns gerade noch mal von der Bekannten, die hier wie alle anderen auch Kekse im Büro verteilt, keine Leckereien anzunehmen respektive diese weiter zu verschenkn. Denn mit dem süßen Backwerk könnte sich das Unglück übertragen, sagt die weise Schwiegermutter.
Bei 5000 Jahren Kultur kann sie nicht daneben liegen, klarer Fall! Seufz.
Nur mal als kleine Anekdote aus dem Alltag, es ist das Taiwan, welches sich sonst tunlichst vor dem ausländischen Besucher verbirgt, denn gerne gibt sich Taiwan als das moderne durchcomputerisierte Land, das es ja auch ist. Nur existiert das alte China (dessen Kultur Taiwan entstammt) parallel dazu.
Bei 5000 Jahren Kultur kann sie nicht daneben liegen, klarer Fall! Seufz.
Altes China lebendig im modernen Taiwan
Nur mal als kleine Anekdote aus dem Alltag, es ist das Taiwan, welches sich sonst tunlichst vor dem ausländischen Besucher verbirgt, denn gerne gibt sich Taiwan als das moderne durchcomputerisierte Land, das es ja auch ist. Nur existiert das alte China (dessen Kultur Taiwan entstammt) parallel dazu.
Hier ein Suchbild mit Taipei 101, vormals höchstes Haus der Welt.Wer findet das Hochhaus im Bild? Nein, es gibt keinen Gratisexorzismus zu gewinnen.
Abonnieren
Posts (Atom)
































