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Freitag, April 11, 2008

Der mörderische Tischler (German poem)



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German below, Deutsch unten !

ENGLISH:

THE MURDEROUS CARPENTER, that's a poem in German and sorry, I can't translate it in English, the fun would be out of it. It all started with my grandfather telling me about the good old days, when a street organ player was in the center of the town singing his (often rhyming) tales of murder (called "Moritaten", as in murderous deads). They were extremely bloody, but funny and usually wanted to teach a morale lesson of the end. Well, here is my Murderous Carpenter, probably suitable to be sung while a street organ is playing, feel free to try it out. To sing it, I mean.

BTW: I once knew a guy admitting he killed the last street organ player of a town called Alfeld in a car accident. I guess that would make another "murderous dead".


GERMAN:

Nicht der Bossanova ist schuld, sondern mein Großvater, der mir einst Geschichten über die Leierkästenmänner erzählt hat, die dereinst mit Zylinder bekleidet blutige Geschichten, sog. Moritaten, von sich gaben.

Das schreit nach einer Fortsetzung...

Der große deutsche Dichter Adolf E. Pankraz war so freundlich...


„Der mörderische Tischler“

Adolf E. Pankraz


Da war ein Tischler, der suchte eine Frau.

Suchte sie fern und nah,

Vom vielen Suchen war ihm ganz flau,

Doch keine gefiel ihm, die er sah.


Doch schließlich hatte er sie gefunden,

Eine mit gar großem Busen,

Sie hat ihn beim Kochen nicht allzu sehr geschunden,

Und ihr Lippenbart kratzte kaum beim Schmusen.


Etwas gequietscht hat sie im Bett,

Zu sehr geklappert auch beim Gehen,

Doch wenn sie nüchtern war, war sie ganz nett,

Er gefiel ihr auch, denn sie konnt’ kaum sehen.


Unfälle gab es meistens wenig,

Einmal hat er einen Absatz ins Auge bekommen,

Ihre Arme warn ein bisschen sehnig,

Doch ihr Zungenkuss machte ihn ganz benommen.


Intelligent war sie eigentlich auch,

Konnte erkennen manche Zahl,

Konnte sogar reden, wenn auch aus dem Bauch,

Doch Rechnen war ihr ehr eine Qual.


Heiraten wollten die zwei Leute,

Doch war die Braut leider schon Vierzig, keine Fräge.

Da hatte er eine Idee, die er bald bereute,

Ging ins Baugeschäft und kaufte sich eine Säge.


Unser Bräutigam war auch nicht der Hellste,

Drum wartete er bis sie schlief,

War trotz Hohlkopf an der Säge der Schnellste,

Setzte die Säge an und schnitt ganz tief.


Am nächsten Morgen wunderte sich der Gendarm,

Fragte, „warum hast du zersägt deine zukünftige Frau?“,

Da sprach der Tischler „Nimm mich bloß nicht auf den Arm!“,

"Den Grund, den kennt doch wohl jede Sau."


„Schon in der Kneipe erzählte mir mein Kumpel,

Lässt du dich mit einer Vierzigjährigen ein,

Dann tausch gegen zwei Zwanzigjährige das Gerumpel,

Doch glaubste die wollte einer haben, das denkste dir allein!“


„So nahm ich mir die Säge geschwind,

Umzusetzen es in die Tat,

Schnitt durch ihre Mitte wie ein Wirbelwind,

Nur wieso liegt sie nur so da, da bräuchte ich jetzt Rat.“


Im Knast musste er erstmal zum medizinischen Appell,

Der Arzt sagte, „machen sie sich schon mal frei“,

Dachte sich der Tischler, „geht klar“ und griff zum Skalpell.

Doch was machte der Kerl mit dem Gehirn aus Brei?


Leider war er nicht intelligenter als ein Lurch,

Als der Arzt sah was der Mann tat, schrie er als sehe er Gespenster,

Der Kerl sagte noch, „der Rest passte leider noch nicht durch“,

Und schnitt sich den Kopf ab und warf ihn aus dem Fenster.


Hier endet abrupt der blutige Bericht,

Und was ist die Moral von solch bösen Sagen?

Leider weiß ich es auch noch nicht,

Zu schnell war der Tischler, ich konnt’ ihn nicht mehr fragen.






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