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Montag, März 11, 2013

Scientology fischt in Taiwan

Offensichtlich trumpft Scientology in Taiwan auf. Man kann aus diesem Artikel (http://www.abc.net.au/news/2013-02-25/church-of-scientology-denies-holding-woman-in-isolation/4539658) entnehmen, dass Scientology Australien offenbar versucht, den australischen Mitgliederschwund durch massiven Anwerben von Taiwanern zu kompensieren. Nicht nur werden sie dabei von der Familie einer Taiwanerin beschuldigt, die junge Frau gegen ihren Willen in Australien festgehalten zu haben (was Scientology freilich bestreitet), sie setzen offenbar auch alle proamerikanischen Stilmittel ein, die ihnen greifbar sind. Wer Taiwan kennt weiß ja, wie populär die US-amerikanische Kultur hier auf der Insel ist. Daher ist dieser Einblick in das Fotoalbum eines angeworbenen Taiwaners (https://whyweprotest.net/community/threads/candid-photos-of-inside-taiwan-scientology-org-january-2011.68939/) sehr interessant, bei dem zwei vermutliche US-Amerikaner sogar in schneeweißer US-Marine-Uniform (bis hin zum Dienstgrad des Kapitäns zur See wird hier vorgeführt) posieren. Hier wird der "Wir Amerikaner sind die Beschützer Taiwans"-Blickwinkel berührt und die Anwerbung bekommt dadurch einen falschen regierungsamtlichen  Nimbus in den Augen manches Taiwaners.

Ob Taiwaner immer zwischen westlichen Traditionskirchen und dem in Deutschland als Kult eingestuften Scientology-Unternehmen unterscheiden können? Taiwan hat Scientology nach US-Vorbild als Religion eingestuft.

Mit Religionen ist es wie mit dem Fusel...

Desto älter desto besser.


Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hier in Ostasien glauben ja sogar noch evangelische und katholische Christen an ihre jeweiligen Ideologien. Schade, dass sich bislang niemand gefunden hat, die Reihe "Kriminalgeschichte des Christentums" (http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalgeschichte_des_Christentums) ins Chinesische oder zumindest ins Englische übersetzen würde. Das wäre eine echte Impfung gegen allzugroße Schwärmerei.. (Apropos amerikanische Missionare: Wenn schon, dann lieber die Mormonen. Die schicken nämlich oft sehr charmante junge Damen ins Feld.)

"Ludigel" hat gesagt…

Oh..... zu mir kommen immer nur die pickeligen Kerle im schwarzen Anzug mit gelber Krawatte. Sehen aus wie überreife Bananen damit.

Anonym hat gesagt…

Eine jede Scientology-Kirche ist eine Bereicherung für die jeweilige Stadt. Mir ist schon klar, dass das nicht jeder so sieht. Doch dies bedeutet nicht, dass es dadurch weniger wahr wird!
Besuchen Sie einmal eine Kirche und finden Sie für sich selbst heraus, was genau Scientology ist!

"Ludigel" hat gesagt…

Ich warte auf die Church of Star Trek. Ansonsten müsste jeder mit einem IQ von 49+ begreifen, dass eine SciFi-Story wie die mit der Psi-Vernetzung von allen Intelligenzrassen zwar eine nette SciFi-Geschichte macht, aber als Religion doch arg unfertig ist. Insbesondere wenn man sein Geld für unsinnige Psycho-Vodoo-Seminare ausgeben soll. Bauernfängerei für die Dummen, es geht nur um Geld. In 500 Jahren ist vielleicht eine richtige Religion draus geworden, das braucht Zeit.

Oder die Kurzantwort: Nimm Deinen Scientology-Achtern und verzieh Dich, jedes Wort ist zu viel und Perlen vor die...

Tamasü hat gesagt…

Ein wichtiger Unterschied der einzelnen Religionen ist die Verheißung, für deren Gewinn gewöhnlich ein Opfer zu bringen ist.
Meinung von realen Kindergartenkindern:
Buddhismus ist blöd, weil man das ganze Leben lang gut ein muß. Chist sein ist viel besser, da muß man nur am Ende bereuen, das reicht.
Islam ist nur für Männer gut, oder für Frauen die auch Frauen lieb haben. In den Himmel kommen ist zwar einfach, tut aber sehr weh.
Scientology ist wie Schule, aber ohne Pause und hinterher muß man träumen ohne Ende.
Das fliegende Spaghetti-Monster ist in Taiwan unbekannt.

"Ludigel" hat gesagt…

Ha! Endlich mal eine sachliche Analyse der Religionen. Ich habe mir meine ausgewählt in einer Art Ausschreibungsverfahren.

01: Kein Gebimmel
Evangelen und Katholen waren sofort draußen.
02: Kein Geschrei, keine platzenden Bomben (auch laut): Der Wüstengott A. aus M. war draußen.
03: Keine Seminare, keine vorlauten Priester
04: Weintrinken
05: Göttin mit großer Oberweite (kann nie schaden)
06: Keine endlos komplizierten Regelwerke über das Leben nach dem Tode. Weiß ja eh keiner was drüber.

Also blieb nur die Große Urmutter, aka Wicca. So eine Religion braucht man einfach, allein um diesen Bekehrungsversuchen zu entgehen.

Und warum diese neumodischen Firlefanzreligionen nehmen, wenn man das Original (vgl. Steinzeit) haben kann.

"Ludigel" hat gesagt…

Ein weiteres Pro-Scientology-Statement nicht freigeschaltet. Ist hier nicht der richtige Ort für das Ablassen der einstudierten Texte. Aber nicht, dass das denjenigen so frustriert, dass er wieder ein paar teure Seminare besuchen muss ;-)