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Donnerstag, März 01, 2018

Teutonische Öko-Panik, Autos

Die Trage trieb mir die Hysterie der Teutonen die Schweißperlen auf die Stirn: ist auch mein deutscher Mitsubishi demnächst von Fahrverboten betroffen?

Verwundert kann man auf die Diesel-Hysterie der Deutschen starren. Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich Diesel noch als rußende, lahme Kisten, die zwar wenig verbrauchten, aber dafür einen entsetzlichen Gestank verbreiteten.

Seit VW dann mit seiner TDI-Technik kam, wurden die Diesel plötzlich zum Lieblingskind des ökobewegten linksliberalen Mainstreams, Fast kein Autotest mehr mit Benzinern, nur noch Diesel wurden getestet. Plötzlich waren sie ultrasauber und eben das Nonplusultra. Viel besser als Benziner, das las man in praktisch jedem Autotest.

So ganz glauben wollte ich es nicht, konnte doch meine Nase immer noch gewissen Dieselmief erschnüffeln, wann immer so ein TDI oder später Commonrail oder was auch immer lief. Gut, das mit dem Nageln war kaum bis nicht mehr zu spüren und als Beifahrer in einem Mercedes-Roadster mit Dieselmotor wollte ich kaum glauben, wie sehr die mich in den Sitz pressende Rakete benzinerhaft fuhr. Ein Sportwagen  und Zweisitzer mit Diesel, unglaublich. In meiner Jugend in den 70ern und selbst noch in den 80ern wäre ein offener Diesel mit zwei Sitzen ein guter Witz gewesen. Aber heutzutage ist das offensichtlich anders. Toll auch immer die VW/Audi-Leistungsdaten im Vergleich zu den langweiligen Mitsubishis, die mein Vater daheim in Deutschland fuhr oder dem Nissan X-Trail, den wir in Taiwan hatten. Wahre Wunder konnte VWAUDI mit ihren Dieseln vollbringen. 4 Liter Verbrauch, 220 km/h und 7,2-Sekunden auf 100 oder dergleichen. Die hatten offenbar keine Ingenieure sondern Magier am Werke, so schien es mir. Nur stanken sie immer noch ein bisschen nach Dieseln.



Und wenn das linksliberale Ökospektrum (heutzutage also CDU, SPD, Grüne, Linke und eigentlich auch FDP) irgendetwas rotköpfig und hypernervös hochjazzen und jeden der sich dagegen ausspricht gleich als Häretiker verunglimpfen, dann hat das Phänomen meist viel mit von-einander-abschreiben und Nachplappern, aber wenig mit planvoller und überlegter Handlung zu tun. So blieb ich und erfreulicherweise auch mein Vater beim Neukauf den Dieseln fern - samt ihrem feinen Dieselgeruch, der noch immer an alte schmutzige Zeiten erinnerte. So kann ich heute aufatmen. Der vom Vater geerbte Mitsubishi ASX 1.6 2WD hat natürlich keinen Diesel und erfreulicherweise auch keinen Diesel-artigen Direkteinspritzer, sondern eine althergebrachte Benzineinspritzung. Er steht auf einer Liste von einigermaßen zukunftssicheren Benzinern, die wenig CO2 erzeugen und keine Direkteinspritzung haben: https://www.motor-talk.de/forum/gibt-es-eine-liste-mit-aktuellen-benzin-saugrohreinspritzern-t5992729.html
Wenn demnächst die Benzin-Direkteinspritzer von Fahrverboten betroffen sein sollten (wie des öfteren in der Presse angekündigt), ist unser ASX wohl "fein raus".

Also wird es noch eine Weile dauern, bis die Hysteriewelle auch ihn erfasst. Immerhin handelt es sich bei ihm um einen kompakten SUV; irgendwann ist er sicher auch mal dran. Auch wenn selbst der linksliberale Spiegel ihm gute Noten verpasst hat: http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/mitsubishi-asx-im-test-da-steckt-mehr-drin-a-1010132.html

Was man heute für ein Auto kaufen sollte, ist sicher auch so ein Thema. Persönlich würde ich heute wohl zum Hyundai oder Toyota-Hybrid - oder zum Mitsubishi Outlander (SUV-) Hybrid - greifen, wenn es sein müsste in Deutschland. Ein sinnvolle Technik, die auch auf Langstrecke alltagstauglich ist und den Verbrauch stark absenkt im Vergleich zu gleichstarken Benzinern. Ich bin ja nicht gegen moderne Umwelttechnik, sondern nur gegen das hysterische hochjazzen und anschließendes wieder-fallenlassen unserer ach so politisch korrekten Eliten in Journallie und Politik. Bezeichnend, dass man da wohl kein deutsches Auto kaufen kann mit dieser sinnvollen Übergangstechnik.

Übermorgen werden es dann sicher Elektroautos sein, wenn dereinst viele Ladestationen überall zu finden sind und neue Technologien wie die Feststoffbatterie oder die Alu-Wasser bzw. Alu-Luft - Batterie für lange Reichweiten und kurze Ladezeiten (oder Betankungszeiten bei der Alu-Wasser-Batterie) sorgen.

Meine Frau hat für den grob für 2019 angepeilten Umzug nach Deutschland fraglich ganz andere automobile Pläne, die ein bisschen taiwantypisch sind. Deutsch, möglichst mit Stern, möglichst viel PS und möglichst groß, am Besten SUV. Mit dem man dann vielleicht bald nicht mal mehr in städtische Gebiete fahren darf. Da belassen wir es doch die nächsten Jahre beim guten japanischen Stern (aus drei Diamanten), der in der Garage steht.

...Und in Taiwan fahre ich weiter mit unserem kleinen roten Nissan March aka Micra zwischen den dicken SUVs herum.



Kommentare:

Beobachter hat gesagt…

Bin ich froh, dass ich kein Auto brauche.

"Ludigel" hat gesagt…

Habe gerade mal geguckt, was so ein Hybrid kostet. Da hat man doch schnell 35.000 angelegt. Ergo würde ich derzeit wohl doch einfach einen gebrauchten Nicht-Direkteinspritzer - Benziner mit mäßig CO2 kaufen. Der auch nicht ganz winzig ist. Und damit wohl wieder beim Mitsubishi ASX landen. Denn sonst hat man fast überall die Direkteinspritzer drin.
Mitsubishi scheint da ein glückliches Händchen zu haben. Der dicke Outlander SUV mit Hybrid hat sogar schon ein Programm um in der Stadt rein elektrisch zu fahren und ein anderes, um die Batterie darauf zu optimieren. Ich bin weiter für "Muschibishi", wie Kollegen früher immer gesagt haben. Schaukelt ab 140 bis 160 ein bisschen, aber dafür recht zukunftssicher.
Notiz an Mitsubishi: Meine Frau wünscht sich diesen Mitsubishi-Picknick-Set in Rosa, den wir bei einer Kollegin gesehen haben. Die ist von Volvo auf Mitsubishi umgestiegen ;-)