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Dienstag, Mai 27, 2008

Losers, come to Taiwan!


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German below, DEUTSCH unten!

ENGLISH:
There is an article in the foreigner forum forumosa.com, which seems to agree with general preconceptions about Western foreigners in Taiwan: LINK HERE.

The article is basically saying, if you have some deficits, women don't notice you and employers think you are weird, you don't get a job back home and have empty pockets, then come to Taiwan!

Women will love you because you are Western, the cultural differences will hide your strange behaviour, what more do you want? And you can always be an English teacher!

Oh my, I shouldn't link to that, a bit embarrassing to the foreigner community, gulp.


self-therapy in Taiwan: the Taiwan beer (the ladies advertise it) is usually part of it (photo: Ludigel)

On a personal note, I think being isolated from one's own culture, which normally provides daily feedback about one's actions, will force you to think about who you are and what your values are. Because being a Westerner in Taiwan will NOT give you usable feedback about your behaviour. People will stare at you open-mouthed at times, waving at you saying "hello" as if you are a film star and every little thing you are doing will be perceived as being alien, strange and weird by the locals, even small things like buying ham, cheese (in those good old days when it was still affordable) and toast bread in a supermarket. People will stop what they are doing in a restaurant and all look at YOU when you enter. Remember that odd movie scene when the band stops playing when a stranger walks into a bar? Well, I had that once in my life, but I must admit that was on Cuba. It's not much different on Taiwan, though.
So a Westerner is somewhat isolated among the many in Taiwan, rather than being a part of your home country's culture you will be your own culture in Taiwan.
Defining yourself solely on your own account and living through totally humiliating situations where a bunch of kids dance behind you and sing "foreigner, foreigner, foreigner" and 20 adults laugh about the scene and point your fingers at you (I had such stuff in 2004, kinda gets sparse these days) will make you more self-confident, because you just don't care anymore what other people think, you learn to ignore them rather than being insecure.
I think that might have helped the author of the article in the link above who believes he has a "mild form of Asberger's syndrome", which is depicted in the TV-show "Boston Legal" recently and thus becoming a fashionable disease probably...

Ludigels Homepage

DEUTSCH, German:

Es gibt unter der Englischlehrergemeinde in Taiwan, die fast identisch ist mit der Ausländergemeinde in Taiwan, die Selbstwahrnehmung, dass viele auf dem heimischen Arbeitsmarkt Gescheiterte sind, die sich des schnellen Geldes wegen und auch der hübschen Frauen wegen, nach Taiwan orientiert hätten. Wann immer jemand im Ausländerforum Forumosa.com eine Diskussion nach dem Motto "Hilfe, sie weisen mich aus" (wegen Arbeit ohne Arbeitserlaubnis etc.) anfängt, schreibt ein anderer Ausländer hämisch in der Diskussion "Hilfe, ich werde nie wieder eine nackte Frau sehen" und will damit sagen, der Betreffende sei nur ein Verlierer, der zu Hause weder Job noch Frau finden konnte und daher nach Taiwan gezogen ist, wo die Qualifikationsanforderungen an "Englischlehrer" niedrig sind (auch den USA oder einem englischsprachigen Land zu kommen reicht), das Gehalt vernünftig und die Frauen auch dickbäuchige ungepflegte Ausländer attraktiv finden, solange sie weiß sind.

Nun, ich finde, dass es nicht ehrenrührig ist, wenn ein Amerikaner oder Kanadier die Energie hatte, dem Schicksal des Burger-Bratens bei McDonalds durch eine Emigration nach Taiwan zuvor zu kommen und sich in Asien als Englischlehrer durschlägt. Das die taiwanesischen Frauen westliche Männer vergleichbar attraktiv finden wie westliche Männer asiatische Frauen, ist sicher auch kein Drama. Verblüffend allerdigns, wenn man eine Diskussion im Forum findet, wo jemand frank und frei zugibt, "ich hatte in Amerika keinen Job, kein Geld und keine Frau und erst in Taiwan bin ich normal geworden", wie HIER (Link) in dieser Diskussion.

Derjenige gibt an, er habe gewisse soziale Defizite gehabt, die ihn daran gehindert hätten, bei Vorstellungsgesprächen oder beim Date mit der Damenwelt seine Rolle gemäß den sozialen Normen zu spielen. Taiwan habe, da die kulturellen Unterschiede solche sozialen Unfähigkeiten verwässern und tarnen, ihm da alle Möglichkeiten eröffnet, er habe Job und Freundin gefunden und sei heute viel selbstbewusster.

Auch wenn dieses Geständnis durchaus erheiternd ist, ist es schon interessant, sich darüber kurz Gedanken zu machen. Ich persönlich denke, die Isolation in der Menge der Asiaten hier, die nunmal eine ganz andere Kultur haben, bringt einen dazu, sich seiner selbst und den eigenen Werten und Normen viel bewusster zu werden. Man spürt deutlich die Grenze zwischen sich und der Umwelt, was vermutlich das Selbstbewusstsein fördert, denn irgendwie muss man sich ja im oft schwierigen und chaotischen Alltag Asiens durchschlagen.
Auch das erleben sehr peinlich wirkender Szenen, wenn einem etwa kleine Kinder auf der Straße singend hinterher laufen und "Ausländer, Ausländer" singen und ganze Heerscharen von Erwachsenen dazu gackern und mit dem Finger auf einen zeigen, wie ich es noch 2004 erlebt habe (heute ist sowas selten geworden), bringt einen dazu, andere Menschen einfach ignorieren zu können und sich nicht um ihre Ansichten und Meinungen über einen selbst zu scheren.

Für Leute mit Defiziten wie angeprochen, kann das sicher eine Therapie sein. Für alle anderen ist es mit Sicherheit auch ein Vorteil für die Persönlichkeitsbildung. Kein Geld kein Plan, dann auf nach Taiwan! Gilt aber so nur Englisch-Muttersprachler.

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