In diesem Artikel wird das Ganze zum Lebensstil erklärt: http://www.taipeitimes.com/News/editorials/archives/2006/05/10/2003307182
Eine gewisse Jeannie Hsieh wird immer wieder als Beispiel für eine Taimei genannt. Ihr neuster Song heißt "Beep beep beep" und man ahnt es vielleicht schon, die Reime sind eventuell nicht so wichtig wie der Minirock, ohnehin ist im Taiwan-TV jungen Frauen unter 30 das Tragen von etwas anderen als breiteren Gürteln verboten - mit richtiger Unterbekleidung kommt da keine ins Studio rein. So jedenfalls mein Eindruck jedes Wochenende wenn ich mit Junior und Frau die taiwanischen Wochenend-Abendshows gucke.
Jeannie Hsiehs Piepen ist hier so sehen oder drüber zu lesen: http://www.cpopaccess.com/2010/10/jeannie-hsieh-comes-back-with-new.html oder auch hier (http://www.kmd-studio.com/main/forum.php?mod=viewthread&tid=405). Sie rennt etwa so freizügig auf der Bühne rum wie jede zweite Kollegin aus dem Vertrieb hier im Büro, also nichts besonderes.
Ob Taike oder nicht: mittlerweile empfinde ich unser Viertel in NeiHu zusehends als hübsch. Hier mit dem Fisheye noch etwas aufgehübscht, denn es vergrößert immer den Vordergrund etwas, was angesichts der Enge dringend notwendig ist.*
Ihr Vater ist einer der großen Showmaster Taiwans, ein schon älterer Herr mit witzigem Beatles-Putz, der so wirkt, als hätte er irgendwo eine Perücke gefunden: http://entertainment.xin.msn.com/en/celebrity/buzz/asia/jeannie-hsieh-bags-award-at-golden-melody-awards. In seinen wohl auf Taiwanisch gehaltenen Shows verstehe ich naturgemäß kein Wort, er gibt so eine Art Peter Frankenfeld (Leute unter 40 kennen den wohl nicht mehr), mit unmöglichen Anzügen und immer irgendwie den "Proll" spielend. Das Publikum hängt vor Lachen schief in den Sitzen, wenn er unter den Showgirls (Viele kurzberockte Tanznummern) seine angebliche Tochter findet (wohl nicht die von oben ... die redet nicht mehr mit Papa steht irgendwo in den Links) und dann den einfältigen Familienvater spielt, der alles und jenes von seiner "Bühnenfrau" und Showkollegin erklärt bekommt (Tochter redet wohl wegen der Bühnenfrau nicht mehr mit Vaddern).
Witzig wirkt er schon irgendwie. Wenn man zum Beatles-Pilzkopf ein faltiges Gesicht hat und eine Grimasse zieht würde man sicher auch in Deutschland das Publikum mitreißen, gemessen am sonstigen deutschen Fernsehhumor.
Taikei ist also Rauchen in der Hocke und Betelnuss kauen und mit dem Moped zur Arbeit fahren, mit blauen Flip-Flps an den Füßen, während man Jeannie Hsieh-Fotos auf dem Smartphone guckt und dabei das Apotheken-Mixgetränk "Whisby" trinkt und dazu noch eine Vitali-Brause, die mit dem Werbespot, wo sie einen Afrikaner als Volltrottel hinstellen. Hätten wir das also geklärt.
Was ich nicht so ganz verstehe ist, wieso über der Webseite mit den Hupfdohlen-Fotos von dieser Jeannie (http://mykafkaesquelife.blogspot.tw/2010/10/jeannie-hsieh-taiwans-wonder-woman.html) "My Kafkaeseque Life" steht. Hatte Kafka auch gelbe Hotpans an?
EDIT: Wer bei Google eine Bildersuche nach "Kafka Hotpans" macht bekommt Bilder von meiner Mietwohnung gezeigt. Super Google-Artificial Intelligence!
* viele der freie-Hand-Nachtaufnahmen muss ich bei Gelegenheit noch mal mit einem Stativ wiederholen, so schleicht sich doch immer etwas Verwacklungsunschärfe oder fehlende Tiefenschärfe ein
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