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Donnerstag, November 27, 2008

The greasy Chen Shui Bian show




German below, Deutsch unten !

ENGLISH:

It's Friday and I am too lazy to translate this into English, it is basically a summary why I dislike the former president's "I am a victim and am on hunger strike" stance towards his imprisonment, as he is in my point of view very very likely guilty of the hundred or so corruption charges brought up against him. I would be so surprised I would call my self "Lolita" instead of "Ludigel", if this guy is ever proven not guilty of all accusations brought up against him. And how I disliked him during his 2004 campaign, shaking his fist and shouting "China NO, Taiwan YES", which is like you go to the zoo and then put your head into the lion's jaw.
So I am fed up seeing his martyr show on TV and in the mags and just turned over the page... and there I could focus on the good things in life; the NEXT magazine even gave a little help finding it with a red circle, see the last two photos. There you go, now I practically translated it.

Have a nice rest of the week [and don't forget to focus...]

Ludigel



GERMAN, Deutsch:

Die große Chen-Shui-Bian Schmiershow
oder
Ex-Präsident als tragischer Clown
Nur eins dominiert das taiwanesische TV und die taiwanesische Presse dieser Tage, und das ist der Expräsident Chen (Vorname: Shui-Bian), der von 2004 bis Mai 2008 die Inselrepublik Taiwan (formeller Staatsname: "Republik China", erklärt sich, weil die Insel sich 1949 politisch vom Festlandstaat abgespalten hat) regiert hat. Er war pro-Unabhängigkeit, wollte also China eine Art formeller Unabhängigkeitserklärung Taiwans zustellen (auch wenn Taiwan de facto längst ein eigener Staat ist) und den Staatsnamen in "Republik Taiwan" ändern. Seine Regierungszeit ist mir in unguter Erinnerung, denn im Wahlkampf 2004 schwenkte er die Fäuste im TV, schrie "China NO, Taiwan YES" und gleich danach flimmerten taiwanesische und amerikanische Kriegsschiffe über die Mattscheibe, die Raketen (bei einem Maneuever) abschossen. In Peking hatte die Nomenklatura vor Wut Schaum vor den Mündern und drohte Taiwan mit Krieg. "Werdet unabhänging und wir rösten euch", war die klare Ansage aus Peking.


NEXT-Magazin mit Ex-Präsidentenfamilie und Schergen

Entsprechend erleichtert war ich, als Chens DPP nicht wieder gewählt wurde (Chen durfte wegen Vollendung zweier Wahlperioden nicht mehr kandidieren) und wir mit KMT und dem neuen Präsidenten Ma Ying-Jeou einen ehr chinafreundlichen Staatschef bekamen. Auch wenn mir mittlerweile sein von vielen als extrem chinafreundlich empfundener Kurs auch gewalting auf die nicht vorhandenen Schnürsenkel geht. Besser als Krieg ist ein bischen Buckeln vor China aber allemal.

Schon zu Amtszeiten hatte Chen eine so lange Liste an Korruptionsvorwürfen, bis hin zur Erpressung eines Kaufhauskonzerns (verkaufe meinem Schwiegersohn billige Aktien oder du wirst unter unserer Gesetzgebung leiden), der Abrechnung jedweder Privatkosten auf die Staatskasse und verschwundenen Fonds, dass man sie garnicht wiedergeben kann, ohne sich ein paar Tage zum Tippen freizunehmen.
Noch zu Chens Amtszeit wanderte sein Schwiegersohn ins Gefängnis, mittlerweile auch dessen Vater und sogar die First Lady wurde wegen Geldwascherei (der erwähnte Aktiendeal hatte zu Gewinnen geführt, die in die Schweiz transferiert wurden) angeklagt, was sich immer noch hinzieht, da sie gesundheitlich hinfällig sein soll.


fremdes, unbekanntes Taiwan (sich spiegelnd in meinem Opel)

Nun ist der Präsident Chen gottseidank ein Expräsident, eine Schweizer Bank hat sich von sich aus gemeldet mit dem Hinweis auf mindestens 20 Millionen US-Dollar, die der Präsident da schwarz herumliegen habe und die Präsidentenfamilie ist sogar relativ geständig bezüglich ihrer Geldschiebereien. Insgesamt geht es wohl ehr um hunderte von Millionen.
Chen aber spielt dem Märtyrer, sagt er sein ein politisch Verfolgter, verweigert das Essen und lässt sich als sterbender Schwan von der Presse fotografieren, siehe Bild. "Er sei bereit, für Taiwan zu sterben", kommt aus seinem Mund, während die Opposition tatsächlich brav für ihn demonstriert, auch ich hatte mich in vorherigen Artikeln davon anstecken lassen, ich gebe es gerne zu. Er macht halt eine so schöne Leidensshow.

Immer wieder und wieder sieht man seine Familie zu Verhören fahren, das TV und Zeitungen bringen komplizierte Diagramme von seinen Geldgeschäften. Essen will er grad nicht, nun gut, denke ich da, seine Entscheidung, aber seine Rumhungerei kostet den Steuerzahler sicher mehr Geld, als wenn er einfach seinen Reis brav essen würde.

Schließen wir die Chen-Schmiershow hiermit ab und blättern die Morgen-Illu einfach ein paar Seiten um, mir bleiben hier ja eh nur die Bilder...

Da sieht man gleich wieder, worauf es wirklich im Leben ankommt. Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, für den hat die Illustrierte eine kreisförmige Hilfe zu bieten, man achte auf den roten Kreis.

"The best things in life are free" oder kosten nicht die Welt. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Restwoche,

Ludigel




Kommentare:

Stefan hat gesagt…

Well the corruption of the DDP is pretty horrible, but is it actually any bigger then the corruption of the KMT? It seems to me that come election time, the Taiwanese have a choice which corrupt party to pick. Voting - as is so often the case - merely allows you to choose the lesser disaster. Gives you a warm fuzzy feeling about Mrs Merkel, in comparison. *grin*

(Not trying to pretend that there is no corruption in other countries, but the level of corruption is important, I think.)

Ludigel ("Bob Honest") hat gesagt…

Yeah, the KMT has a reputation as the political extension of the Bamboo Gang, which is the triad ruling Northern Taiwan. Military, Police, Bamboo Gang, KMT, that is quite inseparable. Made a lot of foreigners favour the DPP originally.
My Chinese teacher said this KMT-military-triad thing started when the refugees from the mainland came in 1949 and took over Taiwan. Young men of the Taiwan population were gathering to beat up the newcomers taking the good land. Well, the settlers from the mainland had their sons in Chiang Kai Sheks military and so they gathered at night for counter attacks.... These evening clubs soon became a ... well ... triad, mafia or whatever.