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Mittwoch, Oktober 07, 2009

Was falsch läuft mit Taiwan...

... ist die Tatsache, dass es eine parlamentarische Demokratie ist, man aber nicht mal den Namen "Taiwan" sagen kann, ohne das chinesische Funktionäre anfangen zu toben (China beansprucht Taiwan als eigenes Territorium) oder das westliche Politiker schon profilaktisch auf Distanz gehen (weil ja China verärgert sein könnte, wenn sie das "Falsche" sagen).
Die momentane prochinesische Regierung Taiwans nimmt das Wort Taiwan auch ungern in den Mund, sondern faselt immer von der chinesischen Provinz Taiwan, dabei ist das Land in der Praxis ein unabhängiger Staat, der im Gegensatz zu China die Menschenrechte respektiert.

Auf diesem Foto in der TAIPEI TIMES (LINK) gibt Taiwan wiedermal nach. Bei einer Sportveranstaltung (amerikanischer NBA-Basketball) wird der Schriftzug

TAIWAN WELCOMES THE NBA

ersetzt durch

TAIPEI WELCOMES THE NBA

Warum schreiben wir nicht gleich

CHINA WELCOMES THE NBA. YOU ARE IN FUCKING PEKING HERE. GO AND SEE MAO AND THE GREAT WALL.





Drohend schwebt die chinesische Faust über Taiwan und seiner Hauptstadt Taipei (fangt jetzt nicht mit "Verwaltungssitz" an). Das Foto zeigt allerdings eine Skulptur vor dem neuen Computex Messegelände in Taipei

Kommentare:

Anyun hat gesagt…

Da sieht man das Ergebnis wie falsch und verziehend die KMP 38 Jahre allein die Geschichtefiktion in der Schule und Medien früher erzählte. China oder Chinese ist für sie immer lieber als Taiwan. In letzte 8 Jahre war KMP schon nicht eine royale oppositionspartei und jetzt als regierende Partei kann nicht mal Recht wie Meinungsfreiheit(die unerwünschte Filme VR Chinas beinahe darf nicht in Taiwan gespielt werden.) hier in Taiwan verteidigen und gibt die Würde selbst als unabhängige Staat auf.
Was die regierung Mas jetzt treibt, enttäuscht viele Bürger und werden bestimmt in kommende Landesratwahl(End dieses Jahres) entsprechende wiedergeben.
Ein Indiz sieht man schon die zwei kleinewahl:
http://zen.sandiego.edu:8080/Jerome/1254142866/index_html

"Bob Honest" hat gesagt…

Irgendwie hat mich das Foto im Link wieder mal aufgeregt, grummel

Genau, der Film wird nicht gezeigt, eine Uigurische Repraesentantin darf nicht kommen, der Dalai Lama wurde gemobbt und jetzt will auch Obama im vorauseilenden Gehorsam den Dalai Lama nicht sehen.

Grummel

Anyun hat gesagt…

Der Film: “The 10 Conditions Of Love” ist doch nicht nur wie ursprünglich in Kao-Hsiung gezeigt, werden dann in Taiwan überall in lokale Grossstädte gezeigt.
Sogar im Taiwans öffentlich-rechtliches Fernsehen PTS gibt es auch heftige Diskussion: http://www.youtube.com/watch?v=JTg8lvXtUaM

Da droht die Regierung VR Chinas wieder, keine chinesische Touristen nach Kao-Hsiung kommen dürfte. Kann sich jeder wirklich überlegen, wenn der Export Taiwans so weiter von China abhängig ist, welche Drohungen von der Regierung Chinas in die Zukunft auf Taiwan zukommen werden?

Obama verschiebt den Treffentermin mit Dalai Lama, weil die US Regierung eine
mögliche Waffenlieferungen an Taiwan zur Zeit plant und will nicht auf einmal zu sehr die chinesische Führung ärgern.

Grummeln oder nur sich hier verärgern reichen wirklich nicht!

"Bob Honest" hat gesagt…

OK, dann ist Obama entschuldigt für diesmal, aber das mir das nicht einreißt! Setzen!

Stefan hat gesagt…

Diese "chinesische Touristen"-Idee ist doch sowieso absurd, oder? Klar Tourismus bringt Geld ins Land, aber wenn Tourismus von China nach Taiwan und von Taiwan nach China erleichtert wird, dann transferriert das natürlich auch Geld in die entgegengesetzte Richtung. Wie sollte das auch anders sein?

Und die Chinesen sind im Vergleich zu den Taiwanern bettelarm. Das heißt man sollte erwarten daß mehr Geld aus Taiwan raus als nach Taiwan rein fließt.

Gut jeder hat das Recht sein Geld da auszugeben wo er möchte, Familien die durch Kriegswirren getrennt wurden sollte sich wiedersehen dürfen usw. Aber als Wirtschaftspolitik ist das doch wohl ein schlechter Scherz.

Wirtschaftlich sinnvoller wäre es da doch den japanischen Tourismus zu fördern. Aber auch da gilt natürlich das ein Industrieland es sich nicht leisten kann, Tourismus als Eckstein seiner Wirtschaftspolitik zu sehen.

"Bob Honest" hat gesagt…

Die Ma-Regierung folgt ja ehr dem Prinzip, Streits mit Japan (um aufgebrachte taiwanesische Fischerboote etc.) eskalieren zu lassen. Das gefällt dann wieder China.
Gut, mir gehen Japaner immer am Urlaubsort auf die Nerven mit ihren militärischen Verbeugungen vor älteren Strandkorbkameraden. Auf See nerven sie bestimmt noch mehr, wenn sie auch noch Kanonenrohre haben...

Giang hat gesagt…

Was für eine Unverschämtheit!

Die Regierungen in Taipeh könnten meinetwegen weiter versuchen, Taipeh von Taiwan zu trennen und mit China wiederzuvereinigen...


Liebe Grüsse

"Bob Honest" hat gesagt…

Ich denke, Taipei wird hier statt Taiwan verwendet, um von der Staatlichkeit abzulenken. Das Abtrennen von Taipei ist wohl weniger gemeint. Taiwan tritt ja auch als Chinese Taipei bei der Olympiade an.
Trotzdem gibt es natuerlich die Chinafreundlichkeit in erster Linie in Taipei, China und die taiwanesische KMT wollen aber sicher ganz Taiwan der Volksrep. China einverleiben...