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Donnerstag, Juli 05, 2012

Da liegen sie danieder...

Bei meinem Deutschlandbesuch, den ich nun leider schon wieder beendet habe, kam ich nicht umhin, auch die lokale HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG zu lesen. Abteilung Kriminalfälle. Nichts ist so nett vorm Schlafengehen wie ein paar spannende Kriminalien. Was es da wohl zu lesen geben wird? Tischler Anton E. erschlägt seinen Gesellen Max V., weil er zu viel gehobelt hat? Und auch noch an falscher Stelle? Nein, nichts dergleichen. Pfarrer Franz F. verletzt Klingelbeuteldieb mit Kruzifixwurf? Auch nicht. So etwas gibt es nur beim königlich-bayrischem Gerichtshof im Fernsehen.

Nachmittagstee hat sich nicht verkauft, da fliegen die beiden pudelgroßen Werbefiguren hier in Taipei einfach wieder raus


Stattdessen hatte die H.A.Z. die Tage folgendes zu bieten:

1.) Brüder aus einer türkischen Familie erstechen ihre Schwester, die einen deutschen Freund hatte, der "Familienehre" wegen. Zynisch könnte man fragen "Was die wohl erst machen, wenn mal etwas wirklich Gravierendes vorfällt?", aber witzig ist das nun wirklich nicht.

2.) Ein Rentner wird an der Haltestelle von einem vermutlich osteuropäischen Mann überfallen und im Schwitzkasten wird ihm die Geldbörse entwendet, der Täter flüchtet (und hinterlässt leider keine Spur Krakauerreste, die auf seine selbige führt).

3.) Ein jüngerer Mann wird vom einem Messerstecher an der Haltestelle angegriffen. Die Nationalität des Täters wird nicht erwähnt (ob es ein Ostfriese war, der sich ihn seiner Familienehre verletzt sah? Oder hat er zu viel auf den lokalen Hassprediger aus seiner Heimatstadt Emden gehört)?

Rein deutsche Täter-Opferverhältnisse konnte ich nicht finden, die drei Mal wo ich nach den Kriminalfällen gesucht habe, es sei denn man würde den Messerstecher als Deutschen zählen, was man natürlich tun könnte. Auch wenn man das optimistisch tut, hätte man immer noch ein Verhältnis 2:1 von Ausländerkriminalität zu Inländerkriminalität.

Da kam mir der Gedanke, ob so etwas hier in Taiwan möglich wäre. Wie lange so viele Weiße ohne richtigen Uniabschluss hier wohl weiter als Englischlehrer arbeiten würden, wenn sie so die Lokalzeitung mit Verbrechen füllen würden?

Aber das sind Gedanken, die man nur in Taiwan denkt. In Deutschland ist es normal, dass zwei Drittel aller Verbrechen von Ausländern begangen werden, habe ich vor Jahren einmal gelesen. "Und das ist gut so", würde jetzt vielleicht ein deutscher Bürgermeister dazu sagen, egal ob von CDU, SPD, FDP, Linken oder Grünen, denn alle machen in der Hinsicht die selbe Politik.

Bleibt einem dann nur, nach den schönsten Hüten zu wählen, aber auch die haben sich längst programmatisch angeglichen.

Soweit der Einwurf vom östlichen Tellerrand der Weltscheibe für heute.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lu Er Fu:
tja, das ist halt der Vorteil von Japan, Taiwan, Singapur, Philippinen, usw....das sind Inseln. Da kommt so schnell keiner hin..und keiner weg. Autos stehlen lohnt sich dort nicht. Es gibt halt keine polnische (usw) Grenze. Über die Kulturbereicherer/Fachkräftekriminalität...das war schon früher so. Halt nicht so arg. In meiner Prawda ist es schon so weit dass nur die einheimischen Passeigentümer erwähnt werden. Der Rest ist sowieso evident.(Darf man aus human rights nicht sgen...aber jeder weiß es. Wie Du schon erwähnt hast....Es gibt eigentlich keinen Opfer-Täter Abgleich. Das ist halt bei jedweglicher Regierung nicht gern gesehen aufgrund....naja...Gemeinschaftsschuld.

"Ludigel" hat gesagt…

Richtig. Nichtsdestotrotz muss man sich klar machen, dass es international nicht um Schuld und Sühne, sondern um Macht und Geld geht. Wenn also der Schuldkomplex der Deutschen getriggert wird, zahlt sich das für andere Staaten macht- und geldpolitisch aus.