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Montag, Mai 23, 2011

Die kleinen Freuden des Alltags

In der Firma weit und breit keine Spur von Frau. Ich kann endlich den in den Cubical gelieferten Kaffee genieße und träufele mir mit bösem Lachen das Pöttchen Zuckersirup hinein. Wäre meine Frau jetzt hier würde es wieder heißen "Ach.... Du willst doch das Sirup nicht" und ich würde wieder flöten: "Aber natürlich brauche ich das nicht mein Schatz (Darling, oder in der halbchinesischen Variante Darling-ling)". Doch ich möchte mich nicht beschweren, diese Fürsorge und die Sorge um meinen Zuckerspiegel ist sicher besser als der stürmische Anfang unserer multikulturellen Ehe. Siehe unten (aus dem alten Blog gefischt, das nur noch auf CD bei mir existiert).

"Ludigel, nun stell dich doch auch mal da hin um die Krokodile zu füttern!", hieß es. Und "vorbeugen, ich kriege dich sonst nicht in den Sucher!". Und warum musste ich auf ihren Wunsch unbedingt das bunte Hemd anziehen an diesem Tag?

Da schnappt Schnappi, das thailändische Krokodil...

"Was sagst Du Schatz? Das sind zahme Krokodile die man streicheln kann?"

Und er springt nur hoch, weil er spielen will. Wirklich?

"Jaja, die Policen liegen immer noch im Schrank zu hause. Gut, ich trinke schon mal einen Mojito in dem Holzpavillion da, ganz wie Du meinst Schatz...(das ist keine Mauer im Vordergrund, sondern auch eine von den Schnappmaschinen)"

Das war 2006 in Thailand auf Urlaub. Handlung frei erfunden. Also, bis auf den Satz mit dem Vorbeugen...;-)

Kommentare:

Miri hat gesagt…

;-D

Ich lese übrigens gerade das Buch "The China Study" von T. Collin Campbell (er gehörte als junger Mann zu den Wissenschaftlern, die einen später als Dioxin benannten Stoff entdeckten)und warnt heute vor einer tiereiweißreichen Ernährung, vor zu viel Zucker warnt er auch. Die "China Study" wurde u.a. in Taiwan durchgeführt. Du könntest lt. ihr gerade in Taiwan sehr gesund leben und steinalt werden, wenn Du es nur wolltest... ;-P Chemikalien in Luft und Boden und Nahrung/Wasser sind lt. der Studie z.B. weniger krebserregend und Alzheimer auslösend als tierisches Eiweiß. Also hör gefälligst auf S. und lass wenigstens schon mal den Sirup weg und dann den Beef-Burger! ;-P In D grassiert gerade wieder der Ehec-Erreger, bei einer veganen Ernährung könnte so etwas nicht passieren. Schlürf, oh, schmeckt der Caramel-Latte-Macchiato heute wieder gut... ;-) Na wenigstens lasse ich inzwischen das Fleisch weg...

"Ludigel" hat gesagt…

Ja, eigentlich wäre es logisch, keine Säugetiere zu essen. Ist mir auch irgendwie eklig, das gebe ich zu, diese Mammal-Futterei. Aber jetzt wo hier in Taiwan die Belastung des Fisches ungeklärt ist wegen Muckefuckeshima.... hmmm. Aber gut, eine Ausrede findet sich immer.
Und ich reduziere in der Tag gerade den Zucker, also gut, das mit dem Sirup war Unsinn. Habt ja recht, ihr beiden ;-)

Patrick_secret hat gesagt…

dein neuer nebenjob ? ;-)

Miri hat gesagt…

;-)

Bei mir haben die Besichtigung eines Schlachthofes u.ä. "Erlebnisse" den Ausschlag gegeben. Allein der Geruch, na ja und Würstchen/Mortadella/Teewurst mochte ich sowieso schon lange nicht mehr, zu wissen, was man darin durchgeschroten verarbeitet und dann mit Chemie schmackhaft aufbereitet, reichte mir... Ich könnte ohne Not kein Tier töten und mittlerweile esse ich auch keins mehr.

Campbell rät übrigens vom Verzehr allen tierischen Eiweißes ab (Auch von Kasein und von Fischeiweiß). Es gibt ja in der Tat haufenweise Studien, die belegen, dass Karzinogene durch eine pflanzenbasierte Ernährung gehemmt werden und durch eine (tierisch-)proteinreiche Ernährung (besonders erschreckend die Studien mit Kasein)in ihrer Wirkung gefördert werden. In China fand die "China Study" auf Initiative eines ranghohen, an Krebs erkrankten/verstorbenen Politikers statt und in ihr stellte man fest, dass es große regionale Unterschiede bzgl. der häufigsten Erkrankungsart in der jew. Region gab. Campbell konnte mit ihr seine Thesen über den Einfluß von tierisch-proteinreicher Ernährung auf die Entstehung von Krebs, koronaren Erkrankungen und ähnlichen "Wohlstandskrankheiten" untermauern. Er hatte bereits als junger Mann auf den Phil., bei der Suche nach einem Weg, die dortige armutsbedingte Unterernährung der Kinder zu bekämpfen, die (weltweit betrachtet überdurchschnittliche) Entstehung von Leberkrebs bei Kindern (Auf den Phil. wird sehr viel Mais, Erdnussbutter und damit das Karzinogen Aflatoxin, das häufig in Mais und Erdnüssen vorkommt konsumiert), beobachtet und festgestellt, dass eher die wohlhabenden Kinder, welche im Gegensatz zu den armen Kindern, auch das damals als besonders gesund eingeschätzte tierische Protein konsumierten, erkrankten. Campbells Thesen/Erkenntnisse stimmen verblüffend mit den Beobachtungen von z.B. dem inzw. verstorben Dr. Bruker überein (er lehnte allerdings im Gegensatz zu Campbell Tofu ab), welcher in seiner Klinik haufenweise Menschen mit einer tier.-eiweißfreien vollwertigen Ernährung kurierte. Das Buch ist sehr lesenswert. Ich würde an Deiner Stelle ernsthaft überlegen, das in T. reichhaltige Angebot einer pflanzlich-geprägten Ernährung (inkl. Tofu), zu nutzen und es überwiegend zu konsumieren (mit durchaus ab und zu mal tier. Eiweiß/Süßigkeiten). Gerade weil Du dort durch die Umweltverschmutzung so einigen Karzinogenen ausgesetzt bist und weil es die ursprüngliche Ernährung der dortigen Einwohner ist, mit der man dort optimal an den Lebensraum angepasst leben kann. Die Chin. haben sicherlich noch einige Abweichungen mitgebracht, als sie dort hin übersiedelten, aber ihre Ernährung ist ja noch erheblich (tier.)proteinärmer als die typische westliche. Leider passen sie sich ja mittlerw. tw. an. Traurig ist, welchen Einfluss die Nahrungsmittelindustrie weltweit auf die Informationspolitik nimmt und was so alles an Pseudowissenschaftlichem kursiert. Und wie gesagt bzw. geschrieben: Campbell gehört zu den Wissenschaftlern, die Dioxin "entdeckten". Und er ist ein sehr seriöser Wissenschaftler, der stets bemüht ist, seine Hypothesen anhand vob Studien zu belegen.