Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Tissot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tissot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, Februar 18, 2016

Citizen Ludigel zur Hälfte wieder hergestellt

Meine gebrachte Citizen Eco Drive und ich gingen etwa zur gleichen Zeit kaputt. Mir geht es langsam wieder besser...

Mein Gesundheitszusammenbruch, hier kürzlich im Blog noch mit Rückenbeschwerden in Zusammenhang gebracht, war doch etwas gänzlich anderes, auch wenn manches Detail noch im Dunkeln liegt. Nach endloser Quälerei bei nichtswissenden Ärzten im Tri-Service Hospital in NeiHu, dessen Ärzte buchstäblich herumkicherten, wenn ich meine Symptome schilderte und oft die Symptome verschlimmernde Medikamente mit verheerenden Nebenwirkungen verschrieben hatten, zog ich mich fast schon panisch in eine teure Privatklinik in Taipei zurück. Da zahlt dann die hiesige gesetzliche KV etwas zu, aber das Gros macht das riesige Honorar der Privatklinik (RUENTEX) bzw. des mit ihnen zusammenarbeitenden Chung-Shan-Hospital aus. Während ich ob der keckernden Taiwanärzte, die meine Symptome nicht glauben wollten, schon der Meinung war ein medizinisches Wunder sein zu müssen, war dann in der Privatklinik alles Routine und statt in einem Zeitrahmen von bis zu drei Monaten in nur 6 Tagen erledigt, inklusive OP. Mit meinen 49 Jahren hatten ich einen frühen aber sehr starken Fall des -eigentlichen- Altherrenleidens "gutartige Prostatavergrößerung", so viel sei hier gesagt. "Kann nicht sein", kicherte da der Militärurologe, ich sei zu jung. Und verschrieb Beruhigungstabletten. Deren Nebenwirkungen mich in die Notaufnahme trieben. Trotzdem blieb der Termin für die Ultraschalluntersuchung noch 6 Wochen in der Zukunft, obwohl ich nachts kein Auge mehr zu bekam. Ein Alptraum ausgelöst von offen gesagt idiotischen Ärzten. Welch ein Segen dagegen die Professionalität des Urologen in der RUENTEX-Klinik. Alles Routine. Prostata zu groß, also wird sie verkleinert. Bamm, fertig. Kein Kichern, kein Verschreiben sinnloser und gar gefährlicher Medikamente. Mein Zutrauen in das taiwanische Kassensystem ist nachhaltig erschüttert. Privat zahlen "rules"!

Noch Kopf an Kopf: Alpha GMT und Citizen Promaster Skyhawk mit C652 Kaliber


Doch von der Urologie zur Uhrologie. Meine schöne Citizen Eco Drive Sky Hawk, die es mir gebraucht erworben (2009 hatte sie der Vorbesitzer NEU gekauft, ich erst 2015 von ihm) als Reiseuhr sehr angetan hatte, hat in der selben Zeit einen Totalschaden erlitten, wie es aussieht. Offenbar hatte sie von Anfang an einen schlecht geladenen Akku, der nur noch einen Bruchteil der Kapazität hatte. Denn das Sonnenlicht muss beim Ecodrive ja den Akku oder Kondensator laden. Schließlich hörte sporadisch und dann ganz der untere Drücker auf zu funktionieren und seit dem Totalreset zeigt sie nur noch eigenartige bernsteinfarbende Zeichen im Display an und reagiert auf gar nichts mehr. Die Legende, dass Citizen-Solaruhren bis zu 20 Jahren halten und nicht wie andere Solaruhren schon nach ein paar Jahren mit kaputten Kondensatoren/Akkus ausfallen, ist damit für mich auch erledigt. Mein Zutrauen in den Citizen Eco-Drive ist ebenfalls nachhaltig erschüttert.

 Heißer Tipp für eine wirklich preiswerte Automatik um 100 Euro: Orient Mako hier in Pepsi-Ausführung am Mesh/Milano-Taucherband aus dem Hause Seiko.

Reiseuhr ist damit wieder meine Alpha GMT aus Hong-Kong, die ein Nachbau einer Rolex GMT ist und trotz einiger konstruktiver Nachteile ganz gut läuft. Eine Automatik für etwa 90 US-Dollar, die mit zwei oder gar drei Zeitzonen jonglieren kann hat eben auch ein paar Nachteile.

Dank privat gezahlter OP ist Citizen Ludigel wieder hergestellt und die Reiseuhr aus Hong Kong hat den endgültigen Triumph über die japanische Citizen errungen.

Mehr zum Thema Uhrologie:

Alpha GMT im Reise- und Wettertest: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/02/das-alpha-experiment.html

Italo-Albanerin (Breil Milano): http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/09/faltige-italo-albanerin.html 

Alpha P.O.: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/uhrenarmband-mord-alpha-planet-ocean.html

Orient Blue Mako: http://osttellerrand.blogspot.tw/2015/03/blaues-krokodil-aus-augsburg.html

Nautec GMT: http://osttellerrand.blogspot.tw/2016/01/nautec-gmt-durchwachsenes-update.html

J.Springs "Diver": http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/10/heiter-bis-uhrig.html

Breil Milano Unikat: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/10/breil-milano-unikat.html

Tissot Seastar Auto-Chrono: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/07/die-menschen-mussen-gewarnt-werden.html

Gigandet Seaground 2: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/08/uhrenwahnsinn-teil-x-gigandet-sea.html

Zwei "Planet Ocean"-Verschnitte: http://osttellerrand.blogspot.tw/2013/11/das-alpha-tier-der-uhrenwelt.html




Mittwoch, März 18, 2015

Fallen die Preise mechanischer Uhren?

Kaum ist die Apple-Watch auf dem Markt, scheinen zumindest bei Ebay die Preise zu purzeln. Ich versuche krampfhaft meinen Kauffinger in Zaum zu halten.

Bei Uhrenfreunden wie mir heftig umstritten ist die Apple-Watch, weil eben zu befürchten ist, dass der mechanischen Uhr zumindest in der Unter-1000-Euro-Klasse den mechanischen Uhren den Todesstoß versetzt. Und den Quarzern wohl sowieso, aber wer trauert denen schon nach. Als daher die Apple-Watch angekündigt wurde hatte ich mit dem Gedanken gespielt, meine vor zwei Jahren oder so erworbene Tissot Seastar Chronograph, die immerhin eine Preisempfehlung von um die 1000 Euro hatte (habe freilich viel weniger bezahlt in einer Ebay-Auktion") mit nach Deutschland zu nehmen und wieder in die "e-Bucht" zu werfen. Bevor die Preise fallen. Ich konnte mich dann aber doch nicht dazu durchringen.

Ludigels liebste, eine Breil Milano BW0474 mit "gepimptem" Armband, auch mit schweizer Innenleben und italienischem Design***


Nun scheint es soweit zu sein, eine Tissot T-Race mit dem schönen Eta-Valjoux 7750 Automatikwerk, vor kurzem neuwertig noch regelmäßig 600 oder gar 750 Euro in Auktionen bringend, ging für 451 Euro weg. Eine etwas angekratzte (das kann man rauspolieren aus dem Edelstahl) für 224 Euro. Letztere hätte noch vor einer Woche bestimmt 400 Euro gebracht. Möglicherweise haben viele wie ich an einen Schnellverkauf vor dem Apple-Verkaufsstart gedacht und damit wird der Preis deutlich geringer. Sollte der Preis weiter fallen, werde ich mich sicher irgendwann mit dem ein oder anderen Neukauf über den Wertverfall meiner Tissot hinweg trösten. Einst habe ich das bei analogen Spiegelreflexkameras erlebt, die schrittweise bis auf heutige Tiefstpreise von 1 bis 10 Euro für Consumer-Class-Modelle gefallen sind von einst stolzen dreistelligen Preisen. Wenn das so kommen würde, hätte ich sicher daheim nicht nur eine Uhrenschublade sondern einen Uhrenschrank und bald Uhren an beiden Hand- und den Fußgelenken ;-)

Für mich persönlich bleibt es bei der mechanischen Uhr. Mich fasziniert einfach der Gedanke, in dieser elektronisch durchwachsenen und ständig piependen und zirpenden Zeit ein rein mechanisches Gerät am Handgelenk zu haben, das äußert komplexe Dinge tut (etwa eine Stoppuhr bietend) und das völlig ohne Strom! Auch sehe ich nicht, dass ich einen Mini-Tablettcomputer auch noch am Handgelenk brauche zusätzlich zu dem in der Jackentasche. Mich würde es sehr nerven, wenn es ständig am Handgelenk piept und ziept weil irgendeine Email kommt oder jemand etwas bei Facebook gepostet hat. Auf meinem Smartphone sind die Ebay- und Facebook-App bereits deinstalliert, um genau das (zu nächtlicher Stunde) zu unterbinden.

Eine Killer-App "die man haben muss" könnte ich mir aber vorstellen: Sollte sich Apples iPay fürs Bezahlen mit dem iPhone oder eben dem Apple-Watch-Satteliten (sie ist ja einfach ein Anschlussterminal für das iPhone) durchsetzen, dann wird wohl bald jeder bequem über einen "Wisch" auf dem Bildschirm der Armbanduhr seine Brötchen oder die fettige Bratwurst bezahlen wollen, anstatt umständlich Bargeld oder das Smartphone aus der Brieftasche zu holen. Das geht mit der mechanischen Uhr natürlich nicht.

Positiv fände ich es, wenn sich die Apple-Watch nur als eine Uhr unter vielen etablieren würde, neben Auto-Divern und Uhren mit Grand Complication, aber mir schwant übles. Steht am Ende eine Neuauflage der "Quarzkrise" bevor, wo viele schweizer Hersteller durch den urplötzlichen Hang der Kunden zu einer hässlichen LCD-Uhr und dem anschließenden Wechsel zur Batterieuhr vom Markt gefegt worden sind? Die derzeitigen Antworten der schweizer Uhrenindustrie wirken verzagt und ausweichend und dem Trend hinterher hechelnd (etwa hier). Da wird schon mal eine digitale Uhr mit Touchscreen und Basketballfunktionen als Smartwatch vorgestellt - ich würde es eben als digitalen Sportchrono bezeichnen, mehr ist es nicht (das war Tissot, kann den Link nicht mehr finden). Eine Lösung könnte vielleicht eine Mini-Smartwatch für das Uhrenarmband einer mechanischen Uhr sein. Die Idee kam mir vor einiger Zeit und jetzt hat Montblanc etwas in der Art: hier. Möglicherweise ist das der Weg für teure Luxusuhren respektive ihre Hersteller. Zur Rolex das Smartterminal am Armband. Muss man auch immer mal zum Uhrmacher, wenn das Magnetfeld des Terminals die Uhr magnetisiert hat ;-)
Ach Elektronik, lass mir doch die Uhren in Ruhe.

*** Untergrund: Der tolle Kalender von Klaus und der Playboy, den ein taiwanischer Kollege zwar gewünscht, aber nie abgeholt hat ;-)

P.S.: Einstweilen habe ich die 13. Uhr für die Uhrenschublade erworben, eine fast neuwertige deutsch-chinesische Nautica GMT mit orangefarbender Lünette, Marke Rolex GMT heiratet Omega Planet Ocean und das (sozial abgestiegene) Kind zieht nach Guangdong Province. Für 26 Euro. 

***

Links zu ähnlichen Artikeln:

Alpha GMT Urlaubseinsatz
Alpha GMT vs. Citizen Promaster Skyhawk
Tissot Seastar 1000 Automatik Chronograph, klein und zierlich
Alpha P.O und die J.Springs BEB078
Zwei zierliche Ührchen: Breil Milano BW0474 und die Tissot Seastar 1000 Auto Chrono
Gigandet Seaground 2 in Formosagrün

Dienstag, Oktober 21, 2014

Breil Milano Unikat

Eine Uhr zu "customizen" ist die nächste Stufe des Uhrenticks, mit der neuen Breil Milano bin ich dem nun nah gekommen

Bereits vorgestellt, die alte italienische Breil, hergestellt in der Schweiz mit einem schönen ETA Valjoux 7750 Automatik-Chronographenwerk:
http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/09/ich-breil-mich-und-liefere-ein-neues.html
Die Breil Milano BW0474 erreichte mich aus dem fernen Albanien binnen weniger Tage hier in Taiwan und war an einem nach Tabak und fremdem Aftershave riechenden ziemlich ramponiertem Krokoarmband ausgestattet.

Wie nun ein neues finden? Die BW0474 war zumindest Uhrenarmbandhändlern in England und Holland nicht bekannt. Lange brütete ich also über Internetfotos von anderen Breil Milano - Modellen und mir fiel das Ralleymodell BW0423 ins Auge, eine Quarz, die ganz in Schwarz und Rot gehalten war und ein reifenartiges Kautschukarmband mit langen Stahl-Sportstreifen hatte. Wie würde das wohl an meiner Breil BM0474 aussehen, die ja in Rotgold und Stahl mit bronzebraunem Zifferblatt schon so nicht gerade unauffällig war?



Die Antwort ist hier. Eine sehr auffällige Uhr, die ich aber gerne zu unauffälliger Bürokleidung als Kontrastprogramm trage. Hier ist die 46.5mm-Breil (Durchmesser ohne Krone) zusammen mit meiner 48mm-Tissot Seastar 1000 Chronograph abgelichtet. Beides sind sicher dicke Böller, das gebe ich gerne zu.

"Meine Breil" ist also damit ein Unikat geworden.


Alt, aber unbescheiden im Auftritt.

...

Am Arm ergibt sich so ein Steampunk-artiger Effekt, irgendwie retro aber ganz eigenartig, als ob Stahldornen aus dem Uhrenkörper schießen und sich um das Handgelenk legen...

Mehr Uhrenwahnsinn: http://osttellerrand.blogspot.tw/2014/09/scharfe-chinesin-aus-der-rehab-entlassen.html