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Montag, März 07, 2016

Schock, mein Breil-Unikat als Massenuhr

Da denkt man, man hat ein Unikat am Arm. Und dann legt es jemand als Massenuhr auf. Schluck.

Gestern Abend surfe ich wie öfter mal vergnügt durch Ebay und suche Herrenarmbanduhren, da schlucke ich und blicke verstört auf den Bildschirm. Irgendjemand scheint das Breil Milano-Unikat zu verkaufen, das ich gerade am Arm habe!

 Breil Milano BW0474 mit Armband des Ralley-Quarzers BW0423/0424, allerdings mit automatischem ETA Valjoux 7750-Chronographenwerk.

Wieso Unikat? Nun, weil ich einst eine gebrauchte Breil Milano BW0474 aus Albanien günstig gekauft hatte, die ein schon recht unbrauchbares Krokoband fest angebaut hatte...


... und das ich dann durch das sehr auffällige Kautschukarband der Ralley-Quarzschwester BW0423/0424 ersetzt hatte, wodurch sich ein sehr auffällig rotgoldig-metallener Auftritt der Uhr ergibt, wie ich finde. Die drei Zacken am Sportarmband fallen doch sehr ins Auge, wie ich finde. Und weil das u.a. angeklebte Band hier praktisch Bestandteil der Uhr ist, ist es schon ein bisschen so, als ob man etwas neues geschaffen hat ;-)

... Breil Milano BW0474 links.

Der Kostenpunkt der BW0474 liegt derzeit als Auslaufmodell noch bei etwa 850 Euro neu, die rotschwarze Ralley-Quarzschwester BW0423 kostet etwa 280 Euro oder dergleichen.

Doch wie kam "meine" Uhr nun zum Verkauf ins Internet? Nun, es gibt jetzt eine sehr ähnliche Uhr, die "Alento" vom -wenn ich mich nicht irre- deutschen Hersteller Detomaso (https://www.detomaso-watches.com/de/unsere-uhren/alento-xxl-chronograph). Und in der Rotgoldvariante (links klicken auf dem Linkfenster) sieht die Detomaso meinem Unikat sehr sehr ähnlich. Ähnlicher als den Original-Breil Milanos. Na ja, Bilder meiner Breil findet man ja auch schnell über die Google-Bildersuche. Kann natürlich Zufall sein, denn die rot abgesetzte Variante der Detomaso Alento (hier Ebay) sieht der originalen BW0423 oder der fast identischen 0424 schon sehr sehr ähnlich.

Die Uhr ging neu übrigens für nur 40 Euro in der Auktion weg, auch wenn der Standardpreis wohl bei etwa 200 Euro liegen soll. Wenn man genau hinguckt, erkennt man viele Designdetails der entsprechenden Breil Milano-Modelle und das Armband scheint - bis auf die Rotgoldfärbung bei der einen Farbvariante - genau identisch zu sein, bis hin zur kleinsten Linienführung. Nur einen zusätzlichen Haltestift hat Detomaso in die Uhrhörner eingebaut. Was damit zusammenhängen könnte, dass Breil das Armband nicht nur mit einem leider gebogenen Federsteg, sondern auch offenbar mit Klebstoff befestigt hatte. Mein ohne Kleber befestigtes Band hat in der Tat etwas Spiel.

Mein Ersatzband hat allein 70 Euro gekostet. Da wäre so eine Detomaso Alento glatt interessant. Aber soll man dem Automatik-Original die Quarz-Hommage hinzufügen? Das Armband wird wohl ewig halten, denke ich.

Tja, von wegen Unikat. Massenuhr für 40 Ecken ;-() Was aber sicher nur ein Ausrutscher nach unten war, wie er bei Auktionen immer wieder vorkommt. Räusper.

Edit: "De Tomaso" ist Autofreunden vielleicht noch als edle italienische Sportwagenmarke im Gedächtnis, jedoch nicht mehr am Markt existent. Die "Detomaso"-Uhren stehen damit auch in keinem Zusammenhang, auch wenn die Kollektion offenbar auf das Thema Rennsport spezialisiert ist im Sinne des Stils der Uhren jedenfalls. Dahinter steckt offenbar die "Temporex GmbH", die offenbar auch die Marke "Yves Camani" hat. Letztere eine "der eher-nicht"-Uhrenmarken aus meiner Warte (ich hasse Uhren mit Unruheloch a la China).

Mittwoch, März 18, 2015

Fallen die Preise mechanischer Uhren?

Kaum ist die Apple-Watch auf dem Markt, scheinen zumindest bei Ebay die Preise zu purzeln. Ich versuche krampfhaft meinen Kauffinger in Zaum zu halten.

Bei Uhrenfreunden wie mir heftig umstritten ist die Apple-Watch, weil eben zu befürchten ist, dass der mechanischen Uhr zumindest in der Unter-1000-Euro-Klasse den mechanischen Uhren den Todesstoß versetzt. Und den Quarzern wohl sowieso, aber wer trauert denen schon nach. Als daher die Apple-Watch angekündigt wurde hatte ich mit dem Gedanken gespielt, meine vor zwei Jahren oder so erworbene Tissot Seastar Chronograph, die immerhin eine Preisempfehlung von um die 1000 Euro hatte (habe freilich viel weniger bezahlt in einer Ebay-Auktion") mit nach Deutschland zu nehmen und wieder in die "e-Bucht" zu werfen. Bevor die Preise fallen. Ich konnte mich dann aber doch nicht dazu durchringen.

Ludigels liebste, eine Breil Milano BW0474 mit "gepimptem" Armband, auch mit schweizer Innenleben und italienischem Design***


Nun scheint es soweit zu sein, eine Tissot T-Race mit dem schönen Eta-Valjoux 7750 Automatikwerk, vor kurzem neuwertig noch regelmäßig 600 oder gar 750 Euro in Auktionen bringend, ging für 451 Euro weg. Eine etwas angekratzte (das kann man rauspolieren aus dem Edelstahl) für 224 Euro. Letztere hätte noch vor einer Woche bestimmt 400 Euro gebracht. Möglicherweise haben viele wie ich an einen Schnellverkauf vor dem Apple-Verkaufsstart gedacht und damit wird der Preis deutlich geringer. Sollte der Preis weiter fallen, werde ich mich sicher irgendwann mit dem ein oder anderen Neukauf über den Wertverfall meiner Tissot hinweg trösten. Einst habe ich das bei analogen Spiegelreflexkameras erlebt, die schrittweise bis auf heutige Tiefstpreise von 1 bis 10 Euro für Consumer-Class-Modelle gefallen sind von einst stolzen dreistelligen Preisen. Wenn das so kommen würde, hätte ich sicher daheim nicht nur eine Uhrenschublade sondern einen Uhrenschrank und bald Uhren an beiden Hand- und den Fußgelenken ;-)

Für mich persönlich bleibt es bei der mechanischen Uhr. Mich fasziniert einfach der Gedanke, in dieser elektronisch durchwachsenen und ständig piependen und zirpenden Zeit ein rein mechanisches Gerät am Handgelenk zu haben, das äußert komplexe Dinge tut (etwa eine Stoppuhr bietend) und das völlig ohne Strom! Auch sehe ich nicht, dass ich einen Mini-Tablettcomputer auch noch am Handgelenk brauche zusätzlich zu dem in der Jackentasche. Mich würde es sehr nerven, wenn es ständig am Handgelenk piept und ziept weil irgendeine Email kommt oder jemand etwas bei Facebook gepostet hat. Auf meinem Smartphone sind die Ebay- und Facebook-App bereits deinstalliert, um genau das (zu nächtlicher Stunde) zu unterbinden.

Eine Killer-App "die man haben muss" könnte ich mir aber vorstellen: Sollte sich Apples iPay fürs Bezahlen mit dem iPhone oder eben dem Apple-Watch-Satteliten (sie ist ja einfach ein Anschlussterminal für das iPhone) durchsetzen, dann wird wohl bald jeder bequem über einen "Wisch" auf dem Bildschirm der Armbanduhr seine Brötchen oder die fettige Bratwurst bezahlen wollen, anstatt umständlich Bargeld oder das Smartphone aus der Brieftasche zu holen. Das geht mit der mechanischen Uhr natürlich nicht.

Positiv fände ich es, wenn sich die Apple-Watch nur als eine Uhr unter vielen etablieren würde, neben Auto-Divern und Uhren mit Grand Complication, aber mir schwant übles. Steht am Ende eine Neuauflage der "Quarzkrise" bevor, wo viele schweizer Hersteller durch den urplötzlichen Hang der Kunden zu einer hässlichen LCD-Uhr und dem anschließenden Wechsel zur Batterieuhr vom Markt gefegt worden sind? Die derzeitigen Antworten der schweizer Uhrenindustrie wirken verzagt und ausweichend und dem Trend hinterher hechelnd (etwa hier). Da wird schon mal eine digitale Uhr mit Touchscreen und Basketballfunktionen als Smartwatch vorgestellt - ich würde es eben als digitalen Sportchrono bezeichnen, mehr ist es nicht (das war Tissot, kann den Link nicht mehr finden). Eine Lösung könnte vielleicht eine Mini-Smartwatch für das Uhrenarmband einer mechanischen Uhr sein. Die Idee kam mir vor einiger Zeit und jetzt hat Montblanc etwas in der Art: hier. Möglicherweise ist das der Weg für teure Luxusuhren respektive ihre Hersteller. Zur Rolex das Smartterminal am Armband. Muss man auch immer mal zum Uhrmacher, wenn das Magnetfeld des Terminals die Uhr magnetisiert hat ;-)
Ach Elektronik, lass mir doch die Uhren in Ruhe.

*** Untergrund: Der tolle Kalender von Klaus und der Playboy, den ein taiwanischer Kollege zwar gewünscht, aber nie abgeholt hat ;-)

P.S.: Einstweilen habe ich die 13. Uhr für die Uhrenschublade erworben, eine fast neuwertige deutsch-chinesische Nautica GMT mit orangefarbender Lünette, Marke Rolex GMT heiratet Omega Planet Ocean und das (sozial abgestiegene) Kind zieht nach Guangdong Province. Für 26 Euro. 

***

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