Dieses Blog durchsuchen

Montag, August 30, 2010

How to auswander

Sarazzinsche Thesen, ob sich Immigranten assimilieren sollen oder nicht und wie viele Sozialleistungen sie verprassen dürfen sind immer dann blanker SF, Social Fiction, wenn man selber als Deutscher auswandert, zum Beispiel nach Südostasien. Als Sozialleistung gebe es maximal einen Tritt in den Hintern und Assimilation ist so sinnlos und unmöglich wie das Fliegen oder Eierlegen lernen.

Beim Auswandern Vorsicht vor wilden Tieren und auch im Umgang mit Eingeborenen, insbesondere wenn man anders als mein Onkel damals kein Gewehr dabei hat (Photo: Harry Hachmeister)


In der letzten Zeit sind mir drei völlig unterschiedliche Auswanderergeschichten begegnet, wen es interessiert hier als Übersicht.

1. Die programmierte Katastrophe, ein Deutscher verliebt sich in Thaifrau, verkauft Wohnung und gibt alles auf, steht zum Schluss mit 1000 Euro Restvermögen in Thailand und geht willig auf die Wünsche der Damen ein. Sozialhilfe (Hartz IV) scheint vorprogrammiert, wenn er nur erst mal wieder zurück wäre. Wohl gemerkt geht es hier um ThaiLAND, nicht um Taiwan/Formosa: http://www.stern.de/tv/sterntv/die-sommerserie-bei-stern-tv-traumfrau-aus-thailand-eine-neue-frau-fuers-leben-1596875-224e0c6591c8e1f6.html.

2. Das große Abenteuer: Deutsche Familie wandert (von Deutschland) nach Kambodscha aus, mit Kind:
http://www.kambodscha.don-kong.com/2010/08/29/wie-die-auswanderer-in-sihanoukville-aufschlagen/

3. Schweizer [edit] zieht von Thailand nach Kambodscha um: http://kambodscha-sihanoukville.blogspot.com/

Ich wünsche allen drei Parteien alles Gute. Bei (3) braucht es das sicher nicht und im Fall (1) sollte man ein eigentlich ein Stoßgebet hinterher schicken.

Kommentare:

Miriam hat gesagt…

Rüdiger, es gibt auch in D einen Unterschied zwischen Asylanten und Immigranten, die z.B. wie Du der Liebe wegen in Taiwan, in D einwandern. Du musst doch eigtl. selbst wissen, was das in D. bedeutet, wenn man im Drittland heiratet und es wagt mit seinem Ehepartner in D leben zu wollen (allein die Bürokratie soll einen wohl schon davon abhalten dies zu tun)... Und die Asylanten bekommen nur sehr schwer eine Arbeitserlaubnis, denn sie sollen sich nach der allg. Denke ja gerade nicht integrieren und womöglich den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen, sondern nur Schutz bekommen und wenn sie den nicht mehr brauchen, wieder zurückgehen. Das diese Denke etwas unlogisch ist und verheerende Auswirkungen auf den deutschen Sozialstaat haben könnte, könnte durchaus zutreffen.

Stefan hat gesagt…

@Miriam: meine taiwanische Frau lebt mit mir in D. Klar Buerokratie gibt es schon, aber so schlimm fand ich das echt nicht. Es war einiges zu organisieren um in Taiwan heiraten zu koennen (wg. Ehefaehigkeitszeugnis usw), aber da geben sich T und D wirklich nix. ;-)

Aber danach unbefristete Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis zu kriegen war echt kein Thema. Kostet nichtmal mehr Gebuehr wenn man (als Ehepartner) was vom Auslaenderamt braucht. (Z.B. Aufenthaltserlaubnis in den neuen Pass eintragen.)

Ansonsten kann man in den Schengen-Laendern frei reisen, das ist eigentlich auch Klasse. Nur fuer England usw braucht der Ehepartner noch ein Visum, das ist ein bisschen aergerlich.

Vielleicht ist es schwieriger wenn der Ehepartner aus einem aermeren Land kommt?