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Freitag, Dezember 28, 2007

There is no global warming...





...and the glaciers are melting only because...



... the Taiwanese are slurping them up!

Natural Glacier water. Seen in the kitchen of my office building, here in Taipei, Taiwan.

And yes, I have too much time on my hands right now as I am sitting in a Buddhist office and my customers are all Christians and it's between Xmas and New Year right now...

Dienstag, Dezember 25, 2007

Die Jagd ist eröffnet (Update 2)





ENGLISH version of this article HERE


German version:

Die Hexenjagd im Internet

Die jüngste Aktion “Himmel“, mit der Kinderporno-Konsumenten verfolgt werden sollen, gibt Anlass zur Kritik aus der Datenschutzperspektive

Da ich als Informatiker mit dem Thema IT-Sicherheit in der Vergangenheit oft befasst war, habe zu diesem Thema zuerst einen längeren englischen Artikel geschrieben (http://bobhonest.blogspot.com/2007/12/another-witch-hunt.html) und möchte dies hier auch auf Deutsch wiedergeben.

Osteuropäische Banden, die Kinder gefangen halten, um sie vor laufender Kamera zu missbrauchen, sollen und müssen selbstverständlich verfolgt werden und mich freut jeder Fang, der in dieser Hinsicht gemacht wird. Die jüngsten Fahndungsmethoden, wie sie von FBI, Scotland Yard und auch deutscher Polizei angewandt werden, lassen aber die Sorge aufkommen, dass Unschuldige zum Opfer der Fahndungsmethoden werden; dies ist im jüngsten Fall (Operation Himmel) sogar durch die Polizei bestätigt worden, da die Polizei angab, manche Beschuldigte hätten nur „offensichtlich aus Versehen auf strafbare Adressen geklickt“ (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525248,00.html). Allein die große Zahl von 12 000 Verdächtigen legt nahe (genaues Vorgehen noch unbekannt), dass nur IP-Adressen gesammelt wurden und die dahinter stehenden Internetnutzer ermittelt worden sind, anstatt wirklich das Verhalten von Besuchern der Kinderpornographieseite zu ermitteln. Da das Internet mit seiner Bereitstellung von beliebigen Inhalten Frei-Haus direkt an den heimatlichen Schreibtisch, in seiner Präsentation einem Fernsehgerät ähnelt, klickt ein Internetbenutzer schnell mal auf irgendein Werbebanner einer legalen „Adult-Content-Webseite“ oder einen von Google ausgeworfenen Link, ohne immer zu überprüfen, ob der aufgerufene Inhalt nun strafwürdig sein könnte oder nicht. Anders als beim Fernseher ist ja im Internet bereits das Konsumieren der angebotenen Information strafbar, wenn es sich um bestimmte Inhalte handelt. Beim Thema Kinderpornographie ist dies auch sinnvoll, da die Kunden von Bezahlseiten mit kinderpornographischem Inhalt sonst den weiteren sexuellen Missbrauch von Kindern fördern! Nur sollte man genau überwachen, ob es sich nur um einen aus Versehen auf die illegale Seite geratenen User handelt, der „falsch geklickt“ hat, oder ob es jemand ist, der länger durch die Seite klickt oder gar Abbildungen auf seinen Rechner lädt. Das heute angewandte Prinzip, dass schon ein versehentlicher Abruf der Seite im Internet strafbar macht, ist meiner Meinung nach völlig überzogen und Teil einer allgemeinen Hysterie. Es ist ein ähnliches Prinzip, als sei das Aufrufen eines Piratensenders im TV mit illegalem Inhalten bereits strafwürdig, auch wenn der Fernsehnutzer sofort zur Fernbedienung greift und wieder auf SAT1 zurückschaltet.

Erstaunlich sind die weiteren Stellungnahmen von einem Oberstaatsanwalt, der darauf hinweist, schon der Empfang von einschlägigen Werbeemails mache einen Empfänger verdächtig. Wer hat heute noch den geringsten Durchblick, was alles in seiner spamverseuchten Mailbox ankommt? Zumindest wer seine Emailadresse auch beruflich verwendet, kennt überquellende Postfächer mit hunderten Werbemails jede Woche und verwendet vermutlich längst automatische Filter, um der Werbeflut von „Viagra-Werbung“, falschen Diplomangeboten aus Übersee, MP3-Downloads aus Russland und eben auch „XXX-Teens“ überhaupt noch Herr zu werden. Seit wann ist man verantwortlich für unverlangt zugesandte Werbung? Der Trend zu extensiver Überwachung des Internets unter jedweder Vernachlässigung des Datenschutzes droht hier das Leben völlig unschuldiger Bürger nachhaltig negativ zu beeinflussen.

Man mache sich einmal klar, was passiert, wenn man unschuldig in das Netz einer solchen Kinderpornographiejagd gerät. Erst kürzlich hatten wir eine Durchsuchung von 22 Millionen Kreditkartendaten in Deutschland, das ist praktisch jede deutsche Kreditkarte! In dieser rasterfahndungsähnlichen Aktion wurden praktisch alle deutschen Kreditkarten auf eine Buchung in bestimmter Höhne zu einem bestimmten Zahlungsdienst hin untersucht. War die Buchung, die auf Nutzung einer Kinderpornographieseite hindeutete erfolgt, erfolgte Hausdurchsuchung und Beschlagnahme jedweder Rechner und Datenträger.

Problematisch bei dieser Vorgehensweise ist jedoch, dass kriminelle Unternehmen (und um solche handelt es sich natürlich bei Anbietern von Kinderpornographie) auch Kreditkartenbetrug unternehmen: Kreditkartendaten (die durchaus von Online-Einkauf eines legalen Computerspiels oder Konsalik-Romans bei einem kleinen Internetladen stammen können) werden im Internet regelrecht gehandelt und werden von kriminellen Firmen benutzt, um nie georderte Leistungen von Kreditkarten abzurechnen.

Bei der erwähnten Polizeiaktion erinnere ich mich noch an einen Spiegel.de-Artikel, bei dem mitten im Weihnachtsgeschäft 2006 die Server eines über 70-jährigen Geschäftsmannes beschlagnahmt werden sollten, was sicher sein Unternehmen in existentielle Gefahr gebracht hätte. Nur weil er eine illegale Abbuchung von seiner Kreditkarte schon festgestellt und bei seiner Kreditkartengesellschaft angezeigt hatte, sah die Polizei von der Beschlagnahme ab.

Auch Bei der riesigen FBI-Aktion gegen den US-amerikanischen Internetzahlungsanbieter „Landslide“ wurden viele tausend Kreditkartenbesitzer Opfer polizeilicher Ermittlungen (und oft sogar angeklagt und verurteilt), die gar nichts von diesem Zahlungsanbieter bestellt hatte, sondern einfach Opfer illegaler und nie georderter Kreditkartenabbuchungen geworden sind (http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore, siehe Zitat unten).

Ein Blog - LINK: (http://hahn.blogkade.de/index.php?serendipity%5Baction%5D=search&serendipity%5BsearchTerm%5D=verfassungsbruch) – erwähnt 39 Selbstmorde im Rahmen der Landslide-Aktion. Das Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden lässt vermuten, dass unter den Selbstmördern auch Menschen waren, die einfach eine nie bestellte Abbuchung auf ihrer Kreditkarte hatten oder über das Landslite-Zahlungsportal Zugang zur einer völlig legalen Webseite mit „Adult content“, aber ohne Kinderpornographie erworben hatten. Die Fahndung übersah diese Möglichkeit und auch die Möglichkeit des Vorliegens eines bloßen Kreditkartenbetrugs. Wie man dem Wikipedialink entnehmen kann, wurde auch der Musiker Pete Townshend von solch ungenauer Fahndung betroffen. Die gewaltige Zahl von 250 000 Verdächtigen bei der Landslide-Operation entpuppte sich als viel heiße Luft (nur 100 Verurteilungen in den USA), die wahren Urheber evtl. kinderpornographischer Seiten wurden nie gefasst und stattdessen gerieten viele Unschuldige in die Mühlen der Justiz (tausende Veruteilungen in Großbritannien nur aufgrund der Abbuchung, auch wenn keine kinderpornographischen Dateien gefunden wurden).

Man mache sich einmal klar, was es heißt, wenn man unschuldig (z.B. durch eine ungerechtfertigte Kreditkartenabbuchung oder einen einmaligen falschen Klick) in eine solche Fahndung geriete: Unter den Augen von Nachbarn durchsucht ein Großaufgebot an Polizei die Wohnung, sämtliche Datenträger und Rechner werden beschlagnahm, die Polizei erscheint auch am Arbeitsplatz, beschlagnahmt dort Rechner und verkündet freimütig, der Beschuldigte sei „wegen Besitzes von Kinderpornographie“ verdächtig. Es erfolgt der Verlust des Arbeitsplatzes und öffentliche Brandmarkung im sozialen Umfeld. Bei der Landslide-Aktion wurden Kinder aus dem Haushalt der Beschuldigten entfernt und in Pflegeeinrichtungen gebracht. Es erfolgt nicht selten die Scheidung durch den Ehepartner und es folgt ein völliges Besuchsverbot für den Vater bei der Sorgerechtsregelung.

Die Auswirkungen der bloßen Fahndung sind hier also in der Regel dramatischer als eine evtl. stattfindende Verurteilung. Man kann sich vorstellen, wie sich jemand fühlt, der völlig unschuldig in eine solche Aktion herein gerät. Ein Leben wird zerstört, weil Fahnder sorglos mit Internet-Verbindungsdaten umgehen (im Landslidefall nicht-kinderpornographisch-bezogener Zugriff auf das Bezahlportal, im „Himmel“-Fall vermutlich die Ermittlung von IP-Adressen auch zufälliger Besucher) oder falschen bzw. betrügerischen Abbuchungen von der Kreditkarte als Ergebnis von legalen Online-Einkäufen (im Landslide-Fall nachgewiesen und vermutlich auch bei der Durchsuchung der 22 Millionen deutschen Kreditkarten passiert).

Eine Hexenjagd, die das Leben Unschuldiger zerstört, ist in niemandes Interesse. Eine sorgfältigere Fahndung zur Überführung wahrhaft Schuldiger wäre wünschenswert.


UPDATE: streng nach deutschem Recht ist es noch nicht strafbar, wenn man nur auf eine Weseite mit kinderpornographischem Inhalt gerät. Jedoch speichert der Browser in der Regel Abbildungen automatisch im Cache ab, so dass daher die Strafbarkeit u.U. bereits hergestellt worden ist. Im Ergebnis kann man sich also sehr wohl durch den bloßen Kurzbesuch, etwa durch Klicken auf einen Link, bereits strafbar gemacht haben.
Wenn einfach die IP-Adresse durch die Ermittlungsbehörden auch beim Kurzbesuch erfasst wurde, können insbesondere durch die öffentliche Art der Fahndung (Druchsuchung am Arbeitsplatz etc.) bereits die oben erwähnten schwerwiegenden Folgen für den Beschuldigten entstehen, auch wenn kein Verfahren eröffnet wird.
Gleiches gilt natürlich um so mehr, wenn der Beschuldigte völlig unschuldig ist und ihm seine Kreditkartendaten gestohlen worden sind, was sehr häufig vorkommt (siehe als Beleg den Wikipedia-Auszug unten zum Landslide-Fall).

UPDATE2: Der Rechtsanwalt Udo Vetter bestätigt in seinem Blog meine Befürchtungen: Das bei der Aktion "Himmel" überwachte Sexportal hat auch völlig "normale" Sexseiten (also mit legalen Inhalten) im Angebot. Wie geschmackvoll "TEEN"-Seiten auch sein mögen, bei dem die Modelle scheinbar "junge Frauen" sind (lt. Staatsanwalt) mag jeder selbst entscheiden, strafbar ist der Besuch solcher Seiten nicht. Hausdurchsuchungen werden nun auch bei Leuten durchgeführt, die nur die legalen Angebote des Portals wahrgenommen haben, weil ihre IP gelogt wurde. Der Mandant des Herrn RA Vetters hat sich als unschuldig erwiesen, jedoch haben seine Frau und sein Chef sich von ihm getrennt. Es ist zu befürchten, dass noch viele gutbürgerliche Existenzen durch die Aktion "Himmel" auf diese Art zerstört werden, ohne dass die Betroffenen irgendetwas mit Gesetzesverstößen zu tun haben. Siehe das Lawblog:
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2007/12/25/vom-himmel-in-die-holle/

UPDATE 2: meine Kritik ist bestätigt worden: (31.12.2007): http://www.heise.de/newsticker/meldung/101116

Wikipedia-Zitat zur Landslide-Aktion:

http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore

“Since 2003 Operation Ore has come under closer scrutiny, and the police forces in the UK have been criticised for their poor handling of the operation. The most common criticism is that they failed to determine whether or not the owners of credit cards in Landslide's database actually accessed any sites containing child porn, unlike in the U.S. where it was determined in advance whether or not credit card subscribers had purchased child porn. Investigative journalist Duncan Campbell exposed these flaws in a series of articles in 2005 and 2007.[7][8][9]

This was a serious error, because many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.”

Another witch hunt? (update2, Nov 2008)

German version of this article here - deutsche Version hier

ENGLISH:

The witch hunt is on:

controvers Police methods in investigation of Internet child-pornography

Now I sincerely hope that no keyword triggered online-advertisement will display any related ads right now in this blog. Because this article is about the latest hunt for child porn offenders on the Internet, this time the material had been located in Germany (LINK: http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/81/149718/ (German)). Now don’t get me wrong, a hunt for producers or consumers of child porn is perfectly fine, but as an information scientist (Dipl.-Informatiker, German degree) focused on information security, I am often concerned how easily the privacy of people if violated, if there is as good as no evidence – and how easy connection-related information (IP addresses) or online credit card information leads to false prosecution of people.

The usual comments on web sites with articles such as the link above are “cut off their … (you know what)”, however I like to point out here how easy it is to turn the lives of perfectly INNOCENT people into hell with such police action and I like to point out how easily the Internet can contribute to FALSE EVIDENCE being created and used against false suspects.

As in this recent “operation Himmel” action, IP addresses of people were obviously tracked after a Berlin Internet provider alarmed the police. So far, so good. Law enforcement does not state how the identities of suspects were retrieved, but it is very likely the IP addresses were captured as the German law enforcement said, some suspects were not prosecuted, as “they had just clicked on the wrong link”. This means, police did not care to check who actually showed enhanced activity on the child porn web site, but rather took IP addresses of somebody “surfing through”. Clicking away quickly is probably not enough, if police already has tracked the IP address of an innocent person who just searched for –legal- adult content (searching for adult content is unfortunately the largest money maker on the Internet) and got astray clicking on a strange link.

Internet: click wrong button and…

Again, I do not want to defend child porn users, as they keep up a multi-million dollar business which is abducting and abusing children. But law enforcement should make sure, they really catch the bad guys. However, the Internet with it’s 24/h offering of all kinds of content right to your desk is more like a TV in my opinion than anything else, so people should not be prosecuted for just zapping into an “illegal TV channel” (website). If they actively take part in the received program (downloading images from the child porn site or clicking through it), this is a different story and in this case they should be prosecuted by law enforcement.

With operation “Himmel”, the large number of suspects (12 000) suggests that again simply IP addresses of Internet surfers had been tracked.

250 000 suspects…. and a lot of hot air

Recently, the operation again the Internet-payment company “landslide” had revealed as much as 250 000 suspects worldwide. Law enforcement was proud of this big catch of “child porn offenders”. However, the facts which were later revealed did not seem very convincing (see http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore, blog: http://hahn.blogkade.de/index.php?serendipity%5Baction%5D=search&serendipity%5BsearchTerm%5D=verfassungsbruch - German). Again, I am happy if police action does result in arrest of child porn offenders, but law enforcement should ensure they have the right suspects.

Landslide turned out to have been offering a payment system for a lot of web sites, among these was perfectly legal adult content, and also child porn content (or at least ads relating to fake child porn websites which probably only want to install spyware – it is unknown what exactly had been in the landslide system because of sloppy police work). Even the musician Pete Townshend hat been prosecuted, as he seemingly owned a landslide payment key, BUT it was later revealed he had NOT accessed the child porn sides, just other websites.

Now let’s recall this: Someone buys an access key for perfectly legal adult content and then he gets arrested for being a child porn offender although he never consumed such thing. This is what I mean when I say, law enforcement should really monitor the behaviour of online suspects and not just jump to –often wrong- conclusions from “easy evidence”.

As the blog above mentioned, a lot of people were arrested who owned credit cards with numbers which were found on the landslide servers. But it is a well-known fact that shady businesses - and landslide certainly was one - often abuse credit card information they obtained. Credit card information is sold by shady companies and people find charges for Internet services, which they never ordered, on their credit card all the time. As the blog in the link above states, many people became suspects only because landslide billings were found on their credit card. The blog even states, people were sentenced as child porn offenders, even if no further evidence was found! This means, people who just had a billing on their Internet card but never ordered it, got sentenced (see Wikipedia quote below regarding this).

All German credit cards had been searched

In Germany, practically all credit cards had been searched in another child porn investigation (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,457844,00.html -German).

That is 22 million credit cards. Police was searching for a certain amount being transferred to a certain payment service, which was supposed to indicate child porn access. Again, the possibility exits (and the probability is high) that people had been prosecuted because they had a fake(!) billing on their credit cards. Companies selling child porn (often located in Russian networks) are not beyond making fake billings of credit cards, I would suppose. I still remember reading on Spiegel.de about a business man, being over 70 years old, who had found police raiding his company in the middle of Christmas business wanting to take away his servers. Reason was such a billing on this credit card. As the person had already informed his credit card company about the fake billing and could prove it to the police force, the servers were not taken away and he was not prosecuted any further. Imagine what would have happened if he hadn’t noticed the fake billing.

In the latest “operation Himmel” mentioned above, law enforcement even indicated, people receiving email advertising child porn would be suspects and should report such emails to police. This is an astonishing statement, as mailboxes of many people who use their email accounts for business are full of hundreds of spam mails per week. People use automatic spam filters to get rid of the tons of emails advertising MP3-downloads from Russia and fake Viagra pills and “XXX teens”. Are people now responsible for all these spam emails they get without ever having requested them? What will be next, will I be arrested for stuff some shady east-European criminals dump into my email box without me even seeing it?

What happens if..

The problem for innocent suspects is, what happens if the home and work place of an innocent “suspect” gets raided by a police. Neighbours notice. Word will spread, “Mr. Miller” had been raided “because of child porn”. If the suspect is a father, his children will be taken away even during the investigation (see blog ink above relating to the landslide operation). Wives will leave their husband. The father will lose al visitation rights for his kids after the divorce. His company will fire the employee (law enforcement always investigates the work computer in such cases). All VHS, CD-ROM and DVD material will be taken out of the home of the “suspect” and investigation will take a year or longer. The blog above mentions 39 suicides during the landslide investigation. Chances are, a lot of these people were not real consumers of child porn, but just innocent people who had the wrong billing on their credit card or just had bought access to a legal website without knowing that access to a child porn site was “hosted” by the same billing company.

I am happy if child porn offenders get convicted. But I am not happy if connection data or online credit card data gets misused to ruin the lives of innocent people.

People’s constitutional rights get easily violated these days. Especially if accusations about such a crime are involved. In the end we may have just a big witch hunt, doing more harm than good – simply because police work is not done properly. And while innocent people are prosecuted and find themselves outcasts of society without ever having committed any crime, the real child porn offenders are still out there.


UPDATE: as a German lawyer states in his (German) BLOG , the so-called child-porn portal in the "Himmel" raid was also offering legal adult-content and persons who had downloaded only legal content, also have their homes raided. Probably without noticing an ad to a child-porn site? The client of the layer only downloaded legal content from a legal website of this portal, but still had his home raided, PC seized and even his workplace raided. His wife divorced, he lost his job. Visitation rights for his children will be decided soon...
Careless tracking of IP-addresses has destroyed a life of a person far from committing any illegal action. Law enforcement should track more properly, what suspects are actually doing on the internet. There will be no prosecution of the lawyer's client, but the damage to his life is already irreversible.

Quote from Wikipedia regarding the landslide operation:

http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_ore

“Since 2003 Operation Ore has come under closer scrutiny, and the police forces in the UK have been criticised for their poor handling of the operation. The most common criticism is that they failed to determine whether or not the owners of credit cards in Landslide's database actually accessed any sites containing child porn, unlike in the U.S. where it was determined in advance whether or not credit card subscribers had purchased child porn. Investigative journalist Duncan Campbell exposed these flaws in a series of articles in 2005 and 2007.

This was a serious error, because many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.“


UPDATE: Heise.de had reported (can't find the link right now) that all prosecutions of the "operation Himmel" had failed. Evidence was not clear, a lot of people who were investigated were innocent, not clear if any child pornography consumer was among the owner of the collected IP addresses. A few marriages and careers ruined because of police knocking at doors of innocent people. Bullocks police work, as predicted above.

Here is a link to an article (German!) in the blog of a lawyer who worked on the case (defense) stating there had been no successful prosecutions published by the state attorney. The Heise.de article was even more clear and stated there HAD BEEN no such success stories and the seized computers were returned to their owners, many of them without search, as the grounds for prosecution were cloudy at best.

Donnerstag, Dezember 20, 2007

anonymous P2P, dangers of Tor?


The Tor network is often discussed as a safe way to surf the Internet anonymously. However, Tor has certain dangers, in some (very few) situations, using Tor is more dangerous than not using it. Also discussed in my techblog article, does the Bittorrent client uTorrent work with Tor? It worked anonymously only under very special circumstances (a firewall jamming direct connections). Anyway, using Tor and P2P is usually able to break through P2P traffic choking by a Firewall or an Internet provider.
NOTE: downloading content via P2P can be perfectly legal, that's why statements in the techblog article are not meant to encourage downloading illegal (copyright protected) content. The probability to be tracked by anti-P2P companies is almost 100% nowadays.
See my techblog article HERE.

UPDATE: see the update: when using a desktop firewall such as Sunbelt/Keiro, which can be configured to jam uTorrent's in- and outgoing communication, uTorrent is forced to use Tor only and thus anonymous uTorrent download can be achieved (still in verification, click on the link to learn the current status).

Montag, Dezember 10, 2007

Taiwan, ein chinesisches Homeland


This article is only in German and describes Taiwan in relation to China. Please refer to other articles of my blog which are usually in English.

Taiwan, ein chinesisches Homeland

Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe (LINK: http://www.china.org.cn/english/7774.htm ) habe ich keinen Zweifel mehr, dass ich meine Steuern nach Peking (will Bejing geschrieben werden) zahle, mein Ausländerausweis, der mit Aufenthalt auf der Insel Taiwan gewährt, muss von der Volksrepublik China ausgestellt sein und meine Geldbörse muss vor lauter Renminbi oder wie immer die Chinataler heißen, nur so überquellen. Denn Taiwan wurde, laut dem vorstehenden Link, 1945 an China zurückgegeben und seither „haben 157 Länder diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen und anerkannt, dass es nur ein China gäbe und das die Regierung der Volksrepublik China die einzig legitime Regierung für China sei und das Taiwan ein Teil von China sei“. Und Taiwan stelle viele Düngemittel her, habe Petroindustrie etc. und 4-Jahrespläne und die „Cooperative Bank of Taiwan“ würde u.a. „der Regierung“ gehören. Nicht einmal der Wirtschaftsteil erwähnt, dass Taiwan eine eigene Währung hat, denn in meinem Portemonnaie sind „New Taiwan Dollar“ und keine Rimmibimmi-Remmidemmi-Taler, oder wie immer sie heißen. Ich kenne nicht mal den Namen der chinesischen Währung, genauso wenig wie ich den Namen der lybischen parat hatbe (die haben glaube ich Lira, oder auch nicht).

Meine Ausländerkarte ist von der Republik China ausgestellt, ohne VOLKS davor. Denn mit Republik und Volksrepublik, das ist so wie mit Jacke und Zwangsjacke, wie ein alter Witz aus der Zeit des Kalten Krieges lautet. Und provisorischer Regierungssitz der Regierung der Republik China ist Taipei auf der Insel Taiwan. Deren Regierung nimmt auch meine 6% Steuern entgegen. Taiwan, formal „Republik China“ genannt, hat auch eigenes Militär, Polizei, jedwede andere Behörden etc. Befehle aus der VOLKS-Republik China nimmt hier niemand entgegen, es sei denn er ist Spion, möchte ich scherzhaft anmerken.

solche Abbildungen, weil sie Taiwan andersfarbig als China darstellen, führen in China zur Beschlagnahme von Reiseführern (http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,15 18,518262,00.html)

Wenn die Regierung Anteile an Unternehmen hat, dann ist das die Regierung in Taipei, nicht die in Peking. Und Taiwan ist keine Jahresplanwirtschaft a la DDR, sondern eine Marktwirtschaft, man könnte es auch „Turbokapitalismus mit etwas Sozialsystem“ nennen. Klassenfeind Pekings ist Taipei damit allerdings nicht, denn auch die „Kommunisten“ in Peking haben längst den Kommunismus über Bord geworfen und betreiben eine der schonungslosesten kapitalistischen Gesellschaften der Erde, ohne jedwedes Sozialsystem.

Die "Volksbefreiungsarmee" Chinas möchte auch das freie Taiwan "befreien"


Vergessen hat der Artikel auch die Tatsache, dass Taiwan das Ingenieurbüro der Computerwelt ist. Fast alle Computer, die weltweit verkauft werden, sind in Taiwan entworfen. Wichtige Komponenten wie die CPU sind fast immer in Taiwan hergestellt. Die restlichen Komponenten sind nach taiwanesischen Vorgaben auf „dem chinesischen Festland“ gefertigt, wie wir hier in Taiwan sagen, also in der „Volksrepublik“ China. Die Fabriken gehören dabei oft Firmen in Taiwan. Ich sitze hier gerade in einer und wir lernen gerade Kollegen von unserer Festlandfabrik in der „Volksrepublik“ an. Die reizende Kollegin, die ich da instruieren darf, ist ganz entzückend und bringt mir den Gedanken einer Vereinigung mit dem Festland viel näher, aber es wäre eine Vereinigung und keine Wiedervereinigung, denn die Volksrepublik China hat Taiwan zu keinem einzigen Zeitpunkt seiner Geschichte jemals beherrscht. Und meine Frau ist eh gegen die Vereinigung (von mir und der Kollegin). Eine Vereinigung mit dem Festland könnte sie sich nur vorstellen, wenn Taiwan dabei als Demokratie erhalten bliebe, ein Anschluss an ein Riesenreich, das Andersdenkende mit Folter und Verfolgung überzieht (siehe u.a. hier: http://www.faluninfo.net/displayAnArticle.asp?ID=8352) , erscheint der Bevölkerung Taiwans kaum erstrebenswert.

Opfer chinesischen Terrors in China, man verzeihe den Taiwanesen, wenn sie das nicht vorbehaltlos wollen (Quelle: Falundafa, Link siehe oben). Ich bringe widerwillig diese Abbildung, um mal etwas anderes als chinesische Olympiaromantik zu zeigen.

Der chinesische Wirtschaftsaufschwung ist im Wesentlichen ein taiwanesischer, auch das fehlt natürlich in dem Artikel. Kluge Investoren wählen den Weg über Taiwan, um in China zu produzieren. Dann setzen sie sich mit einer taiwanesischen Firma in Verbindung und vermeiden es, sich mit dem chinesischen Korruptions- und Regularien-Dschungel, der von lokalen Parteifunktionären und ihrer Privatorganisation nach Gutsherrenart reguliert wird, auseinandersetzen zu müssen.

Und ja, die Volksrepublik China hat der Republik China die internationale Anerkennung abgenommen, im Jahre 1972 auf Nixons Betreiben hin. In den Jahren 1949-1972 existierte die Republik China nach der Flucht ihrer Regierung vor den Kommunisten nach Taiwan fort und war die einzig international anerkannte chinesische Regierung, allerdings beschränkt auf die Insel Taiwan und zwei kleine Inseln (Matsu und Kinmen), die direkt vor der chinesischen Küste liegen. Seit 1972 existiert die Republik China alias Taiwan auch ohne Anerkennung durch die UN fort auf Taiwan, seit 1992 sogar als parlamentarische Demokratie (1996 erste Direktwahl des Präsidenten). Ein Vergleich China vs. Taiwan ist HIER (http://www.gio.gov.tw/taiwan-website/5-gp/rocprc/ ) zu finden, mit Fakten statt Geschichts- und Faktenklitterung. Alle Staaten, die mit der VR-China Beziehungen haben, folgen in der Tat einer „Ein-China“-Politik. Das die VR-China-Regierung allerdings die Regierung Taiwans ist, würden wohl nur wenige so sagen. Diplomatisch redet man da ehr von einer chinesischen Nation, ohne genau auf die Staatlichkeit abzuheben und fordert China und Taiwan dazu auf, ihre Differenzen friedlich beizulegen. „In einem demokratischen Prozess solle eine Wiedervereinigung erfolgen“ setzt man in der Regel noch hinzu. Nur Schröder, der deutsche Exkanzler, stimmte „100%“ mit der Ansicht der VR-China über Taiwan überein, hat er aus dem Kanzleramt getönt. Na ja, er hält ja auch Putin für einen „lupenreinen Demokraten“ und arbeitet heute für ihn und die Gasprom.

Kinmen und Matsu vor der chin. Küste gehören zu Taiwan (Abb. von taiwanesischer Regierungsseite)


Nur ein totalitäres Regime was das der VR-China kann einen so Falschfakten-Artikel erstellen, der in bester Tradition von George Orwells „Newspeak“ ist. Solche Fehlinformationen sind um so brisanter, weil China mit seiner „großen Firewall von China“ jedwede Information über Taiwan, China und Tibet von den chinesischen Internetnutzern fernhält. Die meisten Chinesen wissen nicht einmal, das Taiwan eine eigene Währung hat. Wenn wir hier in Taiwan chinesische Gäste haben, können die nicht einmal die Speisekarten in den Restaurants lesen, weil man in Taiwan andere Schriftzeichen (die traditionellen) verwendet.

„Taiwans Äpfel sind so süß“, habe ihn schon seine Großmutter gelehrt, schrieb einmal ein Herr aus der VR-China im Internet, und Taiwan sei schon immer China gewesen.

Der Apfel ist meiner Aktentasche hier in Taiwan ist sehr süß. Und hat einen Aufkleber:

CHILE

Die Industrienation Taiwan hat ihn importiert. Darf ich daher ein alternatives Ziel für die 1000 Raketen vorschlagen, mit denen China derzeit auf Taiwan zielt? :

CHILE

Dann fallen sie vorher ins Wasser.

Mittwoch, Dezember 05, 2007

Taiwan's juvenile street gangs


TAOYUAN. My wife had warned me. See that you get a good relationship with these youngsters out there. Otherwise they will follow you every time you come home and make trouble to you at our front door. Reason is, there is really a group of youngsters living on the backyard of the local paper factory close to our home. And they are not the guys to fool around with. Make friend with them while they are young, that's what she said. So I did it, carefully approaching them to make a first contact with one of the incredible backyard street gangs of Taiwan. Read the full story below.


scroll down to read the disturbing report...





So, here I go. I have shielded myself with knowledge about the common greetings and social manners of the Taiwan population. Though the advice by one long-time poster on the Taiwan expat forum Forumosa.com seemed strange to me. Common greeting rituals would involve shaking tail and sniffing on each other's behinds...





On seeing me, they approached loudly from the backyard. Note the fierce outfit of the gal on the right hand side. She is wearing the typical "Taiwan street dog" gang colors...


Prancing around right at my own front door. No doubt, these guys and gals are the masters of the streets...


I have to stay calm under the cold glare of the big darkly-clad gang leader...

So far I was lucky. There was a lot of violence among the juvenile gang members, but none against me so far...

Gosh, I was lucky this time. But on departing, the gang boss told me, I better would prepare myself with a bribe for next time. He mentioned something called "wiener". Damned, there are hard days ahead.

At least I hope I could prepare my readers for the basic troubles they can expect, should they ever consider a visit to...
...the back streets of Taiwan.

Cause living in Asia ain't easy.