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Donnerstag, Juni 30, 2022

Goldesel doch kein Goldesel

 Meine Frau und ihre Finanzbots, die uns an den Börsen vollautomatischen Reichtum bescheren sollen...

Denke ich an die letzten Jahre, dann denke ich immer wieder an irgendwelche Bots, die meine Frau und ihr langjähriger Kumpel Will [Name von der Redaktion geändert] programmiert haben. Bots oder Roboter kann man ja auf unseriösen Webseiten finden und sie sollen einem automatisch Geld an den Börsen verdienen. Was nie funktioniert.

Nun haben Will und meine Frau den Sourcecode eines solchen Bots genommen und an ihm herumgebastelt, bist sie immer mal wieder der Meinung sind, eine Wundermaschine erzeugt zu haben. Benutzt wird die MT4 oder die MT5-Schnittstelle, zu der es auch eine eigene Programmiersprache gibt. Dann braucht man noch ein Konto bei einem Trader. Das sind oft von Russen oder Chinesen betriebene Institute. Die russischen meist in England beheimatet. Auch die MT-Schnittstellen sind von einem Russen geschaffen.

Die Idee ist, dass das Programm ahnen kann, welcher Kurs steigt oder fällt und entsprechend mit Aktien, Devisen, Optionen oder solchen Dingen Geld verdient. Vorsicht ist angebracht. Viele der Trader sind betrügerisch (ich habe doch Russen erwähnt, oder?) und die Bots, die man im Inet (meist von Russen) fertig mieten kann, haben sowieso nur den Verdienst des Inhabers im Sinn. Aber es soll einige Trader geben, die ehrlich sind (sarkastische Bemerkung hier bitte einfügen).

Nach sieben Jahren Arbeit haben Will und Frau nun einen Bot fertig, den sie mit zwei als seriös geltenden Instituten verbunden haben. Und prompt schienen wir ausgesorgt zu haben. Denn die Maschinchen produzierten bei beiden Tradern satte 3 Prozent Zinsen. Im Monat!

Also wurde flugs der erste Bot, nach Monaten einwandfreiem Laufs mit geringen Summen aufgestockt. So dass er am Schluss 2000 US-Dollar Kapital hatte, was er auch fleißig vermehrt hat. Klingt gut soweit, oder?

Beim 2. Trader lief noch alles mit Minisummen. Schon bald wollten Frau und Will, die sich allen Ertrag teilen, auch dort größere Beträge parken und meine Frau sprach schon vom Aufgeben unserer Jobs.

Da... erreichte Bot Nummer 1 bei dem englischen Russkie-Trader einen Kontostand von 3000 US-Dollar.

Na ja, da konnte der Trader nicht mehr an sich halten. So viel Geld! Und es gehört dem Kunden! Das geht doch "njicht". Ergo erhöhte der Trader einfach mal den Aktienpreis eines Papiers von 100 auf 500 US-Dollar, ignorierte die Einstellungen für den max. Kaufpreis und so kaufte unser Bot munter für fiktive 500 USD. Die ganze Zeit über zeigte der zweite Trader (mit dem Minikonto) noch 100 USD. Schwupps war es, wie es sein sollte und die 3000 USD gehörten der englischen Russenbank und nicht mehr uns. Frau hat jetzt alle Konten aufgelöst und gibt zu, dass das alles doch nicht funktioniert.

Sie war nicht unbedingt glücklicher, als ich sagte, dass ich mir den Mist auch schon mal eine Woche lang angesehen habe und alles sofort als russisch... äh... ich meine unseriös eingestuft habe. Und die Finger davon gelassen habe.

Russische Finanzbetrüger sollte man politisch korrekt ja sowieso nicht wahrnehmen derzeit, auch wenn es englische Firmen sind. Und wer jetzt denkt, ich hätte mich groß aufgeregt... Bei so geringen Summen kriege ich kaum höheren Blutdruck. Da bin ich von meiner Frau ganz anderes gewohnt. 

Ach ja, bei einem taiwanischen Trader hat sie noch so ein Ding laufen. Aber ich denke, sowie da ein bestimmter Kontostand erreicht ist, kann auch ein Formosa-Trader nicht mehr an sich halten und bucht alles über den kleinen "Slippage"-Trick auf sein eigenes Konto um.

Geht bestimmt auch ohne Russen. Na ja, viel ist da nicht drauf. Vielleicht bleiben wir im grünen Bereich. Ehrlich sind Menschen eben immer nur bis zu einem gewissen Limit.

FAZIT: Große Leistung von Frau und Programmierpartner, so etwas wirklich funktionierendes zu schaffen in jahrelanger Arbeit. Leider alles für die Katz wegen Gauner-Tradern. Und andere gibt es wohl nicht in dem Bereich.


Montag, August 16, 2010

Putzroboter, Putzfrau...

Kaum schreibe ich hämisch über unsere stillgelegten Putzroboter, die ebenso viel Ärger gemacht haben wie sie genutzt haben, da lässt sich die Putzfrau, die mittlerweile die Roboter abgelöst hat, auch etwas einfallen. Oben in der Waschküche hat sie jetzt zweimal den Abwasserschlauch von der Waschmaschine abgezogen, der eigentlich recht fest in einem extra dafür vorhandenen Loch im Boden steckte. Kaum ist die Putzfrau weg, macht man die Waschmaschine an und ... darf dann aufwischen, wenn man einen See aus Fusseln und Dreck auf dem Boden hat.


Kaputter Roboter, Gummibärchen. Besteht nicht wirklich ein Zusammenhang.


Unser Angebot, den grünen Tee mit trinken zu können, führte dazu, dass sie sich eine neue 2-Liter-Flasche unter den Arm klemmt, ein paar Schluck aus der Flasche ab trinkt und dann die fast volle Flasche mit nach Hause nimmt. Hier heißt es "wehret den Anfängen", unsere Nachbarin hatte sich zum Schluss ja angewöhnt, uns im Urlaub das Wasser abzuzapfen und sich bei allem zu bedienen, was nicht niet und Nagelfest im Garten war, bis hin zur Armbanduhr.
Also gibt es ab sofort nichts mehr zu trinken für die putzende Dame. Sacht min Fru, die ist da viel gnadenloser. Ich selbst bin ja bei älteren Damen viel kulanter; angefangen hat diese Nachsicht bei abendlichen Grimms Märchen Vorlesungen, man weiß ja nie.

Wasser gibt es noch und eine Lunchbox zu Mittag kaufen wir ihr auch, aber Wasser will sie nicht. So überhitzte sie dann sehr viel schlimmer als die Roboter es jemals gemacht haben (die wurden eigentlich nie heiß) und fing auch noch an äußert streng zu riechen. Ihr merkwürdiger Geruch ist mir sowieso schon zu Anfang aufgefallen, irgendein Parfum aus altem Fisch oder irgendwas in der Art, aber bei der Hitze wird es unerträglich. Da ist am Ende das Haus sauber, aber die Geruchswolke kriegt man nicht wieder raus.

Am Ende wäre selber Putzen vielleicht doch besser, aber dann hat man andererseits nichts zu meckern ;-)

Ansonsten ist bourgeoises über-die-Putzfrau-meckern sicher ein untrügliches Zeichen, dass es einem viel zu gut geht und bevor einen die Götter, hier reichlich vorhanden, wegen Hochmuts strafen, ist man besser still und legt sich zum taiwantypischen Büromittagsschlaf; gleich ist wieder Licht-aus. Hmmmm... irgendwas müffelt hier ... wer isst wieder Fisch von den Kollegen....

P.S.: Eine Heizung braucht man also zur Zeit nicht in Taiwan.

Donnerstag, August 12, 2010

Roboter pensioniert

Mein Haushalt ist ein hyperfortschrittlicher, in anderen Haushalten hat die Robotik noch nicht einmal Einzug gehalten, bei mir hingegen ist sie schon wieder vorbei.

Hier eine Kurzzusammenfassung der Erfahrungen mit den pensionierten Putzrobotern in Bildern...


Im Mai 2007 trat dieser iRobot ROOMBA Discovery in unser Leben. Das "Discovery" im Namen sollte bedeuten, dass ein kleines blaues Lichtlein in dem personenwaagengroßen Gerät aufleuchten sollte, wenn er irgendwo besonders viel Dreck fand und er dann einen Umweg fahren sollte, um den Dreck aufzunehmen. Das Heck ist abnehmbar zwecks Staubentsorgung und bei leerer Batterie fährt er automatisch eine Ladestation an.

750 Euro sollte er in Deutschland und umgerechnet auch in Taiwan kosten, wir hatten ihn hier vom Grauimport für die Hälfte, was etwa dem US-Preis entsprach. Alle drei Monate war er im Schnitt kaputt, mal Ladeplatine im Innern durchgebrannt, dann mechanische Probleme als Folge davon, dass er einmal einen freiwilligen Sprung den Treppenabsatz herunter gemacht hat, anstatt brav sensorgesteuert davor zu stoppen. "Dr. Fu Man Shus fliegende Todesscheibe" habe ich hin danach genannt, denn es macht schon Aufsehen, wenn ein Plastiksauger heulend durch das Treppenhaus fliegt und dann krachend und scheppernd auf den Fliesen aufschlägt. Im April 2009 haben wir ihn dann durch seinen Nachfolger ersetzt, zu diesem Zeitpunkt hatte er nur noch unsinnige Fahrmanöver ohne Reinigungseffekt durchgeführt.

Qualitätsnote mangelhaft, weil oft kaputt.
Reinigungsnote ausreichend. Er bläst den Schmutz in die Zimmerecken, die er nicht reinigen kann und steckt oft irgendwo unter Sofas fest.
Spaßfaktor: ausreichend, kaputt macht eben keinen Spaß.

Nur auf Fliesen getestet!



Der Nachfolger, der einen sehr viel filigranen Hauptschalter hat (grün) kostete auch offiziell in Taiwan nur unter 300 Euro umgerechnet, ist das kleinere Modell offiziell ohne Dreckerkennungsfunktion, d.h. er soll nur systematisch den Raum abfahren. Tatsächlich hatte auch er die Discoveryfunktion, sie funktionierte viel öfter als beim teureren "Discovery"-Modell, blaue Leuchte an und Dreck anfahren.
Nach etwa drei Monaten musste man den Hauptschalter mehrfach drücken, damit er ging. Wir hatten dann nach einem halben Jahr schließlich die Fingerübung 50x oder so drücken zu müssen und haben das auf Garantie beseitigen lassen. Gerät funktionierte danach störungsfrei. Allerdings ist die Saugleistung bei dem Roten geringer als beim alten Weißen oben, man muss hier oft den Staubfilter ausklopfen.

Qualitätsnote ausreichend. Nur einmal kaputt.
Reinigungsnote ausreichend. Siehe oben
Spaßfaktor: befriedigend. Netter Spaß, wenn der Hauptschalter ging.


Im April 2007 angeschafft der wasserwischende Bruder "Scooba", der Böden wischt. Funktionierte etwa 18 Monate störungsfrei, auch wenn er manchmal sehr viel Wasser stehen ließ, statt es wieder aufzusaugen, das man dann wegwischen musste. Dann war er wohl so verkalkt, dass er immer auf einem Wassersee stand, den er nicht wieder aufgesaugt bekam und entsprechend kaum noch von der Stelle kam. Von selbst löste sich ein Teil des Kalks beim x-ten Durchspülen, dann ging es wieder besser. Trotzdem war er nach 3 Jahren mechanisch ziemlich im Eimer, stand nur noch im Zimmer und heulte.

Qualitätsnote befriedigend. Zwei Jahre durchgehalten.
Reinigungsnote ausreichend. Macht keine Ecken sauber, man muss Pfützen oft wegwischen
Spaßfaktor: befriedigend.

Irgendeinen wieder kaufen? Nur um Haustiere zu ärgern.

Alles rein persönliche Bewertung, nur auf Heimeinsatz bei uns und unsere Exemplare bezogen.


LINKS

Ältere Artikel z.B.

http://bobhonest.blogspot.com/2009/04/new-robot-in-town.html

http://bobhonest.blogspot.com/2008/02/dr-fu-man-shus-flying-disk-of-death.html

http://bobhonest.blogspot.com/2007/08/robot-war-over.html

Dienstag, April 06, 2010

Putzkolonne des Grauens

Es gibt irgendeinen Spielfilm, ich glaube das war "Tote tragen keine Karos", wo der Hauptdarsteller immer jemanden erwürgen will, wenn er das Wort "Putzfrau" hört. Steve Martin spielt die Rolle und ich kann es ihm jetzt wirklich nachsehen.
Unsere Putzroboter der Marke iRobot putzen ja nie die Ecken und schon garnicht die Fenster, sondern nur den Boden und so lag die Idee nahe, die beiden Maschinen durch biologische Putzkräfte zu ersetzen. Jedoch ist das ein mutiges Unterfangen, weil die angeheuerten Putzleute ohne auch nur ein Megabyte Arbeitsspeicher aufkreuzen. Zuerst hatten wir zwei Damen die gleich zwei propere Kinder um die sieben Jahre mitbrachten. Beide Putzdamen zeigten völliges Desinteresse was ihre beiden Sprösslinge denn so treiben, z.B. Figuren auf dem Schrank auseinander schrauben, in meiner Aktentasche rumwühlen und gucken wie das Notebook funktioniert. Alles nicht so schlimm, aber wie soll das da klappen, wenn die Putzen im dritten Stock sind und die Kinder im Erdgeschoss und Messer und Insektengift im Schrank finden?

Angeheuert haben wir jetzt eine ältere Dame und ihren Sprössling, der immerhin schon ein Teenager war. Alles schien sauber und rein, allerdings hat der Bengel lange Zeit meine Balkontür aufgelassen, das sah ich, als ich in mein Zimmer kam und er unten beim Essen saß. Resultat: Mücken, Mücken, Mücken, denn wozu hat man wohl die Fliegengitter vor den Fenstern? Außerdem haben die beiden Vollpfosten unser Waschmaschinenpulver zur Reinigung verwendet, was den komischen Nebeneffekt hat, dass das ganze Haus extrem nach Seifenpulver riecht und man irgendwann nur noch Seifenpulver schmeckt, egal was man isst. Außerdem stellte ich die Nacht fest, dass ich schließlich Hustenreiz, Heiserkeit und sogar Atemnot vom Dauerweichspülerduft bekam. Und dazu noch das bsssssssss der Mücken.

Ich sehne mich nach den Robotern zurück. Heute Abend nehme ich mir Wischmob und Wassereimer und gucke mal, ob ich die Waschmittelchemie von den Fliesen wieder runterkriege und die verdammten Mücken erlegen kann. Und der Oberhorror: Samstag kommen Pat und Patterchon schon wieder, meine Frau ist ganz verschossen in die beiden RAMlosen Putzeinheiten. Oh weh. Wo ist das nächste Motel?

Dienstag, Januar 12, 2010

Roboter und Ethik (aka: Angriff der Sexdroiden***)UPDATE


Solange er nicht spricht ist es mir lieber: Unser Haushaltsroboter iRobot Roomba der Zweite


Roboter sind feste Bestandteile meines Haushalts, die kleinen Putzroboter von iRobot wienern unsere Fliesenböden. Problematisch wird es aber immer dann, wenn Roboter menschenähnlich ausgestaltet werden. Es fehlen ethische Grundsätze für den Umgang mit solchen "Androiden". Denn Anstandsregeln, wie sie für Menschen gelten oder die Sorge um die Menschenwürde, gelten für Androiden und ihre Interaktion mit der menschlichen Gesellschaft zur Zeit nicht. Dieses Bild auf Spiegel.de (LINK) wirkt so, als würde eine betäubte Frau in Reizwäsche von zwei Herren in entblößender Weise durch die Gegend geschleppt. Ist die animierte sprechende "Sexpuppe" skuril? Die Art und Weise, wie ein nach einem Menschen aussehender Gegenstand hier würdelos behandelt wird, stößt mich ab. Denn auch die Maschine im Bild hat eine Würde, weil sie durch ihre Gestaltung einen -Würde verdienenden- Menschen nachahmt und der Entzug dieser Würde sich auf den Menschen überträgt. Aber für diesen Gedanken fehlt noch die Fixierung in Normen und Regeln.

Hoffentlich ist die "Roboterdame" nicht so oft kaputt wie unsere beiden bisherigen Putzroboter des Modells Roomba. Hätte die Robotordame ähnliche knarzende und ruckelnde Fehlfunktionen, wie ich sie bei unserem alten Roomba am Ende erlebt habe, wäre der weibliche Roboter für seine Besitzer wahrlich lebensgefährlich...

*** ohne schmissigen Titel liest es ja keiner

UPDATE: Schon im Februar 2010 zeigte der kleine Rote seine zweite Störung, der Anknopf ging immer schlechter und musste zum Schluss bis zu 50(!) mal gedrückt werden, um zu funktionieren. Im April 2009 kam er in unser Haus. Nun gut, das sind wieder 3 Monate bis zur nächsten Störung, denn nach 6 Monaten hatte er schon einmal einen Defekt der Batterieladung (ging nix mehr) Wir haben ihn jetzt gerade noch auf Garantie reparieren lassen und er funktioniert wieder. Unsere beiden Saugroboter "Roomba" haben bislang alle 3-6 Monate einen Defekt gehabt, da sind sie kleine gemeine Biester.

Der Wischer iRobot "Scooba" funktioniert immer noch, er brauchte zwischendurch eine energische Reinigung mit kräftigem Schütteln, damit er wieder besser lief und nicht auf einem Wasserteppich ausrutschte, den er selbst erzeugt hatte. Jetzt geht er wieder gut, allerdings sind auch alle 6 Monate oder so neue Batterien fällig, wie auch beim Roomba.

Resumee: Roomba 1-2 Note mangelhaft
Scooba: Note befriedigend

Wertung ist nur auf meine Geräte bezogen.