Schon vor Tagen nahm ich verstört den Mord an einem jungen Mann in Berlin zur Kenntnis, auf offener Straße des Abends, der offenbar halb Thailänder halb Deutscher ist. Dem STERN, den ich gerade lese war es nur ein einziges Foto wert. Immerhin erfuhr man, dass die Täter "türkischstämmige Berliner" seien.
Mich bestätigt dieses grauenhafte Vorkommnis, bei dem der junge Mann offenbar unprovoziert angegriffen und getötet wurde darin, dass Deutschland wohl nicht mehr das richtige Land ist, um meinen Sohn großzuziehen. Ich selbst hallte unangenehme Erfahrungen auf Deutschlands abendlichen Straßen mit Menschen "südländischer Herkunft", konnte es nur durch unmittelbare Einleitung von Gewalt - die die vier kräftigen Herren flüchten lies - verhindern, dass ich in ein Auto gezogen wurde. Ich habe den Vorfall nie angezeigt damals, mir Sorgen gemacht, am Ende noch in einer Ausländerfeinde-Kartei zu landen.
In der Tageszeitung las ich an einem einzigen Tag von drei nächtlichen Überfällen, einmal stand ausländische Herkunft dabei, einmal eine vermutete solche.
Die Straßen in Deutschland gehörten des Abends nicht mehr den friedlichen Bürgern - oder gar den Deutschen - denn die Politik aller maßgebender Parteien hat sich entschlossen, eine de facto unkontrollierte Einwanderungspolitik zu machen. Anders als etwa Kanada oder Australien betreibt Deutschland keine quotierte Immigrationspolitik, denn, so sagt die CDU zynisch grinsend immer wieder, sei Deutschland ja kein Einwanderungsland. Nur um dann wieder ungesteuert unzählige Leutchen ins Land zu lassen. Ohne Steuerung der Immigration und mit der Bereitschaft Einwanderern den Lebensunterhalt -knapp- zu zahlen, holt man sich aber Unterprivilligierte und Ungebildete ins Land oder Glücksritter. Und die sehen frustriert auf die "reichen Deutschen" und holen sich dann des Nachts ein Zubrot. Denn die Deutschen sind immer allein unterwegs, während die Glücksritter in Scharen auftreten, wie in diesem Fall drei Türken, die einen Thaideutschen erschlagen.
Wenn man so etwas sagt, reagieren Deutsche verstört, denken man sei Nazi. Ich plädiere hier aber nicht für die Abschaffung der Demokratie, nicht für ein irrsinniges Führerprinzip, nicht für Gaskammern oder Marschieren und Deutschland-über-alles-Singen und beschimpfe auch keine Türken. Die Türkei entwickelt sich zu einem modernen und leistungsfähigen Staat - und lässt längst nicht jeden rein und ist vielleicht nicht unfroh, dass wir ihr manchen Krmininellen Unterschichtler abnehmen.
Ich plädiere lediglich für eine gesteuerte Einwanderungspolitik a la Kanada oder Australien. Aber ob das ein Auslandsdeutscher in seinem Blog schreibt oder nicht ist natürlich völlig belanglos. Und ich muss daran denken, dass der Fall des Thaideutschen, der ermordet worden ist, wohl nur deshalb in die Presse kam, weil er eben auch einen "Immigrationshintergrund" hat. Völlig belanglos eigentlich, aber die deutsche Presse redet sonst nicht von einheimischen Opfern, tendiert aber zur Hysterie bei ausländischen Opfern wie bei den Dönermorden. Letztere will ich nicht kleiner machen als sie sind, aber es ist kaum mal zu lesen, wie viele Deutsche eigentlich ungesteuert ins Land geholten Einwanderern ohne Sozialperspektive zum Opfer fallen. Es gibt ein Buch dazu (bei Amazon bestellbar) und das Blog zum Buch: http://www.deutscheopfer.de/chronik
Und ich muss mir jetzt Sorgen machen, dass mich im ach so meinungsfreien Deutschland irgendein politischer Polizist in eine Nazikartei einträgt, nur weil ich die Einwanderungspolitik von Kanada fordere.
Alles Nazis in Kanada, keine Frage.
EDIT:
Zum Thema, der von Lu Er Fu in den Kommentaren gepostete Link aus der Welt:
http://www.welt.de/debatte/article110488736/Dem-Rechtsstaat-darf-es-nie-um-Rache-gehen.html
UPDATE:
Gerade lese ich wieder STERN und vermute mich ausnahmsweise mal auf einer Linie mit "den Deutschen", denn da erzählen mehrere Leute von ihren Diäterfolgen. Doch dann kommt es. Der einzige junge Mann in der ganzen Aufzählung... ist ein junger Türke. Will seinen Schwestern ein Vorbild sein, sagt er da im STERN. Und ich denke "die Schwestern in Ruhe lassen wäre noch viel besser", an die vielen Fälle denkend, in denen türkische junge Frauen massive Probleme mit ihren Brüdern bekommen, wenn sie westlich leben wollen - erst kürzlich auf Heimaturlaub in der Tageszeitung gelesen. Dass der Durchschnittsdeutsche immer mehr Mohammed Mehdi oder sonstwie heißt anstatt Klaus oder Thorsten versetzt mir immer wieder einen Stich - wahrscheinlich weil ich Deutschland vermisse und daher die stattfindende Wandlung des Durchschnittsdeutschen hin zum Durchschnittsimmigranten als Verlust wahrnehme - als Verlust von dem, was ich aufgegeben habe. Ich muss mich davon frei machen, die Deutschen entscheiden selbst. Und offenbar haben sie entschieden, dass sie ein anderes Volk werden wollen. Deutsche Geschäftsleute, die man hier trifft, sind auch manchmal schon Türken. Ich warte auf den Tag, an dem ich in der Firma von unserem Gast aus Deutschland gefragt werde, wo man Halal-Nahrung bekommt. Nightmarket, Ziege kaufen und Büroschere leihen, Hotelzimmer hat Badewanne.