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Montag, April 15, 2013

Taiwaner Ausländerfreundlich (Update)

Immer wieder stößt man darauf, dass Taiwan das ausländerfreundlichste Land überhaupt sei und insbesondere die jungen Einwohner Taipeis werden in dieser Hinsicht genannt. In jedem Reiseführer. In fast allen Blogs und Webseiten. Und auch die Taiwaner selbst sagen das von sich, wie hier im Ausländerforum wiedergegeben wird: http://www.forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=8&t=119590.

Man sieht schon in der Diskussion im Forum, dass hier nicht alle zustimmen. Auch ich tue mich in meinem 9. Jahr hier eher schwer mit dieser Aussage und es ist mein Eindruck, dass es gerade die Taiwanneulinge sind, die diese Aussage machen. Ganz fair und sachlich denke ich, kann man es so formulieren:

- Taiwaner sind oft sehr unfreundlich gegenüber Südostasiaten aus ärmeren Ländern.
- Taiwaner sind oft unfreundlich gegenüber dunkelhäutigen Menschen, auch Afroamerikanern.
- Taiwaner denken Taiwaner und Chinesen seien intelligenter als "Weiße" und "Weiße" intelligenter als "Schwarze".

- Eher gebildete Taiwaner lächeln viel und behandeln "Weiße" hier in aller Regel ruhig und höflich.
- Eher weniger gebildete Taiwaner gaffen "Weiße" an und machen sich gerne in der Gruppe über sie lustig. Oder bestaunen sie wie Marsmenschen.

- Taiwaner heißen "Weiße" oft willkommen in den Straßen Taipeis.
- Manche Taiwaner himmeln "Weiße" regelrecht an.
- Viele Taiwaner stellen "Weißen" furchtbar viele Fragen bis hin in den Intimbereich, wenn man sie lässt.
- Manche werden regelrecht zum Stalker, etwa in der Firma.
- Ein "weißer" Freund oder Bekannter ist Mode, er erhört den sozialen Status enorm (Gesichtsgewinn).
- Der durchschnittle "Weiße" hier scheint irgendwie hübscher und größer zu werden in den Augen der Einheimischen (vgl. viele Komplimente, Anziehungskraft "weißer" junger Männer auf einen Teil der aufgeschlossenen, gutbürgerlichen Damenwelt hier).

Summa Sumarum würde ich sagen, Taiwaner, zumindest in Taipei und anderswo im Norden (den Rest kenne ich nicht so) sind HELLHÄUTIGEN Ausländern gegenüber oberflächlich freundlich. Womit sie sich wohl positiv von anderen Ländern abheben, wo man als "Weißer" entweder ignoriert wird (sowohl mehrheitlich "weiße" als auch ethnisch andere Länder) oder nur als wanderndes Dollarbündel gesehen wird oder gar pauschal eher nicht gemocht wird (öfter mal in China und Südkorea, sicher manche islamlische Länder).

Auf ein Wort gebracht, sind sie nun ausländerfreundlich oder nicht, die Taiwaner?

Äh..... ja .... sicher. Klar.


Das oft verwendete "Weiße" und "Schwarze" habe ich hier der einfachheit verwendet, aber in Anführungszeichen gesetzt, da ich diese Begriffe nicht so toll finde. Was wären denn dann die Taiwaner etwa? Blöde Begriffe.

***

Anderes Thema: Taiwans girliehaftes Frauenbild kommt jedenfalls sehr gut in diesem Werbevideo zum Ausdruck, auch wenn ich keine Ahnung habe, was da verkauft werden soll. 

video

UPDATE:
(1) Mag sein, dass das Video oben nicht funktioniert. Oder es liegt an meiner Verbindung. Oder an der Stellung von Mars zu Saturn. Whatever.
(2) Der Trackback vom DUNKELANGST-Blog sei ausdrücklich empfohlen: Danke für das Feedback! http://www.dunkelangst.org/2013/taiwaner-sind-auslanderfreundlich/

Kommentare:

Dunkelangst hat gesagt…

Hi Ludigel!

Ich hinterlasse bei Dir jetzt mal wieder meinen Trackback zu deinem Artikel:

http://www.dunkelangst.org/2013/taiwaner-sind-auslanderfreundlich/

Viele Grüße aus Deutschland
Helmut

Anonym hat gesagt…

Gute Ausführung.
Ich denke der Rassismus gibt es genauso in Taiwan, China wie auch in Deutschland und Europa und den Rest der Welt.
Wenn nicht öffentlich verbal oder sogar durch körperlicher Gewalt, dann zumindest herrscht dort auch der sogenannte versteckte Rassismus.
Ganz ausmerzen wird man den Rassismus leider nie können.
Zum Rassismus gehört im Übrigen auch das Überfreundliche gegenüber anders Aussehenden. Wenn auch nicht negativ gemeint, doch aber kann es gegenüber den Betroffenen negativ erscheinen und auch dies ist eine Art versteckter Rassismus.
Damit müssen wir denke ich alle leben, wenn wir im Ausland sind. Und genauso wenn Einwanderer oder Besucher nach Deutschland oder Europa kommen. Auch wenn hier in Deutschland es doch sehr zum positiven mittlerweile gewandelt hat und die Gesellschaft hier merkt, das Deutschland immer mehr ein Einwanderungsland ist und wird. Die Zuwanderungen sind enorm und steigen. Schon jetzt herrscht Wohnungsknappheit in Deutschland, da Deutschland auf diese enormen Zuwanderungen gar nicht vorbereitet ist. Das passiert zu schnell. Doch das Land wird es aushalten und darin wachsen und stärker werden. Und das ist gut so.

Viele Grüße aus den schönen Bayern.
Michael S.

"Ludigel" hat gesagt…

Genau, wenn man endlich zugibt, dass D-Land ein Einwanderungsland ist, wird vieles einfacher. Dann kann man ja auch sinnvoll steuern. Heißt ja nicht, dass es dann kein Asyl oder keine Null-Punkte-Aufnahmen gäbe, auch wenn man ein Punktesystem a la Kanada einführen wollte.

Aber die Union wird wohl nie zugeben, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und als Resultat findet die Einwanderung ungesteuert statt.

Aber es reguliert sich selbst, strömen denn jetzt nicht mehr Fachkräfte aus der EU zu?

Dunkelangst hat gesagt…

Also zumindest eine Fachkraft versucht Europa derzeit zu verlassen und macht noch fix seinen Master, da dieser in Taiwan mehr anerkannt ist. 哈哈哈

Danke für das Update!

Tamasü hat gesagt…

Welche kreative Statistik-Deuterei war jetzt noch 'mal die vorherrschende "Begründung" für die alternativlose Notwendigkeit von Zuwanderung in Deutschland?