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Freitag, August 15, 2014

Uhrenwahnsinn Teil X: Gigandet "Sea Ground" in Formosagrün (UPDATE Aug 2015)

Ich wollte eigentlich keine billigen Uhren mehr kaufen, ich wollte eigentlich keine billigen Uhren mehr kaufen, ich wollte...

Nachdem ich neben einem Tissot Automatik-Chronographen mit schweizer ETA-Werk sonst nur jede Menge um-die-100-Euro Uhren habe und die Uhrenschublade nun langsam voll ist, wollte ich eigentlich die nächsten 5-10 Billiguhren auslassen und mir dafür noch mal eine teurere kaufen, hat man doch langfristig davon vermutlich mehr. Der Uhrentick ist bei mir erwacht, da gibt es wohl kein zurück. Doch richtig kanalisieren muss man es. Dann jedoch war ich mitten im Familienkrieg, wo Frau, Junior und meine Wenigkeit uns plötzlich eine Zeitlang auf der NoLike-Liste meiner Taipei-China-Familie wiederfanden, inklusive Telefonterror (als Rezepient). Nun ist alles gelöst und wir haben uns alle wieder lieb und lassen auch brav die ersttöchterlichen manikürten Fingerchen vom Telefonhöherer zu später Stunde. Geblieben ist mir aber der Depressionskompensationsversuch (tolles langes Wort!) in Form einer "Gigandet Sea Ground" in quittegrün. Und sofort kann ich eine neue Lebensregel aufstellen:

Grüne Uhren helfen nicht gegen Depression.

Schwarze: bedigt. Blaue: Ja! Rot-Blaue: Ja! Aber Grüne: Nein.

Schuld ist nur Ebay mit seinem Preis von 70 Euro, sonst hätte ich es sicher gelassen. Trotz allem ist die Gigandet heute bei mir oft am Arm und verströmt groß und grün einen angenehmen 70er-Vibe wie ich finde, ich bereue den Kauf eigentlich nicht wirklich.

http://rover.ebay.com/rover/1/707-53477-19255-0/1?icep_ff3=9&pub=5575159870&toolid=10001&campid=5337833709&customid=Gigandet&icep_uq=Gigandet&icep_sellerId=&icep_ex_kw=&icep_sortBy=12&icep_catId=31387&icep_minPrice=&icep_maxPrice=&ipn=psmain&icep_vectorid=229487&kwid=902099&mtid=824&kw=lg
Grundsätzlich ist erst mal anzumerken, dass man sagen könnte: Das schweizer Unternehmen Gigandet gibt es eigentlich seit den 90ern (oder sogar 70ern) nicht mehr. Eigentlich. So wie es eigentlich ja auch die Republik China seit 1949 nicht mehr gibt. Trotzdem zahle ich Steuern an die Republik China auf der grünen Insel Formosa und trage eine nagelneue grüne Gigandet quietschvergnügt am Arm herum. Wie geht das?

Nun es hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch mit China zu tun. Die Marke Gigandet wurde in den 2000ern wie viele schweizer Marken, die der großen Quarzuhrenkrise in den 80ern und 90ern zum Opfer fielen, neu wiederbelebt. Das Massensterben hatte damals viele Traditionshersteller mit ihrem wunderbaren Wissen um die Herstellung von mechanischen Uhren in die Pleite getrieben, weil die Massen der Welt nur noch LCD-Quarzer von Casio und Seiko etc. am Arm tragen wollten. Disruptiven Innovationssprung nennt man so etwas in der Wirtschaftswissenschaft wohl - ich habe das ja auch irgendwann mal irgendwo und irgendwie studiert, lassen Sie mich mit den Details und Spitzfindigkeiten in Ruhe.

Kaufentscheidend war für mich nebst dem Miyota-Citizen Automatikwerk (also ein japanisches, wenn in China produziert, dann unter Führung von Miyota) und der günen Farbe (hatte ich noch nicht) das hübsche Segelschiff auf dem Rücken. Mit der schicken Gravur in alter schweizer Taucheruhrentradition (wer selbst keine Marine hat, graviert die Schiffe halt auf die Rücken der Uhren ;-) erinnert mich die Uhr rückseitig an die dicke Tissot T12 meines Vaters aus den 70er Jahren.

Nicht nur der Rücken, auch die hübsch gravierte Schließe des Armbandes (hier noch mit blauer Folie) und der mit einem verspielten G versehene Sekundenzeiger und auch der hübsch beschriftete Taucherring heben die Gigandet Sea Ground (die es auch in anderen Farben wie mit schwarzem oder blauen Zifferblatt und entsprechendem Tauchring gibt) wohltuend von der Masse der an der historischen und noch immer höchst gegenwärtigen Rolex Submariner (als Quasi-Industriestandard) orienterten Submariner-Klone ab. Die Gigandet ist der Typ groß und flach (44mm Durchmesser ohne Krone, unten an einem 18cm Umfang-Arm zu sehen, den ich mein eigen nenne), trägt sich angenehm und gut ausbalanciert am Arm und es gibt nichts auszusetzen. Sie ist laut Herstellerangabe bis 300 Meter wasserdicht, also für Tauchen mit Schnorchel geeignet und macht eigentlich einen sehr wertigen Eindruck, so dass man ihr auch fast die 320 Euro Preisempfehlung glauben könnte, die der Hersteller angibt. Handelspreis ist jedoch um die 160 Euro, praktisch nur bei Ebay und Amazon zu haben.

 Was hat es also mit der bei mir mit klassenüblichen 15 Sekunden Vorlauf pro Tag laufenden Gigandet (ist ja eine mechanische Uhr, keine Quarz!) nun auf sich? Nun, die Webseite gigandet.com hatte jedesmal, wenn ich nachsah, nur das Markenlogo zu bieten und sonst gar nichts. Einen direkten Ansprechpartner hätte ich also im Reparaturfall nicht, vom No-Name - Verkäufer bei Ebay abgesehen. Inhaber der Webseite ist eine M....-GmbH aus Würzburg, die auch bei Ebay selbst die Gigandet-Uhren vertreibt, wo ich allerdings nicht gekauft habe. Bei Standardgehäusen im Submariner-Stil kann man also stark vermuten, dass die Uhr in China ein Standardgehäuse erhält, auch wenn Gigandet hier die Details hübsch ausgestalten lässt. Ausdrücklich eine mit sehr viel Erfahrung untermauerte Vermutung, da näheres natürlich nur Gigandet selbst weiß. Oder eben eigentlich die M....-Gmbh. Rein in die Uhr kommt jedenfalls ein gutes, aber einfaches Miyota-Werk (ohne Sekundenstopp beim Verstellen), nichts dagegen zu sagen. Das machen viele Firmen so, die man in der Branche als "Einschäler" (von japanischen Uhrwerken) bezeichnet. Meine Devise ist, solche Uhren unter 100 Euro zu kaufen, damit ich mir um Reparaturen insbesondere nach Ablauf der Garantiezeit keine Gedanken mehr machen muss. Denn chinesische Uhrenfabriken haben eben keine Ersatzteile zur Hand und der Vertreiber G....t oder M.... vielleicht ja nach 2 Jahren auch nicht mehr. Oder doch, aber wie erreichen ohne Webseite?

Grundsätzlich sollte man vor dem Kauf einer Uhr immer mit Google erkunden was man da kauft und auch nicht auf Werbeblogs hereinfallen. Denn nicht alles ist Schweiz, was so tut. Aber auch unter den "billigen" Marken kann man gute Käufe machen - wenn der Preis stimmt! Der obige Karton sagt natürlich die Wahrheit: Die ursprüngliche Firma Gigandet wurde 1925 in der Schweiz gegründet, so wie die ursprüngliche Republik China ohne Formosagrün 1911 in Nanjing, China gegründet worden ist.

Als Referenz in dem Preissegment von um die 100 Euro sehe ich die ORIENT Deep-Serie (auch Mako genannt) an, von der die "Pepsi"-Version hier rechts im Bild ist, von mir an ein australisches Mesh-Taucherband für 23 Euro gelegt. Die Gigandet Sea Ground und Die Orient "Deep Pepsi" ;-) sind beides Taucheruhren, die Orient ist aus dem Hause Seiko und hat immerhin eine 200 Meter-Tiefenangebe. Beide Uhren sind mit gegen Wassereinbruch verschraubter Krone (respektive Kronen bei der Orient) versehen und haben auch einen verschraubten Boden, um nicht auf von Salz oder Schweiß zerrüttete Gummidichtungen angewiesen zu sein. Die Orient ist zu 100% japanisch und natürlich auch von jedem Uhrmacher reparierbar. Bei der Gigandet hingegen ist mir zur Zeit nur klar, dass natürlich das Miyota-Uhrwerk jederzeit repariert/getauscht werden könnte. Der Rest könnte aber den Uhrmacher vor Ersatzteilprobleme stellen, was etwa die Krone oder dergleichen angeht. Und viele Uhrmacher fassen Uhren, die nach China "riechen" -um ganz allgemein zu sprechen- erst gar nicht an, das muss man sich klarmachen. Klarer Punktsieg wegen Service-Sicherheit also für meine Orient, eine von Dreien, aber in Grün gab es sie eben nicht.

Und die grüne Gigandet macht sich einfach toll zum grünen japanischen Cider oder japanischen Grünteeeis, insgesamt also ein lohnender Kauf.

Einziger Wehrmutstropfen: Die Schließe der Gigandet braucht etwas hingucken, damit man sie wirklich zu kriegt und nicht beim Schließen am Fixierpunkt vorbeibiegt. Das liegt am wohl etwas dünnen oder flexiblen Stahl, geht aber in Ordnung, denn die Uhr schließt mit Hingucken sicher und klapperfrei und hat einen Schutzbügel zur Sicherheit. Sonst macht sie schon Spaß, ich hätte sie fast ganz in Schwarz mit dunkelblauem Zifferblatt und dunkelblauem Tauchring noch mal gekauft, denn die Auktionen laufen weiter.

Letzter Teil: Auf großer Fahrt mit der chinesischen "Lolex GMT2": http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/02/das-alpha-experiment.html

Hier noch mal der Expat-Tipp für den Tauchring. Ist man in Taiwan und beträgt die Zeitdifferenz zu Deutschland -6 bzw. -7 Stunden (je nach Jahreszeit), dann dreht man den Pfeil des Tauchrings auf 6 bzw. 7. Dann kann man die deutsche Stunde so ablesen: Zahl (z.B. 40 bei 14 Uhr) durch 10 teilen und mal 2 nehmen, das ist die Uhrzeit in Deutschland!  Also 8 Uhr (morgens).
 Oben im Bild kann man also ablesen, dass es in Deutschland gerade (30*2/10 =) 6 Uhr (und natürlich 32 Minuten) morgens ist. Klar, das könnte man auch durch Zifferblattspiegelung tun (der Pfeil markert die 12-Uhr-Marke auf dem deutschen Zifferblatt), aber bei einer Verschiebung von 7 Stunden ist das schon interessanter.

UPDATE: Gigandet scheint sich bei Uhrenfreunden im Uhrforum als günstige Uhr doch wachsender Beliebtheit zu erfreuen. Auch ich habe mit meinem Exemplar keine Klagen auch nach mehreren Wochen Nutzung.

UPDATE 06/2015: Die Gigandet Seaground 2 lief bei mir im Handgelenk-Sharing - Verfahren zusammen mit 12 anderen Uhren (ich weiß, etwas viel bei nur einem Handgelenk...) und hat jetzt wohl einige Wochen Dauerlauf hinter sich, wenn man das mal überschlägt. In der Ruhezeit lag sie einfach in der Schublade, einen Uhrenbeweger verwende ich nicht. Allerdings lasse ich die Uhren mehrere Tage am Arm und danach ruhen sie ein paar Wochen, was den Uhren ergo nicht schadet. Die Gigandet hat jetzt leider - wohl nachdem ihre Einlaufphase langsam vorbei ist - einen Vorlauf von einer Minute am Tag gewonnen, d.h. sie geht binnen 24h eine Minute vor. Das ist weit jenseits der normalen +- 25 Sek./Tag die Uhrenhersteller als Toleranz angeben und deutlich mehr als die eigentlich üblichen + (oder selten -) 15 Sek./Tag. Und man kann sich fragen, ob in der schnellen Uhr wirklich ein Miyota verbaut ist oder nicht ein chinesisches kompatibles Werk von Seagull (wie das ST6). Ohne rein zu gucken weiß man es nicht...

UPDATE 08/2015: Die Uhr hat sich doch zu meiner Lieblingsuhr entwickelt. An manchen Tagen geht sie nur die üblichen +15 Sek. oder dergleichen vor, an anderen eine Minute. Das Laufverhalten erinnert mit an das Seagull-Werk  meiner Alpha "P.O.", daher war meine Spekulation, ob der Internetverkäufer (nicht der Markeninhaber, der sonst auch handelt mit den Uhren, MTR24 oder dergleichen) das Miyota-Markenwerk evtl. ausgetauscht hat gegen ein Seagull. Laufverhalten kann aber auch andere Gründe haben. Jedenfalls ist das Gehäuse so schön und wertig, dass sich das Weiterpflegen der Uhr, ggf. mal mit Saphirglas und nachgestelltem oder neuen Werk lohnen würde. Wenn ich mal wieder in einem Land lebe, wo mich die Uhrmacher verstehen...

Aktuelle Blogartikel:  http://osttellerrand.blogspot.com

Gigandet auf Ebay

Ähnliche Artikel:
Detomaso Alento, Hommage an Breil Milano?:
http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/03/schock-mein-breil-unikat-als-massenuhr.html

Kommentare:

Miri hat gesagt…

Du solltest einen Tauchkurs belegen... ;-)

Super entspannend, das Tauchen! :-)

Miri hat gesagt…

Ich habe am Wochenende an einer deutsch-russisch-asiatischen Trauungszeremonie teilgenommen... Nein, nicht als Braut. ;-) Aber wenn ich noch einmal heiraten sollte, dann... ;-) Ich werde auch von Anfang an sehr bemüht sein, alles richtig zu machen. Ganz genau so wie dieses Paar. ;-) Ihr hättet damals auch mit allen Gästen zusammen in einem Land und nicht in zwei verschiedenen Ländern feiern sollen. ;-) Da kann man von Anfang an die verschiedenen Kulturkreise zusammenbringen und besserwisserischen Freunden und Schwiegermonstern von Anfang an GEMEINSAM ganz deutlich Grenzen setzen. ;-)
Irgendwie wächst die Welt zusammen, ist mir ein Mal mehr aufgefallen. Wer weiß, wen Klein-L. eines Tages mal heiraten wird. Vlt. geht er auch wie das Brautpaar zum Studieren ins Ausland und trifft die Liebe seines Lebens... ;-)

Also hör auf kiloweise Uhren zu kaufen, noch dazu welche mit denen man tauchen kann, wenn Du nicht tauchen gehen möchtest. ;-P "Time is running", aber genieß sie einfach, die "Modern Times" ... ;-)

-> Was würde man nur machen, ohne die regelmäßigen Ratschläge des besserwisserischen Freundeskreises am anderen Ende der Welt ;-) Man würde vermutlich den ganzen Tag lauter bunte Uhren im Internet bestellen. ;-)

"Ludigel" hat gesagt…

Ob sie was taucht oder nicht ist die Frage, aber solange sie nicht kaputt geht, sicherlich. Tauchen kann sie sicher und kommt dann zum "Sea Ground", ob sie dabei heile bliebe wäre noch zu testen. So hübsch grün lockert sie langweilige Bürokleidung auf, von daher bereue ich es nicht. Aber mit Billiguhren ist gezz wirklich Schluss. Markenuhren behalten ja ihren Wert deutlich besser.

Watt mir fehlt sind noch Fliegeruhren, bei den ganzen echt und Pseudo-Divern die ich habe ;-)

Miri hat gesagt…

;-)

Teste es, wie geschrieben: Tauchen entspannt. :-)

(Du hattest den ersten Kommentar gar nicht freigeschaltet. Da wirkt der zweite Kommentar etwas zusammenhanglos.). ;-)

"Ludigel" hat gesagt…

ups...

Dirk Kämke hat gesagt…

Hallo zusammen,
lese seit 2 1/2 Jahren aufmerksam jeden Beitrag zu Gigandet der neuen Generation. Besitze noch zwei ältere aus den 60er und 70 Jahren. Beides Aufzugsuhren. Und möchte ganz klar betonen, die Schalen waren seinerzeit deutlich schlechter als die aktuellen Reproduktionen. Seit genau diesen 2 1/2 Jährchen trage 24 Stunden am Tag eine Sea Ground. Auch Nachts. Ich weiß nun nicht warum und ob das Nachts Tragen des Weckers etwas damit zu tun hat. Ich habe dieses Teil im März 2012 angeschnallt und bisher nicht einmal nachjustiert, ehrlich. Habe mir vorgenommen das Teil solange zu tragen bis das es verreckt. Auch am Armband bisher kein Vergang. bin echt verzweifelt. Habe bei m.... GmbH 94.-Euronen dafür hingeblättet. Kann eigentlich gar nicht sein das ein solches Teil so gut verarbeitet ist. Habe die Theorie entwickelt, dass ein Europäischer Einschaler das Teil produziert. Ähnlich der ALDI Artikel. China Böller halten einfach nicht solange. Was meint Ihr?

"Ludigel" hat gesagt…

In der Tat gefällt mir die Verarbeitung auch sehr gut. Meine läuft wie gesagt mittlerweile etwas schnell mit 55 sek. Vorlauf pro Tag, aber das schöne und gut verarbeitete Gehäuse und die Duschfestigkeit (als Test bzgl. Schwimmen/leichtes Tauchen) entschädigt da schon.

"Ludigel" hat gesagt…

Und für meine sogar nur 70 Euro bezahlt, da kann man nicht meckern.

Dirk Kämke hat gesagt…

Eine Lagenjustierung würde hier sicherlich helfen. Und, dass unsere Uhrmacher diese Dinger nicht anpacken, stimmt einfach nicht. Bin mit meiner bei dreien gewesen, nur um deren Urteil zu hören. Aussagen fast deckungsgleich: "Ist nicht das beste UHrewerk aber die Qualität ist sonst gut. Sicherlich würden wir Ihnen Reparaturen am Uhrwerk durchführen. Ist doch Citizen" Einen Chinaböller hat keiner der drei hinter dem Wecker vermutet.

H.P.Baltes hat gesagt…

Dein Bericht über die Gigandet Sea Ground hat mir sehr gefallen. Ich habe mir die Sea Ground Vintage (gelebe Leuchtmittel) vor etwa 1 Jahr gekauft und bin von der Qualität immer noch fasziniert. Ich wünschte, meine würde auch etwas vorlaufen, aber das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau, denn sie geht tatsächlich in der Woche nicht mal eine Minute nach. Das finde ich außergewöhnlich und lasse sie deshalb auch nicht regulieren. Die Lünette lässt sich wunderbar drehen und hakt an keiner Stelle. Die Uhr taugt nicht nur zum Schnorcheln, ich hatte sie schon auf ca. 25 Meter und sie ist dicht. Die 300 Meter schaffe ich nicht, dafür müsste ich erst das Seepferdchen machen.
Ich trage meine Uhren seit meiner Kommunion vor 50 Jahren übrigens rechts. Das ist kein Splien von mir, sondern das mache ich aufgrund des Rates eines Uhrmachers. Meine damalige Kommunionsuhr (meine erste Uhr) habe ich links getragen und sie ging immer falsch. Ein Uhrmacher hat sie mit der Zeitwage reguliert, aber sie ging immer noch falsch. Er gab mir dann den Rat, die Uhr rechts zu tragen und seit dem laufen alle meine Automatik-Uhren perfekt.
Ich wünsche dir jedenfalls noch viel Spaß mit deiner Gigandet und kann dir versichern, dass die Sea Ground Vintage nicht meine Einzige Gigandet bleibt.

"Ludigel" hat gesagt…

Interessanter Tipp. Sie läuft immer noch wie gehabt und ist durch ihre Verarbeitung und das hübsche Segelschiff auf der Rückseite eine Augenweide.

Stefficel hat gesagt…

Hallo, tolle Uhr!
Schöne Grüße
Steffi
Herren Armbanduhr

"Ludigel" hat gesagt…

Der Link lebt von der Amazon-Partnerschaft, aber es sei Steffi einstweilen gegönnt. Ich habe weder die Angebote noch die Links überprüft, auch wenn die gezeigten Marken ... okay ... sind.

"Ludigel" hat gesagt…

Die Seaground ist mittlerweile verkauft, hatte sie für 70 erstanden und für 90 verkauft. Der Normalpreis hat sich mittlerweile von 100 auf 130-160 erhöht wie es schien, wovon ich profitieren konnte. Außerdem war mein Einstandskurs damals extrem gering gewesen (Auktion bei Ebay).