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Donnerstag, April 15, 2010

Straßenverkehrszirkus (Update 2)


Eben in der Kantine. Ein Mann betritt eine Wohnung, zig Familienangehörige stürzen sich auf ihn, rangeln an ihm herum, mit Schwitzkasten und Ringelpietz mit Anfassen, eine alte Frau, die kaum noch ihre Äuglein aufkriegt, zieht ihre Pantoffeln aus und drischt damit ein bisschen auf ihn ein. Er kauert sich hin und bittet augenscheinlich um Vergebung. Offensichtlich hat er damit ein im taiwanesischen Verhaltenskodex implizit vorgeschriebenes Ritual eingehalten, die Opferfamilie eines Verkehrsunfalls um Vergebung zu bitten. Denn im nächsten Bild sieht man ein gelbes Taxi, in dessen Windschutzscheibe der Helm eines Mopedfahrers steckt. Mopedfahrer und Taxifahrer fahren hier beide bar jedweder Verkehrsregeln durch die Gegend, die Mopedfahrer in der Regel noch wilder als die Taxisti. Schuld haben beide oder keiner, denke ich mir da. Wer ist Schuld, wenn zwei Bungee-Jumper in der Luft zusammenprallen, der überlebende von beiden?

Weitergehen wird es so: die Opferfamilie wird angegeben, dass sie allesamt herzkrank und fußlahm sind, Omma hat den grauen, grünen gelben und graugelb-gestreiften Star, Onkel Lu hat nur einen Kopf und alle anderen mindestens ein Bein zu wenig. Alle verstecken schnell ihre japanischen Mittelklassewagen und den BMW vom Junior und sagen dann, alle hätten nur von dem Unfallopfer gelebt, der heldenhaft trotz schwerer Krankheit (bestimmt Krebs und nur ein Lungenflügel) die gesamte Familie versorgt hat. So treiben sie ihre "Blutgeldforderung" in die Höhe, was dann zu guter Letzt mit der Zahlung von vielleicht 120.000 Taiwandollar oder soetwas in der Richtung beglichen wird, umgerechnet ein paar tausend Euro - wenn die Polizei ein Protokoll gemacht hat, das in Richtung des Taxifahrers Schuld zuweist und ggf. ein Schiedsrichter zu dem selben Urteil kommt. Dann gibt es weiter keinen Prozess. Einigen sich die Familien nicht, müsste der Taxifahrer ein paar Monate ins Gefängnis. Indem er aber seine Bereitschaft gezeigt hat, sich beliebig von der Familie seines Kontrahenten veralbern zu lassen, hat er seine Kooperationsbereitschaft bereits signalisiert und alles wird sicherlich geregelt werden.

Was ganz anderes ist es, wenn der Unfallfahrer - oder sagen wir der Überlebende - ein Ausländer ist, wie in diesem Fall: LINK, dann werden wieder Hundertausende verlangt, aber diesmal in US-Dollar statt in Taiwandollar, also etwa dreißig mal so viel und der taiwanesische Staat besinnt sich plötzlich auf seine Ordnungsfunktion und droht mit 10-12 Jahren Gefängnis, schließlich ist der Täter eine böse Langnase und mehr zu holen ist da sowieso. Im verlinkten Fall hat der englische Unfallfahrer, der angeblich unter Alkoholeinfluss stand (hier herrschen allerdings 0.2 Promille als Grenze vor) noch versucht, seinen Unfallmercedes verschrotten zu lassen und hat Fahrerflucht begangen. Aber kann man ihm das wirklich nachsehen? In Taiwan fährt fast jeder betrunken Auto und so ein Theater wie das die ganze taiwanesische Presse einhellig den Unfallfahrer verurteilt, gibt es dann nicht. Da verstehe ich, dass er den Unfallwagen schnell hat verschwinden lassen wollen und sich gleich ein Flugticket gekauft hat, wenn so mit zweierlei Maß gemessen wird, bleibt einem auch nichts anderes übrig.


Bremst auch für Teenager: Ludigelmobil

Ein anderer Fall voriges Jahr, der irgendwo in der Taipei Times stand: Ein betrunkener Einheimischer fährt mit seinem BMW zwei Mopedfahrerinnen um, die schwer verletzt werden. Die herbeieilende Polizei geleitet den torkelnden BMW-Fahrer wieder zu seinem Auto und lassen ihn unbehelligt weiterfahren, Schuld wird den beiden Damen zugewiesen, auf dessen Mopeds er aufgefahren war. Zugegebenermaßen hat sich hier die Presse auch mal drauf gestürzt, weil das wohl ein sehr extremer Fall war. Die Entschuldigung der Polizei war dann, der BMW-Fahrer hätte Unterweltkontakte gehabt. Triaden etc. stehen hier halt über dem Gesetz.

So ist es auf der Insel Taiwan wichtig wer man ist, wenn man einen Unfall hat. Was passiert ist ist nicht so wichtig. Ach ja, der BMWler musste am Schluss Kompensation zahlen. Na, also, alles paletti.

Da ich hier täglich Beinaheunfälle habe und mir ausrechnen kann, was für ein Zirkus das gewesen wäre, wenn ich neulich den auf der Straße liegenden schwarzgekleideten Teenager übersehen hätte (LINK), kommt mir eben auch der Gedanke, allein deswegen langsam mal wieder nach Deutschland rückzusiedeln, damit mein Schutzengel mal wieder Urlaub machen kann. Ihm wird langsam da oben schwindlig, da oben festgekrallt auf dem Dach meines SUV, sagt er.

UPDATE: Die Vorverurteilung des Engländers in den Medien, der den Mercedes gefahren sein soll, der einem einheimischen Mopedfahrer das Leben gekostet hat (wie auch immer der Unfall genau war) hat gestern im TV wieder epische Ausmaße erreicht. Unter anderen hieß es, es läge eine Videoaufnahme vor, die den Engländer am Steuer zeigt. Dies ist ein Irrtum, hier eine Richtigstellung der Taipei Times:
http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2010/04/21/2003471121

Sogar der Bagatellunfall eines Deutschen in Taiwan hat eine Zeitungsmeldung mit Namensnennung verursacht, hier absichtlich nicht verlinkt. Ausländer stehen immer im Zentrum des Rummels wenn sie einen Unfall haben, die zahllosen Verkehrsunfälle der Einheimischen finden hingegen nur einen Bruchteil der Beachtung. Langnasen sind hier immer etwas besonderes, entweder im Positiven aber eben auch im Negativen.


Kommentare:

JensMueller hat gesagt…

Dann solltest Du damit vielleicht aber warten, bis wir in Deutschland wieder wissen, welche Fassung der StVO denn nun eigentlich gilt. #schildergate

"Ludigel" hat gesagt…

Veldammt, desto länger ich wegbleibe, desto gaga werden die Deutschen ;-)

Patrick_Secret hat gesagt…

hehe der beste beweis dafür ist folgendes ;-)

http://www.stern.de/panorama/urteil-des-arbeitsgerichts-ossis-sind-auch-nur-deutsche-1558778.html

Anyun hat gesagt…

Du meinst bestimmt dieser Videoabschnitt:
http://www.youtube.com/watch?v=pLDTqcvBHb8&feature=player_embedded
Einer Busfahrer fuhr mit dem Moped vorgestern am frühen Morgen gegen 5 Uhr zur Arbeit, wurde von einen betrunkene Taxifahrer(0.7 Promille) zum Tod gerammt.

Der Betrunkener Fahrer beging strafgesetzlich beide Straftaten "gegen die öffentliche Sicherheit " und "fahrlässige Körperverletzung". Die "Straftaten gegen die öffentliche Sicherheit" ist ein strafbarer Handlung, ungeachtet ob der Opfer die Täter verzeiht, also egal ob der Täter und Opfer über die Entschädigungssumme sich einigen, wird von den Gerichtshof angeklagt. Der Betrunkener Unfallfahrer muss beim den Familien der Opfer sich entschuldigen, weil ein Leben durch ihm tod geworden ist, schon ein sehr schwere Verbrechen, nicht nur gesetzlich auch moralisch. Wenn der Verstorbene der Haupt-Ernährer der Familie ist, musst der Täter bestimmt eine grosse Entschädigungssumme zahlen. Der Täter hofft natürlich auch, damit der Richter ihn weniger betrafen würde.

Anyun hat gesagt…

>“Im verlinkten Fall hat der englische Unfallfahrer, der angeblich unter Alkoholeinfluss stand (hier herrschen allerdings 0.2 Promille als Grenze vor) noch versucht, seinen Unfallmercedes verschrotten zu lassen und hat Fahrerflucht begangen. Aber kann man ihm das wirklich nachsehen? In Taiwan fährt fast jeder betrunken Auto und so ein Theater wie das die ganze taiwanesische Presse einhellig den Unfallfahrer verurteilt, gibt es dann nicht.“

Du erzählst oft sooooo viele halbwahre Sachen, darüber muss ich meinen Kopf leider schütteln.

http://tw.nextmedia.com/applenews/article/art_id/32393185/IssueID/20100328

1. Dieser Unfall passierte wieder am frühen Morgen ungefähr um 5 Uhr, einer Mopedfahrer, der Zeitungszusteller als zusätzlich Job nahm, wurde Tod gefunden im Geschäftszentrum Taipehs. Der Mercede Unfallauto ist einfach weggefahren und verschwunden. Natürlich wurde diese Geschehen von Augenzeuge gesehen, außerdem hingen es doch soviele Strass-Videorecorders auf jeden Laden und Strassenecke. Die Polizisten gaben die Medien gekannt und wurde im Fernseher schon mal gezeigt.
2. Zwei Tage später wurde dieses Unfallauto von einen erfahrene Polizist im Ruhestand verdächtigt, das in einen Auto-Werkstätten lag. Die Polizisten hatte dadurch den Täter gefunden.
3. Der Unfallfahrer hat in erster Zeit belogen, er sei nicht der Fahrer gewesen, sondern einer Parkdiener von einen Abendclub(酒店ist Männer vergnügungsort, gibt es dort reichlich erotische Frauen und Alkohol natürlich) gewesen.

"Ludigel" hat gesagt…

Halbwahrheit? Sind alle immer nüchtern hier am Steuer? Wieso dann die vielen Schlangenlinien, folgen sie vielleicht magischen Kraftlinien auf der Straße?

"Ludigel" hat gesagt…

Im Falle eines betrunkenen LKW-Fahrers, der vor ein paar Jahren des Sohn eines amerikanischen Geschäftsmannes hier getötet hatte (LKW war auch noch auf der falschen Straßenseite unterwegs) erklärte ein Polizeisprecher, der LKW-Fahrer müsse ein paar Monate ins Gefängnis, wenn sich die Familien nicht einigen können. Ob er dann angeklagt wird oder nicht weiß ich nicht, aber meist wohl nicht ins Gefängnis.

"Ludigel" hat gesagt…

Nix für ungut, mir geht der gewaltbereite und oft alkoholisierte Vekehr etwas auf den Nerv, seit dieser Bengel vor meinem Auto lag...

JensMueller hat gesagt…

Mußt erstmal in TW bleiben, nach Frankfurt kannste im Moment nicht fliegen.

Anyun hat gesagt…

Die meisten tw-Journalisten leben in Taipeh, weil die Presse-und Medien Hauptsitz alle in Taipeh liegen. Jeder Unfall in Taipeh würde nicht entkommen können von den Medien. Das hat mit der „eine böse Langnase” gar nicht zu tun. “In Taiwan fährt fast jeder betrunken Auto…” wiedermal eine sehr schlimme Anschuldigung. Betrunkene dürfen hier gesetzlich überhaupt nicht fahren. Aber die Männer sind öfter so stur und übermutig… Später Abend und in der Nacht waren gefährlich auf der Strasse, der betrunkene Autofahrer eben.

"Ludigel" hat gesagt…

Also betrunkene Fahrer gibt es hier viel mehr als in Deutschland, in meiner Familie macht man das regelmässig und lacht schon mal über mich, weil ich das nicht tue.
Du baust Dir ein Fantasie-Taiwanbild, weil Du solange weg bist.
Und Schlangenlinien sehe ich nun mal oft genug.

Recht hast Du dabei: Wer Fahrerflucht begeht etc. nimmt sich die Moeglichkeit einer Straffreiheit durch Einigung, so scheint es i.d.R. zu sein.

Allerdings gibt es bei Fahrerflucht zu Lasten eines toten Ausländers eben kein nationales Aufsehen wie bei dem Engländer hier.
http://www.forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=21&t=84956
Toter Kanadier, Fahrer begeht Fahrerflucht, die Nation diskutiert das nicht so sehr.

Bei dem Engländer hat mich sogar gleich meine Frau wütend drauf angesprochen, als es im TV kaum. Habe mich fast schuldig gefühlt ;-)

Anyun hat gesagt…

Im Sep. 2002 bin ich schon nach Taiwan zurückgekehrt, zu dieser Zeit bist Du doch noch nicht in Taiwan gekommen, oder? Da wusstest Du wohl noch Nix über Taiwan!(Pardon, ich mache Dir hier keinen Vorwurf. Nur wenn ich an die dt. spärliche und oberflächliche Nachrichten über Taiwan denke! ) Und ich baue mir keinen „ein Fantasie-Taiwanbild“, Ich kenne mein Land genau, inkl. die viele unschöne Seite, auch wenn ich solange weg war. Es war auch notwendig, mit Abstand meinen konfliktereiche und trübselige Land zu betrachten und verstehen. Außerdem kehrte ich schon öfter zurück nach Taiwan während den Semesterferien.

Sicherlich lebten wir nicht in dieselben Stadt, aber ich muss Dir auch mal ehrlich sagen, ihr wohnte wirklich ziemlich weit weg von Firma entfernt. Jeden Tagen wenigsten 2 Stunden auf der Autobahnen hin und her gefahren, das macht doch viel Stress. Mit 100 -120 Km pro Stunde(habe ich irgendwo hier gelesen), das ist furchtbar viel zu schnell gefahren. Dieselbe Autobahnstrecken kannte ich auch. Allerdings ich wohnte in der letzten 4 Jahre in Hsinchu, in der Nähe von Science Park http://eweb.sipa.gov.tw/en/index.jsp, dort gibt es besonderes viele IT- Ingeniere. Vielleicht besuchste Du den Gegend schon mal? Es gib viele schöne Häuser und schicke Wohnungen in der Umgebungen(z.B. Jhubei City in der Nähe, eine neue Stadt, bessere Lebensqualität als in Taipeh.)

Anyun hat gesagt…

JaJa, Deine KMP Familie… ich sollte doch lieber keine Kommentare über Deine Famillie hier schreiben, möchte ich Dir aber auch sagen, Du kennst auch nur diese einzige Familie!

Da gaben es immer noch so viele Autofahrer, die sich so leichtsinnig benahmen und dachten noch in der früher alte KMP-Zeit* lebten, es ist wirklich zu raten, jeder Autoinhaber sollte eine bessere Unfallversicherung haben, auch unbedingt „third-party liability insurance 第三人責任險”
(z.B. http://www.chmotor.com.tw/insurance/thirdparty.html eigentlich das musste ihr besser wissen als ich.)

Heute steht sogar eine Nachricht über einer dt. Rechtsanwalt, der einen Autounfall in Taoyuan gehabt hat. http://www.cna.com.tw/ShowNews/Detail.aspx?pNewsID=201004160255&pType0=aSOC&pTypeSel=0
http://www.linlawfirm.com/de/node/56 Der dt. Rechtsanwalt in Taiwan lebt und arbeitet.

*In der alte KMP-regierende Zeit funktionierte es fast alles durch Beziehungen.

Anonym hat gesagt…

lu er fu sagt:
also mein Schwager und seine Kumpels sind abends selten nüchtern unterwegs. Auto, Roller, Moped...egal

Dann gibt's in meinem Lieblingsrestaurant noch die "Mittagspausenüberzieher". Da wird Kaoliang gebechert dass alles zu spät ist. Es hat den Anschein daß nur der fahren darf der am meisten "getankt" hat". Oder ist das der Scheffe? Denn meist sind das richtig schwere Protzwagen. Da kontrolliert wahrscheinlich niemand. Ich fahre zwar nur Fahrrad dort, aber immer nüchtern.
Natürlich werden alle Straftaten zur Anklage gebracht. Kann halt sein dass dem Oberstaatsanwalt der Rechner abstürzt ...ist aber ganz selten und natürlich so gut wie ausgeschlossen und faktisch nicht möglich. Ist ja verboten!
Meine Madam hatte mal einen Mordfall zu bearbeiten. Auf einmal war die Tatwaffe weg.......aber es war ja noch ein Foto der Waffe vorhanden und aufgrund dessen.......ich erzähl jetzt nicht weiter, aber das gehört auch zur Thema 'Glück' gehabt

"Ludigel" hat gesagt…

Mordwaffe weg, schluck. Obwohl bei uns auch Unsinn passiert.
Hmmm... ob die Schlangenlinien-Fahrer immer nur KMT-Parteibuch haben, das müsste man mal statistisch untersuchen.
Meine Taiwanfamilie ist jedenfalls toll, bin ich ein ganz großer Fan von und wie alles Wunderbare bewundert man es am Besten aus der Ferne, um nicht zu viel Genuss, will sagen Extase auf einmal zu haben, gacker.

"Ludigel" hat gesagt…

Anyun: Den genannten Anwalt kenne ich aus dem Forum. Wenn er nicht selber irgendwo drüber schreibt werde ich wohl den Link zu seinem Profil später herausnehmen, damit das nicht ewig bei Google steht. Habe immer das "keine Namen"-Prinzip. Leider nennt die Taiwanpresse auch immer die vollen Namen der Leute.

Anyun hat gesagt…

Die Arbeiterklasse haben hier meistens einen schlechte Leben, und wenn sie ab 50 sind, d.H. miserable. Der Staat hatte nie um sie gekümmert. Das erklärt zum große Teil, wieso sie nicht nüchtern am Steuer… Menschen haben hier mehr Sorgen und Drücke als die Deutsche, aber das kapierst Du wohl nicht. Taiwan ist kein normale Staat, weil die KMT stets daran verhindern. Nicht wie dt. Einheit, man konnte alle SED Funktionäre aus den Hochschulen und allen Staatbetriebe wegschmiessen, aber hier nach der Demokratisierung blieben die alte KMP Kater(? Ist das Wort richtig geschrieben?) immer noch da.

KMT Anhänger sind meistens egoistisch, weil die schon immer die begünstigten Klassen von den KMP-Staat waren. Die genossen und geniessen heute immer noch viele Privillegien. Darüber hast Du aber überhaupt keine Ahnung.

Anyun hat gesagt…

Ich habe Dir den dt. Rechtsanwalt informiert, weil Du dem Anschein nach richtige gesetzliche Infos über Autounfall benötigst. Ich habe mich öfter so sehr gewundert, was Deine Vorstellungskraft(oder Eure Expant) angeht,
Abhand der Bilderbetrachtung , um eine Geschichte zu erzählen/kombinieren.:-) Aber manchmal treibst Du es zu weit, wenn Du immer so denkst, dass Du als Ausländer hier irgendwie diskriminierst oder beschießt wirst, Du terrorisierst Dich selber. Das ist ein Symptom der Ausländerkrankheit, weil man durch der Sprachhindernisse sehr unsicher ist und kann vieles nicht so richtig nachvollziehen. Tja, sowieso hast Du auch keinen Lust Chinesisch weiterzulernen.

Zur betrunkene Autofahrer: wenn sie von Polizisten hier erwischt würden, würde als Straftaten zur Anklage gebracht. Viele denken leichtsinnig halt wohl, es war in der spät Nacht oder in dem niemandsort und keinen Polizist in der Umgebung würden. Oder extrem Fall, manche denken wohl, die können durch welchen Beziehungen die Polizisten bestechen, dies konnte noch in manchen Dorfregionen, Jhongli eingeschlossen, passieren.

"Ludigel" hat gesagt…

Na ja, so privilligiert war die Sippschaft meiner Frau nicht. Sagen wir mal, Anfangs war alles gut, Vater war Marineoffizier und hatte eine Auszahlung für den Ruhestand bekommen, dann haben sie einen Nudelwagen aufgemacht etc.
Dann jedoch hat der jüngere Bruder, den er aus China mit nach Taiwan getragen hat, die Familie beraubt, meine Frau, die damals noch ein Kind war sagt, plötzlich waren alle Möbel weg, das Konto war leer und er hat noch Schulden im Namen seines Bruders gemacht.
Danach waren sie lange sehr Arm, bis Vater wieder Geld als Baustoffevertreter verdient hat. Dann ist er umgefallen und bis zu seinem Tod bettlägerig gewesen, was nur durch Heirat der Schwestern mit gut begüterten Männern kompensiert werden konnte.
Daher schienen sie mir sehr geldgierig am Anfang.
Heute ist finanziell alles wieder im Lot.
Tja, aber auch die komplementäre Generation in Deutschland hatte es nicht leicht, mein Vater wurde von seiner Mutter allein in Deutschland zurückgelassen in den 50ern und hat sich ganz allein aus einer armen Arbeiterfamilie in die gutbürgerliche Spitze hochgearbeitet, so dass sein Sohnemann heute in Asien herumhängen und blöde Blogs schreiben kann ;-)
Arbeiterklasse trinkt allerdings auch in Deutschland gern und hat oft keinen Führerschein mehr ;-) Quantitativ ist es scheinbar in TWN mehr, weil die Sherrifs passiver sind, das liegt halt an den 6% Steuern.
Der Betrug auf den ich in letzter Zeit abgehoben habe ist nicht gegen Ausländer gerichtet. Schwiegermama ist auf falsche Polizisten reingefallen, meine Teammitglieder in der Firma haben oft falsche akademische Titel, sogar Chefs weiter oben (wenn man selbst vom Fach ist merkt man es und kriegt es über Freundschaften auch bestätigt) und die Leute die Unfallhelfer verklagen wollen sind nicht nur von Ausländern bestätigt.
Aber ich will Taiwan garnicht fertig machen, in Deutschland und Taiwan ist manches gut und manches schlecht. ich habe nur turnusmässig den Rappel und schimpfe dann. Und mir vorzustellen, welchen Rummel es gegeben hätte, wenn ich als Langnase den getarnten Teenager auf der Straße übersehen hätte, das mache ich meist lieber nicht.
Ebenso wie ich jetzt auf einen Sockel gehoben werde, würde ich dann verdammt. Das ist die Kehrseite der Medaille.
Trotzdem werden Ausländer gastfreundlich aufgenommen, das muss ich bestätigen und vieles ein Taiwan wird mir fehlen, wenn ich mal weg bin ;-)

"Ludigel" hat gesagt…

Finde, das ist ein hübsches Zitat, dass den Zirkus um verunfallte Ausländer erklärt, aus http://forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=21&t=87012&start=260

Zitat "headhoncho II":
"It's not that they have a problem with foreigners per se, it's more the titillation factor.....this is a small introverted rather conservative country. Foreigners are another 'interesting topic' in the same way 'beetlenut girls', 'dodgy politicians', 'weird people with mental problems on chat shows',
'girls with big boobs online' are...."

Anyun hat gesagt…

Wie nett, dass Du so eine detaillierte private Familie Geschichte offenbarst. Ursprüngliche wollte ich Deine twn-Familie gar nicht attackieren! Nur wenn man Deine Blogs liest, findet man sie öfter schon unsympathisch.
Wenn Du gern Deine private Erlebnisse hier bizarr und lustig auslachst, das hat mit mir gar nicht zu tun, aber hättest Du nicht so maßlos übertreiben, oft genug von einer individuellen negative Erfahrung verdammst Du den ganzen Taiwan.

Was ich ziemlich schlecht empfand, ist Du gabst sogar falsche Angabe wie “in a deadly acciden …. A truck driver might pay as much as 40.000 or 80.000 NT, that is 1.000 or 2.000 Euro and then goes without punishment.” Das ist doch unmöglich! Mit so wenigen Geld reicht es nicht mal die Beerdigung! Genau wie in diesem Fall, der britische Angeklagten behauptet, er sei willig 10.000 US Dollar als Entschädigung an den Opferfamilie zu zahlen.(Das steht heute in der Zeitung!) Wie lächerlich, ihr denkst wohl, Taiwan ist irgendein Land noch in der Dritte Welt. Das Leben einer Taiwaner kostet nur für „40.000 or 80.000 NT“ oder bis „10.000 US Dollar“?

Anonym hat gesagt…

Schon klar, wenn Ausländer involviert sind steigt der Preis ins Unermessliche, wie immer.

Doktor Z.

"Ludigel" hat gesagt…

Glins, den ganzen Taiwa(h)n verdammen. Glins.

"Doktor Z"? Jetzt geht's aber los. Unheimlich wird mir das.

Anyun hat gesagt…

Nein, der Dr. Z eben nicht „Klar“.
Siehst Du, Rüdigel, was Du mit Deiner blöde Erzählung schon angestiftet. Freust Du Dich darüber sogar unheimlich sehr! – wie kindlich! *Kopfschüttel mit lange seufzen*

Es ist ein ”common sense”, wenn man hier einen Autounfall involviert ist, einem andere das Leben gekostet oder schwer verletzt bis zur Lähmung verursacht hat, hat generell eine sehr fatale Folge. Die Entschädigungszahlung konnte ein verursachte Einheimischer sein ganzen Leben ruinieren. Die oben genannte extrem niedrige Summe „40.000 or 80.000 NT“ oder „10.000 US Dollar“ lassen die normale twn-Bürger mit ,,wie unverschämt das ein andere menschliche Leben so erniedrigt zu verachten“ bewerten. Sowas traut auch nicht mal einer Einheimischer sich zu sagen. Daher kann ich sehr schwer nachvollziehen, wieso Deine Sippschaftmitglieder so leichtsinnig sind!

Ich denke eigentlich, Du bist doch sehr intelligent, sollte eigentlich die Dinge nicht immer so platt zu zerdrücken: Es steht nicht immer “der Ausländer“ im Vordergrund. Es hat vielmehr mit „arm und reich“ zu tun. Die Medien lieben gern solche Themen: Skandal! Der Reiche genießen das schöne Leben, die haben alles, aber die missbrauchen die Gesetze…und die Arme haben zu leiden.

Ich habe Dir eigentlich schon mal ein paar Zeilen in den andere Artikel geschrieben, aber Du hast sie wohl nicht gesehen oder einfach „geschluckt“: Beim jeden Unfall ist doch Beweis wichtig und entscheidend. Sicherlich stehen die Richter meistens mehr an der Seite der gesellschaftliche Schwache und im Zivilprozess wird öfter nach dem Zahlungsvermögen der Angeklagten berücksichtigen.(In Deutschland funktioniert es genau so.)

p.s. Du lebst in einer zwei-kulturelle-Ehe, wenn Du diese Ausländer-diskriminierung-Vorurteil-Geschichte nicht abbauen kannst, Du machst nicht nur Deinen Leben, auch den Anderen, noch schwerer!

"Ludigel" hat gesagt…

Die genannten Summen sind das, was ich auch nur aus zweiter Hand kenne. Ein Blue-Truck Fahrer etwa würde sich als arm bezeichnen und dann solche Summe am Ende wohl bezahlen. Ich weiß, dass ein Ausländer einmal, obwohl er nicht schuld hatte, ein paar Tausend USD bezahlt hat, um seine Ruhe zu haben, die Polizei hatte es ihm nahegelegt. So hatte er es vor Jahren auf Forumosa.com gpostet.
Soweit ich das verstehe, geht es da bei der Entschädigungszahlung um das Einkommen des Verursachers.

Ausländer sieht man hier immer als reich an, da hat man schon mal schlechte Karten.

In dem Rummel zu sein ist nun wahrlich der Alptraum, wenn sogar ein kleiner Bumser eines Deutschen hier gleich eine namentliche Nennung in der Zeitung wert ist. Sehr Falsches habe ich meiner Meinung nach nicht geschrieben, du hast ja selbst den Link gepostet mit dem Deutschen.

Die hohen Entschädigungszahlungen und der anarchistische Verkehr mit wie suizidal fahrenden Mopedfahrern machen den Verkehr zum unkalkulierbaren Risiko und ich bleibe dabei, für Ausländer noch mehr als andere.

"Ludigel" hat gesagt…

Zusammenfassend ist es jetzt wohl so:


Wer in einen schweren Unfall verwickelt ist, schuldig ist und die Schuld eingesteht, sich entschuldigt und eine Entschädigungszahlung leistet, der wird zwar zur Anklage gebracht, aber möglicherweise nicht zu Gefängnis verurteilt.
Fahrerflucht, Abstreiten etc. verschärft die Wahrscheinlichkeit, in jedem Fall eine Gefägnisstrafe zu erhalten.
Die kann dann im Rahmen von einigen Jahren Gefängnis liegen, Horrorzahlen gehen bis 12 Jahre (Forumosa.com, allerdings Hörensagen, vermutl. älteres Urteil aus Strafen in Taiwan noch höher waren).
Ausländer stehen im Mittelpunkt des Presseinteresses, auch bei Bagatellunfällen Namensnennung in der Presse, bis hin zum nationalen Spektakel mit Vorverurteilung bei schweren Unfällen (Fall eines Engländers 2010).

Die Entschuldigung bei der Familie beinhalet zumindest leichtere tätliche Angriffe zu ertragen, wahrscheinlich übertragen im nationalen Fernsehen Taiwans.

Die Schuldfrage ist dabei nach westlichen Maßstäben nicht unbedingt vergleichbar, da Mopedfahrer und andere Verkehrsteilnehmer unvorhersehbare Fahrmaneuever machen.

Am Unfallort tendieren Unfallgegner zur Gewalt, Wagenheber als Waffe etc (TV z.B. 20.04.2010).


So werde ich es wohl noch mal im Blog im Rahmen eines Straßenverkehrsratgebers posten. Viel schmeichelhafter für Taiwan als meine ursprüngliche Version ist das auch nicht. Ein völliger Dritte-Welt-Zirkus ist das, weiter nichts.

"Ludigel" hat gesagt…

Menno, gezz aber genug mit dem Geblubbere, mir ist schon ganz schwindlig.

Anyun hat gesagt…

> „Die genannten Summen sind das, was ich auch nur aus zweiter Hand kenne. Ein Blue-Truck Fahrer etwa würde sich als arm bezeichnen und dann solche Summe am Ende wohl bezahlen.“

Selbst wenn dieser Blue-Truck Fahrer als arm bezeichnet ist, schuld hat, jemanden zum Tod beim Verkehrsunfall verursacht, würde er bestimmt nicht NUR solche Summe am Ende bezahlen. Die Richter würde darüber grübeln: Wer ist der Tod-Verunglückte? Wie viele verdient er monatlich? Wie alt ist er? Wenn er nicht verunglückt würde, wie viele würde er eigentlich verdienen in seinem ganzen Leben? Diese sind die Kriteriumbasis für die Entschädigungssumme. Dann überlegt die Richter das „reich oder arm” Verhältnis zwischen die beide Betroffenen:
Wenn die Opferfamilie reich sind(z.B. Immobilien haben), dann bekommen sie etwas weniger, weil der Blue-Truck Fahrer eben nicht reich ist. Auch die Firma der Blue-Truck Fahrer muss darüber mitbezahlen. Wenigsten einpaar Million NT Dollar würde die Summe durchschnittlich sein.

> „Ich weiß, dass ein Ausländer einmal, obwohl er nicht schuld hatte, ein paar Tausend USD bezahlt hat, um seine Ruhe zu haben, die Polizei hatte es ihm nahegelegt. So hatte er es vor Jahren auf Forumosa.com gpostet.“

Es ist mir nicht so glaubhaft, was auf Formosa.com gpostet hatte. Die Expant erzählte viele nur aus zweiter, dritter oder vierter Hand… und mischte auch noch andere persönliche negative Gefühle hinein.(so wie Du auch hier tust!)
Als ich bei dem Engländer vor zwei Tagen in der Zeitung gelesen, er sei willig 10.000 US Dollar als Entschädigung an den Opferfamilie zu zahlen, da dachte ich sofort an Deine irrtümliche Angaben. Vielleicht bekam er solches irrtümliche Info in Eurem Ausländer Forum?

> „Ausländer sieht man hier immer als reich an, da hat man schon mal schlechte Karten.“
Das stimmt auch nicht, junge Ausländer sind hier meisten Studenten und English-Lehrer. Die IT-Ingenieur und die Leuten, die in der IT Brachen arbeiten, werden hier als bessere Verdiener betrachtet, weil die noch extra fette Bonus bekommen. Als ,,Langnase” bist Du nicht automatisch als reich betrachtet, es liegt in der Berufsart. Außerdem wir sind jetzt viel armer geworden, selbst die besser verdiente Mittelklasse können nicht mal eine kleine alte Wohnung in Taipeh leisten. Die reiche leben doch in der Nähe von 101, in der eingeschlossenen Wohnungensburgen mit Wachen

> „Bei dem Engländer hat mich sogar gleich meine Frau wütend drauf angesprochen, als es im TV kaum. Habe mich fast schuldig gefühlt ;-)“
Mag sein, Du warst selber öfter sehr schnell gefahren???

>“Sogar der Bagatellunfall eines Deutschen in Taiwan hat eine Zeitungsmeldung mit Namensnennung verursacht, hier absichtlich nicht verlinkt. Ausländer stehen immer im Zentrum des Rummels wenn sie einen Unfall haben, die zahllosen Verkehrsunfälle der Einheimischen finden hingegen nur einen Bruchteil der Beachtung….“

Wieder quatsch!!! Wenn Du den chn. Artikel richtig verstehen kannst, das steht doch gar nicht was schlimmes darin, außerdem diese Artikel ist einen ganz kleine Meldung. In den Artikel ist der dt. Rechtsanwalt gar nicht die Hauptrolle. Der dt. Rechtanwalt hat ein kleinen Bagatellunfall, er hat einen Brief an ein lokal bekanntes Person geschrieben, ihn zu danken, seine Unfall richtig gut geholfen zwischen beiden Partie zur Versöhnung einigen. Namensnennung in der Presse
Der dt. Rechtsanwalt schlug sogar vor, diese Nachricht an alle deutschen in Taiwan bekannt zu machen, weil solche Vermittlungskomitee für Autounfälle gibt es nicht in Deutschland. Falls die deutschen in Taiwan mal Autounfälle haben sollten, sollten sie besser an solche Vermittlungskomitee sich anwenden und brauchen nicht auf andere Maßnahmen zu ergreifen.

Wie wäre es, mir einfach eine Danke zu sagen, anstatt weitere Aggression zu zeigen.!!!!

JensMueller hat gesagt…

Wie hoch ist denn in Taiwan die Mindestdeckungssumme für die Haftpflichtversicherung?

"Ludigel" hat gesagt…

Anyun, Du willst Taiwan hier so repräsentieren, als ob Du vom Aussenministerium bezahlt wirst. Aber der Verkehr und alles drum herum ist nunmal eine Chaoszone, ich stecke ja jeden Morgen drin, da lasse ich mir nichts erzählen.
Sieh Dir doch nur mal an, wie sich Politiker über den aktuellen Fall des Engländers äußern, er ist noch garnicht verurteilt, da ist die geforderte Strafe aber nicht hart genug, sagt ein Stadtrat. Ob die sich auch so um jeden betrunkenen Taiwanesen kümmern, der jemanden tot fährt? Kriegt das auch so viel Aufmerksamkeit?

Du wirst jetzt sicher mit ja antworten, damit Taiwan möglichst gut dasteht ;-)

http://forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=21&t=87012&start=310

Zitat:

China Post on 4-23-2010 wrote:

Lenient sentence of UK man arouses anger

TAIPEI, Taiwan -- When prosecutors revealed on Tuesday that the charge against a British native accused of fatally hitting a local man with his car in March carried a possible sentence of two years and six months, the victims' family and city councilors alike voiced their anger at what they believed to be an overly lenient penalty, local media reported.

Zain Dean, a 39-year-old British national of Indian descent, was arrested last month as the main suspect in a hit-and-run accident who allegedly killed a man surnamed Huang with his Mercedes Benz. Prosecutors officially sought a sentence of two years and six months for Dean.

At such news, Huang Guo-an, the father of the deceased, asked, “Is a human life worth only two and a half years?”
----> Lass mich die Antwort geben: So leichtsinning wie hier gefahren wird, und so viel wie betrunken gefahren wird, ist ein Leben hier in Taiwan in der Tat LEIDER nicht viel wert im Straßenverkehr.
Weil Verkehrsregeln nicht angewendet oder geahndet werden durch die Polizei. Setze doch Deine Energie ein, da eine Verbesserung zu fordern!

Naseweisse Grüsse,
Ludigel

"Ludigel" hat gesagt…

Jens,

Meine Frau hat mich mal damit erschreckt, dass sie an der Haftpflicht gespart hatte. Seufz.

"Ludigel" hat gesagt…

Will sagen, manche fahren hier unversichert rum. Naseweiße Blogschreiber scheinbar auch zeitweise. When in Rome.... Das Chaos färbt durchaus ab ;-)

"Ludigel" hat gesagt…

Anyun, wenn ich mich mit meiner Frau streite, versöhnen wir uns hinterher immer, das ist nett. Wenn wir fertig sind, können wir ja virtuelle Schokopuddings austauschen oder so.

Und Taiwan ist ja ein faszinierendes Land, nur der Verkehr und alles drum herum ist halt nervig, besonders für uns Waiguoren.

JensMueller hat gesagt…

Kommen die aus Waiguoristan?

Anyun hat gesagt…

Ich verlangte doch gar nicht von Dir, Taiwan schmeichelhaft zu erzählen. Ich schrieb und zeigte Dir nur, bestimmte Stelle waren nicht authentisch, zeigte Dir auch viele Quellen mit Links, oder? Du hattest doch Möglichkeiten, Deine Frau, Kollegen oder dt. Juristen zu fragen und prüfen, ob ich alles richtig geschrieben habe. Ich schrieb Dir Korrekturen und kriegte ich ständige Anschuldigung(kenne mein Land nicht, jetzt als ob vom Aussenministerium bezahlt werde) und ausweichende Antworten zurück, mann, was für eine Manier?

Ich frage Dich mal, wenn Du hier einen öffentliche Blog schreibst, gibst auch Deine richtige Name und Foto an, musst Du nicht aufpassen, ob alle Angaben richtig oder authentisch sind?

>“…Ob die sich auch so um jeden betrunkenen Taiwanesen kümmern, der jemanden tot fährt? Kriegt das auch so viel Aufmerksamkeit? Du wirst jetzt sicher mit ja antworten, damit Taiwan möglichst gut dasteht ;-)“

Ich antworte mit „Ja“, aber nicht mit der Absicht: „Taiwan möglichst gut dasteht“. Wenn man die Medienwelt Taiwans kennt, dann weiß man das überwiegende Prozent der Nachrichten im Fernsehen nur auf die „Gesellschaft“ Rubrik gerichtet ist. Fast jeden Tag gibt es Kriminalität und Autounfällen im Fernsehen zu sehen. Nachrichten wie: Betrunkene Autofahrer beschleunigen ihre Autos und in der Nacht Jemanden zum Tod gerammt haben. Diese gaben es schon mehr als genug und wurden immer von den Medien gepeitscht, aber das siehst Du wohl alles nicht, weil die eben keine „Ausländer“ sind. In Deinen Augen siehst Du halt nur die „Langnase-Ausländer” und identifizierst Du Dich stets mit ihnen.

> „Lass mich die Antwort geben: So leichtsinning wie hier gefahren wird, und so viel wie betrunken gefahren wird, ist ein Leben hier in Taiwan in der Tat LEIDER nicht viel wert im Straßenverkehr. Weil Verkehrsregeln nicht angewendet oder geahndet werden durch die Polizei…“
Lass diese emotionale Äußerungen beiseite, findest Du nicht, man sollte eigentlich von Fall zu Fall reden? Ja, Du bist sehr genervt vom den Verkehr. Es ist für Dich nicht einfach(für Mich auch) in dem übermäßige belastete Verkehr Taiwans zurechtzukommen. Ist es nicht so, immer mehre Leuten wollen Autofahren, die Deutschen wollen auch ständige mehre Autos ins Ausland exportieren :-) In so überfüllt bevölkerte Taiwan kann doch nicht mit Deutschland vergleichen. Meiner Meinung nach, in letzten Jahrzehnten wurden Taiwan von den KMT-Flüchtlingen ruiniert: zu spät wurde Öffentliche Verkehrsmittel ausgebaut. Die hässliche Stadtbilder von enge Wohnsiedlungen waren einst aus der Not entstanden. Es ist schwierig sie zu verbessern, doch nach der Demokratisierung haben einige Veränderungen/Verbesserungen gegeben. Es gibt inzwischen viele Bürgerinitiativen z.B. http://tw.myblog.yahoo.com/bamboo_broom_tw/article?mid=439&prev=442&next=434&l=f&fid=5

Aber Wieso musste Du Langstrecken-Autofahrer sein?

Anonym hat gesagt…

Ausserdem haben die Taiwanesen 5000 Jahre Fahrpraxis, da sind sie einfach besser.

Doktor Z.