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Montag, April 22, 2013

4000 in Seenot

Erschreckende Bilder gestern im Fernsehen hier in Taiwan. Angeblich sollten die 4000 Teilnehmer eines Massenschwimmens an der Südspitze Taiwans in Kenting in Seenot sein und die Retter seien nicht in der Lage, die Menschenmassen, die aufs Meer hinaus getrieben würden, so schnell zu bergen. Man sah Menschen meist mit Badekappen und Schwimmbrillen, oft mit Neoprenoberteilen, die sich an Schwimmhilfen klammerten und in Boote gezogen wurden. Von 2 Todesopern war die Rede.

Sofort kam mir der Gedanke, dass das Taiwanfernsehen sicher wieder überteibt und das vermutlich nicht alle 4000 in Seenot waren; evtl. war aber auch das Stille-Post-Prinzip der Übersetzung durch meine Frau schuld. Ich überlegte aber auch: Welcher Vollidiot schickt 4000 Menschen zum Schwimmen ins offene Meer? Rein statistisch gesehen muss mir doch klar sein, dass ich kaum kontrollieren kann, wenn da der ein oder andere Wadenkrampf oder sonst was hat - wie will ich als Organisator da die Verantwortung für übernehmen? Und das setzt schon voraus, dass ich den Wetterbericht lese.

Die Taipeitimes schreibt nun, von den 4000 Teilnehmern seien immerhin 300 in Seenot gewesen und u.a. wurde die Luftwaffe mit Helicoptern eingesetzt, um die Menschen zu retten. Einige liegen im Krankenhaus, Tote gab es aber offenbar nicht. Die irrsinnige Veranstaltung nannte sich: "International Olympic Hengchun Open Water Swimming for All" und hat natürlich nichts mit Olympiade zu tun.

http://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2013/04/22/2003560399

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Zorro wrote:

Warte ab bis zum "jährlichen Neujahrsspringen vom 101-Hochhaus"!

Anonym hat gesagt…

Erinnert irgendwie an das hier auf der Zugspitze

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1775612/#/beitrag/video/1775612/Verhaengnisvoller-Zugspitzlauf

Gruß, Luo You