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Freitag, Februar 26, 2016

Urknall zum Chinaböller reduziert

Da hat man einen Traum. Für den Fall dass die unzähligen erfolglosen Investitionen der werten Gattin und der Familien-Businesski-Unternehmungen mit ihren "schwarzen Nullen" doch mal was bringen. Und dann kommt eine englische Firma und ruiniert alles...

Träume, gerade wenn fast unerreichbar, haben etwas erhabenes. Man hat ein Ideal und schmachtet diesem hinterher. Bei mir ist es eine Uhr. Eine Hublot "Big Bang", die je nach Ausführung wohl zwischen 15.000 Euro und 25.000 Euro oder beliebig viel mehr für Sondermodelle kostet. "Eines Tages vielleicht", denke ich. Obwohl mich jeder Kratzer an so einer teuren Uhr wahnsinnig machen würde. Verschlungen habe ich im "Uhrforum" eine Story, wo sich ein Forianer endlich seine Traum-Big Bang leistet und dann oh Schreck darauf gestoßen wird, dass er eine Fälschung am Arm hat. Man hätte es vielleicht ahnen können, auf der Schwungscheibe hinten am Uhrwerk unter dem Glasboden steht "NEVA" statt "GENEVA", was zu "NEVER" uminterpretiert schon ein fast ehrlicher Hinweis aus einer chinesischen Fälscherwerkstatt ist. Der Bericht ist der reinste Krimi, zwischenzeitlich versteigt sich der Verkäufer, ein Juweliergeschäft, das online verkauft, zu der These, Hublot würde einfach Klebebuchstaben auf dem Uhrwerk anbringen und der Rest sei halt mal abgefallen. Kann man ja wieder dran pappen, sagt der Fachmann-Verkäufer. Kicher. Natürlich totaler Blödsinn, Hublot graviert oder fräst, aber pappt nicht und Rolls Royce klebt ja auch keine Styropur-Emmy vorne auf den Kühler. Hier die spannende Story mit schönen Uhrenfotos: http://uhrforum.de/hublot-big-bang-t32682. So gute Fakes wie in der Story können schon mal bis zu 450 US-Dollar kosten und die abfallenden Klebebuchstaben illustrieren freilich, wieso das immer noch schlecht angelegtes Geld wäre.

Nun gibt es legale Hommagen, "TW STEEL" bietet sehr ähnlich aussehende Quarz-Chronos an, die allerdings immer noch 400-600 Euro kosten, was ich zu viel für eine Quarz mit Standardwerk finde. Der hohe Preis erklärt sich, weil die TW STEEL-Uhren bei jüngeren Käufern "in" sind - und so richtig das Originalflair haben sie nicht. Ebenso wenig wie die "Apocalypse" genannte Uhr der fürchterlichen US-Marke "Stührling", die immer auf schweizerisch tut und dabei mit ihren Chinauhren so eklatant amerikanisch-großmäulig auftritt, dass sie zur Uhr gleich eine Kotztüte mitliefern müssten. Etwa behauptet "Stührling" auf seiner Webseite schon mal, ihr Chef würde nach Bali an den Strand fahren um da mit einem Goldschmied das neuste Modell der Marke zu besprechen. Wo doch all das Zeug einfach aus China kommt. Andererseits haben wir ja auch ein Bali in Taiwan, ist sogar ganz hübsch da. Sicher gibt es auch eines irgendwo in China in der Fagyu-Province.

Doch oh weh, nun ist es passiert, es gibt eine sich auf Hauptsitz in London berufende Marke namens "Megir" - was rückwärts Latein ist und entweder sowas wie nässen/feuchten oder führen heißt, glaube ich dank Wikipedia. Und diese londoner Feuchtführer bieten eine Uhr an, die so sehr der Hublot Big Bang gleicht, dass es einem fast den Atem verschlägt. Siehe hier den direkten Vergleich:

https://www.pinterest.com/pin/353040058266228922/

Laut Uhrenfreunden soll die "Megir" gar nicht schlecht sein, ein offenbar normal bis gut verarbeiteter Quarzchrono, auch wenn das Armband Kritik bekommt. Alle bislang erwähnten Hommagen an die Hublot haben Quarzwerke und nicht ein auf einem ETA - Chrono - Werk basierendes wie das Original. Soll ich sie mir nun bestellen, die Megir für 25 US-Dollar in Falsch-Rosegold plus 10 Dollar Versand nach Taiwan? In Deutschland kostet sie etwa 40-50 Euro. Nachgeschmissen also. Leute, die sich einen Mona-Lisa-Kunstdruck für 50 Euro ins Zimmer hängen, habe ich immer ein bisschen schief angesehen. Irgendwie das Selbe. Oder mal aus Jux.

In unserem Hotel in Macao neulich gab es auch ein reines Hublot-Geschäft. Ich stand dort mit Junior am Schaufenster und drückte mir vor der angebeteten Big Bang fast die Nase platt, da kam zu meinem Schrecken eine Verkäuferin gleich zu mir angerannt - obwohl die Türe zu war und ich draußen. Möglicherweise ist meine rosegoldene Breil Milano schuld, die zwar ein völlig eigenständiges italienisches Design hat, aber mit dem selbst angebauten metallbeschlagenen Band einen ähnlich ... schwülstigen ... Auftritt wie die Big Bang hat. Und innen nebenbei bemerkt das ETA Valjoux 7750-Werk, das Grundlage des BigBang-Werkes ist.

Von Junior beim Einsalben fotografiert


Die Breil hatte ich auf den Macao-Trip mitgenommen, damit ich vor jedem der 20 Uhrengeschäfte in unserem Hotel (hatte ich mir schon gedacht) bei Marken wie IWC-Schaffhausen, Tag-Heuer, Omega, Rolex, Breitling und eben Hublot schnell auf mein eigenes Schmuckstück am Handgelenk gucken kann, wann immer ich anfange zu hyperventilieren vorm Schaufenster.

Erfreulicherweise fing Junior (4) an zu schreien und wollte zur sich entfernenden Mama, so konnte ich flüchten, bevor die Verkäuferin mich erreicht hätte. So ein kleiner Zuschlag von 15.000 Euro auf die Hotelrechnung wäre meiner Frau wohl doch aufgefallen. Obwohl so ein Handgelenk-Invest mir immer noch solider vorkommt als die Investition in das Business der Familie meiner Frau, das wir unlängst getätigt haben. Aber so muss die Big Bang noch warten. Ein paar Jahre oder Jahrzehnte oder bis ins nächste Leben? Ob ich sie zwischenzeitlich mit einer RIGOR MORTIS ... äh .. MEGIR ... entzaubere, weiß ich noch nicht.

P.S.: Interessante Seite: Originale und Hommagen: https://www.pinterest.com/emorales0227/original-vs-legal-homage-watches/

Donnerstag, Februar 25, 2016

Trip nach Macao, Teil1

Gerne vergessen. Bei ehemaligen europäischen Kolonien in China denkt man immer nur an Hongkong, aber in der Nähe liegt noch ... das Spielerparadies Macao, das auch Nichtspielern wie mir einiges zu bieten hat.

Beim Thema Reise nach Macao wäre ich fast negativ eingenommen gewesen, war mir doch ein negativer Reisebericht aus dem merkwürdigen Buch "Why China will never rule the world" von einer Art zornigem Englischlehrer aus Taiwan noch gut im Gedächtnis. In dieser von mir sogar mal elektronisch erworbenen grenzenlosen Hasstriade gegen China insgesamt schneidet auch Macao nicht gut ab. Ich hatte noch im Kopf, dass es irgendwie schmuddelig sei und das Sprechen von Portugiesisch, das sich aus der Zeit als portugiesische Kolonie bis um das Jahr 2000 erklären würde, nur vorgetäuscht sei. Um Touristen abzuzocken legt der Autor nahe.

Von Macao sah ich erstmal nur einen sauberen Flughafen. Und sofort denkt man, da müssten überall Portugiesen herumlaufen. Denn überall steht Portugiesisch zusammen mit Englisch und Chinesisch in traditionellen Schriftzeichen. Meist steht das Portugiesisch sogar zu oberst, wo man sich anstellen muss (für Deutsche nur ein Landing Visa, das man NICHT am Visakiosk abholt sondern einfach bei der Passkontrolle bekommt) und etc. pp.

Wenn man einmal den Reisebus verlassen hat, merkt man allerdings schnell, dass hier eigentlich niemand Portugiesisch spricht, ganz so wie es auch der oben referenzierte Autor bekritelt hatte. Portugiesisch ist Folklore und wird in Macao auf Straßenschildern und in Behördenvorgängen gepflegt. Schließlich sprechen klassisch humanistisch gebildete Leute in Deutschland ja auch manchmal ein paar Brocken Latein im Alltag. Keine Touristenabzocke wie der Chinahasser vermutet, sondern halt Tradition. Warum auch nicht. Man spricht Kantonesisch auf den Straßen, wie auch in Hongkong, was meine Madarin sprechende Frau nicht verstand. Aber viele Macarener sprechen auch Mandarin. Und ja, das Durchschnittsgesicht in Macaos Straßen ist natürlich ein Chinesisches, was auch klar sein sollte. Nur einmal habe ich veritabel Portugiesisch gehört, von zwei auch portugiesisch aussehenden Herren in ihren Spätfünfzigern in der Altstadt, die im Gegensatz der meisten anderen wahrnehmbaren westlichen Herren nicht das typische Tourioutfit (etwa Streifenhemd mit kurzen Ärmeln, kurze Hose und Sandalen nebst Backpack) und auch nicht den in den guten Hotels dominierenden grauen Anzug trugen.

Neben der charakterreichen Altstadt, die wie ein Mix zwischen Taipeis Schlichtwohnvierteln und portugiesischen Altstädten wirkt, besteht Macao aus vielen Baustellen und schon fertigen Themenhotels. Unseres ist im Bild und hatte sich das Thema Kino als allgegenwärtiges Aushängeschild gesetzt. Es gab also Metropolis-ähnliche Stahlfiguren überall und der hintere Teil des Hotels erinnerte von außen an Hollywood-Filmstudio-Hallen (nicht im Bild, linkerhand fängt es langsam an).

Ganz leise war das Hotelzimmer so ab 8 Uhr morgens nicht mehr, der benachbarten Baustelle halber, wo auch gerade wieder ein neues Riesenhotel entstand (hier mit Mitreisendem im Bild). Nebenan entstand auch gerade der Eifelturm.


Die schicke große Kunstwelt des Hotels mit Batman-Themenshop und einen doch eindrucksvollen 3D-Batman-Kino-Vorführung (sinnfreier, aber effektvoller Kurzfilm) kann einem nach einem Tag doch schon auf den Geist gehen und man sehnt sich nach dem wahren Macao, das es ja auch irgendwo geben muss. Auch wenn man sich später an der guten Fressmeile des Hotels erfreuen kann und eine Fetisch-Multileinwand-Show mit einer Straps-Tänzerin auf dem nachgemachten Time Square im Innern des Hotels, irgendwo zwischen dem Hublot- und dem Tag-Heuer-Uhrenshop, schon zum zehnten Mal gesehen hat.

Nein nein, eine richtige Fetisschshow ist es nicht. Auch wenn die Darstellerin in dieser Hinsicht anderweitig bekannt sein soll. Hat mir einer erzählt. Junior tanzte zu den lauten Jazzklängen, während auf mehreren Bildschirmen die Hupfdohle das Tanzbein schwang.

Den Namen des Hotels habe ich wieder vergessen. "Movie Studio Hotel" oder irgendwie so.

...
...

Ah, "Studio City" heißt das Hotel. Lecker oben rechts in der Fressmeile ein Brötchen oder Sweet Bun mit einem Kotelett drauf. Simpel und ungeheuer typisch macarenisch, habe ich gehört.

 Ob die Fetischtänzerin oder der allgegenwärtige Roboterverschnitt inspiriert vom alten deutschen Film "Metropolis" nun hübscher war, das überlasse ich in diesem ersten Teil dem Auge des geneigten Lesers. Ach so, die Hotels haben alle ein Kasio und Junior (4) und sein Reisekumpel haben regelmäßig erfolglos versucht, die strenge Einlasskontrolle >18 zu überwinden. Was recht lustig war. "Ablehnung im Leben muss er auch kennenlernen", bemerkte meine Frau weise dazu.

Mittwoch, Februar 24, 2016

Italienischer Betrüger spricht Westler in Taipei an

Meldung von Forumosa.com. Ein Italiener oder jemand der einer sein will und gut einer sein könnte, spricht westliche aussehende Ausländer in Taipei mit einer alten Betrugsmasche an.

Ich kenne das selbst. Irgendwann in den frühen 90ern lud ich gerade meine Einkäufe in meinen Mitsubishi-Kombi (eigentlich Vadderns), da hielt hinter mir ein Alpha Romeo sportlich an. Das war am hannoverschen Messegelände. Im Auto saß ein italienisch aussehender Herr, der mich glaube ich nach dem Weg zur Autobahn fragte, den ich ihm schnell beschrieb. Dann erzählte er von seinen teuren Lederjacken aus Italia, die er hinten im Kofferraum (ich glaube es war ein schicker Alfa Kombi) hatte und nicht wieder in das Land von Mama Mia und ihren Nudeln mitnehmen wolle und die ich ja vielleicht supergünstig...
Nun interessierte ich mich überhaupt nicht dafür, klang das doch so sehr nach einer Falle wie ein über einem baumelndes blutbeschmiertes Fallbeil mit einem Hebel daneben "bitte Ziehen!". Gekriegt hätte ich sicher chinesisches Kunstleder für 200 Mark die Jacke oder so. Ich erklärte ihm teutonisch-direkt, dass ich keine Kleidung von ihm kaufen werde und lud weiter meine Bierkisten ins Auto. Hatte den Abend irgendeinen meiner Kindergeburtstage nachgefeiert. Er schnaufe ärgerlich und brauste dann mit Ververetti davon.

Eine Variation dieses alten Scams gibt es jetzt in Taipei. Ein italienisch wirkender Herr in einem schicken schwarzen SUV der Marke Mercedes oder Lexus sagt, er habe von irgendeinem Businesski noch ein paar 2000 Euro - Anzüge über und sie nach Italien mitzunehmen, sei zu viel Trouble. Er schlägt einem dann vor, diese gratis zu nehmen. Lehnt man nicht gleich ab, erwähnt er einen Kollegen, dessen Bambina Geburtstag habe und sich ein iPhone 6s wünscht und schlägt vor, man solle doch dem Kinde diese kleine Freunde im Austausch für die 3 teuren Anzüge machen. Auch bei Ablehnung soll das soweit gehen, dass der Herr sich nach dem Inhalt der Brieftasche erkundigt und ggf. erst bei einer sehr deutlichen Absage von seinem Tun ablässt, die im vorliegenden Fall die Andeutung kinetischer Energie Richtung des "Verkäufers" beinhaltete.

Mensch, nicht dass wir zwei vom hannoverschen Parkplatz uns in Taipei wiedertreffen. Ich sage: Mensch Eduardo, bist Du es wieder? Und wir werden so richtig sentimental und ich gratuliere ihm zur verfeinerten Masche...

Dienstag, Februar 23, 2016

Ludigels großes Krankenkassen-Abenteuer in Taiwan

Oder: Wie das Krankenkassensystem in Taiwan nun wirklich funktioniert

Die gute Nachricht ist, dass es in Taiwan eine gesetzliche Krankenversicherung gibt. Taiwaner erzählen gern, sie sei dem deutschen System der GKV nachempfunden, tatsächlich ähnelt sie jedoch sehr dem britischen National Health - System, weil es eben nur eine gesetzliche Krankenkasse gibt und nicht wie in Deutschland noch andere GKV neben der AOK wie etwa die Techniker Krankenkasse und diverse (offene) Betriebskrankenkassen. Die einzige GKV Taiwans nennt sich entsprechend NHI, also National Health Insurance und gibt eine wunderschöne grüne Smartcard mit Bild heraus und überall kann man sich ohne Zuzahlung in kleinen Arztpraxen behandeln lassen, die allerdings fast alle (abgesehen von Zahn- und Augenärzten) HNO-Ärzte sind und auf die Triefnasen der im Winter heizungslosen Taiwaner spezialisiert sind. Praxisgebühr zahlt man allerdings nach deutschem Vorbild, derzeit 150 NT pro Besuch für Erwachsene (Kinder 100 NT). Vierzig NT sind etwa ein Euro.

Fachärzte hat man oft nur im ambulanten System in Krankenhäusern, wovon im Folgenden die Rede ist.


Hier habe ich im Taiwanblog exklusiv für Sie, liebe Leser, das gesetzliche KV - System Taiwans getestet und gleich noch mit einer Art Privatzahlungs-System verglichen. Und mir extra trotz meiner jugendlichen knapp 50 Jahre ein schweres gutartiges Gewächs zugelegt. Ein Service, wie es ihn nur im einzig wahren deutschsprachigen Taiwanblog gibt und nicht bei den zahllosen Nachahmern in den letzten Jahren ;-)

Nach Manila-Reise zurück in Taipei trat nun das Phänomen auf, dass ich Minibeschwerden hatte, die allerdings an Heftigkeit stetig zunahmen. Die Details sollen hier der Google-Ewigkeit in dieser editierten Version verschwiegen werden. Die durch fehlende Heizungen in Taiwanwohnungen ausgelöste Dauererkältung schien das Problem extrem zu verschlimmern. In der Nachbarschaft fand sich eine Universalarztpraxis mit laufend wechselnden Ärzten. Dort wurde mir in der Folge richtiges diagnostiziert.
Mit nur sehr wenig Zuzahlung (20 NT, 50 Cent umgerechnet) wurden mir großzügig korrekte Medikamente verschrieben, die man bei schwachsen Symptomen gibt. Vielleicht nur im Anfangsstadium bei so starken, wie ich sie hatte.

Die Wirkung war gleich Null, eher verschlimmerten sich meine Probleme und so bekam ich bald großzügig Allergietabletten und eine stärkere Version der anderen Medikamente verschrieben. Wie ich viel später erfuhr,  verschlimmern Allergietabletten die Symptome, so dass mir langsam der Nachtschlaf abhanden kam. Es war mittlerweile Ende Oktober.

Alles Jammern nutzte nix, von den Ärzten in der kleinen Praxis gab es nur immer wieder die selben Medikamente. Man war dort am Ende der ärztlichen Kunst angelangt und schaltete daher auf Auto-Modus. Patient ignorieren und immer wieder das selbe Zeug verschreiben anstatt klar zu sagen, dass jetzt ein Spezialist mit Chirurgieoption gebraucht wird.

Also wieder ins TriService zum Senior-Facharzt. Fachärzte hat man fast nur im ambulanten Betrieb in Krankenhäusern und im überlaufenen TriService-Hospital muss man sich da in große Schlangen einreihen. Der ältere Herr wies fast schon wütend die (allerdings korrekte) Gutartiges-Wachstum-Diagnose zurück indem er sagte, dafür sei ich viel zu jung. Damit hat er zumindest bei westlichen Patienten allerdings völlig Unrecht. Bei den gesund lebenden Taiwanern mag das allerdings anders sein, denn wenig Gewicht und wenig rotes Fleisch führen wohl zu geringerem unguten Wachstum. Ich bekam wieder lecker Medikamente wie vorher und noch was antibakterielles und manchmal half das sogar. Trotzdem hatte ich bald wieder schlimmere Symptome und merkte, wie mir der nun fast permanente Schlafentzug (mit kurzen Schlafunterbrechungen) auf die Psyche schlug. Stichwort Zombiemodus. Denn ohne Tiefschlaf fehlt einem irgendwas. Und es war langsam November. Also den Arzt gewechselt, allerdings immer noch im selben Hospital und jetzt gab es eine neue Version des selben Medikaments  Bei Folgeuntersuchugen wurden meine theoretischen Werte besser und der Doc war zufrieden, allerdings wurde mein Wohlbefinden ob einsetzender Krämpfe nun endgültig katastrophal. Langsam begann ich zu verzweifeln, insbesondere weil der Arzt durch eine Abtastkontrolle fälschlich feststellte, ich hätte nur ein sehr geringes Problem und mir nahelegte, ich würde mir fast alles nur einbilden. Meiner Frau sagte er am Telefon, ich hätte eigentlich gar nichts und würde alles dramatisieren. Tja, da schadet einem ein "jugendliches" Aussehen, dass man einfach nicht hinreichend krank wirkt.

Schon im Ultrazombiemodus durch Schlafentzug suchte ich nach alternativen Ursachen des Leidens, schließlich hatte der Doc ja gesagt, ich hätte so gut wie nichts dort wo das Leiden zu sein schien. Einen Termin zur Klärung via Utraschall hatte er zwar angesetzt. Aber erst in etwa 8 Wochen! Ich frage mich, wie ich die Zeit bis dahin überstehen sollte. Es wurde Dezember und ich hatte morgens beim Autofahren mehrmals den gefährlichen Sekundenschlaf und laut meiner Frau glich mein Gemüt einer Mimose unter Starkstrom. Da ich meinen kleinen Sohn viel durch die Gegend getragen hatte, kam ich durch Dr.med.Google auf den Irrweg, ein Rückenleiden mit etwaigem Druck von Rückenwirbeln auf einen Nervenknoten könne die Probleme auslösen. Ein im TriService konsultierter auf Nerven spezialisierter Orthopäde verschrieb zwei Tests über den Zeitraum von 3 Wochen und in der Zwischenzeit Muskelentspanner.

Wie man ergoogeln kann, soll man genau die nicht nehmen, wenn man das hat, was ich hatte. Um es kurz zu machen, ich wurde nachts wach und landete in der Notaufnahme des TriService Hospital NeiHu und kam mit einem ... Ding ... am Körper wieder nach Hause, das ich hier nicht beschreiben will. So entwürdigt habe ich mich selten gefühlt. Entnervt ließ ich mir das ... Ding ... auch ob der ausgelösten Schmerzen wieder abbauen und trat von nun an in einen totalen Medikamentenstreik. Denn alles was die diversen Ärzte mir zu diesem Zeitpunkt verschreiben hatten, wirkte nicht. So verbrachte ich die reinsten Horrorweihnachten damit, dass ich mir nun nachts alle 30 Minuten den Wecker stellte, um eine Wiederholung des Notfalls zu vermeiden. Im Wachzustand funktionieren dysfunktionale Organe offenbar besser. Schlimmere Nächte habe ich noch nie verbracht. Mir ging es in der Folge - langsam wurde es Januar - nun wirklich etwas besser. Offensichtlich hatten die diversen Pillen mehr geschadet als genutzt. Bestätigt wurde ich durch die finale Diagnose des Orthopäden, dass ich keinerlei Befund am Rücken hatte, abgesehen von kleineren Abberationen.

Trotzdem landete ich noch ein zweites Mal in der Notaufnahme. Der am nächsten Tag konsultiere neue Facharzt (von der Notaufnahme gebucht) war extrem unfreundlich, hörte mir nicht mal zu und warf mich mehr oder minder aus dem Sprechzimmer mit der Aufforderung gefälligst meine Pillen zu nehmen. Mir ging der Blutdruck langsam auf das "Rote blutige Wand"-Level und ich forderte den Herrn auf, mir das neuerlich angelegte Gerät entgegen seines mit übermäßiger Betonung vorgetragenen Rates und demonstrativem Eintippen in sein gottverdammtes sinnloses Computerteil wieder zu entfernen und zog befreit und wütend meines Weges. Und ziemlich ratlos. Wie sollte es nun weiter gehen? Ärzte konnte mir offenkundig nicht helfen. Jedenfalls nicht die Taiwan-Kassenarzt-Variante.

Mir schwante, dass ich einen wirklich kompetenten und arbeitswilligen Arzt bräuchte, etwa einen deutschen Facharzt. Nur leider war ich nicht flugfähig mit dem Leiden. Häuslich hing auch der Haussegen schief, denn meine Frau hatte auch vom zweiten Facharzt telefonisch gehört, ich würde mir alles nur einbilden. Eine totale Fehleinschätzung rotz zweier Notaufnahme-Besuche, die mir bis heute unverständlich ist.

Der Gattin trug ich nun vor, dass ich eine Privatklinik brauchen würde und bereit wäre Unsummen zu zahlen, wenn ich nur einen Arzt hätte, der richtig diagnostizieren würde, die verdammte Ultraschalluntersuchung in vernünftiger Zeit ansetzen würde statt in Monaten und arbeitswillig wäre. Frau erklärte mir, Privatkliniken gebe es nicht in Taiwan oder wenn seien sie schlecht (das ist falsch) und als Kassenpatient käme ich sowieso nicht für diese Behandlungen in Frage. Sondern diese stünden nur Ausländern ohne taiwanische KV zu Verfügung.

Tatsächlich war das halbrichtig. In der Tat bot das TriService einen Premiumservice für sehr solvente Ausländer im Rahmen einer Art Medizinurlaub an, aber ausdrücklich nicht für Leute, die die taiwanische KV hatten. So wurde es Februar und ich verbrachte ein höllisches Chinesisches Neujahrsfest und experimentierte mit Teilmengen der zahlreichen Tabletten, die ich im TriService bekommen hatte. Am Ende beherzigte ich den Rat des noch einmal besuchten alten Facharztes, einfach mal zwei statt eine der Tabletten zu nehmen und zwei Wochen abzuwarten. So wurden die Symptome halbwegs erträglich, der Wecker stand nachts auf 45 Minuten statt auf 30 und manchmal auf einer Stunde und ich fühlte mich wieder wie ein Mensch. Aber ganz ging das Problem nie weg.

Frau recherchierte noch mal und fand dann die RUENTEX - Klinik im Zentrum von Taipei, die sich auf "mein" Problemfeld, Augenärztliches und Zahnmedizin spezialisiert hatte und sehr teuer war. Und sie akzeptierte auch Kassenpatienten! Wir lernten jetzt, dass es in Taiwan Privatkliniken gibt, die einfach sehr horrende Sätze nehmen im Vergleich zu billigen Klinken wie dem TriService. Die taiwanische KV besteht in der Tat darauf, weiterhin zu zahlen. Zahlt dann aber nur den üblichen Satz und den Rest begleicht man mit der funkelnden Kreditkarte.

So saß ich in Der RUENTEX-Klinik neben einem eleganten älteren Herrn, der eine goldene Uhr mit Diamanten auf der Lünette und sogar am Armband hatte und schob schnell den Jackettärmel über meine chinesische Rolex-Hommage. Hätte ja wenigstens die Tissot anlegen können, dachte ich noch und versank dann schlaftrunken in einem Dämmerzustand, bis meine Nummer dran war. Junior (4) zog mir in der Zeit die Minikamera aus dem Jackett und fertigte unbemerkt von mir eine Serie von Portraits an, die ich eher einem Berufsfotografen zugetraut hätte. Optimaler Bildauschnitt (nah ran, Kopf oben ruhig etwas wegnehmen auf dem Bild damit das Gesicht besser wirkt) und dramatischer Lichteinfall vom Fenster. Notiz: Ich muss Junior eine bessere Kamera besorgen. Die Bilder zeigen einen zerknittert wirkenden Mann am Ende seiner Kräfte. Zeigen werde ich hier sie natürlich nicht, jetzt wo ich wieder jugendlich fit bin ;-)

Um es kurz zu machen, der Privatarzt, der auch noch Chefarzt (der Abteilung oder insgesamt?) des nahegelegenen (und auch sehr teuren) Chung-Shan-Hospitals war, machte auch die Tastdiagnose und stellte eine stark vergrößerte Prostata fest, die höchstwahrscheinlich einer OP bedurfte und setzte sofort für den nächsten Tag die im TriService so lange vermisste Ultraschalluntersuchung an. Am nächsten Tag fuhren Frau, Junior und ich hoch in den 10. Stock und meine Frau schaltete dort das Licht an. Kurze Zeit später kam das Ultraschallteam, das sich mir exklusiv widmete. Das Gefühl, endlich im Zentrum ärztlicher Bemühungen zu stehen und nicht mit unqualifizierten Vodoo-Diagnosen von "Einbildung" und "Nix da" abgespeist zu werden, war überwältigend!
Das Gespräch mit dem Doc fand nicht wie im TriService üblich eine Woche später statt, sondern ... drei Minuten später. Das entsprechende gutartige Wachstum war stark, drückte auf anliegende Organe (daher die Notfälle und der fehlende Nachtschlaf) und ich brauchte daher -drigend- eine OP. Der Doc beantwortete alle meine Fragen geduldig und kompetent, legte gewissermaßen geometrisch dar, wieso Medikamente nur ein bisschen lindern könnten aber nie wirklich lösen könnten bei mir. Und so hatte ich den OP-Termin schon am Montag! Die OP fand in seinem Heimkrankenhaus statt. Das ist das erwähnte Chung-Shan Hospital, das laut Frau nicht nach einem "Mittelberg" (chung/zhong shan) sondern nach (dem Ehrentitel von) Dr. Sun Yat Sen benannt ist, dem Gründervater von "Taiwans" Kuomintang-Partei. Auch im ChungShan ist man einfach Kassenpatient, aber das Krankenhaus berechnet eben sehr viel höhere Sätze als das was die Kasse zuzahlt. Ich bekam dort eine Laservariante der OP, die die Kasse überhaupt nicht zahlt. Weil das weniger invasiv ist und ich am Mittwoch schon wieder raus konnte.

Derzeit habe ich noch mit den üblichen Nach-OP-Symptomen zu tun, meine Kreditkarte hat in Erwartung der Endrechnung schon ein paar Tausend Euro umgerechnet abgebucht, aber ich schlafe wieder die Nächte zumindest ein bis zwei Stunden am Stück durch und in ein paar Wochen soll es laut Doc wieder wie früher sein.

Fazit: In billige Krankenhäuser wie das Tri-Service kann man im ambulanten Facharztsystem nur, wenn man den Slogan "(ich) kann warten" unterschreiben kann, mit oder ohne dem Prefix "ich bin jung und..." frei nach der alten AOL-Werbung. Dort muss man einfach viel zu lange auf notwendige Untersuchungen warten und sitzt in Endloswarteschleifen zwischen fröhlich Stinky-Tofu-essenden Leuten mit Lapalien, selbst wenn man einen Notfall hat.

Ungetestet von mir soll es mittelgute Krankenhäuser immer mit ambulantem Facharztbetrieb wie das "Tai-Da" in Taipei geben, die schneller sind.

Oder man nimmt die güldene Kreditkarte (Platin hat in Taiwan eh jeder Student) und geht ins ChungShan respektive in die Ruentex-Klinik, denn manche der ChungShan-Ärzte stehen wohl auch ob räumlicher Enge des älteren Krankenhauses nur über die Ruentex-Klinik zur Sprechstunde bereit.

Taiwan National Health Insurance? Fuck it.

Montag, Februar 22, 2016

Kanadier versucht Seven-Eleven-Raub in Taiwan

Unklar in welcher Stadt. Laut TVBS-Bericht hat ein Kanadier offenbar versucht einen Seven-Eleven auf merkwürdige Art auszurauben

Ein junger Kanadier, der möglicherweise nur mit einem Touristenvisum in Taiwan ist, hat offenbar einen Seven-Eleven 24h-Minisupermarkt besucht und dann festgestellt, dass es eine günstige Gelegenheit sei den Laden auszurauben, als der einzige anwesende Angestellte des Geschäfts gerade mal im Hinterzimmer verschwand. Wie es ausschaut, hat der Kanadier ein Seil oder dergleichen verwendet, um die Türklinke der Hinterzimmertür irgendwo festzubinden, um den Angestellten so auszusperren. Der Kanadier, der offenbar trotz seines Aufenthaltsstatus als Englischlehrer in Taiwan gearbeitet hat, soll dann versucht haben, an die Kasse zu gelangen. Der Angestellte konnte sich allerdings aus der kanadischen Falle befreien und soll mit dem Kanadier gerungen haben. Die alarmierte Polizei traf schnell ein und nahm den Englischlehrer auf Abwegen fest.
Dieser soll als Begründung für seine Tat angegeben haben, seine Freundin, die möglicherweise Dänin ist, habe ihn verlassen und er würde daher Geld für einen Besuch bei ihr brauchen. Oder auch für seine Rückkehr in das große schöne Kanada. Wo es ja auch Seven-Elevens gibt übrigens.

Was Däninnen mit jungen Kanadiern anstellen und ob die alte Weisheit "Dänen lügen nicht", die in den Siebzigern immer in der ZDF-Hitparade gesungen wurde, auch auf Däninnen übertragbar ist, all das werden wir wohl nie erfahren. Auch gut.

Und wo war der Ludigel nun?

Eine Reise in die Nachbarschaft in Asien. Ja, wohin den eigentlich?

Wer weiß spontan etwas mit diesem Schild anzufangen? Dann bitte in den Kommentaren posten, worum es sich handelt.





Wo in Asien sieht man solche Schilder? Sogar in einer praktisch offenen Imbissbude übrigens, damit der neben dem einzigen halbhohen Ausgang stehende Angestellte auch weiß, wo es raus geht - wenn er nicht gerade über den Tresen springen will bei Friteusenfeuer.

Na? Demnächst mehr von der Reise hier im Blog.

Freitag, Februar 19, 2016

Why Taiwan?

Und das war ein Schulfest :-)

Donnerstag, Februar 18, 2016

Citizen Ludigel zur Hälfte wieder hergestellt

Meine gebrachte Citizen Eco Drive und ich gingen etwa zur gleichen Zeit kaputt. Mir geht es langsam wieder besser...

Mein Gesundheitszusammenbruch, hier kürzlich im Blog noch mit Rückenbeschwerden in Zusammenhang gebracht, war doch etwas gänzlich anderes, auch wenn manches Detail noch im Dunkeln liegt. Nach endloser Quälerei bei nichtswissenden Ärzten im Tri-Service Hospital in NeiHu, dessen Ärzte buchstäblich herumkicherten, wenn ich meine Symptome schilderte und oft die Symptome verschlimmernde Medikamente mit verheerenden Nebenwirkungen verschrieben hatten, zog ich mich fast schon panisch in eine teure Privatklinik in Taipei zurück. Da zahlt dann die hiesige gesetzliche KV etwas zu, aber das Gros macht das riesige Honorar der Privatklinik (RUENTEX) bzw. des mit ihnen zusammenarbeitenden Chung-Shan-Hospital aus. Während ich ob der keckernden Taiwanärzte, die meine Symptome nicht glauben wollten, schon der Meinung war ein medizinisches Wunder sein zu müssen, war dann in der Privatklinik alles Routine und statt in einem Zeitrahmen von bis zu drei Monaten in nur 6 Tagen erledigt, inklusive OP. Mit meinen 49 Jahren hatten ich einen frühen aber sehr starken Fall des -eigentlichen- Altherrenleidens "gutartige Prostatavergrößerung", so viel sei hier gesagt. "Kann nicht sein", kicherte da der Militärurologe, ich sei zu jung. Und verschrieb Beruhigungstabletten. Deren Nebenwirkungen mich in die Notaufnahme trieben. Trotzdem blieb der Termin für die Ultraschalluntersuchung noch 6 Wochen in der Zukunft, obwohl ich nachts kein Auge mehr zu bekam. Ein Alptraum ausgelöst von offen gesagt idiotischen Ärzten. Welch ein Segen dagegen die Professionalität des Urologen in der RUENTEX-Klinik. Alles Routine. Prostata zu groß, also wird sie verkleinert. Bamm, fertig. Kein Kichern, kein Verschreiben sinnloser und gar gefährlicher Medikamente. Mein Zutrauen in das taiwanische Kassensystem ist nachhaltig erschüttert. Privat zahlen "rules"!

Noch Kopf an Kopf: Alpha GMT und Citizen Promaster Skyhawk mit C652 Kaliber


Doch von der Urologie zur Uhrologie. Meine schöne Citizen Eco Drive Sky Hawk, die es mir gebraucht erworben (2009 hatte sie der Vorbesitzer NEU gekauft, ich erst 2015 von ihm) als Reiseuhr sehr angetan hatte, hat in der selben Zeit einen Totalschaden erlitten, wie es aussieht. Offenbar hatte sie von Anfang an einen schlecht geladenen Akku, der nur noch einen Bruchteil der Kapazität hatte. Denn das Sonnenlicht muss beim Ecodrive ja den Akku oder Kondensator laden. Schließlich hörte sporadisch und dann ganz der untere Drücker auf zu funktionieren und seit dem Totalreset zeigt sie nur noch eigenartige bernsteinfarbende Zeichen im Display an und reagiert auf gar nichts mehr. Die Legende, dass Citizen-Solaruhren bis zu 20 Jahren halten und nicht wie andere Solaruhren schon nach ein paar Jahren mit kaputten Kondensatoren/Akkus ausfallen, ist damit für mich auch erledigt. Mein Zutrauen in den Citizen Eco-Drive ist ebenfalls nachhaltig erschüttert.

 Heißer Tipp für eine wirklich preiswerte Automatik um 100 Euro: Orient Mako hier in Pepsi-Ausführung am Mesh/Milano-Taucherband aus dem Hause Seiko.

Reiseuhr ist damit wieder meine Alpha GMT aus Hong-Kong, die ein Nachbau einer Rolex GMT ist und trotz einiger konstruktiver Nachteile ganz gut läuft. Eine Automatik für etwa 90 US-Dollar, die mit zwei oder gar drei Zeitzonen jonglieren kann hat eben auch ein paar Nachteile.

Dank privat gezahlter OP ist Citizen Ludigel wieder hergestellt und die Reiseuhr aus Hong Kong hat den endgültigen Triumph über die japanische Citizen errungen.

Mehr zum Thema Uhrologie:

Alpha GMT im Reise- und Wettertest: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/02/das-alpha-experiment.html

Italo-Albanerin (Breil Milano): http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/09/faltige-italo-albanerin.html 

Alpha P.O.: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/uhrenarmband-mord-alpha-planet-ocean.html

Orient Blue Mako: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/03/blaues-krokodil-aus-augsburg.html

Nautec GMT: http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/01/nautec-gmt-durchwachsenes-update.html

J.Springs "Diver": http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/10/heiter-bis-uhrig.html

Breil Milano Unikat: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/10/breil-milano-unikat.html

Tissot Seastar Auto-Chrono: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/07/die-menschen-mussen-gewarnt-werden.html

Gigandet Seaground 2: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/08/uhrenwahnsinn-teil-x-gigandet-sea.html

Zwei "Planet Ocean"-Verschnitte: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/das-alpha-tier-der-uhrenwelt.html




Donnerstag, Februar 04, 2016

Gibt es taiwanische Armbanduhren?

Es gibt tatsächlich taiwanische Armbanduhren. Eine Marke nennt sich "Rosdenton"

Sicher hat weder eine Dame namens Ros Denton, die möglicherweise auf Facebook zu finden ist, noch irgendjemand aus der englischen Stadt Denton etwas mit der taiwanischen Uhrenmarke Rosdenton zu tun.

Von der Webseite www.rosdenton.com.tw

Die Uhren sind an gängigen Edeluhren von Rolex orientiert. Das ist keine Schande, mache andere ja auch. Gülden, diamantig, von industrievergoldet bis hin zu goldenen Uhren mit Karatangaben. Vom Quarzwerk bis hin zum Schweizer ETA-Automatikwerk. Lustig finde ich oben an der taiwanischen "Datejust" die Bezeichnung "Diamond Quartz". 

Für meinen Geschmack zu goldig, zu gewollt edel-konservativ und zu "rolexie". Schlecht sind die Uhren sicher nicht, hinter denen vmtl- irgendein Konzern steht, der sich die Uhren vermutlich in China zusammenbauen lässt (auch keine Schande, machen viele). Preislich sind sie keine Verführer. Mit 9999 NT, also etwa 250 Euro scheint es los zu gehen für eine industrievergoldete Quarz, die dann wie eine Rolex Datejust oder irgendwie ähnlich aussieht.

Bei älteren Taiwanern scheint so etwas aber gut anzukommen. Man sieht "Datejustiges" immer wieder an den Handgelenken hier. 

Hier was glimmerndes für etwa 2.500 Euro, mit ETA-Werk: http://mall.pchome.com.tw/prod/BHAH6Q-A78208966?q=/S/QDAT4E

Ich würde da für den Preis lieber eine 100%ig schweizer Uhr kaufen. Mit weniger bis keinen Brillis dran. Aber wer's mag...