Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, August 05, 2008

High-heeled Garbage lady

homepage teichert-online.de( ) , Formosablog(X), Techblog( )


German below, DEUTSCH unten!

ENGLISH:

I frequently see garbage piles when I walk my dog, because in Northern Taiwan an unused patch of green land is strange to the locals. What good is nature for, if I can't park my car or scooter there, can't burn my waste or at least dispose of my not needed household goods there? Beware, I have a whole collection of garbage mountains (some are really hills in a geographical sense).

Now, what made a Taiwan Xiaojie (Miss) dump all her (mostly) as-good-as-new shoes on a nice sidewalk next to a park area close to Jhongli (Taoyuan county, Taiwan)?

Did she suddendly become a Roman-Catholic, did she get a bad case of athlete's foot? Or did she marry an Orthopedist? One can only guess.

Though I was starting to worry when a whole set of sofas and some clothes appeared behind the next bush. Consequently I was bracing myself for an encounter with a disoriented Xiaojie uttering something about not cooking "his favourite food like his mum does". I guess I have tried to save too many street dogs here, so I get really concerned how quickly them Taiwanese kick things out of their house...


Fotos: Ludigel


German, DEUTSCH:

Auf meinen Spaziergang mit den Hunden sehe ich viel, viel Müll, denn die Taiwanesen pfeffern gerne alles nicht mehr gebrauchte in die Landschaft und die Müllabfuhr, die Mozart spieled durch die Gegend brummt (ein Lautsprecher dröhnt irgendwas von Mozart), verlangt zeitpunktgenaues Abpassen mit persönlicher Handübergabe des Mülls. "Herr Ping, hier ist mein Hausmüll". Entgegnet dann Herr Ping von der Reichsmüllabfuhr: "So, was haben wir denn heute...". Also pfeffern Chen und Fan und Lee ihren Müll lieber irgendwo hin oder verbrennen ihn auf ihrem Grundstück, die Gummireifen eingeschlossen. Ein ganzes Müllblog habe ich vorbereitet, aber noch nicht publiziert, so sehr will ich ja meinem Gastländchen (China sagt, Taiwan sei kein Land, daher das "chen") nichts Böses.


Phantombild der Tätelin (Lückansicht)


Aber ein Müllbeutel voller neuwertiger hochhackiger Schuhe hatte doch meine Aufmerksamkeit erregt. Was war passiert, hatte eine taiwanesische Xiaojie (Fräulein) ihre hundert Götter verlassen und war zum strengen Katholizismus a la Opus Dei übergetreten und trägt heute nur noch Entenschuhe? Oder hat sie etwa einen Orthopäden geheiratet?

Die Motive der jungen Taiwanesin, die heimlich von dannen getrippelt ist (oder gewatschelt, je nach Schuhen) bleiben im Dunkel des subtropischen Taiwans verborgen. Sorgen machte ich mir jedenfalls, als ich ein paar Büsche weiter auch noch Kleider und wieder ein Stückchen weiter Sofagarnitur und Schrank im Grünen fand. Ich stählte mich, gleich hinter dem nächsten Busch eine orientierungslose junge Frau vorzufinden, die irgendwas von "er hat gesagt, ich koche das Schweinefleisch nicht wie seine Mama" murmelt.

Vielleicht habe ich mich schon um zu viele Straßenhunde gekümmert, denn ich wundere mich langsam, wie schnell die Taiwanesen etwas herauswerfen, das ihnen gerade nicht in den Kram passt...


Keine Kommentare: