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Montag, November 11, 2013

50% der Erstklässler hat allergischen Schnupfen, 20% Asthma

Wenig gutes für die Kleinen in Taiwans Luft

http://www.taipeitimes.com/News/taiwan/archives/2013/05/06/2003561587

Taiwans Luft ist über die Jahre besser geworden, noch Ende der 90er hatte "mein" Stadtteil NeiHu hier etwa Dioxinwerte, die um das etwa 1000fache über der US-Grenzwerten lagen, wie ich vor Urzeiten bei meinem Herziehen mal recherchiert hatte. Grund war die mittlerweile verschwundene Billiges-Plastikzeug-Industrie, die heute praktisch nur noch in China zu finden ist. Trotzdem haben laut dem obigen Artikel immerhin 20% der Erstklässler Asthma und 50% allergische Schnupfensymptome. Asthma zu haben gehört in Taiwan praktisch zum guten Ton, in meiner Familie hier will es jeder haben, obwohl ich niemanden je nach Luft schnappen oder gar einen Inhalator benutzen sehe. Man leidet halt am Fortschritt, das gehört sich so. Wie zuverlässig ist also die Diagnose? Man beachte, dass zu wenig Folgebehandlungen verzeichnet werden. Und mir haben Ärzte hier schon allen möglichen nichtzutreffenden Unsinn diagnostiziert.

 Taipei-NeiHu

In meiner Taiwanfamilie durfte unser kleiner Lieblingsneffe damals keine Schokolade essen, weil diese angeblich Asthma auslöst. Ein anderer Neffe hatte aber mal Fieberanfälle von allergischen Beschwerden und zwei andere Neffen wohl auch allergische Probleme. Da meine Gattin aber gerne Witze über solche Dinge macht ("Schnell, die Zwillinge sind ins Krankenhaus eingeliefert worden!") weiß ich nicht mal, was nun wahr und was nun Unsinn ist davon. Ich würde es so zusammenfassen: Ein gewisser Teil der Erstklässler hat möglicherweise Asthma weil die Luft eben die von Taipei ist. Und die anderen niesen so vor sich hin. Vielleicht sollte die Regierung eine Gesundheitsinitiative starten, etwa das Lernen des deutschen Wortes "Gesundheit!", wenn jemand niest. Meine Taiwanfamilie sagt das mit der Allergie ist genetisch und lag nicht am stofftierartigen Schwarzschimmel in der Wohnung. Aha.

Eigentlich wollte ich mit diesem Artikel was anderes schreiben, aber letztlich wäre alles Aufregen nur vergebene Liebesmüh. Taiwaner entdecken ja die letzten 10 Jahre gerade den Umweltschutz und machen jetzt so langsam vor sich hin. Habe neulich sogar zwei Elektromopeds gesehen. Es wird schon.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Lu Er Fu:
Also sollte mal wirklich jemand von dem TW-Kleinkindern Asthma haben, dann kommt das von dem gottverd....Menthol, das sofort unter die Nase gerieben und in den Bauch massiert wird. Das Zeug brennt sogar mir in der Nase und treibt mir Tränen in die Augen. Egal..das wird seit Jahrhunderten so gemacht...
Mein Junior hatte eine Allergie gegen Erdbeeren, Zwetschgen, Johannisbeeren...einfach gegen alles was im deutschen Sommer wächst. Der Allergietest beim Kinderarzt fiel zwar gegen TW aus, aber der hatte ja keine Ahnung. Ergo wurde der kleine um süße Erdbeererfahrungen zu Gunsten von importierten TW-Reis gebracht. Manchmal zweifle ich, ob meine Madame wirklich studiert hat.......
Solange der Puls-Doktor seine teuren Mittelchen verkaufen kann wird alles gut. Alles!

Anonym hat gesagt…

Na, da bin ich ja beruhigt, dass ich nicht der einzige bin. Habe meine Asthma-Diagnose schon am Donnerstag bekommen.
Muss ich jetzt auch mitten in Deutschland nach Taiwan-Art mit Mundschutz rumlaufen?

"Ludigel" hat gesagt…

Lu Er Fu: In der Tat haben die Taiwaner die Tendenz, Allergien nicht etwa individuell zu sehen, sondern als immanente Eigenschaft bestimmter Nahrungsmittel. Richtig, Junior darf auch keine Erdbeeren und er darf dieses und jenes nicht. Weil die halt allergisch sind. Will sagen in Taiwan sind gewissermaßen die Früchte selbst allergisch (gegen die Taiwaner? und zwacken sie dann inwendig, weil sie sie nicht leiden können?). Und auch meine Gattin hatte für den Deutschlandurlaub Taiwanreis importiert und den deutschen nur als Backup eingeplant. Alles das selbe bei uns. Nur mit Menthol quälen sie Junior Gott sei Dank nicht. Sollte es ihnen in den Kopf kommen, ich könnte nichts dagegen tun. Als ausl. Elternteil ist man mehr so ein Ding wie das Go-Cart vom Junior. Was zum Rumalbern, aber wer fragt schon das Go-Cart nach der Meinung.
Tief durchatmen, ohne Menthol. OK. Junior krieg original chilenisches Rosenöl täglich mehrfach auf die Stirn geträufelt und einmassiert, damit die die Narbe von Schwiegermutters Badezimmerschwelle weggeht. Was diese tägliche Öldosis da im Kinderkörper anrichtet, will ich mir auch nicht vorstellen...

Tamasü hat gesagt…

Eskalationsvorschlag:
Mach ein Foto mit angelegtem Lineal von der Narbe. Das gleiche nach einem halben Jahr nochmal. Falls Dein Sohnematz in der Zeit gewachsen ist, ist vielleicht auch die Narbe größer. Dann frag ganz scheinheilig ob das Öl die Narbe größer gemacht hat und wer eigentlich auf Ölbehandlung bestanden hatte.

"Ludigel" hat gesagt…

Menthol kriegt meiner wie gesagt nicht. Rosenöl ist also OK, gut. Mit den Erdbeeren das wusste ich nicht, da liegen Schwiegermutterns Regel und deutsche Aufzuchtpraxis also nah beieinander ;-)

Anonym hat gesagt…

Lu Er Fu:
Mein Kleiner hatte auch keine Erdbeer-Allergie. Allerdings bestand Madame daruf dass er doch eine hat und somit auch keine Erdbeeren und sonstiges Leckeres aus dem Garten bekam.
Und keine Sorge: Das Menthol kannst Du verbieten. Aber wenn Du dann nach Hause zurückkommst weisst Du schon wie der Hase gerochen hat..