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Dienstag, November 13, 2012

Leider hatte Taiwan weniger Glück...

Es fällt mir immer wieder auf, bei jedem (fiktiven) Zombieangriff auf der Welt wird, wann immer China erwähnt wird, Taiwan von den Autoren fast routinemäßig zerstört. Sie widmen Taiwan nicht mal Aufmerksamkeit, es ist so ein must-have-Ding, das man so nebenbei macht. Im fiktiven World-War-Z schmeißt der Autor die taiwanische Geschichte durcheinander und sieht die US-Flotte kurioserweise im japanisch-kaiserlichen Taiwan von 1901 stationiert (http://bobhonest.blogspot.tw/2010/12/1901-zombieangriff-in-taiwan.html) und geht dann später dazu über, eine chinesische Invasion des zombiegeplagten Chinas nach Taiwan durchzuführen in seinem Buch.
Ich selber bin ja genauso, meine kleine Zombie-Glosse "The Teaching Dead" (http://bobhonest.blogspot.tw/2009/07/klub-der-toten-lehrer-teaching-dead.html) verläuft ja auch nicht anders. Gestern Abend wieder, ich lese J.L. Bournes "Day-By-Day Argmageddon" Teil 2 und bin fast durch mit dem von einem US-Offizier geschriebenen Buch, da kommt es. "Wir machen eine Expedition nach China um die Ursache der Zombieepedemie festzustellen", sagt der Oberkommandierende am Schluss. Und führt aus, das Expeditionskommando werde es einfacher haben, schließlich hätten die Chinesen im Gegensatz zu den USA keine Atomwaffen gegen zombieverseuchte Großstädte eingesetzt. Ich atme auf, denke, jetzt hat es Taiwan endlich mal geschafft.

http://www.randomhouse.de/Autor/J.L._Bourne/p387672.rhd

Ansonsten liest sich der zweite Teil vom Bournes Zombiesaga etwas zäh. Spätestens dann wenn ein High-Tech-Waffenladen komplett vom Himmel fällt, buchstäblich, und den Protagonisten in einen allmächtigen Superkämpfer mit Fernlenkwaffen verwandelt. Eigentlich so eine Grundregel beim Geschichtenerzählen, dass man die Hauptfigur nicht allmächtig macht, weil es sonst etwas langweilig wird. 
Am Schluss passiert es doch noch. "Doch leider hatte Taiwan weniger Glück.", heißt es da. Ja klar, denke ich, das musste jetzt auf den letzten drei Seiten wieder sein. "Taiwan ist nur noch eine strahlenverseuchte Wüste, das haben sie sofort...". Say no more, say no more.

F....you

 Nachts im Stadtpark. Keine Untoten schleichen umher, nur der Ludigel mit der Kamera.

Freitag, Juli 22, 2011

Stocksteifer Einheimischer auf Parkplatz

Das die Götter ungerecht sind, kann ich ganz einfach demonstrieren. Halb Taipei besteht aus miniberockten jungen Damen in den 20ern, wenn auch meist nicht so leicht bekleidet wie das Messemodel im Bild unten, doch wer steht heute Morgen stocksteif auf meinem Parkplatz herum, als ich gerade wegfahren will? Eine Endzwanzigerin mit hohen Absätzen? Nein falsch, der "Nudelmann" (http://bobhonest.blogspot.com/2011/07/nudelmann-im-fernsehen.html)  von Gegenüber. Unter all den Taiwanern hier (und wenn sie mir so weiter auf den Geist gehen nenne ich sie bald wieder "Taiwanesen") - warum, lieber Herrgott ausgerechnet er?


Ja wenn ich mir aussuchen könnte, welcher Einheimische morgens zur Salzsäure erstarrt auf meinem Parkplatz herumsteht, dann....

Und nicht nur heute Morgen. Er macht das schon die ganze Woche. Ich hatte ihn nur anfangs gar nicht erkannt, denn wenn er da so bewegungslos herumsteht sind irgendwie auch seine Gesichtszüge entgleist. Wenn man ganz genau hinsieht, bewegt er sich tatsächlich etwas, aber mit vor dem Körper befindlichen Pranken im Ultra-Zeitlupentempo. Sicher irgend so ein fernöstlicher Tai-Chi Mumbo-Jambo. Als Kampftechnik natürlich nicht schlecht, er wäre garantiert am Ende der letzte auf dem Schlachtfeld. Zumindest, wenn er ein Oberhemd in Wandfarbe anhätte. Kann man glatt übersehen den Kerl.
Magisches Ritual zur Erlangung des von ihm begehrten Parkplatzes von Ludigels Schwiegermutter? Heute Morgen war er noch nicht da, kam dann aber rüber gelaufen als ich ins Auto stieg und erstarrte dann prompt hinter meinem Auto zur Salzsäule. Na besser als vor dem Auto, sonst wäre das Wegfahren schwierig geworden. Als ich einstieg, brabbelte er sich irgendwas in den nicht vorhandenen Bart - irgendwie unpassend zur Rolle als Litfaßsäule. Ob es an mich gerichtet war oder an Taoistische Gottheiten, ich weiß es nicht. Bleibt sich im Endergebnis aber auch gleich.

Die oben wäre mir viel lieber. Wenn sie sich gar nicht mehr bewegen würde, könnte man sie mitnehmen und zu Hause als dekorativen Lampenständer verwenden oder dergleichen.
Lampenfans können das Bild durch zweimaligen Linksklick im Firefox vergrößern.